Die Zukunft des bikens im Pfälzer Wald

DerandereJan

Bonvivant du Palatinat
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Aber wenn die Buddler nicht mehr buddeln dürfen bis es was legales gibt sollen dann etwa die Trailfahrer auch nur noch auf breiten Wegen unterwegs sein bis die Gesetzeslage eindeutig ist?
Nein, aber es wäre der Sache extrem hilfreich, wenn man der Gegenseite sagen könnte "es wird als Einbringung in die Verhandlungen im nächsten Jahr keine neuen Bauwerke in der brisanten Zone mehr geben." Im Gegenzug erwarte man zeitnah praktikable Lösungen...

Es ist einfach Fakt, dass das Buddeln der Aufhänger ist, nicht die gestiegene Frequenz aller Biker. Und solange fast im 2 Monatsrhythmus neue Trails entstehen, erhöht man nur den Handlungsdruck in Richtung "wir müssen sofort nen Riegel vorschieben, bevor es zu spät ist."
Die Buddler werden da quasi als Speerspitze einer kritischen Masse "Mountainbiker" gesehen, die es zu bekämpfen gilt.
Dies ist aber absolut nicht der Fall! Ich persönlich fahre die Trails als Tourenfuzzy auch sehr gerne, aber ein Großteil der Tourenfahrer nutzt diese nicht und hat auch NULL Verständnis dafür, sieht man ja auch hier im Thread.

Ich sehe das so, den Druck aufzubauen war richtig und wichtig! Jetzt gilt es aber diesen auch sinnvoll in Vortrieb zu verwandeln, und nicht einfach solange weiter zu befeuern bis einem der Kessel um die Ohren fliegt... :daumen:
 

Karolus

steht auf Stahl!
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Palz
Ich kenne niemanden der regelmäßig baut, der sich noch nicht für die Legalisierung von Strecken eingesetzt hat.
Glaub ich dir. Ich drehe die Frage mal um: Hören die Buddler auf zu buddeln wenn sie eine oder auch mehrere legale Strecken bekommen? Ich glaube nicht.

Aber wenn die Buddler nicht mehr buddeln dürfen bis es was legales gibt sollen dann etwa die Trailfahrer auch nur noch auf breiten Wegen unterwegs sein bis die Gesetzeslage eindeutig ist?
Für mich besteht da eben ein gravierender Unterschied. Das Eine wird seit Jahrzehnten (mehr oder weniger bewusst) gedultet und es ist nicht eindeutig verboten. Das Andere führt gerade in den letzten Jahren zunehmend zu Konflikten und ist eindeutig gesetzwidrig. Ich finde nicht, dass man das über einen Kamm scheren kann.
Damit ist doch unserem Sport überhaupt nicht geholfen! Dann können wir alles zusammen demnächst nur noch graveln...
Unserem Sport ist aber auch nicht geholfen, wenn die Buddler durch ihr tun alle Bemühungen um legale Trails und uneingeschränkte Nutzung von Wanderern (Edit: Wanderwegen 😂) zunichte machen.
Wenn wir bei den Grundstückseigentümern und dem Gesetzgeber etwas erreichen wollen, sollten wir uns als ernstzunehmende und vertrauenswürdige Interessengruppe präsentieren und unser ohnehin schiefes Image nicht zusätzlich durch eindeutig illegale Handlungen versauen.
Und wie genau sind die Wanderwege in den letzten 100 Jahren durch den PWV entstanden auf denen sich die Trailbiker bewegen?
Ich persönlich orientiere mich ja immer an der aktuellen Gesetzeslage und nicht daran was vor 100 oder gar vor 85 Jahren Gesetz war.
 
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los realos
Und wie genau sind die Wanderwege in den letzten 100 Jahren durch den PWV entstanden auf denen sich die Trailbiker bewegen?

da standen welche am waldesrand als eine fee kam und sie drei wünsche frei hatten. ergo, wannerwäche(arbeitswege) um nach häschde zum schaffe zu kumme, pfälzer wald hidde um die kohle in de lohndudd auszugäewwe und ä paar wannerschuh.
 
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Fahrt doch einfach weiter und diskutiert nicht... es führt doch ohnehin zu keinem vernünftigen Ergebnis. Geniesst das Leben! So mach ich das jedenfalls! Die Summe der Arschlöcher bleibt immer konstant! Also fuck it!
 
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Fahrt doch einfach weiter und diskutiert nicht... es führt doch ohnehin zu keinem vernünftigen Ergebnis. Geniesst das Leben! So mach ich das jedenfalls! Die Summe der Arschlöcher bleibt immer konstant! Also fuck it!
Meine Meinung als Waldfahrradfahrveteran im PW:
Die Anzahl der Ar.... im PälzerWald nimmt aktuell deutlich zu!
Sowohl der „Querfeldeinfahrer“ unter den Spassbikern als auch der Wandergruppen, die dich auf breiten Waldautobahnen durch ihr Laufverhalten geradezu nötigen, anzuhalten bzw. den Weg zum Umfahren der Gruppe zu verlassen!
Auffällig dabei:

Die babbeln annersch wie die, die do schun seit Joare rumgurgen!!

Also Diskussionsbedarf besteht hier auf jeden Fall!
Gruß Padder
 
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Mit wem willst du denn da mit nem lösungsorientierten Ansatz diskukutieren?! Wir sind doch in unserer Cloud hier im Forum verankert und typisch für Foren dieser Art ist "im Kreis drehen". Diejenigen die es betrifft sind auch in ihrer Cloud. Also wird es nie zu einer Lösung kommen. Selbst wenn, wird es weiterhin Menschen geben (und das meinte ich mit "Summe") die sich dann doch nicht an die erarbeiteten Regeln halten.
Dir bleibt ja dann im Grunde nur zu hoffen, dass die Waldbesitzer/pächter/pfleger konsequent vor Ort sind und Knöllchen verteilen, statt blödsinnige Schilder mit noch blödsinnigeren pseudo-rechtswissenschaftlichem Inhalt an einen unschuldigen Baum nageln.
Ich bin auf die Urteile der Richter gespannt! Die werden für den Waldbesitzer sicherlich recht interessant ausfallen. So! Ich geh in den Wald!
 
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Du kommunizierst nun eben aber auch mit deinem Auftritt im Wald indirekt mit deiner Umgebung/Wanderer/Wildtiere usw.
Und es geht bereits auf dem Parkplatz bei der Anreise los und unser Hüttenpersonal auf de Hütt kann auch einiges positives und negatives dazu Berichten!
Infos zu PfalzBiker am Eingang und der Hüttendienst reist, welch Überraschung, mit dem Bike an (die jüngeren Zumindest).

Kurz, die persönliche Einstellung tragen wir (auch unbewusst), in den Wald hinein!

Und dann,
wie es in den Wald hineinruft,
so schallt ...!

Nur meine bescheidene Meinung!
Viel Spaß bei der Tour!
Padder
 

Kelme

"Meine Räder - meine Hunde - meine Autos"
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Pfalz - mittig
Das, was wir heute als Pfade oder Wege wahrnehmen hat nur zum Teil seinen Ursprung zur Zweckbestimmung des Wanderns. Wenn man das fortschreiben wollte und die ursprüngliche Zweckbestimmung in den Namen aufnimmt, haben wir Arbeitswege, Schulwege, Verbindungswege zum Zwecke des Verwandtenbesuches im Nachbardorf, Zugangswege zur Ernte von Beeren und anderen Waldprodukten, ... . Zu Beginn des 20sten Jahrhunderts gab es dann Vereine, die in der Folge Wege zum Wandern angelegt haben. In der Pfalz und anderswo. Der Großteil gerade der ländlichen Bevölkerung konnte sich den Aufenthalt im Wald nur zum "Unterwegssein" oder auch Wandern gar nicht leisten. In den Wald gehen bedeutete Holzeinschlag, Jagd(helfer), Reisig- und Holzsammeln, Heidelbeeren und Pilze suchen. Es ging um Broterwerb. Den Wald durchqueren, bedeutete den schnellsten Weg zur Verwandtschaft im Nachbarort wählen. ÖPNV war Fehlanzeige und das eigene Auto eine Utopie. Wenn es zu dieser Zeit die Option gegeben hätte diese Strecken mit einem Rad zurückzulegen, hätten das die Leute genutzt.
Von daher werbe ich darum nicht von Wanderwegen zu reden, denn dies legt eine einseitige Zweckbestimmung nahe. Ein Weg ist ein Weg ist ein Weg. Breite egal.

Covid-19 bedeutet für alle, die sich seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich/erfolglos Gedanken um "Besucherlenkung" und "Wegekonzeptionen" machen, einen gewaltigen Tritt in den Arsch.
  • Es gibt keine tragfähigen Konzepte um das erlebte Verkehrschaos an Hotspots zu verhindern
  • Die Vermüllung im Wald nimmt drastisch zu
  • Besucher sind zu wenig in der Lage Alternativen zu einem überfüllten Gebiet/Hotspot zu entwicklen
  • Neben anderen Besuchergruppen hat die Nutzung verschiedenster Spielarten des Mountainbikesports zugenommen
Die chronische Unterversorgung mit legalen Angeboten für das abfahrtsorientierte MTB-Fahren besteht schon viel länger (siehe auch Entstehungsdatum dieses Threads und noch davor). Wie in voranstehenden Beiträgen dargelegt, nimmt die Bautätigkeit in den vergangenen zwei Jahren zu. Unter dem "Stress mit der Besucherfülle im Wald" wird er verstärkt wahrgenommen. Von anderen Waldbesuchern. Von offizieller Seite.
Die Aufgabenträger für Wegekonzeptionen und Besucherlenkungskonzepte haben sich viel zu lange nur mit der Nutzergruppe der Wanderer beschäftigt. Betrachtet man allerdings die Verteilung der Strecken, die gefahren und publiziert werden, ist diese Vorgehensweise zum Beispiel für die Region um Neustadt nicht nachvollziehbar. Legt man publizierte Strecken von diversen Onlineplattformen übereinander, ergibt sich eine Häufung um das Weinbiet und die Kalmit. Auf Platz drei das Gebiet um die Lindemannsruh. Hat man sich von offizieller Seite mit dem MTB-Sport nicht beschäftigt, weil das Problem gar nicht so groß ist, wie in der Presse dargestellt wird? "Lösungen" wie zunächst von der Stadt Neustadt ins Auge gefasst, sind realitätsfremd. Man wollte (oder will man das noch immer?) die Mountainbiker über zwei Korridore nach Lambrecht leiten und dort sollen sie auf die "vorhandenen Strecken" geleitet werden. Der Versuch die Mountainbiker mit solchen (Nicht-)Angeboten aus der Region am Haardtrand zu vertreiben, bleibt garantiert erfolglos.
Nach der Lesart und dem Verständnis der offiziellen Seite gibt es ab Lambrecht genau eine offizielle Strecke, nämlich die Route 5 des MTB-Parks-Pfälzerwald. Das ist für Tourenfahrer. Das ist eher Langstrecke. Das ist nix für Locals, oder wenn da so einmal im Jahr oder so. Der Lenkungseffekt von beschilderten Strecken ist neu zu bewerten. Zudem: Der komplette Haardtrand hat vom Norden her bis kurz vor Landau genau Null offizielle Streckenangebote. Egal für welche Art des MTB-Sports.
Was allerdings auch ein ziemlicher Quatsch ist, wenn man im Wald an einer Strecke gefälschte Schilder versehen mit dem Logo von Landesforsten und der DIMB findet, auf denen das "Betreten der offiziellen MTB-Strecke der Stadt Bad Dürkheim für Wanderer untersagt wird". Geht's noch? Packt noch das Logo der Pfalzbiker drauf und damit wäre dann so ziemlich allen Fraktionen, die sich mit dme Thema befassen müssen, der Stinkefinger gezeigt. Danke für nichts.

In groben Punkten meine Meinung, was wir brauchen:
  • Einen respektvollen Umgang aller Waldbesucher und -nutzer untereinander und insbesondere der Natur gegenüber.
    Der Wildwuchs an gebuddelten Strecken ist weder das eine noch das andere. Wenn hier ein Status quo geschaffen werden soll, um möglichst viel Strecken als Verhandlungsmasse in mögliche Gespräche einzubringen, ist das ein Irrweg.
  • Ein offizielles und verantwortlich betriebenes Angebot für den Abfahrtssport per MTB am Haardtrand. Nicht eine Strecke, sondern zum Beispiel ein Dutzend. Nicht an einer Lokation, sondern vom Norden bis nach Schweigen-Rechtenbach verteilt. Dort wo es möglich ist mit der Möglichkeit zum Shutteln (wird eh gemacht).
    Eine echte Downhillstrecke sehe ich da noch nicht, weil diese für mich zum Beispiel mit Polsterungen an Bäumen und nochmals einem anderen Streckendesign verbunden wäre.
  • Ein klare Erklärung und Ansage zu welchem Zweck Schutzgebiete/Kernzonen eingerichtet werden. Wenn es früher Gebiete mit Wildkatzenvorkommen gab und diese heute nicht mehr da sind, ist das ein Baustein, warum man eine Maßnahme verstehen könnte. Der Ziegenmelker ist nicht der einzige Naturbewohner um den es geht.
  • Eine klare und verbindliche Vereinbarung, bis wann Projekte nach dem Start fertig und nutzbar sind. Hier soll kein AKW erreichtet werden und auch keine Autobahn gebaut werden. Das muss deutlich schneller gehen. Aussitzen, ignorieren und Scheuklappen funktionieren nicht mehr.
  • Perspektivisch ein Landeswaldgesetz, das nicht aus der Verbotssicht formuliert ist, sondern sich zum Beispiel am hessischen Landeswaldgesetz orientiert. Baden-Württemberg mit seiner 2-Meter-Regelung braucht man sich gar nicht als Vorbild nehmen. Die Regelung funktioniert dort nicht.
Was den Behörden ebenso klar sein dürfte, ist das chronische Vollzugsdefizit, wenn man darauf aus ist die gültige Rechtslage im Wald durchzusetzen. Zumal es dann früher oder später zu einer (höchst-)richterlichen Entscheidung kommen dürfte, welche Ansicht denn nun korrekt ist. Die Ansicht von Landesforsten? Die Auslegung zum Beispiel der DIMB? Was nicht sein kann: Immer wieder wird von behördlicher Seite gefordert, dass die Mountainbiker doch bitte selbst in ihren Reihen für Ordnung sorgen sollen. 'tschuldigung, hat schon jemand den ADAC mit Geschwindigkeitskontrollen oder der Vergabe von Parkknöllchen beauftragt? Was Vereine wie zum Beispiel die Pfalzbiker, der DAV oder die DIMB leisten können, ist durch Ausbildung und Aufklärung für einen respektvollen Umgang (siehe oben) zu werben und diesen vorzuleben. Diese Vereine können in Zusammenarbeit mit Behörden zielführende Projekte umsetzen.

Die Verbotskeule und selbst das harte Durchsetzen von Sperrungen und Befahrungsverboten zum beispiel auf Wegen wird kein einziges Problem lösen. Uneinsichtiges Verhalten entweder auf dem Rad oder an der Schaufel ebensowenig. Ich teile den Pessimismus, dass selbst bei einer vereinbarten und umgesetztes Zahl von offiziellen Strecken die Buddelei endet. Der/die eine hat zu kleine Eier und der der/die andere wieder zu große. Was dann tun? Plattmachen?! Bestrafen?!
In den Wettbewerb "Du musst mit uns solidarisch sein, weil du genauso illegal bist wie ich!" mag ich mich nicht einlassen. In der gelebten Übung der Pfälzer und der Wahrnehmung im Wald ist es ein Unterschied, ob ich auf einem Weg eine Gruppe anderer Waldbesucher passiere, oder ob ich dort wo vorher nichts war, einen Trail anlege.
 
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Da habt ihr meine volle Zustimmung! Das unterstreiche ich in fast allen Punkten. Wenn ich aber dennoch eine kleine Anmerkung machen darf. Ich kenne diese Behörden und deren "Arbeitsweisen" ziemlich gut vom Skaten. Da sind so unglaubliche Ähnlichkeiten... ein Dejavue!
Die Ramps die wurden alle verteufelt. Dann hast du irgenwann mal jemand so genervt, dass er vor den Wahlen sich dann doch bereit erklärt hat sowas zu unterstützen, das ging dann so lange gut bis sich jemand den Arm gebrochen hat. Verletzungen sind beim Skaten normal und man sollte seine Ramps immer in der Nähe eines Fast Food Restaurants aufbauen (Burger King is das sehr kulant!). Warum?? Die hatten immer Eis parat und waren sehr nett das auch herzugeben :). Spätestens dann waren die Rampen und mühevoll zusammengebaute Pipes wieder weg. Die wurden dann einfach zerstört und keiner wills gewesen sein.
Naja die Biker brauchen halt viel mehr Platz und da weiss ich nicht, ob man da einen "Gönner" aus der Politik an Land ziehen kann. Der sich vor Allem diesen Schuh anziehen will.
Was ich aber dennoch total krass finde ist, dass es komplett einseitig gesehen und berichtet wird. Zeitung, Forstamt und selbst diese Radvereine... zero tolerance und rechtlich teilweis völlig daneben bzw. eine sehr "eigene" Interpretation. Vom KL DIMB hab ich ne email vorliegen, da bin ich fast gewillt die mal hier zu posten :D.
 
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Naja, ist ja schon Trendy aufm Mofa!
Und es sind Landtagswahlen!
Aber doch ein heisses Eisen?!🤔
Aber gehört doch irgendwie zusammen!!
 

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Neustad a.d.W.
Das Schild oben ist durchaus Ernst gemeint und stellt die Meinung des Forstes am Haardtrand dar. Glaubt ihr ernsthaft, dass unsere Interessenvertretung (DIMB) die alleinige Auslegungshoheit des rheinland-pfälzischen Gesetzes hat? Lest euch mal die angehängte pdf durch und dann schaut mal, wer dahinter steht. Dann sollte all denen, die hier fleißig gegen die gebauten Strecken wettern und sich selbst die heilige Krone des unantastbaren, moralisch weit überlegenen Wanderweg-Fahrers aufsetzen hoffentlich ein Licht aufgehen!
Wenn irgendwann mal überall Verbotsschilder auftauchen dann können wir Mountainbiker immerhin behaupten, dass wir die erste Sportart waren die sich freudig strahlend das eigene Grab geschaufelt hat. Und warum? Weil wir es immer noch nicht gecheckt haben, dass wir zusammenhalten müssen und nur GEMEINSAM was erreichen.
Aber nein, alle ohne E zeigen fleißig auf die E-Biker, die jetzt überall hin kommen, der E-Biker auf die Crosser, die viel zu schnell auf breiten Wegen rum brettern, der Endurofahrer auf die Tourenfahrer, die auf den Wanderwegen für Stress sorgen und der Tourenfahrer auf die Endurofaher, die sich irgendwo Strecken bauen. Hauptsache mann kann auf irgendwen schimpfen und ist selbst ach so heilig.
Wir wärs denn mal wenn wir endlich Verständnis für alle Spielarten aufbringen und versuchen zu verstehen, warum der andere das genau so macht. Wir alle sind dafür Verantwortlich, wie es gerade im Wald läuft. Jeder von uns stört eine andere Nutzergruppe die vor uns da war. Egal wie wir uns benehmen!

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Denke das Symbol zeigt dass diese Datei mal wieder dringend überarbeitet gehört.
 
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Meine Meinung als Waldfahrradfahrveteran im PW:
Die Anzahl der Ar.... im PälzerWald nimmt aktuell deutlich zu!
Sowohl der „Querfeldeinfahrer“ unter den Spassbikern als auch der Wandergruppen, die dich auf breiten Waldautobahnen durch ihr Laufverhalten geradezu nötigen, anzuhalten bzw. den Weg zum Umfahren der Gruppe zu verlassen!
Auffällig dabei:

Die babbeln annersch wie die, die do schun seit Joare rumgurgen!!

Also Diskussionsbedarf besteht hier auf jeden Fall!
Gruß Padder
mh, du mändschd die schooooorleeeeeeeeeee fuzzis🥛
 
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mh, du mändschd die schooooorleeeeeeeeeee fuzzis🥛
Wissen nidd was Grumbeere oder Gebreedelde Sinn unn wollen zu de Flasch Bier e Glas!!😂
Beschweren sich, das das Brot zum Weiße Kees abgezehlt wird und nur auf Verlangen aufgestockt wird!!

„Wieso ist die Erbsensuppe schon um 14 Uhr leer?“
„A weil se oarich guud woar!! Lääfsch es negschde Mol frieher lous, griegschd äch was ab!“

Waldpädagogig fär Touris!!😂
 

schweigi

schweigi
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Das, was wir heute als Pfade oder Wege wahrnehmen hat nur zum Teil seinen Ursprung zur Zweckbestimmung des Wanderns. Wenn man das fortschreiben wollte und die ursprüngliche Zweckbestimmung in den Namen aufnimmt, haben wir Arbeitswege, Schulwege, Verbindungswege zum Zwecke des Verwandtenbesuches im Nachbardorf, Zugangswege zur Ernte von Beeren und anderen Waldprodukten, ... . Zu Beginn des 20sten Jahrhunderts gab es dann Vereine, die in der Folge Wege zum Wandern angelegt haben. In der Pfalz und anderswo. Der Großteil gerade der ländlichen Bevölkerung konnte sich den Aufenthalt im Wald nur zum "Unterwegssein" oder auch Wandern gar nicht leisten. In den Wald gehen bedeutete Holzeinschlag, Jagd(helfer), Reisig- und Holzsammeln, Heidelbeeren und Pilze suchen. Es ging um Broterwerb. Den Wald durchqueren, bedeutete den schnellsten Weg zur Verwandtschaft im Nachbarort wählen. ÖPNV war Fehlanzeige und das eigene Auto eine Utopie. Wenn es zu dieser Zeit die Option gegeben hätte diese Strecken mit einem Rad zurückzulegen, hätten das die Leute genutzt.
Von daher werbe ich darum nicht von Wanderwegen zu reden, denn dies legt eine einseitige Zweckbestimmung nahe. Ein Weg ist ein Weg ist ein Weg. Breite egal.

Covid-19 bedeutet für alle, die sich seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich/erfolglos Gedanken um "Besucherlenkung" und "Wegekonzeptionen" machen, einen gewaltigen Tritt in den Arsch.
  • Es gibt keine tragfähigen Konzepte um das erlebte Verkehrschaos an Hotspots zu verhindern
  • Die Vermüllung im Wald nimmt drastisch zu
  • Besucher sind zu wenig in der Lage Alternativen zu einem überfüllten Gebiet/Hotspot zu entwicklen
  • Neben anderen Besuchergruppen hat die Nutzung verschiedenster Spielarten des Mountainbikesports zugenommen
Die chronische Unterversorgung mit legalen Angeboten für das abfahrtsorientierte MTB-Fahren besteht schon viel länger (siehe auch Entstehungsdatum dieses Threads und noch davor). Wie in voranstehenden Beiträgen dargelegt, nimmt die Bautätigkeit in den vergangenen zwei Jahren zu. Unter dem "Stress mit der Besucherfülle im Wald" wird er verstärkt wahrgenommen. Von anderen Waldbesuchern. Von offizieller Seite.
Die Aufgabenträger für Wegekonzeptionen und Besucherlenkungskonzepte haben sich viel zu lange nur mit der Nutzergruppe der Wanderer beschäftigt. Betrachtet man allerdings die Verteilung der Strecken, die gefahren und publiziert werden, ist diese Vorgehensweise zum Beispiel für die Region um Neustadt nicht nachvollziehbar. Legt man publizierte Strecken von diversen Onlineplattformen übereinander, ergibt sich eine Häufung um das Weinbiet und die Kalmit. Auf Platz drei das Gebiet um die Lindemannsruh. Hat man sich von offizieller Seite mit dem MTB-Sport nicht beschäftigt, weil das Problem gar nicht so groß ist, wie in der Presse dargestellt wird? "Lösungen" wie zunächst von der Stadt Neustadt ins Auge gefasst, sind realitätsfremd. Man wollte (oder will man das noch immer?) die Mountainbiker über zwei Korridore nach Lambrecht leiten und dort sollen sie auf die "vorhandenen Strecken" geleitet werden. Der Versuch die Mountainbiker mit solchen (Nicht-)Angeboten aus der Region am Haardtrand zu vertreiben, bleibt garantiert erfolglos.
Nach der Lesart und dem Verständnis der offiziellen Seite gibt es ab Lambrecht genau eine offizielle Strecke, nämlich die Route 5 des MTB-Parks-Pfälzerwald. Das ist für Tourenfahrer. Das ist eher Langstrecke. Das ist nix für Locals, oder wenn da so einmal im Jahr oder so. Der Lenkungseffekt von beschilderten Strecken ist neu zu bewerten. Zudem: Der komplette Haardtrand hat vom Norden her bis kurz vor Landau genau Null offizielle Streckenangebote. Egal für welche Art des MTB-Sports.
Was allerdings auch ein ziemlicher Quatsch ist, wenn man im Wald an einer Strecke gefälschte Schilder versehen mit dem Logo von Landesforsten und der DIMB findet, auf denen das "Betreten der offiziellen MTB-Strecke der Stadt Bad Dürkheim für Wanderer untersagt wird". Geht's noch? Packt noch das Logo der Pfalzbiker drauf und damit wäre dann so ziemlich allen Fraktionen, die sich mit dme Thema befassen müssen, der Stinkefinger gezeigt. Danke für nichts.

In groben Punkten meine Meinung, was wir brauchen:
  • Einen respektvollen Umgang aller Waldbesucher und -nutzer untereinander und insbesondere der Natur gegenüber.
    Der Wildwuchs an gebuddelten Strecken ist weder das eine noch das andere. Wenn hier ein Status quo geschaffen werden soll, um möglichst viel Strecken als Verhandlungsmasse in mögliche Gespräche einzubringen, ist das ein Irrweg.
  • Ein offizielles und verantwortlich betriebenes Angebot für den Abfahrtssport per MTB am Haardtrand. Nicht eine Strecke, sondern zum Beispiel ein Dutzend. Nicht an einer Lokation, sondern vom Norden bis nach Schweigen-Rechtenbach verteilt. Dort wo es möglich ist mit der Möglichkeit zum Shutteln (wird eh gemacht).
    Eine echte Downhillstrecke sehe ich da noch nicht, weil diese für mich zum Beispiel mit Polsterungen an Bäumen und nochmals einem anderen Streckendesign verbunden wäre.
  • Ein klare Erklärung und Ansage zu welchem Zweck Schutzgebiete/Kernzonen eingerichtet werden. Wenn es früher Gebiete mit Wildkatzenvorkommen gab und diese heute nicht mehr da sind, ist das ein Baustein, warum man eine Maßnahme verstehen könnte. Der Ziegenmelker ist nicht der einzige Naturbewohner um den es geht.
  • Eine klare und verbindliche Vereinbarung, bis wann Projekte nach dem Start fertig und nutzbar sind. Hier soll kein AKW erreichtet werden und auch keine Autobahn gebaut werden. Das muss deutlich schneller gehen. Aussitzen, ignorieren und Scheuklappen funktionieren nicht mehr.
  • Perspektivisch ein Landeswaldgesetz, das nicht aus der Verbotssicht formuliert ist, sondern sich zum Beispiel am hessischen Landeswaldgesetz orientiert. Baden-Württemberg mit seiner 2-Meter-Regelung braucht man sich gar nicht als Vorbild nehmen. Die Regelung funktioniert dort nicht.
Was den Behörden ebenso klar sein dürfte, ist das chronische Vollzugsdefizit, wenn man darauf aus ist die gültige Rechtslage im Wald durchzusetzen. Zumal es dann früher oder später zu einer (höchst-)richterlichen Entscheidung kommen dürfte, welche Ansicht denn nun korrekt ist. Die Ansicht von Landesforsten? Die Auslegung zum Beispiel der DIMB? Was nicht sein kann: Immer wieder wird von behördlicher Seite gefordert, dass die Mountainbiker doch bitte selbst in ihren Reihen für Ordnung sorgen sollen. 'tschuldigung, hat schon jemand den ADAC mit Geschwindigkeitskontrollen oder der Vergabe von Parkknöllchen beauftragt? Was Vereine wie zum Beispiel die Pfalzbiker, der DAV oder die DIMB leisten können, ist durch Ausbildung und Aufklärung für einen respektvollen Umgang (siehe oben) zu werben und diesen vorzuleben. Diese Vereine können in Zusammenarbeit mit Behörden zielführende Projekte umsetzen.

Die Verbotskeule und selbst das harte Durchsetzen von Sperrungen und Befahrungsverboten zum beispiel auf Wegen wird kein einziges Problem lösen. Uneinsichtiges Verhalten entweder auf dem Rad oder an der Schaufel ebensowenig. Ich teile den Pessimismus, dass selbst bei einer vereinbarten und umgesetztes Zahl von offiziellen Strecken die Buddelei endet. Der/die eine hat zu kleine Eier und der der/die andere wieder zu große. Was dann tun? Plattmachen?! Bestrafen?!
In den Wettbewerb "Du musst mit uns solidarisch sein, weil du genauso illegal bist wie ich!" mag ich mich nicht einlassen. In der gelebten Übung der Pfälzer und der Wahrnehmung im Wald ist es ein Unterschied, ob ich auf einem Weg eine Gruppe anderer Waldbesucher passiere, oder ob ich dort wo vorher nichts war, einen Trail anlege.
Bringt jetzt aber auch nicht viel wenn du hier in der sogenannten Cloud deine Meinung preisgibst und deine Punkte aufzählst! Da musst du dich wohl eher in einem Verein oder bei den Offiziellen engagiern sonst war deine Zeit die du dir genommen hast das hier zu tippen auch für umme! Ist ja nicht böse gemeint aber das wurde ja jetzt alles schon zig mal auf allen Kanälen diskutiert aber es passiert halt eifach auch nichts ausser das die Rhein Pfalz weiterhin ihre scheisse über ihr Lügenblatt in der Öffentlichkeit weiterverbreitet und uns MTBler in der Öffentlichkeit immer schlechter dastehen lässt!
Ja wir brauchen am Haardtrand und im ganzen Pfälzer Wald eine Trailinfrastruktur und da müssen alle ob Vereine oder Illegale an einem Strang ziehen und dafür fighten!!!
 
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Bringt jetzt aber auch nicht viel wenn du hier in der sogenannten Cloud deine Meinung preisgibst und deine Punkte aufzählst! Da musst du dich wohl eher in einem Verein oder bei den Offiziellen engagiern sonst war deine Zeit die du dir genommen hast das hier zu tippen auch für umme! Ist ja nicht böse gemeint aber das wurde ja jetzt alles schon zig mal auf allen Kanälen diskutiert aber es passiert halt eifach auch nichts ausser das die Rhein Pfalz weiterhin ihre scheisse über ihr Lügenblatt in der Öffentlichkeit weiterverbreitet und uns MTBler in der Öffentlichkeit immer schlechter dastehen lässt!
Ja wir brauchen am Haardtrand und im ganzen Pfälzer Wald eine Trailinfrastruktur und da müssen alle ob Vereine oder Illegale an einem Strang ziehen und dafür fighten!!!
Aller hopp, awer immer noch besser die Meinung wie im Wald rumfahre und Göhde-Gedichte rezidiere!🤷‍♂️
 
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Bringt jetzt aber auch nicht viel wenn du hier in der sogenannten Cloud deine Meinung preisgibst und deine Punkte aufzählst! Da musst du dich wohl eher in einem Verein oder bei den Offiziellen engagiern sonst war deine Zeit die du dir genommen hast das hier zu tippen auch für umme! Ist ja nicht böse gemeint aber das wurde ja jetzt alles schon zig mal auf allen Kanälen diskutiert aber es passiert halt eifach auch nichts ausser das die Rhein Pfalz weiterhin ihre scheisse über ihr Lügenblatt in der Öffentlichkeit weiterverbreitet und uns MTBler in der Öffentlichkeit immer schlechter dastehen lässt!
Ja wir brauchen am Haardtrand und im ganzen Pfälzer Wald eine Trailinfrastruktur und da müssen alle ob Vereine oder Illegale an einem Strang ziehen und dafür fighten!!!
Info: Der, den Du da ansprichst, ist einer der sich in der Pfalz engagiert!
 
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