Fettverbrennungsbereich wirklich vorhanden?

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Ich möchte Fett verbrennen! ;-)

einmal vllt eine 30minütige Fettverbrennungseinheit
Nenn es lieber "Kalorienverbrauchseinheit mit Ziel der Reduktion vom Körperfettanteil", dann kommt es der Sache näher.

Du willst nicht deine Muskulatur dazu erziehen, als Treibstoff Körperfett statt Kohlehydrate zu verwenden ("Grundlagenausdauer"). Sonst müsstest du stundenlang im GA1-GA2 rumdieseln, bei 30 Minuten geht der Spass noch nicht mal richtig los, sinnvolles Minimum beginnt bei 90 Minuten.
 
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Klingt in Kombination mit der von Dir geschilderten Kraftsport-/Bodybuillding-Vergangenheit eher nach "ich will definierter aussehen" als nach "ich will auf dem Rad besser werden/länger und schneller fahren können"?!
Da sind m. E. die hier bisher geschilderten Möglichkeiten für Dich der falsche Weg (?); die zielen eher auf eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit auf dem Rad. Die geht nur über langes/langfristiges Training.

Vielleicht lieg' ich ja mit meiner Annahme aber auch falsch... ;)
 
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Fettverbrennungsbereich wirklich vorhanden?
-> Ja. In der Praxis relevant? Nein.

Das man im Jahr 2022 immer noch den Humbug von Hungerstoffwechsel, guten/schlechten Kalorien und co. hört ist wirklich erschreckend. Fehlt eigentlich nur noch "nach 18 Uhr darf man nichts mehr essen".

Beim Körperfett reduzieren ist es immer das gleiche simple Spiel. Macht es doch nicht akademischer als es ist...

Prio1: Kaloriendefizit (so hoch wie möglich, so tief wie nötig -> 1500kcal Defizit am Tag bringen nichts, wenn man nach 3 Tagen an der Tafel Schokolade hängt)

Prio2: Kraftsport und Protein -> Muskelschutz + TEF

Prio3: Essentielle Fette und Vitamine nicht vergessen -> Ggf. über Nahrungsergänzungsmittel, z.B. Fischöl

Prio4: Bewusster aktiver Lebenstil um den Kalorienverbrauch oben zu halten -> Einfach Biken gehen, sind doch hier in einem Bikeforum...
 
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"das" Pfälzer Dorf
Ich möchte mal behaupten, dass ich nicht schlecht bin. Noch besser wäre gut. Kommt bestimmt durchs Training und Gewichtsabnahme!?

Da ich Deine Formulierung etwas vage finde, wäre mein Ansatz:

definiere für Dich passend Dein Ziel >
(1) was will ich wann mit wieviel Aufwand erreicht haben?
(2) dann die Möglichkeiten/mögliche Zeit/eigene Bereitschaft analysieren
(3) dazu passend den Weg -sprich Trainingsform- wählen und
(4) let´s go...
(5) nach einiger Zeit soll/ist-Vergleich
(6) ggf am Training oder den Zielen nachjustieren

Gutes Training ist meistens langfristig und mit ehrlicher Selbsteinschätzung verbunden
 
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Wenn ihr euch ernsthaft mit Energiebereitstellung im Körper beschäftigen wollt kauft euch ein vernünftiges Buch über Grundlagen der Trainingslehre und stellt euch drauf ein lernen zu müssen wie früher in der Schule.Das ganze ist ien ziemlich komplexes Thema das in z.B. einer Physioausbildung 2 Semester mit täglichem Unterricht in Anspruch nimmt.Setzt euch mal mit Themen wie Citrat Zyklus und Aerobe/Anaerobe Energiebereitstellung auseinander dann wird alles klarer,ansonsten kratzt ihr sowieso nur auf der Oberfläche rum ohne irgendeine Ahnung zu haben was wirklich Sache ist.
 
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"das" Pfälzer Dorf
sach ich doch...

...
Detailfreude/-interesse kommt dann -wie bei mir- dann im Laufe der Zeit und baut und erweitert sich nach und nach (auf).

Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren damit bzw versuche es zu verstehen; das ist ein seeeehr großes Feld... :D
Aber das meinte ich oben mit meinem Punkt (3): zum "Weg wählen" gehört das Befassen mit der Materie Trainings- und Ernährungslehre.
 
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Den Artikel als "massenverständlich formuliertes Grundwissen" finde ich durchaus gut und auch medizinisch richtig formuliert.
"Kaum anstrengendes Training baut Körperfett am besten ab" ist halt nicht richtig formuliert, sondern durch unendlich viele Gegenbeispiele widerlegter Kaese.
Der Artikel ist auch nicht von der deutschen Herzstiftung, sondern von der wird nur irgendetwas im Artikel zitiert oder wiederverwendet. Was genau bekommt man allerdings nicht verraten, was den restlichen Stil aus Text und Ueberschrift nochmals unterstreicht.

Wenn du sowas fuer serioese und hilfreiche Information haelst, kann ich dir nur raten dein persoenliches Bullshitometer nachzukalibrieren.
 
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"Fettverbrennung" ist allerdings auch ein sehr unglücklich gewählter Begriff.

Was in der Trainigslehre auf den Fettstoffwechsel unter Belastung abzielt, zaubert manchen ein Bild von "schmelzenden Fettpölsterchen, ganz ohne Anstrengung" im Stile von Klickbait-Werbung in den Kopf.
 

Jaerrit

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Irgendwie muss man sich als Einsteiger da reinfuchsen, ist ja jetzt nicht so einfach, sondern schon ein wenig komplexer. Daher sind so Hinweise wie „Abnahme nur über Kaloriendefizit“ anfangs schon hilfreich wie ich finde, Kalorienzählen macht zwar nicht wirklich Bock, aber man bekommt schon mal ein Gefühl. Wenn man dann noch schaut, das man zum Beispiel ausreichend Eiweiß, nicht zuviel Zucker usw (halt so das was man überall liest) isst, ist man am Anfang doch erstmal gut aufgestellt und kann weiter in die Materie eintauchen wenn man will.
Ich habe mal ne Zeit lang HSD gemacht, brachte auch extrem schnell Erfolge, aber inwiefern das Nachhaltig ist steht und fällt mit dem generellen Lebenswandel und der grundsätzlichen Ernährung. Glaube das könnte dem TE ohne viel Aufwand helfen, Infos hab ich mir (kostenfrei, nein, nicht meine Seite) hier geholt:
Für mich hört es sich aber, vollkommen wertfrei, so an, als wenn der TE glaubt, mit 3x ne Stunde Fettverbrennungszone oder 3x halbe Stunde Allout pro Woche auf dem Rad großartig Pfunde purzeln zu lassen, das wird wohl eher nix.
 
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Jaerrit

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ganz gut einen an der Waffel haben ;)
Das kann ich bestätigen 🤗
150g Haehnchen mit 2Kg Brokkoli am Tag und zu schlapp zum biken
Vollkommener Quatsch, sorry, so geht das „Programm“ bzw die „Diät“ nicht. Es wird beschrieben dass Du ein Kaloriendefizit haben sollst, ausreichend Eiweiß zu dir nimmst und kein/wenig Fett.
Aus welchen Nahrungsmitteln steht Dir frei. Bzgl. Sport: „normal“ weitermachen is ok, Wettkampfvorbereitung eher schlecht…
Ja, das macht erstmal Mühe wenn man keinen Plan hat, führt aber zum Ergebnis welches der TE vorgibt zu haben 🤷🏼‍♂️
Das es sinnvollere und bessere Methoden gibt hab ich nicht bestritten 😉
 
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Ich zitiere mal aus deinem Link:

Empfehlenswert: Brokkoli, Blumenkohl, Gurken, Tomaten, Paprika, Salat, Fenchel, Sellerie, etc….die Möglichkeiten sind unbegrenzt.
Also stimmt, Blumenkohl geht auch. Die Moeglichkeiten sind unbegrenzt ;)

Da die PSMF eine „low carb“ und „low fat“ Diät ist,
Ok, muss kein Haehnchen sein. Putenbrust ginge wahrscheinlich auch noch durch. Fuer mich 150g oder so pro Tag laut deren Tabelle.

Wichtigster Punkt gleich zu Beginn: Während einer extremen Diät wie der PSMF ist die Regenerierungsfähigkeit deutlich reduziert. Dem Körper fehlt schlicht und ergreifend die nötige Energie dafür.
Also ideal fuer MTB'ler! ;)
 
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Moin,

hab die Tage aufm Airbike mal 30 Min GA1 gemacht, an einem anderen Tag 60 Min, sodass ich quasi immer am Anschlag war und dann mal 3 Tabatas hintereinander mit je 3 Min Pause zwischen den Tabatas. Also allein vom Feeling her, haben mir die Tabatas am meisten gegeben. ;-)

Bin beim Biken auch eher so der All in-Typ. xD
 
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"Kaum anstrengendes Training baut Körperfett am besten ab" ist halt nicht richtig formuliert, sondern durch unendlich viele Gegenbeispiele widerlegter Kaese.
Der Artikel ist auch nicht von der deutschen Herzstiftung, sondern von der wird nur irgendetwas im Artikel zitiert oder wiederverwendet. Was genau bekommt man allerdings nicht verraten, was den restlichen Stil aus Text und Ueberschrift nochmals unterstreicht.

Wenn du sowas fuer serioese und hilfreiche Information haelst, kann ich dir nur raten dein persoenliches Bullshitometer nachzukalibrieren.

mal eine OT-Frage an Dich: bist Du in der Lage, Deine Kenntnisse und Erfahrungen so zu formulieren, daß ich nicht den Eindruck bekomme von Dir und von oben herab persönlich angegriffen (oder etwas überzogen formuliert beleidigt) zu werden?
Es scheint in Deinen Beiträgen hier im Faden zwar Wissen durch, für mich allerdings immer mit dem leichten Anklang der Überheblichkeit und wenig konkrete Beiträge. Formulier Deine Kenntnisse doch mal "laiengerecht" - ist sicherlich hilfreich, sowohl in Bezug auf Kenntnisse als auch der Verständlichkeit. :bier:
 
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ich finde auch, dass hier zwei Dinge vermischt werden die oft missverständlich in eine Topf geschmissen werden. Ich hab es bisher so verstanden, dass regelmäßige sportliche Betätigung einfach gesagt meinen Energiebedarf erhöht. Heist somit auch, ich muss mehr Energie zuführen um Leistungsfähig zu bleiben. Abnehmen "funktioniert" immer nur über ein Defizit an Kalorien. Wie ich das herbeiführe ist erstmal beliebig. Wenn ich jetzt viel Sport mache, habe ich einen hohen Energie Bedarf, wenn ich diesen nicht bediene, werde ich abnehmen. Ist aber aus meiner Sicht auf Dauer keine gute Lösung, weil ich dadurch auch weniger Energie zur Verfügung habe. Abnehmen funktioniert glaube ich nur gut, wenn das Kaloriendefizit sich in einem gewissen Rahmen bewegt, welcher für mich im Alltag umsetzbar ist. Heist dass ich nicht zu sehr an Leistungsfähigkeit einbüße und trotzdem reduziere.
oder hab ich da was missverstanden?

ich glaube das was sich mancher vielleicht wünscht und was oft ja auch propagiert wird ist, dass man super Leistungsfähig ist und dabei abnimmt. Das halte ich irgendwie für unrealistisch. Wenn ich kein Benzin in den Motor kippe, fährt der Karren nicht. Klar, ein Ultra Cycling Sportler hat da ein wenig Schwierigkeiten, weil er im Wettkampf so viel verbraucht - dass kann er so schnell gar nicht nachfüllen. Aber das ist auch ein sehr extremes Beispiel und das macht der auch nicht jeden Tag.

Das Thema Energiebereitstellung ist halt was anderes.
 
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Also ideal fuer MTB'ler! ;)

Man sollte schon in der Lage sein, seine Ziele klar zu definieren. Willst du aus ästhetischen Gründen den maximalen Fettverlust in kürzester Zeit, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als einen extremen Ansatz wie die HSD zu verfolgen. Dann hast du halt mal 2 Wochen keine Energie für Höchstleistungen auf dem MTB - das ist in der Zeit auch überhaupt nicht im Fokus.
Dafür muss diese enorme Disziplin aber eben auch nur für einen relativ kurzen Zeitraum aufgebracht werden und wird mit schnellen Erfolgen belohnt.
Wer das nicht will, muss eben ein moderates Kaloriendefizit über einen längeren Zeitraum fahren. Leistungssteigerungen sind ab einem gewissen Niveau dann auch eher nicht mehr zu erwarten, aber das Niveau sollte zumindest gehalten werden.
Wenn das Fett dann nicht (weiter) schwindet, liegt im Regelfall eine Fehleinschätzung von Kalorienbedarf und -zufuhr vor und die Zufuhr muss dementsprechend moderat nach unten korrigiert werden.

Solange das Ziel nicht ist, die allerletzten Prozent rauszuquetschen, ist das alles kein Hexenwerk. Training ist dabei wichtig, allerdings hauptsächlich in Bezug auf Muskelschutz. Der Einfluss auf den Fettverlust wird aber meistens gewaltig überschätzt.
 
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Deine Kenntnisse und Erfahrungen so zu formulieren, daß ich nicht den Eindruck bekomme von Dir und von oben herab persönlich angegriffen (oder etwas überzogen formuliert beleidigt) zu werden?
Du meinst wegen der Klatsche? Das war mit Smily und als Kompliment gemeint, da man schon extrem willensstark sein muss, um sich nicht direkt aus dem Fenster zu stuerzen bei dem, was er beschrieben hat. Ich denke so hat er es auch verstanden.

Leistungssteigerungen sind ab einem gewissen Niveau dann auch eher nicht mehr zu erwarten, aber das Niveau sollte zumindest gehalten werden.
Wenn man seinen gewohnten training load senken muss, wird man halt an Leistung verlieren. Weniger trainieren und dabei Leistung halten ist eher Wunschdenken. Und ja, das kann man sich danach vielleicht auch wieder zurueckholen, was dann halt nochmal kostet....
Kann man natuerlich alles machen, mit 20 vielleicht eher als mit 50. Im Gegensatz zum ersten verlinkten Artikel hier ist die Methode immerhin faktenbasiert. Ich moechte das nicht schlecht reden.
 
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Wenn man seinen gewohnten training load senken muss
Was du bei moderatem Kaloriendefizit ja im Normalfall nicht musst. Natürlich auch von deinem gewohnten Training abhängig, aber ich unterstelle den Erstellern solcher Threads einfach mal ganz dreist, dass sie nicht so hart trainieren, dass bei um die 3-500 kcal Defizit nicht mehr weitertrainiert werden kann.

HSD und ähnliches klar, aber da steht ja wie gesagt der Leistungsgedanke nicht im Vordergrund und sie ist zeitlich sehr begrenzt. Das sollte also nur temporär zu Einbrüchen führen.
 
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