Die Abenteuer mit Chubby Chubber - ein weiterer Winter steht an

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Was bei Twentyniner.ch begonnen führe ich hier nun weiter und beginne sogleich mit meiner ersten Fatbike Tour in diesem Winter mit meinem Dickerchen.

Achtung: Ich rate dringend davon ab, insbesondere diese und möglicherweise auch weitere, hier gezeigte Touren ohne die nötige Erfahrung in Lawinen- und Wetterkunde sowie profunden Kenntnissen u.A. zur Orientierung und Biwakieren in den winterlichen Alpen durchzuführen.

Der Schnee fiel vor geraumer Zeit und bange wartete ich vergebens auf mehr. Die Alpentäler verloren langsam aber stetig ihre dünne Schneedecke. Insbesondere im Goms. Dort wollte ich eigentlich letzten Winter hin, aber es zog mich dann doch in andere Gegenden.

Plötzlich eröffnet sich mir eine kühne Idee. Warum im Tal bleiben, wenn die Sonne weiter oben alles Weisse konsolidiert hat und Lawinen bereits abgegangen sind...(?)
Ich stelle mich langsam darauf ein und spiele die Szenarien immer und immer wieder im Kopf durch:
Im Winter auf die Furka und über die Grimsel.

Es kommt jedoch anders als geplant und so starte ich erst am Sonntag. Ich rechne damit, dass ich auch stossen muss und habe deshalb Ausrüstung und Essen für zwei Tage dabei.
Die Prognosen sind nicht soo schlecht. Nur störend ist die Bewölkung. Der aufkommende Niederschlag soll äusserst gering ausfallen. Ich hoffe natürlich auf ein bisschen Sonne und genau so starte ich in Oberwald mit einer Stunde Verspätung.



Die geschlossenen Schranken sind die erste Hürde. Es braucht ein bisschen Überwindung an den verschiedenen Verbotstafeln vorbei zu gehen. Lawinengefahr! steht auch ganz gross auf einem Schild. Naja, falsch ist's nicht. Passstrassen gehen oft durch Schluchten hindurch. Im Winter ist der Durchgang aller meist undenkbar, aber bei diesen Verhältnissen schaut's gut aus. Ich bin dennoch sehr angespannt und lausche in die Natur für jedes Zeichen, dass sie mir gibt.
Die Strasse ist vielerorts voller Lärchennadeln. Ein schöner Auftakt.



Dann ein kurzer Schreckensmoment als ich mich auf eine Rinne (mit altem Lawinenkegel) zu meiner Linken konzentriere. Das Schmelzwasser unter mir ist noch/wieder gefroren. Der Hinterreifen will ganz behutsam angetrieben werden, dennoch schlupft der Reifen mit jeder halben Kurbelumdrehung ganz leicht.

Puhh... mir dämmert, dass ich sehr gut bei der Abfahrt aufpassen muss, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass die Verhältnisse gleich sind.

Kurz vor Gletsch der erste Schnee. Harst. Nur an schattigen Lagen Bruchharst, sonst komplett durchgefestigt. Ich muss dennoch ordentlich Druck aus den Reifen lassen.

Dieses Foto erinnert mich auch daran, ein neues GPS zu besorgen. Es hätte mir ein gut Hilfe geleistet auf dieser Tour, nur leider ist das 10 jährige Teil endgültig kaputt. Aber auf eine Karte kann ich eh nicht verzichten und aussschliesslich auf Elektronik möchte ich nicht vertrauen.


Endlich Schnee.


Hier komme ich im Sommer immer wieder vorbei auf regulären Biketouren und lasse mich in die Vergangenheit tragen als der Rhonegletscher noch unweit von hier sein Tor hatte. Diese Zeit ist vorbei und damit auch der Glanz dieser Gebäude. Der desolate Zustand wird im Winter noch verstärkt. Ich habe nicht vor die Nacht hier zu verbringen.
;)

Der Furkapass, oder kurz die Furka, ist mal in Nebel und mal nicht. Ich beschliesse auf dem Trasse der Furka-Bergstrecken-Bahn rauf zu fahren. Als ich die alte Bahn vor Jahren von einem Gipfel aus beobachten konnte, dachte ich eher an Bergschnecken-Bahn...

Ich komme erstaunlich gut voran, die Steigung passt. Aber die alten Lawinenkegel belasten mich ein bisschen. Die Strasse will ich nicht benutzen, zu viele Lawinen sind drüber gegangen und so müsste ich immer wieder mühsam drüber steigen. Ein Skitourenfahrer kommt mir im Stemmbogen entgegen. Seiner Ausrüstung nach ist er für Skitourenrennen am trainieren - mit Fellen von Realp auf die Furka, mit dem Ski abfahren und nach Oberwald wandern und durch's Loch zurück nach Realp in wenigen Minuten.

Dann das:

Die Furka im Nebel, der erste grössere Kegel. Meine Motivation weiter Richtung Furka zu gehen ist nicht so gross. Spätestens jetzt nicht mehr.


Der Blick in den Gletschbode. Hinten die Passstrasse auf die Grimsel. Sieht gut aus. Besser als die Furka.
Ich gehe wieder runter.

Auch im Gletschboden trägt mich der Schnee. Ich nehme den Weg nur Anfangs unter dem Schnee wahr und bald geht's Querfeldein der jungen Rhone - oder wie sie hier heisst - Rotten entlang.



Immer wie weiter in's Tal rein. Endlich kann ich dieses Tal erkunden. Im Sommer passt's einfach nicht, denn es ist voller Leute und an zwei Seiten sind Strassen und die alte Eisenbahnstrecke). Jetzt passt's aber wunderbar.


Kleine Brücken unterwegs. Es haben alle gehalten.


Die junge Rotten. Sie wird nach vielen Kilometern zum wasserreichsten Fluss Frankreichs.


Surly sagt 0.2 bar, nicht? Ich bin nicht sicher, ob ich mich immer daran halte.


Der Muttbach. Meine Füsse waren schon langsam am kalt werden. Idealer Zeitpunkt für Kneippkur. Das dürfte sie wieder beleben. Über die Steine hüpfen geht in solchen Verhältnissen meist nicht, da diese von einer Eisglasur überzogen sind.

Erst jetzt wird das Gelände zu coupiert, als dass ich noch einigermassen fahrend vorwärts komme. Meine kalten Füsse begrüssen den Hike-a-Bike.


Irgendwo da oben sitzt der Rhonegletscher mit seiner - nun eingeschneiten - "Elefantenhaut".



Ich finde eine Stelle zum Furten, bei der ich die Schuhe anbehalten kann.


Steine ohne Eis :)


Hier war der Gletscher vor 100 Jahren...


Man glaubt es kaum - alles fahrbar.
Ich fahre auf der anderen Seite der Rotten nach Gletsch zurück.



Die Ruhe und Einsamkeit, die Tierspuren und Pflanzen. Ich kann mir die Zeit nehmen und alles aufsaugen.


Auf dem Wanderweg.


Isegrim war auch hier.


Im Dreck war ich auch Biken...


Wenig nach Gletsch Richtung Grimsel. Der Schnee ist hier noch recht weich, aber bald wird's besser - an den der Sonne mehr exponierten Stellen.


Der Schnee ist super verfestigt, nur auf den grösseren Lawinenkegeln und Schneerutschen muss ich absteigen, doch es wird garstig.
Wind und Nebel verschlucken mich.
In der letzten Querung muss ich einen grossen Lawinenkegel überschreiten und das Gelände fällt steil ab. Ich weiss, dass wenn ich auf der Rückseite des Passes wieder kehrt mache müsste, hier wieder durch kommen kann, aber freuen würde es mich nicht.


Erleichterung kommt auf als dieser Teil hinter mir ist. Der Pass ist nah.


Meterhoch türmt sich alter Triebschnee.


Ich habe auch nicht erwartet, dass ich hier eine heisse "Schoggimiuch" bekomme. Ab Ende Dezember ist jedoch ein Hotel hier oben geöffnet, welches man über Stollen der Wasserkraftwerke Oberhasli erreichen kann.


Kapuzen rauf, Windjacke drüber und nichts wie runter :D


Aaregranit und Eis. Ein Alpinistentraum.

Ich beschliesse noch die heikelsten Stellen hinter mich zu bringen und dann ein ruhiges Plätzchen für ein Biwak zu suchen. Also los, rein in die Abfahrt.
Angespannt ob ich durch komme tapse ich mit wohl knapp zwei Stelligen km/h vorwärts.



Äussert langsam fahre ich durch dicken Nebel und eine sich auflösende Landschaft. Die markanten Stellen des Sommers sind nicht mehr wieder zu erkennen. Ich fahre in einer Kurve beinahe gerade aus, so schlecht ist die Sicht. Stellenweise erkenne ich den Untergrund nicht mehr, bis es wieder am Lenker schlägt - Windverfrachtungen können zu sehr unebenem Schnee führen. Bei diesen Verhältnissen kaum erkennbar. Die Randmarkierung der Strasse muss ich genau im Auge behalten, denn an vielen Stellen lauert eine Mauer. Das Problem ist nun, dass die Markierungen manchmal komplett eingeschneit sind.



Der Schnee wird weniger und ich kann's ein bisschen laufen lassen. Endlich kommt freude auf und ich kann mich entspannen. Leider ist die Sicht immernoch extrem beschränkt.

Dann, ganz plötzlich, bei der Staumauer des Grimselsees endet der Schnee. Jetzt schon :(
Es ist ganz in der Nähe, wo man übernachten kann ab Ende Dezember. Im Grimsel Hospiz, das lustigerweise nicht am Pass oben steht.


Zwischen Grimselsee und Räterichsbodensee (der gegenwärtig aufgrund eines grossen Ausbaus komplett leer ist).
Es wird langsam dunkel. Luft muss wieder in die Reifen und ich muss endlich Essen. Zeigefinger und Daumen sind gefühlslos und ich zu faul (und zu unbeweglich an den Fingern) um die dickeren Handschuhe rauszugrübeln. Es würde mich wohl 10 min kosten.


Kondensat.


Einfingerbremse ;)

Die weitere Abfahr bringt genau was ich befürchtet habe. Gefrorenes Schmelzwasser, dass die komplette Strasse überzieht. Manchmal sehe ich den Übergang zum Eis kaum, da er sehr fliessend ist und die Strasse durch den Nebel beschlagen.

Nach der Handegg, wo eine riesige Baustelle ist, fahre ich ein kurzes Stück auf dem mir gut bekannten Trail, nicht zuletzt um in den Bäumen vom Wind (und durchs geringere Fahrtempo auch geringeren Fahrtwind) geschützt zu sein. Graupel stichelt auf meinem Gesicht.
Für mich ist nun klar; ich fahre gleich durch bis in's Tal und versuche noch nach Hause zu kommen.
Die Fahrt endet in Innertkirchen in leichtem Regen und bei einem guten Gespräch mit einem Einheimischen und seinem Sohn.

Hach, wie ich den ÖV hier liebe. Pünktlich, genügend Raum für's Bike und geheizt :daumen:.

Zwar zu spät, soll aber dennoch gelten:

Happy Fatbike Day!


Danke für Eure Ablenkung
 
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Danke die Herren.
Es kommt noch mehr... Im Kopf hatte ich zwei Tage. So bin ich dann auch auf kleine Tour am Montag...
 

BigJohn

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Falls es möglich ist (für die Zukunft), könntest du ja deine Bilder hier auch in die Galerie packen. Dann kann das Bildmaterial auch in der Arbeit bestaunt werden.

Aber wenn ich es mir recht überlege, ist es eigentlich ganz gut so wie es ist :D
 

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Falls es möglich ist (für die Zukunft), könntest du ja deine Bilder hier auch in die Galerie packen. Dann kann das Bildmaterial auch in der Arbeit bestaunt werden.

Aber wenn ich es mir recht überlege, ist es eigentlich ganz gut so wie es ist :D

Danke für den Input. Habe auch mit dem Gedanken gespielt. Bei mir geht Dropbox auf der Arbeit auch nicht, aber genau wie du sagst; ist vielleicht besser so...
 

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Es ist Montag. Meine Beine sind noch etwas müde von Gestern, aber die Lust nochmal in den Schnee zu gehen ist gross.
Bald sitze ich im Zug nach Visp.

In unmittelbarer Umgebung von Visp kann man ordentlich Biken und vor 10 Jahren galt die Moosalp auch noch als Geheimtipp. Die Zeiten sind vorbei. Heute bin ich aber alleine Unterwegs. Keine Horden von Trailbikern mit Integralhelmen (Endurofahrer...). Nur mein Chubber und ich und der Wunsch an der Sonne im Schnee zu Fahren. Mal schauen was daraus wird..

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Noch kein Schnee. Braucht ganz schön Kraft hier rauf zu fahren...
(Ausserhalb von Bürchen)

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Heee! Da ist Dreck am Reifen. o_O

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So macht Bergauffahren Spass. Chubby klettert auch recht gerne. Ich komme damit klar, dass ich nicht mit 2.4" unterwegs bin...

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Hoffentlich bleibt es so. Stetig gewinne ich an Höhe.

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Immer wieder komme ich an technischeren Wegabschnitten vorbei, die ich von Abfahrten im Sommerhalbjahr kenne. Schon erstaunlich was man so fährt. Das wird mir jeweils erst richtig bewusst, wenn ich die Stellen zu Fuss einsehe.

Oben herrscht dann (schon wieder) dickster Nebel. Schade. Keine Sonne und auch kaum Schnee.
Auf mir bestens bekannten und kaum eingeschneiten Trails fahre ich runter. Ich hopple herum wie ich es nicht kenne als Fully fahrer.
Und es schlägt mir fast den Lenker aus den Händen.

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Normalerweise fahre ich hier in Bildmitte gerade runter über den Absatz. Ich hab's mir mit dem Chubby aber nicht getraut :ka:
Und oh weh, was bin ich nur auf den Bremsen gesessen... was man leider auch sieht :aufreg:

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Anfangs Helloluwald. Das Rütteln wird weniger.

Im unteren Teil habe ich dann langsam den Dreh raus, wie ich Chubby fahren muss auf Trails um mich nicht wie ein Clown in der Manege auf dem Kinderrad zu bewegen.

Auf einer sehr steinigen Passage prügle ich jeweils ordentlich das Chassis durch, der Blick wird dann verschwommen und Steine meist überflogen. Diesmal nicht. Ich werde geknechtet.

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Nach ca. 1500 hm Abfahrt. Meine Handgelenke und der Rücken sind noch intakt (die Felgen haben leichten Schlag, sind aber auch noch ganz :daumen:). Im Hintergrund der untere Teil mit dem Trailspass.
Also, es geht auch mit dem Fatty (auch wenn ich mehr Spass mit dem Trailbike gehabt hätte). Ein Versuch war's wert. Schlussendlich zählt mir nur, dass ich draussen war.
 

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Eigentlich möchte ich draussen auf Tour sein, aber in der Nacht war das Wetter dermassen schlecht, dass ich nicht aufhören konnte es zu verfolgen, nur um zu merken, dass ich einen Tag mit kalten Temperaturen und Sonne warten sollte. Der raue Rachen und die warme Stube machen das Rumlümmeln einfacher. Dafür habe ich wieder Zeit einen Tourbericht reinzustellen. Ich wurde für Beiträge bei http://fatbiking.ch gefragt, dort ist die Tour ausführlicher und mit mehr Bildern beschrieben. Ein paar weitere Fotos hat's zudem in meinem Album. Viel Vergnügen und Ablenkung...

16:30, Zernez, -7°C
Ich muss zum Ofenpass selber rauf fahren. Das war so nicht geplant und wurmt mich. Nach kurzem Rumjammern ziehe ich die VBL- und Wollsocken an, stelle mein Hirn auf Kurbeln und los.
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Die Strasse ist zum Glück nach 300 hm eingeschneit und es hat kaum Verkehr.

Endlich ein Platz zum Schlafen in einem kleinen Wäldchen bei der Alp Buffalora gefunden. Es ist -13 °C, Tendenz sinkend, es windet und schneit ganz leicht - der Mond leuchtet sanft durch die Wolken.

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Im Innenzelt, direkt neben meinem Schlafsack messe ich frühmorgens -19 °C, als ich ausserhalb die Temperatur messen will steigt das üblicherweise bis -24 °C funktionierende Display komplett aus. Erst an der Sonne wird es wieder zum Leben erwachen.


Leichtes Gefälle und eine alte Schneeschuhspur machen's einfach. Ideale Fatbike Bedingungen.


Sogar abseits der Spur :D


Weiter oben. Eine leicht verwehte, breite Ski-/Schneeschuh-Spur lässt mich an Skitouren-Gänger vorbei ziehen, so gut fährt sich's.

Ich werde jedoch langsam übermütig und wage etwas, dass ich so am Ende eigentlich nicht wirklich geplant hatte.


Da lang mit tauben Zehen.


Mal ist der Schnee hart (Windharsch) mal tief und pulvrig. Dauernd wechselt's sich ab.


Wirklich?
Lange überlege ich mir all möglichen Faktoren...


Wirklich. Was für eine Gaudi. Da geht man doch gerne ein paar Mal über den Lenker :)



Anfangs fliege ich in's Val Mors runter.


Und werde auf dem langgezogenen Gegenanstieg mit sehr anstrengendem Stossen verwöhnt.


Welches nicht enden will.


Dann geht's doch endlich runter, dankbarer Weise sogar ALLES fahrbar :daumen:


Ich möchte für meine Nasenzapfen berühmt werden.


Im Ziel, in dem ich eigentlich gar nicht landen wollte...
 
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Absoluter HAmmer! Danke für den Bericht. Wie man bei der Kälte schlafen kann ist mir schleierhaft:D
 

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Absoluter HAmmer! Danke für den Bericht. Wie man bei der Kälte schlafen kann ist mir schleierhaft:D
Halb so wild wie sich's wohl die meisten vorstellen. Die richtige Ausrüstung und Einstellung und Erfahrung, dann passt das wunderbar.
.
..
...
Den single malt darf man auch nicht vergessen - aber wehe man trägt diesen nicht am Körper.
 

scylla

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Super Berichteserie und Bilder! Hab den Thread eben erst entdeckt und am Stück durchgelesen.
Hammer :daumen:
 
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Eigentlich möchte ich draussen auf Tour sein, aber in der Nacht war das Wetter dermassen schlecht, dass ich nicht aufhören konnte es zu verfolgen, nur um zu merken, dass ich einen Tag mit kalten Temperaturen und Sonne warten sollte. Der raue Rachen und die warme Stube machen das Rumlümmeln einfacher. Dafür habe ich wieder Zeit einen Tourbericht reinzustellen. Ich wurde für Beiträge bei http://fatbiking.ch gefragt, dort ist die Tour ausführlicher und mit mehr Bildern beschrieben. Ein paar weitere Fotos hat's zudem in meinem Album. Viel Vergnügen und Ablenkung...
...

Super Bericht von einer sehr interessanten Tour. Super Leistung :anbet:

Es wäre sehr schön, wenn du ein paar deiner Ausrüstungstricks z.B. hier http://www.mtb-news.de/forum/t/frue...kleidung-ausruestung-rund-ums-fatbike.740142/ verraten würdest. Besonders deine Schuhwahl sowie Bekleidung für Temperaturen unter -10 Grad würden mich interessieren.
 

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Respekt und Hochachtung!
Im Himalayagebiet kann es nicht anders sein; und wohl auch deine Ausrüstung ;).

Bis vor kurzem hätte ich keinen Gedanken an Bikepacking in Österreich, Deutschland oder der Schweiz verschwendet :eek:. Aber nicht nur das geht, sondern auch hoch droben und im Winter 8-) :anbet:. Irr :daumen:.

Btw. Angst hast du nicht?
 
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hehe, sowas werde ich mit Sicherheit NICHT nachmachen!

Aber der Bericht ist endgeil! Klasse Fotos! Sehr schön!
 
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Super Bericht von einer sehr interessanten Tour. Super Leistung :anbet:

Es wäre sehr schön, wenn du ein paar deiner Ausrüstungstricks z.B. hier http://www.mtb-news.de/forum/t/frue...kleidung-ausruestung-rund-ums-fatbike.740142/ verraten würdest. Besonders deine Schuhwahl sowie Bekleidung für Temperaturen unter -10 Grad würden mich interessieren.

Hey Pugy,
Der Alpinum hat bereits einen Thread auf fatbiking.ch zu seiner Ausrüstung in der Kälte erstellt. Vielleicht ist es das, was du suchst?
Hier der direkte Link zum Thread...http://fatbiking.ch/forum/topic/ausruestung-fuer-die-fahrt-ins-kalte/
 
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Atemberaubend! Lese selten einen Bericht ganz, aber der war klasse. Woher hast du diese ganze Schneeerfahrung (ui drei E`s)? Woher hast du deine gelben Taschen am Rad? Liebäugle mit einer Tour nach Berlin im Sommer (670 km) und die Sachen sehen toll aus :).
 

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Vielen Dank an alle für die vielen schönen Worte.


Respekt und Hochachtung!
Im Himalayagebiet kann es nicht anders sein; und wohl auch deine Ausrüstung ;).

Bis vor kurzem hätte ich keinen Gedanken an Bikepacking in Österreich, Deutschland oder der Schweiz verschwendet :eek:. Aber nicht nur das geht, sondern auch hoch droben und im Winter 8-) :anbet:. Irr :daumen:.

Btw. Angst hast du nicht?

In der Tat. Ich verwende die Ausrüstung für alles Mögliche. Schliesslich sind die Anforderungen zum Teil sehr ähnlich.

Doch doch, es gibt ja die Grenzsteintrophy und seit neuem das Navad1000. Auch in Italien und Polen tut sich einiges und GB hat eine richtige und sehr aktive Bikepacking Szene.

Die liebe Angst. Die fährt immer ein bisschen mit und gerade vor der Tour ist sie wohl am grössten. Dies zwingt mich, die Tour sorgsam durch zu denken und entsprechend zu planen. Aber, so abgelutscht der Spruch auch ist; es ist vielmehr Respekt als Angst. Ganz unter Kontrolle ist man ja nie, aber ich glaube mich immer in einem Bereich zu bewegen in dem sich das Restrisiko, mit bestem Wissen und Gewissen minimiert, in einem vertretbaren Rahmen befindet. Manchmal verlässt man diesen Bereich auch und muss halt schauen möglichst schnell wieder mehr in den Griff zu kriegen.


Atemberaubend! Lese selten einen Bericht ganz, aber der war klasse. Woher hast du diese ganze Schneeerfahrung (ui drei E`s)? Woher hast du deine gelben Taschen am Rad? Liebäugle mit einer Tour nach Berlin im Sommer (670 km) und die Sachen sehen toll aus :).

Ich gehe seit ca. 16 Jahren (vorallem im Winter) auf Bergtouren.
Die Satteltasche und die zwei Taschen auf dem Oberrohr sind von Alpkit – kann diese aber nur eingeschränkt empfehlen.
Selber genäht habe ich hingegen die Rahmentasche und die Lenkerhalterung und Front-Tasche.
Klingt gut. Solche MTB-Reisen machen mega Spass. Man ist komplett frei und flexibel und kann dabei schöne Trails mitnehmen.
 

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Chubby Chubber war im Januar in Ruhe, sein Herrchen Arbeitete intensiv und wenn er nicht arbeitete ging er Inseln im Nordatlantik besuchen. Nach einer Erkältung ging es dann auf einige Tagestouren und Feierabendrunden mit ordentlichem Rumwühlen.
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Aber es muss auch mal wieder in's Engadin gehen. Die Erinnerungen an die drei Touren im vorherigen Winter sind noch lebhaft und mein Geist schreit nach einer Fortsetzung... Letztes Jahr:
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(Es wurden keine Loipen befahren, die nicht gleichzeitig auch als Winterwanderwege benutzt werden)

So folgte vor einigen Wochen (endlich) eine Tour in's Engadin mit Mat, einem Zelt und Lindorkugeln (die letzten drei jeweils eine Weltneuheit auf meinen Winter-Bike-Ausflügen).
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Absichtliches Spurverfehlen...
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Trailabschnitte...
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Gegen den Malojawind...
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Training in der Zucht der Barteiszapfen...
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Bis in die Dunkelheit...
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Bis die Beine müde werden...
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Einen Morgen mit Aufhellungen und ein echter Fatbiking Traum...
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Diese Spur ist keine Loipe! Das Engadin hat einiges zu bieten.
Danke an maettu99 für einen Teil der Bilder.

Einen Bericht und mehr Fotos zu diesem Ausflug unter:
http://fatbiking.ch/chubby-chubber-und-double-double-im-engadin/

Ich kann nicht oft genug sagen und schreiben wie geil das Engadin zum Schneefahrradfahren ist... absolute Spitze.
 

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Sneznik
sehr gut!
danke, auch für die Links.

meine Frage zum selbstgebastelten? Improzelt überm Schlafsack und am Bike.
was ist das genau? Material?
wieviel Material?
damke
 

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Großartig! Schön geschriebene Berichte und wundervolle Bilder - Danke!
Merci

sehr gut!
danke, auch für die Links.

meine Frage zum selbstgebastelten? Improzelt überm Schlafsack und am Bike.
was ist das genau? Material?
wieviel Material?
damke

Der Boden ist aus Chikara Nylon
http://www.metropolis-drachen.de/cgi-bin/iboshop.cgi?showd280!0,0,10030
Benutze ich schon lange für alle Innenzelte und sonstige Böden und funktioniert super.

Der Oberstoff ist ähnlich diesem:
http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-impr%E4gniert-Innenzelt-40g-qm::1972.html
Einfach in weiss.

Dann noch ein zwei 3C YKK RV's, vier Laschen aus festen Einfassband an den Ecken und zwei Oben in den Ecken mit angenähten http://www.extremtextil.de/catalog/Leinenspanner-LineLoc::651.html damit ich es schön in's Tarp hängen kann, wenn's Regnet und Mücken hat. In der First habe ich über ca. 120 cm Länge und ca. 30 cm Breite ein Netz eingenäht:
http://www.extremtextil.de/catalog/...155-Maschen-qcm-25g-qm-ultraleicht::1014.html

Meines ist 210 cm lang, 70 cm breit und hoch im Kopfbereich und 50 am Fussende, aber für den reinen Sommergebrauch würde ich es kleiner und einen kleineren Netzbereich machen, damit es noch weniger rein pfeift. Habe das ganze nach dem Abmessen betreffend Liegefläche und Höhe mit SketchUp skizziert und den Stoff entsprechend zugeschnitten und rumgenäht. Wenn ich es kann, kann es jeder.
Das Gewicht liegt mit Abspannschnüren bei 230 g und hat ein Packvolumen von knapp .5 L.
 
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