Der Fall Patrick Moster und die olympische Idee: Stellungnahme des Lexware Mountainbike Teams

Der Fall Patrick Moster und die olympische Idee: Stellungnahme des Lexware Mountainbike Teams

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Am vergangenen Mittwoch wurde das Rennrad-Zeitfahren der Olympischen Spiele leider von einer rassistischen Bemerkung des BDR-Funktionärs Patrick Moster und der kläglichen Reaktion von DOSB und BDR überschattet. Daniel Berhe, Manager des Lexware Mountainbike-Teams, hat zum Fall ein Statement verfasst.

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Der Fall Patrick Moster und die olympische Idee: Stellungnahme des Lexware Mountainbike Teams
 

nanananaMADMAN

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Wichtiges Statement (wie viele andere dazu auch schon).

Mir kommt allerdings das Kotzen, wenn sich gerade große Verbände oftmals um eine klare Positionierung herumwinden und Entscheidungen oder Pressemitteilungen schlussendlich erst auf Druck von außen veröffentlichen. Lässt tief blicken.
Da machen Beispiele wie Eintracht Frankfurt mit entsprechendem Engagement, welches nicht nur ein notwendiger Baustein der Öffentlichkeitsarbeit ist, zumindest Hoffnung.
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von mad raven

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Es freut mich, dass dieser rassistische Vorfall auch weiterhin noch diskutiert wird und nicht einfach unter den Teppich geschoben wird.

In Anbetracht der öffentlichen Vorbildfunktion des Postens, ist meines Erachtens nach die einzig möglich angemessene Reaktion die sofortige Entlassung des Herrn Moster.
Solche tief rassistischen Aussagen gehören in die Vergangenheit und nicht in unsere heutige Gesellschaft. Da gibt es in für solch öffentliche Berufe kein wenn und aber.

Aber leider wieder typisch. Da wird in Pressemitteilungen von Integration, Anerkennung und Gemeinschaftsgefüge gefaselt und dann sitzen in den verantwortlichen Positionen solche Rassisten, die denken wir befinden uns hier anno 1930.
 
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Ich denke dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Als ich die Erste Stellungnahme von Alfons Hörmann im Fernsehen gesehen habe dachte ich ich höre nicht richtig.
Das man im Wettkampf emotional angespannt ist, ist sicherlich menschlich aber die Äußerungen lassen auch für meine Begriffe tief blicken.
Die Frage ist nur ob der BDR mit diesem Funktionär (was machen die eigentlich ???) einfach so weiter macht und zur Tagesordnung übergeht.
Müsste man mal verfolgen.
 

nanananaMADMAN

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Funktionär (was machen die eigentlich ???)
Die Tätigkeitsbezeichnung ist ein Synonym für "irgendeine Funktion werden wir schon finden, zur Not einfach als Maskottchen mitreisen lassen".
Das hab ich mich schon anno dazumal gefragt, als ich noch Fußball geschaut hab und beim Schwenk auf die Tribüne 20 alte Typen im Jackett und mit "Backstage"-Pass um den Hals als Funktionäre bezeichnet wurden. :ka:

Die Frage ist nur ob der BDR mit diesem Funktionär (was machen die eigentlich ???) einfach so weiter macht und zur Tagesordnung übergeht.
Müsste man mal verfolgen.
Bis jetzt musste er "nur" abreisen, oder?
Großangelegte Aufarbeitung während der Spiele ist vielleicht bissl utopisch und dann wächst das Grad vielleicht plötzlich schnell.
 
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und die Fia hat ja ihr Gesicht jetzt bei Vettel auch gezeigt
Wo denn das? Weil er nachträglich DQ wurde?
Ansonsten stimme ich den Vorrednern 100% zu. In Stressituationen offenbaren sich manche Einstellungen die man sonst übertünchen kann. Der gute Herr sollte für einen Sportverband nicht mehr tragbar sein. Allerdings glaube ich nicht wirklich dass es ernsthafte Konsequenzen gibt. Die FIFA macht ja vor wie man Diversität und Transparenz öffentlich halbherzig vorgaukeln kann.
 

xMARTINx

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Wo denn das? Weil er nachträglich DQ wurde?
Ansonsten stimme ich den Vorrednern 100% zu. In Stressituationen offenbaren sich manche Einstellungen die man sonst übertünchen kann. Der gute Herr sollte für einen Sportverband nicht mehr tragbar sein. Allerdings glaube ich nicht wirklich dass es ernsthafte Konsequenzen gibt. Die FIFA macht ja vor wie man Diversität und Transparenz öffentlich halbherzig vorgaukeln kann.
Er hatte ein t shirt für mehr Toleranz an, dafür wurde er direkt vermahnt. Man sollte meinen das man stolz auf Sportler sein sollte, die sich für gutes stark machen
 

ufp

Daystrom Institut
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Solche Worte rutschen nicht einfach raus“. Kommen in Stresssituationen nicht eher die wahren und tieferen Überzeugungen zum Vorschein, die anschließend durch politisch korrekte Statements wieder zugedeckt werden sollen?
Noch schlimmer als Mörder, Vergewaltiger oder Kinderschänder sind solche Aussagen.
Daher, härtere Strafen. Ausschluß aus allen Ämtern, Entlassung durch den Arbeitgeber, öffentliches an den Pranger stelllen; sowohl in echt, also auf der Straße als auch im Internet und Eintragung in's Klassenbuch bzw Reisepass. Er möge für immer und alle Zeiten gebrandmarkt sein. Keine Begnadigung, keine Rehabilitierung.

Im Kampf gegen Diskriminierung haben solche Maßnahmen aber wohl bestenfalls Signalwirkung. Toleranz und Fairness lassen sich nach Auffassung von Berhe nicht „von oben“ verordnen.

Solche tief rassistischen Aussagen gehören in die Vergangenheit und nicht in unsere heutige Gesellschaft.

und dann sitzen in den verantwortlichen Positionen solche Rassisten, die denken wir befinden uns hier anno 1930.
Nur sollte man nicht vergessen, dass dies anscheinend noch nicht bei allen angekommen ist.
Und so wie es aussieht, nur einen Teil der gebildeten oder der Elite betrifft, die genau so etwas von oben verordnen will.

Wie man anhand unzähliger Bemerkungen, Aussagen oder und vor allem im Spaß gesagt, sieht, ist es doch anders, als von Politik, (Welt-)Verbänden, Behörden, Vereinen, Aktionen verstanden oder emfohlen, zum Teil aufoktroyiert wird.

Das trotz solcher, als rassistischen Aussagen, empfunden Wahrnehmungen, die überwiegende Mehrheit, nicht rassistisch, sollte man halt auch erwähnen.
 

ufp

Daystrom Institut
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Alle etwa der gleichen Meinung würde ich sagen ;)
Anscheinend klafft aber in der Gesellschaft, hier weniger, doch eine Lücke. Ob sie nun groß ist oder klein oder dazwischen, ich weiß es nicht.

Aber wenn man sich so umhört, in bestimmten, vor allem unteren Gesellschafts- und Bildungsschichten, dann bekommt man (auch) einen anderen Einblick bzw Ansicht. Siehe auch:

Vielmehr zeigt es, dass Rassismus und Diskriminierung nach wie vor in der Mitte der Gesellschaft existieren,


Dem stehen die ganzen Institutionen, Vereine, Organisationen, Verbände, Ministerien, Behörden etc zum Teil diametral gegenüber, wo Toleranz, offene Gesellschaft, Anti Rasissmus, Diversität etc, sehr gefördert, propagiert und damit geworben wird (siehe den Juni, wo viele Institutionen die Regenbogenfahne oder Symbole gehisst haben; von mtb-news.de, Banken bis xHamster&Co).

Abgesehen von Coronam kommt, neben Klimaschutz und Digitalisierung, gerade das Thema Toleranz/Diversität am häufigsten vor.
 
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Finde die Äuserungen mehr als unpassend. Diese ganzen Sport Funktionäre sind sowieso meist eine Horde Schmarotzer.
Auf der anderen Seite: Wenn ein Trainer einer Afrikanischen Mannschaft einer der Fahrer anfeuert mit: "Hol dir das Weissbrot" bekommen wir das gar nicht mit, oder es wird von der deutschen Presse unter den Tisch gekehrt. Jeder der schon mal länger in einem Land mit überwiegend schwarzer Bevölkerung war, weiss wovon ich rede. Das ist einer von mehreren ganz gängigen Ausdrücken.
 

Zask06

26262626
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Finde die Äuserungen mehr als unpassend. Diese ganzen Sport Funktionäre sind sowieso meist eine Horde Schmarotzer.
Auf der anderen Seite: Wenn ein Trainer einer Afrikanischen Mannschaft einer der Fahrer anfeuert mit: "Hol dir das Weissbrot" bekommen wir das gar nicht mit, oder es wird von der deutschen Presse unter den Tisch gekehrt. Jeder der schon mal länger in einem Land mit überwiegend schwarzer Bevölkerung war, weiss wovon ich rede. Das ist einer von mehreren ganz gängigen Ausdrücken.
Das ist das Problem. Viele sehen das leider als Einbahnstraße.
 

neo-bahamuth

MisanthroperMountainbiker
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Tja klassischer Fehler. Hätte er einfach nur "hol dir den Wixxer" gesagt (oder ne andere "neutrale" Beschimpfung) wäre es nur ne Randnotiz in der Zeitung gewesen.
Aber ich hab auch früh gelernt, egal wer dich aufm Fußballplatz als Kartoffel beschimpft, man schimpft halt mir Ar*** oder Wixxer zurück und es ist jedem egal.
Wobei es aufm Dorf natürlich eh keinen gejuckt hat. Aber wenn man potentiell in der Zeitung landet, dann muss man klug verunglimpfen. Sonst Shitstorm.

Lazab nimmts mir Humor
Wenigstens https://www.eurosport.de/radsport/o...tdirektor-patrick-most_sto8451798/story.shtml
 
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iRider

Rettet die Rinne!
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Ich weiß jetzt nicht was Ihr erwartet wenn man bei Sportwettkämpfen Nationen gegeneinander antreten läßt? :ka: Dann wollen die Sportler, Funktionäre und Zuschauer daß ihre Nation gewinnt, was halt auch zu nationalistischen Entgleisungen führt. Nicht schön, nicht tolerabel aber auch irgendwie provoziert, oder?
 
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Ich weiß jetzt nicht was Ihr erwartet wenn man bei Sportwettkämpfen Nationen gegeneinander antreten läßt? :ka: Dann wollen die Sportler, Funktionäre und Zuschauer daß ihre Nation gewinnt, was halt auch zu nationalistischen Entgleisungen führt. Nicht schön, nicht tolerabel aber auch irgendwie provoziert, oder?
Vielmehr treten doch Sportler*innen ( :D ) gegeneinander an, die ihre Nation "lediglich" vertreten oder? Ich sehe da einen feinen Unterschied zum Kampf der Nationen der durch die Sportler ausgeführt wird.
Hätte er auch gerufen "Hol dir die Baguettefr*****" ? Wohl kaum denke ich. Ich glaube nicht dass man hier von Provokation reden kann oder soll.
 
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Ich weiß jetzt nicht was Ihr erwartet wenn man bei Sportwettkämpfen Nationen gegeneinander antreten läßt? :ka: Dann wollen die Sportler, Funktionäre und Zuschauer daß ihre Nation gewinnt, was halt auch zu nationalistischen Entgleisungen führt. Nicht schön, nicht tolerabel aber auch irgendwie provoziert, oder?
Das war ja keine nationalistische Äußerung, sondern eine Äußerung, die Menschen anderer Herkunft verhöhnt und zwischen Patritischen Stolz, Nationalistischen und Rassistischen Äußerungen liegen große Unterschiede.
Außerdem sollte ein Wettkampf zwischen Nationen keine unangebrachten Äußerungen fördern. Das ist wie: warum wundert sich jemand über rechte Gewalt, wenn man Ausländer ins Land lässt.
 
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Völlig unabhängig von den Geschehnissen und den getätigten Äußerungen bin ich mal gespannt, ob die mtb-news.de Forumsgemeinde es schafft, dieses Thema und damit auch diesen Thread auf einem anständigen und der Sache angemessenen Niveau zu halten...;)
 

nanananaMADMAN

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Oha. Ein Thema mit Sprengkraft. Na wenn da mal die "Lösch-Truppe" am Ende des Tages, nicht wieder alle Hände voll zu tun haben wird.
Völlig unabhängig von den Geschehnissen und den getätigten Äußerungen bin ich mal gespannt, ob die mtb-news.de Forumsgemeinde es schafft, dieses Thema und damit auch diesen Thread auf einem anständigen und der Sache angemessenen Niveau zu halten...;)
Dann doch lieber mit entsprechenden Beiträgen zum Thema dafür sorgen, dass es sachlich bleibt, statt vom Rand aus über die mögliche/zu erwartende Eskalation zu spekulieren. :daumen:

Noch schlimmer als Mörder, Vergewaltiger oder Kinderschänder sind solche Aussagen.
Daher, härtere Strafen. Ausschluß aus allen Ämtern, Entlassung durch den Arbeitgeber, öffentliches an den Pranger stelllen; sowohl in echt, also auf der Straße als auch im Internet und Eintragung in's Klassenbuch bzw Reisepass. Er möge für immer und alle Zeiten gebrandmarkt sein. Keine Begnadigung, keine Rehabilitierung.
Jaja, die armen Leute.
Zugegebenermaßen sind mir so hitzige Twitter-Diskurse auch zu impulsiv, aber das ändert an dem Sachverhalt ja nichts. Ebensowenig, dass der Typ offenbar aus einer anderen Zeit kommt, "in der das ganz normal war, sowas zu sagen" (wilde Vermutung).
Der Arbeitgeber/Verband agiert im Hier und Jetzt und positioniert sich durch sein Rumgeeier eben ganz deutlich nicht bzw. findet daran erstmal nichts verurteilungswürdiges und steht dafür berechtigterweise scharf in der Kritik. Und da geht es zumindest meiner Ansicht nach noch nicht mal um den Ruf nach drakonischer Bestrafung sondern nach der einfachen Aussage des Verbandes: Das war scheiße, das wollen wir hier nicht.
Und zwar nicht auf Bestellung und Druck sondern als tatsächlich so gemeinte Haltung.

Das ist der Unterschied zwischen Schnauze aufmachen, wenn Onkel Jürgen auf der Familienfeier ab dem 3. Bier rassistische Witze erzählt oder schulterzuckend zu sagen "so isser halt" (in dem Fall eben "naja, die Anspannung im Wettkampf war's").
 
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