Aus für die Trailtrophy: Das sind die Gründe für das Ende der Enduroserie

Aus für die Trailtrophy: Das sind die Gründe für das Ende der Enduroserie

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Seit über einem Jahrzehnt hat uns die TrailTrophy begleitet – jetzt ist die Enduro Serie für Jedermann zu Ende. 2022 wird es keine TrailTrophy mehr geben. Dafür sind vor allem Dinge im Hintergrund verantwortlich, die für Außenstehende kaum einsehbar sind. Wir haben uns mit Thomas Schlecking über die Hintergründe unterhalten.

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Aus für die Trailtrophy: Das sind die Gründe für das Ende der Enduroserie

Mit der TrailTrophy geht eine Ära zu Ende – was ist eure schönste Erinnerung an die Veranstaltung?
 

nxt

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Aber da könnte man Gegensteuer, in Parks mit Enduro Strecken könnten man regelmäßiges Zeitfahren machen, da kann jeder der Bock hat ne Zeit auf der Strecke fahren. Dafür braucht es nicht unbedingt eine Rennserie
Es ist halt dieser schmale grad, den ich auch bei meiner ersten TT so toll fand.
Du bist vielleicht noch nie Rennen gefahren (oder super selten) und fährst halt selten oder nie im Bikepark. Du hast aber Bock diese Renngefühl zu erleben, Marathon ist dir zu doof, DH bist du aber auch nicht...irgendwo dazwischen. Dann freust du dich auf "natürliche Trails" die halt nicht perfekt geshaped fürs Moped sind und nimmst so eine Zeitmessung gerne mit.
 

525Rainer

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genau wie bei den Wasserrutschen mit Zeitnahme im Schwimmbad, dass lieben meine Kinder auch :daumen:
Bei rutschen gibts ne ampel. Im park kannst du freelap transponder verleihen. Aber musst die strecke eigentlich sperren und für reihenfolge sorgen. Sonst gibts frustrierte "racer" und jibber gleichermassen.
 

Lambutz

Fettes Fittchen
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Der Streckenabschnitt dürfte nicht zu lang sein. Es gibt genügend Leute die z.B. Strava mitlaufen haben, oder einfach so gerne schnell runter wollen, das funktioniert auch. Trotzem wäre es mit Anzeige auf einem definierten Stück ganz spannend. Einfach als Ergänzung im Park. Natürlich ist das kein TT Ersatz. Spaßig kann das trotzdem sein 😉
 
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Ich kann dich da voll und ganz verstehen, aber jeder ist da ja anders ;) .
Ich dachte halt mir nur so...
  • meine Hometrails sind mir alle genommen worden, vielleicht kann ich ja da mit fahren...ist ja nicht so weit zu fahren...oh nee alle Plätze weg
  • der und der fahren:innen fahren da mit, dann sind das keine Strecken zum ausprobieren für mich...schade
  • Ah der ist das so gefahren, das probiere ich mal auch so (schnell)...zack Krankenhaus

Und "Jedermanrennen" oder "the Spirit of Enduro!" lässt für mich Raum für Interpretationen...

Ja jeder darf mitfahren, aber durch den Wegfall von Raceserien in den letzten Jahren wird halt das Angebot für "Anfänger" halt weniger.
Ich kann schon nachvollziehen, dass das alles mögliche Bedenken sind. Aber dann muss man einfach den Mut zusammennehmen, zu einem Rennen fahren und feststellen, dass eigentlich alles super entspannt ist. Und die paar Profi Fahrer nehmen wirklich nicht die entscheidende Menge an Startplätzen weg.

Ja, der "Spirit of Enduro" lässt wirklich jede Menge Spielraum für Interpretation, der auch vollends ausgenutzt wurde. Für mich hatte die Trail Trophy am Beispiel Rabenberg nichts mit Enduro zu tun. Alle Strecken konnten trainiert werden. Es wurde zum Großteil auf den planierten und langweiligen Strecken des Trail Centers gefahren und damit fehlte dann auch jeglicher Anspruch um das zu Enduro Rennveranstaltung zu erklären.

Ich sehe es eher so, dass durch den Wegfall der Rennserien nicht nur explizit weniger Möglichkeiten für Anfänger bestehen, sondern dass einfach für ALLE weniger Möglichkeiten bestehen.
Es ist schon wirklich traurig, dass man eigentlich vollends ins Ausland ausweichen muss, um (gute) Enduro Rennen zu erleben.
 

Lambutz

Fettes Fittchen
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Ich finde es auch gut, wenn die Strecken bei Endurorennen eben nicht bekannt sind. Auch anfängertauglich müssen, oder sollen sie vielleicht sogar, nicht sein...
 

nxt

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Ich kann schon nachvollziehen, dass das alles mögliche Bedenken sind. Aber dann muss man einfach den Mut zusammennehmen, zu einem Rennen fahren und feststellen, dass eigentlich alles super entspannt ist. Und die paar Profi Fahrer nehmen wirklich nicht die entscheidende Menge an Startplätzen weg.
Ja, ist vielleicht was überspitzt dargestellt von mir gewesen, aber je nach Austragungsort und Teilnehmerbegrenzung vielleicht möglich...
Ich sehe es eher so, dass durch den Wegfall der Rennserien nicht nur explizit weniger Möglichkeiten für Anfänger bestehen, sondern dass einfach für ALLE weniger Möglichkeiten bestehen.
Es ist schon wirklich traurig, dass man eigentlich vollends ins Ausland ausweichen muss, um (gute) Enduro Rennen zu erleben.
...und das ist eher das Problem, sehe ich auch so.
Ja, der "Spirit of Enduro" lässt wirklich jede Menge Spielraum für Interpretation, der auch vollends ausgenutzt wurde. Für mich hatte die Trail Trophy am Beispiel Rabenberg nichts mit Enduro zu tun. Alle Strecken konnten trainiert werden. Es wurde zum Großteil auf den planierten und langweiligen Strecken des Trail Centers gefahren und damit fehlte dann auch jeglicher Anspruch um das zu Enduro Rennveranstaltung zu erklären.
Das gehört leider auch in die Mopedschiene. Aber sowas ist in so einer Serie halt auch mit dabei. Wenn du die TT oder E1 über ein paar Jahre mitfährst ist das ja aufgrund der Veranstaltungsorte recht ähnlich. Die Strecken sind ja dann auch fast immer die gleichen ( wo wir wieder bei Genehmigungen, "erlaubte" Örtlichkeiten usw. sind ).
 
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nxt

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Ich finde es auch gut, wenn die Strecken bei Endurorennen eben nicht bekannt sind. Auch anfängertauglich müssen, oder sollen sie vielleicht sogar, nicht sein...

Sehe ich ähnlich. Manchmal denke ich mir aber, das ohne diese Prolog-sachen einiges schlechter laufen würde:
  • Du weißt grob auf was für Streckenprofil du dich einstellen darfst
  • Du wirst abhängig deines fahrerischen Könnens Zeitlich eingeordnet
Ein Training auf den Strecken bzw. das kennen einzelner Stages sorgt dann manchmal dafür, das du diese gut Fährst weil du sie Kennst, auf den anderen "auf Sicht" ggf. schlechter unterwegs bist.

Bei der EWS, fahren die da alle Stages vorher im Training oder auch nur einzelne?

Tendenziell würde ich ja sogar sagen entweder alle Stages vorher Fahren können oder nur den Prolog, der aber dann keine Stage ist...aber das ist nur Wunschvorstellung.
 

nanananaMADMAN

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Sehe ich ähnlich. Manchmal denke ich mir aber, das ohne diese Prolog-sachen einiges schlechter laufen würde:
  • Du weißt grob auf was für Streckenprofil du dich einstellen darfst
  • Du wirst abhängig deines fahrerischen Könnens Zeitlich eingeordnet
Ein Training auf den Strecken bzw. das kennen einzelner Stages sorgt dann manchmal dafür, das du diese gut Fährst weil du sie Kennst, auf den anderen "auf Sicht" ggf. schlechter unterwegs bist.

Bei der EWS, fahren die da alle Stages vorher im Training oder auch nur einzelne?

Tendenziell würde ich ja sogar sagen entweder alle Stages vorher Fahren können oder nur den Prolog, der aber dann keine Stage ist...aber das ist nur Wunschvorstellung.
Prolog und "Hauptrennen" sind ja zwei paar Stiefel, ersterer sorgt ja dafür, dass es nicht so stark unterschiedliches Tempo und ggf. Stau auf den Stages gibt.
Wenn den Prolog aber alle fleißig trainieren und dort schnell sind und dann im Rennen abkacken, ist die Sinnhaftigkeit natürlich in Frage gestellt, meistens passt's aber ganz gut und nach der ersten Stage entzerrt sich alles ganz gut über den Tag.

In Tschechien gibt's die "Blinduro-Serie" (der Name ist Programm, "blind racing", die Bezeichnung ist diskutabel), hab ich für nächstes Jahr mal auf dem Zettel.

Beim (offenbar letzten :heul:) diesjährigen Stopp am Geißkopf war das mMn gut gelöst.
Ein paar Strecken zur Besichtigung offen, Pflichtraining (per Transponder überprüft) auf der Downhill-Strecke und unbekannte Stages.
 
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Die Blinduro Events sind speziell. Unsere Tschechischen Nachbarn haben da eine eigene Herangehensweise. Mir wäre da einiges im Rennstress auf Sicht zu derb, bin aber auch kein Racer. Canadian Style, aber gut Organisiert und fortlaufend beliebter. :daumen:
 
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Die Blinduro Events sind speziell. Unsere Tschechischen Nachbarn haben da eine eigene Herangehensweise. Mir wäre da einiges im Rennstress auf Sicht zu derb, bin aber auch kein Racer.

Das Endurorennen in Treuchtlingen lief ja 2020 und 2021 auch mit Blindstages (zumindest halbwegs, ab dem Vortag waren alle Strecken gesperrt), weil die ganze Veranstaltung Corona-bedingt nur auf einen Tag ausgelegt werden konnte. Klar, Teile der Strecke sind aus dem regulären Trailcenter Heumöderntrails bekannt. Aber es werden auch fürs Rennen immer noch ein paar neue Wege ausgegraben - für mich ist das schon auch anspruchsvoll. Wie hemorider schrieb, bin ich auch kein echter Racer. Aber aufregend ist es schon. Mann muss halt mental die Stärke haben, mit dem Ergebnis klar zu kommen (65. von 74. in der Starterklasse) :)

Aber auch dort härt man, dass die Genehmigung der Rennstrecken mit das größte Problem ist - und die Strecken werden danach auch wieder zugegraben, sonst wäre da schon lange nix mehr los mit Rennen (soviel zum Thema, macht man halt mal schnell eine Veranstaltung).
 
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Die Blinduro Events sind speziell. Unsere Tschechischen Nachbarn haben da eine eigene Herangehensweise. Mir wäre da einiges im Rennstress auf Sicht zu derb, bin aber auch kein Racer.
Eigentlich ist doch genau das der Ursprung des Enduro Fahrens. Gab es früher in größerem Format beim Mad East Enduro in Altenberg. Eine der besten Veranstaltungen überhaupt.
Und egal ob beim Hardcore Blinduro in CZ oder bei den guten alten Mad East Rennen: es war ausnahmslos alles so gebaut, dass man es auch blind fahren konnte. Keine Drops oder Sprünge. Und wenn es mal technischer wurde, dann war auch ein entsprechendes Hinweisschild angebracht. Ab da an ist jeder gewarnt und das Tempo bestimmt man ja letzten Endes selbst.
Das ist für mich mit Abstand das beste Format. Nur die Genehmigung ist wie schon besprochen in DE so eine Sache...
 
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Einerseits ist es extrem Schade, gerade St. Andreasberg und auch der Geißkopf waren richtig geile Rennen.
Andererseits passt es mir schon fast, weil ich durch die Pandemie tatsächlich "rennfaul" geworden bin. Heißt, ich hatte eh vor, in Zukunft weniger, ausgewählte, Rennen zu fahren, und dafür 1-2 Bikeurlaube mehr im Jahr.

TT vs. E1: Bei der TT hat man halt immer die gleichen Orga-Leute vor Ort und man konnte sich sicher sein, das alles passt. Bei der E1 ist es halt extrem abhängig vom lokalen Veranstalter.
 
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Ja. Darüber hatte ich vorhin auch nachgedacht...
Es gibt ja die "CTF" Events, die aber meistens ziemlich langweilig sind wenn man "Enduro" fahren will... aber vom Konzept her ziemlich genial, einfach und günstig zu organisieren.
Eventuell wäre es möglich etwas ala "ETF" zu basteln. Streckenführung für "Erwachsene" -also gescheites Geballer- ohne Zeitnahme, aber mit guter Stimmung.
Sowas kann man praktisch überall machen wo es Trails hat. Für ein sinnvolles Rennen brauchst du halt eine gewisse Länge der Stages usw. Das fällt bei sowas halt komplett weg.

Ctfs scheitern regional schon häufig an den Genehmigungen der Grundstückseigentümern und sind offensichtlich daher streckenmässig auch eher uninteressant. Wenn man jetzt versucht auf die Trails zu kommen, wird es zusehends schwieriger.

Zusätzlich würden die Ausrichter das typische Rennräder Klientel technisch diskriminierend. Die haben im Winter ja schon auf der Straße sorgen mit dem grip 😂
 
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Naja, wenn ich mir die Starterzahlen anschaue kann es an mangelnden Starterzahlen nicht gelegen haben...
Genehmigungen haben ja auch funktioniert, auch wenn das unbestreitbar ein ganz schwieriges Terrain ist.
Aber über die Jahre hat man da ja auch Kontakte aufbauen und auf Erfahrungen zurück greifen können.

Ich denke eher das (wie es auch gesagt wurde) die Einnahmen nicht ausreichen um mehrere Mitarbeiter das ganze Jahr über zu bezahlen.
Traurig wenn es darum geht, weil die TT ja so schon immer das Doppelte von lokalen Veranstaltungen mit den gleichen Zeitnehmern, ein paar Goodies, Verpflegung usw gekostet hat.

Aber Spaß hat es gemacht, St. Andreasberg wird mir fehlen!
 
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Ich finde es auch gut, wenn die Strecken bei Endurorennen eben nicht bekannt sind. Auch anfängertauglich müssen, oder sollen sie vielleicht sogar, nicht sein...
Wenn dann jedoch mal was gröberes passiert hast als Veranstalter die Arschkarte. Daher hat TrailSolutions seinerzeit die European Enduro Serie eingestampft. Hier kann man die Beweggründe von damals nachlesen.
 

ufp

Daystrom Institut
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L-S VI
Bezüglich Aufwand:

Enduro Mountainbike Österreich Meisterschaft

Für das Rennen sind neben dem gesamten Personal der Wexl Trails (inkl. Gastronomiepersonal ca. 50 Personen), über 70 freiwillige Helfer und Streckenposten, 2 Rennleiter des ÖRV, 2 Zeitnehmer, die Bergrettung, die Rettung, Covid- Beauftragte, 3 Fotografen, Moderatoren sowie ein DJ für die Unterhaltung im Eventareal im Einsatz.

 

oppaunke

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Eins vorweg, mir ist der Beitrag beim schreiben etwas entglitten...
ich bitte um Nachsicht.Aber kürzen wollte ich auch nix mehr, weil irgendwie hängts ja tatsächlich alles irgendwie zusammen...

Hier gehts los:
Und das bildet nur die Menschen ab, die am Renntag / an den Renntagen aktiv im Einsatz sind.
Die Leute die sich das ganze Jahr vor der eigentlichen Veranstaltung mit Genehmigungen und organisatorischen Aufgaben rumgeschlagen haben werden da noch nichtmal erwähnt...

Wenn du in D kein Vitamin B hast, dann brauchst du eine Veranstaltung in dieser Größe erst gar nicht versuchen an den Start zu bringen.

Bei zB großen Marathonveranstaltungen zieht entweder der ganze Ort mit oder du hast die berühmten "Bürgerwehren".
Der Ort zieht aber nur bei Vitamin B mit...
Exakt so verhält es sich bei der TT.
Die Grundstückseigentümer, Gastronomen, Sponsoren etc. überzeugt zum einen Umsatz zum anderen Beziehungen.Der kennt den Bürgermeister, der kennt die Landbesitzer etc.
Den Umsatz in Millionenhöhe bringen im Winter die Massen an Skifahrern und im Sommer die Scharen von E-Bikern und Wanderern.
Mach was für diese Klientel und plötzlich gehen verschlossene Türen auf / werden ganze Alpentäler umgegraben fürs Carvingvergnügen mit 90m Betontürmen für Seilbahnen etc.
Die paar Radfahrer die sich da ohne Motor durch die Berge quälen interessieren keine Sau.
Ausser in "Metropolen" wie zb. Serfaus, wo aber überall Lifte stehen die, und jetzt kommts, auch E-biker transportieren...
Aber auch dort sind alle interessanten Wege für Radfahrer gesperrt.

Ich kann die Veranstalter und auch die Sponsoren verstehen.
Wenn du eine Veranstaltung planst für eine Klientel die relativ geringen Umsatz in die örtliche Infrastruktur bringt und auch nicht wirklich im öffentlichen Interesse steht, dann mußt du heute als Veranstalter schon viele Ärsche lecken um da Genehmigungen und Sponsoren an Land zu holen.
Da hätte ich in dem Falle auch keinen Bock mehr drauf.

Nachwuchs für die im vorangegangenen Beitrag genannten Posten findest du auch nicht mehr so einfach und so kommt dann eins zum anderen.
Wenn dann von Verantwortlichen vor Ort und den Sponsoren vorgeschlagen wird "jo denn machts doch halt was für die E-Biker..." dann ist der Weg für mich als willigen Veranstalter doch klar.

Ich finde es überhaupt schade, daß das Thema E die Szene so entzweit.
Mittlerweile fahren wir nur noch zu zweit auf normalen Rädern.
Wir waren mal um die 20 MTBler die regelmäßig gefahren sind, da fahren jetzt alle E.
Auch wenn wir uns weiterhin alle gut verstehen, man fährt halt nicht mehr zusammen.
Dieses Splitting finde ich persönlich eigentlich am schlimmsten an E-bikes.

Das hier verschiedentlich auch auf Gravel / CX als Schuldigen verwiesen wird weise ich mal als hanebüchen zurück.
Die Gravelfraktion besteht aus RR-Fahrern, Reiseradlern und Langstreckenfahrern.
Und ein Gravelbiker (ohne E) unterscheidet sich grundsätzlich relativ wenig von einem MTB Fahrer.
Bei mir stehen zumindest Klassik-MTB, aktuelles Enduro und Gravelbike einträchtig nebeneinander...
Deswegen verstehe ich die missmutige Haltung dem Gravel/Crossen gegenüber nicht.
DIE machen zumindest den Endurosport garantiert nicht kaputt.


Zur E1.
Waren die Strecken vor 20 Jahren noch einfache Trampelpfade durchs Unterholz, müssen heute WC-taugliche Strecken passend zum WC-tauglichen Enduro her.
Das kann auf Dauer in D nicht funktionieren, weil 99% der zu diesem gewünschtem Streckenprofil passenden Topografie bei uns unter Naturschutz stehen.
Das kann kein Veranstalter leisten / genehmigt bekommen.
Und wenn die Bikes sich jetzt noch mehr in Richtung Alutech Armageddon oder diesem Teil von Pink Bike orientieren, dann gehen ja schon dem geneigten Hobbyfahrer in seiner näheren Umgebung die Strecken aus die so ein Bike noch irgendwie fordern.
Das haut dann auch nur in Trailcentern/parks oder eben Bikeparks hin.
Auf der grünen Wiese aber eben nicht.

Ich finde man sollte jedem Veranstalter Respekt für seinen Mut und seinen Einsatz zollen, völlig unabhängig von der Streckenbeschaffenheit.(aber ich glaube das wird ja auch gemacht.)
Und wenn es für euch nur Tröllerstrecken sind, fahrt die halt mal mit Slicks oder mit nem ungefederten Rad.
Das erweitert den Horizont und schult die Fahrtechnik...
Am Ende des Tages schmeckt das Bier doch immernoch genauso gut.

Ich hoffe ich bin nicht allzu weit vom eigentlichen Thema abgeschwiffen... :D

Gruß,
Oppa
 
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Möchte nur kurz einwerfen, das dieses mutmaßliche Splitting von eBikern und Biobaikern tendenziell nur von einer Seite kommt, in diesem glorreichen Forum ist doch an allem der eBiker Schuld. Selbst in deinem Post sind da doch unterschwellige Sticheleien, da brauch man sich nicht wundern wenn die doofen eBiker nicht mehr mit einem spielen wollen.

Die Maßstäbe in diesem Forum sind ja eh sehr verschoben, und man darf sich das alles hier gar nicht zu lange zu Gemüte führen, aber wenn am scheitern der TT angeblich auch noch die eBiker Schuld sind, trotz überschaubarer Teilnehmerliste im Vergleich zur Biobaik Kategorie, sollte man sich vielleicht mal selbst die Frage stellen ob man nicht als Community mal an einem Strang ziehen sollte als eher den Grund des Unheils beim Nachbarn zu suchen. Oder man akzeptiert es einfach das man eben Outdated ist mit seiner romantischen Vorstellung die jedoch für Veranstalter 0 Kohle bringt.

Diesen Gravel/RR/…etc Hate verstehe ich auch gar nicht, kann es auch irgendwie nicht nachvollziehen, spricht aber sinnbildlich für die ganze gegenseitige Zerfleischung innerhalb der verschiedensten Arten von Radfahrern, während eBiker eben alle nur eBiker sind ohne weitere Differenzierung.
 
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Aber da könnte man Gegensteuer, in Parks mit Enduro Strecken könnten man regelmäßiges Zeitfahren machen, da kann jeder der Bock hat ne Zeit auf der Strecke fahren. Dafür braucht es nicht unbedingt eine Rennserie
Ja, das wärs 👍


Wäre eine einfache und günstige Methode mehr Rennen zu haben, das schadet nicht für die Ausbildung von potentiellen Profis und bringt andererseits dem Park abends noch paar extra Kröten, der muss nur einmal ein Zeitnahmesystem anschaffen (bzw. hat vielleicht eh eines aus dem Wintersport?) oder nen (Miet-)Vertrag unterschreiben.



Zur E1.
Waren die Strecken vor 20 Jahren noch einfache Trampelpfade durchs Unterholz, müssen heute WC-taugliche Strecken passend zum WC-tauglichen Enduro her.
Das kann auf Dauer in D nicht funktionieren, weil 99% der zu diesem gewünschtem Streckenprofil passenden Topografie bei uns unter Naturschutz stehen.
Das kann kein Veranstalter leisten / genehmigt bekommen.
Und wenn die Bikes sich jetzt noch mehr in Richtung Alutech Armageddon oder diesem Teil von Pink Bike orientieren, dann gehen ja schon dem geneigten Hobbyfahrer in seiner näheren Umgebung die Strecken aus die so ein Bike noch irgendwie fordern.
Das haut dann auch nur in Trailcentern/parks oder eben Bikeparks hin.
Auf der grünen Wiese aber eben nicht.

Lol, bei der E1 werden wie gesagt zB eher die seit 20 Jahren bestehenden Strecken am Oko und die wahrscheinlich 100 Jahre alten Wanderwege in Aschau noch zu vereinfachen.

Das Durchschnittsniveau der MTB-Fahrer sinkt ja immer mehr, Stichwort "Breitensport" inkl. Convenience-Mofawelle.

Und hier stellen sich Leute hin und sagen es gäbe keine Rennen für Anfänger?
Anfänger: E1, bisher TT und weiterhin Treuchtlingen und vll. noch andere Einzelveranstaltungen

Mitte: Wenn dann fehlt in DE die, früher bestehend aus EES und SSES und vll. die AES die es kurz gab.

Profi: EWS
 
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L-S VI
Möchte nur kurz einwerfen, das dieses mutmaßliche Splitting von eBikern und Biobaikern tendenziell nur von einer Seite kommt,
Es gibt Mountainbikes.
Und es gibt eMTB - elektronisch unterstützte Mountainbikes.

Aber es gibt keine "normalen" oder "Bio" Bikes ;).

Das ist genau so verwunderlich, dass einst selbstverständlich Obst, nun als Bio tituliert werden muss.
Wohingegen das gespritzte, veränderte, nachbehandelte Obst, schlicht und einfach, weiterhin als Obst bezeichnet wird. Nicht das normale, natürlich(e) (gewachsene) Obst sollte sich abheben, bzw auf die Veränderung hinweisen, sondern eben das gespritzte, veränderte, nachbehandelte :eek:.

Verkehrte Welt :eek::o.
 

525Rainer

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Man darf die fahrer nicht auf die bikes reduzieren. Nur geht das in einer rennserie leider nicht anders. Da werden die sparten getrennt. Schade.

Deswegen hab ich ja geschrieben, ich fänds gut wenn man mit jedem bike starten darf.
Dann wären die destinationen auch nicht so beschränkt denn wir wissen alle, in der realität eines 2021 endurofahrers gibt es shuttle lift und gondel im urlaub an den beliebten spots, am wochenende und nur selten sind alle tiefenmeter auch ertreten.
Auf den transfers kann dann jeder selber entscheiden ob er sich das antun will oder ein ebike nimmt.
Dann gäbs rennen die mich interessieren würden. Auch bei einsteigern harte 100% getretene transfers und die hersteller könnten ambitionierte piloten auf kenovo sl und orbea light im feld der übermotorisierten reichweitenmonster platzieren.
 

525Rainer

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Wenn die ebikes pedelecs sind, ist die leistung reduziert.
Du hast dann das problem nicht mehr mit fahrern die wegen zu langen gegenanstiegen oder tretpassagen auf den stages maulen. Viel mehr strecken werden dann attraktiv.

Das ganze würde jung und alt, trainierer und freizeittalente zusammenführen und die realität abbilden. Denn mittlerweile hat fast jeder beides. Auch hier im forum.
 
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