Bremsen getauscht - Sattel ausrichten / Schleifbild

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Hi,

ich habe mein old-school 2012er Cube MTB wieder etwas flott gemacht bzw. bin gerade dabei. Es ist ein 26 Zoll Cross-Country Hardtail Rahmen:

Schaltung 3x10 XT
Magura MT2 Bremsen
Bremsscheiben 180/160
Federgabel Rock Shoxx Reba

Die Vorderbremse hat mir schon vor 10 Jahren nicht gefallen, da ganz klassisches Problem mit Rattern, Ruppeln etc. vorhanden.
Dazu kommt, dass ich mir einen Carry Freedom Anhänger gegönnt habe und mir mit ~35KG Last im Urlaub aufgefallen ist, dass ich gerne mehr Bremspower hätte. Vor allem mit dem zusätzlichen Gewicht hab ich etwas Bange, denn durch das Rattern vibriert die Federgabel so stark, dass ich nervös werde.


Also habe ich mir folgendes bestellt und eingebaut:


Magura MT5
Trickstuff Dächle HD 203
Magura QM42 und QM41


Die hintere Bremse habe ich behalten und die alte Vorderscheibe mit neuem QM Adapter nach hinten gebaut. Bremst so gut wie gar nicht :-( Wahrscheinlich müssen neue Backen her...


So, nun zur eigentlichen Frage:
Ich bin mir nicht sicher ob ich den Sattel der MT5 richtig ausgerichtet habe. Mit dem Standard vorgehen (schraube locker, fest Bremsen, schrauben zu drehen) sitzen die Bremsbacken natürlich super parallel aber meistens einseitig, also nicht mit symmetrischen Luftspalt an beiden Backen. Und so schleift es an mehreren Stellen, egal wie oft ich es versuche.

Ich habe also versucht, die Schrauben Stück für Stück einzudrehen und dazwischen mit einer Kombination aus visuellem symmetrischen Ausrichten und Bremsen versucht die Scheibe exakt mittig durch die Bremsbacken auszurichten.

Der Spalt ist wegen der 2,05 Dächle Scheiben sehr klein, aber es schleift beim Drehen des Rades nicht, sofern keine schräge Last auf dem Rad ist.
Mir war klar, dass das ganze in jeder Kurve ziemlich schleifen wird.

Das hat sich beim Einfahren der Bremsen vorhin bestätigt. Es schleift auch beim beschleunigen etc.

30 x von 30 km/h bis zum Stillstand einbremsen. Alles klar....puh ziemlich unterschätzt ^^

Die Bremsleistung war ungefähr ab dem 10. Bremsvorgang deutlich besser und danach hat sich noch bisschen was getan aber nicht mehr viel. Auf jeden Fall bin ich mit dem Biss zufrieden. Ohne mein Gewicht zu verlagern geht das Hinterrad leicht hoch ohne dass ich wie ein Irrer am Hebel ziehen muss. Ich denke Mal ein gewollter Flug über den Lenker bei 30km/h ist locker möglich.


Ich habe mir danach das Schleifbild an der Scheibe angeschaut und habe kein "Gefühl" mehr wie es ausschauen sollte. Meine Alten sind ziemlich rillig und vor allem die Hintere sichtbar abgenutzt (hab wohl die letzten Jahre zu viel mit der Hinterbremse gebremst).


IMG20220821190751.jpg



IMG20220821190504.jpg



IMG20220821190242.jpg



IMG20220820113356.jpg





Long story short: Schleifbild OK, oder muss ich nochmal ran? :)

LG und einen schönen Sonntag noch!
 

cxfahrer

geezer
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Du könntest 0.5mm (bzw mehr je nachdem wie viel das ist) U Scheiben unter den Sattel tun, um die Scheibe bis außen zu nutzen. Geht aber IMHO auch so, wenn der Sattel die Scheibe nicht berührt.
 
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Es sieht auf dem 3. Bild so aus, als würden 203mm Scheiben mit 200m PM benutzt werden.

Zum ausrichten des Sattels: besser wäre es die Kolben ganz einzufahren und dann das Rad mit Scheibe einzubauen, aber ohne Beläge. Nun kannst du optisch die Scheibe genau mittig ausrichten. Dann die Beläge rein und der Rest stellt sich im Idealfall nun ein.
 
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Du könntest 0.5mm (bzw mehr je nachdem wie viel das ist) U Scheiben unter den Sattel tun, um die Scheibe bis außen zu nutzen. Geht aber IMHO auch so, wenn der Sattel die Scheibe nicht berührt.
Die Scheibe wird doch bis ganz außen genutzt, also sieht zumindest so aus. Die Scheibe hat eine Fase, vielleicht wirkt es deswegen so auf den ersten Blick.
Oder verstehe ich Grad was nicht? :)
 
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Es sieht auf dem 3. Bild so aus, als würden 203mm Scheiben mit 200m PM benutzt werden.
Ne, es ist der Magura QM42 Adapter für 203mm Scheiben. Ich hab nochmal geschaut. Der äußere Rand der Scheibe schließt bündig mit dem äußeren Rand der Bremsbacken ab. Nur die Fase der Scheibe schaut etwas raus.

IMG20220821205150.jpg


Zum ausrichten des Sattels: besser wäre es die Kolben ganz einzufahren und dann das Rad mit Scheibe einzubauen, aber ohne Beläge. Nun kannst du optisch die Scheibe genau mittig ausrichten. Dann die Beläge rein und der Rest stellt sich im Idealfall nun ein.
Optisch genau mittig ausrichten wäre so aber schwieriger da ich deutlich mehr Abstand have zur Scheibe. Gerade der kleine Spalt bei dicker Scheibe und neuen Belegen erleichtert zumindest das optische Ausrichten finde ich.


Vielleicht habe ich sie ja korrekt ausgerichtet, deswegen dachte ich man würde es nach dem Einfahren an der Scheibe sehen. Ich weiss zum Beispiel nicht ob es gleichmäßiger aussehen sollte.
 

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bronks

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Long story short: Schleifbild OK, oder muss ich nochmal ran? :)
Es steht gerade 2:2. Also 2 Leute schreiben, dass es paßt. Einer schreibt, dass es nicht passt. Ein weiterer dass es besser geht und man daran herumbasteln könnte.

Ich würde jetzt gerne auch irgendeinen Blödsinn schreiben und dich wiederum zu verunsichern, aber mir fällt leider gerade nichts ein.
 

qlaus

Kette links!
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Es steht gerade 2:2.
Och nö, das ist ein Bremssattel und keine KlassensprecherIn Wahl.
Das letzte Foto ist das entscheidende, maximale Ausnutzung des Reibrings nach außen, keine Gratbildung am Belag möglich und auf den Stegen der Scheibe die geringstmögliche Tragspur. Ganz undemokratisch: feddich!
 
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Besser geht m.E. nicht, ich würde die Höhe so lassen.
Ich könnte den Sattel mit U-Scheiben noch 0,17274mm höher justieren, dann hat die gegenüberliegende Seite der Fase auch Kontakt zu den Bremsbacken :)
Das sollte in der Tat so passen.

Jo, die Beläge sitzen sehr gut. Nix dran verändern.
Hast Du die MT5 bei der Montage entlüftet?
Du denkst aufgrund des Schleifprofils, dass es passt?

Ne, ich habe sie nicht entlüftet.
Im Vergleich fühlen sie sich an wie meine 10 Jahre alten MT2 hinten wenn ich nur den Hebel betätige. Druckpunkt spürbar, Magura typisch eher weicher aber da. Beim Einfahren gab's keine Probleme.
Ich war äußerst skeptisch beim Kürzen zu Anfang. Die Bremsschläuche haben einen viel kleinerem Innendurchmesser als ich dachte, deswegen hatte ich Während dessen sogar Hoffnung gehabt, dass es klappen könnte :)


Es steht gerade 2:2. Also 2 Leute schreiben, dass es paßt. Einer schreibt, dass es nicht passt. Ein weiterer dass es besser geht und man daran herumbasteln könnte.
Haha 😆
Meine Unsicherheit hat den Ursprung darin, das ich es noch nie geschafft habe die Bremszange Schleiffrei im Freilauf auszurichten wenn ich "nur" die gängige Methode, die auch in den Handbüchern steht benutze. Einfach Hebel ziehen und festmachen. Das kann doch nicht funktionieren.
Das garantiert nur, dass die Bremsbacken parallel zur Scheibe stehen und ist funktionell natürlich das Wichtigste. Mögliches Schleifen wird da vernachlässigt, da mit der Methode allein die Scheibe am Ende nicht mittig stehen "muss.

Wenn man die Scheibe jedoch so mittig wie möglich haben will, riskiert man durch durch das eigene "optische" Ausrichten, dass die Beläge parallel Anliegen.

Ich habe noch einen weiteren aktuellen Thread hier gelesen, wo jemand im Beitrag#6 seine Methode beschrieben hat. In Kürze:

  • Irgendetwas, dass minimal dicker als die Scheibe zum grob ausrichten Benutzen
  • Im Wechsel Schrauben ganz leicht zuziehen, Hebel lösen und wieder betätigen, Schrauben wieder leicht zuziehen.

So in etwa habe ich es Ich gemacht, nur habe ich das erste grobe Ausrichten rein optisch gemacht.

Ich schreibe wieder zu Lange Texte merke ich Grad.
So, abschließend:


Wenn die Bremsbacken nicht parallel wären, dann würde man zum Inneren oder äußeren Rand der Scheibe deutlich weniger oder garkeine Spuren sehen, denke ich. Und selbst wenn das minimal ausgeprägt sein sollte, egalisiert auch das ganze nach dem x-ten Bremsen durch die Abtrieb der Beläge.

Ich denke sowieso, dass ein Satz Bremsbacken zu einer ganz bestimmten Sattelposition passt, also das Abtriebsmuster von der Position bestimmt wird.
Oder so 😂

Erklärt zumindest warum die jetzt die Hinterbremse mit der alte Vorderscheibe so gut wie gar nicht bremst. Dazu noch mit den hinteren Belägen drin ohne die Vorderen aus der alten Vorderbremse mitgenommen zu haben.
 
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Och nö, das ist ein Bremssattel und keine KlassensprecherIn Wahl.
Das letzte Foto ist das entscheidende, maximale Ausnutzung des Reibrings nach außen, keine Gratbildung am Belag möglich und auf den Stegen der Scheibe die geringstmögliche Tragspur. Ganz undemokratisch: feddich!
Das klingt in der Tat nach feddich, danke ;-) Aus Interesse: Ich verstehe nicht was du mit der geringsmöglichen Tragspur an den Stegen meinst?


Es sieht auf dem 3. Bild halt so aus, als würde es ein gutes Stück innerhalb des Reibrings schleifen?

? OK, den Satz verstehe ich Grad auch nicht :)

Das erste Foto ist das entscheidende. Wer die Kombination von genau dieser Bremse mit genau dieser Scheibe kennt, der weiß gleich, dass es so gehört.
Yeah :)
 

Geisterfahrer

unplugged
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Das passt so. Man will ja nicht auf dem Dächle bremsen. Das ist bewusst außen dran, um die Scheibe leichter einfädeln zu können, aber auf dem soll kein Belag rumrubbeln. Einfach so lassen!
 
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Das passt so. Man will ja nicht auf dem Dächle bremsen. Das ist bewusst außen dran, um die Scheibe leichter einfädeln zu können, aber auf dem soll kein Belag rumrubbeln. Einfach so lassen!

Jep :)
Ich gestehe, das Einfädeln war mir nicht so wichtig, auch wenn ich denn Sinn sehe und direkt als angenehm empfunden habe. Ich fand die Fase rein optisch toll, noch eine auf der anderen Seite, bisschen Schärfen und man kann mit der Scheibe Rasenmähen :)


Ggfs. ist die Bremse (ab Werk) etwas überfüllt.
Stopfen am Bremsgriff entfernen, dann vorsichtig die Beläge ganz zurückdrücken.
Stopfen wieder montieren.
Kolben mobilisieren.
Anschließend Bremszange wieder montieren und dabei ausrichten. Dabei Drehmomentschlüssel (6Nm) verwenden.
Habe die Kolben vor dem Kürzen der Leitung soweit es ging zurückgeschoben. Ich würde jetzt nichts mehr riskieren, der kleine Spalt ist mit der Kombi mt5 + Dächle wahrscheinlich so wie es sein müsste. Schleiffrei ist meiner Ansicht nach in der Kombi nicht möglich, höchstens wenn sich das Rad ohne Last dreht.

Aber du hast natürlich Recht. Zu viel Öl kann das Schleifen begünstigen wenn die Kolben nicht so weit zurück können.
Das müsste man erstmal vergleichen mit einer Referenz Bremse.

Zum Drehmoment: ich hätte instinktiv mit 6-7NM angezogen aber Magura faselt was von 4NM, die ich sehr ungern eingestellt habe 😂
Bin wie viele eher derjenige, der zu fest schraubt.

Mahlzeit. Zum Ausrichten kann ich Dir sowas https://www.amazon.de/gp/product/B084TPVHX9?psc=1 empfehlen. Funktioniert tadellos und ich bekomme so meine MT5 immer schleiffrei eingestellt.
Würde ich es jetzt nochmal probieren, hatte ich sowas in der Art genommen, also vom Prinzip her. Dünnes Blech, Plexi etc. Hauptsache ein paar Zehntel dicker als die Scheibe.
 
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ber du hast natürlich Recht. Zu viel Öl kann das Schleifen begünstigen wenn die Kolben nicht so weit zurück können.
Das müsste man erstmal vergleichen mit einer Referenz Bremse.
... oder das tun, was ich beschrieben habe. ;)
Wichtig dabei ist, daß der Stöpsel am Bremsgriff entfernt ist und der Griff waagerecht steht.

Zu den Anzugsdrehmomenten:
Bremsscheibe 4Nm
Bremszange 6Nm und keinen Deut mehr!
Wenn Du mit 7 oder 8Nm arbeitest, ziehst Du Dir auf der "Zielgeraden" die Bremszange etwas schief und es schleift.
Ist es denn so schwer sich mal an Herstellervorgaben zu halten?
 
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Jep :)
Ich gestehe, das Einfädeln war mir nicht so wichtig, auch wenn ich denn Sinn sehe und direkt als angenehm empfunden habe. Ich fand die Fase rein optisch toll, noch eine auf der anderen Seite, bisschen Schärfen und man kann mit der Scheibe Rasenmähen :)



Habe die Kolben vor dem Kürzen der Leitung soweit es ging zurückgeschoben. Ich würde jetzt nichts mehr riskieren, der kleine Spalt ist mit der Kombi mt5 + Dächle wahrscheinlich so wie es sein müsste. Schleiffrei ist meiner Ansicht nach in der Kombi nicht möglich, höchstens wenn sich das Rad ohne Last dreht.

Aber du hast natürlich Recht. Zu viel Öl kann das Schleifen begünstigen wenn die Kolben nicht so weit zurück können.
Das müsste man erstmal vergleichen mit einer Referenz Bremse.

Zum Drehmoment: ich hätte instinktiv mit 6-7NM angezogen aber Magura faselt was von 4NM, die ich sehr ungern eingestellt habe 😂
Bin wie viele eher derjenige, der zu fest schraubt.


Würde ich es jetzt nochmal probieren, hatte ich sowas in der Art genommen, also vom Prinzip her. Dünnes Blech, Plexi etc. Hauptsache ein paar Zehntel dicker als die Scheibe.
Das empfohlene Blech ist zum Einstellen von V-Brakes und so überflüssig wie ein Kropf.
Rausgeschmissenes Geld.
 
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... oder das tun, was ich beschrieben habe. ;)
Wichtig dabei ist, daß der Stöpsel am Bremsgriff entfernt ist und der Griff waagerecht steht.
Ich habe momentan keinen Grund anzunehmen, dass ich zu viel Öl im System habe, deswegen macht es meiner Ansicht nach keinen Sinn auf Verdacht Öl abzulassen. Ich hatte noch nie eine mt5 und habe mir auch keine angeschaut um zu vergleichen wir weit der Kolben zurückfährt.
Ansonsten probiere ich es natürlich gerne.
Hab ja noch die alte mt2 aber das ist eine andere Bremse.

Ist es denn so schwer sich mal an Herstellervorgaben zu halten?

Im Handbuch stehen 4Nm für die Bremszange, also kann ich die Frage zurückgeben ;-)
Ne Mal im Ernst, ob 4 oder 6 ist bei jedem Teil am Bike einfach nur egal, solange es Alu ist. Aber loctite nicht vergessen :)
 
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Oh, es sind tatsächlich 6Nm laut Handbuch.
Mein Drehmomentschlüssel ist noch auf 6 eingestellt also habe ich auch mit 6 angezogen und Blödsinn geschrieben.

Was genau gibst du auf? Ist dann so schwer einen einfach darauf hinzuweisen anstatt sich provisorisch aufzuregen? :)
 
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