Downhill World Cup 2021 – Snowshoe #2: Ergebnisse Finale

Downhill World Cup 2021 – Snowshoe #2: Ergebnisse Finale

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Hier die Final-Ergebnisse des zweiten Rennens in Snowshoe/USA. Der Artikel wird laufend aktualisiert!

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Downhill World Cup 2021 – Snowshoe #2: Ergebnisse Finale
 
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Mag ja sein, dass die Sportler in ihrer Blase leben und am Ende die Fans egal sind und alles nur Marketinggewäsch ist. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es kaum einer geil fände keine Follower zu haben, nicht bejubelt zu werden. Das ist doch Ansporn, wenn du der GOAT bist, wenn die Presse dich hochjubelt usw. Gibt 100% viele, die für dieses Gefühl der Star zu sein leben und Kraft daraus ziehen.

Wenn man sich alleine mal die Selbstdarsteller beim Fußball anschaut. Ronaldo würde doch heulen, wenn der nicht den Zuspruch bekommen würde. der braucht das für sein Ego, wie Luft zum atmen.
 
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Wobei der Hype um einen Fußballer, Tennisspieler, F1-Imkreisfahrer etc., in keinster Weise mit dem eines DH Weltcupfahrers zu vergleichen ist. Diese werden nicht als Götter angesehen. Und das ist gut so.
Aber für das Ego ist es natürlich wichtig und schön, dass die persönliche Leistung anerkannt wird.
 

Stevie8

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Ging mir durchaus im ersten Moment auch so.

Was mich stört, ist, für alles einen Erklärungsversuch finden zu wollen. Dein Beispiel des Thaibox Freundes; wie würde er darüber denken, hätte er es NICHT gemacht? Dann hätte er - vielleicht, das ist keineswegs garantiert - noch einen gesunden Körper, aber einen Geist, der sich Vorwürfe macht, es nicht durchgezogen zu haben.

Wenn ich mein doch fortgeschrittenes Alter Revue passieren lasse, finde ich Sachen, die ich heute auch nicht mehr machen würde. Gleichzeitig versetze ich mich in die damalige Lage und kann immer noch gut nachvollziehen, wieso es damals genau so gepasst hat. "Reue ist Erkenntnis, die zu spät kommt". Man kann auch so durchs Leben gehen, aber man macht sich mehrheitlich keinen Gefallen damit.

Bescheuert finde ich einfach das Argument von Biotop und nach aussen abgeschotteter DH-Familie. Das erinnert mich an eine Aussage von Tony Rominger, denn Strassenfahrer aus CH. In einem Interview sagte er einmal, dass er für sich fahre und ihn die Fans am Strassenrand einen Sch....dreck interessieren. Wäre ich ein Sponsor, wäre für mich so eine Aussage ein Fettnäpfchen erster Güte.
Naja vielleicht war ich zu fatalistisch in der Ausdrucksform. Bereuen tun wir nichts und kopfmäßig weitergebracht hat einen das jedenfalls. Und eine geile Zeit war's auch.

Aber die Frage was bleibt danach ist immer zu stellen und muss persönlich beantwortet werden.
 

roliK

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Mag ja sein, dass die Sportler in ihrer Blase leben und am Ende die Fans egal sind und alles nur Marketinggewäsch ist. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es kaum einer geil fände keine Follower zu haben, nicht bejubelt zu werden. Das ist doch Ansporn, wenn du der GOAT bist, wenn die Presse dich hochjubelt usw. Gibt 100% viele, die für dieses Gefühl der Star zu sein leben und Kraft daraus ziehen.

Wenn man sich alleine mal die Selbstdarsteller beim Fußball anschaut. Ronaldo würde doch heulen, wenn der nicht den Zuspruch bekommen würde. der braucht das für sein Ego, wie Luft zum atmen.
Das ist doch nur wieder so eine übliche provozierende Aussage aus der eh schon bekannten, gern provokanten Ecke. Diese Blase der Profisportler gibts doch in jeder Sportart, eine gewisse Abschottung zu den Fans ist ja auch notwendig, ansonsten kann man sich nicht mehr auf seine Hauptaufgabe - den Leistungssport - konzentrieren.
Und die Downhill-Welt ist ja eh sehr offen im Vergleich zu anderen - versucht mal, von einem Fussballklub regelmäßige Einblicke in die Kabine zu bekommen. Oder bei den Schifahrern (schon wieder die :D) genau zu erfahren, warum man sich für dieses oder jenes Material entschieden hat.
 
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Wobei der Hype um einen Fußballer, Tennisspieler, F1-Imkreisfahrer etc., in keinster Weise mit dem eines DH Weltcupfahrers zu vergleichen ist. Diese werden nicht als Götter angesehen. Und das ist gut so.
Aber für das Ego ist es natürlich wichtig und schön, dass die persönliche Leistung anerkannt wird.
Das ist richtig. Aber alleine schon als Straßenfahrer hast du einen extremen Hype. Die wollen auch alle bei der Fahrt auf den Ventoux von den tausenden Fans bejubelt werden. DH ist spezieller. Aber Greg freut es trotzdem der GOAT zu sein. Schmeckt das Bier doch gleich besser.
 
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Naja vielleicht war ich zu fatalistisch in der Ausdrucksform. Bereuen tun wir nichts und kopfmäßig weitergebracht hat einen das jedenfalls. Und eine geile Zeit war's auch.

Aber die Frage was bleibt danach ist immer zu stellen und muss persönlich beantwortet werden.
Um diese Frage persönlich positiv (im Sinne von monetär und späterer wirtschaftlicher Versorgung) zu beantworten, darf man keine Randsportart betreiben. Nur die wenigsten finden später "Verwendung" als z.B. sachverständiger Co-Kommentator oder möglicherweise als Repräsentant eines großen Konzerns.
 
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Dein Beispiel des Thaibox Freundes; wie würde er darüber denken, hätte er es NICHT gemacht? Dann hätte er - vielleicht, das ist keineswegs garantiert - noch einen gesunden Körper, aber einen Geist, der sich Vorwürfe macht, es nicht durchgezogen zu haben.

Wenn ich mein doch fortgeschrittenes Alter Revue passieren lasse, finde ich Sachen, die ich heute auch nicht mehr machen würde. Gleichzeitig versetze ich mich in die damalige Lage und kann immer noch gut nachvollziehen, wieso es damals genau so gepasst hat. "Reue ist Erkenntnis, die zu spät kommt". Man kann auch so durchs Leben gehen, aber man macht sich mehrheitlich keinen Gefallen damit.
Wahrscheinlich würde er es genau so wieder machen. Ich kannte jemanden, der Olympia-Gold gewonnen hat in einer Sportart, die ihn ziemlich kaputtgemacht hat und er ist auch relativ früh verstorben. Aber meine Güte, wie stolz war er auf die Medaille und seine Pokale! Im "echten Leben" nur ein kleiner Angestellter, aber in diesen Momenten des Wettkampfes und der Siegerehrung hat er nicht nur in der jeweiligen Gegenwart richtig gelebt, sondern auch später von dieser Vergangenheit gezehrt. Er hat Menschen kennengelernt, die er sonst nie getroffen hätte. Das Fahrrad, das ihm Eddy Merckx geschenkt hat, ist er nie gefahren sondern hat es in seinem Trophäenzimmer direkt neben die Goldmedaille gehängt und wenn er in diesem Zimmer stand hat er gestrahlt wie ein kleines Kind an Weihnachten. Er hätte nichts anders gemacht.
 
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Macht euch doch mal frei von dieser neoliberalen Verwertungsideologie. Man kann die Dinge auch einfach zum Selbstzweck betreiben ohne permanent darüber nachzudenken wofür das später mal gut sein soll.
Machen wir ja bereits...

Kaufen auf eigene Kosten teure Bikes, Ausrüstung und einen fahrbaren Untersatz um zum Park zu gelangen, zahlen das Lift Ticket und hauen uns im ersten Lauf unter Ausschluss von jubelnden Fans aufs Gesicht, ertragen den Schmerz und Heilungsprozess und u.U. kriegt das kein Schwein mit.

Mehr Idealismus geht wohl kaum.:dope:
 

nanananaMADMAN

what goes up, must come down
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ertragen den Schmerz und Heilungsprozess und u.U. kriegt das kein Schwein mit.
Dafür gibt's doch die diversen Verletzungsfreds hier. :D

Festhalten lässt sich doch, dass mindestens alle Fahrer*innen im DH-Zirkus den Sport als solches lieben und es schon vor der Professionalisierung geil fanden, den Berg runterzuscheppern. Wenn das nicht so wäre und es wirklich darum ginge, eine "Verwendung" (für die Gesellschaft oder den Arbeitsmarkt oder was? Was'n ekelhafter Gedanke, Mensch sein reicht wohl nicht, um nützlich zu sein) zu finden, hätten sie sich auch in einen langweiligen BWL-Studiengang setzen können.
Wie oft wurde in Interviews erzählt, dass es in einer weniger gut laufenden Phase erstmal darum ginge, den Spaß auf dem Rad wiederzufinden. Oder das allgegenwärtige "man, i love downhill".

Natürlich hängt da ein Industriezweig dran inkl. Marketing, der das als Aushängeschild benutzt aber gleichzeitig auch in dem Ausmaß ermöglicht. Steht aber auf ner anderen Seite.
 
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Ihr wollt jetzt aber nicht allen Ernstes Mountainbike-Profis (egal welcher Kategorie) mit den gepamperten über allen schwebenden Athleten aus anderen Sportarten vergleichen?

Wo ein vielversprechendes 16,17 oder 18 jähriges Talent in der 2-3 Mannschaft vermutlich mehr im Jahr verdient als als viele in der Top20 bei den DH, Enduro oder CC-Damen?

Die würden für das Geld was Pompon, Tahnee oder Chamille kriegen nicht mal aufstehen.
Bei den DH-Herren wird die Situation ähnlich be***eiden sein.

Da wird keiner im Geld schwimmen, gemessen an dem Aufwand und dem Risiko am Karriee Ende mit kaputten Knochen dazustehen.

Ich frag mich auch grad ob wir von den selben Sportarten sprechen. Bei welchen Profiveranstaltungen, Formel Eins, Fußball-WM/EM/ Ligaspielen oder Grandslam-Tennis-Turnieren kann ich als 08/15-Normalsterblicher in der Boxengasse, im Aufwärmbereich oder sonst wo rumschlappen, die Protagonisten beobachten oder sogar mit denen sprechen?

Bei manchen Sportlern ist es vermutlich einfach mit der Queen, dem Papst oder Putin ein Bier zu trinken wie dass du an die rankommst.

Und für die die "unsere" Bike-Pros als Influencer bezeichnen, über Social-Media-Geilheit und die Follower lästern.

Schaut euch mal die wirklich Großen in dem Bereich an...das sind ganz andere Größenordnungen.
 
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Es ist ein Segen ein Hobby nur als Hobby zu betreiben und nicht hauptberuflich. Dieser ständige Druck zu Bestleistungen, lukrative Verträge, Teamwechsel und die Angst überhaupt aus dem WorldCup Circus rauszufliegen, im schlimmsten Fall fremdbestimmt durch eine langwierige Verletzung würde mir den letzten Spass nehme. Lieber den ganzen Tag im Büro rumpimmeln und am Wochenende ein paar Runden fahren.

Die Gehaltsübersicht bei Pinkbike bestätigt mich dabei, da habe ich bei einem soliden Gehalt mit Mitte 60 eine passable Rente und nicht mit Ende 20 kaputte Knochen und die pure Panik den Anschluss an die Arbeitswelt zu finden. Respekt dennoch an jeden der das durchzieht, aber als ehemaliger Fussballspieler aus dem NLZ kann ich sagen das selbst das schönste Hobby scheisse wird sobald eine Arbeitsroutine und Selbstperfektionierung daraus wird.
 
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Bei Pinkbike gabs Anfang des Jahres mal ein paar ganz erhellende Zahlen zu dem Thema.

sehr interessant und würde mich für ein paar andere randsportarten auch interessieren. ein bisschen verwirrend finde ich im artikel die verwendung von "professionell". Für mich ist ein Fahrer, der mit dem Fahren nichts verdient, kein Profi -- es sagen ja auch nur die hälfte, dass sie ihr volles einkommen aus dem fahren beziehen.

bei der einen 500k+ angabe hätte ich auf MvdP getippt? bei den 5 downhillern in der 2.-höchsten einkommensstufe habe ich keine vermutung. ist von den athertons eine(r) noch gefahren im erhebungszeitraum?
 

525Rainer

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Ich hab selber ein paar bekannte die im profisport aktiv waren. Was mir auffällt, die hatten alle ein level das sie jetzt mit 40 nie mehr erreichen. Motivation komplett erloschen bzw manche wollen absolut nichts mehr damit zu tun haben.
Ich werd immer noch jedes jahr besser und motivation nicht anders wie mit 15. Kein unterschied. Mtb und das gelände ist so vielseitig, da reicht ein leben nicht alles zu machen.
 
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jr.tobi87

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sehr interessant und würde mich für ein paar andere randsportarten auch interessieren. ein bisschen verwirrend finde ich im artikel die verwendung von "professionell". Für mich ist ein Fahrer, der mit dem Fahren nichts verdient, kein Profi -- es sagen ja auch nur die hälfte, dass sie ihr volles einkommen aus dem fahren beziehen.

bei der einen 500k+ angabe hätte ich auf MvdP getippt? bei den 5 downhillern in der 2.-höchsten einkommensstufe habe ich keine vermutung. ist von den athertons eine(r) noch gefahren im erhebungszeitraum?

Denke das wird Gwin, Minnaar, Bruni, etc sein.

Minnaar meinte 2017 nach seinem Platten und Overall Verlust bei Pinkbike Umfrage, dass ein Reifen / Plattenschutz 100.000€ Wert wäre.

War vielleicht ne Anspielung...

Vermute aber, dass durch Hauptsponsor, Privatverträge (z.B. Troy Lee, Oakley, etc) und Siegprämien (z.B. Weltmeister) schnell mehrere 100tsd zusammen kommen können für Topfahrer.
 

JensDey

Beide Seiten haben unrecht!
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Vermute aber, dass durch Hauptsponsor, Privatverträge (z.B. Troy Lee, Oakley, etc) und Siegprämien (z.B. Weltmeister) schnell mehrere 100tsd zusammen kommen können für Topfahrer.
Ich gehe davon aus, dass in den Zahlen im Link das emthalten war. Der DH WC selbst wird nicht so viel abwerfen, dass die Teams riesen Gehälter bezahlen können. Zalht man (immer) an der Strecke Eintritt?
 

525Rainer

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Für hersteller ist das auch wie wetten oder aktien kaufen. Frag mich grad wie sich das invest lohnt. Das zu hinterfragen und gedanklich durchzuspielen ist interessant. Lohnt wibmer? Lohnt das ghost xc team? Lohnt der überwiegende teil mehr als er kostet oder kostet jemand mehr als er einspielt? Spannend.
 
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