Arbeitsgerät: Specialized Demo von Loïc Bruni

Arbeitsgerät: Specialized Demo von Loïc Bruni

Nach seiner dominanten Performance in der letzten Saison steht Loïc Bruni aktuell sicherlich im Rampenlicht, wie kaum ein anderer Downhill-Fahrer. Einen Teil seines Erfolgs verdankt der Franzose allerdings nicht nur seinem kontrollierten und beeindruckenden Fahrstil, sondern auch seinem sehr technischen und detaillierten Ansatz. So gibt es wohl kaum ein Rad im Fahrerlager, an dem sich derartig viele Prototypen-Teile und Basteleien verstecken, wie am Specialized Demo des Ex-Weltmeisters. Wir haben es uns genauer angeschaut!

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Ich finde die Reach Werte der DH Bikes immer spannend. noch dazu wo der Sattel bei den meisten Rädern ja sehr weit vorne ist und somit auch der Kontaktpunkt zum Fahrer noch einmal näher an die Arm rückt). Klar sind die Radstände durch die lange Front sehr groß, aber ich stell für mich halt auch die Frage, wieso Enduros dann so lang sein "müssen". Bergauf finde ich eine kompekte Sitzposition jetzt nicht sonderlich unangenehm, muss ich sagen. ich sage das deswegen, weil die so modernen steilen Sitzwinkel natürlich den Reach erst wieder verkürzen beim Draufsitzen.
 
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Ich finde die Reach Werte der DH Bikes immer spannend. noch dazu wo der Sattel bei den meisten Rädern ja sehr weit vorne ist und somit auch der Kontaktpunkt zum Fahrer noch einmal näher an die Arm rückt). Klar sind die Radstände durch die lange Front sehr groß, aber ich stell für mich halt auch die Frage, wieso Enduros dann so lang sein "müssen". Bergauf finde ich eine kompekte Sitzposition jetzt nicht sonderlich unangenehm, muss ich sagen. ich sage das deswegen, weil die so modernen steilen Sitzwinkel natürlich den Reach erst wieder verkürzen beim Draufsitzen.
Bruni mag halt einerseits sehr kurze Räder. Schaut man sich mal Amaury Pierrons Bike an, dann fährt er bei gleicher Größe 480mm Reach.
Aber ja, es gibt schon einige Fahrer im DH und auch Enduro, die etwas kürzere Räder bevorzugen. Beim DH Bike ist auch mehr oder weniger egal, wo der Sattel ist, so lange er nicht im Weg ist.
Bei Endruos schaut das halt anders aus. Da muss der Sitzwinkel relativ steil sein, damit man gut bergauf kommt. Ist dann aber der Reach zu kurz, wird es unangehm und man sitzt zu kurz. Das kann unangenehm von der Haltung sein, hilft aber auch nicht beim Druck auf dem Vorderrad.
Das immer länger werden beim Reach scheint aber allmählich sein Ende zu finden, es gab schon sogar ein paar bikes, die wieder minimal kürzer wurden. Ich würde sagen, es pendelt sich gerade auf ein sinnvolles Maß ein.
 

FloImSchnee

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Ich finde die Reach Werte der DH Bikes immer spannend. noch dazu wo der Sattel bei den meisten Rädern ja sehr weit vorne ist und somit auch der Kontaktpunkt zum Fahrer noch einmal näher an die Arm rückt). Klar sind die Radstände durch die lange Front sehr groß, aber ich stell für mich halt auch die Frage, wieso Enduros dann so lang sein "müssen". Bergauf finde ich eine kompekte Sitzposition jetzt nicht sonderlich unangenehm, muss ich sagen. ich sage das deswegen, weil die so modernen steilen Sitzwinkel natürlich den Reach erst wieder verkürzen beim Draufsitzen.
Reach und Sattel und Sitzposition? Vermischst du da nicht grad was?
 

GrazerTourer

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Reach und Sattel und Sitzposition? Vermischst du da nicht grad was?

ich glaub nciht, dass ich da was vermische.

ich meine: der Reach von Enduros muss ja länger werden, wenn die Sitzwinkel immer steiler werden, weil man ja im Sitzen einen kürzeren Abstand zum Lenker bekommt. Sonst werden Räder mit steilem Sitzwinkel im Sitzen ja recht kurz. Anders herum werden sie, wenn man das ausgleicht, im Stehen halt recht lang.

Mir fällt einfach auf, dass die meisten DHler für ihre Körpergröße in etwa 2cm weniger Reach fahren, als uns das bei Enduros dauernd als "heute genau richtig!" für die gleiche Körpergröße empfohlen wird.
 
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dass die hersteller die fahrwerke immer für irgendwelche zahnärzte auslegen... bei fast allen bikes, die ich hatte, waren häufige durchschläge ein problem, und bin jetzt auch keine rakete. kein wunder, dass wc fahrer eine komplett andere anlenkung brauchen. gerade speci ist besonders schlimm. dass die wenigsten mal ein 2. loch an der anlenkung einbauen könnten.
 
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Ich finde die Reach Werte der DH Bikes immer spannend. noch dazu wo der Sattel bei den meisten Rädern ja sehr weit vorne ist und somit auch der Kontaktpunkt zum Fahrer noch einmal näher an die Arm rückt). Klar sind die Radstände durch die lange Front sehr groß, aber ich stell für mich halt auch die Frage, wieso Enduros dann so lang sein "müssen". Bergauf finde ich eine kompekte Sitzposition jetzt nicht sonderlich unangenehm, muss ich sagen. ich sage das deswegen, weil die so modernen steilen Sitzwinkel natürlich den Reach erst wieder verkürzen beim Draufsitzen.

Genau denselben Gedankengang hatte ich auch und wollte ähnliches auch gerade posten.

Wieso wächst der reach bei Enduros immer mehr bei teils lw von 63,5grad herum aber dh sind vergleichsweise "kurz", bei teils nicht viel flacheren geos?
 

FloImSchnee

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ich meine: der Reach von Enduros muss ja länger werden, wenn die Sitzwinkel immer steiler werden, weil man ja im Sitzen einen kürzeren Abstand zum Lenker bekommt. Sonst werden Räder mit steilem Sitzwinkel im Sitzen ja recht kurz. Anders herum werden sie, wenn man das ausgleicht, im Stehen halt recht lang.
Einverstanden


Mir fällt einfach auf, dass die meisten DHler für ihre Körpergröße in etwa 2cm weniger Reach fahren, als uns das bei Enduros dauernd als "heute genau richtig!" für die gleiche Körpergröße empfohlen wird.
Ja, das fällt mir auch auf, bin auch nicht sicher, woran es liegt. Hier wurde es z.T. schon mit dem Radstand erklärt, der beim DHler wegen der langen, flachen Gabel immer etwas länger ist als beim Enduro.

Abgesehen davon gibt's doch eine ziemliche Bandbreite an Vorlieben unter den Profis.
Bspw. Jack Moir, der bei einer Größe von 1,93cm ein Canyon Strive (in der EWS) in Gr. L fährt,
und andere Fahrer (da hab ich jetzt kein Beispiel im Kopf) die mit Größe 180cm XL fahren.
 

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Nach seiner dominanten Performance in der letzten Saison steht Loïc Bruni aktuell sicherlich im Rampenlicht, wie kaum ein anderer Downhill-Fahrer. Einen Teil seines Erfolgs verdankt der Franzose allerdings nicht nur seinem kontrollierten und beeindruckenden Fahrstil, sondern auch seinem sehr technischen und detaillierten Ansatz. So gibt es wohl kaum ein Rad im Fahrerlager, an dem sich derartig viele Prototypen-Teile und Basteleien verstecken, wie am Specialized Demo des Ex-Weltmeisters. Wir haben es uns genauer angeschaut!

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yeah, danke :daumen:
 
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Ein verhältnismäßig langer Reach bringt halt dem Normalsterblichen viel Sicherheit, gerade im Steilen, oder in Kurven. Ich habe lieber etwas mehr Platz im Rahmen, als zu wenig - einfach um Fahrfehler, Belastungsfehler etc. besser ausgleichen zu können. Das gibt mir Sicherheit und somit letzlich auch Geschwindigkeit.
Bei den Weltcupdownhillpros ist das sicher weniger ein Thema, die fahren so abgöttisch gut. Letzlich muss es doch jeder für sich rausfinden, was sich halt gut anfühlt. Die Orientierung an Downhillprofis hinkt da etwas. Für mich sind nach einigen Tests ca 500mm Reach auf 1,85m top.
 
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Gregor

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Max fährt das Cube Two15 in Größe L mit so 465 mm Reach. Und er ist etwa so groß wie ich, also 1,83 m ca.
Ich habe mich mit ihm schon öfter drüber unterhalten, woher der Trend zu den langen Geos kommt und er kann es auch nicht verstehen und ist kein Fan – obwohl Max super fit ist und so ein Gerät sicher bewegen könnte.
Es fährt ohnehin kein World Cup-Fahrer wirklich krank lange Räder. Klar, ein Laurie Greenland oder Troy Brosnan nehmen gerne mal eine Größe größer, als für sie vom Hersteller vorgesehen ist. Aber die sind auch nicht sehr groß, im Verhältnis zu Strecke sind das dann immer noch ganz normale L-Rahmen.

Loïc Bruni fährt schon sehr kleine Räder, zu Beginn ist er sogar das S2-Modell gefahren. Aber er hat eben auch einen sehr kontrollierten, ruhigen Fahrstil und gibt dem Rad wenig Chancen, auszubrechen. Übrigens hat das Demo ja schon so recht lange Kettenstreben und Loïcs Rad durch das Offset-Tretlager noch ein bisschen mehr. Ihm scheint also die Balance zwischen Reach und Kettenstrebe vor allem wichtig zu sein, was ich recht nachvollziehbar finde, bei seiner zentralen Position.
 
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Max fährt das Cube Two15 in Größe L mit so 465 mm Reach. Und er ist etwa so groß wie ich, also 1,83 m ca.
Ich habe mich mit ihm schon öfter drüber unterhalten, woher der Trend zu den langen Geos kommt und er kann es auch nicht verstehen und ist kein Fan – obwohl Max super fit ist und so ein Gerät sicher bewegen könnte.
Es fährt ohnehin kein World Cup-Fahrer wirklich krank lange Räder. Klar, ein Laurie Greenland oder Troy Brosnan nehmen gerne mal eine Größe größer, als für sie vom Hersteller vorgesehen ist. Aber die sind auch nicht sehr groß, im Verhältnis zu Strecke sind das dann immer noch ganz normale L-Rahmen.

bronsnan ist etwa so groß wie ich (1,70 meine ich) und fährt ein sender in l (reach von 485 +-8 mm). das finde ich absolut krank.
 
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