E-Bike mit Rohloff Speedhub?

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Hallo liebe E-Bike - Gemeinde

Gibt es eigentlich keine E-Bikes mit einem Rohloff - Getiebe?

Habe da jedenfalls noch nichts gefunden. Spricht da technisches dagegen, oder ist es nur eine Marktlücke, die es zu füllen gilt? Oder preisliche Aspekte?

Wenn ich sehe, dass z.B. Haibike mit 10 Gängen daherkommt, wäre doch ein Rohloff mit 14 oder 15 Besser, zudem wartungsärmer und besser im Wirkungsgrad.
 

flyingcubic

night rider
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keiner wird dir freiwillig 1000eur für eine "schaltung" an aufpreis bezahlen
dazu nur 14 gänge

lieber 30 gänge und viel günstiger...

ich hab mir mein bike selbst mit der speedhub aufgebaut
mehr in meiner Galerie
 

cännondäler__

Rohloffist
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Hallo Zorro123,
es spricht noch ein weiterer Aspekt für die Rohloff: Die übliche 10/11-fach-Kassette z.B. bei den Haibike-Pedelecs ist unzureichend um mit leerem Akku weiter zu kommen, erst recht mit den ca. 10 Kilo Mehrgewicht. Natürlich hält die Kette auch länger, aber das ist vom "normalen" Rohloff-Bike bekannt und, und, und.... Falls Du das Bike mit der Ausstattung Deiner Wahl nicht mit Rohloff findest, dann suche nach einem Händler der entsprechenden Marke, der gleichzeitig Erfahrung mit der Rohloff hat. Meiner jedenfalls hat beim Kauf das Hinterrad der Kettenschaltung samt Trigger in Zahlung genommen und mir eines mit Rohloff zum fairen Preis verbaut.
Meines Wissens wurden (in 2012) Rohloff-Räder (ab Werk) vom Unterstützungsgrad des Bosch-Motors auf 200% anstatt 250% begrenzt. Auch gibt es eine Liste mit zulässigen Übersetzungen (Kettenblatt-Ritzel-Paarungen) auf der Rohloff-Homepage. Wenn Du das im Auge behältst, dann steht einem Einsatz nichts entgegen.
cännondäler
 
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Hallo Cännondäler, ich habe mir jetzt mal ein E-Bike (KTM, Hardtail, 29", 10-Gang Shimano, SLX) auf der Seiser-Alm gemietet.

Folgendes möchte ich mal zur Diskussion stellen bzw. anmerken nach meiner persönlichen Erfahrung:

1. Für den hochalpinen Einsatz ist die Übersetzung für extreme Steigungen nicht geeignet, da wäre ein "kleinerer" Gang notwendig. Ich bin da von der Zallinger Hütte zur Plattkofelhütte rauf. Je langsamer man tritt, umso weniger kann der E-Motor unterstützen. man ist also hier auf eine hohe Frequenz der Kurbel-Umdrehungen angewiesen. Schlussendlich hat die Kombination - meine Waden + Bosch im Turbo-Modus - nicht mehr gereicht, was dazu geführt hat, dass ich einen 20 Kilo-Koloss dort schiebend hoch wuchten konnte.

2. Für mein Gefühl muss man den Rotationskörper des Motors in der Einstellung OFF mitkurbeln, was einen zähen Eindruck vermittelt. Auf der Ebene wäre das aber durchaus denkbar, dass man so (OFF) fährt um Akku-Ladung zu sparen. Es wäre doch sicherlich eine Kleinigkeit im Modus OFF den Motor mechanisch von der Kurbel zu entkoppeln??!!

3. Was spricht denn dagegen auf den dann langen Abfahrten über einen Naben-Dynamo "Energie-Rückgewinnung" zu erzielen und den Akku wieder etwas aufzuladen, oder bringt da ein Dynamo zu wenig Leistung?

Alles in allem steckt meines Erachtens noch viel Entwicklungspotenzial im Thema E-Bike drin. Nichts desto Trotz war es eine interessante Erfahrung, bis auf die oben beschriebenen Defizite, wobei Punkt 1 + 2 für mich am meisten störten.

Zorro123
 

cännondäler__

Rohloffist
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Hallo Zorro123,
wundert mich nicht, daß Dir die Übersetzung nicht reichte, daher ja mein Griff zur Rohloff (einer von vielen Gründen...). Gerade bei sehr niedrigen Trittfrequenzen geht die Leistung sehr schnell in die Knie. Bei meinem Bosch-Antrieb der 1. Generation (dieses klobige Ding mit dem 38er-Kettenblatt) habe ich nicht den Eindruck, daß ich Teile des Motors mitdrehen muss, ist aber subjektiv. Die aktuellen Boschmotoren mit den "kleinen" Kettenblättern haben jedoch meines Wissens eine Übersetzung zwischen Kurbel und Kettenblatt (KB), d.h. Kurbel und KB drehen nicht synchron, sondern das KB schneller. Den Wirkungsgradverlust dieser Übersetzung könnte spürbar sein. Mit anderen Antriebssystemen habe ich keine Erfahrung.
Das mit der Energierückgewinnung (Rekuperation) ist ja bei Hinterradmotoren Standard. Ein Händler sagte mir aber, daß die beworbenen Rückgewinnungseffekte in der Praxis nicht mal annähernd haltbar sind und effektiv auf um die 3% kommen; ist natürlich ein Witz sich davon irgendetwas zu erwarten. Mit einem Nabendynamo (6W) kannst Du einigermaßen Dein Smartphone oder Navi laden (z.B. über "The Plug" von Trickstuff), mehr nicht und auch nur wenn kein Licht am Bike parallel brennt.
Was die Wirkungsgradverluste bei ausgeschaltetem Motor bei den jeweiligen Antriebssysteme angeht und welche Teile des Motors mit rotieren müsstest Du bei Bedarf mal noch die Leute auf "pedelecforum.de" fragen. Einige da beschäftigen sich da intensiv mit der Materie.
cännondäler
 
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gibt es eigentlich keine E-Bikes mit einem Rohloff - Getiebe?

Ich habe mir im Mai dieses Jahres ein Panther TE-11 mit Bosch Classic Antrieb und Rohloff-Schaltung geleistet - ein Restposten aus 2011/2012. Ursprünglicher Preis 3299 Euro, im Ausverkauf 1000 Euro weniger.

Das ganze war mehr oder weniger ein Zufall. In meiner Gegend hat ein Fahrradladen eröffnet, der sich vorwiegend mit Restposten der Panther-Werke (Göricke gehört auch dazu) beschäftigt. Ich habe das Bike nirgendwo anders gesehen und selbst in den üblichen Zeitschriften-Katalogen wurde es nie vorgestellt.

Gruß

Rainer
 

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Ich fahre mein Focus Blackforrest mit 9fach Shimano und vorne einem 38er Blatt 20% rauf. Geht problemlos. Ich habe auch schon an die Rohloff gedacht, aber nicht im Focus. Da möchte ich schon eine bessere Basis als dieses Baumarktbike.
 
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