Aufbauthread: VPACE T2ST als 2x11 Di2 Do-It-All Rad

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Um es etwas spannend zu machen, habe ich mir erlaubt noch eine Weile auf die genaue Modellbezeichnung zu verzichten und stattdessen ein wenig den Auswahl- und Aufbauprozess zu dokumentieren (sofern Interesse besteht?).

Zur besseren Auffindbarkeit für spätere Interessenten werde ich den Titel selbstverständlich später noch anpassen. Aber Klickbait ist ja erstmal alles und vielleicht helfen die Angaben und bereits getanen Überlegungen dem ein oder anderen weiter bei künftigen Projekten.

Also worum geht es… im Juli hatte ich mich hier das erste Mal schlau gemacht, um meinen Horizont an möglichen neuen Rahmen etwas zu erweitern. Siehe https://www.mtb-news.de/forum/t/inspiration-f-neuen-gravel-rahmen-stahl-oder-doch-carbon.874395/

Ausschlaggebend war ein gegenwärtig sehr unkomfortabler Rahmen für die langen Ausfahrten, da das bisher bewegte Ridley doch eher ein echter Cyclocrosser ist.

Zwar habe ich mittels Lenker (Ritchey VentureMax) und stark verkürztem Vorbau (90mm) tatsächlich etwas optimieren können, aber habe mich nie wirklich wohl gefühlt.

Aufgrund des Threads habe ich kurzerhand @sn37 kontaktiert und hatte das Vergnügen das Mason Bokeh seiner Frau in 54 Probe zu fahren (Tausend Dank immernoch und auf bald in der alten Heimat!)

Nach kurzen Bedenken bezüglich der Rahmengrösse dann mit Mason selbst Kontakt aufgenommen und auf eine eindeutige Antwort gehofft. Nun bin ich 179cm gross, was vielen als die typische "irgendwo dazwischen"-Grösse bekannt sein dürfte. In fast jeder Grössentabelle findet man sich zwischen M und L wieder und weiss nicht so recht, was es nun braucht.

Die Masons haben mich dann darauf gedrängt, doch ein Bike-Fitting durchzuführen und parallel habe ich mich angefangen mit Rahmen-Geometrien, Faktoren und den daraus resultierenden Charakteristiken zu befassen. Und siehe da - oh hoppla - die Beine sind mit 86,5cm verhältnismässig lang, der Oberkörper entsprechend kurz und gleichzeitig fehlt etwas Flexibilität im nicht mehr ganz so jungen Kreuz.

Das Fitting brachte mich zudem auf die Vorzüge von 170er Kurbeln, einem breiteren Lenker und hat mir die Grenzen des machbaren aufgezeigt. Heraus kam dabei dann folgendes

Fitting_Gemessen.png

Mason empfahl mir nun definitiv den 54er mit ordentlich Spacern und kurzem Vorbau - aber das Bokeh ist nunmal eher sportlicher geschnitten. Da die aktuelle Produktion für dieses Jahr dann zwischenzeitlich ausverkauft war, gab es also keinen Grund mehr zur Eile - dafür aber Zeichenprogramme, denen ich nun in Ruhe das Resultat des Fittings (die grauen Linien) beigebracht habe.

Fitting_Skizze.png

Nun beschreibt ein Fitting aber natürlich keine Rahmegeometrie, sondern die Abstände zwischen den Kontaktpunkten mit dem Rad - also kommen die Variablen von Sattelhöhe- und Position sowie Vorbaulänge und Reach des Lenkers mit hinzu. Um herauszufinden, wie weit das aktuell gefahrene Rad von der Realität entfernt war, habe ich mir die Geometrietabelle des Ridley X-Fire geschnappt und eingezeichnet (Linien in grün). Zwar wäre der Rahmen ansich nicht zwingend zu lang, aber die Front eben viel zu tief. Das gleiche Bild hat dann natürlich auch die Justage des Rads nach dem ersten Fitting bestätigt. Und so fuhr ich seit Ende des Sommers alle Touren mit Spacerturm, positivem Vorbau und leicht nach oben gedrehtem Lenker (auf dem Bild noch ohne neu gewickeltes Lenkerband).

Ridley.jpg

Der Reach immernoch falsch, der Lenker immernoch zu niedrig und auch weiterhin nach 100 Kilometern Schulter- und Nackenschmerzen. Mittlerweile hat dann aber mal der Sattel gepasst (im vierten Anlauf) in Form eines PRO Stealth Carbon in 142mm.

Das war der Punkt an dem ich begann, von mir selbst als ergonomischer Katatrophe zu sprechen (die Probleme gehen weiter bei den Schuhen dank krummer Füsse, dem Helm aufgrund eines schmalen langen Schädels und unpassenden Sitzpolstern aufgrund eines sehr schmalen Beckens für 180cm Körpergrösse was meist zu breite und falsch platzierte Polster bedingt).

Aber davon lässt man sich ja nicht entmutigen und die Herausforderung wird gern angenommen.
Also ging das "Welcher Rahmen passt zu mir" Spielchen noch ein ganzes Stück weiter.

Meine Skizze sah dann im Extremfall aller ausprobierten Modelle/Geometrien dann so aus…

Rahmen_Skizzen.png

Die weitere Auswahl lief dann wie folgend:
- Niner RLT 9 Steel -> 2017er Modell in Orange in Grösse 56 als Restposten zu einem guten Preis gefunden. Allerdings noch mit den alten Standards wie PostMount und Schnellspanner. Das 2018er und 2019er Modell war dann nicht zu bekommen, da Niner wohl derzeit den Distributor für die Schweiz wechselt. Schade.
- Nächster Anlauf: Der Radladen meines Vertrauens machte mich auf das Trek Checkpoint SL aufmerksam, das man mir als Rahmenset in Grau besorgen könnte. Probefahrt bei in einem unmotivierten anderen Laden für die nötige Rahmengrösse - aber die Dramen rund um BB90, den sehr speziellen Seat-Mast und der letztlich doch recht hohe Preis haben mich dann abkommen lassen. Zumal der Trek-"Charme" irgendwie nicht zu meinem Anspruch gepasst hat.
- Fairlight Secan: Man brauchte 3 Wochen, um mir einen Vorschlag für die richtige Rahmengrösse zu machen und die war dann letztlich auch vergriffen
- der neue China-Carbonda Gravel Rahmen - hier wäre ich beinahe schwach geworden. Aber meine Risikoaversion hat mich abgehalten
- Salsa hatte ein neues Warbird angekündigt - aber sowohl Farbe als auch Verfügbarkeit waren unklar
- Rodeo Labs Traildonkey: Nirgends in der Schweiz zur Probefahrt aufzutreiben
- Bombtrack Hook Ext-C: Farbe sehr langweilig, zu dem Zeitpunkt noch PF30 Innenlager und auch wieder nirgends mehr zu bekommen aufgrund des anstehenden Modellwechsels
- aus dem Nichts habe ich dann das Argon18 Dark Matter gefunden. Schöner Rahmen, eigenständige Formsprache, leicht, und dann auch noch ein sozusagen mitwachsendes Steuerrohr für eine variable Reach-Stack Konfiguration. Ich werde schwach, bzw. wollte schwach werden. Der Besuch zweier grosser Argon 18 Händler in der Schweiz offenbarte nur Achselzucken bei Nachfrage - das Modell ist für 2019 vom Distributor hierzulande nicht gelistet worden und war daher unbekannt. (Anmerkung: Man hat es nun nachträglich doch noch irgendwie ins Lineup gequetscht - allerdings kommt es allerfrühestens auf den Jahreswechsel, Rahmensets tendenziell erst im Laufe des Frühjahrs 2019. Zum Zeitpunkt dieser Erkenntnis war dann aber die finale Bestellung inklusiv Anzahlung letztlich getätigt).

Was ist es nun geworden… Nach dem Geometrie-Chaos war klar: Kein Rad ohne Probefahrt. Also bin ich ins Auto gestiegen und von hier aus 2.5 Stunden über die Grenze nach Norden gefahren. Dort traf ich ein paar Jungs, die mir spontan eine Probefahrt mit einem gerade fertig gestellten Kundenaufbau ermöglicht haben. Und da für mich ein Di2 Aufbau eigentlich schon gesetzt war, hat man mir noch die Möglichkeit einer Custom-Variante offeriert, die ohne alle Zuganschläge, Ösen und unnötigen Öffnungen auskommt.
Nachteil: ca. 10 Wochen Geduld ab Bestelldatum - aber nach der Probefahrt und einer halben Stunde Fachsimpelei über unser liebstes Hobby später war das dann auch egal. Der Rahmen wurde bestellt, zur Hälfte angezahlt und wird nun gemäss Wunsch zusammengesetzt. Unterdessen habe ich begonnen Teile zu horten und habe damit bereits knapp 6 Wochen Wartezeit überbrückt (und das Limit meiner Kreditkarte für verschiedenste Bestellungen ausgereizt). Hier hat sich der Kreis zu @sn37 abermals geschlossen, da ich sein Gesicht plötzlich auch hier nochmal wiederentdeckt habe - scheinbar haben wir ähnliche Rechercheziele gehabt und er hatte sich auch auf der Webseite nach einem anderen Modell der gleichen Marke erkundigt.

Sofern Interesse besteht, wiege und dokumentiere ich hier nun alles weitere und erläutere nach und nach alles, was dann hoffentlich ab Mitte Dezember am neuen Rad zusammenfindet.

Übernommen vom Ridley werden:
- Lenker (Ritchey VentureMax WCS in 42cm, allseits bekannt)
- Sattel (PRO Stealth Carbon 142mm)
- Vorbau (Thomson Elite X4 90mm)
- Laufräder (Pacenti SL25 auf DT240s mit leichten Sapim)
- (…und an dieser Stelle muss ich mich fast schämen, dass aus der geplanten Teilespende wieder einmal nichts wurde)

Nach diesem Essay bin ich nun gespannt, ob ich noch irgendjemandes Aufmerksamkeit besitze ;)
Falls ja freue ich mich auf Kommentare und Rückfragen und stelle nach und nach die einzelnen gewogenen Teile vor. Wahlweise wird dieser Thread eine Art Eigentherapie bis zum Lieferdatum :)

Was ist zu erwarten:
- Fotos mit Gewichten
- bunte Anbauteile von Hope & KCNC
- moderater Leichtbau
- mein voraussichtlicher Kampf mit der Di2 für eine möglichst saubere Kabelführung
 

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stuhli

nuff - nunner - noi - naus
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Pälzer im Exil
Die Einleitung macht echt neugierig.
Letztes WE hab ich zufällig einen getroffen mit einem Carbonda Rahmen...Selbstaufbau mit Shimano...ein wunderschönes Rad.
Bin jetzt aber gespannt was es wird.
 
D

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Guest
Adabei. Die Vorzüge der 170er Kurbeln bei Deiner Schrittlänge musst Du näher erläutern - höhere Tretfrequenz? Wär mir (180/87cm) zu kurz.
Das Polsterproblem ist übrigens bei mir ähnlich: meist sind mir die zu weit hinten eingenäht.
 
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Wow - tatsächlich ein paar Personen, die genügend Leidensbereitschaft mitbringen ;)

Zur "Belohnung" (oder eher Entschädigung?) ein paar Bilder - möglichst bunt und interessant, um etwas anzuteasern, wohin die Reise geht.
Das alte Rad war vornehmlich orange/blau - zwischenzeitlich mit passenden orangenen Crankbrothers Pedalen und (wenn denn gewickelt) einem dunkelblauen Lenkerband. War ansich ganz stimmig, hatte mich aber nie überzeugt. Auf einem meiner ersten ernstzunehmenderen Mountainbikes hatte ich Barends von Tune und Naben von Hope, beides Gold und aber eben überhaupt nicht identisch - damit war klar, dass es pro Farbton ein einheitlicher Hersteller sein muss. Und so gern ich den Rahmen mit Chris King oder Tune veredelt hätte, so eingeschränkt sind die Teile. Entweder keine Sattelklemme, keine passendes Steuersatz-Topteil oder erst gar nicht die richtige Farbe (orange ist schon noch seltener als man denkt). Also ging der Griff erstmal in die Kiste des Eloxal-Vollsortimenters aus England.

Statt British-Steel :)i2:) nun eben British-Alu.

Hope IS42 Top.jpg Hope Space Doctor Set.jpg Sattelklemme Hope 31,8.jpg

Hier offenbart sich schonmal der IS42 Steuersatz. Im letzten Moment habe ich dann bemerken dürfen, das ChrisKing sich nun doch entschieden hat, mit dem Dropset 2 etwas passendes zu liefern - aber der bislang noch nirgends zu bekommen (was beim Hope HSC 8 auch nicht einfach war). Und wer weiss schon, welche Sattelstütze oder Spacer zu dem US-Orange passen mögen.
Das Top-Teil ist quasi die grösste Unvernunft, da der Rahmen schon mit einem hochwertigen Steuersatz kommt. Aber so ists zumindest nur die obere Abdeckung, die getauscht wird, da das untere Teil mit IS52 ohnehin unsichtbar im Rahmen verschwindet.


Am alten Rad waren die Schaltzüge zuletzt orange als Highlight - das entfällt nun durch Di2. Aber etwas mehr Farbe darf es ja schon auch noch sein.
Und da der Hope Expander nicht zum Carbon-Gabelschaft passt und es aber noch etwas mehr Farbe sein darf, gibts noch etwas von KCNC dazu. Um die farbigen Akzente abzurunden und nicht in Konflikt mit den Hope-Parts zu geraten, ein Blau - mit etwas mehr Leuchtkraft als die Variante von Hope (deren Eloxal-Farben erscheinen tendenziell etwas matter).

KCNC Expander.jpg

Und um etwas spielen zu können, kamen noch zwei farblich abgestimmte 2mm Spacer dazu.

KCNC Spacer 2mm.jpg


@u40__
Um auf deine Frage bzgl. 170mm zu kommen - man hat mich beim Fitting mal unterschiedliche Pedal-Längen probieren lassen. 170mm, 172.5mm (aktuell gefahren) und einmal 175mm. Was mir sofort aufgefallen ist: Mit den 170mm mussten die Beine tendenziell mehr arbeiten - einfach auch, weil ich in der leicht ungewohnten Länge weniger Kraft auf das Pedal gebracht habe - allerdings wurde mein Tritt dafür viel runder und die Haltung stabiler, da mein Becken weniger von links nach rechts gekippt ist durch den kleineren Radius.
In der Vergangenheit habe ich eigentlich immer ohne nachzudenken zu 175er Kurbeln gegriffen und nie über die Veränderung nachgedacht. Tatsächlich ist es weniger ein Argument A oder B aufgrund der körperlichen Gegebenheiten, sondern mehr eine Sache des subjektiven Empfindens. Ich kann in jedem Fall empfehlen, es mal auszuprobieren wenn möglich. Mit der Trittfrequenz hat das nur marginal zu tun (und wenn, wäre das durch eine angepasste Gangwahl ja auch gleich wieder kompensiert). Aber auch im Profisport fahren ja unterschiedlichste Grössen und Fahrertypen mit unterschiedlichsten Kurbellängen.

Da wir gerade bei der Kurbel angelangt sind… ich muss zugeben, dass ich relativ früh schon gleich um die ovalen Blätter von absoluteBlack geschlichen bin. Hier konnte ich mich aber noch beherrschen. Erstmal möchte ich die normalen 50/34 ausprobieren um dann zu sagen: Oval oder gar Oval mit SubCompact - aber zunächst mal das kommende Setup auf den üblichen Strecken-Gegebenheiten ausprobieren.
 

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Wirklich spannend zu lesen! Danke für den Hinweis mit dem Hope HSC8. Ich hatte mich schon länger gefragt, ob Hope für IS41 und IS42 passende "Deckel" macht. Sind die neu oder habe ich die bisher einfach übersehen?
 
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@DarkListener
Schau mal meine Eintrag von letzter Woche an. Ich habe in etwa die gleichen Gedanken wie du. Ein komfortableren Crosser mit mehr Einsatzbreite. Ich bin dann bei dem NS Bikes RAG+ gelandet. Ziel: unter 9 KG, 1x11 Force 1 Schaltung, 27,5x2,1 und 700-35 Reifen, 2500€ Budget.
 
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Beim Total-Betrag bin ich sicherlich weit über das Ziel hinaus geschossen - da ich initial viel vom Ridley übernehmen und dann nach und nach austauschen wollte, war ich gedanklich beim Frameset etwas flexibler im Preis. Das Mason Bokeh ist ja auch nicht gerade günstig für Alu - und mit dem Niner Frameset war der gedankliche Rahmen bis um die plus/minus 2000 Franken ausgedehnt - also sagen wir ca. 1700 EUR. Ein Open U.P. oder 3T Exploro sind dann aber auch jenseits von gut und böse.
Mittlerweile hat sich das noch etwas gedreht, da ich das Ridley nun als Komplettrad verkaufe und dadurch direkt auf Di2 wechsle.
Beim Zusammenschreiben aller bekannten Bauteile und einem kleinen Puffer lande ich mit 2x11 ebenfalls unter 9kg. Der aktuelle belgische Hobel wiegt trotz relativ leichtem Carbonrahmen und ein paar getauschten Teilen bereits 9.2kg. Das alles dann an einen anderen Rahmen zu "retten" widerspricht so ein wenig dem Wunsch nach mehr Fahrspass - vor allem, wenn der Rahmen leichter ist.

Ein paar Erkenntnisse aus der Rahmensuche:
Wenn man das Gefühl hat, ein bestimmter Geometrie-Bereich ist passend, findet man doch erstaunlich viele Räder mit diesen Parametern.
In dieser Zeichnung sieht man Stack, Reach, Oberrohr, Steuerrohr, Sitz- und Lenkwinkel für einige Modelle - im Grunde variiert es dort dann oft nur in dem Bereich, der mit Sattel verschieben, Vorbaulänge und Spacern ausgleichbar ist. Die oberste Linie zeigt übrigens das Argon 18 in der entspanntesten Konfiguration. Damit wäre der Ausreisser nach oben garnicht mal als eigener Rahmen zu werten.

Bildschirmfoto 2018-11-11 um 10.09.30.png

Somit bleibt immernoch viel Auswahl zur Berücksichtigung individueller Vorlieben wie Zugführung, Material, Ösen etc. Von Titan bis Carbon ist da alles dabei.

Erkenntnis Nummer 2: Es gibt eine immer grösser werdende Auswahl (v.a. auf die Saison 2019 hin) an Rädern/Rahmen. Das grösste Problem ist wohl, überhaupt mal zu einer Probefahrt zu kommen. Bei etwas exotischeren Marken nochmals umso mehr. Da dann einen Händler zu finden, der erstmal überhaupt reagiert und allenfalls eine passende Grösse zur Probefahrt hat (selbst bei eher durchschnittlichen 180cm), scheint beinahe unmöglich. Die grossen Namen wir Trek, Specialized, Scott wird man sicher noch finden... aber sind wir ehrlich: Spannend wird es bei Wilier (Jena), Lauf (True Grit), Ibis (Hakka MX), Niner (RLT), Basso (Palta), Norco (Search) und selbst Salsa und neuere/speziellere Konas sind kaum zu finden. Wobei das natürlich auch nochmal eine Spezialität des kleinen Schweizer Marktes sein kann.

Aber hier ists natürlich Kopf gegen Herz - einerseits hat man seine liebsten Velo-Läden, andererseits sucht man aber etwas abseits vom den üblichen Marken.



Zu den HSC 8 - ich hatte bei Hope schon im Sommer bei den Pick&Mix Schalen im Fit-Guide auf der Webseite ein Topteil für IS42 gesehen.
https://www.hopetech.com/wp-content/uploads/2018/02/Hope-Upper-Headset-Compatibility-Chart.pdf

Das ominöse Bauteil HSC 8 war allerdings nirgends zu finden. Vor zwei Wochen fand ich es dann aber auf der Webseite von r2-bikes als "Neu" gelistet und habe es dort in der letzten Runde Kleinteile besorgt.


Noch etwas zum Thema Aufbau und Geometrie vielleicht - die Wahl der Sattelstütze. Hätte nie gedacht, dass mich das auch wieder so lange beschäftigen könnte.
Gesucht wurde: gerne günstiger als 100 Franken (das Budget wird andernorts noch gebraucht), im Bereich von ca. maximal 250 Gramm und mit Klemmung geeignet für ovale Carbon-Rails ohne nochmal zusätzliche Klemm-Teile kaufen zu müssen… ah - und die oft als wabbelig beschriebene KCNC fällt auch raus ;)

Es wurde damit eien FSA SL-K. Überzeugt hat mich der Kompromiss aus Preis, Gewicht und Verstellbarkeit. Als Pluspunkt empfand fand ich nach den zahllosen Justage-Runden im Sommer vor allem, dass Neigung und Sattel-Offset unabhängig von einander verstellt werden können. Zudem kann man den Setback zwischen 20 und 10mm verändern, indem man den Kopf dreht. Sofern die Klemmung sich jetzt noch als haltbar erweist, sollte das prima funktionieren. Natürlich gibt es sicher noch komfortablere und/oder leichtere Sattelstützen - aber da wird dann sicher schnell wieder eine Meta-Wissenschaft draus :)

FSA SL-K 350mm ITC 20SB 27,2.jpg
 

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Fortführung Schaltung:

Hier eine Sammlung der Gewichte aller Di2 Parts (abzüglich der noch zu bestimmenden Kabel und deren Längen)

-Di2 Batterie.jpg -Di2 Kleinteile.jpg -Schaltwerk 8050 Di2.jpg -STI Di2 8070 L.jpg -STI Di2 8070 R.jpg -Umwerfer 8050 Di2.jpg -Umwerfer Klemschelle 31,8.jpg

Wie zu erkennen braucht es eine Klemmschelle zum Umwerfer, mangels Direct-Mount am Rahmen. Gibt es da noch eine verlässliche Leichtbau-Variante bzw Erfahrungen mit solchen? Nicht, dass da ein teurer Fehlentscheid ins Haus steht.


Ansonsten erkennt man, das mit der Junction A für den Lenker eine möglichst integrierte Lösung angestrebt wird. Die Frage ist noch wo der D-Fly Adapter in dieser Rechnung idealerweise platziert wird für brauchbaren Empfang zum Computer. Der Lenker wird mit 2 Löchern versehen für eine möglichst schlichte Lösung. Den D-Fly Adapter irgendwo zwischen Kabel-Eingang am Rahmen und dem Eintritt unter dem Lenkerband zu platzieren, scheint mir noch etwas "fragil". Im Lenker wiederum stellt sich die Frage nach der Signal-Abschirmung.


Neue "Baustellen", die ich zu ignorieren versuche: Wahl des neuen Hinterreifens.. derzeit fahre ich 38mm vorne und 35mm hinten (mehr fasst der aktuelle Rahmen nicht). Der GravelkingSK am HR ist nach einer halben Saison bereits runter.. entweder also einen frischen 38er hinten für das neue Rad - oder aber etwas neues/anderes.

Und dann kam da noch KMC für die Kette auf den Plan. Erfahrungswerte gegenüber Ultegra? Besser? Schlechter? Das Geld "wert"? Zugegebenermassen triggert mich vor allem die Farb-Option.
 

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Mir macht es auch Spaß hier zu lesen .
Eine Frage . Brauchst du das Profil deiner Reifen ?
Irgendwo hättest du geschrieben das 60-70% fester Untergrund unter die Räder kommt und deine Freunde aus dem Triatlonbereich kommen .
Meine Erfahrungen sind recht beschränkt . An einem Rad von mir sind 43mm Gravelking Sk TLess .
Diese Woche bin ich ein Rose Backroad mit 38mm G One Allround gefahren und finde das beide Reifen echt etwas können .
Aber so etwas wie Rennrad feeling möchte bei mir mit beiden nicht aufkommen .
Vor einigen Jahren hatte ich mir einige Crosser aufgebaut mit diversen Reifen die es da so gab um die 28-33 mm und da hatte ich das Gefühl nicht auf der Straße so ausgebremst zu werden .
Sprich ich würde mich eher nach leichten Slicks umschauen . Gravelking ohne SK , Compass oder ähnliches . Und dann schauen das man nicht über 40mm in die Breite geht .
Liegt sicher an mir aber ich finde es echt verstörend wenn ich hinter einem Rennlenker sitze und sich das Gesamtpaket leicht nach Mountainbike anfühlt :)
Schönen Gruß
 
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Guter Punkt, ja - die Compass waren auch schon mal auf meiner Liste. Nur der Premium Preis schreckt mich etwas ab - vor allem im Hinblick auf die Dichtmilch-schwitzenden Seitenwände (was gerade bei der Investition nun wirklich nicht sein sollte).
Die normalen Gravelking ohne SK wären in 38mm reizvoll (und sofern man nicht all zu wilde Strecken fährt vertreten ja viele die Meinung, dass dicke Slicks mit niedrigem Druck absolut ausreichend) - schade gibts die Farben da nur in der Special Edition. Teravail Rampart ist dann noch ein Kandidat. Oder jemand nebenan hat hier kürzlich mit einem Soma aufgebaut. Und ja - du hast absolut Recht und mein Fokus liegt definitiv beim Rennrad (auch wenn der Trend gerade beinahe schon wieder 29er XC-Reifenmasse unter einen Rennlenker zwängt ;))

Die 100+ Kilometer fahre ich lieber in Rennradtempo und weniger mit dem "Der Weg ist das Ziel"-Trekking-Anspruch. Habe auch keinen Bart oder Tattoos ;) Bei der 38/35er SK Combo wünsche ich mir manchmal schon mehr Durchzug.

Aber die Alternative wäre eben irgendwann ein Strassen-optimierter Aero LRS mit 25mm oder 28mm. Bis dahin gibts noch den Kompromiss :)
 
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Es ist durchaus so das man ohne Profil recht weit kommt .
Wie weit , ist immer sehr stark vom eigenen Revier und dem wie gut man fährt abhängig , pauschal ist also keine Aussage möglich .
Das muss jeder selbst testen .

Ich verwende mein Alltagstad als rollendes Versuchslabor . Das was auf Dauer nervt wird von der Wunschliste für den Crosstourer entfernt .
So z.B. Die Gravelking sk , Tubeless auf einer leichten CC Mtb Felge mit 21mm Innenweite .
Dann kann ich für mich sagen - Ja , Tubeless ist so gut , das es sogar Alltagswert hat wenn die Reifen/Felgenkombination passt .
Oder , 43mm/500g Reifen sind komfortabel aber für mein Profil zu wenig dynamisch . Oder , schmale Felgen machen keinen Sinn ,, da sich der Reifen ab 21mm wunderbar entfalten kann und daher auch bei wenig Druck noch sehr harmonisch fährt . Etc. ....

Auch eine Erkenntnis aus dem "Labor" . Aerolenker mit einem breiten und flachen Griffbereich erhöhen ungemein den Komfort im Oberlenker , besser als jedes Geltape oder Lenkerflex .
Habe da von einem Anbieter aus der Bucht "Airwolf" so einen Lenker für ca. 30 € erworben "UD Rennrad 100% Carbon Lenker Fahrrad Racing Drop Bar " .

Wiegt in 44cm Breite 210g , ist sauber verarbeitet und hat angeraute Flächen an allen drei Klemmbereichen .
Und die ganze Sache ist auch optisch noch harmonisch und nicht übertrieben , da findet man ganz lustige Formen :)
Ich weiß nicht ob man ebay hier verlinken kann .

https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre=https://www.ebay.com/ulk/itm/223202860596

Edit , und noch eine Frage , da du die Hebel daheim hast . Könnte man vom linken Bremsgriff die Schalter rückstandsfrei abschrauben oder ist er so gestaltet das es dann k**cke ausschaut ?
 
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Guter Einwand mit dem Lenker - und schön, dass noch jemand ein eher praktisch orientiertes Labor betreibt ;)
Meine übrigen Räder (mittlerweile ist da leider nur noch eines) sind leider vom Crosser zu weit entfernt, um als Referenz herzuhalten.

Hatte da noch den hier im Blick https://www.controltechbikes.com/products/item/175.html
Finde aber bisher keinen Händler dafür und müsste da auch in das Carbon zwei Löcher bohren für die interne Junction-Box.

Nach dem Fitting war nämlich klar, dass ich aufgrund langer Beine und kurzem Oberkörper den Reach idealerweise im Lenker kompensiere (d.h. rund 70mm Reach dort, bei zudem wenig Drop).
Dafür dann den Vorbau etwas länger lassen, um bei Steigung/Wiegetritt nicht mit den Knien an den Lenker zu kommen.

Wegen der Griffe schaue ich heute Abend mal. Allerdings ist bei den Di2 Drückern ja der Vorteil, dass man die drei Schalter gänzlich frei belegen könnte für andere Spielereien.
 
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Nach viel Pause geht es allmählich weiter.
Über Weihnachten kamen nun noch die neuen Reifen.

Bisher bin ich Gravelking SK vorn in 38 und hinten in 35 gefahren.
Das Hinterrad hat erstaunlich schnell Profil abgenommen (allerdings wurde es eben auch viel auf Asphalt bewegt) und so fiel die Wahl dieses Mal auf breite Slicks, die derzeit als Limited Edition in einer farblich passenden Variante zu haben sind.
Für das Stadtrad der Freundin gabs auch gleich einen Satz ("Oh, sind die schön bunt"), womit 4 Stück hier lagern. Allerdings war das Ausmessen einer Serienstreuung wenig ergiebig und alles rangiert plus/minus 2 Gramm.

Statt (Mini-)Stollen diesmal also niedriger Druck bei entsprechender Breite, so wie es Compass auch handhabt. 700x43c gibt es nur bei den SK - der 38c beim Slick ist gemäss ETRTO auch mit 40-622 gelabeld. Weiss jemand woher sich hier der Unterschied ergibt?


Panaracer Gravelking 622x38.jpg



Seit dem letzten Mal haben sich dann noch Radcomputer (Lezyne), Lichter (helles aus China, das erste Rad mit anständiger Beleuchtung…) und Flaschenhalter (Supacaz Fly Cage Alu) eingefunden.

Zumindest der Sattel ist schonmal vom alten Hobel abmontiert. Ist ein PRO Stealth Carbon in 142mm.

Sattel PRO Stealth Carbon.jpg



Ich hätte gern noch viel mehr gezeigt, allerdings ist meine Bestellung leider erst spät eingegangen und die Produktion mit Lieferung dauert etwa 10 Wochen. Darum wird es wohl hoffentlich irgendwann Januar.

Um etwas zu spoilern... es wird etwas aus Titan.

Zur Überbrückung der Wartezeit werde ich mal die alten abgenudelten Gravelking SK von den Laufrädern ziehen, Decals entfernen und dann auf die blauen Reifen wechseln sowie die Achsadapter tauschen von Schnellspanner auf 12x100 / 12x142.

Natürlich auch mit Bild dann.


EDIT (damit die armen Thread-Beobachter nicht unnötig Spam bekommen)…

Die Badewanne ist dreckig, die Laufräder dafür sauber, ohne Aufkleber, mit getauschten Endkappen und frisch von der Waage. Macht total 1563g ohne Tubeless Band und Ventile.

Beim Aufbau vor 3 Jahren hatte ich mich für orange Polyax Nippel entschieden (die leider etwas zu gold sind) und die Aufkleber auf der Nabe gegen Custom ebenfalls in Orange gewechselt. Mal sehen wie es dann mit den übrigen orangen Flecken harmoniert.

VR.jpg HR.jpg LRS-1.jpg LRS-2.jpg


Kleiderprobe:

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bbkp

hellkat
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...müsste da auch in das Carbon zwei Löcher bohren für die interne Junction-Box.
wieso ist das denn notwendig ? geht das nicht auch unter dem lenkerband ?

ich habe auch lange beine und einen im verhältnis dazu kurzen oberkörper mit dem ergebnis dass ich bei den meisten rahmengeometrien dann es zu einer zu starken sattelüberhöhung und streckbankgefühlen kommt. bei meinem slate habe ich das mit steilerem vorbau, einer sattelstütze ohne setback und einem lenker mit 68mm reach hinbekommen. es kostet halt....

ich sehe auch dass du mit 2x11 gehen möchtest. weil du es bevorzugst ? oder weil du die teile hast ?
 
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wieso ist das denn notwendig ? geht das nicht auch unter dem lenkerband ?
Die Kabel zur Junction Box werden ja von innen/hinten zugeführt quasi wie an den Lenker-Endstopfen. Dazu die Idee, unten kurz vor Ende des Drops zwei Löcher zu setzen und dann wie von dir genannt unter dem Lenkerband bis zur STI hochzuführen.

Veranschaulicht wird das ganze hier ziemlich gut
:)

bei meinem slate habe ich das mit steilerem vorbau, einer sattelstütze ohne setback und einem lenker mit 68mm reach hinbekommen. es kostet halt....
Ein Lenker mit weniger Reach wäre bei mir die nächste Optimierungsvariante. Erstmal aufbauen und mit dem 90mm Vorbau und dem bisherigen Lenker auf 76mm Reach testen.. danach wäre die Option, ggf. Vorbau auf 100 zu verlängern und vielleicht den Lenker-Reach zu verkürzen um etwas stabiler zu werden. Aber das ist erstmal alles Theorie :)

Ich nehme an du hast etwas von Salsa?

Zu 2x11 habe ich mich entschlossen, da ich häufig 100km plus fahre und dann über die Distanz lieber mit der richtigen Kadenz unterwegs bin. Ausserdem kommen hier im Alpenraum schnell mal 1500 bis 2000 Höhenmeter zusammen (mit dem Ziel, diese Zahl zu erhöhen).

Wäre ich häufiger im heimischen Mittelgebirge (Spessart) unterwegs, hätte ich vermutlich grosse Kassette mit MTB Schaltwerk auf 1x11 gewählt. Aber eben - ich bin noch zu sehr "Roadie" ;)
 

bbkp

hellkat
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Ich nehme an du hast etwas von Salsa?
ja, den cowbell in carbon. ich habe zuerst den venturmex probiert, allerding ist der fast einen cm länger.
beim salsa ist ausserdem die mitte breiter ausgeführt sodass das montieren einer tasche einfacher ist.
Zu 2x11 habe ich mich entschlossen, da ich häufig 100km plus fahre und dann über die Distanz lieber mit der richtigen Kadenz unterwegs bin. Ausserdem kommen hier im Alpenraum schnell mal 1500 bis 2000 Höhenmeter zusammen (mit dem Ziel, diese Zahl zu erhöhen).

Wäre ich häufiger im heimischen Mittelgebirge (Spessart) unterwegs, hätte ich vermutlich grosse Kassette mit MTB Schaltwerk auf 1x11 gewählt. Aber eben - ich bin noch zu sehr "Roadie" ;)

ich kann mit einfach am gravel auch nix anfangen.neben den von dir genannten gruenden möchte ich als schwerer fahrer auch nicht bei steileren rampen absteigen müssen. aus dem grund habe ich mich auch für subcompact entschieden da ich da auch eine feiner abgestufte kasette nehmen kann. was ich bei 2fach aber schon als kleinen nachteil empfinde ist dass ein DI2 oder ein älterer umwerfer etwas reifenfreiheit kosten. das ist aber bei der neuen 105 z.b nicht mehr der fall, da ist meist doch der rahmen der limitierende faktor.
 
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Die letzten Teile und Vorarbeiten…

Der Wunsch-Rahmen ist beim Händler angekommen und wurde nach zwei Hakenschlägen in Deutschland nun erfolgreich verzollt und sollte gemäss Plan Montag oder Dienstag von GLS übergeben werden.

Dann ziehe ich auch endlich das Tuch vom Thread-Titel und bin glaube der erste hier im Forum, der den Rahmen aufbaut.

Die Bremsen (Ultegra Flatmount) habe ich pflichtbewusst noch gewogen mit ungekürzten Leitungen:
Bremse 8070 Front 800mm Adapter.jpg Bremse 8070 Hinten 1450mm.jpg
Als Scheibe kommen alte Dura-Ace und neuere Ultegra zum Einsatz. Nicht ganz Sortenrein - aber eine funktionierende Scheibe mit genug Fleisch auf den Flanken nur der Konsistenz wegen zu ersetzen erscheint mir unsinnig.

Der Antrieb bzw. Antritt ist ebenfalls die aktuelle Ultegra (Kette - ungekürzt, Kassette - 11/32, Kurbel - 170mm, Innenlager BSA). Also nichts überraschendes - aber vielleicht interessiert sich jemand für die Gewichte:

Innenlager BSA Ultegra.jpg Kassette Ultegra 32-11.jpg Kette Ultegra.jpg Kurbel Ultegra 8000.jpg


Dann habe ich vom alten Crosser noch den zuletzt verbauten Lenker und Vorbau entfernt und nicht schlecht gestaunt, als es auf der Waage gelandet ist. Hier findet sich wohl am meisten Potential für weitere Gewichtseinsparung.

Der Thomson ist ein Elite X4 mit 10° in 90mm mit satten 159 Gramm. Da ist quasi alles leichter.

Thomson Elite X4.jpg

Beim Lenker das gleiche Spiel. VentureMax in 42mm und WCS Ausführung - kurz vor 290 Gramm kam die Anzeige zum Stehen.

Venturemaxx WCS.jpg

Zumindest sollte ich aber knapp 1 Gramm eingespart haben durch ein sauber gebohrtes "Beschleunigungsloch" ;)
Nun klappts auch mit der Di2 Junction Box für das Lenker-Ende. Wenn man dort bohrt wird auch gleich deutlich, woher das Gewicht kommt - da steckt doch recht viel Wandstärke in den Biegungen.

Venturemaxx gelocht.jpg

So - fehlt nur noch der Teileträger....
 

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So.. genug der Geheimniskrämerei.. nach einem kurzen abenteuerlichen Exkurs mit Zustellungen via GLS in der Schweiz ist das Schätzlein nun endlich da.

Herkunft: Ravensburg. VPace. Ordentlich verpackt:

IMG_20190122_183903_173.jpg


Noch besser verpackt und geschützt:
IMG_20190122_192634.jpg


Erste Details/Teaser:

IMG_20190122_193556.jpg


IMG_20190122_193801.jpg


IMG_20190122_193845.jpg


Und in ganzer nackter Pracht:

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Mit Gabel:

IMG_20190122_194151.jpg


Und die Gewichte mit ungekürztem Gabelschaft sowie dem Rahmen mit allen Schrauben

IMG_20190122_201149.jpg IMG_20190122_201425.jpg

Als nächstes geht es jetzt ans Abmessen aller notwendigen Kabelverbindungen für die Di2.
Sören von VPace hat mich top beraten und seine Kollegen haben mir völlig unbürokratisch eine spontane Probefahrt mit einem Rad in Wunschgrösse (M) ermöglicht. Als klar war, dass ich mit Di2 aufbauen wollte haben sie mir angeboten, eine kleine Spezialanfertigung zu machen, sodass der Rahmen auf alle Anschläge für etwaige mechanischen Züge verzichtet und nochmals einen cleaneren Aufbau ermöglich.
Tausend Dank nochmal.



Wen es aus der Geometrie-Überlegung heraus nochmal interessiert:

Fairlight hätten mich für ihr Secan gemäss dem Fitting auf ein 56er Rahmen in Tall gesetzt, der in seiner Geometrie dem VPace beinahe identisch ist. Das Trek Checkpoint ist minimal niedriger in der Front. Das Kona Libre in 51 findet sich auch als Geometrie-Spiegelbild. Das Argon 18 ist in der mittleren Einstellung seiner variablen Geometrie ebenfalls mit dabei und der Titanbruder Moots Routt45 ist in der 55er Rahmengrösse minimal kürzer und damit etwas weniger sportlich. Niner RLT 9 wäre da auch noch mit dabei. Alle hier verheiratet im gleichen Geometrie-Chart. Der Unterschied im Stack beläuft sich hierbei auf 1.4cm zwischen dem höchsten und dem tiefsten. Also quasi ein Bereich, der sich durch das Weglassen von 1-2 Vorbau Spacern ausgleichen lässt. Im Grunde bewegen sich all diese Räder um den gleichen Sweet-Spot.

Bildschirmfoto 2019-01-22 um 20.34.32.png

Ungleich sportlicher / tiefer in der Front sind das Salsa Warbird, der Traildonkey von Rodeo Labs oder auch das Mason Bokeh.


Genug der Worte - nun geht es nach und nach an den Aufbau und die Freundin muss den Montageständer im Wohnzimmer tolerieren.
 

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