Dolomiten EMTB vs Biobiker

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Bei mir in der Umgebung haben sich die E-Bikes gefühlt verzehnfacht in den letzten 2 Jahren. Jetzt sind viele Leute am Berg unterwegs die keinerlei Bike Beherrschung haben und mit den leichtesten Abfahrten überfordert sind. Mich wundert es dass nicht mehr Unfälle passieren.
Das ist doch klar, wurden ja sehr viele verkauft und wegen Corona kann man nicht mehr überall hin in den Urlaub.
Wird sich aber auch wieder legen. Und klar überschätzen sich Viele, aber die bleiben auch schnell wieder weg wenn sie das erste Mal in Bedrängnis geraten sind.
 

red_hook

Phup
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http://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/tsp/2005/ts_20050709/ts_20050709_02.html schrieb:
Urlaub meinte einst die Erlaubnis, sich von der Truppe oder vom Fürstenhof für einige Zeit zu entfernen. Goethe reiste noch unerlaubt durch Italien, in steter Furcht, nach Weimar zurückbeordert zu werden. Als bezahlte Freistellung von der Arbeit wurde der Urlaub erstmals für Staatsdiener im Kaiserreich eingeführt; Spitzenbeamte erhielten volle sechs Wochen. Bald folgten die (leitenden) Angestellten, doch nur zehn Prozent der Arbeiterschaft zählten zu den Glücklichen, denen der Fabrikherr einige Tage im Jahr frei gab. Mit der Anerkennung der Gewerkschaften in der Weimarer Republik 1918 erhielt erstmals die Mehrheit der abhängig Beschäftigten Urlaub, allerdings meist weniger als eine Woche. Um das „Herz der Arbeiter“ zu gewinnen, verbesserten die Nazis den Urlaubsanspruch. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Urlaubsdauer in Ost- und Westdeutschland auf drei beziehungsweise vier Wochen. Derzeit stehen diese tariflichen Leistungen, zumal das Urlaubsgeld, freilich „auf dem Prüfstand“.

Von Anbeginn wurde der bezahlte Jahresurlaub dazu genutzt, zur Erholung oder zum Vergnügen zu verreisen – ohne Urlaub kein Massentourismus. Um 1900 dominierte dabei die privat organisierte, klassisch-bürgerliche Inlandreise. Tourist zu sein, war das Privileg der besser Gestellten. In der Weimarer Republik wurde zwar versucht, preiswerte „Volksreisen“ mit Sonderzügen zu organisieren, doch erst die nationalsozialistische Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“ (KdF) setzte diese Idee in großem Stil um. 1934 bis 1939 fuhren acht Millionen „Volksgenossen“ mit KdF in die Ferien, davon fast ein Zehntel mit der „KdF-Flotte“ an Traumziele wie Madeira – ein enormer Propagandaerfolg. Die DDR setzte dann weiterhin auf subventionierten Staatstourismus, der über den FDGB-Feriendienst organisiert wurde; Hauptziel war die Ostsee, später kamen die „Bruderländer“ hinzu. In Westdeutschland überwog zunächst die Individualreise. Doch mit den billigen Flugpausschalreisen setzte auch hier um 1970 der organisierte Massentourismus ein. Heute wird zwischen „Urlaub haben“ und „Urlaub machen“ kaum noch unterschieden. Drei Viertel der Deutschen verreisen jedes Jahr. Das Historische Archiv zum Tourismus (HAT) des Willy Scharnow-Instituts bietet reiches Material zu diesen Themen.

Angesichts der demografischen Entwicklung und der daraus resultierenden zukünftigen Schwächung der Sozialsysteme dürfte es sich beim heutigen Urlaubs'anspruch' um ein Auslaufmodell handeln.
Ergo werden zukünftig vermutlich immer weniger Leute mit dem Rad in Gegenden herumfahren, die nicht vor der eigenen Haustür liegen.
 

Geisterfahrer

ab und zu da
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Das heißt das Menschen gerne in ihrer eigenen bubble leben und was nicht darein passt erstmal ablehnen/schlecht machen/verbieten wollen etc, mit ner Argumentation von "Früher"...

Wann war das "Früher" eigentlich genau? Kaiserreich/Pharaonen/Mittelalter/Hitler/Dinos/ 10jahre/20jahre/40jahre?
Schade, dass Du den Antworten auf konkrete Fragen jetzt schon zum zweiten Mal mit Nebelkerzen ausweichst, statt sie zu beantworten.

Um Deine Frage zu beantworten: Genau hier in dieser Diskussion wäre "früher" als "vor der Gestattung von elektromotorisierten Zweirädern im Wald" zu definieren.

Und ne negative Entwicklung lässt sich schlecht anders als im Vergleich Jetzt/Früher darstellen.

Manche Leute leben nicht "in ihrer eigenen Bubble" und lehnen alles ab, was nicht rein passt, manche Leute machen sich Gedanken, welche - auch negative - Auswirkungen bestimmte Entwicklungen, Tendenzen haben können statt einfach alles toll zu finden.
 
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Am Ende ist es halt wieder ein technisches Versäumnis der Politik Drehmoment, Max. Leistung und Leistungsentfaltung entsprechen halt in keiner weise dem eines trainierten Mountainbikers.
Selbst ein Profi kann das nicht leisten.

All diese Punkte sind maßlos übertrieben und sorgen am Ende für die genannten Probleme. Heutige Ebikes dienen nicht der Unterstützung, sondern sind Motorräder bei denen man zusätzlich auch die Beine bewegen kann. Bosch und Co. haben da wunderbare Lobbyarbeit geleistet.

Den Ansatz, über Drehmoment, max. Leistung und max. Geschwindigkeit eine Lösung zu finden, brachte ich in diesem Forum bereits vor einiger Zeit. Bis auf paar einzelne (will in die Arbeit weiterhin mit 25km/h fahren können) waren die meisten eher zurück haltend, warum auch immer. Ich finden den Ansatz nach wie vor äußerst überlegenswert.

Wieder sehr kurz gedacht.
Die Leute mitm Lastenrad fahren die selben Motoren.

Es gibt eh schon verschiedene Regelungen für Pedelec, S-Pedelec, E-Roller usw. .
Sei mal ehrlich, denkst du wirklich, für so spezielle Räder wie Lastenrad könnte man da keine eigenständige Regelung festhalten und das wäre dann zu kompliziert?

Selbst wenn man die max.V für alle Pedelecs auf 15km/h reduzieren würde kann ich mir gut vorstellen, dass für viele dann ein MTB-Pedelec nicht mehr so reizvoll wäre. Für ein Lastenrad oder die ganzen City-/Hollandräder reichen 15km/h auch aus, viele sind mit höheren Geschwindigkeiten eh überfordert.

Dann baust Du eine globale Ausnahme nach der anderen, auch nicht sinnvoll.
Dann doch eher lokale Verbote. Gibts doch heut schon.
Im Rofan z.B. darf man zwar den ganzen Winter skifahren, in der schneefreien Zeit jedoch nicht radeln.
Genauso könnte man ja auch Pedelecs lokal auf allem was kein Forstweg ist aussperren.

In den Alpenregionen kann man es noch am ehesten steuern. Kein Transport von E-Bikes mit Bergbahnen (wie z.B. in Ilanz in der Schweiz), keine Ladestationen auf Hütten und schon reduziert sich die Reichweite ein gutes Stück. Umso flacher es wird, desto schwieriger wird es meines Erachtens.

Irgendwie ist es fast lustig...eine einheitliche, globale Regelung für verschiedene Räder (Lastenrad) findest du zu umständlich, aber einen Flickenteppich aus verschiedenste lokale Sperrungen, wobei man oft einen Weg nicht eindeutig definieren kann bzw. sich zwischendurch ein Forstweg zu einem Singletrail ändern kann (ja, so etwas gibt es öfters) hältst du für praktikabel?
 

slowbeat

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Irgendwie ist es fast lustig...eine einheitliche, globale Regelung für verschiedene Räder (Lastenrad) findest du zu umständlich, aber einen Flickenteppich aus verschiedenste lokale Sperrungen, wobei man oft einen Weg nicht eindeutig definieren kann bzw. sich zwischendurch ein Forstweg zu einem Singletrail ändern kann (ja, so etwas gibt es öfters) hältst du für praktikabel?
Natürlich ist eine lokale Regelung einfacher umzusetzen als eine global neue Fahrzeugklasse zu schaffen und zu regelmentieren. Allein schon zwecks Bestandsschutz. Wo ist denn das Problem, an Hotspots Schilder aufzustellen und ab und zu Kontrollen zu machen? Klappt doch allenorten wo alle Radler (mit und ohne e) problematisch sind.
 
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Ein großes Problem sehe ich auf der rechtlichen Seite, wenn Verbotsschilder aufgestellt werden, wobei das Gesetz an sich die Räder gleich stellt.
Mit welcher Begründung sollten dann bestimmte Wege für normale MTB frei sein und für E nicht? Die Folgerung ist dann logischerweise, dass diese Wege für alle Fahrräder gesperrt werden, weil das einfacher zu begründen ist. Genau das sieht man bisher auch bei diesen Hotspots. Eigentlich genau das, was man ja eigentlich damit verhindern möchte und warum viele Radler ohne Unterstützung die Entwicklung so kritisch sehen, weil sie dadurch automatisch mit ausgegrenzt werden.

Deshalb bin ich nach wie vor der Ansicht, dass man an der Quelle (also am Rad) ansetzen muss, weil man das am Besten steuern kann.
Man kann ja sagen, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch Pedelecs verkauft und möglicherweise ältere Räder von Werkstätten nach Reparaturen nur wieder heraus gegeben werden dürfen, welche bestimmte Voraussetzungen (z.B. Softwareupdate) erfüllen. Durch die eh viel geringere Halbwertszeit der E-Räder wäre das dann innerhalb weniger Jahre ziemlich abgeschlossen.
Ein getuntes Rad hat dann auch bei einer Kontrolle von der Polizei ganz andere Konsequenzen als mit einem Pedelec einen Weg unerlaubter Weise zu befahren, so dass sich da mehr dran halten würden. An normalen Radwegen sind Kontrollen auch einfacher durch zu führen als im Gelände/aufm Berg.
 
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Geringere Halbwertszeit??? Ich habe ua ein eMTB, mittlerweile 4 Jahre und jedes Jahr 3k km dazu. Läuft genauso viel wie mein RR. Solange die Verschleißteile gewechselt werden, läuft das Ding problemlos neben DH, RR und Gravelbike im Fuhrpark mit. Das Argument passt sicher nicht so ganz.
 
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Geringere Halbwertszeit??? Ich habe ua ein eMTB, mittlerweile 4 Jahre und jedes Jahr 3k km dazu. Läuft genauso viel wie mein RR. Solange die Verschleißteile gewechselt werden, läuft das Ding problemlos neben DH, RR und Gravelbike im Fuhrpark mit. Das Argument passt sicher nicht so ganz.

Was sind denn schon 4 Jahre bei einem Rad?
Klar, wenn man noch 10 andere Räder hat und das E-Bike nur hin und wieder nutzt, wird es auch lange halten. Die meisten haben mit Sicherheit keine derartige große Auswahl, so dass sie dann meist nur mit dem einen unterwegs sind und deshalb ständig geladen und entladen wird. Der Schwachpunkt wird bei vielen doch der Akku sein. Je mehr Ladezyklen, desto schwächer wird er. Ein normales Rad hat weder Motor noch braucht es einen Akku, also wird es bei gleichem Service der restlichen Verschleißteile wahrscheinlich auch länger halten als ein Pedelec.

Und selbst wenn es paar Jahre länger dauern sollte, so wäre es immerhin ein Lösungsansatz.
 
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... und 'am besten' dann gleich mit dem 1-spurigen SUV. (Sports Utility Vehicle)
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JensDey

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Die Fahrt mit dem EMTB war für mich eine Bestätigung aller meiner Vorurteile....
Tja, so ist das mit Vorurteilen: sie schränken meist sehr stark die Sicht ein. Und Selffulfilliing Prophecy at its best. Hattest du es zufällig eilig?
Es wird immer so sein, dass du als wirklich fitter Sportler dieses Gefühl haben musst. Als weniger trainierter Mensch stellt sich das in Eco und Tour wohl anders dar.
Edit: ich habe selbst keine Erfahrung auf einem e-mtb. Es interessiert mich auch kaum*. Ich erlebe allerdings wöchentlich die Koexistenz mit 2 e-bikern. * keiner der beiden wäre bereit mit mir für einen relevanten Zeitraum und Berg die Bikes zu tauschen.
Mir wurde endgültig klar das EMTB mit Radsport nichts, aber überhaupt nichts zu tun hat,
dem kann ich zustimmen. Und vieles andere auf 2 Rädern auch. Shuttle und DH hat mit dem Radsport, wie du ihn betreibst wohl auch wenig gemein.
und niemand kann mir erzählen er würde alpin in irgendwelchen Ecomodis oä. fahren,
doch. Ich fahre ja regelmäßig mit 2 e-mtb-Buddies. Der eine ist Kraftsportler und hat schon einen sportlichen Ehrgeiz. Wir sind zusammen 1.200hm geradelt und er hatte noch 22% Rest-Akku. Bei 1.200 hat es ihm gereicht. Die 1.500 will er auch noch schaffen. Dazu muss er die 2. Stufe in der Unterstützung weiter runter-tunen, weil Eco = 5% (oder 10??) manchmal nicht reicht und die 25% von Tour ihm dann den Akku zu schnell leer macht.

Wenn ich mit anderen fahre die keinen Motor haben dann mache ich genau das.
Genau so läuft es bei uns auch. Die zwei haben wenig davon, mir davonzupreschen; müssen dann doch warten. Für mich ist das ein hervorragendes Training, da (lange) mitzuhalten.
Hatte gestern zum ersten Mal seit langem ca. 1200hm ohne Motor geschafft und war schon auch erstaunt wie wenig noch mit eigener Kraft fahren.
Und das Gefühl das geschafft zu haben ist auch ein ganz anderes.
:daumen:
Das wird meinem Kollegen nie gelingen. Aber 1.500++ mit Motor sind auch ein Ziel.
Ist meine Meinung und die verbietet mir keiner.
Kann auch niemand. Nur ist klar, dass die Haltung zu nix führt, außer tieferen Gräben.
E-MTB ist Dein Sport? Meiner ist das nicht, und wenn ich irgendwann nicht mehr MTB fahren kann, weil mein Körper das nicht mehr will, dann lasse ich es eben.
Was noch zu beweisen ist.
Edit: ich will auch nie auf e-mtb umsteigen. Obwohl ich gerne auch abwärts fahre ist es für mich ein Gesamterlebnis bei dem das Erarbeiten der HM einfach dazu gehört. Ausschließen würde es niemals!
So gerne ich das auch mache. Oder ich fahre E auf der Straße.
Wozu? Da wird dein Körper bis 25kmh das lange noch gut machen können. Und >25kmh mit Motor, als ehemaliger Biker? Wozu?
Oder nutze einen Lift im Bikepark.
Und das ist besser weshalb. Siehe mein erster Satz!
Aber egal - wir werden uns hier nicht einig und das müssen wir auch nicht ;)
Solange es den Respekt nicht untergräbt.
Am Ende ist es halt wieder ein technisches Versäumnis der Politik
Seltsame Formulierung
Drehmoment, Max. Leistung und Leistungsentfaltung entsprechen halt in keiner weise dem eines trainierten Mountainbikers.
Da würde auch ich gerne die Grenze ziehen. Das Leistungsniveau eines Hobbybikers. Meinem einen Kollegen würde das reichen, es geht ihm nur um gewisse Spitzen.
Dem anderen leider nicht: der cheatet und findet sich toll, wenn er Rennradler jagt. >:(
Heutige Ebikes dienen nicht der Unterstützung, sondern sind Motorräder bei denen man zusätzlich auch die Beine bewegen kann.
muss. Ändert aber tatsächlich wenig.
Man könnte aber die zulässige Leistung/Drehmoment der Motoren soweit reduzieren, daß sich das dann nur noch für Lieschen Müller als kleine Fahrhilfe lohnen würde, wofür die Pedelcs einst auch mal gedacht waren.
Denn Lieschen Müller fährt garantiert keine Mega-Anstiege im Eiltempo hoch.
Das Leistungsniveau eines Hobbybikers wäre für mich OK. Das würde die Anzahl auch noch begrenzen, wenn man nicht mehr einfach durch den Wald rasen kann, sondern eine Tour eben immer noch richtig Zeit kostet, wenn selbst recht wenig dazu beträgt.
Wieder sehr kurz gedacht.
Die Leute mitm Lastenrad fahren die selben Motoren.
Dann müsste man hier unterscheiden.
Die aktuelle Lage ist in meinen Augen nicht mit dem Ursprungsgedanken E-Mobilität in Städten schönzureden.
Quasi der SUV Effekt.
Der stört mich auch extrem. Man kann ja noch Kohle nachschieben.
Mit meinem Kraftsport-E-Buddie habe ich ja die Challenge am laufen, ihn zur Aufgabe zu zwingen, bzw. seinen Akku auf 0 zu bringen. 1:0 für mich. :lol:

Ich bin klar gegen weitere e-mtb im Wald positioniert. Die Möglichkeiten dahin zu kommen, sehe ich allerdings kaum. Nicht ohne die gefürchteten Konsequenzen für den klassischen mtb-Sport.
 
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und niemand kann mir erzählen er würde alpin in irgendwelchen Ecomodis oä. fahren, ohne Unterstützung wären solche Schwergewichte überhaupt nicht zu bewegen.
Ich erzähle das aber, weil ich genau so fahre.

Ich habe bei meinem Levo den Eco-Modus auf ca. 60% vom Werks-Eco-Modus runtergeschraubt. Der Trail-Modus ist ca. 110% vom Werks-Eco-Modus.

Damit ich mal im Trail-Modus fahre muss es schon extrem steil zu gehen oder es muss das Ende einer langen Tour sein, und die Kraft fehlt schon etwas. Ich denke mal ich fahre im Schnitt so 75/25% Eco/Trail.

Den Turbo-Modus fahre ich (fast) nie. Dieser ist auf ca. 65% vom Werks-Turbo-Modus runtergeschraubt.

Neulich bin ich bei Hammelburg hoch zur Weinbergshütte gefahren. Das waren teilweise so 10 - 12 % Steigung. Ich dachte erst von hinten kommt ein Auto, es haben mich aber zwei Turbo-Modus-Cube-Fahrer unfreundlich kommentarlos und locker überholt.

By the way:

Ich spiele seit 1974 Drums und seit 1990 E-Drums.

Seit 2000 spiele ich semiprofessionell in einer Band ausschließlich E-Drums und habe gar kein Natur-Set mehr.

Im Drum Bereich gibt es diese Diskussion schon mindestens 20 Jahre länger........und sie ist (leider) immer noch nicht beendet.
 
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Diese Diskussion ist müßig, genauso wie das Wunschdenken Pedelecs aus Berg, Wald und Flur verbannen zu können. Sie sind nun mal dem Fahrrad gleich gestellt und das europaweit.
Und schon allein die Touristikverbände werden alles dafür tun dass das so bleibt.
Und durch die ganze Hetze hier schadet ihr euch nur selber denn ihr gießt Öl ins Feuer der Leute die am liebsten alle Bikes von den Trails verbannen würden.
 
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By the way:

Ich spiele seit 1974 Drums und seit 1990 E-Drums.

Seit 2000 spiele ich semiprofessionell in einer Band ausschließlich E-Drums und habe gar kein Natur-Set mehr.

Im Drum Bereich gibt es diese Diskussion schon mindestens 20 Jahre länger........und sie ist (leider) immer noch nicht beendet.
IIHHH E Drums, eklig, das klingt ja garnicht. ;-)
Nee find ich wirklich nicht schön, mag aber auch daran liegen das ich die Technik einfach nicht 100pro kenne, also natürlich voreingenommen bin.
Dem Vorteil seh ich natürlich beim üben, nervt keinen wenn man über Kopfhörer spielt?
Also eigentlich komplett andersrum, E nervt die anderen weniger?

Vielleicht nen beispiel das man ohne Können auch mit E nix hinkriegt, spielt ja auch nicht alleine. lol
 
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IIHHH E Drums, eklig, das klingt ja garnicht. ;-)
Nee find ich wirklich nicht schön, mag aber auch daran liegen das ich die Technik einfach nicht 100pro kenne, also natürlich voreingenommen bin.
Genau........und Ellie Gouding z. B. hat ja auch mal so gar keinen Geschmack was Sound betrifft......;)

Das hier habe ich am Wochenende aufgenommen, ausschließlich E-Drums:


Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Künstler, die ausschließlich mit E-Drums live auftreten.

Spontan fällt mir z. B. ein Roland Kaiser, Trans Siberian Orchestra oder auch die berühmten Night of the Proms Konzerte werden ausschließlich mit E-Drums gespielt.

Back Topic....:bier:
 

JensDey

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Diese Diskussion ist müßig, genauso wie das Wunschdenken Pedelecs aus Berg, Wald und Flur verbannen zu können. Sie sind nun mal dem Fahrrad gleich gestellt und das europaweit.
Das muss aber nicht für immer so bleiben.
Als die Gleichstellung definiert wurde, ging es um e-Mobilität in städtischen Raum. Und hier ist es ja auch sinnvoll.
Und schon allein die Touristikverbände werden alles dafür tun dass das so bleibt.
Die sind aber auch nicht allmächtig.
Findest du es es keineswegs kritisch, dass Massen von Menschen aufgrund der Übermotorisierung Berge unkontrollierbar/ unsteuerbar hochfräsen können?
Bis ca. 500hm geht das mit Speed max. und das ist halt wenig sozialverträglich. Man kann und darf auch in der Fußgängerzone nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit.
Es ist klar, dass normale mtb auch schneller unterwegs sind, speziell abwärts, aber
1. sind viele mtb anders im Wald sozialisiert, historisch bedingt
2. nur in eine Richtung
3. sind es einfach viel weniger, weil man sein mtb auch erstmal nach oben bringen muss
Ich denke, davon ist nichts widerlegbar.
Und durch die ganze Hetze hier schadet ihr euch nur selber denn ihr gießt Öl ins Feuer der Leute die am liebsten alle Bikes von den Trails verbannen würden.
Was zu beweisen wäre.
Ich habe bisher noch nie etwas gelesen, bei diese Argumentation in Zusammenhang mit einer Trailschließung formuliert worden wäre. Es erscheint mir eine Schutzbehauptung zu sein.

Wo ich dir/ euch rechtgebe: die hetzenden mtbr ohne Motor verhalten sich ähnlich elitär, wie die Wanderer und andere Waldnutzergruppen. Und, die Argumente sind icht wesentlich besser.

Ich behaupte weiterhin, dass eine Leistungsbegrenzung der aufwendigste, aber auch sinnvollste Kompromis darstellt. Nur, die Tourismusverbände wären dagegen.
 
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Ich behaupte weiterhin, dass eine Leistungsbegrenzung der aufwendigste, aber auch sinnvollste Kompromiss darstellt.
Das wird sich nicht durchsetzen lassen, dann müsstest du dich mit der Industrie anlegen und die Definition der Nenndauerleistung anzweifeln.
Und es gibt eben nicht nur Mountainbiker, viele ältere Menschen sind auf diese Art der Unterstützung angewesen.

Findest du es es keineswegs kritisch, dass Massen von Menschen aufgrund der Übermotorisierung Berge unkontrollierbar/ unsteuerbar hochfräsen können?
Bis ca. 500hm geht das mit Speed max. und das ist halt wenig sozialverträglich. Man kann und darf auch in der
Du kannst auch mit einem EMTB nicht einfach die Berge hochfräsen. Die meisten Leute die dort mit dem EMTB unterwegs sind fahren breite Schotterpisten zu irgendwelchen Hütten, und viel mehr als 15 km/h ist da bergauf nicht drin. Und ich denke bergauf ist das viel besser kontrollierbar als wenn ein MTB-Fahrer mit 50 km/h bergab braust.

Und du darfst eins nicht ausser acht lassen. Bergauf hochfräsen können nur durchtrainierte EX-MTB Fahrer. Wer nur 100 W auf die Pedale bringt kann selbst im Turbo-Modus nicht die Maximalleistung des Motors abgreifen.

1. sind viele mtb anders im Wald sozialisiert, historisch bedingt
2. nur in eine Richtung
3. sind es einfach viel weniger, weil man sein mtb auch erstmal nach oben bringen muss
Zu 1: Viele EMTB-Fahrer sind EX-MTB-Fahrer und deshalb nicht plötzlich asozial nur weil sie auf nem EMTB sitzen.
Zu 2: Die Richtung ist doch Wurscht, wir sind ja nicht im Bikepark, auch Wanderer laufen bergauf.
Zu 3: Ja, und es werden in Zukunft noch viel weniger MTBs werden, oder dürfen diejenigen die jetzt aufs EMTB umgestiegen sind jetzt plötzlich ihre alten Trails nicht mehr fahren?
 
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JensDey

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Das wird sich nicht durchsetzen lassen, dann müsstest du dich mit der Industrie anlegen und die Definition der Nenndauerleistung anzweifeln.
Ich habe sorge, dass es sich nicht durchsetzen lässt. Sinnvoll erscheint mir diese Lösung und auch die Forderung dennoch.
Und es gibt eben nicht nur Mountainbiker, viele ältere Menschen sind auf diese Art der Unterstützung angewesen.
Die alle eine solche Leistung nicht brauchen, um das Pedelec sinnvoll nutzen zu können. Auch hier gilt für mich: die müssen nicht deutlich schneller fahren können als ein durchschnittlicher fitter Biker ohne Motor.
Du kannst auch mit einem EMTB nicht einfach die Berge hochfräsen. Die meisten Leute die dort mit dem EMTB unterwegs sind fahren breite Schotterpisten zu irgendwelchen Hütten, und viel mehr als 25 km/h ist da bergauf nicht drin.
Und da haben wir direkt 2 Probleme
1. dass du überhaupt erwägst, so schnell hochheizen zu wollen. Ich kann das bei überhaupt keiner Steigung
2. ein Pedelec, darf überhaupt nicht schneller fahren!!!
Und ich denke bergauf ist das viel besser kontrollierbar als wenn ein MTB-Fahrer mit 50 km/h bergab braust.
Was zu beweisen wäre.
Ich weiss, was ich abwärts mache, weil ich das mehrmals die Woche tue.
Der Tourist, der sich ahnungslos mal zum Spaß ein e-mtb ausleiht weiss das dann eben nicht. Und verhält sich in seinem spaßgetriebenen Verhalten mit seinen Kumpels dann eben "falsch".
Ich würde behaupten, dass der Umsteiger oder die Familie in diesem Zusammenhang das kleinere Problem darstellen.
Zu 1: Viele EMTB-Fahrer sind EX-MTB-Fahrer und deshalb nicht plötzlich asozial.
ja, un das ist für mich genau die Gruppe, di emit reduzierter Leistung weiter ihren Sport betreiben könnte
Zu 2: Die Richtung ist doch Wurscht, wir sind ja nicht im Bikepark, auch Wanderer laufen bergauf.
Die Logik dahinter ist, dass es das mindestens Problem verdoppelt. Sebst mit Lenkungsmaßnahmen kannst du dann das Problem nicht mehr auf wenige Wege begrenzen. Denn selbst auf Schotter nach oben schießen dann Horden an e-bikern mit 25kmh an den Wanderern vorbei. Die fühlen sich dann wie Wandern auf der Landstraße. 25kmh zu 3-4kmh ist gewaltig.
Zu 3: Ja, und es werden in Zukunft noch viel weniger MTBs werden, oder dürfen diejenigen die jetzt aufs EMTB umgestiegen sind jetzt plötzlich ihre alten Trails nicht mehr fahren?
Denk noch mal selbst darüber nach. Deine Antwort passt nicht ansatzweise zu meinem Argument.
 
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Und es gibt eben nicht nur Mountainbiker, viele ältere Menschen sind auf diese Art der Unterstützung angewesen.
Gerade ältere Menschen benötigen garantiert keine riesigen Drehmomente. Denen genügt ein einfaches Pedelec, das ein bischen Tretunterstützung bietet, damit Radfahren nicht so beschwerlich ist.

Von daher ist mMn deine Argumentation mit den 'Älteren' schon ziemlich merkwürdig. ;)
 
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Bedauerlich, wie heutzutage jegliche Kritik immer gleich als "Hetze" diffamiert wird.

Das ist eigentlich ein nichtssagender Totschlagsbegriff, der in der DDR genutzt wurde, um Regimekritiker mundtot zu machen. Inhaltlich besagt er rein gar nichts, sondern enthält nur ein diffuses Unrechtsurteil über die Äußerung und den Äußernden.
 
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Das Leistungsniveau eines Hobbybikers wäre für mich OK. Das würde die Anzahl auch noch begrenzen, wenn man nicht mehr einfach durch den Wald rasen kann, sondern eine Tour eben immer noch richtig Zeit kostet, wenn selbst recht wenig dazu beträgt.
Man muss schon klare Vorgaben setzen, um dieses Heizen mit dem Mofa im Wald unattraktiv zu machen. Eine Begrenzung auf 15 km/H plus eine erhebliche Drehmomentreduzierung könnte das bewirken.

Auf diese Weise wären dann auch die ganzen illegal getunten Mofas durch Ordnungsbeamten ganz leicht auszumachen.
 
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viel mehr als 25 km/h ist da bergauf....-.

War ein Schreibfehler, habe ich auf 15 km/h korrigiert, denn mit 25 km/h schiesst nunmal niemand bergauf.
 

ibinsnur

des geht sich nie aus ...
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Endlich mein Thread - ich muss/will dazu auch was schreiben.

1. Ich habe noch nie einen E-Biker getroffen, der nicht von sich sagt, er fährt ja eh nur im Eco Modus.
2. Gefährlich wird es mit E-Bikern oftmals, weil sie Karrenwege oftmals mit rund 20 km/h nebeneinander hochfahren - weil sie ja Luft zum dauerenden Quatschen haben. Ich musste da schon zigmal ausweichen.
3. bei uns hier (Salzburg/Pongau) sind die klassischen Bikestrecken alle um die 1.300 hm am Stück - interessanterweise geht der Trend hier zum Range Extender (wo doch alle nur mit Eco herumfahren?)
4. Meine Freundin hat von der Arbeit ein Bike bekommen (sie konnte sich aussuchen ob MTB oder EMTB), ich war zuerst gegen ein EMTB (aus Prinzip), dann aber haben wir umgeschwenkt, weil wir dachte so kann sie mit mir die Touren fahren und wir können gemeinsam mehr machen (ohne E fährt sie max. 200hm). Anfänglich hat sie sich zusammengerissen und ist meist mit Tour oder so gefahren und wenn sie zurückgefallen ist, dann hat sie nur den Turbo verwendet. Aber ihr wird bei 2h Anstieg nun zu langweilig ... sie selbst sagt sie sitzt da auf dem EBike und fadisiert sich. Mit E fährt sie den Anstieg nun in einem Drittel meiner Zeit (und ich bin im Moment sehr gut trainiert) ...

Was ich damit sagen will, man kann zwar mit dem EBike trainieren und sich wirklich schinden - ich kenne aber bis auf eine Person niemanden, der das macht. Und plötzlich sind auf mittelschweren Trails soviele Biker mit dicken Schlappen und mangelndem Fahrkönnen, dass durch die Bremserei die Wege komplett zerstört werden und damit noch mehr gesperrt werden wird - und mittelschwere Wege werden nun auch von EBikern bergauf befahren ...
 
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