Fat oder AM/Enduro Fully für Alltag

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Ich suche ein Fahrrad für eine Strecke von ca. 6 km einfach, die ich mehrmals die Woche fahre. Mein Tourenrad leidet auf der Strecke sehr und es ist auch sehr unangenehm zu fahren.
Die Strecke besteht aus leichten Hügeln und viel Waldweg. Bei Trockenheit teilweise mit sehr sandigen Stellen und bei Nässe recht schlammig. Bis hierhin ist das Tourenrad mit dickeren Stollenreifen noch in Ordnung.
Ein Teil der Strecke besteht aber auch aus einer sehr alten Steinstraße (siehe Bild), die einen extrem durchrüttelt. Hier wäre nun die Frage, ob ein Fatbike mit Federgabel einen über die Steine schweben lässt ohne dass das Rad schnell zu hüpfen beginnt oder vielleicht ein AM/Enduro Fully 29“ die besser Wahl wäre?

Alltagstauglichkeit und Komfort ist für mich entscheidend, weniger der sportliche Gedanke. Eine Ausstattung mit Gepäckträger, Ständer und richtigen Schutzblechen ist geplant. Narbendynamo wäre auch gut.

Fatbike vs. Fully
Das Fatbike soll durch die breite des Hinterbaus und der Kurbel nicht so schön zu fahren sein und die Zubehörteile u.a. Reifen sind deutlich teurer als beim MTB.

Wenn es ein Fatbike werden soll, dann hätte ich gerne einen Tipp, was eurer Meinung nach, die bessere Wahl wäre.
Scoop Single mit zusätzlicher Federgabel
Ca. 400 Euro günstiger, nur SX statt NX SRAM, schwererer Alurahmen, 4,7“ Reifen

Canyon Dude CF 8.0 Trail
4“ Reifen, leichter, keine Bohrungen für Ständer, Gepäckträger

Vielen Dank schon mal an alle Poster.

Ist in echt noch unebener als es auf dem Bild aussieht
20190508_134106.jpg
 
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Ich suche ein Fahrrad für eine Strecke von ca. 6 km einfach, die ich mehrmals die Woche fahre. Mein Tourenrad leidet auf der Strecke sehr und es ist auch sehr unangenehm zu fahren.
Die Strecke besteht aus leichten Hügeln und viel Waldweg. Bei Trockenheit teilweise mit sehr sandigen Stellen und bei Nässe recht schlammig. Bis hierhin ist das Tourenrad mit dickeren Stollenreifen noch in Ordnung.
Ein Teil der Strecke besteht aber auch aus einer sehr alten Steinstraße (siehe Bild), die einen extrem durchrüttelt. Hier wäre nun die Frage, ob ein Fatbike mit Federgabel einen über die Steine schweben lässt ohne dass das Rad schnell zu hüpfen beginnt oder vielleicht ein AM/Enduro Fully 29“ die besser Wahl wäre?

Alltagstauglichkeit und Komfort ist für mich entscheidend, weniger der sportliche Gedanke. Eine Ausstattung mit Gepäckträger, Ständer und richtigen Schutzblechen ist geplant. Narbendynamo wäre auch gut.

Fatbike vs. Fully
Das Fatbike soll durch die breite des Hinterbaus und der Kurbel nicht so schön zu fahren sein und die Zubehörteile u.a. Reifen sind deutlich teurer als beim MTB.

Wenn es ein Fatbike werden soll, dann hätte ich gerne einen Tipp, was eurer Meinung nach, die bessere Wahl wäre.
Scoop Single mit zusätzlicher Federgabel
Ca. 400 Euro günstiger, nur SX statt NX SRAM, schwererer Alurahmen, 4,7“ Reifen

Canyon Dude CF 8.0 Trail
4“ Reifen, leichter, keine Bohrungen für Ständer, Gepäckträger

Vielen Dank schon mal an alle Poster.

Ist in echt noch unebener als es auf dem Bild aussieht
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Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Du suchst keines der beiden von Dir genannten Fahrzeuge.

Schau, welche Fahrräder in Deiner Preisklasse Reifen mit 2,2, besser 2,4" mit Schutzblechen ermöglichen und Dir ggf. noch die Montage einer MTB-Federgabel als Nachrüstmöglichkeit bieten (also bzgl. Geometrie). Du suchst IMO tendenziell ein Rad mit 29"-Laufrädern.

Velotraum fällt mir da spontan als möglichr Orientierungspunkt ein, aber sicherlich gibt es da auch etwas mehr von der Stange zu Gunsten von P/L.
 
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Ein Enduro wegen ein paar Km Kopfsteinpflaster und dann noch Schutzbleche dran???
Welches Tourenrad fährst du denn ?
Alternative Streckenplanung ?
 

Berganbeter

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Also jedesmal wenn ich mit dem Fatbike über Kopfsteinpflaster fahren muss fang ich zu grinsen an,weiss auch nicht warum :) Und für 12 Kilometer ein Gravelbike ist etwas too much oder?
 

Berganbeter

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Für mich ist ein Fatbike nicht nur ein Mountainbike.Ich mag die fetten Reifen und die direkte Federung einfach.Fatbike fahre ich halt auch gerne nur so,ob das jetzt zur Eisdiele,zum Gasthof aufs Land oder in die Arbeit ist bleibt dabei egal.Aber ich kann damit halt auch so ziemlich alles fahren,die Grenzen setze ich und nicht das Bike.Zum Fatbikefahren nimmt man sich Zeit oder man lässt es.So einfach ist das. :) Und wenns so wie heute zu steil wird dann mach ich halt Radwandern und schiebe der Gerät hinauf,weil ich weiss,wenns dann runter geht hab ich Spass pur.
 
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Das ist eine schöne Philosophie...ob das jetzt dem TE was bringt? :ka:
Ich wollte kein Fat Bike täglich zur Arbeit treten, der Klaufaktor ist wahrscheinlich auch hoch, usability ist imho eher gering auch wenn du schreibst das du damit "alles" fährst.
 

Berganbeter

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Bist schon einmal ein gscheites Fatty im Gelände gefahren? Und zur usability: es gibt da einen kleinen Absatz auf meinem Haustrail da steigen die 5000.Euro Fully Fahrer ab.Nützt das was dem Te? Nein,denn: wie bei jedem Fahrrad ist Probefahren mit auf sich zugeschnittenem Layout Pflicht.Aber vielleicht dient es demTE als Inspiration sich zu verändern oder neue Wege zu gehen.Muss ja nicht gleich Montag ein Fatbike kaufen gehen.
 
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Nun...von meiner Insel aus gesehen ist ein fat bike ein Lifestyle Produkt ganz unabhängig davon wie es einzelne nutzen. Eine eierlegende Wollmilchsau als die du es beschreibst sieht für mich zumindest anders aus. Ich denke tausende von Menschen die mit dem Rad zur Arbeit fahren entscheiden sich nicht umsonst für bestimmte Kategorien, deshalb auch die Frage welches Trekkingrad der TE fährt.
Ich kann auch das Ansinnen wegen der paar Pflastersteine gleich ein AM oder Enduro zu kaufen überhaupt nicht nachvollziehen. Welcher Wunsch steht denn hier wirklich dahinter?
 
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Mein Rad ist ein Kalkhoff Endeavour Pro und das meiner Frau, die das gleiche Problem auf der Strecke hat, ein Cube Kathmandu. Schöne Räder mit XT Ausstattung und nachgerüsteten Conti AT Ride 42-622/28 X 1.60.

Probefahren wäre ja optimal, aber ich habe keinen Händler vor Ort, der Fatbikes bzw. ordentliche AM zum Testen da hat.

Alternative Streckenplanung ?
Außen rum mit dem Auto 40 km, statt mit dem Rad 6 km durch den Wald.

Ich kann auch das Ansinnen wegen der paar Pflastersteine gleich ein AM oder Enduro zu kaufen überhaupt nicht nachvollziehen. Welcher Wunsch steht denn hier wirklich dahinter?
Wir wollen die Strecke nicht in Slowmotion fahren müssen, um die Räder zu schonen und vor allem keine Gehirnerschütterung zu bekommen, sondern einfach über die Steinstraße „gleiten“. Der Höhenunterschied zwischen den Steinen beträgt nicht selten über 5 cm. Mit den 28“ Trekkingrädern knallt das enorm durch. Mit weniger Luft schlägt es auf die Felge durch. Die Idee ist, hier mit mehr Gummi oder Dämpfertechnik entgegen zu wirken, um schneller und bequemer ans Ziel zu kommen. Wir müssen die Strecke bis zu zehn Mal pro Woche fahren, da lohnt es sich für uns schon, neue Räder zu kaufen.
 
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Ich hab mich vor Jahren, nachdem ich teils auch mit dem Enduro den Arbeitsweg geradelt bin, entschieden, nur noch ein Fahrrad für alles zu nutzen. Retrospektiv würde ich sagen, das Enduro fuhr sich eher noch anstrengender auf meiner Pendelstrecke, als das Fatbike. War allerdings auch keines aus der aktuellen Generation, der Dämpfer hat ganz schön gewippt die ganze Zeit. Meine Pendelstrecke war, je nach Streckenwahl zwischen ca. 8 und 12 km. Letztlich war mir der Rollwiderstand so ein bißchen egal, bei der Entfernung (Okay, die Knards in 3,8 sind auf der Strasse besser zu fahren als die Nates....), ich habe das für mich unter Trainingseffekt verbucht. Ich glaub, dass bei der von dir geschilderten Strecke das auch eher zu vernachlässigen ist. Der Punkt Wartungsarmut war mir wichtig, ich bin von Anfang an bei meinem Fatbike ohne Federgabel unterwegs, Federelemente brauchen halt auch ein wenig Zuwendung und die Kosten für Service kannst du letztlich zu den teureren Reifen des Fatbike gegenrechnen. Ich hab die auch nie vermisst, selbst bei den Trails auf denen ich unterwegs bin. Ob es allerdings irgendeine Fahrradgattung gibt, die einfach drüberschweben bei 5cm Höhenunterschied zwischen den Steinen ermöglicht, da bin ich nicht sicher. Natürlich mindern dicke Reifen oder viel Federweg den heftigen Schlag, ein bißchen ausgebremst wird man aber doch, so dass das wahrscheinlich immer ein bißchen Kampf bleiben wird. Ich hatte nie Probleme mit der Innelaverbreite und dem höheren Q-Faktor.
 

Berganbeter

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Am Trailfatty fahre ich zb. eine schmale Kurbel,da ist der Q Faktor nicht so viel mehr als bei einem Mountainbike.
 

Berganbeter

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Da fällt mir noch ein,ein Stahlfatty flext auch noch a bissl mehr als Alu und Carbon.Ein Surly zb.hat auch noch viele Gepäckträgerösen.
 

Lenny911

Gut Holz
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Beide Varianten ob Fully oder Fattie halte ich hier für völlig übertrieben. Klar ein Fatbike ist da noch am besten geeignet für die Strecke, wenn man sie zwischen den beiden Vorschlägen endscheiden müsste, aber ob man damit Pendeln will?
Ein 29“ eventuell mit plus Bereifung sollte da taugen. Ich schmeiß mal das Surly Krampus dafür in die Runde. Scheint als wäre das so eine Wollmilchsau für dich.
 
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Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
ist ein fat bike ein Lifestyle Produkt
Sicherlich und ich mache mir etwas Sorgen für die Zukunft mit der Reifenverfügbarkeit. Das Fatbike ist ja ursprünglich für das Militär mit einem bestimmten Einsatzzweck entwickelt worden. Die Frage ist, ob auch für mich die Vorteile nützlich sind. Da mein Fall etwas spezieller ist, ließ sich das für mich auch nicht in den allg. Threads Fatbike vs. MTB klären. Im Straßenverkehr fahre ich zufrieden ein Trekking-Rad und kein MTB ohne "Straßenzulassung", nur weil es cooler ist.

Ich hab mich vor Jahren, nachdem ich teils auch mit dem Enduro den Arbeitsweg geradelt bin, entschieden, nur noch ein Fahrrad für alles zu nutzen
Deine Ausführungen lassen mich in Richtung Fatbike gehen. Je weniger Technik, umso weniger Kummer :D Bei der relativ kurzen Strecke sind Rollwiederstand etc. weniger ein Problem.
Wieviel Gummi und Luft auf der Steinstraße ausmachen, konnte ich schon alleine auf einem noch intakteren Teilstück mit Sommer- und Winterräder auf dem Auto feststellen. Auch der Umstieg von Schwalbe Marathon Plus auf Conti AT Ride war schon eine deutliche Verbesserung.

Sollte es neue Räder geben, werde ich meine Erfahrungen auf jeden Fall hier posten.
 
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Ich würde bei den Anforderungen auch zum 29+ tendieren evtl. mit Federgabel, da sollte es weniger Probleme mit Schutzblechen etc. geben. Angenehmer bei Kopfsteinpflaster und nicht so auffällig wie ein Fatbike.
 

hw_doc

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Das Fatbike ist ja ursprünglich für das Militär mit einem bestimmten Einsatzzweck entwickelt worden.
Und ich dachte, es wäre anstelle des Mars Rover im Gespräch gewesen... Oder kommt es doch aus der Formel 1? B)

Deine Ausführungen lassen mich in Richtung Fatbike gehen. Je weniger Technik, umso weniger Kummer :D Bei der relativ kurzen Strecke sind Rollwiederstand etc. weniger ein Problem.
Wieviel Gummi und Luft auf der Steinstraße ausmachen, konnte ich schon alleine auf einem noch intakteren Teilstück mit Sommer- und Winterräder auf dem Auto feststellen. Auch der Umstieg von Schwalbe Marathon Plus auf Conti AT Ride war schon eine deutliche Verbesserung.

Sollte es neue Räder geben, werde ich meine Erfahrungen auf jeden Fall hier posten.
Na, dann sind wir schon mal ganz gespannt auf die Fragen zu Schutzblechanbauten, Knieproblemen und Rollwiderstandsoptimierungen und ähnliche Grundsatzfragen die sich bei Fatbikes so einstellen. Du löst ein Problem und ignorierst die Aussicht auf ganz andere... :rolleyes:
Ich halte das jedenfalls für die Kanone, um den Spatz zu erlegen.
Und das (inkl. meines von Dir ignorierten Postings) sage ich als überzeugter Fatbike-Fahrer.
 
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(inkl. meines von Dir ignorierten Postings)
Keine Sorge, diese Option werde ich auch noch testen.

Na, dann sind wir schon mal ganz gespannt auf die Fragen zu Schutzblechanbauten, Knieproblemen und Rollwiderstandsoptimierungen und ähnliche Grundsatzfragen die sich bei Fatbikes so einstellen.
Dazu gibt es doch bereits genug Threads, in denen ich schon ein wenig geschmöckert habe ;)

Du löst ein Problem und ignorierst die Aussicht auf ganz andere...
Dem muss ich wiedersprechen und mich selbst zitieren:
Das Fatbike soll durch die breite des Hinterbaus und der Kurbel nicht so schön zu fahren sein und die Zubehörteile u.a. Reifen sind deutlich teurer als beim MTB.
 

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Na, dann sind wir schon mal ganz gespannt auf die Fragen zu Schutzblechanbauten, Knieproblemen und Rollwiderstandsoptimierungen und ähnliche Grundsatzfragen die sich bei Fatbikes so einstellen. Du löst ein Problem und ignorierst die Aussicht auf ganz andere... :rolleyes:
Dem muss ich wiedersprechen und mich selbst zitieren:
Ok, wenn Du damit die hiesige FAQ für vollständig hältst... :ka:
 

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Ok, wenn Du damit die hiesige FAQ für vollständig hältst... :ka:
Edit: Schau mal in Richtung Salsa Fargo, gab es eine zeitlang auch ab Werk mit Federgabel. Kann man mit Dropbar fahren, muss man aber nicht unbedingt. Es passen auch 29 x 3.0" und man hat keine Probleme, es in Richtung Tour, Reise oder auch Gravel umzunutzen. Da sollten auch bei 2,4" noch Schutzbleche passen, evtl. sogar darüber.
 
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Ich denke langsam wird klar was Wunsch und Wirklichkeit sind. Deinem Wunsch nach einem Fat Bike steht ein versatiles Arbeitsgerät gegenüber das irgendwie nicht so geil ist weil es keine Ballonreifen hat.
 
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