Enduro Bike gesucht

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Hallo zusammen,

nun benötige ich doch Eure Hilfe, nachdem ich schon so einiges an Kaufberatungen gelesen habe, aber noch nicht so wirklich das Richtige gefunden habe bzw. bei der Vielzahl von Möglichkeiten in Schwimmen gerate.

Ich suche ein Enduro-MTB, welches eher in den Downhill-Bereich geht. Touren sind mir hier nicht so wichtig, eher als Mittel zu Zweck.
70% Downhill / 30% Tour

Es sollte agil/spielerisch zu fahren sein, so dass man auch einen unvorhergesehen kleinen drop noch in den Griff bekommt. Ich möchte ungern zu viel Druck auf der Front haben.

Momentan fahre ich ein Giant Trance SX E-Bike, welches mich zwar zu tollen Abfahrten bringt mich jedoch Downhill einfach nur mitnimmt. Das Bike bügelt über alles drüber und mir fehlt hier einfach die Kontrolle um Spaß zu haben. Ich glaube dass es nicht nur am Gewicht liegt, sondern auch an der Geometrie.

Davor hatte ich ein Jekyll (26'') welches mir sehr gut gefallen hat. An dem Cannondale hat mich nur gestört, dass die Dämpferreserven etwas knapp waren und das sich die Kette nach einem Sprung gern verkeilt hat.
Das Jekyll war in der Größe M. Top Tube horizontal 58,8 / Top Tube Actual 56,4 / Head Tube length 13,4 / Head Tube Angle 67,8° / Wheelbase 113 / Reach konnte ich leider nicht entnehmen. Vielleicht gibt es ja aktuelle Bikes welche auch in diese Richtung gehen. Oder ihr sagt, eh alles egal, aufgrund der "neuen" Laufradgrößen kann man die alte Geometrie nicht zu rate ziehen.

Größe 1,80m / SL 84cm
29 Zoll oder 275 Zoll egal
Sitzhaltung eher aufrecht
agiles Fahrverhalten

Ich hoffe Ihr könnt nochmal die Kraft für eine weitere Kaufberatung aufbringen. Bin über jeden Tipp dankbar, welcher mich näher an eine konkretes Bike bringt. Falls Ihr einen guten Bikeladen im Oberbayrischemraum kennt, welcher eine gute Beratung bietet und ggf. ein breiteres Angebot hat wäre das auch klasse.

Danke Euch!
 
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Hallo,

Rocky Mountain Slayer
Trek Slash
Propain Spindrift als Mullet

könnten möglicherweise passen.


Wo und was fährst du denn? Wenn du selbst hochpedalierst und für die Abfahrt ein Freeride-Bike nötig ist, dann sind das vermutlich recht anspruchsvolle Naturstrecken. Ist zusätzlich ein wendiges Bike nötig, dann ist die Strecke meist unübersichtlich.

Es sollte agil/spielerisch zu fahren sein, so dass man auch einen unvorhergesehen kleinen drop noch in den Griff bekommt.
In der Tat passiert es auf Naturstrecken öfter einmal, dass etwas unerwartet auftaucht. Ein "unvorhersehbarer Drop" ist bei mir auch schonmal aufgetaucht, aber in Form eines Abgrunds. Eine Lawine hatte im Winter einfach 50m des Weges weggerissen, sodass dieser im Nichts endete. Dass mein Bike wendig ist hat mir dabei nicht geholfen, sondern das Fahren auf Sicht. Ansonsten kann hinter einem Drop auch mal ein Wanderer sitzen oder ein umgefallener Baum liegen. Selbst im Bikepark ist es zu empfehlen sich die Strecken und Landungen bei der ersten Abfahrt erst mal genauer anzusehen, dann kommen auch keine unerwarteten Drops.

Falls es sich um harmlosere Strecken/Hometrails handelt ist meist gar kein so großes Bike nötig, sondern ein deutlich kleineres macht oft mehr Spaß.

Das Bike bügelt über alles drüber und mir fehlt hier einfach die Kontrolle um Spaß zu haben. Ich glaube dass es nicht nur am Gewicht liegt, sondern auch an der Geometrie.

... und ein bisschen auch am Fahrer ;)

Gruß
 
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Hi,

vielen Dank für die Vorschläge, ich habe mir die Bikes mal angeschaut und finde das Propan sehr ansprechend!

Meine derzeitigen Fahrstrecken lassen sich nicht immer genau beziffern, da ich oft nicht weiß was mich bei der Abfahrt erwartet. In der Regel sind diese verblockt und verwurzelt. Wenn es dann wieder schneller geht, weil besser einsehbar und flacher und ich eine mögliche Gelegenheit für einen Sprung sehe, möchte ich den auch gern machen. Sprich es gibt immer Passagen, die nur sehr langsam zu fahren sind und ich das Hindernis auf dem Hinterrad anfahren müsste oder versetzen und es gibt Passagen, die dann wieder trailartig sind und zu Sprüngen einladen. Mit dem E-Bike bin zumindest ich bei der Abfahrt oft eingeschränkt. Solche Strecken wie in dem YT Video lassen sich mit dem E-Bike allerdings gut fahren. Ich werde das Giant auch behalten und für gewisse Strecken (eher Trails) nutzen, jedoch möchte ich gern eine Ergänzung mit der ich auch mal in den Park kann.

Bei der Recherche bin ich noch auf das Radon Swoop gestossen. Im Test ist zu lesen, dass die Sitzposition eher aufrecht sei, was mir entgegen käme. Hat hier jemand Erfahrung?

Mit meiner Größe hänge ich immer zwischen M und L, bislang habe ich mich eher für das M entschieden. Wie wäre das bei Propain oder Radon? Fallen diese eher kleiner oder größer aus?
Viel Gutes habe ich auch über das Orbea Rallon gelesen. Ist die Sitzposition hier auch etwas aufrechter?

Danke!
 
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Hi,

Mit dem E-Bike bin zumindest ich bei der Abfahrt oft eingeschränkt.
für mich wäre das auch nichts. Ich habe lediglich am Pendler-Trekking einen Antrieb und bin der Meinung die E-Dinger haben in der Natur sowieso nichts verloren. Insofern hast du meine volle Unterstützung zum Umstieg aufs Bio-Bike :daumen:

Mit meiner Größe hänge ich immer zwischen M und L, bislang habe ich mich eher für das M entschieden. Wie wäre das bei Propan oder Radon?
Mit 1,78m kann ich dir sagen, dass mir M Rahmen früher immer etwas zu klein waren und heutzutage gut passen. Da ich ein wendiges Rad einem laufruhigen vorziehe und auch öfter mal Spitzkehren u.Ä. fahre, würde für mich auch kein L-Rahmen in Frage kommen. Das Beste wäre du würdest mal eine Proberunde drehen.

Bei der Recherche bin ich noch auf das Radon Swoop gestossen
Das Swoop ist zwar "nur" ein Radon, aber ich denke man kann damit durchaus glücklich werden. Für mich (bin auch auf der Suche) war das K.O.-Kriterium, dass keine Trinkflasche in den Rahmen passt, aber mehr Bike wird man für sein Geld kaum bekommen. Preis-Leistung ist top.

Im Test ist zu lesen, dass die Sitzposition eher aufrecht sei, was mir entgegen käme. Hat hier jemand Erfahrung?
Das trifft auf die meisten/viele neue Räder zu. Das Spindrift gehört in seiner Klasse mit zu den besten Kletterkünstlern. Das kleinere Tyee, welches für dich auch reichen könnte, klettert nochmal besser und ist auch leichter. Propain hat allerdings einen relativ langen Radstand, sodass ich das Spindrift nicht unbedingt als wendig bezeichnen würde. Es gibt beim Spindrift jedoch die Möglichkeit den 29" Rahmen mit dem 27,5" Hinterbau zu bestellen, was zwar für ein unausgewogeneres Fahrgefühl sorgt, in speziellen Anwendungsfällen aber sinnvoll sein kann. Durch die kürzere Kettenstrebe wird das Vorderrad zudem etwas entlastet und du bekommst das Bike leichter aufs Hinterrad.

Allgemein ist das Spindrift aber ein ziemlicher Brummer und wird auf den meisten Strecken overbiked sein. Es gibt im Forum aber auch User, welche das Bike trotzdem als Allrounder verwenden und glücklich damit sind. Je nachdem was und wie du im Bikepark fahren möchtest macht das Bike aber durchaus Sinn. Auf alpinen Strecken ist ein Rad mit 160mm Federweg um die 15kg meist ausreichend.


Gruß
 

TCaad10

Retourenkönig und Stornostar
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Hi,

vielen Dank für die Vorschläge, ich habe mir die Bikes mal angeschaut und finde das Propan sehr ansprechend!

Meine derzeitigen Fahrstrecken lassen sich nicht immer genau beziffern, da ich oft nicht weiß was mich bei der Abfahrt erwartet. In der Regel sind diese verblockt und verwurzelt. Wenn es dann wieder schneller geht, weil besser einsehbar und flacher und ich eine mögliche Gelegenheit für einen Sprung sehe, möchte ich den auch gern machen. Sprich es gibt immer Passagen, die nur sehr langsam zu fahren sind und ich das Hindernis auf dem Hinterrad anfahren müsste oder versetzen und es gibt Passagen, die dann wieder trailartig sind und zu Sprüngen einladen. Mit dem E-Bike bin zumindest ich bei der Abfahrt oft eingeschränkt. Solche Strecken wie in dem YT Video lassen sich mit dem E-Bike allerdings gut fahren. Ich werde das Giant auch behalten und für gewisse Strecken (eher Trails) nutzen, jedoch möchte ich gern eine Ergänzung mit der ich auch mal in den Park kann.

Bei der Recherche bin ich noch auf das Radon Swoop gestossen. Im Test ist zu lesen, dass die Sitzposition eher aufrecht sei, was mir entgegen käme. Hat hier jemand Erfahrung?

Mit meiner Größe hänge ich immer zwischen M und L, bislang habe ich mich eher für das M entschieden. Wie wäre das bei Propain oder Radon? Fallen diese eher kleiner oder größer aus?
Viel Gutes habe ich auch über das Orbea Rallon gelesen. Ist die Sitzposition hier auch etwas aufrechter?

Danke!
Eventuell könnte Dir auch ein Knolly Fugitive LT taugen (Nicht vom wenigen Federweg täuschen lassen):
 
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Die Alutech Fanes könnte auch noch passen, einstellbare Kettenstrebenlänge.

Wenn ich es richtig einordne, dann sind die Strecken auch gerne mal technischer Natur, laufen also mehr in diese Richtung:

 
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Nach ein paar Runden mit dem Rallon und dem Slash habe ich mich nun für das Trek entschieden. Ich hatte Glück, dass die 9.8 Variante im Laden stand und ich es gleich mitnehmen konnte.
Ob es nun die richtige Wahl war wird sich noch herausstellen, aber ich denke dass es auch sehr gut bergab passen wird. Ich fühle mich zumindest sehr wohl drauf.
Entschieden habe ich mich letztendlich für die Größe M, was ich wohl nicht getan hätte, wenn ich es hätte bestellen müssen.
Vielen Dank nochmals für euren Input! Nun muss ich mal schauen welche Lifte im Allgäu oder im Zillertal geöffnet haben, damit ich morgen mal richtig testen kann :o)
 
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Das würde mich auch interessieren. Bei meinem Trek war auch keine Mappe mit Daten bzw. Benutzerhandbuch dabei. Hätte ich das evtl erfragen müssen? Dämpferpumpe gabs auch nicht dazu... dafür anderes Zubehör, jedoch nichts Trek Spezifisches.
 
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