Enduro One: Behörden untersagen Rennen am Dünsberg

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Doch, der ganze Berg wird zum Schützend werdenden Bodendenkmal. Fahren nur noch auf breiten Wegen. Damit wird auch der Marathon wegfallen. Oder zumindest nicht mehr über den Dünsberg führen.
http://www.giessener-anzeiger.de/lo...-fuer-mountainbiker-vorerst-tabu_18057074.htm
Wirklich so ein Käse. Und ganz klar nur ein vorgeschobenes Argument um die Biker los zu werden. Wenn es den Behörden wirklich konsequent um den Denkmalschutz gehen würde, müsste man generelles betreten von Wanderwegen verbieten. Oder halt klar sagen, Biken nur auf bestehenden Wanderwegen/Pfaden (was ja auch eig gesetzlich so ist). Das benutzen bestehender Pfade mit dem Rad schädigt die "Ruinen" nicht mehr als ein Wanderer (nämlich gar nicht).

War die Genhemigung für das Rennen eigentlich im längeren Vorfeld gegeben und wurde jetzt kurzfristig wieder entzogen?
Das find ich echt fies dem Veranstalter ggü.
 

525Rainer

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rennen und events sind eine eigene geschichte. ob das gut oder schlecht ist für wen und für was muss man sich fragen. ich bin eher nicht so für events und veranstaltungen.
 
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Doch, der ganze Berg wird zum Schützend werdenden Bodendenkmal. Fahren nur noch auf breiten Wegen. Damit wird auch der Marathon wegfallen. Oder zumindest nicht mehr über den Dünsberg führen.
http://www.giessener-anzeiger.de/lo...-fuer-mountainbiker-vorerst-tabu_18057074.htm
Au weia, wie wollen sie das umsetzen? Da bin ich ja wirklich mal gespannt. Es fahren jeden Samstag, Sonntag und Mittwoch dutzende Beiker auf den Berg. Alle fahren auf den Trails. Das ist nicht zu kontrollieren. Spannend, spannend.
 

mw.dd

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Die hessischen Behörden (Untere Forstbehörde – HessenForst, Untere Naturschutzbehörde und hessenARCHÄOLOGIE) haben ihn völlig überraschend zu einem besonders schutzwürdigen Bodendenkmal erklärt und jegliches Befahren außerhalb breiter Wege in diesem Bereich verboten.

Gibt es dafür eine andere Quelle als Baboons? Wo kann man die Verordnung finden?

das einzige doofe ist ja, wenn man in der gegend wohnt und man mal in einer nacht-und-nebel-action das heimische revier unter den füßen weggerissen bekommt... da jetzt legale wege zu bauen/zu organisieren dürfte ja ein ding der unmöglichkeit sein. für die giessener gibts ja auch nicht gerade unmengen an alternativen... dünsberg ist einfach der nächste spot, der halbwegs spaß bringt. ansonsten muss man ins auto hüpfen...

Abwarten. Das es keinen Rennen mit ein paar hundert Teilnehmern geben darf heißt ja nicht, dass man dort die bestehenden Wege nicht mehr mit dem Rad befahren darf (s.o. - Verordnungstext)

Normalerweise müssen da schon sachliche Rechtfertigungen kommen, zumal der Veranstalter ja auch Kosten hat bzw diesem ja schon entstanden sind.

War denn die Genehnigung schon erteilt?
Baboons ist je sowieso fein raus, die hatten bisher kaum Kosten...
 

Wolfplayer

eye in the sky
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Deutschland das Land der Mahner und Wichtigtuer.
Was kotzt mich diese völlig überalterte und spießige Gesellschaft an.
Hauptsache schaffe, schaffe, Häusle bauen und mit 60 dann in die Kiste fallen, aber ja nichts machen, was Spaß macht.

Und dann kommt auch noch so ein Provinzpolitiker wie der Herr Hauk aus BW dazu und beschimpft alle Mountainbiker mal pauschal als Militante!


und als naechstes wird man dann im Wald von Foerstern eigekesselt und als "schwarzer Block" angezeigt :aufreg:
 

fiatpolski

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Hessen says NO to gayduro :ka:
Super hilfreich der Kommentar. Solidarität mit anderen Bikern?
und als naechstes wird man dann im Wald von Foerstern eigekesselt und als "schwarzer Block" angezeigt :aufreg:

Bitte keine Tips an die Herren vom Forstamt. Der lokale Förster ist ganz OK, der hat auch Trails genehmigt um Konflikte zwischen Wanderern und Bikern zu vermeiden. Das Forstamt sucht nur nach Gründen um den Wald wieder für sich zu haben.
 
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Ich habe vor einigen Jahren als Hobbyarchäologe bei den Ausgrabungen am Dünsberg mitgeholfen, 2 Wochen lang, daher kann ich die Entscheidung der Behörde voll nachvollziehen! Der Dünsberg muss geschützt werden, allerdings nicht nur vor bikern, sondern vor allen Sportlern, die sich nicht grad auf breiten Waldwegen
bewegen!
 

fiatpolski

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Ich habe vor einigen Jahren als Hobbyarchäologe bei den Ausgrabungen am Dünsberg mitgeholfen, 2 Wochen lang, daher kann ich die Entscheidung der Behörde voll nachvollziehen! Der Dünsberg muss geschützt werden, allerdings nicht nur vor bikern, sondern vor allen Sportlern, die sich nicht grad auf breiten Waldwegen
bewegen!
Mointainbiker scheinst du ja nicht zu sein...
 

ufp

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Ich habe vor einigen Jahren als Hobbyarchäologe bei den Ausgrabungen am Dünsberg mitgeholfen, 2 Wochen lang, daher kann ich die Entscheidung der Behörde voll nachvollziehen! Der Dünsberg muss geschützt werden, allerdings nicht nur vor bikern, sondern vor allen Sportlern, die sich nicht grad auf breiten Waldwegen
bewegen!
Ich denke der Wald dort ist so groß, als dass man die Ausgrabungsstätten umfahren kann.

Zusätzlicher Vorteil wäre dann ja auch, wenn man Querfeldein fährt und entsprechende Stollen vorausgesetzt, dass man dabei auch Um- und eventuell auch Ausgrabungen macht, in dem man eben das Erdreich umwälzt und so vielleicht ein paar Haarnadeln, Tonscherbenreste und Kleidungsfetzen hervorbringt...
 
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Schlichtweg ein Schlag ins Gesicht!

Dass der Bescheid (als in diesem Falle leider negatives Ergebnis einer beauftragten Prüfung) nur einen Monat vor Rennbegin zugeht kann durchaus mal passieren, und fiele einfach unter scheisse gelaufen/Pech gehabt.
Die Entscheidung mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit über die Hintergrunde zu begleiten, um sowohl bei direkt Betroffenen alsauch den allgemein Interressierten Verständnis überhaupt erst zu ermöglichen, wäre in diesem Falle mehr als angebracht - ist jedoch leider nicht erfolgt.

Wenn es den Behörden in Sachen Schutz aber tatsächlich ernst wäre, dann würde auch jegliche andere Form der "Denkmalgefährdung" untersagt werden - was in diesem Fall meines Wissens nicht geschehen ist, denn der restliche Publikumsverkehr darf ja weiterhin über den Berg poltern. Korrigiert mich bitte sofern ich da falsch liege! (mit Quellenangabe)
Und das allein macht glasklar was genau Kern des Verbotes ist: die Unerwünschten (Biker) diskriminieren!
 

mw.dd

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Und das allein macht glasklar was genau Kern des Verbotes ist: die Unerwünschten (Biker) diskriminieren!

Zuallerst muss man mal festhalten, das man für das Radfahren im Wald keine Erlaubnis braucht und für ein rechtswirksames Verbot ziemlich hohe Hürden genommen werden müssen. Für ein Rennen braucht man dagegen die Zustimmung mindestens des Grundstückeigentümers.
Das etwas "völlig überraschend" zum schützenswerten Bodendenkmal erklärt wird ist in dem Zusammenhang übrigens erstens Bullshit und zweitens ohne Belang, denn der Grundstückseigentümer kann die Zustimmung auch ohne Begründung verweigern.

Daher nochmal die Frage: Wo steht denn, das Radfahren am Dünsberg nur noch auf "breiten Wegen" (wie auch immer die definiert sind) erlaubt ist?
 

ufp

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Schlichtweg ein Schlag ins Gesicht!

Dass der Bescheid (als in diesem Falle leider negatives Ergebnis einer beauftragten Prüfung) nur einen Monat vor Rennbegin zugeht kann durchaus mal passieren, und fiele einfach unter scheisse gelaufen/Pech gehabt.
Die Entscheidung mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit über die Hintergrunde zu begleiten, um sowohl bei direkt Betroffenen alsauch den allgemein Interressierten Verständnis überhaupt erst zu ermöglichen, wäre in diesem Falle mehr als angebracht - ist jedoch leider nicht erfolgt.

Wenn es den Behörden in Sachen Schutz aber tatsächlich ernst wäre, dann würde auch jegliche andere Form der "Denkmalgefährdung" untersagt werden - was in diesem Fall meines Wissens nicht geschehen ist, denn der restliche Publikumsverkehr darf ja weiterhin über den Berg poltern. Korrigiert mich bitte sofern ich da falsch liege! (mit Quellenangabe)
Und das allein macht glasklar was genau Kern des Verbotes ist: die Unerwünschten (Biker) diskriminieren!
Es wird oft abgewogen, wo mehr Zerstörung oder Beeinträchtigung erfolgt.
Wanderer, selbst die nordischen Geher, haben halt gegenüber Mountainbikern, E-Bikern oder Reiter, weniger Gewicht und können auch weniger zerstören, kaputt machen (größere Auflagefläche der Reifen, va der 29 bzw der Enduros sowie vier Hufen...).

Zumindest das ist recht schwer wegzuargumentieren.
 

ufp

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Zuallerst muss man mal festhalten, das man für das Radfahren im Wald keine Erlaubnis braucht
Hast du dazu vielleicht einen Link?

In Österreich ist es leider genau umgekehrt :(, zumindest für das Befahren (§ 33 ForstG Arten der Benützung: Befahren oder Reiten, ist nur mit Zustimmung des Waldeigentümers, hinsichtlich der Forststraßen mit Zustimmung jener Person, der die Erhaltung der Forststraße obliegt, zulässig)
 

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Nabennarben
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Kann mir mal einer erklären was da passieren soll wenn man da mit dem Rad drüber fährt? Vor allem werden die Sachen wohl kaum in der obersten Erdschicht liegen.
 
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Kann mir mal einer erklären was da passieren soll wenn man da mit dem Rad drüber fährt? Vor allem werden die Sachen wohl kaum in der obersten Erdschicht liegen.
Wahrscheinlich garnichts. Das Zeug liegt da ja schon etwas längerer rum und in den letzten Jahrtausenden wird dort wohl auch das eine oder andere passiert sein. Es gibt eben immer irgendwas zu schützen, meistens so lange bis der Bau einer Autobahn, eines Industriegebiets oder sonst was leider alternativlos ist.
Ich würde mich von den wirklichen Ausgrabungsstätten fernhaltern und das Verbot ansonsten ignorieren.
 
D

Deleted 410405

Guest
Irgendwie kann ich das Rumgeheule hier in keinster Weisse nachvollziehen, wenn man bedenkt, dass in Baden Württemberg alle Trails, welche unter 2 Meter in der Breite messen, für Mountainbiker generell tabu sind.
Hessen betrifft diese Regelung ja nicht und man hätte somit hier sicher alle Möglichkeiten der Welt auf einen anderen Austragungsort auszuweichen.
Das ist doch Jammern auf höchstem Niveau !

Zumal meine Erkenntnis auch mitunter darauf beruht, dass der Mountainbiker (nicht alle) doch auch einen gewissen Beitrag dazu abgeleistet haben, dass solche Wegsperrungen überhaupt erst ins Leben gerufen werden.
Und das Forum hier auch hervorragende Arbeit leistet, wenn es um veröffentlichung von Trails geht, welche nicht für Mtb vorgesehen sind.

Also bleibt mal bitte schön auf dem Teppich.
 

Wolfplayer

eye in the sky
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ich sags immer wieder "gern"
Verbote sind dazu da, damit sie uebertreten werden :o
und wir MTB'ler haben stets 99 Pflichten aber nur 1 Recht und dies ist die Pflichten einzuhalten :wut:
 

mw.dd

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Hessen betrifft diese Regelung ja nicht und man hätte somit hier sicher alle Möglichkeiten der Welt auf einen anderen Austragungsort auszuweichen.

Das Genehmigungsproblem (s.o) gibt es überall, das hat mit der 2-Meter-Regel nichts zu tun.
Abgesehen davon ist die Veranstaltung eines Enduros-Rennens mit 500 Startern und ein paar halbwegs anspruchsvollen Trails eine ziemliche Aufgabe, das ist spontan eigentlich nicht zu schaffen.

Zumal meine Erkenntnis auch mitunter darauf beruht, dass der Mountainbiker (nicht alle) doch auch einen gewissen Beitrag dazu abgeleistet haben, dass solche Wegsperrungen überhaupt erst ins Leben gerufen werden.

Ich finde es nicht in Ordnung, das alle für das Fehlverhalten einiger weniger bestraft werden sollen.

Und das Forum hier auch hervorragende Arbeit leistet, wenn es um veröffentlichung von Trails geht, welche nicht für Mtb vorgesehen sind.

Aus meiner Sicht sind fast 100% der schmalen Wege (aka "Trails") in DE für MTB genauso vorgesehen wie für das Zu-Fuß-Gehen.
 

clone_of_gecko

es gibt hier keine Krater
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Ich habe zwar keine Ahnung wo genau der Dünsberg ist und welche Konflikte es dort aktuell gibt, aber zum Thema Ausgrabung:

- Bodendenkmäler sollten laut Denkmalschutz im Boden bleiben, dort sind sie am besten aufgehoben und vor Zerstörung geschützt. Wenn sie durch massives öffentliches Interesse oder durch natürliche Ereignisse gefährdet sind, werden sie ausgegraben, dokumentiert und damit auch zerstört. Ich vermute beim Dünsberg gab es lediglich Sondierungsgrabungen, und kleinere Forschungsgrabungen, das Meiste wird wohl nicht inversiv mit Hilfe von Magnetometer oder Radar ausgemessen werden.

- Laien glauben immer es gehe dabei um die Funde, die sich in den Erdschichten verstecken, das ist aber nicht der Fall. Funde sind höchstens für raumzeitliche-Details, bzw. in ihrem Fundzusammenhang wichtig. Relevanter für das Ansprechen des Denkmals als latènezeitliches Oppidum sind da die Befunde, also die Grabenwälle selbst.

- ein Blick auf Wiki (Ringwallanlage Dünsberg) zeigt einem wie großflächig die um den Berg gelegt sind. Ich habe keine Ahnung wie groß das Bodendenkmal selbst inkl. Pufferzone ist, aber es dürfte wohl tatsächlich den gesamten Berg betreffen.

- Wenn ich der verantwortliche Archäologe wäre, würde ich dort auch kein Rennen haben wollen. Erstens gibt es vermutlich doch eine Beinträchtigigung (ich rechne mit Fundschichten in den Wällen direkt unter der Waldkante) durch wirklich viele MTBler, die ihren Sport dann noch unter Wettbewerbsbedingungen ausüben. Zweitens schafft so eine Sportveranstaltung einen Präzendenzfall und wir haben sowieso schon Schwierigkeiten der Allgemeinheit de Schutzbedüftigkeit von Erdwällen zu erklären.

- Es gibt also durchaus Gründe auch ohne Radfahrer-Wanderer Schlammschlachten das zu verbieten

- Ansonsten bin ich generell auf dem Standpunkt, dass man MTBlern dieselben Rechte wie Wanderern zugestehen sollte und Trails genauso wie Wanderwege zur Kulturlandschaft Wald gehören. Bei Rennen sehe ich das wie geschrieben aber anders.
 

MrMupfin97

Don't buy upgrades, ride up grades! - Eddy Merckx
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Ich habe zwar keine Ahnung wo genau der Dünsberg ist und welche Konflikte es dort aktuell gibt, aber zum Thema Ausgrabung:

- Bodendenkmäler sollten laut Denkmalschutz im Boden bleiben, dort sind sie am besten aufgehoben und vor Zerstörung geschützt. Wenn sie durch massives öffentliches Interesse oder durch natürliche Ereignisse gefährdet sind, werden sie ausgegraben, dokumentiert und damit auch zerstört. Ich vermute beim Dünsberg gab es lediglich Sondierungsgrabungen, und kleinere Forschungsgrabungen, das Meiste wird wohl nicht inversiv mit Hilfe von Magnetometer oder Radar ausgemessen werden.

- Laien glauben immer es gehe dabei um die Funde, die sich in den Erdschichten verstecken, das ist aber nicht der Fall. Funde sind höchstens für raumzeitliche-Details, bzw. in ihrem Fundzusammenhang wichtig. Relevanter für das Ansprechen des Denkmals als latènezeitliches Oppidum sind da die Befunde, also die Grabenwälle selbst.

- ein Blick auf Wiki (Ringwallanlage Dünsberg) zeigt einem wie großflächig die um den Berg gelegt sind. Ich habe keine Ahnung wie groß das Bodendenkmal selbst inkl. Pufferzone ist, aber es dürfte wohl tatsächlich den gesamten Berg betreffen.

- Wenn ich der verantwortliche Archäologe wäre, würde ich dort auch kein Rennen haben wollen. Erstens gibt es vermutlich doch eine Beinträchtigigung (ich rechne mit Fundschichten in den Wällen direkt unter der Waldkante) durch wirklich viele MTBler, die ihren Sport dann noch unter Wettbewerbsbedingungen ausüben. Zweitens schafft so eine Sportveranstaltung einen Präzendenzfall und wir haben sowieso schon Schwierigkeiten der Allgemeinheit de Schutzbedüftigkeit von Erdwällen zu erklären.

- Es gibt also durchaus Gründe auch ohne Radfahrer-Wanderer Schlammschlachten das zu verbieten

- Ansonsten bin ich generell auf dem Standpunkt, dass man MTBlern dieselben Rechte wie Wanderern zugestehen sollte und Trails genauso wie Wanderwege zur Kulturlandschaft Wald gehören. Bei Rennen sehe ich das wie geschrieben aber anders.
Dürfte ich fragen, was Du beruflich so treibst? :) :D
 
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