Die Zukunft des bikens im Pfälzer Wald

Kelme

"Meine Räder - meine Hunde - meine Autos"
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Pfalz - mittig
Wenn man jemanden deutlich machen möchte, auf welch dünner Vegetationsschicht unser Pfälzerwald wächst, kann man sich das einmal anschauen. Ökologisch ist eine solche Weganlage eine Vollkatastrophe. Der Wassertransport hangabwärts wird komplett unterbrochen. Staunässe oberhalb des Weges. Trockenbereiche unterhalb.
Wenn man es darauf anlegt Besucher aus dem Wald zu vergraulen, ist man damit auf dem richtigen Weg. Eine solche Schotterpiste ist außer für den wirtschaftlichen Nutzen des Waldes komplett irre. Erholungsnutzen und die Schutzfunktion des Waldes werden durch einen solchen Eingriff massiv geschädigt und die stehen komplett gleichberechtigt neben der Nutzenfunktion im Gesetz.
 
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ei ei ei

hier ist doch genau das selbe Detailgerede im Gange, wie in diesem BUND Naturschutz Faden und in dem zu Wuppertal und in wer-weis-wie-vielen noch. Hier 75 Seiten, da 58 ... und es vergeht Jahr um Jahr.

Bei Forstwirtschaft ended bzw. beginnt unser Umweltproblem auch nicht. Das ist sicherlich ein grösserer Zerstörer als Radfahren und Trails. Nur bauen wir überall Strassen, Orte und Städte. Bergbau. Dazwischen Weiden, Plantagen und ... Acker. Etwa in der Reihenfolge.

Acker ist der global grösste Waldzerstörer. Überall zu sehen - wer mal Augen und Geist öffnet. Das Aussmass der Zerstörung ist allerdings nur auf Satellitenfotos sichtbar. Wobei auch die nur den Moment zeigen, das Jetzt. Um den Gesamtschaden zu ahnen müssen wir unter anderem unsere Vergangenheit als Nomaden mit eindenken. Also die Frage warum es eigentlich so viele Verwüstungsprozesse auf einst fruchtbarem Land gibt?

Gibts noch irgendwen, der grundsätzlich im Zusammenhang denkt?

...

Wenn dann endlich mal klar ist was wir alles kaputt machen muss noch die Erkenntnis dazu, wo wir alle Zerstörung anrichten.

Durch einen Arschtritt des Carl Sagan hat NASA das vor 30 Jahren mal fotografiert. Ein eigentlich berühmtes aber doch ignoriertes Foto. Schaut genau hin, ob ihr seht was da ist:

Pale_Blue_Dot.png


the Pale Blue Dot.

Hier jene Worte, die Sagan der detailversessenen Menschheit mitzuteilen versuchte:

Look again at that dot. That's here. That's home. That's us. On it everyone you love, everyone you know, everyone you ever heard of, every human being who ever was, lived out their lives. The aggregate of our joy and suffering, thousands of confident religions, ideologies, and economic doctrines, every hunter and forager, every hero and coward, every creator and destroyer of civilization, every king and peasant, every young couple in love, every mother and father, hopeful child, inventor and explorer, every teacher of morals, every corrupt politician, every "superstar," every "supreme leader," every saint and sinner in the history of our species lived there--on a mote of dust suspended in a sunbeam.

The Earth is a very small stage in a vast cosmic arena. Think of the rivers of blood spilled by all those generals and emperors so that, in glory and triumph, they could become the momentary masters of a fraction of a dot. Think of the endless cruelties visited by the inhabitants of one corner of this pixel on the scarcely distinguishable inhabitants of some other corner, how frequent their misunderstandings, how eager they are to kill one another, how fervent their hatreds.

Our posturings, our imagined self-importance, the delusion that we have some privileged position in the Universe, are challenged by this point of pale light. Our planet is a lonely speck in the great enveloping cosmic dark. In our obscurity, in all this vastness, there is no hint that help will come from elsewhere to save us from ourselves.

The Earth is the only world known so far to harbor life. There is nowhere else, at least in the near future, to which our species could migrate. Visit, yes. Settle, not yet. Like it or not, for the moment the Earth is where we make our stand.

It has been said that astronomy is a humbling and character-building experience. There is perhaps no better demonstration of the folly of human conceits than this distant image of our tiny world. To me, it underscores our responsibility to deal more kindly with one another, and to preserve and cherish the pale blue dot, the only home we've ever known.

— Carl Sagan
Was denkt ihr?

Ob wir weitere (30) Jahre zum verquatschen haben? Für Religion, Bürokratie und Politik? Kann das schlau sein?
 
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