Bikepacking. Transcanada westbound

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2022-06-22 Mittwoch | Sainte-Madeleine-de-la- Rivière-Madelaine

Um 03:15 wache ich auf, denn plötzlich ist es im Zimmer erst hell, dann rot geworden ...

... der Wunsch nach einem Zimmer zum Meer hin war glücklich, nicht nur wegen des nächtlichen Sturms aus der anderen Richtung.


Heute geht es immer nur westwärts. In stetigem Auf und Ab. Der Wind hat die Richtung gewechselt, ist immer noch sehr stark. Vermutlich deshalb stehen die Windkraftanlagen still. Immer wieder geht es auf ca. 100 m hoch, ...


... dann in die nächste Bucht runter. Eine Zeitlang ohne die Bindestrich-Sucht-im-Namen ...
Grand Etang


... Pointe à Mimi ...


... Pointe à Hubert ...


... dann: Cloridorme, Fischerhafen. Die Einkaufsmöglichkeit ...


... bietet rotgekochte Hummer, alternativ diese noch schwach(?) lebenden Tiere an. Sie bewegen sich nur in Zeitlupe; vielleicht hat auch jemand was ins Wasser getan...


Am Feinsandstrand, der Wind hat nachgelassen, gibt es ein zweites Frühstück. Der Aushang am Zugangspunkt bittet um besondere Zurückhaltung, hier sei manchmal ein Seehund mit Nachwuchs. Es ist aber nichts zu sehen. Weiter ...


... auf der jetzt unten, nah am Meer verlaufenden Route 132. Eine Baustelle mit Wechselverkehr. Da wartet man nicht nur bis die die Gegenrichtung frei ist. Man wartet, bis das Begleitfahrzeug gewendet hat, und fährt dem dann hinterher. Für Fahrrad in einem nicht leistbaren Tempo. Besonders, wenn dann auch noch eine Steigung beginnt. Auf halber Strecke ein Rastplatz, den nutze ich als Unterbrechung.
Nähe Pointe à la Frégate


Die Strecke geht ständig auf und ab . Auf Petit-Vallée folgt Grande-Vallée. Mittagessen-Einkauf in einem grossen Marché. Meditativ langsames, und wie vergeblich wirkende Bemühungen mit einem Lawnmower im gigantischen Vorgarten.


Jetzt kommt noch ein anstrengender Teil, der in Wellen bis auf 300 m Höhe gehen soll. Erst mal ein Rückblick auf Grande-Vallée, dann eine ...


... mühsame, weil im Wesentlichen ohne Aussicht durch dicht geschlossenen Wald führende Strecke. Rasante Abfahrt ...


... und nach zwei weiteren Kilometern eine kleine Ortschaft mit riesigem Namen. Hier bleibe ich, in einem betagten Motel ...


... mit einigermassen guter Aussicht aufs Meer.
 

Lt.AnimalMother

Neigschmeggder
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Welches Brot man jetzt toll findet ist wohl sehr individuell. Ich hatte einen holländischen Kollegen der dauernd rumgemault hat dass es hier kein vernünftiges Brot gibt. :ka:
Und bisher habe ich noch von niemandem Lobeshymnen auf französisches Brot gehört. Von Baguette abgesehen. Und da meistens auch nur mit der Einschränkung "sofern es wirklich frisch ist "
Deutsche Bäckereien sind in Canada aber schon ein Ding.
Man darf auch nicht vergessen, in Quebec ist der französische Einfluss in den letzten Jahrhunderten hier und da auch etwas anders abgebogen als in Frankreich selbst.
 
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Die Berichte sind dem aktuellen Stand immer ein paar Tage hinterher ...

... mal eine Meldung aus der Jetztzeit: das Wetter wird günstig, das Höhenprofil ist unfreundlich, die Entfernung anspruchtsvoll - mal sehen, ob ich es bis Kamouraska schaffe. Es soll dort eine Bäckerei mit deutschem Brot geben.
Wenn du da gerade noch bist: der Umweg an den Saguenay-Fjord lohnt sich. Abends am Wasser sitzen und Walen zuschauen ist schon sehr entspannend.

t.
 

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2022-06-23 Donnerstag | Sainte-Anne-des-Monts

Beim Verlassen des Hotels fragt der Besitzer, ob ich gestern abend auch die vielen Wale draussen auf dem St.-Lorenz-Strom gesehen hätte. Nein, hab nicht. Bin, wie seit vielen Tagen dieses Intensivstlebens, nicht lang nach dem Beenden des Pedalierens einfach in den Schlaf weggekippt. Ca. 17:15 sagt mein Schlafprotokoll, das aus Sorge ums Schlafdefizit geführt wird. Nur 4 bis max. 5 h Schlaf täglich seit zwei Wochen. Aber bis auf diese extremen Müdigkeitsanfälle, immer bei 'Stillstand', geht es körperlich hervorragend.


In das jetzt wieder walfreie salzhaltige Wasser, ...


... mündet hier ...
Wal-Magnet


... der Rivière Madeleine, mit einem ...
wenn Lachs im Fluss ist, schreibt man es dran: Angeltourismus


... eleganten Schlenker, in den grossen Strom. Er führt Stoffe mit sich, die der Krill mag. Und die Wale mögen den Krill. Vor dem Frühstück noch ein Abstecher ...


... zum Cap de Madeleine. Dort gibt es einen Campingplatz, ein Info-Büro (geschlossen) und ein WC mit ausdrücklich so beschildertem Trinkwasser. Tank neu befüllt. Entlang des weiteren Wegs ...


... auffällig viele solcher Flaggen. Den Besitzer dieser hier frage ich nach der Bedeutung: die Flagge von Quebec sei es. Und die Wale seien gern (aber nicht regelmässig) hier. Er war Fischer, und hat sie hautnah erlebt, auch beim Springen. Normalerweise sieht man nur kurz den Buckel, eine Fontäne, dann ist das Tier weg. Nach 2 Minuten an anderer Stelle wieder dasselbe. Mit diesen neuen Kenntnissen ...


... setze ich mich ans Panoramafenster im Hotel Motel Cabines Rocher, ein paar Autominuten von meiner Unterkunft entfernt. Der vorhin verabschiedete Hotelbesitzer ist auch da. Er hat 2 davon - dieses hier führt sein Sohn. Der Hunger ist mal wieder übermässig ...


... ausser den Crepes mit Bananen nehme ich noch weiteres zu mir. Viel. Und Kaffe mit Zucker. Dann setze ich mich, weiter hinten - die ersten Hotelgäste trudeln ein - an ...


... meinen Arbeitsplatz. Immer mit einem halben Blick Richtung Wasser. Es gibt leider nichts zu sehen ...
der so komisch drinsteckende Handschuh blendet die Spiegelung des LED-Deckenspots aus


... also auf die Strecke. Flach, Rückenwind, Sonne, direkt an der Wasserkante entlang - für viele Kilometer jetzt. Weit vorn kriecht das Wasser auf die Strasse - vielleicht grad dort dann die Fontänen? Keine Ahnung, wie gross die sind - Gartenschlauch oder Schlosspark? ...


... jedenfalls werden sich alle Anzeichen, ob Buckel ...


... oder Flosse, als 'kein Wal' entpuppen. Mittagspause ...


... am Strand von Saint-Louis. Meine Vorräte gehen aus, gleich hier gibt es einen ...


... Kiosk. Fast Food, Slow Service.
Der Dépanneur an Tankstelle 1km weiter kann das besser (und ich bin beweglicher). Weiter an der ...


... Steilküste, hier mit Wasserfall. Immer wieder Tourenradfahrer, immer in Gegenrichtung - das ist die übliche. Unverständlich, denn direkt am Wasser ist es doch viel besser und hoch attraktiv. Wie im Blog von Derek Wilkinson zu lesen ('eastbound cycle tourers'), erkennen die das nicht auf der Landkarte, sondern spontan vor Ort.


Am frühen Nachmittag schwächelt das Wetter, und der Wind dreht sich ungünstig. Die entgegenkommenden Fahrzeuge haben Licht an - hoffentlich treibt der Wind das wieder fort. Der Himmel zieht sich ganzflächig zu; Regen ist vorhergesagt. Der nächste grosse Ort, ...


Sainte-Anne-des-Monts, wirkt trüb und kahl, das Meer ist weg. Ich miete mich in einem Motel an der hässlichen Durchgangstrasse ein.
 
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2022-06-24 Freitag | Méchins


Morgends als erstes ein verschärfter Fall von 'Breakfast included' - man bekommt es gleich beim abendlichen Check-In in die Hand gedrückt.
Während des Essens nach dem Wetter sehen ... das Smartphone meldet Feuchtigkeit im USB-Anschluss. Hartnäckig. Obwohl dort einwandfrei trocken ist. Neustart - dann wird es sich besinnen. Aber es fährt nicht wieder hoch. Ist wie tot. Jetzt ist Rat und Hilfe nötig - die Motel-Lobby erreicht man nur übers Freie ...


... und wenn geschlossen ist, soll man diese Nummer anrufen. Mit seinem Cellphone.
Und ich weiss nicht mal, wieviel Uhr es ist. Die Tankstelle gegenüber hat offen und kann's mir sagen - 6:00 genau. Es gebe ...


... genau 2 Kanditaten im Ort, die evtl. helfen könnten, beide fussläufig erreichbar. Deren Öffnungszeiten hole ich, stehe aber dann um 9 Uhr doch vor verschlossenen Türen. Eine Stunde später ebenso.


In der Sanitärzelle des Motels ist es abnormal feucht. Öffnen der Aussentür begrüssen die Mosquitos freudig. Alternative Idee ...
Die Augenkrebs-Farbe arrondiert das Ganze noch.


... Raumtemperatur auf 25° und Smartphone erhitzen. Wer weiss - die Zicken der Kamera haben sich ja auch schlicht mit einem Päckchen Silica-Gel beheben lassen ...


... die Putzfrauen kommen, mit der Information dass heute St. John's Day sei und da ist natürlich alles zu.
Wenn das Handy nicht mehr zum Leben erweckt werden kann, ist es ziemlich Essig mit der Tour. Wie lächerlich wertlos erscheint dagegen der Besitz einer Rettungsdecke ...


... die Spannung steigt - und: TADAAAA - das gut erhitzte Gerät startet anstandslos, und es läuft seither ohne Proleme.
Zum Start ist es dann fast 11 Uhr, der vorhergesagte Regen hat eben begonnen ...


... und verleiht den ganzen Geschehnissen das passende trübe Gesicht. In der grosszügigen Strandbar sitzend nutze ich die Zeit, um Forumsbericht zu basteln. Nach ca. 2 Stunden ...


... sieht alles wieder freundlicher aus. Die Gegend westlich der Strandbar hebt sich vom Ostteil der Stadt sowieso sehr positiv ab, nicht nur wettertechnisch.


Immer an der Küste entlang, Richtung WestSüdWest, führt die RV1. Es gibt Ausblicke ...


... von oben über den St.-Lorenz-Strom und ...


... Einblicke in Niederungen, wo man am Sandstrand geschickt ein Zelt aufbauen könnte, sirrrrr - sirrrrr - sirrrr ...


... also lieber ein günstiges Motel, deutlich höher gelegen als die Sümpfe, nach lediglich 44 km. Eines, das keine Kreditkarte mag, sondern Cash will. Das produziert noch eine Stunde rastlose Suche und Schock, weil der Bancomat über 10 Minuten im Notfallmodus orgelt, bevor er endlich die Karte wieder hergibt. Ohne Cash. Einer der beiden Dépanneure vor Ort kann dann doch noch aushelfen.


RÜCKSPIEGEL
mit dem bin ich glücklich. Er hilft im Umgang mit den heranrückenden Fahrzeugen, insbesondere LKW. Wenn es dienlich scheint, hebe ich beim Herrannahen die linke Hand und je nach Situation rücke ich ganz gering, aber erkennbar, etwas nach rechts. Die allermeisten quittieren diese Art der Kommunikation mit einem grosszügen Schlenker. Das funktioniert auch im Stadtverkehr ganz leidlich. Mit Regencape natürlich nicht.

RACOONSHIRT
(so nenne ich es) ist immer an, auf dieser Tour zum ersten mal praktiziert. Keine Sonnencreme dran- und wieder abmontieren, spürbare Mosquito-Behinderung. Ist in der prallen Sonne erstaunlich erträglich ...
Das wird erstmal so beibehalten. Arbeitstitel: Beduinen-Strategie.
 
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DaMoasta

Oiwei aufi aufm Berg!
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Wenn das Handy nicht mehr zum Leben erweckt werden kann, ist es ziemlich Essig mit der Tour.
Schau mal, dass du deine Sachen irgendwie sicherst in einer Cloud oder so, oder hast du nicht einen Laptop oder Tablet dabei?
Dann kannst du dir bei einem Defekt irgendein anderes Handy holen und weitermachen.
Das kann ja jederzeit wieder passieren, dass das ausfällt oder unter die Räder kommt.
 

oV5

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2022-06-25 Samstag | Baie des Sables


Die heutige Strecke führt nahezu geradlinig nach WestSüdWest, entlang der Küste. Zum ersten mal ist es diesig bei Schönwetter ...


... aber bald schon ändert sich das, und nun ist das linke Ufer des St.-Lorenz-Stroms klar erkennbar. Entgegenkommend immer wieder Fahrradreisende, unterschiedlich ausgerüstet, aber einheitlich mit grellen Wahnwesten.


An dieses Haus kommt kurz drauf ein Pickup gefahren. Drin der Hausbeitzer und 2 amerikanische Radreisende, sie gehören zur Westen-Truppe. Der Kanadier hat beide, samt irreparabel geschlitztem Hinterrad, nach Matane gefahren zum Kauf eines neuen Reifens. Jetzt wird montiert, dann Anschlussfahrt an die Gruppe. Die beiden sind ganz ganz ehrfürchtig ob der Hilfsbereitschaft.


Mittlerweile ist es Zeit fürs zweite Frühstück, in Sainte-Félicité auf der Terrasse der Jugendherberge 'Manoir des Sapins'. Die wäre gestern Wunschziel gewesen, war aber schon um die Mittagszeit ausgebucht. Es gibt ...


... Cappuccino aus einer italienischen Maschine, Buchweizen-Crèpe und überhaupt nur vegetarisches Essen.


Für Michel, Linnea, Luise, Malin:
Boot in Not! Weit draussen auf dem Meer - ein kleines Rettungsboot auf den schäumenden weissen Wellen. Immer wieder werfen die schweren Brecher der Küstenbrandung das kleine Boot zurück. Wird es dem völlig entkräfteten Monse doch noch gelingen, sich auf die Insel zu retten?
Erst neulich ist er volljährig geworden, hat seinen Führerschein abgeholt, und ist gleich auf seiner ersten Fahrt in diese unangenehme Lage geraten. Wie konnte so etwas nur passieren?



Das Gelände ist überaus hübsch ...


... naturbelassen ...
Schwertlilien


... und kann eine eigene, etwas abgelegene Badebucht aufbieten. Genau so sollte eine Jugendherberge sein!


Farmgehöfte am Hochufer, Heuwiesen direkt am Meer ...


... die Silagetürme sind ungeheuerlich.


In Matane ist Frühling - die Akazien blühen. Während der Mittagspause bei einer Cantine mache ich neue Bekanntschaften. Eine Einladung nach Toronto, und - erleuchtender Ratschlag: falls ich es nicht bis Vancouver schaffe - da gäbe es doch den Zug...
Ja, so mach ich das!


Matane ist innen wie ein Park; die RV1 schlängelt sich da durch ...


... vorbei am Freibad, an einem Fluss entlang in die Wildnis, und schliesslich wieder ans Meer, an ...


... den Fähranleger, von wo 3 Linien, u.a. ans andere Ufer des Stroms, abfahren.


Schlichtenstein heisst dieses Märchenschloss am Meer. Die Bewohner des nahen Dorfs haben nicht verhindern können, dass jemand dahinter Windkraftanlagen aufstellt ...


... wie sich ihr eigenes Dorf in die Landschaft frisst, schert sie dagegen eher wenig.
just my 2ct




Das telefonisch gebuchte (Rat der JH-Chefin!) Motel hat einen überaus netten Vermieter, zum Strand sind es keine 100 Meter, ...


... und es hatte einen fantastischen Sonnenuntergang zu bieten.


@ Lara: lass dich nicht von einem Gurkenkönig abschleppen.
 
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... Mittlerweile ist es Zeit fürs zweite Frühstück ... Das Gelände ist überaus hübsch ... naturbelassen ...

... falls ich es nicht bis Vancouver schaffe - da gäbe es doch den Zug... Ja, so mach ich das!

... und es hatte einen fantastischen Sonnenuntergang zu bieten.
Tolle Reise und beeindruckende Bilder :daumen: - ich wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen ... und: der Weg ist das Ziel :) - solange Du schöne Tage hast, ist es doch "wurst", wo die Radreise endet und die Rückreise beginnt ;).
 
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Von Winnipeg nach Calgary könnte es unter Umständen durchaus etwas eintönig werden (für fast 1500 Km). Da wäre der Zug sicher nicht so schlecht. Von Calgary über Banf nach Jasper ist dafür der absolute Knaller. Aber das wirst du bei der Reiseplanung ja sicher schon gemerkt haben.
Weiterhin gute Fahrt.
 

oV5

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Von Winnipeg nach Calgary könnte es unter Umständen durchaus etwas eintönig werden (für fast 1500 Km).
Da gibt es aber doch, wenn man sich ganz nah an der kanadischen Südgrenze entlangbewegt, solche Sachen wie die Muddies(?) und, vor allem, einen Nationalpark mit Tallgrass und Bisons ...
Dann: ostukrainische Kirchen, russische(?) Mennonites, deutsch sprechende Hutterites. Einen WritingStone oder so Nationalpark.
Vielleicht lässt die Feuersaison sowas zu.
 

oV5

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... was kosten eigentlich die Übernachtungen so durchschnittlich?
Schnitt aus den letzten 15 Übernachtungen (davon 1x Camping): CAD 120,- incl. TAX. Anfühlen tut es sich teurer, die Aussreisser nach oben bleiben wohl eher in Erinnerung.
Andere Betrachtungsweise: 7 x Motel in Canada = 1 x Hin- und Rückflug (letzterer ab Vancouver).
Fliegen ist verrückt billig.
 
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DaMoasta

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Ja das geht ins Geld, aber bei den Witterungsbedingungen ist das Zelt halt wirklich nur Notbehelf. Wird aber besser werden.
Was ist denn dein Gesamtbudget für die Reise, oder hast du dir da keine großen Gedanken drüber gemacht?

Genieße es auf jeden Fall, das macht man wohl nur einmal!
 

oV5

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2022-06-26 Sonntag | Rimouski


Start in Richtung WSW, auch heute wieder. Inzwischen bin ich in der Mitte des etwa 500 km langen Bogens, den die Nordkante der Gaspésie beschreibt.
Der 'Vacancier' bietet auf seinem Gelände auch einige Cabines an ...


... wie sie es in ähnlicher Farbstellung auch für andere Strandbewohner gibt. Das grüne Häuschen ist vermietet.
Einkauf beim Dépanneur 3 km nach dem Start, und neugieriges Abbiegen weitere 2 km danach, führen zum ...


... Café de la Caisse. Das heisst so, weil der Eingang durch den Raum eines Bankautomaten führt. Hier, abseits der RV1, gibt es richtigen Cappuccino; das Aufschäumen der Milch ist eine aufwendig ausgeführte Prozedur, ...


... und der Aussenbereich bietet erstklassige Sicht auf den Strom. Die (gelbe!! Sonderedition!!) Banane gab es dort auch zu kaufen.


Auf dem Weiterweg sind konkurrierende Gartenkonzepte ...


... und auf dem flachen Strand immer wieder derartige Findlinge zu beobachten. Als ob der St.-Lorenz-Strom gelegentlich gewaltige Kräfte entwickelt. Dem Motelwirt war es etwas zu kompliziert, die zugehörige Erklärung zu geben - 'c'est compliqué' hat er gesagt.


Métis-sur-Mer kommt in Sicht, ein ...


... buchtiger Abschnitt, Schautafeln zu historischen Gebäuden am Strassenrand ...


... und bei Pointe Leggatt, eine Busladung von Wattwanderern.


In Sainte-Luce Pause am Sandstrand. Noch 10 km bis ...


... zum eleganten Leuchtturm auf der Pointe-au-Père. Dort grosse Parkierungsflächen und ... Rummel.


Viel spannender: der Blick Richtung Rimouski. Das flache Gewässer dort ...


... produziert vor allem bei Ebbe eine skurrile Landschaft. In Rimouski führt die RV1 beinah in ein Motel hinein, das genial am Ufer liegt ...


... das hat auch die Hells-Angels-Truppe so empfunden, die sich da einquartiert hat. Es gab düster-böse Blicke, als ich einen der Strandstühle direkt unterhalb (WiFi-Reichweite) meines Zimmerfensters platziert habe, und damit viel zu nah an einer der heiligen Maschinen. Wir konnten das aber friedlich klären; mein Fahrrad wiegt unter 8 kg, die Harley - lt. Aufkleber aus Trois-Pistoles - wiegt 450 kg. Das sagt doch was.
 
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Falls Du (noch) in Kamouraska durchkommen solltest, schau doch bei der Bäckerei am großen Parkplatz gegenüber der Dorfkirche rein. Die haben deutsches Brot. Von der Tochter, welche das kleine Restaurant an der Ostseite betreibt, bekam ich den bisher besten Tee.
 

oV5

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[...] Kamouraska [...] das kleine Restaurant an der Ostseite
In Kamouraska war ich am 30.06.
Meinst du mit dem kleinen Restaurant das grosse 'Côté Est'?
Wie lang ist es her, dass du dort warst?
Kennst du die Webseiten der Boulangerie und vom Côté Est?
Hast du dir Kamouraska und die o.a. Lokalitäten mal via Google Maps angesehen?
 
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2022-06-27 Montag | Le Bic

Morgends regnet es kräftig. Die Hells Angels fahren trotzdem los. Im Anhang der Sound von unterhalb meines Zimmerfensters. Hört sich nicht so schwungvoll an - im nassen Gras, nah an der Steilküste, kann man nur ganz vorsichtig loslegen.

Vom Motel nach Downtown Rimouski, die RV1 verläuft direkt am Meer. Mehrere solcher Stationen mit Aussichtsplattform auf die 'Marais', die Salzsümpfe, gibt es. Unterschiedliche Erledigungen, dann ...


... der Zufallsfund: ein Smartphone-Reparaturladen. Dort gibt es ein auf der Rückseite stark beschädigtes gebrauchtes Samsung. Um den Akku zu testen, will René das Gerät vollständig laden. Also ...
Elektronik in Canada kostet fast das 1,5-fache von deutschen Preisen. SEHR schmerzhaft.


... weiter zur nächsten Station, Kettenöl nachkaufen. Die Sache weitet sich aus - Kette reinigen ist nötig. Nicht ich selbst, sondern ein Profi macht das, sehr viel flotter. Und sauberer. Cina hängt, vollbepackt, lediglich an der Sattelnase.


Dann: Warten auf den Inhaber. Der hatte einen Vor-Ort-Einsatz (reiche Leute lassen eben jemanden kommen) und erscheint mit deutlicher Verspätung.


Schnell wieder auf die Strecke am Meeressaum. In Canada bekommt man als Fussgänger gern einen Countdown, und das Symbol ist anfangs weiss, wird bei 10 Sekunden rot.


Rimouski im Rückblick. Das schlechte Wetter verzieht sich vollends, wichtige Dinge sind erledigt. Es ist aber bereits 14 Uhr.


In Abweichung von der RV1 auf dem Fusspfad nebenan - in der Sonne und mit Ausblicken statt auf 3 Meter breitem Trail durch den Wald.
Im Winter ist das hier die Loipe.


Dann, Strecke übers Land, plötzlich doch wieder unheilvolle Wolken von vorn - Gebirge geradezu. Mit einer beängstigenden Geschwindigkeit, wie ich das noch nie erlebt habe, fliegt es über die Strasse ...


... bleibt aber in den Auswirkungen dann doch sehr viel weniger dramatisch und verschwindet nach 'hinten links'. Nachfolgende kleinere Regenattacken lassen mich eine Unterkunft suchen - es reicht jetzt. Die ...


... Auberge des Îles du Bic ist ein altehrwürdiges Haus. Das 1. OG war früher mal das EG, bis man das Ganze geliftet hat. Inzwischen ist der Keller (in dem auch der Besitzer wohnt) vollständig zu Schlafräumen umgebaut - mit gut 3 Meter lichter Raumhöhe! Es fühlt sich dennoch etwas nach Verlies an. Schlafen liess es sich aber wunderbar so tief im Erdreich.


Folgetag, Schönwetter. Das Kellerfenster liegt dicht unter der Decke des königlich ausgestatteten UG-Zimmers 'Imperial' mit seiner zweiflügligen Eingangstür.
 

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