Entscheidungshilfe - Count Solo 2 | ZR Team 8.0 | Revox 7 | X Caliber 9

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Hallo IBC,

Kurz zu mir:
Größe: 1,75 cm | Schrittlänge: 78-80 cm | Gewicht: 70 kg | Alter: 39

Ich bin früher mal Bmx gefahren und dann irgendwann beim Downhill/Freeride gelandet. Dafür hatte ich mir vor ca. 15 Jahren ein Fully von Poisenbike gekauft, das Curare. Fährt sich gut für seinen Einsatzbereich und hat bis heute keinerlei Probleme bereitet.

ABER mit den Jahre wird man ruhiger und mein Einsatzbereich hat sich etwas verlagert... ;)

Ich möchte mit dem neuen Bike folgendes abdecken:

- Zukünftiges pendeln zur Arbeit 10 km auf Fahrradweg
- Touren durch den nahe gelegenen Wald mit Forstwegen und Wanderwegen
- Einfache Trails in den Bergen

Mit dem alten, schweren Fully macht das Pendeln und auch die Waldfahrten nicht wirklich so viel Spaß, deswegen soll etwas neues als Ergänzung her.

Fragen an euch:

Passen die Bikes zu meinen Anforderungen?
Welche Größe schlagt ihr vor bei 29" Bereifung?
Gibt´s im Bereich um die 1000€ noch gute Alternativen?
Welcher Ramen bietet den besten Komfort für meine Zwecke?


PS.
Da ich hier in München ums Eck einen ROSE Shop habe, bin ich gestern mal kurz das Count Solo 3 Probe gefahren. Das 2er hatten Sie nicht da. Größe M mit 29". Das hat mir schon sehr gut gefallen :)
Das einzige was mich etwas gestört hat war die für mich die sehr gestreckte Haltung. Bin da von meinem Fully eine deutlich komfortablere Sitzposition gewöhnt. Das stell ich mir auf dauer anstrengend für den Rücken vor. Hab da eh so meine Probleme mit dem Nacken :)
Ach ja und auf einem Cube Attention SL 17" Rahmen / 29" Bereifung bin ich noch gesessen, das war etwas besser von der Position, nur ist das Bike recht schwer und die Ausstattung hat mich nicht so überzeugt.

Noch die Bikes:

https://www.cube.eu/2019/bikes/mountainbike/hardtail/attention/cube-attention-sl-blacknwhite-2019/
https://www.radon-bikes.de/mountainbike/hardtail/zr-team/zr-team-29-80-2019/
https://www.bergamont.com/global/de/product/bergamont-revox-7?article=270299160
https://www.rosebikes.de/rose-count-solo-2-bike-now-2671443
https://www.trekbikes.com/de/de_DE/...-mountainbikes/x-caliber/x-caliber-9/p/23165/

Danke schon mal für Eure Mithilfe!

Grüße
 
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Trittmeinsohn

Angstbremser
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- Zukünftiges pendeln zur Arbeit 10 km auf Fahrradweg
- Touren durch den nahe gelegenen Wald mit Forstwegen und Wanderwegen
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Da ich hier in München ...
In und um München rum braucht man kein MTB - auch nicht im Ebersberger Forst, Hofoldinger Forst oder Forstenrieder Park. Ich würde hier die Grundsatzentscheidung MTB ja/nein noch einmal überdenken. Für die Berge hast du ja was.

Ergänzung: Ich habe 35 Jahre in München gewohnt und nie eine Federgabel beim Pedeln/im Forst vermisst. Das Problem beim Pendeln war eher der gelegentliche unfreiwillige Besitzerwechsel meiner Räder.
 
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@Trittmeinsohn

Grundsatzgedanken hab ich mir Anfangs natürlich auch gemacht. Ist mir auch nicht sonderlich einfach gefallen, hatte einen ähnlichen Ansatz wie du, bin dann aber doch beim MTB gelandet. Daher vielleicht noch ein bischen etwas zu meinen Überlegungen für ein besseres Verständniss:
Ich wohne im FFB Landkreis liegt Nahe bei München. Es gibt hier im Umkreis von ca 20km genügend Trails die ich nicht mit einem Cross- oder Trekkingbike fahren kann bzw. möchte. Hatte mir auch die Art von Rädern im Laden angesehen, aber ich muss auch zugeben, dass macht mich nicht an. Irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch. Die Bikes dürfen sich auch gerne etwas überschneiden vom Einsatzbereich. Das ich hier beim Pendeln einen Kompromiss eingehen muss ist schon klar. Aber mein altes Fully ist wirklich nur für Downhill und Freeride gedacht. Gewicht um die 18 kg mit 1x9 Schaltung.
Es soll ja auch ein Stück weit das alte Fully ersetzen/überlappen/ergänzen.

Aber ich bin natürlich für alle Anregungen offen und zum überdenken hast du mich auch noch gebracht ;)
Hast du evtl. konkrete Vorschläge? Wenns mir nur um das Pendeln gehen würde hätte ich ein schnelles Rad mit Schutzblech genommen. Gepäckträger brauch und will ich keinen. LED Licht hab ich für Fully, das kann ich bei Bedarf hin und her wechseln.

Ergänzung auf die Ergänzung:
Das mit dem Besitzerwechsel ist natürlich so ein Problem in der Großstadt :D Derzeit arbeite ich zwar noch in München, deswegen auch der ROSE Shop ums Eck, aber mein Einsatzort verlagert sich in die Nähe meines Wohnortes. Ein Gedanke war natürlich auch mit dem MTB in die Arbeit Pendeln und direkt danach ohne Umwege auf die hügligen Trails in der Umgebung. Ich bin in München geboren und im LK FFB aufgewachsen und hab auch ca 16 Jahre in München gewohnt. Es hat mich jetzt aber mit Frau und zwei Kindern wieder aufs Land gezogen! :)
 
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Trittmeinsohn

Angstbremser
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@Trittmeinsohn
Aber ich bin natürlich für alle Anregungen offen und zum überdenken hast du mich auch noch gebracht ;)
Hast du evtl. konkrete Vorschläge? Wenns mir nur um das Pendeln gehen würde hätte ich ein schnelles Rad mit Schutzblech genommen. Gepäckträger brauch und will ich keinen. LED Licht hab ich für Fully, das kann ich bei Bedarf hin und her wechseln.
Hmm, ok wenn das Fully nicht mehr so richtig taugt, dann ist noch mal was anderes. Trotzdem würde ich überlegen, ob du nicht mittelfristig in 2 Räder investierst: eins zum Pendeln, eins für den Berg.

Beim Pendeln wirst du wahrscheinlich nämlich schnell von den Stollenreifen (Rollwiderstand) und dem breiten Lenker (Kollisionsgefahr mit Geisterradlern auf dem Radweg) genervt sein. Immer hin und herbauen zwischen Slicks und Stollenreifen ist auch blöd.
=> schau mal in Richtung Gravel Bike (Bügellenker, breite Reifen mit Grip) oder Urban Bike (Besenstiel, Slicks, hier solltest du auf ein Modell mit reifen ab 38c setzen). Mit beiden kannst Du auch ganz gut bei dir auf den Waldwegen fahren. Beim Urban musst du wahrscheinlich die Slicks durch einen Gravel-Reifen ersetzen, damit du etwas Grip bekommst.
In ein oder zwei Jahren ersetzt du dann noch das Fully und suchst ein Hardtail, das zu deinem Revier passt.

Edith: Beim Gravelbike sitzt du eher gestreckt, Urban bikes gibt es in allen möglichen Geometrien, je nach dem was der Hersteller so meint.
 
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Also die Gravel Bikes sprechen mich nicht an, gerade wegen der extrem gestreckten Position. Aber über ein Urbanbike hatte ich ganz am Anfang schon mal nach gedacht. Find ich auch für den Straßenverkehr das perfekte Bike. Schnell, leicht, komfortabel. Leider aber halt nur sehr bedingt offroad-tauglich. Ob das Pendeln so ausschlaggebend ist, weiß ich gar nicht genau. Um genau zu sein werden es nur 2x3=6km sein. Vielleicht habe ich das anfänglich nicht genau genug beschrieben. Ach und den Hund hab ich ganz vergessen, der muss auch ab und zu durchs Unterholz bewegt werden. Dazu fahre ich direkt ins angrenzende Moos gerne über Stock und Stein auf Trampelpfaden. Das fordert mich und schont den Hund. :)

Richtig ist, das extreme Downhill Bike bräuchte ich derzeit nicht mehr. Da haben sich meine Interessen über die Jahre verändert. Verkaufen bringt nix, man bekommt für so ein altes Rad kaum was. Und am Schluss brauch ich es dann doch plötzlich wieder.
Zwei neue Räder sind derzeit nicht drin. Budget 1000€ +/- 100€ für die Eierlegendewollmilchsau :D

Ich glaub ich muss mir das in Ruhe nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Vielleicht kannst du ja auch noch unabhängig der Grundsatzfrage zu den aufgeführten Bikes einige Infos/Empfehlungen geben?
Z.B. Ramengröße, Komfort, spezielle Einsatzbereiche der Bikes, usw....
 

Trittmeinsohn

Angstbremser
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Vielleicht kannst du ja auch noch unabhängig der Grundsatzfrage zu den aufgeführten Bikes einige Infos/Empfehlungen geben?
Z.B. Ramengröße, Komfort, spezielle Einsatzbereiche der Bikes, usw....
Also, ich habe das Count Solo 2. Meine Geometrie (Schrittlänge, Größe) ist in etwa wie deine - ich fahre M. Die Geo vom CS2 ist in der Tat ein wenig lang, ich habe mir einen kürzeren Vorbau eingebaut, das hat es etwas entspannt. Ansonsten ist das Bike solide aufgebaut (einziger Kritikpunkt ist die Plastik-Ahead-Kappe) und fährt sich gut. Bremsen usw sind ok, für deinen Zweck kannst du das Rad durchaus nehmen. Wenn du dich aber darauf nicht wohl fühlst, dann lass es besser.
Radon hatte ich mir auch angeschaut, am Ende war es eine Sache der Lieferfristen.

Cube: Lass die Finger von 2x10 mit 36/22 und 11-36 . Das hatte ich an einem anderen Rad. Da ist die Kette beim Schalten immer mal wieder am 22er vorbeigeflogen wenn es rumpelig war.

zu den anderen Bikes kann ich nichts sagen, die sehen auf dem Papier ganz ok aus. Es ist halt inzwischen nicht mehr so einfach ein Hardtail mit 12,x kg unter 1000€ zu finden.
 
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Servus, ich wohne seit letzem Jahr östlich von München. Hatte ein ähnliches Budget (1000-1400€) und war auch auf der Suche nach einem Hardtail. In München gibt es viele Radläden, in denen du dich beraten lassen und auch Räder Probe fahren kannst.

Ich selbst hab mich hier auch etwas eingelesen und dann in verschiedenen Shops (Rabe-Bike, Trek Store, Alpha-Bikes,...) Räder getestet. Letztlich bin ich bei einem Specialized Chisel (2018er im Angebot) hängen geblieben, weil ich mich darauf beim Fahren direkt wohlgefühlt habe. Das Procaliber von Trek hätte mir auch sehr gut gefallen, war aber leider außerhalb meines Budgets. Beim X-Caliber, das ich zunächst anvisiert hatte, war nach dem Test klar, dass wir beiden nicht warm miteinander werden. Die Cubes waren irgendwie langweilig und träge. Das Rose war nicht in meiner Größe da und mit einem zu kleinen Rahmen war das nichts. Mit Canyon und Radon ist es schwierig zwecks Probefahrt, von daher waren sie bei mir raus, auch wenn P/L-mäßig nicht uninteressant. Ich bin froh, dass ich die verschiedenen Räder gefahren bin. Nur so lassen sich die Unterschiede und persönlichen Vorlieben einigermaßen feststellen (die Testfahrt ist natürlich nur eine kurze Momentaufnahme, aber immerhin besser als nur stylische Bilder im Internet :p).

Die richtige Rahmengröße wird für dich bei den meisten Rädern M sein. Fast alle Hersteller haben auf ihrer Homepage auch eine Tabelle, in der du dich einordnen kannst. Aber auch da: am besten draufsitzen :)
 
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So...
War heute nochmal in 2 Shops hier in Umfeld.
Erstmal war ich über die eingehende Beratung erfreut. Alle haben sich wirklich Zeit genommen und ich konnte insgesamt 3 Bikes Probefahren.

1. Bergamont Revox 6 M 29"
2. Ghost Kato 7.9 M 29"
3. Cube Reaction Pro 17" 29"

Es geht mir in erster Linie gerade darum den "richtigen" Rahmen zu finden Ausstattung und P/L Verhältnis kommt im Anschluss, so der Plan.

1. Den Aha-Effekt von allen dreien hatte ich beim Bergamont. Tolle Geometrie! Ich hab mich direkt wohl gefühlt. Bergauf oder bergab hatte ich eine super Haltung und das Pedalerien wurde sehr effizient in Vortrieb umgesetzt. Hätten Sie das Revox 7 da gehabt, ich glaub ich hätte es direkt eingepackt. Einzig die Manitu Gabel lässt mich noch ein bisschen zweifeln. Ich wollte eigentlich eine mindestens gleichwertige Rock Shox Judy.

2. Das Ghost hat sich so von der Geo auch ganz gut angefühlt, nur empfand ich es als sehr direkt am Lenker. Damit meine ich es war fast etwas unruhig und neigte schon fast zum "schwanzeln" wie man bei uns hier in Bayern sagt :)
Ich denke aber man könnte sich an die Feinfühligkeit gewöhnen.

3. Eigentlich hatte ich von Anfang nach einem Cube geschaut. Wegen dem allseits bekannten guten P/L Verhältnis. Ich muss aber leider sagen, dass seit dem ich angefangen hab mich mit der Materie mich ein bisschen mehr zu beschäftigen komm ich immer weiter weg vom Cube. Der 17" ist irgendwie zu klein der 19" zu groß. Die Postion ist für mich komisch. Gefühlt sitzt man sehr weit vorne auf dem Rad.
Vom Fahrgefühl war es eher träge. Ich würde fast sagen sehr gewöhnlich.

Kleines Fazit:

Count solo sehr gestreckte Haltung. Reaction sehr aufrechte Haltung. Kato und Revox irgendwo in der Mitte, wobei das Revox am besten gepasst hat.
Am spritzigsten fand ich das Count Solo und das Revox.

Was mir aber bereits aufgefallen ist. Wenn ich mich dann für einen Rahmen begeistern konnte wie z.B. beim Revox, dann ist die Ausstattungslinie nicht da. Suchen muss ich es dann schlussendlich doch im Internet ob es noch irgendwo zu kriegen ist.

Von den Geometriedaten sieht das ZR Team 8.0 dem Revox sehr ähnlich. Das würde mich schon extrem ansprechen. P/L sieht sehr gut aus. Leider kann ich es nicht Probe fahren...

Habt ihr noch Ideen, Erfahrungen oder Alternativen zu meinen Bikes?
Kann jemand noch etwas zu der Manitou Markhor Federgabel sagen? Taugt die was? Kann man die auch gut selber warten?

PS.

Ich suche weiter.... :D
 
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So, um das Ganze kurz noch abzuschließen.
Bin heute noch ein X-Calieber 9 gefahren. In 17,5 und 18,5 Zoll. Bei einem Zoll unterschied, liegen keine Welten. Aber nach etwas längerer Probefahrt hat mir das 17.5er besser gefallen. Die Geometrie ist etwas gestreckter als das Revox und liegt ähnlich auf mit dem Kato. Aber deutlich entspannter als das Count Solo. Ich hab mich sehr wohl gefühlt. Sportlich aber nicht zu extrem und ähnlich agil wie das Kato. Schlussendlich hab ich das X-Caliber 9 2018 in Black für 1100,- geordert, obwohl mir der Händler vor Ort, sogar das 2019er Model inkl. 1.Inspektion für 1030,- angeboten hat. Das 2018er gefällt mir optisch besser als das 2019er und hat auch noch die marginal besseren Komponenten (z.B. Federgabel Recon RL). Sogar das Gewicht mit ca. 12,7 kg liegt etwas unter dem neuen.

Danke für eure Mithilfe und bis bald.

Beste Grüße
 
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