ESK-HARZSTURM 2003 -- Berichte, Bilder, Sensationen.

Pan

Big-Six-Member
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Deisterrand
...scheint ja ne feucht-fröhliche Veranstaltung gewesen zu sein...

Nur die Prioritäten
Original geschrieben von rob
Zum Programm:

Biken, Biken, Biken, Saufen, so einfach könnte man es sich machen.


scheinen sich ein klitzekleines bischen verschoben zu habe... ;)
 

steinbeißer

haaallloooooooooo
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kuckuckstown im eichsfeld
moin moin


jepp, das war klasse! :daumen:
alles hat gepaßt, allen hat es spaß gemacht (oder?) und das wetter war auch perfekt!!

was aber hier nicht verschwiegen werden soll: wir (micha59 und meine wenigkeit) hatten nach langer suche und sehr langen probehören einen super livemusiker gefunden.
diesen postierten wir am himmelfahrtstag nahezu perfekt an der köhlerhütte, und, ja, er spielte zu ehren des ESK den berliner song schlechthin.....:D

denn mal prost!! :bier:
 

helgeg

Fritze Bollmann
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BRB a.d.H.
Original geschrieben von rob
mööp. es gibt ganz klar grenzen des guten geschmacks, und der esk würde sich nicht elitär nennen, hätte er nicht einen gewissen anspruch, auch in fragen des gerstensaftes.
wenn dieses komische chemisch-geräucherte ****(es verdient nicht den namen bier) das letzte an diesem abend gewesen wäre, dann hätte ich mich auch an franks selbstgemachten gehalten. man muß ja nicht immer das beste saufen, aber unter hansa solte man nicht sinken.;)
 

X-Präsi

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Hi Leutz !

Gepflegte Berichte ! Fühlt sich an, als wär man wieder da unter Bike-Freunden... will hier aber nicht schon wieder in Lob-Orgien für die Orga und die Super-Leutz ausbrechen. Wenn Ihr mich lasst, fahr ich nächstes Jahr wieder mit. Vorausgesetzt, es werden nicht so wieder so viele Witze über die Wale gemacht...

Ach so ! Hab gestern Normans Pics noch hochgeladen - guggst Du hier http://www.mtb-news.de/fotos/showgallery.php?cat=542&thumb=1
 

X-Präsi

Moderator
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Ach so - und der lauwarme Flaschenschinken hat mir in der letzten Nacht übelst den Garaus gemacht.

Und an mir kann das nicht gelegen haben, denn die 3 Krombacher, 4 Wernesgrüner, 6 Hasseröder und 2 KöPi vorher hatte ich super vertragen...:bier:
 

trillian

individ. Truppenbetreuung
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Drei Stunden sind nix und 4 Tage noch viel weniger

Das beschreibt eigentlich auch schon am besten das letzte ausgedehnte Wochenende.
Wie bei allen schönen Dingen flog die Zeit nur so dahin und ich bin traurig, dass der Harzsturm 2003 schon vorbei ist.
Jetzt sitze ich zu Hause, studiere Waschanleitungen um den Schlammbergen in Arthurs und meinem Trikot Herr zu werden, suche einen guten Platz an der Wand für die Urkunde meines ersten Marathons, zähle die blauen Flecken, vermesse meinen Wadenumfang neu und träume von Walen. Aber der Reihe nach...

Donnerstag, 29.05.2003
Kurz vor 4 Uhr

Nahendes Morgenrot. Wir buckeln unsere Taschen über das riesige, uns noch fremde Ferienlagergelände, suchen ein Bett und entdecken einen Abenteuerspielplatz. Für Abenteuer sind wir viel zu müde, für einen Sonnenaufgang, der wunderschön zu werden scheint, auch. Und so fallen wir für`s erste um und schlafen.

Später an diesem Morgen

Vor lauter Aufregung, mit dem ESK zu campieren, kann ich nicht lange schlafen und so eile ich - noch etwas verschlafen - über den Platz um alle zu begrüßen. In welcher Reihenfolge ich wem die Hand schüttel, weiß ich nicht mehr, aber anwesend sind: S-Punkt (erwiesenermaßen neues potenzielles Mitglied des ESK; Aufnahmeantrag meinerseits folgt!), Menis und Husten, Rifli, G., Jockel, J-Coop, PDA, Schotter, Nicolai, Rikman, Rob, EL, natürlich Michael 59, Sketcher und....
(sorry, ich weiß es waren mehr, aber meine Augen waren noch nicht ganz offen)

Im Laufe des Tages entdecke ich all die anderen ESK-Mitglieder, komme nicht raus aus dem Freudentaumel, dabei sein zu können, staune mit S-Punkt an meiner Seite immer wieder wie man sich stunden-, ja tagelang (wie sich später rausstellt) über Fahrradtechnik begeistern kann, werde Zeugin eines Downhill-Spektakels im Abenteuerland, und probiere meine ersten Clickies aus (Resultat: nie wieder ohne und mindestens 3 von 7 blauen Flecken).

Tour, die Erste:

Am Nachmittag brechen wir auf zur ersten Eroberungstour des Harzes. Wir, das sind ungefähr 30 Leute...Ziel ist das Josephkreuz. So ist vorprogrammiert: langes Feld, häufige Pausen, ständiges Durchzählen und verschiedene Ansichten über den richtigen Weg. Aber es ist genial in diesem Tross durch die Gegend zu brausen. Am Berg hat sich`s leider ausgebraust und ich frage mich, nicht das letzte mal in diesen Tagen, warum ich mountainbike. Es sind über 30 Grad, die Sonne brezelt ordentlich, ich atme den Staub (Staubi kam übrigens auch mit, und Zwock, und...) der Wege ein, der Rest sammelt sich in meinen Augen, die Gruppe entfernt sich, nur wenige sind noch mit uns. S-Punkt und ich (uns gibt`s die Tage nur im Doppelpack), wir sprechen uns Mut zu und halten durch. Alles Training für den bevorstehenden Marathon, denken wir und strengen uns an.( An alle, die immer vorne fahren und an Kreuzungen auf uns warten – DANKE! ) Die letzten Meter vor dem Gipfel nahen, wir mobilisieren letzte Kraftreserven und dann endlich baut sich vor uns der Eiffelturm auf, der im Ganzen betrachtet genaugenommen das Sankt-Joseph-Kreuz- darstellt.
Wie wir genau dahin gekommen sind, kann ich nicht nachvollziehen, aber Tourbeschreibungen wird es eh mehr als genug geben.
Ich weiß nicht, ob ihr Profifahrer noch nachvollziehen könnt wie schön es ist, zu wissen man hat es aus eigener Kraft geschafft oben angekommen zu sein. Dieses Gefühl ist einer der vielen Gründe, warum ich immer wieder gern fahre, na ja, manchmal geht’s nicht ohne schieben.
Oben gibt`s, neben Ausblicke auf liebliche Körper, der hier, aus Reisebussen ausgeschütteten, deutschen Naturfreunde, literweise Apfelschorle. In Anbetracht der Massen und dass S-Punkt und ich ja etwas verspätet den Gipfel erreichten, bleiben wir nicht ewig oben und brausen bald den eroberten Berg wieder hinunter. Geile Trails! Nach einigen Hin-und Her über den richtigen Heimweg, gibt es letztendlich noch eine wunderbare Abfahrt, die uns genau neben dem Ferienlager entlässt.
Glücklich, zufrieden, durstig und hungrig rollen wir ein.
Unsere Frauenquote erreicht durch Iris` Ankunft am Nachmittag die 100 Prozent.

Zzzzzzzorro ist der unbestrittene Grillmeister an diesem Abend, Spezialitätengetränke der deutschen Braukunst werden ausgetauscht, ich halte mich lieber an süffigen Montepulciano, der trotz aus der Tasse getrunken, köstlich ist. Leider sitzen wir alle, auf Grund der getrennt stehenden Tische, für ein näheres Kennenlernen ganz schön weit auseinander. Um meine Mobilität an diesem Abend ist es nicht so gut bestellt und so bleibe ich bei den üblichen Verdächtigen kleben und traue mich nicht die Bratwurst zu essen, in der jemand ein Stückchen Festes gefunden hat und von der ich gehört habe, das sie eine Vegetarische ist. Tofuwurst mit Knochen ist mir suspekt, ein Steak ist da doch schon was Genaueres. Erst am nächsten Tag stellt sich raus, dass die Tofuwurst nur ein Gerücht war, dafür kündigt Michael 59 für das morgige Abendessen Spaghetti mit vegetarischem Gyros an. Diesmal hat Tofu tatsächlich seine Hände im Spiel.
Der Abend gluckert sich langsam aus, ich bin ganz schön platt von dem Tag und freue mich auf die kommenden und möchte mich an dieser Stelle herzlich bei michael 59 bedanken für die tolle Organisation, die Idee für dieses wunderschöne Gelände, für die herangekarrten Futter-und Trinkdinge (der Mohnschnecken waren köstlich) und für all die investierte Zeit und und und...


Der Freitag, ein weiterer Trainingstag

S-Punkt und ich, wir fallen uns in regelmäßigen Abständen in diesen Tagen um den Hals, da wir so froh darüber sind, uns in dieser von Männern dominierten Fahrradwelt zu haben. Ich hab die Augen noch nicht offen, da höre ich schon ein erneutes Zweiradtechnikseminar vor unserer Bungalowtür, denn dank Arthur, der einen Montageständer beschafft und das halbe Ladeninventar mitgebracht hat, befindet sich vor genau dieser die mobile Werkstatt des Harzsturms. Menis bastelt mit stoischer Ruhe zum wiederholten Male an seinem Tretlager rum, dass das Knacken nicht sein lassen will. Mittlerweile darf man ihn nicht mehr darauf ansprechen.
Michael versucht die Fahrradgemeinschaft zu einem gemeinsamen Ausritt zu bewegen. Menis ist immer noch dabei, Trurl wird nicht fertig, Sabine und ich wollen eh eine eigene, gemütliche Runde fahren um unsere Kräfte für den nächsten Tag zu schonen, der Rest der Jungs vom Berliner ESK ist sich einig, nicht in einer Hundertschaft zu starten und so wünscht uns Michael einen schönen Tag und der Großteil des Harzsturms rollt los.

Ich finde mich bald darauf auf einem schrecklichen Wiesenweg wieder auf dem aber auch so gar nix rollt. Mit unserer Trödelei haben wir es geschafft in der größten Mittagshitze aufzubrechen und kein Zipfel Schatten ist auf diesem Weg auszumachen. Von unseren Männern konnten wir uns auch nicht trennen und so wird auch nix aus einer gemütlichen Mädchenlullerrunde. Nach dem Weg darf mich schon wieder niemand fragen. Ich kann mich nur daran erinnern, dass es furchtbar heiß war und es stetig bergauf ging. Unser erstes Ziel war der rote Stein. Dort oben endlich angekommen wurde jedes schattige Plätzchen sofort okkupiert und der normale Atemrhythmus wieder hergestellt. Weiter auf diesem Weg pausieren wir in Treseburg. Dort stellen wir zum ersten Mal fest, in welcher lustigen Kombination wir an diesem Tag aufgebrochen waren. Es lebe der Partnerlook. Man beachte Die Kopfbedeckungen von Schotter und Trurl, die sich herrlich in dieses Bild der totalen Harmonie einfügen.

Wir durchpflügen die Bode, zur Belustigung anwesender Spaziergänger, auch gleich ein zweites mal um es fotografisch festzuhalten. Spätestens bei der Wiederholungstat kam keiner trockenen Fußes auf der anderen Seite an. Für den kommenden Weg senkte es die Hemmschwelle sehr, denn nun fahren wir immer weiter ins grüne Tal hinab und unzählige male durchqueren wir dabei das „reißende“ Strombett, welches sich uns todesmutig immer wieder in den Weg wirft. Was für ein Spaß. In Friedrichsbrunn angekommen, müssen wir Iris bremsen, die sich unternehmungslustig und neugierig die Strecke des nächsten Tages annehmen will. 24 km aus Jux und Dallerei-nicht mit uns! Sabines und meine Taktik besteht darin, so wenig wie möglich über die Strapazen nachzudenken, die da auf uns zukommen. Das Streckenprofil wollen wir an dieser Stelle auf gar keinen Fall sehen. Zum Glück bedarf es nicht allzu viel Überredungskunst um Iris von diesem Vorhaben abzubringen. Die anderen wollen auch nicht. Ufff...So geht’s zurück nach Güntersberge, durch den schatten spendenden Wald, über Weizenfeldautobahnen und Wiesensingletrails. Eine wunderschöne Tour geht zu Ende!

Müder Abend

Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Ich bin so k.o., dass ich mich, nach gründlicher Reinigung meines gestählten zerschundenen Körpers, auf das Bett werfe und nur noch meine Wunden lecken und schlafen will.
Fachsimpeleien, in Worte gefasste Werkstattprofessionalität und Trainingszustände der einzelnen, sich am Bier festhaltenden ESK-Sportkameraden verhindern es gekonnt. So erlebe ich noch das Gyros-tofu (was für Wortparadox!) am Abend und schleiche nun endlich ins schon lange rufende Bett. Denn der heutige Tag war anstrengend, der nächste verlangt alles.

Der Tag, der Entscheidung

Um halb 7 klingelt der Wecker. Erfrischt vom wohligen Schlaf springe ich ausgeruht aus dem Bett. Der Tag ist jung, ich, bald darauf, frisch geduscht, topfit und ich im ESK-Trikot exellent gekleidet und so nehme ich bald darauf mit den anderen ein gesundes Frühstück zu mir. Es lebe Green Peace, denn es gibt sogar vegetarische Brotaufstriche, 3 verschiedene Sorten Vollkornbrot und Konfitüre aus ökologisch korrekt angebauten Sauerkirschen.
Eine viertel Stunde, nachdem die Anwärter für die lange (96 km) Strecke gestartet sind, fällt auch unser Startschuss. Sabine und ich haben beste Voraussetzungen bei unserem allerersten Marathon, den wir auch noch gemeinsam antreten. Es sind nur eine Handvoll Frauen am Start.
Wir brausen gekonnt die Abfahrten hinab, brausen kämpfend die Berge wieder hoch, kein Anstieg ist uns zu steil, der Gewitterregen treibt uns voran und bringt eine willkommene Erfrischung, das Publikum tobt, Runde 1 ist bereits bestens absolviert, diverse Mitstreiter abgekocht, die anderen Frauen lassen wir am Wegesrand hechelnd,links liegen, Beifallstürme um uns herum, wir fahren hand in hand ins Ziel ein und haben gesiegt!! Wir schmeißen die Räder zur Seite, fallen uns um den Hals und im Freudestaumel verliere ich die Besinnung und sinke auf den weichen Boden................................................ .......................................................... .......................................................... .......................................................... ..........“annie“-im totalen Dämmerrausch höre ich meinen Namen. S-Punkt steht neben mir und rüttelt wohl schon länger an meinem schlaffen Leib. Die Augen lassen sich nicht öffnen, zu sehr hängt die letzte Nacht noch in den Lidern fest. Langsam wird mir klar, der tag meines Verhängnisses hat begonnen. Mein erster Marathon findet in exakt 1h und 15 min statt. Schlurfend schleiche ich zu den Waschräumen, schlurfend bewege ich mich zum Speisesaal, schlurfend wühle ich mich in die Radklamotten, schlurfend ziehe ich los Richtung Friedrichsbrunn, schlurfend geh ich noch mal zurück, da ich die Hälfte vergessen hab, schlurfend finde ich mich am Start wieder. Der größte Schrecken an dieser Veranstaltung lag für mich in der Zeit des frühen Aufstehens. Jetzt war ich wach!
Das Rennen beginn. S-Punkt und ich haben uns als Ziel gesetzt, durchkommen, egal wie, und dabei das beste geben, um dann, Hand in Hand, durch das Ziel zu fahren.
Der Anfang klappt bestens. Es geht immer gut bergab. Es fängt zwar an zu regnen, aber zu diesem Zeitpunkt finde ich es noch erfrischend. Später schlagen Blitze neben mir ein und Donner grollt. Auch geht es nicht mehr bergab, sondern kräftezehrend steil nach oben. Die ersten 5 km nehmen kein Ende und ich weiß nicht, wie ich die restlichen 43 überleben soll. Für Sabine ist es die 5.!! Mountainbiketour, ich selbst mach auch viel zu selten was, aber das spielt jetzt alles keine rolle mehr, wir spornen uns an, geben alles, muntern uns auf, motivieren uns gegenseitig, je nachdem wer es gerade nötiger hat. Bis auf einen Bergarbeiter gibt es rings herum niemanden abzukochen, denn die anderen sind uns wahrscheinlich alle weit voraus. So versuchen wir dieses einsame Exemplar zu fangen, aber Männerehrgeiz ist nicht zu unterschätzen und so müssen wir unser Vorhaben nach langem Kampf verwerfen. Kurz wittern wir noch eine Chance für eine bessere Platzierung, als wir am Wegesrand eine SIE mit Panne sehen, aber schneller als uns lieb ist, dampft sie auch schon wieder an uns vorbei. Und wir sind wieder allein. Und trotzdem, die Kilometer rauschen nur so dahin, wir kämpfen uns dem Ziel näher, die Halbzeit im Ort mit beifallspendenden Menschen spornt uns an, die schlimmsten schlammvermatschten Anstiege liegen hinter uns, jetzt noch eine Kurve und wir haben es geschafft. Wir reißen die Arme hoch, fassen uns an den Händen und rollen durch das Ziel. Der Rest ist Rausch. Endorphine ohne Ende!


....Fortsetzung folgt! Gute Nacht John Boy!


Teil 2 wird ganz kurz!

Das Gelobe ich! schlaft gut! eure trüllü
 

madbull

dööf
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Hamburg Downtown
Mal sehen, was mir noch so alles einfällt von diesen vier genialen Tagen... :rolleyes:

Mein Bericht mal nicht langweilig chronologisch, sondern mal kategorisch!

Die Vorgeschichte
Äh... Nein, lieber nicht... Neee danke...

Die Vorfreude
Riesig. Enorm. Geburtstag und Weihnachten zusammen.

Die Form
Miserabel wie noch nie. Ein Monat pausenlos Umziehen incl. Renovieren ohne einen einzigen Rugetag fordern ihren Tribut...
Nach zwei Tagen war ich halbtot, der Mara-Tag musste dann notgedrungen als Regenerationstag herhalten.
Sonntag dann zu unserem 6-Mann-Brockenstürmchen war ich dann wieder so topfit wie Wochen zuvor nicht und erwarb mir in pedalierender mittelblättiger Ekstase den Titel des “Brockenbarönchens”...

Die Anreise
Wunderbar gemütlich, mit Sightseeing-Tour durch Nord- und Ostharz über engste Serpentinen, bevölkert von lebensmüden Motorrad-Spinnern...
Dank an Johannes noch mal!

Der KIEZ
Echt super. Geräumige Bungalows mit genialer Abhäng-Terasse (vor allem Samstag im Regen...), Betten OK, alles sauber, größtenteils super Essen, Frühstück ließ keine Wünsche offen, supernettes Küchenpersonal, weitläufiges Gelände mit Möglichkeiten zum Streeten und Dirten, geiler Grillplatz, bombastische Aussicht (Denkt mal an den Abendnebel!).

Grundnahrungsmittel
:bier: :bier: :bier:

Die Trails
Super. Der hochtechnische Bodetaltrail ist sowieso das Highlight, trotz dauermeckernder Spatzenrasierer, die Teufelsmauer setzt dagegen das Highlight bei den schnellen Trails mit der ja wohl allergenialsten Aussicht überhaupt! Es ist, als ob man über den Rücken eines riesigen Dinos rauscht...
Und die Brockentrails!!! Bergauf wie bergab super Teile (von Elend aus)! Traildichte und -qualität für eine knapp 20km-Tour ja wohl Oberklasse!
Ach ja, und der steinige Uphill zum Josephskreuz ist allererste Sahne! Den würde ich gerne mal in Normalform noch mal machen... auch bergab...

Panne und Bekehrung
Nach der Teufelsmauer war ich so fertig, dass ich GANZ hinten von der Rast an der Quelle startete. Gott sei Dank für Nicolai, der schon vorher Schaltprobleme hatte und gerade herausfand, dass ein aufgebogenes Kettenglied die schaltaugezerstörende Ursache war...
Sofort witterte ich die Chance, jemanden zur edelsten und höchsten Disziplin des Mountain Bikens zu bekehren... Sofort sagte ich: “Da hilft nur noch eins: Singlespeeden!”, während Nicolai den Schock noch kaum verarbeitet hatte... Steini, Nicolai und dessen Kumpel assistierten mir dann bei der folgenden mehr als halbstündigen OP, die nach etlichen Kleingangversuchen bei 32:17 endete. Nicolai war ja sehr skeptisch, sollte doch ein 300hm-Anstieg folgen... Fünf Minuten später sahen wir ihn nur noch von hinten und mit breeeeiiitem Grinsen im Gesicht, das den ganzen langen Rest des Tages nicht mehr weichen sollte... Ein Singlespeeder mehr im ESK, da bin ich sicher, das wird nicht lange dauern, dann steht auch beim Gefreiten N. ein amputiertes Ross im Stall...

Greenpeacelerinnen
Ca. 2% entsprachen nicht dem Klischee, das wir vorher im Kopf hatten... Diese 2% waren zwar auf der Party, standen aber mehr auf verheiratete Männer :lol:
Eine der 98% (Haare bis zu den Hüften, mittig noch länger mit Bändchen drin, mit ultrakurzem schwarzen schlabbrigen Baumwollbody, ca. 15-17 Jahre alt) wollte unbedingt mit Kai über Thunfische und Delfine und Maschengrößen diskutieren... Nachdem dieser sein offenkundiges Interesse durch einen entsprechenden Gesichtsausdruck und demostratives Gähnen bekundet hatte, wurde ihr Stottern zum Stocken und es folgten Momente der Stille... Die ich flugs durch den Satz “Nimmst du das Tablett da bitte mit zur Geschirrrückgabe? Danke.” unterbrach. Sie, unerwartet schlagfertig, daraufhin: “Ich nehme keine Tabletten” Als weder Beifall noch Gelächter folgten ließ sie dann noch folgen “Aber ich nehme gerne eine Banane” und griff nach Kais (Die, die vor ihm lag!). Der daraufhin “Ne nee, das lassen wir mal schön... Obwohl - Nimm doch gleich zwei, dann kannst du eine essen...”
Wie lagen auf den Bänken... Und sie verstand nicht, warum... Was wir ihr dann auch ins Gesicht sagten “Sie weiß gar nicht, warum wir lachen!” brachten wir unter Tränen mehrfach heraus... :lol:
Wannimmer wir sie nun sahen, kam ein “Sieh mal - Miss Two Bananas!”

Die Bike-Sprung-Show
... habe ich verpasst! :mad: :heul: Wo bleiben das Video und die Bilder der Show???

Die Pizza
SOOO viel Käse habe ich noch nie zuvor auf einem Teigfladen gesehen... Mein Magen auch nicht, was er mir später auch unmissverständlich zu verstehen gab... Aber das waren auf jeden Fall genug Kalorien für die Party bis vier Uhr morgens...

Die Party
Geil. Zuerst standen alle, auch wir, nur in der Ecke, von GreenpeacelerInnen kaum eine Spur... Aber irgendwann ging es los, ich weiß gar nicht mehr, welcher Song Eisbrecher war... Der Rest ist Geschichte: Immer wieder musste Bier rangeholt werden, ob mehr Bier oder Schweiß floss ist die große Frage, seltsame weiße Pulverspuren auf den ESK-Shirts wurden fragend begutachtet, es ging wohl kaum einer ohne blaue Flecken oder ähnliche Blessuren aus dem Rennen, denn es wurde zu ziemlich jedem Song gepogot...
Meine Bilanz: Ein heftiger Niederwurf, einmal komplett die Luft weg durch Schlag auf Brust, einmal Kehlkopf total... ach ja und dreimal musste ich einer GP’in “ESK” erklären...
Sagt mal, der DehJott hatte doch den ESK-Sampler, oder? Einige Songs habe ich jedenfalls wiedererkannt...
Wo bleiben Arthurs Fotos der Party????

Der Nightride
Menis, Husten, Rob, J-Coop, Rifli, Arthur, Phiro, BigfOOt und Madbull waren doch wirklich die einzigen Neun, die mitfuhren!! 7 Eisenschweine von weit über 20 ist keine gute Bilanz... Er war auf jeden Fall ein ganz besonderes Erlebnis für mich... Erstens wegen der 2,5 Liter Bier und 2 Steaks und 2 Würsten vorher, zweitens, weil keiner wußte, wo’s langgeht, drittens, weil es ein Schaiss Drücker-Tempo-Ritt war, vor allem auf dem Rückweg über Straße (oberheftig!! Wie schafft Menis bitte 65km/h mit dem SS’er???). Ach ja - und natürlich, weil die Trails, vor allem der um den See, allererste Sahne waren bei Nacht...

Der Marathon
Hey, es gehört sehr viel mehr dazu, dem fast komlett versammelten ESK zu erklären (nein, ein Eisenschwein erklärt nicht, es teilt mit!), dass man nicht mitmacht, als ein bisschen gemütlich am Samstagmorgen eine Spazierfahrt zu machen!!! Und mein Tag war auch richtig hart, vor allem für meinen Magen und meine Leber!

Der große Organisator
Allerallerallergrößten Respekt und DANK an michael59!!!

Leute - es war einfach nur genial! Ich plädiere für 2 x Harzturm im Jahr!!! Mitte September vielleicht, als Einstimmung für den dritten Oktober, zu dem ich alle spätestens wiedersehen werde...

:bier: Ich hatte ein Zäpfle, obwohl ich dem Mara ferngeblieben bin! :)

Und weil ein Bericht ohne Foto so nackt ist, hier noch einmal das (ein wenig bearbeitete) Gipfelfoto:

1460gipgelfoto.jpg
 

rob

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29. September 2001
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Spongohausen bei Berlin
Original geschrieben von madbull
ach ja und dreimal musste ich einer GP’in “ESK” erklären

und da hast du ihnen doch hoffentlich die wahrheit gesagt, nämlich das ESK Erhaltungsinitiative submariner Kiefernwaldvergesellschaftungen bedeutet!


die berichte von euch im nachhinein zu lesen macht ja fast noch mehr spass als der harzsturm selber - naja nicht ganz, aber man bekommt schon verdammt lust nächstest wochenende gleich wieder aufzubrechen...

:bier: r°b
 

trillian

individ. Truppenbetreuung
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21. November 2002
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berlin-zentrum (fr.hain)
Mit dem 2. Teil verschon ich euch noch etwas, aber Fotos gibts an dieser Stelle:
1. Bild @j-coop
J-coop hatte das Vergnügen beim Kaffeetrinken, wir durften dafür live bei der Trialshow der beiden, dabei sein! ;-)
 

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ZZZZZorro

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Original geschrieben von no brakes
@ zzzzoro

wie gehts denn deinem Rücken? Stimmt, hätte mich auch gleich den Errungenschaften des Herrn Röntgen aussetzen sollen. Das habe ich dann in DD nachgeholt. Leider war mir danach nicht so wohl wie dir. Aber was uns nich tötet macht uns hart.
Des Hinterteil is nimmer blau, vielmehr bunt. :D :lol: Das ich nen Rücken hab zeigt er mir nun ein wenig deutlicher, aber des gibt sich.

Original geschrieben von Altitude
@ZZZZorro
Gute Besserung mit Deinem Rücken
Besten Dank, werd nächsten Dienstag mal ne lockere ja nennen wirs einfach mal "ADFC"-Feierabendrunde auf den Forstautobahnen rund um den Tiergarten drehen.

Original geschrieben von trillian
Zzzzzzzorro ist der unbestrittene Grillmeister an diesem Abend
Ui, det geht runter, des war allerdings ein Gemeinschaftswerk mim Schotter. Ich wollt ja nur ein wenig mitrauchen. :D

Grüßle
 
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