Bike für vom Tal auf den Berg und wieder runter sowie für Bikepacking: Tipps?

olev

weon
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12. Juli 2008
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@Tourenplanung
Nach meiner Erfahrung ist es fast nicht möglich, anhand der Swisstopo-Karte zu entscheiden, ob ein Singletrail nun HolyTrail oder MolyMurks ist. Wenn es ein gelb eingezeichneter Wanderweg ist, dürfte dieser in den allermeisten Fällen komplett fahrbar sein, ausser da ist gerade eine Holztreppe mit Mörderstufen. Wenn der Weg rot ist (also weiss-rot-weiss markiert im Gelände) ist gar nichts mehr klar. Da hilft dann zu schauen, ob er Spitzkehren hat (sind für Anfänger häufig Grund um abzusteigen), wie steil das Gelände (und der Weg) ist, wie ausgesetzt der Weg ist und wie steinig das Gelände allgemein. Häufig, aber nicht immer, ist es im Wald fahrbarer als auf von Kühen zertschalpten Kuhwiesen (zumindest hier in der permanent feuchten Ostschweiz). Oberhalb der Kuhalpen ist es dann häufig auch wieder besser, falls das Gelände nicht schon zu felsig ist.

Gemäss dieser Kategorien könnte man meinen, dieser Weg im Val Cadlimo sei ein HolyTrail: nicht zu steil, nicht ausgesetzt, nicht zu steinig, keine Serpentinen... Der Weg war totaler Quatsch, weil er zu flach ist und es eben doch immer wieder grosse Steine im Weg hat.
--> es bleibt also immer eine gewisse Unsicherheit.

Die ganzen Karten, die auf der OpenStreetMap basieren, sind schon gut, und schön übersichtlich, zumindest bei mir in der Region ist aber die Kennzeichnung der Trails bezüglich ihrer Schwierigkeit nicht sehr weit fortgeschritten. Und die Swisstopo enthält viel mehr topografische Informationen.
In gedruckter Form gibt es noch die SupertrailMap, die das Wallis recht gut abdecken (hab ich allerdings noch nie benutzt) und die SingletrailMap, die ich seit Jahren in gedruckter Form zur Inspiration verwende. Aber auch da ist natürlich nicht alles drin. Im Endeffekt lande ich schliesslich immer wieder beim Brouter, weil dessen Handling in meinen Augen am intuitivsten ist, und auf dem zweiten Bildschirm ist die Swisstopo geöffnet. Manchmal findet man dann mit Google einen Hinweis auf die Qualität des Weges. Wobei: Was für A ein HolyTrail ist, ist für B Murks und unfahrbar und für C schlicht langweilig und D will eh nur geshapte Chügelibahnen fahren...

Vielleicht helfen auch noch Satellitenaufnahmen.

Ah, ja, manchmal schaue ich noch bei Hikr rein, also bei den Wanderungen, und gucke, wie die die Tour bewerten (T1, T2, T3, T4, T5, T6). Das hilft mir zwar nicht so sehr zu erfahren, ob der Weg tatsächlich fahrbar ist, dafür ob er gefährlich ist. T3 mit einem Bike an der Hand wandern, würde ich jetzt noch als ungefährlich bezeichnen, bei T4 kann es schon kritisch werden und ab T5 bin ich froh, wenn ich alle Hände frei und kein Gegengewicht auf dem Rücken habe.

@rucksack
Das Bike trägt sich auf jeden Fall besser mit einem Rucksack als ohne. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

@Zorrocarry
Ich benutze da am Hardtail das denkbar einfachste System. Ich denke, da musst du schauen, was für dich taugt.

@Fahrtechnik
ufff. Fahren, fahren, fahren und sich immer wieder herausfordern (dh dann halt auch: immer wieder stürzen :ka:). Mir hat geholfen, in Gruppen zu fahren. Da sah ich, dass das, was ich kann, nicht das Ende der Fahnenstange ist und konnte Tipps abholen.
 
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