Dirty Kanza 200, 2018

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  2. Wow, das muss ja ein Erlebnis sein!
     
  3. Mögt Ihr mich vielleicht bei der Vorbereitung unterstützen?

    Habe mir bez. Ausrüstung folgende Gedanken gemacht, schaut mal, ob Euch dazu was einfällt.

    Ich gehe mal von 3 Stopps aus (nach ca. 50, 100 und 150 Meilen), damit 3 Gelegenheiten zur Versorgung.

    Welche Ersatzteile / Werkzeuge sollte ich dem Support-Team überlassen, welche dabeihaben?

    Beim Rennen selber dabeihaben:
    2 Ersatzschläuche
    einige Dollarscheine zur Abdichtung seitlicher Risse, Flickzeug (f Reifen von Innen), „Anchovis“
    Ersatz-Schaltauge
    Döschen mit Chamois-Creme, Döschen mit Sonnenschutzcreme
    2 Gaskartuschen groß
    MTB-Mini-Pumpe
    so ca. 12 Glieder 11x-Kette und 2 Masterlinks Wipperman ConneX (da ohne Werkzeug zu öffnen)
    kleines Erste-Hilfe-Set haupts. mit Pflastern
    Telefon und Powerbank
    1 Ersatz-Schaltzug
    Minitool
    Rucksack mit 2l Camelback (lieber 3l ?)
    0,75l Trinkflasche am Rahmen
    6 Kabelbinder/Velcro-Streifen
    Akku-Front- und Rücklicht
    Kreditkarte

    Beim Supportteam belassen für Zugriff bei den drei Versorgungsstopps:
    12l Apfelsaftschorle, 3 Päckchen Nüsse, 6 Bananen
    4 Ersatzschläuche, 0,5l Tubeless-Flüssigkeit
    Ersatz-Schaltauge
    2 Gaskartuschen groß
    Knopfzellen für Geschwindigkeits- und Kadenzsensoren
    Drehomentschlüssel mit den nötigen Bits
    Kabelbinder

    Sonstiges, mitnehmen auf Reise
    Wasserwaage, Maßband, Drehmomentschlüssel für Aufbau des Rades nach dem Transport
    Frisch eingefahrene Metall-Bremsbeläge (welche?? Finde für SRAM Force HDR nur organische...)
    Mehrfach-Ladegerät f Steckdose mit US-Adapter, Ladegerät und iPhone-Halter fürs Auto
    Haferflocken fürs Frühstück ;)

    Die Reifenfrage
    Meine 29" Felgen haben das Innenmaß 26mm (ERTRO), außen 29mm (ISO). Welches Reifenprofil sinnvoll ist, ergibt sich aus den Wetterbedingungen der Tage vor dem Rennen. Grundsätzlich scheint das Flint-Gravel dort jede Menge Reifen zu perforieren, so dass die allermeisten Teilnehmer mindestens einmal im Rennen eine Panne haben. Guter Pannenschutz ist deswegen so wichtig wie geringer Rollwiderstand.

    Falls es trocken bleibt, denke ich nach über:
    • Schwalbe G-One Allround Evolution in 29x2,25" (gibt aber durchwachsene Erfahrungsberichte bez. Pannenschutz)
    • Continental Race King Protection in 29x2,2" (super Pannenschutz, recht geringer Rollwiederstand - Profil auch was für Gravel und notfalls Schlamm? Dann wäre es ja die eierlegende Wollmilchsau)
    • Maxxis Torch in 29x2,1" (eigentlich ein Stadtreifen, aber er scheint schnell zu sein, ganz guten Pannenschutz zu haben und das Profil sieht ok aus)
    Falls es nass war/ist und die Piste schlammig, würde ich nehmen
    • Specialized Renegade 2Bliss Ready 29x2,1" (den habe ich nämlich hier rumliegen, wurde bei ähm Bike.de? ganz gut bez. Rollwiderstand und Pannenschutz getestet)
    • einen Reifen mit noch mehr grobstolligerem Profil?
     
  4. tomybike

    tomybike tomybike

    Dabei seit
    08/2008
  5. Reifen ist natürlich so eine Sache...bin den Renegade schon in 1,8 gefahren zum Vergleich den ähnlich dicken Firecross. Mit dem Firecross würde ich jetzt keine 200 Meilen fahren wollen.
    Vor allem weil die Strecke, wenn sie nach solchem Profil verlangt dann auch wirklich Frühstück für harte Männer wird
    Die Stollen kosten echt Körner. Und der Renegade läuft gut, solange keine extreme Traktion braucht, also steile Steigung oder schnelle enge Kurven, jeweils in Kombination mit Matsch. Der Renegade hat halt auch in 2Bliss eine leichte Race-Karkasse. Ich hatte bisher keine Pannen damit, aber Wunder würde ich natürlich auch nicht erwarten. Läuft aber deswegen auch Spitze.
    Aber da ich die Strecke nicht aus eigener Anschauung kenne, und nicht weiß, wie das Wetter wird...
     
  6. Danke @whitewater@whitewater ! Das ist ja interessant.

    Der Renegade ist in der BIKE 06/2017 mit einem Rollwiderstand von nur 16W gemessen worden. Der Schwalbe Rocket Ron war auch im Testfeld mit 18W; den hat bicyclerollingresistance.com 2015 mit um die 20W gemessen, deswegen werden die 16W des Renegade vielleicht eher 18W sein. Müsste aber eigentlich ein sehr leicht laufender Reifen sein.

    Aber wie dem auch sei: Hab mal am Specialized Renegade die Stollenhöhe gemessen - sind ca. 2,5mm (wahrscheinlich: 1/10 Inch) und damit genauso hoch/niedrig wie beim Conti Race King Protection. Die Stollenanordnung ist auch vergleichbar, deswegen vermute ich, ohne irgendwo einen direkten Vergleich gesehen zu haben, dass der Renegade keinen Traktionsvorteil ggü. dem Race King Protection hat, der nur knapp 2-3W schwerer rollt und gut geschützt ist. Den Renegade tue ich deswegen beiseite und suche was anderes für schlammige Verhältnisse.

    Kannst Du den Firecross empfehlen für Schlamm?
     
  7. talybont

    talybont Rheinländer im Exil

    Dabei seit
    02/2004
    davon würde ich weglassen:
    • Gesäßcreme
    • Gaskartuschen
    • die etwaigen Risse lieber mit leeren Riegelverpackungen versehen als mit Bargeld
    • die Kette, 2x Kettenverschlussgleid langt


    davon würde ich weglassen:
    • Gaskartuschen
    • Batterien vorher tauschen
    • Dremomentschlüssel


    Dremomentschlüssel daheim lassen oder für empfindliche Teile so ein Ding von Ritchey besorgen. Wasserwaage brauchst Du auch nicht, Maßband ist gut.


    Aus dem Bauch heraus würde ich dem RK Protection einfach die doppelte Menge Milch verpassen - fertig.

    Zusammenfassung: Du fährst doch auf Ankommen, nicht auf Zeit, oder? Außerdem sind es "nur" 320 km und keine mehrwöchige Reise. Da macht die Mitnahme von Sitzcreme eigentlich keinen Sinn. Vorher drauf und durchfahren. Dürfte ja in 16-20 h inkl. Pause zu schaffen sein.
    Bei der Streckenlänge würde ich auch mein Training etwas umstellen: Intensität runter und Umfänge hoch. Dazu ein Auge auf die Sitzposition - Aerodynamik fängt da an interessant zu werden.
     
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  8. Aber mit den Stollen hast Du eigentlich auch in Quark noch Traktion ;) Das sind ggüber dem Renegade oder Raceking einfach mal 2 Klassen heftiger. Nur wie gut die Selbstreinigung des Profils bei Lehm ist, da habe ich halt keinen Vergleich und auch keine Erfahrung, mangels diesbezüglich fieser Strecken.

    Was den Renegade angeht, ich wollte jetzt nicht sagen, daß er pannenanfällig ist (hatte ja auch noch nichts), schlicht vom "Anfassen" der Seitenwände würde ich eben nicht den Vatertagskarren hinterhernageln.
     
  9. talybont

    talybont Rheinländer im Exil

    Dabei seit
    02/2004
    Ich befürchte: die Stollen braucht er auf 10-20 km der Strecke. Auf den restlichen 300 km bringen sie ihn um.
     
  10. Stimmt, super Idee!
    Richtig :D
    Danke, diese positive Sichtweise ist ein gutes Gegenmittel gegen das bange Gefühl, das ich seit der Auslosung habe :D
    Danke Dir für diesen Hinweis. Weiß allerdings nicht, ob er sich hier wegen der allgegenwärtigen Steigungen umsetzen lässt. Da ist nicht viel mit rollen lassen.
    Genau! Ich denke tatsächlich über einen Triathlon-Lenkeraufsatz nach, denn eine der letzten Gewinnerinnen der DK200 schrieb: "Yes, Profile Design aerobars on a gravel bike truly made all the difference for me. ... when you’re facing 20-30 mph winds solo in the middle of nowhere, a little aero advantage can go a long way. Plus, giving yourself the chance to get off your hands every once in a while is a real luxury when your fingers start to go numb and your back is aching from the day’s effort. I can confidently say that aerobars saved my race this year."
     
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  12. Cattie

    Cattie

    Dabei seit
    09/2008
    Krass das du sowas machst. Wenn es das Rennen in 10-15 Jahren noch gibt, dann habe ich das auch auf meiner Liste. Wer ist denn so (wahnsinnig) nett und fliegt mit und macht den Support?

    Ich würde mir bezüglich der Reifen alles an Videos auf YouTube anschauen um eine bessere Idee der Verhältnisse zu bekommen und mir dann eine Trainingsstrecke suchen, welche ähnlich ist um die Reifen bei verschiedenen Bedingungen zu testen.

    Ich würde noch eine Art Holz mitnehmen und evtl. Schlamm wegzukratzen. Ted King hatte sich letztes Jahr auch sowas an das Unterrhohr seines Slate geklemmt.

    Ich werde dein Vorhaben auf jeden Fall mit Spannung verfolgen. Die Amis neigen ja gerne zur Übertreibungen. 300 km sind zwar 300 km aber auch nicht das Ende der Welt.
     
  13. Ja, mir ist auch durchaus bange :)
    Für den Support habe ich nur so eine Miet-Crew, die man dazubuchen konnte. Ich hoffe, das klappt.
    Ja, habe schon viel auf Youtube geschaut. Die Wege sind matschig wenn es geregnet hat und in der Nähe von Flüssen, teilweise sandig-fest, teilweise mit ziemlich viel Geröll und Erosion durch Regenfälle. Glaube, der Race King ist da wirklich eine gute Wahl.
    Danke für den Tipp mit dem Hölzchen!
     
  14. Cattie

    Cattie

    Dabei seit
    09/2008
    Ich weiß garnicht ob es da unbedingt 2,1 sein muss. Der allgemeine Trend in der Spitze geht eher Richtung 622er Felge mit 40er Reifen. Wie wir vom MTB wissen überrollen größerer Durchmesser Gegenstände besser.

    Allgemein fände ich es super, wenn du deinen Vorbereitungsprozess und DK200 hier im Thread in einer Art losem Tagebuch dokumentieren würdest. Ich denke das würden einige Andere auch spannend finden.
     
  15. Ja, 40mm scheinen gut zu sein, aber ich las irgendwo auch: "Bigger volume tyres, 38 to 42mm in width, absorb more of the bumps and will help your body feel fresher later in the event. For even more comfort, try some fast-rolling mountain bike treads if your bike can fit them." And I can ;)
    In einer Mail von den Veranstaltern, die grad gestern reinkam, heißt es: "Believe us, rolling resistance is far less an issue out here. Comfort is key and will keep you feeling fresher later in the day."
    Und da ich nun mal 29" Laufräder habe, müsste der Race King Protection in 2.2" mit seinem sehr guten Pannenschutz eine gute Variante sein.

    Was die Vorbereitung angeht, so bin ich
    • fertig mit Reisevorbereitungen (ESTA, Flug, Transportkoffer borgen, Mietwagen, Unterkunft - alles in trockenen Tüchern)
    • schon recht weit bez. Material. Werde noch so einen gefederten Redshift Shockstop-Vorbau montieren, dann müsste das Rad bequem genug sein. Höchstens noch zweite Lage Lenkerband.
    • noch nicht ganz so weit hins. Ernährung während des Rennens. Da hoffe ich, Energiegels bei Amazon.com bestellen und an die Unterkunft in Emporia liefern zu können, dann noch Bananen, Nüsse, Apfelsaft vor Ort einzukaufen. Müsste alles machbar sein: Es gibt in Emporia neben Walmart und einer Mall mit so einem GNC-Sporternährungsladen doch tatsächlich auch noch einen ALDI :)
    • am wenigsten weit bezüglich des Trainings... Werde versuchen, mich langsam auf Sonntagsfahrten von 150-200km zu steigern. Sonntags ist die Luft am besten und der Verkehr weniger. Unter der Woche praktisch keine Möglichkeit für längere Fahrten, allenfalls für Intervalle im Schwellbereich auf dem Weg zurück von der Arbeit.
     
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  16. talybont

    talybont Rheinländer im Exil

    Dabei seit
    02/2004
    ich denke auch das der RK II PT der beste Kompromiss ist, am besten tubeless - oder Schlauch mit Dichtmilch.

    nicht vom Rechner gesendet
     
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  17. DasMatze

    DasMatze mitGlied

    Dabei seit
    07/2003
    Beim Support Team würd ich noch ne Standpumpe lassen (kartuschen nimmst du sicher vom Support mit auf die Strecke, oder? Beim stop mal nachpumpen oder bei Bedarf Reifen wechseln macht sich damit besser...

    Wo wir Grad dabei sind: mindestens einen Ersatzreifen (egal welches Profil- wenn du ihn brauchst stört dich das dann eh nicht mehr). Denn mit $ oder Verpackung einen riss flicken hilft dir bis zum nächsten Support... und dann?

    B.T.W.: geiles Vorhaben. Hatte sporadisch deinen Aufbau verfolgt. Sehr schön... und jetzt damit solch ein Unterfangen ist nur konsequent.

    Viel Erfolg (und noch die notwendige Portion Glück)!
     
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  18. Danke :)

    Das ist ja so ein Sammel-Supportteam für alle, die kein persönliches haben. Dann muss man das dazu buchen, damit es jemand gibt, der einen notfalls an der Strecke abholt. Die müssten an den Versorgungspunkten dann eigentlich Pumpen und Werkzeug dabei haben.
     
  19. mete

    mete [ˈfɛɪ̯k(ˈ)njuːs]

    Ganz schön viel Aufwand, um einen halben Tag lang ohne große Ambitionen ein bisschen Rad zu fahren :D;).
     
  20. Ich kann leider nicht sagen, dass Du Unrecht hättest :p
     
  21. So, der Shockstop in 90mm ist da, die Federgabel des armen Mannes ;)
    EC762D31-5C74-4A04-94FF-7E3F85022F1A.
    D97808BF-A165-43D7-8B43-2BAF97FDFE05.
    Verarbeitung ist sehr wertig. Laut Tabelle brauche ich mit meinen 87kg ein blaues und ein schwarzes Elastomer. Wird heute eingebaut.
     
  22. Derweil folgende Frage: Wenn die RaceKing Protection 29x2,2“ dran sind, mit welchem Luftdruck sollte ich sie beim Rennen fahren?
    Ich selbst mit Kleidung, Trinkrucksack so 95kg, das Rad mit Satteltasche und Gedöns wohl 12,5-13kg.
     
  23. talybont

    talybont Rheinländer im Exil

    Dabei seit
    02/2004
    irgendwo um die 2,5 bar tubeless. Max. 3 bar.

    nicht vom Rechner gesendet
     
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  24. Joffix

    Joffix

    Dabei seit
    08/2010
    Ich fahr in 27,5" Conti Race King. Sind sehr leicht, rollen gut und ausreichender Pannenschutz. In 2" quasi der gleiche Reifenumfang wie 28"/40mm Reifen. Denke für die Strecke machst du mit 2,2" Conti Race King 29" nichts falsch. 2,5" bar sind sicher eine gute Ansage evtl. geht auch etwas weniger wobei es dann pannenanfällig wird.
     
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  25. Dankeschön @talybont@talybont und @Joffix@Joffix !

    Heute teste ich mal den ausgeliehenen Fahrradkoffer (Probeverpacken), aber hauptsächlich beschäftige ich mich mit den Training bzw. Trainingsplan für die verbleibenden 18 Wochen. Meine FTP liegt aktuell bei 220W (allerdings auf 2200m Höhe; hoffe deswegen, dass sie in Kansas etwas höher sein wird).

    Habe mir einen Wahoo Kickr Snap bestellt und hoffe, ab Mittwoch/Donnerstag loslegen zu können. Ich denke, unter der Woche sind pro Tag abends 1,5h bis max 2h realistisch. Jeweils sonntags dann eine "echte" Ausfahrt von 30-80km und bedingt durch das hiesige Gelände mit 900-1700 Höhenmetern.

    Was das Training auf dem Kickr angeht, so bin ich Anfänger. Habe zwar "Training and racing with a power meter" gelesen, bin aber noch weit davon entfernt, meinen eigenen Trainingsplan erstellen zu können. Da macht es einem Zwift vermutlich am leichtesten, mit den dort verfügbaren mehrwöchigen Plänen (https://whatsonzwift.com/workouts/). Der 10-12 Wochen FTP-Builder wäre eine Möglichkeit, später ergänzt durch einen Block von 6-8 Wochen...

    Bin gespannt, was Ihr zu diesen ersten Überlegungen meint.