Chemins du Soleil - Teil 1 Thonon-les Bains nach Greonoble

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Unser Etappenziel das Hotel Sirene hatten wir gut ausgesucht. Auf den ersten Blick etwas heruntergekommen und in die Jahre gekommen. Dafür ist das Hotel aber traumhaft gelegen! Die Zimmer waren sauber, die Aussicht aus dem Dachfenster kaum zu toppen:
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Und kaum waren wir angekommen, fing es kurz zu regnen an. Aber das sollte uns nicht stören!

Das Essen war auch Klasse, auf der Terasse mit Sicht auf den See eine tolle Atmosphäre. Den Ausblick im Dunkeln möchte ich euch nicht verheimlichen:
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Diese Etappe war insgesamt 70 km lang, bei 1500 hm. Für Leute aus der Gegend hier: Wir haben auf dieser Etappe regelmäßig an an den Wald am Kassenfels gedacht. Der Wald, die Trails, der Boden - das passte einfach alles.
 

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Hier nun ein paar Bilder von der sechsten Etappe, vom Lac d'Aiglebelette bis Saint-Pierre d'Entremont. Die Etappe war nur 40 km lang, bei 1650 hm. Nur gibt es zwischen Saint-Pierre d'Entremont und Grenoble keine passende Unterkunft. So kamen wir früh an, hatten Zeit im Ort ins Cafe zu gehen bevor wir unser Quartier gesucht haben.
Morgens geht es direkt bergauf, langsam aber stetig. Erst mal ein Stück auf Straßen, signalisiert ist dann ein Waldweg neben der Straße:
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Wir entscheiden uns dann gegen das Abenteuer und fahren auf der parallel führenden Straße zu fahren. Sie führt ohnehin nur zu einzelnen Häusern am Berg. Und später sehen wir von der Straße aus auch dass der Wald gerodet wurde und wir wahrscheinlich hätten umkehren oder die Räder über gefällte Bäume hätten tragen dürfen.
Auf dem Bid schön zu erkennen: wir müssen nach oben, ungefähr dorthin wo die Wolke sich am Hang langschlängelt. Aus der Entfernung ist nicht abzuschätzen wo es langgeht...
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Aus halber Höhe gibt es noch mal einen Blick auf den Hang und die Wolke.
Aus der Asphaltstraße wird ein Schottersträßchen, dann geht es links ab in den Wald. Genau an der Abzweigung noch ein Wasserfall. Aktuell mit wenig Wasser.
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Danach wird es technisch anspruchsvoller, teils auf und teils steil bergab. Teilweise schieben wir bergab, sicher ist sicher.
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Zwischendurch geht es auf Schotterstraßen weiter, mit einer tollen Aussicht:
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Aber auch wieder traillastig auf den wohlbekannten Kalksteinen runter. Immerhin, im Stil der CDS gibt es Hinweise auf gefährliche Stellen:
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In Entre-Deux-Guiers erwischen wir kurz vor 12 Uhr noch einen offenen Laden bei dem wir unser Mittagessen einkaufen können. Und wir können in der Touristinfo noch ein Zimmer in Saint-Pierre-d'Entremont reservieren.
Weiter geht es den letzten Aufstieg zu meistern. Vorher scheint es uns noch ins obere Donautal zu verschlagen :)
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Auf einer uralten Straße - Schilder künden von einer Römerstraße - geht es steil (teilweise schiebend) bergauf. Der Eingang zu eine Besucherhöhle ist hier und eine große Widmung am Fels:
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Nach einer kurze Auffahrt auf Straße geht es weiter auf Schottersträßchen, mal im Wald mal neben Wiesen:
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Weiter gehts im Wald, ziemlich schattig.

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Zwischendurch fahren wir durch Corbel, hier mal wieder eine schöne Aussicht:
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Nicht erschrecken, diese Stelle hier war nur kurz - ging aber bergauf um eine Wiese herum.
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Von der Wiese aus sah der Weg schon viel freundlicher aus:
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Das letzte Stück des Wegs führt dann über eine schmale Straße mit Autoverkehr. Dort ein Blick auf die alte Straße auf der anderen Seite des Tals:
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Mittlerweile gibt es einen Tunnel... Ob die alte Wegführung noch genutzt werden kann?

Nun, nach nur 40 km Wegstrecke, aber einigen Höhenmetern kamen wir recht früh in Saint-Pierre d'Entremont an. So konnten wir noch in ein Cafe gehen, dann unsere Unterkunft suchen. Nun, ich hatte mir den Namen der Unterkunft nicht gemerkt - den Zettel von der Touristinfo noch dazu verlegt und so hatten wir unsere liebe Mühe damit. Die Unterkunft war bei der Marie, nur gab es derer zwei! Den Ort gibt es doppelt, zwei Maries, zwei Bäcker, zwei... Pro Departement eins. Tja, was die französische Aufteilung in Departements so macht.

Im Ort gibt es einige Unterkünfte, Herbergen und Hotels. Aber auch dieser Ort scheint seine beste Zeit hinter sich zu haben. Wer also eine Unterkunft sucht, sollte in der Regel auch kurzfristig etwas finden.

Wir machen uns auf den Ort zu erkunden und gehen essen. Direkt vom Restaurant aus ist noch ein schönes Alpenglühen zu sehen:
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Dann noch eine Gute Nacht für die letzte Etappe nach Grenoble. Diese sollte anders verlaufen als erhofft.
 

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Ja, das war mit dem es kam anders als erhofft gemeint. Nun, wir hatten ja Zeit, die Berge runterzuschieben... o_O
Nun, Details folgen noch. Interessanterweise hatten wir zu dieser Etappe einen anderen Track (von gpsies), der auf einem anderen als dem ausgeschilderten Weg führte. Nur sind wir der offiziellen Route gefolgt und hatten dann etwas Frust statt Abfahrtsspaß.
 
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Nun komme ich endlich zum letzten Teil der Etappe nach Grenoble. Wie schon angedeutet, kam es anders als gedacht.
Die Etappe war 44 km lang und hatte 1100 hm. So kurz, dass wir in Grenoble in den Zug gestiegen sind. So kamen wir bis nach Thonon-les-Bains und haben uns dort ein Quartier gesucht.

Wenn nicht die Abfahrt nach Grenoble gewesen wäre, so hätte diese Etappe einen schönen Abschluss unserer Tour abgegeben. Aber dazu mehr. Der erste Teil führte uns unspektakulär auf die Hügel vor Saint-Pierre-de-Chartreuse. Langsam aber stetig steigend bergauf auf meist breiten Wegen.
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Hier gleich zwei Ausnahmen: Wanderer waren unterwegs und die Steigung war nicht fahrbar.
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Zwischendurch mal ein Skigebiet...

Nach Saint-Pierre-de-Chartreuse ging es dann leicht spaßig aber kurz bergab an einem schönen Picknickplatz an der Kapelle vorbei:
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Im Ort konnten wir Wasser fassen (Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auch).
 

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Danach habe ich kaum noch Fotos gemacht. Die Auffahrt eher zum kilometerfressen, der Pass war unspektakulär, ohne Aussicht in einem weiteren Skigebiet, zur Abfahrt komme ich gleich noch. Waldig ging es meist bergauf:
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Meist war alles zu fahren, Schiebestrecken selten.

Am Col de Porte gibt es Restaurants (Skigebiet), und da wir ausnahmsweise auch zur Mittagszeit an einem Restaurant ankamen haben wir dort noch etwas gegessen. Dann ging es eigentlich nur noch bergab. In der Beschreibung ist die Abfahrt als schwierig klassifiziert, wir waren also gewarnt. Aber in der Openstreetmap findet sich keine Klassifizierung. Wege sind vorhanden aber meist ohne Einstufung in der Singletrailskala.
Nun, wir fahren ab - erst mal auf sandig-erdigen Wegen. Das kannten wir gar nicht. Bisher herrschte Kalkstein vor. Am Anfang war es für uns gut fahrbar, dann wurde es steiler.
Ab Le Croz wurde es schwieriger den Weg zu finden. Wir hatten hier zum ersten Mal mit unterschiedlichen Tracks zu kämpfen! Der GPS-Track aus Gpsies verlief anders als der offizielle Weg. Nun wir sind dem offiziellen Weg gefolgt. Was ich im Nachhinein dem Normalradler nicht empfehlen kann. Ein paar kleine Abzweigungen haben wir verpasst (immer aufs GPS achten, die Schilder sind schwer zu finden!). Ab Les Guillets ging es steil bergab. Auf Sandwegen mit losen Steinen. Die Steine In der Regel faustgroß oder größer und sehr locker. Wer daran Freude hat, weiß ich nicht. Wir jedenfalls nicht. Also einige 100 hm heruntergeschoben. Selbst Gehen fiel uns schwer, da die Steine unter den Schuhen gerne wegrollten. Bei 25 % Gefälle (nach GPS) auch kein Wunder. Wir wollten jedenfalls keinen Sturz auf der Strecke riskieren und haben die Räder heruntergeschoben. Frustriert sind wir dann weiter auf der Straße nach Grenoble gefahren.

Den Abschluß unserer Route haben wir uns anders vorgestellt:( Hier kann ich nur empfehlen, sucht euch eine Route für die Abfahrt aus! 1000 hm mit wenig Spaß sind es nicht wert. Dann lieber das Rennrad aus dem Rucksack rausholen auf Straße abfahren.o_O

In Grenoble ging es dann per Bahn weiter. Mit mehrmaligem Umsteigen sind wir kurz nach Sonnenuntergang in Thonon-les-Bains angekommen.

Am nächsten Morgen noch eine kurze Etappe zum Auto, Einladen und dann auf nach Hause. Unter der Woche, außerhalb des Hauptreiseverkehrs sind wir ohne Stau oder weitere Probleme gut durchgekommen.

Fazit: Wenn man den letzten Tag (die letzte Abfahrt) absieht eine landschaftlich schöne "Mittelgebirgsstrecke". Wer Hochalpines erwartet, ist auf der ersten Etappe fehl am Platz. Was nicht heißen soll, dass die Strecke nicht reizvoll ist! Die anderen Etappen scheinen anders angelegt zu sein, schaut bei Stunzi alias Alpenzorro nach!

Mal sehen, ob wir nächstes Jahr den nächsten Teil unter die Räder nehmen werden. Noch ist nichts entschieden :confused:

Schreibt mal eure Erfahrungen auf! Sind die anders als meine?
 

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