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Cyclocross/Gravelbike vs XC vs E-Bike zum Pendeln

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Ich bräuchte mal eine erfahrene, begründete Einschätzung. :)

Folgende Situation:
Mein Arbeitsweg ändert sich und beträgt neu 33km/300hm statt 14km/400hm, einfache Strecke.

Bisher bin ich im Prinzip täglich mit dem 15kg Enduro-HT zur Arbeit gependelt und habe auf dem Hin- und Rückweg jeweils noch den einen oder anderen Trail mitgenommen. Das wird so nun wohl nicht mehr funktionieren, wenn ich irgendwann noch im Büro ankommen will. Ich werde also wohl das Bike wechseln müssen.

Hintergrundinformation Aufbau aktuelles "Do-it-all-Pendel-Enduro-HT":
Cotic BFE
DVO Diamond 160
Maxxis DD-Reifen vorne und hinten

Die Frage, die sich mir jetzt stellt: mit welchen Geschwindigkeitszuwächsen respektive mit welcher Zeitersparnis kann ich rechnen, wenn ich auf einen Cyclocrosser/Gravelbike/XC-Bike umsteige? Komme ich damit in Bereiche, die ein Pendeln in greifbare Nähe rücken, oder wird es nüchtern betrachtet wohl oder übel auf ein S-Pedelec hinauslaufen (müssen)?

Generell würde ich mich aktuell als recht fit einschätzen. Die 14km/400hm sind (inklusive Trails) in etwa 50 Minuten absolviert, wenn ich auf die Trails verzichte und auf Zeiteffizienz gehe (12.5km/300hm) sind es je nach Tagesform 35-40 Minuten.
Aber: Vor ein paar Monaten habe ich eine Testfahrt von einer anderen Wohnung absolviert, 40km/1000hm. Das hat mich (mit dem Enduro, das HT war in der Reparatur) knapp über 2 Stunden gekostet. An Arbeiten direkt im Anschluss wäre aber nicht zu denken gewesen, zu ausgelaugt.

Ich frage mich deshalb, wieviel Kraftersparnis und wieviel Zeitgewinn mir der Umstieg auf generell leichteres Bike bringen würde, und ob ein Cyclocrosser gegenüber einem leichten XC 29er tatsächlich nochmal einen signifikanten Geschwindigkeits- und Effizienzvorteil bringen würde.

Was meint ihr? Bin gespannt auf Input! :)
 

RISE

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Den Unterschied zum Enduro Fully wirst du deutlich merken und wenn der Arbeitsweg nicht gerade über technische Trails führt, wirst du mit dem Crosser aufgrund der arodynamischeren Sitzposition auch nochmal einen Vorteil gegenüber dem XC-Bike herausholen.
Falls die Wege gut befestigt sind, könntest du sogar über einen Endurance Renner mit 28 oder 30mm Reifen nachdenken. Bringt dann ggü. dem Crosser aber sicherlich keine Quantensprünge mehr.
Ein XC-Rad würde ich nur dann in Betracht ziehen, wenn du tatsächlich auch mal einen Umweg nehmen und anspruchsvollere Trails fahren willst. Leichte Singletrails sind auf dem Crosser mit etwas Fahrtechnik aber auch machbar. Auf den normalen Wegen dürfte der Crosser allerdings erheblich mehr Spaß machen.
 
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Auch mit einem Crosser/Graveler oder Rennrad sind 33 km Pendelstrecke nicht wenig. Wenn du nicht duschen und nicht zu ausgepowert sein kannst/willst bist du auch 1:15-30 h unterwegs. Hängt natürlich alles vom Fitnesszustand ab und bestimmt gibt es Leute die einen 30er Schnitt zur Arbeit ohne Probleme fahren. Ich würde eher mit 23/24/25 rechnen, damit gehörst du schon zu den Schnellen nach meiner Erfahrung.
 
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Mit einem Pendelcrosser wird die Strecke sicherlich bequemer zu fahren sein, als mit einem MTB, aber bei 33km einfach würde ich e-Unterstützung auf jeden Fall ins Auge fassen.

Wenn ich mit mit dem Rad (Kona Rove St) ins Büro fahre sind das 25km/100hm einfach in ca. 75min brutto und da kann die Rückfahrt schon unangenehm werden, wenn es Gegenwind gibt und ich schon den Tag/die Tage davor mit dem Rad im Büro war. Die zusätzlich nötige Nahrungsaufnahme sollte man nicht unterschätzen, sonst gibt es am Folgetag spätestens bei der Rückfahrt schnell eine unangenehme Überraschung.
 
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Danke für die Antworten! :)

Duschen ist kein Problem, entsprechende Infrastruktur ist vorhanden.
Mehr Sorgen macht mir die Zeit- und Fitnesskomponente. 75-90 Minuten einfach ist schon eine Hausnummer, da bin ich bei 3h täglich, wenn ich auch wieder zurückfahren würde. Luft für viel anderes ausser Velofahren bleibt da nicht mehr...
Im Idealfall wäre der Zeitaufwand bei 1-1:15h. Aber in Anbetracht der bisherigen Aussagen ist das wohl selbst mit dem Cyclocrosser keine kontinuierlich erreichbare Zeit, erst recht nicht bei täglichem Fahren. Und wenn ich dann in Gefahr laufe, aufgrund des hohen Zeitaufwands eher auf den ÖV auszuweichen, dann hätte ich wohl besser ein E-Bike genommen.

Hm. Ehrlich gesagt kämpfen da nun ein wenig der Ehrgeiz mit dem Wunsch nach Freizeit. Schwierig.
Das XC-Bike ist auf jeden Fall raus, das Gravelbike auch. Entweder Cyclocrosser und vermutlich 2-3mal die Woche mit Pausetagen dazwischen, oder E-Bike und täglich.

Mal schauen, ob ich irgendwo ein Cyclocross-Bike für ein WE ausleihen kann, um einen Eindruck zu bekommen...
 
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Bei der Strecke würde ich vermutlich auch zum Ebike greifen. Der Trainingseffekt ist da auch noch ausreichend, aber man hat ein Backup für Gegenwind oder wenn einen mal völlig die Motivation verlässt.
Und dann was mit ordentlich Schutzblechen, Licht und Gepäckträger.
Wenn du das ganze Jahr fährst, am besten mit Nabenschaltung oder so etwas. Das sind ja 15.000km im Jahr, da würde ich etwas sehr wartungsarmes nehmen
 

0plan

Alteisenbeweger
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Ich habe 60km einfache Wegstrecke. Ich bin in den letzten Jahre beinahe täglich wahlweise die letzten 10, 20 oder 30km mit dem Rad gefahren. Das Stück bis dorthin mit dem Auto.

Erfahrung für mich daraus:
10km einfache Strecke täglich sind kein Ding. Selbst wenn es schüttet oder kalt ist.
20km wären für mich die Grenze für täglich. Da merke ich gegen Ende der Woche dir Beine.
30km sind toll im Sommer, wenn's hell, warm, trocken ist. Aber bitte nicht jeden Tag, da fehlt die Zeit.
Die ganze Strecke 60km einfach fahre ich nur einmal im Jahr. Macht einen Unterschied, ob man 120km am WE fährt oder ob ein Arbeitstag mittendrin ist.

Das E bringst zeitlich nur wenn's eins mit Kennzeichen ist. Deutlich schneller macht dich so ein 25km/h Pedelec nicht, es bringt dich nur an schlechten Tagen kommoder heim.
 

Frolleinchen81

#nevernotriding
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Hello - in deinem Fall würde ich auch auf E-Bike setzen! Ich halte das für die einzig realistische Möglichkeit, wenn du wirklich täglich pendeln möchtest. Aber selbst da kommt ein bisschen was an Zeit zusammen! Mein Mann hat 35km pro einfache Strecke (und geschätzt 450hm) und ist auch relativ fit, fährt aber trotz Leichtgewicht Cyclocross-Waffe nur ca. 1/Woche, weil 70km pro Tag Plus ein (harter) Arbeitstag eben doch eine Ansage ist. Zum Thema Zeitaufwand: eigentlich ist es ja Freizeit, denn vermutlich verbringst du werktags keine 3h auf dem Velo?! Workout hast du dann auch schon. Wenn du allerdings noch Familie und andere Hobbies pflegen möchtest, wird es zeitlich eng.
 

Sven_Kiel

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Ich fahr aktuell 12km eine Strecke zur Arbeit und habe 100hm zu bewältigen und finde das recht knackig, wenn man es jeden Tag durchzieht...egal welches Wetter. Fahre im Winter mit dem Crosser und aktuell wieder mit dem Rennrad und brauche eine halbe Stunde für alles, habe aber auch einen Spind im Job und eine Duschmöglichkeit, die ich jeden Tag nutze. XC würde ich nicht fahren, weils mir zulange dauert.
E-Bike ist sicherlich das Vernünftigste, wenn man keine Dusche hat aber bei langsamer Fahrweise mit dem Rennrad gehts auch mit Katzenwäsche ;-)
 
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Interessantes Thema, da es mich auch betrifft bzw. bald noch härter und zu dem ich glaube ich auch was beisteuern kann.
Leider sind E-Bikes/Pedelecs hier in der Rubrik nicht allzu bekannt&beliebt und es herrschen einige Vorurteile, obwohl sie gerade in so einem Fall bzw. bei täglich mittellangen Strecke große Vorteile bieten.
Wie Du zum Glück scheinbar schon selbst gemerkt hast, brauchst Du wenn ein S-Pedelec, ein 25er bringt Dir auf Deiner rel. flachen Strecke und mit Deiner Fitness nichts.

Ich habe (noch) 22km mit ca. 150Hm einfach ins Büro und fahre das seit 6 Jahren (fast) täglich hin und zurück mit einem S-Pedelec und brauche daher kein eigenes Auto/das meiner Frau reicht uns. Klar kann man 22km auch noch mit dem Bio-Bike fahren, aber jeden Tag zweimal das ganze Jahr über und über 6 Jahre machen/schaffen das wohl nur die wenigsten, ich selbst hätte es wohl noch drei Wochen geschmissen oder es max. auf wöchentlich im Schnitt 1x im Winter und vielleicht 2x im Sommer gebracht. Mit dem S bin ich heute immer noch motiviert.

Generell überschätzt man den Zeitvorteil gerne, wichtiger ist der psychische Vorteil; Gegenwind, leichte Steigungen, Müdigkeit oder ein paar Wolken oder leichter Regen verlieren ihren Schrecken und die Strecke per Rad erscheint einem gegenüber Stau oder unzuverlässigem ÖPNV fast immer die bessere Wahl/mehr als mit dem Bio-Bike, zumindest bei nur 22km bzw. 35-40min.

Dass S-Fahren in D eine Grauzone ist und 100% legal UND sicher fahren schwierig und Feld&Waldwege offiziell tabu, weißt Du vermutlich schon. In der Praxis spielt das als Pendler keine große Rolle, da in D werktags in der Rush Hour nur wenig andere Radler oder Spaziergänger unterwegs sind und am 1. Mai auf dem Donauradweg wird ein Pendler mit S kaum unterwegs sein und mit Tempo 45 Kinder und Mütter überfahren (auch wenn manche S-Gegner manchmal dieses Horrorszenario bemühen).

Bei 33 oder bei mir ab Herbst dann leider 38km ist es schon nicht mehr ganz so rosig. Derzeit geht es bei mir selbst bei Mistwetter, also Kälte+Regen, ich zittere dann erst kurz vor zuhaus, aber mit dann noch 20 oder 30min zu fahren ist das meiner Erwartung nach dann manchmal schon nicht mehr so lustig bzw. gesund, wie ja auch schon angesprochen wurde. Ich habe daher jetzt erstmal (gerade nach den letzten ekligen Wochen) in bessere Kleidung und Schuhe investiert

Generell ist auch das Vorurteil Quatsch, dass man bei einem Pedelec bzw. S nichts schaffen müsste und das Rad quasi von alleine fährt. Die meisten Fahrer motiviert ein S/der Geschwindigkeitsrausch (anders als beim 25er) sogar, sich besonders oder sogar etwas mehr anzustrengen als auf dem Bio-Bike. Die Belastung ist daher meist ähnlich hoch wie auf dem Bio-Bike, nur eben kürzer. Je nach Antrieb, Streckenprofil und Fahrweise entspricht eine Strecke mit dem S etwa 50-70% davon mit dem Bio-Bike. D.h. eine Strecke von 33km mit dem S ist in jedem Fall eine höhere Leistung/ein größeres Training als eine vergleichbare Strecke von 14km mit dem Bio-Bike. Ausnahme, auch wenn bei Deiner flachen Strecke nicht entscheidend: Berge/Steigungen, hier hilft der Motor überproportional, vor allem schweren/übergewichtigen Fahrern wie mir. Wenn ich mit dem Gravelbike ins Büro fahre, bin ich eigentlich immer noch flott und motiviert unterwegs, bis auf die Steigungen, wo ich total einbreche und der Unterschied zum Pedelec erschütternd ist, wo auch 10 oder 15kg Übergewicht kaum was ausmachen.

Ein S ist nicht für extrem schwierige Wege geeignet (die man eher mit dem MTB macht) oder für extrem bergige (da ist dann der Gewinn zu einem 25er Pedelec zu gering/nicht mehr lohnend) und für schlechtere Wege ist ein Hinterradmotor nicht so gut aufgrund des sehr schweren ungefederten Hinterrades. So wie Du Deine Strecke bisher beschreibst, wäre ein S mit Mittelmotor passend.

Ein Gravelbike macht wenn die Strecke nicht zu schwierig ist/zu sehr nach MTB ruft und es maximal gute bis mittelmäßige Waldwege sind sicher mehr Laune/zischt spürbar besser, aber die Zeitersparnis und psychische Erleichtung wird nicht an die eines S herankommen. Mit dem S kannst Du Deine neue Stecke in 1h schaffen bei nicht zu schlechten Wegen und mit den meisten Rädern mit einer Akkuladung (für den Rückweg also Nachladen nötig, hin+zurück mit guter Unterstützung geht allenfalls mit teuren Doppel-Akku-Rädern).
Allerdings spielt gerade mit der Zeit auch die Abwechslung eine große Rolle, sprich der Reiz unterschiedlicher Räder (evtl. mit jeweils leicht drauf angepasster Strecke). Ich bin jetzt für den Umzug ins neue Häusle/die Verlängerung von 22 auf 38km gleich mit drei Rädern aufgestellt, zwei recht unterschiedliche S (klingt nach Luxus, aber das zweite war einfach ein zu gutes Schnäppchen…) und einem Gravelbike und ich werde alle drei im Wechsel nutzen, wenn auch die S sicher mehr, vor allem im Winterhalbjahr. Ich hab allerdings auch die Bahn parallel, die ich kostenfrei nutzen kann; der bisherige Plan ist, morgens immer mit der Bahn hin und nachmittags/abends mit dem Rad zurück und wenn die Bahn mal zu sehr nervt/zu spät ist/ausfällt, hab ich das Rad (und vollen Akku) als Backup. Aber ohne die Option Bahn hätten wir das Haus wohl nicht so weit weg nehmen können. Ob der Plan gut funktioniert, kann ich dann in 1-2 Jahren sagen...
 
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RISE

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Danke für die Antworten! :)


Im Idealfall wäre der Zeitaufwand bei 1-1:15h. Aber in Anbetracht der bisherigen Aussagen ist das wohl selbst mit dem Cyclocrosser keine kontinuierlich erreichbare Zeit, erst recht nicht bei täglichem Fahren.
Also die Strecke ist dem Crosser durchaus zu meistern, in der Zeit von 1 -1:15h bist du dann aber schon ambitioniert unterwegs. Ein 30er Schnitt geht, wenn man nicht wirklich trainiert ist, nicht spurlos an einem vorbei. Ein guter 20er/25er Schnitt ist unter idealen Bedingungen nicht unrealistisch. Kritisch wird es, wie von einigen erwähnt, natürlich bei miesem Wetter. Regen ist noch nicht das Problem, aber Wind, Matsch und jede Form von Glätte bremsen dich natürlich aus.

Über E-Antriebe weiß ich nichts, aber ein MTB würde ich bei den Anforderungen und täglichem Pendeln nur nehmen, wenn mir der Sinn nach völliger Erschöpfung steht. Und das schon montags. Vor dem Rückweg. :D
 
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Ich kann auch mal was dazu schreiben. Im Frühling und Sommer pendel ich mit einem Rennrad einfache Strecke 44km ins Büro. Auf dem Hinweg sind es knapp 300hm, Rückweg knapp 400hm. Mit 200W Durchschnittleistung schaffe ich auf dem Hinweg einen 30er Schnitt. Rückweg meist ähnlich schnell aber mit etwas mehr Leistung.

Ich fahre das 2-3 mal in der Woche wenn das Wetter mitspielt. Die ganze Woche habe ich auch schon gemacht, aber das wird dann schon hart.

Jetzt habe ich mir ein Crossbike zugelegt, da die Radwege doch stellenweise sehr schlecht sind. Bei dem Profil bin ich mit dem Crosser und 32 Conti4Season annähernd gleich schnell wie mit dem Rennrad. Der Crosser wiegt fahrfertig auch nur 8,4kg, das Rennrad 7,6.

Ich denke ein Crosser ist eine gute Alternative, ein EBike käme für mich schon aufgrund der 25km/h Beschränkung nicht in Frage.
 

talybont

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Ohne Motor und mit vertretbaren Aufwand (ohne Duschen) halte ich einen Schnitt von 20-23 km/h für realistisch. Das bekomme ich zwischen Darmstadt und Mannheim auf 50 km einfach hin. Auf der Strecke Wiesbaden - Mainz sind es eher 18-21 km/h - in Mannheim noch weniger.
Da ich den Spass nun schon seit über 10 Jahren treibe: länger als 1h am Stück halte ich für ambitioniert und ohne radspezifische Kleidung für Unfug. Darunter tun es auch angepasste Altagsklamotten.

Wenn ich eine vergleichbare Strecke mit Dropbar statt Flatbar fahre (ähnliche Bereifung), bringt mir das etwa 1-2 km/h, das meiste durch Gegenwind, an Zeitersparnis. Ein Aeroauflieger bringt noch mal 1-2 km/h. Somit fallen alle MTBs für mich als Pendlerräder raus, da ich keinen Bikepark zwischen Wohnung und Bahnhof habe.

Wenn ich jetzt regelmäßig über 1h je weg fahren müsste, wäre ein Pedelec eine Option (sicherer Stellplatz vorausgesetzt), sehe das wie @jodi2 . Wenn ich aber nur max. 30-40 Minuten einfach unterwegs bin, geht das auch locker ohne Strom.
 
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Duschen ist kein Problem, entsprechende Infrastruktur ist vorhanden.
Mehr Sorgen macht mir die Zeit- und Fitnesskomponente. 75-90 Minuten einfach ist schon eine Hausnummer, da bin ich bei 3h täglich, wenn ich auch wieder zurückfahren würde. Luft für viel anderes ausser Velofahren bleibt da nicht mehr...
Im Idealfall wäre der Zeitaufwand bei 1-1:15h. Aber in Anbetracht der bisherigen Aussagen ist das wohl selbst mit dem Cyclocrosser keine kontinuierlich erreichbare Zeit, erst recht nicht bei täglichem Fahren. Und wenn ich dann in Gefahr laufe, aufgrund des hohen Zeitaufwands eher auf den ÖV auszuweichen, dann hätte ich wohl besser ein E-Bike genommen.

Hm. Ehrlich gesagt kämpfen da nun ein wenig der Ehrgeiz mit dem Wunsch nach Freizeit. Schwierig.
Das XC-Bike ist auf jeden Fall raus, das Gravelbike auch. Entweder Cyclocrosser und vermutlich 2-3mal die Woche mit Pausetagen dazwischen, oder E-Bike und täglich.

Mal schauen, ob ich irgendwo ein Cyclocross-Bike für ein WE ausleihen kann, um einen Eindruck zu bekommen...

Ich weiß leider nicht, wie dein Fitnesszustand ist, daher kann ich nur von mir sprechen.
ich pendle normal 3x die Woche mit dem Rad zur Arbeit und habe eine vergleichbare Wegstrecke zu bewältigen:
Variante 1: 29km, 270hm
Variante 2: 32km, 250hm
V1 fahre ich meist mit dem Crosser oder 29er CC-Bike und brauche morgens gemütlich 1:05+-5min
V2 ist rein Straße und wird mit dem RR bewältigt -> morgens, gemütlich: 1:05 +-5min
heimwärts, je nach "Gemütszustand" auf gleichem Wege 5-10min schneller.

ob Crosser oder 29er CC-bike macht imho keinen großen Unterschied von der Durchschnittsgeschwindigkeit. Ich für mein Empfinden würde sagen, dass beide etwa gleich "schnell" sind.

wenn ich den Arbeitsweg mit dem Auto bewältige benötige ich je nach Verkehr 25-35min (muss leider durch zwei Dörfer, mit Ampeln etc durch).
somit ist die tägliche Netto-Zeitabweichung lediglich bei knapp über 1h mit dem Rad.
Duschen etc lässt sich gut optimieren, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.

mit einem E-bike (25er) ist man auf der Wegstrecke (mMn) keinesfalls schneller unterwegs, sofern man selbst halbwegs fit ist.

die Grundsatzfrage ist halt immer - lässt es die eigene Motivation zu und bin ich bereit mich zu organisieren.
 
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Dass ein 25er E-Bike hier nix bringt, darüber sind wir uns ja alle einig. Ob es ein schnelles S E-Bike mit all seinen Nachteilen sein sollte, hängt auch davon ab, wie oft und wie "zuverlässig" die Strecke gefahren werden muss/soll. Wenn die Strecke eher nach Laune und Wetter und nicht jeden Tag geradelt wird, reicht das Bio-Bike, wenn man aber täglich und über Jahre drauf angewiesen ist, liegt das S wie oben beschrieben deutlich vorne. Wobei bei der Streckenlänge auch dann noch ab und zu ein Backup über Bahn oder Auto sehr hilfreich ist...
 
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Exzellenter Input, danke vielmals an euch! :)

Duschen und Velokleider sind fester Bestandteil. Ich habe nicht vor, so gemütlich zu fahren, dass ich nicht ins Schwitzen komme. Das war auch die letzten 6 Jahre mit 14km/400hm und dem Enduro-HT schon so, das wird sich nicht ändern. Ich sehe das Ganze als Möglichkeit, die Zeit im ÖV mit Sport zu ersetzen, und entsprechend fahre ich auch.

Der Fitness-Level dürfte deutlich überdurchschnittlich sein. Ich kann es aber bei einem Cyclocrosser nicht recht einschätzen, weil ich die letzten 20 Jahre nur MTB gefahren bin. Generell stimmt mich aber optimistisch, dass 1:15h realisierbar scheint.

Deshalb wird es nun wohl ein Cyclocrosser, kein E-Bike.
Jetzt kommt sowieso erstmal der Sommer, da ist es mit der Motivation normalerweise kein Problem. Es vermeidet ausserdem die unklare Rechtslage beim S-Pedelec und lädt sich leichter ins Auto ein (wir gehen 2-3x pro Woche Bouldern, und ich werde morgens zur Arbeit fahren, abends dann die 10km zum Bouldern und mich dort mit meiner Frau treffen, danach dann zusammen mit dem Auto heim). Wenn mir im Herbst dann die Motivation ausgehen sollte, kann ich immer noch ein S-Pedelec ins Auge fassen.

Der Plan ist deshalb erstmal:
  • erstmal nur so fahren, dass es sich mit dem Bouldern überlappt, da es dann nur noch 10km abends sind statt 33. Wenn das problemlos geht (wovon ich ausgehe)...
  • ... dann kann ich entweder einen zusätzlichen Tag dazunehmen oder an einem Tag hin, am nächsten abends zurück
  • generell strebe ich 3 Bike-Tage und 2 Regenerationstage an
  • meinen Rucksack etwas zu optimieren und doch mal ein Schloss fest am Arbeitsort zu lagern statt jeden Tag 3kg zusätzlich spazierenzufahren und vielleicht auch das Werkzeugsortiment etwas auszudünnen
  • Steck-Schutzbleche besorgen :D
Macht das Sinn?

Zum Thema Bike:
Ich habe von der Geometrie keine Ahnung. Auch von den Komponenten nur rudimentär. Nach dem Lesen einiger Reviews ist mein bisheriger Favorit das Kona Super Jake. Grund ist die wohl sportliche, aber nicht zu race-lastige Geometrie, die es zu einem guten Bike für Einsteiger (20 Jahre MTB... ich bin sowas von Einsteiger...) machen soll, aber gleichzeitig auch wirklich schnelle Gangart zulassen soll. Nur für den Renneinsatz sei es nicht optimal, aber der steht eh nicht an.
Alternativ würde mir - rein vom Werbetext im Newsletter - das neue Knolly Gravelbike gefallen. Aber da ich es bald brauche und ich eben zu wenig Ahnung von der Geometrie habe um wirklich beurteilen zu können, ob der Werbetext nun Recht hat oder nicht, werde ich da wohl meine Finger davon lassen. Auch wenn ich mein Delirium liebe. ;)
 
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Das klingt alles gut, ich würde es genau so machen wie Du.

Zu den möglichen Bikes kann Dir niemand eine sinnvolle Empfehlung aussprechen, außer sie selbst Probe zu fahren. Das ist wirklich der einzig sinnvolle Tipp den man Dir geben kann. Jeder empfiehlt in der Regel sein eigenes Bike, das hilft Dir aber nicht wirklich weiter.
 

RISE

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Wenns in Richtung sportliches Fahren gehen soll, ist ein Crosser nicht verkehrt. Alternativ kann man ein Modell der Scott Addict Gravel Serie ins Auge fassen, die sind wohl auch eher für schnelles Fahren gemacht und auch sehr schick. Biker-Boarder bietet derzeit einen early bird Rabatt von 7% auf die Räder, da kann man also noch etwas sparen oder gleich noch die Steckbleche dazukaufen.
 
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Das Super Jake ist sicher ein geiles Rad aber schweine teuer und von einer Einsteigergeometrie kann nicht wirklich die Rede sein. Es hat ein sehr niedriges Stack und das Cockpit ist dann eher tief. Wenn du bisher nur MTB gefahren bist wirst du dich wahrscheinlich nicht auf Anhieb drauf wohl fühlen wenn du gleich so sehr aufs Ganze gehst. Wenn du beim Jake den bei den kleineren Größen den STR ausrechnest kommt da ein Wert von um die 1,43 heraus das ist schon sehr sportlich.
 
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27. Februar 2004
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Deshalb wird es nun wohl ein Cyclocrosser, kein E-Bike.
Jetzt kommt sowieso erstmal der Sommer, da ist es mit der Motivation normalerweise kein Problem. Es vermeidet ausserdem die unklare Rechtslage beim S-Pedelec und lädt sich leichter ins Auto ein (wir gehen 2-3x pro Woche Bouldern, und ich werde morgens zur Arbeit fahren, abends dann die 10km zum Bouldern und mich dort mit meiner Frau treffen, danach dann zusammen mit dem Auto heim). Wenn mir im Herbst dann die Motivation ausgehen sollte, kann ich immer noch ein S-Pedelec ins Auge fassen.
Ja, das ist ein guter Punkt und bei uns ähnlich, ich treffe meine Frau mit dem Auto auch fast jede Woche irgendwo und dann muss das S mit nach Hause. Da wir einen Kastenwagen haben, ist das supereasy, aber im Moment denken wir gerade über ein neues Auto nach, vorzugsweise Elektro und da gibt es kaum was großes/hohes und die Autoauswahl nur rein nach 1x die Woche Radtransport auslegen ist auch doof. Aber ein fast 30kg S in normalen PKW ist kein Vergnüngen.
Ein 8-9kg Gravelbike bekommt man dagegen in viele Autos noch probelmlos rein und mit Laufrädern rausnehmen dann in jedes und das dauert hier nur Sekunden.

Und kein S weil "Ruhetage" geplant bzw. möglich sind passt auch!
 
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Reiner Crosser für diese Streckenlänge>>>Probefahren, Probefahren, Probefahren! Ist meine persönliche Meinung,bevor es mittelfristig unkommod wird. Wenn du Erfahrung mit Dropbarbikes hast weißt du was auf dich zukommt, ansonsten siehe oben.
Ich hätte S-Pedelec gesagt, hier ist ggf. der Zusatznutzen je nach Modell und Ausstattung nicht zu vernachlässigen (Transportkapazität usw.)
 

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Alteisenbeweger
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Ich bin ganz froh über richtige Schutzbleche am Arbeitsrad. Es ist ein grosser Unterschied, was breite, lange, sauber montierte Bleche, ggg. mit Schmutzlappen gg Steckblechen leisten. Auch das Rad bleibt viel sauberer.
Musst du natürlich mit deiner Strecke und dem Transport im Auto ausmachen, aber es gibt viele Tage, an denen man morgens nicht weiss, ob's abends trocken ist und da machen solche Bleche einen schlanken und trockenen Fuss.

Würde auf jeden Fall darauf achten, dass das Rad sowas problemlos zulässt.

Licht ist auch ein Thema. Ich bin akkubeleuchtet unterwegs, aber vorn kann das auch lästig sein.
 
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