Ein Eidgenosse erlebt seinen zweiten Frühling.

Cube_Heinz

Mofa bin ich mit 15 gefahren…
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Lange habe ich hier nix mehr beigetragen, nur mitgelesen, selten mal was geschrieben.

Ich gebe zu der 24.02.2022 hat mich zunächst mal umgehauen wie vermutlich viele andere auch. Ich habe mich dann aber schnell gefangen, mit Freunden eine kleine Hilfsorganisation für die Ukraine auf die Beine gestellt und bis heute 5 LKW Ladungen und einige tausend Euronen an Spenden auf den Weg gebracht. Das hat Zeit, Nerven und „Körner“ gekostet, wird aber selbstverständlich fortgesetzt.

Im März hat mich dann das Drecksvirus erwischt, an den Folgen habe ich heute noch zu knabbern. Manche sagen das liegt am Alter (60), ich sage das kann gar nicht sein…

Falls sich jetzt jemand fragt „hat der keinen Friseur dem das das erzählen kann“?

Leider nein habe ich nicht, ich trage „Platte“ seit 20 Jahren.

Wie dem auch sei, was tut uns Bekloppten hier am Besten, wenn der Horizont so richtig schief hängt?
Genau, ein neues Projekt muss her, in meinem Fall hat mich das Thema Bike wieder ein Stück weit aus dem Keller geholt, wofür ich sehr dankbar bin.

Neben dem Fahren ist das Schrauben doch immer noch der Prozess, der mich am Besten wieder einfängt. Meine Frau sagt auch „meditatives Feudeln“ dazu.

Und so kam es, dass meine schon im letzten Jahr begonnene Suche nach einem mir passenden Rahmen belohnt wurde.

Gesucht wurde ein DC tauglicher Rahmen, der ein leichtes Bike für die „quick and dirty“ Runde ermöglichen sollte und der nicht gerade an jeder zweiten Tanne lehnt. Und der die eigentlich nicht vorhandene Lücke zw. Gravel, Trailhardtail und AM ausfüllt.

Es gab so einige Anwärter, die ich beobachtete, aber so richtig vor den „Kaufen-Button“ wollte mir keines springen. Irgendeinen Haken gab es immer und ich war schon kurz davor das Thema zu begraben.

Aber dann…

Ich hatte schon seit 2019 die Basler Marke ARC8 im Visier, weil mir die Rahmen gefielen und sie mit einigen interessanten Details aufwarten konnten (z.B. Lagerung des Hinterbaus und der Umlenkwippe, Züge im Rahmen in Führungsröhrchen verlegt).

Zudem gibt es bei nur 120km Entfernung sowas wie einen lokalen Bezug, sowas gefällt mir irgendwie.

Im Bike-Markt wurde ein passender Rahmen zu einem durchaus attraktiven Preis angeboten, die Verhandlung dauerte ungefähr 10 Minuten und der Eidgenosse war meiner.

Wie immer bei mir wird das nun kein 200 Seiten langer Aufbaufaden, was keine Kritik an den „Langsam-Aufbauern“ sein soll, sondern eher meiner Ungeduld geschuldet ist.

Es ist also eher eine Vorstellung und so richtig fertig ist so ein Raddd ja eh nie.

Die Teile, die nicht im Hochregallager zu finden waren, wurden quasi zeitgleich mit dem Rahmen bestellt und trudelten auch fast zeitgleich ein.

Die günstig erworbene RS Sid Select wurde mittels Race Day Kartusche zur „Ultimate“, eine Cura X fand ich im Bike Markt, sie beißt mittels Trickstuff-Power Belägen in zwei 180er Galferscheiben, der LRS wurde bei Slowbuild geordert (240er DT Swiss Naben, Carbon Felgen mit 28mm MW) und mit 2,4er Wolfpack bereift (Race und Speed), der Dämpfer nebst Huberbuchsen war aus meinem „Eugen“ (Hugene) übrig, die Bike Yoke (125mm) wurde neu geordert, die e*thirteen Carbon-Kurbel fand ich auch für einen schmalen Taler im Bikemarkt, gesessen wird wie auf allen meinen Bikes auf Tune und gelenkt wird das Ganze mit einem 780mm breiten Beast Carbon Lenker, der von einem Intend Vorbau gehalten wird, die Griffel ruhen auf den neuen Ergon GXR. Die Gangwechsel erledigt die Sram X01.

Der Kleinteile-Rest lag so rum bzw. wurde noch flugs bestellt.

Der Rahmen war zwar technisch wie beschrieben 1a, aber für jemanden, der seine Bikes nach jeder Fahrt putzt (!), dann doch in einem jämmerlichen Zustand.

Ergo, komplett strippen, putzen, Lager fetten, abkleben, zusammenbauen, zufrieden sein.

Jetzt konnte der Aufbau starten.

Zwei Kaffee, eine Flasche Wasser und ein Belohnungsweizen später war der „Eidgenosse“ für seinen zweiten Frühling fertig.

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden.
Eh klar, das neueste Projekt ist immer das geilste, aber:
So wie auf den Bildern wiegt das ARC8 Essential 10,7kg, fährt sich unglaublich ausgewogen und macht Spaß ohne Ende. Obwohl „nur“ 120/120mm Federweg hat man immer das Gefühl es wäre mehr, der Eugen muss gerade immer öfter im Stall bleiben.

Für die meisten Mittelgebirgstrails und mein Fahrkönnen völlig ausreichend.

Aus meiner Sicht ein toller Rahmen, den die Jungs aus Basel da am Start haben.

Für mich ein echter Geheimtipp und so wie ich das sehe der erste hier dokumentierte ARC8 Individualaufbau.

Und jetzt endlich BILDER… und sorry für den langen Text.
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Würde mir auch gefallen,was wiegt denn der Rahmen mit Dämpfer u.bekommt man auch eine 2 Flasche an den Rahmen?
 

Cube_Heinz

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Würde mir auch gefallen,was wiegt denn der Rahmen mit Dämpfer u.bekommt man auch eine 2 Flasche an den Rahmen?
Der Rahmen wiegt in Größe L mit Dämpfer ca. 2300gr.
Da der Rahmen für Gabeln bis 140mm zugelassen ist, ist das ok finde ich.
Ein DC ist damit genauso möglich wie ein leichtes Trailbike.
Eine zweite Flasche passt nicht, allerdings passt eine 800ml Flasche problemlos.
 
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