Die Zukunft des bikens im Pfälzer Wald

D

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Guest
Da du mich markiert hast, muss ich davon ausgehen, du meinst mich... :spinner:

Ich glaube ich kann mir vieles vorwerfen lassen, aber sicher nicht, an einer Lösung nicht mit Nachdruck zu arbeit ein versehen, Entschuldigung das liegt wahrscheinlich an meinem Browser.

Entschuldigung, dies ist jetzt schon ein paar mal so passiert, liegt wahrscheinlich an meinem Browser.
Ich meinte Fusionrider, sorry nochmal.
 
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Aber warum Forst? Dem kann es doch eigentlich Egal sein...oder werden die getriggert?

Ich sehe da eher andere Gruppen...
Ich glaube der Forst macht als Staatsdiener einfach nur das, was im Gesetz steht. Um effektiv zu wirtschaften stört ihn jeder im Wald. Gleichzeitig gibt es noch große Interessensverbände wie Jäger, Wanderer,... die ihn jetzt nicht unbedingt darin bestärken werden seine Meinung zu überdenken. Schade ist eigentlich, dass die WaSEG ein Papier erstellt hat wo letztendlich alle Verbände auf Bundesebene schon deutlich weiter sind: WaSEG-Dimb

Zu der Informationspolitik: Die PB wollen die Mitglieder aber auch Interessierte in Zukunft deutlich mehr informieren, was gerade so im Hintergrund passiert. Hierfür gibt es in Zukunft regelmäßig im monatsturnus einen virtuellen Stammtisch. Der letzte war vergangenen Donnerstag. Hier werden auch so Themen wie zum Beispiel der Runde Tisch angesprochen und erläutert. Hierzu wird auf kurzem Wege über den Newsletter und die Whatsapp-Gruppen eingeladen, die für alle öffentlich sind. Wer sich hier informieren möchte ist gerne willkommen und kann sich auf bei der Diskussionsrunde im Anschluss konstruktiv einbringen.
 
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... Um effektiv zu wirtschaften stört ihn jeder im Wald. Gleichzeitig gibt es noch große Interessensverbände wie Jäger, Wanderer,... die ihn jetzt nicht unbedingt darin bestärken werden seine Meinung zu überdenken. Schade ist eigentlich, dass die WaSEG ein Papier erstellt hat wo letztendlich alle Verbände auf Bundesebene schon deutlich weiter sind: WaSEG-Dimb
Tja...dann sollte "der Forst" aber auch mal die Verordnung vom Biosphärenservervat lesen... ;)

In meinen Augen (und die meiner Fachfrau) macht er das nicht...

Aber wen sag ich das...

§4:
(1) Schutzzweck des Biosphärenreservats Pfälzerwald ist es, das Gebiet einheitlich so zu entwickeln und zu schützen, dass die biologische Vielfalt erhalten oder wiederhergestellt und eine nachhaltige Nutzung gewährleistet wird. Dabei sind die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte zu berücksichtigen. Der Schutzzweck umfasst insbesondere

1.
die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der landschaftlichen Eigenart und Schönheit des Pfälzerwalds mit seinen ausgedehnten, unzerschnittenen und störungsarmen Räumen, Waldgebieten, Bergen, Wiesen- und Bachtälern, seinen Felsregionen, dem Wasgau, der Gebirgskette der Haardt, dem vorgelagerten Hügelland und den Weinbergslagen, mit seiner Biotop- und Artenvielfalt und seinem naturnahen Charakter sowie seinen Bestandteilen traditioneller Kulturlandschaften,

2.
die beispielhafte Entwicklung und Erprobung von besonders schonenden und dauerhaften Landnutzungen und Wirtschaftsweisen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und des Landschaftscharakters,

3.
die Herstellung und Erhaltung eines Beitrags zum landesweiten Biotopverbund,

4.
die Erhaltung und Entwicklung dieser Mittelgebirgslandschaft für die dortigen Lebens- und Arbeitsbedingungen, die Erholung, das Naturerleben und einen nachhaltigen Tourismus,

5.
die Förderung der nachhaltigen Regionalentwicklung,

6.
die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und

7.
die Erhaltung und Pflege dieser Landschaft als Bestandteil des Weltnetzes der Biosphärenreservate im Programm der UNESCO „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB-Programm), insbesondere zur Erprobung und Anwendung nachhaltiger Entwicklungen.
Die wirtschaftliche Nutzung steht dabei nicht vorrangig sondern ist gleichgesetzt mit allen anderen Punkten...

Aber Finger Pointing hilft leider an der Stelle nicht...

Das WaSEG-Papier kenne ich, trotzdem Danke...
 

Karolus

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Nochmal zur Einheit vs Spaltung der Biker untereinander. Obwohl dies hier und anderswo bereits mehrfach entkräftet wurde, schwingt in vielen Kommentaren auf beiden Seiten noch immer so ein unterschwelliger Generationen- bzw. Disziplinkonflikt mit. Alla jung gegen alt und Tourenfahrer gegen Gravity.
Das ist in meinen Augen schlicht falsch und nicht hilfreich. Die Konfliktlinie verläuft nicht zwischen jung und alt oder unterschiedlichen Bike-Disziplinen, sondern zwischen Bikern die buddeln und Bikern die das Buddeln für kontraproduktiv halten. Das vielfach vorgebrachte Argument, "du bist halt alt/jung bzw. Tourenbiker/Gravity und denkst nur an deine Art des Bikens" geht hier m.E. fehl und trägt tatsächlich zur Spaltung bei. Sehr viele (u.a. ich) machen doch beides gerne. Touren auf bestehenden Pfaden und "ballern" auf gebauten Trails. Letzteres mach ich aus Prinzip nur auf legalen Strecken.
Insofern sehe ich hier keine Spaltung zwischen den Bikern sondern zwischen buddelnden Bikern und nicht buddelnden Bikern. Da erstere im Vergleich zu letzteren eine sehr kleine Randgruppe darstellen dürften (leider mit gravierenden Folgen für Alle), ist der vielfach herbeigeredete Riss in der Bikegemeinde m.E. gar nicht wirklich vorhanden.
 

DerandereJan

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Die "Buddler" mögen gerade überziehen, letztlich haben sie aber auch aufgezeigt, dass es einen Mangel gibt und ein hoffentlich entstehendes Angebot ausgelöst.
Und mit deiner kleinen Zahl bin ich mir nicht so sicher... entgegen der paar sehr lauten Tourenfahrer, die so Trails niemals nicht nutzen würden, erlebe ich einen großen Teil von Tourenfahrern, die heimlich still und leise genießen, und hier nicht schreiben... :daumen:
 
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Nochmal zur Einheit vs Spaltung der Biker untereinander. Obwohl dies hier und anderswo bereits mehrfach entkräftet wurde, schwingt in vielen Kommentaren auf beiden Seiten noch immer so ein unterschwelliger Generationen- bzw. Disziplinkonflikt mit. Alla jung gegen alt und Tourenfahrer gegen Gravity.
Das ist in meinen Augen schlicht falsch und nicht hilfreich. Die Konfliktlinie verläuft nicht zwischen jung und alt oder unterschiedlichen Bike-Disziplinen, sondern zwischen Bikern die buddeln und Bikern die das Buddeln für kontraproduktiv halten. Das vielfach vorgebrachte Argument, "du bist halt alt/jung bzw. Tourenbiker/Gravity und denkst nur an deine Art des Bikens" geht hier m.E. fehl und trägt tatsächlich zur Spaltung bei. Sehr viele (u.a. ich) machen doch beides gerne. Touren auf bestehenden Pfaden und "ballern" auf gebauten Trails. Letzteres mach ich aus Prinzip nur auf legalen Strecken.
Insofern sehe ich hier keine Spaltung zwischen den Bikern sondern zwischen buddelnden Bikern und nicht buddelnden Bikern. Da erstere im Vergleich zu letzteren eine sehr kleine Randgruppe darstellen dürften (leider mit gravierenden Folgen für Alle), ist der vielfach herbeigeredete Riss in der Bikegemeinde m.E. gar nicht wirklich vorhanden.
schau dir nochmal die Umfrage-Daten vom @Irie Guide an. Ich glaube du unterschätzt, wie viele solch ein Angebot regelmäßig nutzen und auch aktiv daran beteiligt sind. Die Ergebnisse zeigen, dass 72,2% mehr oder minder regelmäßig auf solchen Strecken fahren und 22,9% selbst buddeln. Bei 200 Befragten sind das ne ganze Menge Leute... Aber hier darf sich jeder seine eigene Meinung aus den Ergebnissen bilden!
 

Karolus

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Die "Buddler" mögen gerade überziehen, letztlich haben sie aber auch aufgezeigt, dass es einen Mangel gibt und ein hoffentlich entstehendes Angebot ausgelöst.
Und mit deiner kleinen Zahl bin ich mir nicht so sicher... entgegen der paar sehr lauten Tourenfahrer, die so Trails niemals nicht nutzen würden, erlebe ich einen großen Teil von Tourenfahrern, die heimlich still und leise genießen, und hier nicht schreiben... :daumen:
schau dir nochmal die Umfrage-Daten vom @Irie Guide an. Ich glaube du unterschätzt, wie viele solch ein Angebot regelmäßig nutzen und auch aktiv daran beteiligt sind. Die Ergebnisse zeigen, dass 72,2% mehr oder minder regelmäßig auf solchen Strecken fahren und 22,9% selbst buddeln. Bei 200 Befragten sind das ne ganze Menge Leute... Aber hier darf sich jeder seine eigene Meinung aus den Ergebnissen bilden!
Das Argument mit dem Bedarf aufzeigen wird ja immer wieder gebracht und ja, der Bedarf ist da. Ich halte das nur eben für den falschen Weg einen Bedarf anzumelden. Das könnte man auch über einen geschlossenen Auftritt möglichst vieler Vereine etc. bei den zuständigen Entscheidungsträgern/Behörden machen. Ist natürlich langwieriger und anstrengend. Das Problem mit der illegalen Hauruck Methode ist halt, dass man vielleicht hier und da einen Trail legalisieren kann, aber dann eben oft mit der Einschränkung, das bestehende Wegnetz nicht mehr nutzen zu dürfen. Nach dem Motto: Die illegalen Trails sind ein Problem, also bekommen "die Biker" jetzt halt ihren legalen Trail und im Rest des Waldes ist dann Ruhe. Würde man dagegen von vornherein den offiziellen Weg gehen und den genehmigten Trail als zusätzliches Angebot für eine andere Spielart des Bikens anbieten, sehe ich größere Chancen, dass das Ganze nicht als Bike-Getto endet.

Das die gebauten Trails von vielen nicht Buddlern befahren werden bezweifle ich ja nicht. Nur würde die Mehrheit sich wohl keine eigenen bauen, wenn diese nicht schon vorhanden wären. Insofern fängt für mich das Problem beim Buddeln an.
 

DerandereJan

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Das Genehmigungsverfahren in Gießen, in das ich Einblick hatte, hat nach 6 Jahren fortwährend Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen, zig Gutachten und jede Menge Geld gekostet, um am Ende EINE 500m Strecke legalisiert zu bekommen. Zeitgleich wurde das Fahren an dem Hügel auf allen anderen Wegen unterbunden.
Für mich eine sehr frustrierende Erfahrung, die ich kein zweites Mal brauche.

Wäre schön, wenn hier alle Beteiligten schnell zu einer echten Lösung kommen!
 
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Das Argument mit dem Bedarf aufzeigen wird ja immer wieder gebracht und ja, der Bedarf ist da. Ich halte das nur eben für den falschen Weg einen Bedarf anzumelden. Das könnte man auch über einen geschlossenen Auftritt möglichst vieler Vereine etc. bei den zuständigen Entscheidungsträgern/Behörden machen. Ist natürlich langwieriger und anstrengend. Das Problem mit der illegalen Hauruck Methode ist halt, dass man vielleicht hier und da einen Trail legalisieren kann, aber dann eben oft mit der Einschränkung, das bestehende Wegnetz nicht mehr nutzen zu dürfen. Nach dem Motto: Die illegalen Trails sind ein Problem, also bekommen "die Biker" jetzt halt ihren legalen Trail und im Rest des Waldes ist dann Ruhe. Würde man dagegen von vornherein den offiziellen Weg gehen und den genehmigten Trail als zusätzliches Angebot für eine andere Spielart des Bikens anbieten, sehe ich größere Chancen, dass das Ganze nicht als Bike-Getto endet.

Das die gebauten Trails von vielen nicht Buddlern befahren werden bezweifle ich ja nicht. Nur würde die Mehrheit sich wohl keine eigenen bauen, wenn diese nicht schon vorhanden wären. Insofern fängt für mich das Problem beim Buddeln an.
Genau so sehe ich es auch.

Weiß jemand wie es bei anderen gelaufen ist, die bereits legale Strecken haben?
Kann mir kaum vorstellend, dass dort in dem Umfang wie hier in der Pfalz illegale Trails gebaut wurden, die dann ausschlaggebend für eine Genehmigung und Realisierung waren.

Wenn mir jemand Beweise vorlegen kann, dass der illegale Trailbau die Genehmigungsbemühungen positiv beeinflusst, und es sogar beschleunigt, immer her mit den Informationen 😁
Und solange bleibe ich bei meiner Haltung, dass ein Einlenken und ein Distanzieren bzw. ein Bau-Stop in einigen Hotspots angebracht wäre.
✌️
 

THBiker

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Vielleicht ganz interessant in diesem Zusammenhang, wie es der Mountainbike Freiburg e.V. offiziell handhabt. mehr Infos findet man auf deren Homepage.

Legalize it!​

Oder: Warum wir uns von illegalen Trails distanzieren.
Freiburg, die Mountainbike-Hauptstadt Deutschlands. Immer wieder wird Freiburg in den Medien hervorgehoben, der Modell-Charakter unserer Trails betont. Und immer häufiger werden wir von Mountainbiker*innen aus ganz Deutschland kontaktiert, die Ähnliches realisieren wollen und fragen, warum das bei uns eigentlich so gut funktioniert.
In der Regel ist dann der erste Teil der Antwort: Weil wir von Anfang an eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt bzw. dem Städtischen Forstamt Freiburg hatten und nach wie vor pflegen. Mit einer Ausnahme wurden alle unsere Trails komplett neu angelegt – so konnten von Beginn an unterschiedliche Interessen berücksichtigt und Konflikte reduziert werden. Für die Waldeigentümer und -verantwortlichen stellt die enge Zusammenarbeit umgekehrt eine Möglichkeit dar, Freizeitaktivitäten zu lenken und wirtschaftlich und naturschutzfachlich besonders wertvolle Bereiche vor Schäden und Störungen zu schützen.
Leider wurden in letzter Zeit wieder vermehrt illegale Strecken in den Wäldern rund um Freiburg angelegt. Es geht dabei nicht um das Befahren vorhandener Wanderwege, sondern die komplette Neuanlage von Strecken inklusive Bauwerken.
Was ist daran eigentlich so schlimm? Die illegalen Strecken berücksichtigen weder Besitzverhältnisse und Haftungsfragen noch die Belange von Natur- und Artenschutz. So führt eine illegale Strecke östlich von Freiburg, die aktuell für sehr viel Ärger sorgt, durch Flächen mit besonders großer Bedeutung für den Naturschutz.
Wer mehr wissen möchte: Das sind zum einen sogenannte Prozessschutzflächen, also Waldteile, die von der Nutzung ausgenommen und der natürlichen Entwicklung überlassen werden. Sie sind u.a. wegen ihres Totholzreichtums und dem Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten schützenswert und als Forschungsobjekte für die Wissenschaft interessant. Zum anderen sind geschützte Waldbiotope betroffen. Dabei handelt es sich allgemein um sehr seltene, naturnahe Waldbereiche oder auch Gewässer, Moore und Feuchtgebiete.
Gerade in den intensiv genutzten, stadtnahen Wäldern, aber auch vor dem Hintergrund des Klimawandels und den damit verbundenen Veränderungen (z.B. Trockenheit, Ausbreitung invasiver Arten), sind diese geschützten Biotope extrem wichtig für den Rückzug teils selten gewordener Tier- und Pflanzenarten, die Vernetzung ihrer Lebensräume und damit letztlich für ihr Überleben.
Das Unverständnis und der Unmut, der durch solche Strecken hervorgerufen wird, trifft leider nicht nur die Erbauer, sondern verschlechtert erfahrungsgemäß das Image der gesamten Mountainbike-Community. Es verhindert dadurch im schlimmsten Fall sogar die Entwicklung neuer, legaler Trails.
Der Mountainbike Freiburg e.V. distanziert sich daher klar von diesen illegal angelegten Strecken.
Übrigens: Wir bieten allen Interessierten die Möglichkeit, an der Erhaltung vorhandener und der Entwicklung neuer Vereinsstrecken mitzuwirken. Wem unsere Strecken nicht zusagen, hat natürlich jederzeit die Möglichkeit, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, sollte das aber ebenfalls auf legalem Weg tun. Wer außerhalb von Freiburg Trails bauen oder legalisieren möchte, wird von uns gerne dahingehend detailliert beraten, wie ein solches Vorhaben langfristig erfolgreich funktionieren kann.
Die Geschäftsführung & der Vorstand des Mountainbike Freiburg e.V.


So entstehen Trails​

Bei bisher allen unseren Trails gab es zuerst Gespräche, Planung und Genehmigung mit den zuständigen "Offiziellen" - hier in Freiburg ist das zunächst vor allem das Forstamt Freiburg. Im Hexental sind wir dagegen zur Zeit in Gesprächen mit den Gemeinden Au, Merzhausen und Horben, um einen illegal gebauten Trail zu legalisieren. Dies kann jedoch immer nur eine "Notlösung" sein - bitte kommt nicht auf die Idee, illegal Trails anzulegen und das Ganze dann vom Verein in die Legalität hinüberretten zu wollen. Am Beispiel von Bordeline und Canadian Trail könnt ihr euch hier anschauen, wie das bei uns mit dem Trailbau in der Regel so läuft:
Borderline - seit 2007
Ansgar und Basti trafen sich am Rosskopf mit dem zuständigen Revierförster Herrn Thoma, um über einen möglichen Streckenverlauf zu beraten. Zur Orientierung diente ein Wanderweg, der vom Rosskopfgipfel entlang der Grenzgemarkung Freiburg/Ebnet zur Jugendherberge an der Kartäuserstraße verläuft. Der Rahmen, in dem gebaut werden durfte, beschränkt sich auf das Bauen von Anliegern und Freischneiden des Trails, mit minimalem Umlegen des ursprünglichen Wanderweges.
Ziel war es, eine spaßige Strecke für Jedermann zu erstellen, egal ob Carbon-Hardtail- oder Downhillradbesitzer, Fahranfänger oder Profi und somit den Mountainbikeransturm auf den Rosskopf zu kanalisieren.
Damals war die Sache sehr klein und das Forstamt hat unsere Arbeiten an und unser Fahren auf der Strecke geduldet. Mit der Zeit wird so etwas dann natürlich publik, auch über die Grenzen Freiburgs hinaus war die Resonanz sehr groß. Die großen Mountainbike-Magazine haben alle mindestens einmal über die Strecke berichtet, wodurch viele Leute auch von außerhalb nach Freiburg kamen um die Strecke am Rosskopf zu befahren.
Die Zusammenarbeit mit dem Forstamt/Förster war immer sehr unkompliziert und hat wunderbar funktioniert. Im Frühjahr 2011 kam dann das Forstamt auf uns (bzw. Ansgar) zu, mit der Bitte gemeinsam eine rechtlich einwandfreie Lösung für die Strecke zu finden. Bisher fiel die Strecke in eine rechtliche Grauzone und im Ernstfall hätten das Forstamt und der zuständige Revierförster zu jeweils einer Hälfte gehaftet.
Schon nach dem ersten Gespräch wurde klar, dass der ideale Weg eine Vereinsgründung wäre …
 
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Ich dachte eigentlich dass der Borderline Trail in Freiburg ehemals illegal war und dann legalisiert wurde (bissl unklar im Vereinsstatement "Grauzone")...
Ebenso war z.B. in Bern, CH der Gurtentrail illegal und wurde dann legalisiert...

Wenn ein legales Angebot an Abfahrtstrails geschaffen ist (vergl. jetzt in Freiburg) kann man sich als Verein sicher besser vom illegalen Buddeln distanzieren als wenn es kein Angebot gibt und man dauerhaft "hingehalten" wird.
Nach meinem Verständnis befürworten die Pfalz-Biker offiziell nicht das Buddeln. Was allerdings Mitglieder oder Nichtmitglieder privat treiben steht auf einem anderen Blatt. Als Verein die Situation aber nicht als Diskussionsgrundlage (böse Zungen würden Druckmittel sagen) zu nutzen und den Bedarf aufzuzeigen halte ich für falsch.

Sicher sollten die Pfalz-Biker noch ein wenig mehr und transparenter Kommunizieren, erste Schritte wurden aber bereits unternommen (Online Stammtisch). Ist immerhin noch ein junger Verein und kann sicher noch dazu lernen. Nach meiner Erfahrung werden solche Verbesserunsvorschläge aber umgesetzt.

Mich würde mal interessieren wie hoch der Anteil der Diskutierenden hier ist, die in einem Bikeverein/Interessenvertretung Mitglied sind? So wichtig und differenziert die Diskussion bzw. Argumente hier auch sind, ich glaube den grössten Gefallen tut man unserem Hobby als Vereinsmitglied. Dadurch wächst unsere Lobby.

Gruss vom Exilpfälzer (Mitglied Pfalz-Biker und Trailnet)
 
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Vielleicht ganz interessant in diesem Zusammenhang, wie es der Mountainbike Freiburg e.V. offiziell handhabt. mehr Infos findet man auf deren Homepage.
Das stimmt so aber auch nicht. In Freiburg gab es zum Beispiel das Bombenloch. Hieraus ist der Baden to the Bone entstanden. Genauso sieht es mit der Borderline aus. Hier ging also illegaler Trailbau dem Legalisierungsprozess voraus. Erst jetzt wird sich bemüht illegales Bauen einzuschränken um die vorhandenen Trails zu rechtfertigen.
Gleiches gilt zum Beispiel auch in Heidelberg, Stuttgart, Esslingen,... letztendlich gibt es unzählige legale Strecken, die auf was altes aufbauen oder als Alternative hierfür entstanden sind. Bitte immer zunächst die Geschichte betrachten bevor hier Halbweisheiten verbreitet werden!
 
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Das ist die offizielle Beschreibung des MTB Freiburg e.V., von daher nehme ich das als gegeben an. Ansonsten würdest du dem Verein ja unterstellen, dass er lügt.
Sorry, aber du drehst mir das Wort im Mund rum! Das ist, was der MTB-Freiburg JETZT sagt. Die GESCHICHTE sieht anders aus, wie du auch von @kleinerHai lesen kannst. Kannst du auch jeden Fragen der länger in der Szene ist und Kontakt nach Freiburg hat. Ist jetzt kein Geheimnis. JETZT sieht ihr Statement wie oben aus und wird vom Verein auch relativ scharf durchgesetzt...

Edit: In diesem Artikel gleich im Ersten Satz kannst du das auch finden.
 
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mlb

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Vereine, welche es geschafft haben eine legale Strecke zu bekommen, mussten und müssen mit dem Forst zusammen arbeiten.
Da das in der Regel auch ganz gut funktioniert müssen sich die Vereine natürlich vom illegalen Trailbau distanzieren, sonst würden sie sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

Weiß jemand wie es bei anderen gelaufen ist, die bereits legale Strecken haben?
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Nach meinem Verständnis befürworten die Pfalz-Biker offiziell nicht das Buddeln.
Sie distanzieren sich aber meines Wissens nach auch nicht deutlich davon. Weder hier noch anderswo. Für mich überwiegen aber bisher die positiven Bemühungen des Vereins um ein besseres Miteinander im Wald und ein legales Trailangebot, weshalb ich auch weiterhin Mitglied bleiben werde. Ich würde es aber begrüßen, würde sich der Verein klar gegen illegalen Trailbau positionieren, was m. E. auch die Verhandlungsposition gegenüber den Behörden stärken würde.

Für mich eine sehr frustrierende Erfahrung, die ich kein zweites Mal brauche.
Kann ich nachvollziehen. Aber das geht doch jedem so, der eine Sportanlage im Außenbereich bauen will. Habe beruflich z.B. mal ein Genehmigungsverfahren für einen Modellflugplatz begleitet. Das hat sich auch über Jahre gezogen und war für den Verein teilweise sehr frustrierend. Warum sich viele Biker diesbezüglich immer so benachteiligt fühlen, kann ich daher nicht verstehen. Ja, es gibt einen Bedarf für legale Trails. Aber es gibt eben auch noch ganz viele andere Leute und Vereine die einen Bedarf für Bauvorhaben im Außenbereich haben. Was wäre wohl los, wenn nun jeder mit seinem Bedarf einfach Fakten schaffen würde, wie das die Trailbauer hier tun. Deshalb muss eben zwingend eine Abwägung durch die zuständigen Behörden stattfinden. Das dies bei den dort teils sehr verkrusteten Strukturen oft sehr zäh und langwierig ist, ist schade, aber nun mal nicht zu ändern und wie gesagt für alle gleich.

Das bei vielen legalen Trails vorher schon ein illegaler vorhanden war, heißt ja nicht automatisch, dass das letztlich zur Legalisierung beigetragen hat, sondern erstmal nur, dass die jeweilige Stelle für den Trailbau gut geeignet ist. Ich vermute eher, dass die Genehmigung in vielen Fällen vielleicht sogar einfacher verlaufen wäre, wenn man von vornherein die Behörden mit ins Boot genommen hätte. Aber das ist zugegebenermaßen eben nur eine Vermutung. In jedem Fall werden wir u. a. durch den illegalen Trailbau bei den Behörden als Problem und nicht als ernstzunehmende Interessengemeinschaft wahrgenommen. Das letzteres die bessere Verhandlungsposition wäre dürfte doch unstrittig sein.
 

mw.dd

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Da das in der Regel auch ganz gut funktioniert
In Deutschland? Sicher nicht.
mussten und müssen mit dem Forst unter anderem, aber zuerst mit dem Grundstücksbesitzer zusammen arbeiten.
So.
der eine Sportanlage im Außenbereich bauen will
Eines der Probleme, das immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Errichtung von Wegen zum Radfahren führt ist der Anspruch der Bauwilligen auf Exklusivnutzung und "Sportanlagen".
 

mlb

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Leserbrief in der RP, war wohl heute drin:

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Entgegengesetzt anderer Meinungen (Jan) bleibe ich meiner Linie treu. Ich fahre viel aber keinen illegalen Trail. Ich wandere ab und an und da gehe ich gerne diese hoch. ZB am Weinbiet oder auch am Stabenberg. Beeindruckend hier ist, wie viel Wurzelwerk durch das Räderwerk abgeschnitten wird. Kolateralschaden? Der Boden ist nicht verdichtet, die Biker schaufeln sehr viel Sand (durch Hinterradpanikbremsungen) auf den Forstweg. Klar ist schon, das Nachhaltigkeit bei Trailbuddlern hinten ansteht. Muss das aber so laufen?
Solcherlei Schwachsinnsgehabe spaltet unsere Community.
Und das Gerede über Inclusion der Buddler nur noch mehr. Schwachfug.
 

mlb

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Entgegengesetzt anderer Meinungen (Jan) bleibe ich meiner Linie treu. Ich fahre viel aber keinen illegalen Trail. Ich wandere ab und an und da gehe ich gerne diese hoch.
🤔 Illegale Trails hochlaufen ist dann aber ok?
Dachte ALLE Waldbesucher sollen sich nur auf legalen Wegen bewegen?!?
 
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