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[Aufbau] Monstergravel: Mtb-Geometrie mit schmalen Reifen und Dropbar

lucie

der Schrecken der Straße
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Die ganzen Kategorien sind doch eh Nonsens, Trail, Trial, Cross Country, Down Country, Downhill, Freeride, Cross, Mostercrosser, AM, Race, Gravel, Monstergravel...

Ist doch alles wurscht, hat alles zwei Räder, und es soll jedem auf seine Weise Spass bringen/machen.

Und wenn's einem nicht taugt, ist man eben um eine Erfahrung reicher - eine, die man vor allem selbst gemacht hat. :)
 

scylla

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Bei einem Gravelrad würde ich irgendwie immer den Anspruch haben, auch auf festen Wege/Straße nicht wesentlich lagsamer als mit einem RR unterwegs sein zu können. Wenn man ein MTB mit einem Dropbar ausstattet, beschneidet man es einfach nur in seiner Geländegängigkeit, gewinnen kann man dadurch eigentlich gar nichts, außer ein paar zusätzliche Griffpositionen. Dazu kann man sich aber auch ein paar Barends montieren, aber das ist halt nicht mehr modern.
Das ist deine Definition davon. Jemand anders hat vielleicht eine andere. Deswegen gibt es da auch kein richtig oder falsch, sondern nur verschiedene Leute, denen verschiedene Sachen taugen ;) Ich find die verschiedenen Herangehensweisen und Spielarten zu dem Thema alle irgendwie interessant, selbst wenn sie meiner eigenen auch nicht immer entsprechen.
Außerdem kann auch die geänderte Sitzposition durch einen Dropbar für mehr Vortrieb sorgen.
 
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Weiß nicht so recht - ein gutes XC Bike ist so verdammt nah dran an einem Graveler , addier noch den Rennlenker dazu - hoppla , das ist ja ein Gravelbike :)
 

Speedskater

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Also ich brauche:
eine Schmuddelwetterbike um zur Arbeit zu fahren.
ein Fatbike um mit dicken Reifen durch den Schnee zu fahren. Ok, ich fahre damit auch längere Touren und Alpencross.
ein Enduro um damit Trails von Murmenbahn bis verblockt abzureiten. Ok ich fahre damit auch Alpencross.
ein XC-Rennfeile um damit, ähhh, hängt schon länger im Arbeitszimmer an der Wand.
ein Crosser oder Gravelbike brauch ich nicht, da könnte ich mit der Rennfeile fahren.
ein Rennrad brauche ich noch weniger.

Ich habe noch eine Antiquität, San Andreas damit bin ich seit 2009 12.000 km gefahren

So hat halt jeder andere Anforderungen.
 

a.nienie

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@the border of the hinterland
also das mit den hörnchen am mtb lenker habe ich unlängst probiert... mit gemischten ergebnissen.
habe ich in erster linie gemacht, weil mir mit kurzem vorbau und mtb lenker, der hebel für bergauf fehlt bzw. die ganze kiste dann zu kurz ist. bei eingang bzw. starrgang und rampe bringe ich da nicht genug kraft auf.
ganz außen am 780er lenker war es etwas zu breit, oh wunder.
mit einem abstand zwischen den hörnchen von ca. 560 war es ganz ok im wiegetritt und bergauf.
aber ich vermisse den unterlenker, also die möglichkeit in der höhe zu wechseln.
und ohne federgabel ist die hand/armhaltung bei dropbar einfach beweglicher.
kann mit dropbar bis auf wüst verblocktes zeug alles fahren, habe dadurch keinen wirklichen nachteil.
 

warsaw

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An sich ist Gravel auch nichts neues, aber es freut mich das es was gibt, das ich mir so von der Stange kaufen würde: Stahl, Starrgabel, 2" Reifen, Rennlenker(vor allem wegen den Hoods) und Ösen für alles. Hat über die letzten Jahre so bei mir herauskristallisiert
 

arno¹

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Wenn man ein MTB mit einem Dropbar ausstattet, beschneidet man es einfach nur in seiner Geländegängigkeit, gewinnen kann man dadurch eigentlich gar nichts, außer ein paar zusätzliche Griffpositionen. Dazu kann man sich aber auch ein paar Barends montieren, aber das ist halt nicht mehr modern.
es gibt keine beschneidung der geländegängigkeit durch dropbar, nur fehlende skills, möglicherweise

hingegen ist der dropbar eine erleuchtung an griffmöglichkeiten, im gegensatz zu den genau zweieinhalb griffpositionen mehr durch hörnchen
 

arno¹

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Weiß nicht so recht - ein gutes XC Bike ist so verdammt nah dran an einem Graveler , addier noch den Rennlenker dazu - hoppla , das ist ja ein Gravelbike :)
am besten mit federweg vorne und popofön hinten, dann machts auch keinen unterschied mehr

gibt ja doch eher drei sorten von gravelbikes, die eine mehr mtb geo, die andere mehr rr geo

und mehr, ...
 

rd_nly

sober
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es gibt keine beschneidung der geländegängigkeit durch dropbar, nur fehlende skills, möglicherweise

hingegen ist der dropbar eine erleuchtung an griffmöglichkeiten, im gegensatz zu den genau zweieinhalb griffpositionen mehr durch hörnchen
Ja, ist klar, dann fahre doch mal mit einem 46cm Dropbar eine DH-Strecke herunter, mit DH-Rad natürlich. Und danach machst du das Ganze noch einmal mit einem MTB-Lenker und schreibst noch einmal, dass ein Dropbar die Geländegängigkeit nicht begrenzt. Die drölfzig Griffmöglichkeiten am Dropbar durchzuprobieren ist auf längeren Strecken angenehm, das war's aber auch. In Sachen Radbeherrschung geben die null Benefit, eher im Gegenteil, die einzig sinnvolle Griffposition im richtigen Gelände fällt beim klassischen Dropbar weg, weil man nicht an die Bremsen kommt. Darum gibt es ja solche optisch fragwürdigen Konstrukte wie Dirtdrops.
 
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arno¹

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wie kommst du auf downhill? was hat ein dh mit einem gravelbike zu tun? komplett am thema vorbei, dein posting :)
 

rd_nly

sober
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wie kommst du auf downhill? was hat ein dh mit einem gravelbike zu tun? komplett am thema vorbei, dein posting :)
Du hast behauptet, ein Dropbar schränkt die Geländegängigkeit eines MTBs nicht ein (mein Post) und das ist nun einmal Unsinn. Du kannst auch ein XC-Rad nehmen, oder Enduro, oder was auch immer der Effekt ist derselbe. Mit Dropbar weniger geländetauglich, Punkt.
 
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Stimmt . Ist doch aber völlig schnuppe , da es hier um die Summe der Eigenschaften geht .
Ob jetzt jemand einen Dropbar an seinen XC Racer schraubt oder einen Flatbar ans Gravelbike ist letztlich Geschmackssache und verschiebt den Einsatz etwas - ein bißchen gewinnt man auf der einen Seite um es auf der anderen wieder abzugeben .
Was bleibt ist aber eine sehr große Überschneidung der beiden .
Und genau da liegt die Vielseitigkeit begraben , zusammen mit einem Schuss Rennrad :)
 

lucie

der Schrecken der Straße
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Ja, ist klar, dann fahre doch mal mit einem 46cm Dropbar eine DH-Strecke herunter, mit DH-Rad natürlich. Und danach machst du das Ganze noch einmal mit einem MTB-Lenker und schreibst noch einmal, dass ein Dropbar die Geländegängigkeit nicht begrenzt. Die drölfzig Griffmöglichkeiten am Dropbar durchzuprobieren ist auf längeren Strecken angenehm, das war's aber auch. In Sachen Radbeherrschung geben die null Benefit, eher im Gegenteil, die einzig sinnvolle Griffposition im richtigen Gelände fällt beim klassischen Dropbar weg, weil man nicht an die Bremsen kommt. Darum gibt es ja solche optisch fragwürdigen Konstrukte wie Dirtdrops.
Wo ging es hier um Downhill bzw. dem TE? Habe ich was überlesen?

Ah, irgendwann tauchte ja das Wort "Gelände" auf. Das muss man aber nicht zwingend und stur mit DH verknüpfen.

Da gibt es ebenso viele Nuancen wie inzwischen Bikegattungen. ;)

Über Sinn- und Sinnhaftigkeit bei einem Hobby zu diskutieren, ist doch eher müßig. Eher zählen die Erfahrungen, getestete Varianten, Empfehlungen, das Selbstausprobieren und einfach auch mal das Rumspinnen. ;)

Ich wünschte mir an meinem "MonstercrossraceMTBgravelbike manchmal auch einen etwas flacheren LW, also ein Gravelbike, das mehr in Richtung XC als in die Racecke geht - und das Ganze natürlich mit Dropbar. :)

Damit wäre ich auf Asphalt für mich gesehen (bin nicht auf der Flucht und fahre keine Rennen) immer noch zügiger unterwegs als mit meinem Plusser, kann aber jederzeit die befestigten Straßen verlassen und damit im Gelände auch noch Spass haben, Gepäcktouren inbegriffen.

Einen reinen Racer hatte ich auch mal, brauche ich persönlich nicht - ist mir zu speziell, genau wie ein reiner DHiller.
 

scylla

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Hörnchen in allen Ausgestaltungen könnten für mich niemals einen guten Dropbar und STIs ersetzen. Mir geht es da wie @a.nienie: bergauf kann ich mit einem Dropbar deutlich mehr Kraft und Kontrolle aufbringen und hab dabei sogar noch die Bremse im direkten Zugriff, wohingegen Hörnchen da nicht wirklich viel bringen und dann auch noch die Bremse außer Griffweite ist. Mit dem Gravel komme ich mit annähernd 1:1 Übersetzung dieselben Stiche hoch an denen ich mit dem Mountainbike mit annähernd 1:1,5 Untersetzung mit dem Vorderrad kämpfe, nur wenn's zusätzlich holprig wird hat das vollgefederte Mountainbike dann irgendwann deutliche Traktionsvorteile. Am Rollwiderstand oder generell der Bereifung liegt's sicher nicht. Auf Flachstücken gegen den Wind ducken kann man mit Hörnchen auch vergessen, mit Dropbar geht das prima. Wenn es bergab ruppig ist mit der Starrgabel habe ich in den Drops eines guten Carbonlenkers deutlich mehr Komfort und weniger ermüdende harte Vibrationen und bekomme auch Dank der Handposition schon weniger Schläge auf die Handgelenke as mit einem Flatbar, und die Hörnchen bringen da garnichts weil man von dort aus nicht an die Bremse kommt.
Ein XC Mountainbike könnte für mich niemals ein Gravelbike ersetzen. Ein Gravelbike kann aber für mich das XC Mountainbike soweit ersetzen, dass zweiteres überflüssig wird. Beides, Hörnchen und das XC Mountainbike, habe ich schon lange abgeschafft, es stand nur in der Ecke. Das Gravel war immer da, ist geblieben und wird geliebt und ständig gefahren.
Ein Gravelbike kann für mich niemals ein Rennrad ersetzen, dazu bin ich mit dem Ding schon zu oft auf zügigen >150km Asphalttouren auf den letzten km tausend Tode gestorben, trotz eigentlich gut straßentauglicher schmaler Gravelreifen.

Klar setzt ein Dropbar irgendwann Limits bei schwierigen und steilen Trailabfahrten und eine Downhillstrecke oder einen XCO Weltcup würde damit niemand ernsthaft fahren wollen, ich glaube darüber muss man hier keine Pseudo-Diskussion anfangen, das ist doch jedem klar. Genauso wenig wie man sich einreden müsste, dass man mit einem Gravel genauso schnell und effizient wäre wie mit einem Rennrad, außer man macht Rennradreifen dran. Und dann wären wir auch schon wieder bei den Reifen. In welcher Richtung man die Eierlegendewollmilchsau Gravel definieren will, ob lieber mit komfortorientierten breiten Mtb-Schlappen, mit Gravel-Minimalprofil, mit grobstolligen Cyclocrosser Matscheifen, oder mit Straßenslicks, liegt im Gusto jedes einzelnen. Das ist auch nur eine weitere Anpassungsmöglichkeit des Rads an das eigene Anforderungsprofil, wie Pedale, Sattel, Lenkerband, etc.
Es gibt auch genug Leute, die mit Dropbar garnichts anfangen können und auch an ein Gravel lieber einen Flatbar montieren. Wenn's besser gefällt ist das auch erlaubt. Die komplett verschiedenen Ausgestaltungen zeigen doch eigentlich alle nur, wie unglaublich breit der Einsatzbereich von diesen Rädern ist. Sinnlos ist jedenfalls garnichts davon, außer der Annahme, dass nur die eigene Auslegung die einzig sinnvolle wäre :)

Übrigens schönes Filmchen https://www.mtb-news.de/news/video-i-just-want-to-ride-tour-divide-bewegend-erzaehlt/
Man achte auf die unterschiedlichen Räder, die dort gefahren werden. Ist ja auch irgendwie "Gravel", nur halt die Ultra-Endurance/Bikepacking Variante davon.

Themenwechsel: Felgen

Ich brauch mal ein paar Meinungen. Wie breit wäre der beste Kompromiss um einen recht großen Bereich an Reifenbreiten bis sagen wir mal 45mm oder 50mm und als unteres Limit 35mm abdecken zu können?
Da ich mir im Black Friday Kaufrausch :rolleyes: auch gleich noch einen Satz schöner Naben bestellt habe, denke ich gerade daran, einfach einen ganz neuen Laufradsatz fürs Monstergravel aufzubauen und die Laufräder im alten Rad zusammen zu lassen (müsste eh mindestens die HR-Nabe umspeichen wegen Boost und keinen Bock auf zweifelhaftes Adaptergefummel). Momentan fahr ich 38er Gravelkings oder 40er Nanos auf Kinlin Felgen mit 21mm Maulweite. Bei den Gravelkings passt es imo sehr gut von der Reifenform her, die Nanos sind mir aber schon deutlich zu eckig, da fehlt quasi eine ganze Reihe Außenstollen (liegt aber denke ich auch eher an den Reifen als an den Felgen). Mein Mann hat DT R500 Felgen mit 22mm Maulweite und 43er Gravelkings, das schaut auch gut aus.
Ich hab da die Spank Ozzy Trail 295 29er Felgen im Blick, die gibt's gerade für sinnvollen Preis im Abverkauf, und Spank sind ja auch immer schön steif. Gewicht 490g, Maulweite 24,5mm :ka:
Die DT R500 wären natürlich auch eine Option. Gewicht 495g, Maulweite 22mm.

Sonstige heiße Tipps für nicht allzu teure aber auch nicht allzu schwere "Brot und Butter" Alu-Felgen?

PS: Tubeless ist mir wichtig
 
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warsaw

Daydreamer
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Diese Diskussionen gibt es leider immer wenn die Industrie ein Produkt aus der Nische, den breiten Markt zugänglich machen will. Es ist sicherlich hilfreich fürs Marketing wenn es klare Kategorien und Einteilungen gibt, auch für Einsteiger die das erste mal in Gruppen fahren und das Terrain noch nicht richtig einschätzen können. Für alle die schon länger dabei sind sind solche Kategorien viel zu grob und unnötig, immerhin geht es hier um die kleinen Details.

Felge: Die Ozzy wird das Problem mit den Nanos eher verschlimmern, ansonsten spricht nichts dagegen. Die DT gibt es aber auch schon für 35€
 

scylla

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Felge: Die Ozzy wird das Problem mit den Nanos eher verschlimmern, ansonsten spricht nichts dagegen. Die DT gibt es aber auch schon für 35€
Das ist klar, die Nanos kauf ich aber eh nie wieder, werden nur noch runter gefahren.

Ich habe gute Erfahrungen mit den NoTubes Felgen gemacht
ZTR Arch Maulweite 26mm 453g
ZTR Crest Maulweite 23mm 364g
Am 27,5er Mountainbike fahr ich die Flow auch sehr gerne.
Wie schaut das im 29er Durchmesser aus mit dem sehr flachen Profil der ZTR MK3 Felgen, sind die noch (seiten)steif genug um auch mal eine Asphalt-Tour "Rennradstyle" mit 3 Bar in den Reifen wegzustecken, ohne beim Rad in die Kurven legen rumzueiern und aufzuschaukeln?
Und bei dem vorgesehenen Reifenbreiten-Bereich dann eher Arch oder Crest?
 
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rd_nly

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Habe ich was überlesen?
Ja.

my2cent:
Hörnchen in allen Ausgestaltungen könnten für mich niemals einen guten Dropbar und STIs ersetzen. Mir geht es da wie @a.nienie: bergauf kann ich mit einem Dropbar deutlich mehr Kraft und Kontrolle aufbringen und hab dabei sogar noch die Bremse im direkten Zugriff, wohingegen Hörnchen da nicht wirklich viel bringen und dann auch noch die Bremse außer Griffweite ist. Mit dem Gravel komme ich mit annähernd 1:1 Übersetzung dieselben Stiche hoch an denen ich mit dem Mountainbike mit annähernd 1:1,5 Untersetzung mit dem Vorderrad kämpfe, nur wenn's zusätzlich holprig wird hat das vollgefederte Mountainbike dann irgendwann deutliche Traktionsvorteile. Am Rollwiderstand oder generell der Bereifung liegt's sicher nicht. Auf Flachstücken gegen den Wind ducken kann man mit Hörnchen auch vergessen, mit Dropbar geht das prima. Wenn es bergab ruppig ist mit der Starrgabel habe ich in den Drops eines guten Carbonlenkers deutlich mehr Komfort und weniger ermüdende harte Vibrationen und bekomme auch Dank der Handposition schon weniger Schläge auf die Handgelenke as mit einem Flatbar, und die Hörnchen bringen da garnichts weil man von dort aus nicht an die Bremse kommt.
Ein XC Mountainbike könnte für mich niemals ein Gravelbike ersetzen. Ein Gravelbike kann aber für mich das XC Mountainbike soweit ersetzen, dass zweiteres überflüssig wird. Beides, Hörnchen und das XC Mountainbike, habe ich schon lange abgeschafft, es stand nur in der Ecke. Das Gravel war immer da, ist geblieben und wird geliebt und ständig gefahren.
Ein Gravelbike kann für mich niemals ein Rennrad ersetzen, dazu bin ich mit dem Ding schon zu oft auf zügigen >150km Asphalttouren auf den letzten km tausend Tode gestorben, trotz eigentlich gut straßentauglicher schmaler Gravelreifen.

Klar setzt ein Dropbar irgendwann Limits bei schwierigen und steilen Trailabfahrten und eine Downhillstrecke oder einen XCO Weltcup würde damit niemand ernsthaft fahren wollen, ich glaube darüber muss man hier keine Pseudo-Diskussion anfangen, das ist doch jedem klar. Genauso wenig wie man sich einreden müsste, dass man mit einem Gravel genauso schnell und effizient wäre wie mit einem Rennrad, außer man macht Rennradreifen dran. Und dann wären wir auch schon wieder bei den Reifen. In welcher Richtung man die Eierlegendewollmilchsau Gravel definieren will, ob lieber mit komfortorientierten breiten Mtb-Schlappen, mit Gravel-Minimalprofil, mit grobstolligen Cyclocrosser Matscheifen, oder mit Straßenslicks, liegt im Gusto jedes einzelnen. Das ist auch nur eine weitere Anpassungsmöglichkeit des Rads an das eigene Anforderungsprofil, wie Pedale, Sattel, Lenkerband, etc.
Es gibt auch genug Leute, die mit Dropbar garnichts anfangen können und auch an ein Gravel lieber einen Flatbar montieren. Wenn's besser gefällt ist das auch erlaubt. Die komplett verschiedenen Ausgestaltungen zeigen doch eigentlich alle nur, wie unglaublich breit der Einsatzbereich von diesen Rädern ist. Sinnlos ist jedenfalls garnichts davon, außer der Annahme, dass nur die eigene Auslegung die einzig sinnvolle wäre :)

Übrigens schönes Filmchen https://www.mtb-news.de/news/video-i-just-want-to-ride-tour-divide-bewegend-erzaehlt/
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Sorry, aber die Ausführungen zum Dropbar lesen sich für mich wie reine Esotherik. Bei der Hälfte der Griffpositionen kommt man da auch nicht an die Bremse, warum wird das Argument also immer als Nachteil bei den Barends angeführt? Am Flatbar mit Barends ist die Bremsposition wenigstens gut, am Dropbar entweder zu weit nach vorn geneigt (Unterlenker) und/oder mit ungünstiger Handstellung zum Bremsen (auf den Hoods). Nimmt man einen Dropbar mit viel Flare, wird der Lenker breiter und die Bremsposition besser, dafür wird die Griffposition auf den Hoods unbrauchbar und die Bremse lässt sich von dort auch nicht mehr vernünftig bedienen. Die Unterlenkerposition ist in dem Falle auch ein Witz. Man sitzt zwar etwas weiter nach vorn geneigt, aber dafür wie ein Segel im Wind.
 
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scylla

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Sorry, aber die Ausführungen zum Dropbar lesen sich für mich wie reine Esotherik. Bei der Hälfte der Griffpositionen kommt man da auch nicht an die Bremse, warum wird das Argument also immer als Nachteil bei den Barends angeführt? Am Flatbar mit Barends ist die Bremsposition wenigstens gut, am Dropbar entweder zu weit nach vorn geneigt (Unterlenker) und/oder mit ungünstiger Handstellung zum Bremsen (auf den Hoods). Nimmt man einen Dropbar mit viel Flare, wird der Lenker breiter und die Bremsposition besser, dafür wird die Griffposition auf den Hoods unbrauchbar und die Bremse lässt sich von dort auch nicht mehr vernünftig bedienen. Die Unterlenkerposition ist in dem Falle auch ein Witz. Man sitzt zwar etwas weiter nach vorn geneigt, aber dafür wie ein Segel im Wind.

Warum Esotherik? Ich hab's einfach ausprobiert -> meine Erfahrungswerte, müssen ja nicht für dich und auch für sonst niemanden gelten.

Ungefähr 90% der Leute, mit denen ich Mountainbiken geht, argumentieren genauso wie du, und das ist ja auch okay so. Andere wiederum, wie man hier auch lesen kann, mögen die Dropbars auch im Gelände. Hat eben alles sein für und wieder. Jeder Jeck ist anders ...
 

lucie

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lucie schrieb: Habe ich was überlesen?
Ja.
Denke nicht. Vielleicht schaust Du noch einmal auf Seite 1 des Threads vorbei, liest den Eingangspost und vergisst dabei den Threadtitel nicht.

Nun lass doch mal jedem sein Pläsierchen. Ich fahre die Sqlab Innerbarends am Flatbar beim Franzosen:

DSC00016.JPG

und einen Dropbar mit viel Flare am Koga.

Es ist einfach nicht zu vergleichen. Die Barends ermöglichen zwar auch eine andere Griffposition, aber das Greifen auf den Hoods im Sitzen und im Wiegetritt ist für mich einfach definierter, kann mich dort bei Anstiegen quasi besser in den Lenker ziehen, um möglichtst viel Kraft über die Pedale in Vortrieb umzusetzen - aber bitte immer in dem Kontext sehen, dass ich beide Bikes auf/in vergleichbarem Terrain (nicht Downhill :D) bewege.
 

Seppl-

Bike -> Bier
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Bei mir geht langsam auch in die heiße phase, Rolling Chassis wird diese woche verschickt, Lenker, Bremsgriffe, Zangen und kleinkram liegt schon, überleg noch welches Griffband ich nehmen soll und dann kann es auch schon los gehen, bin sehr gespannt :D

Ach ja, hier die Basis, bin schon gespannt ob die Hammerschmiedt ausreichend ist was Uphill und Endgeschwindigkeit betrifft :)

 
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