Flowtrail Stromberg: Es bleibt kompliziert – Updates zur Friedwald-Problematik

Flowtrail Stromberg: Es bleibt kompliziert – Updates zur Friedwald-Problematik

Wir berichteten bereits davon, dass Teile des Flowtrail Stromberg einem Friedwald weichen sollen. Im Oktober fand eine Stadtratssitzung statt, in der die aktuelle Lage besprochen wurde. Wie es mit der Situation weiterging, hat der Vereinsvorstand zusammengefasst.

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Flowtrail Stromberg: Es bleibt kompliziert – Updates zur Friedwald-Problematik
 
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Wieso soll eigentlich ein Bestattungswald ein "Prestigeobjekt" sein bzw. werden?

Ich find es zwar gut, dass es auch diese Bestattungs-Alternative gibt.
Aber so besonders "sexy" mit viel "Bling, bling" ist das jetzt nich so, mindestens für mich.

"Prestigeobjekt", verstehe darunter so Dinger wie Spaßbad, Freibad, Philharmonie, Abenteuerpark, Museum etc. pp.
 

Wip3r

Kettenverknoter
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@Geralt_of_Rivia wir reden hier von einem Dorf mit 3200 Einwohnern. Das ist Lokalpolitik und da ist das etablieren von einem Bestattungswald schon ne große Sache. Ist ja auch was mega modernes so Wald als Friedhof.

Edit: Die Tatsache das in nächster Umgebung schon einer existiert (Nachbargemeinde) beschert der Sache eine gewisse Komik.
 
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Im letzten Artikel steht folgendes Zitat des Bürgermeisters: „Die Fläche, die im Schreiben des Flowtrail-Vereins benannt wird, steht wegen der Zielkonflikte überhaupt nicht mehr zur Diskussion.“
Das klingt ja nicht so ganz danach. Könntet ihr da evtl. nochmal nachhaken?
 
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Das verstehe ich. Aber unmarkierte Hügel als Grab bezeichnen? Naja.. hat mein alter etwas mit meiner Meinung zu tun? Ich habe selbst Familie und habe schon Familienmitglieder verloren. Ich konnte den Sinn von Grabstätten mit Blumen nie verstehen. Das ist für mich auch kein Ort wo ich gern hin geh und schon gar nicht an jemanden denke.
Mein Plan war eigentlich auch ein Friedwald. Wenn man diesen Platz nun aber nicht normal nutzen kann, kommt das für mich nicht in Frage!
Auch hoffe ich doch, dass meine Kinder an mich denken ohne ihre wertvolle Zeit mit dem Besuch eines Erdloches zu verschwenden.
Sehr schöner Text, der mir aus dem Herzen spricht!
Ich bin in einem Alter, wo ich dem Ende wesentlich näher bin als dem Anfang. Und der Sinn einer Reihe aufgestellter Steine, wo man mit gesengtem Blick einen Blumenstrauss niederlegt, enzieht sich immer mehr meinem Verständnis. Zumal ich im engsten Familienkreis miterleben durfte, wie man sich die Hölle heiss gemacht hat und dann nach dem Ableben des Angefeindeten über Jahre hinweg jeden Samstag schluchzend am zugeschütteten Loch stand. "Reue ist Erkenntis, die zu spät kommt". Nie habe ich die Essenz dieses Satzes deutlicher empfunden.

Wenn wir uns als Teil der Natur ansehen, sollten wir auch wieder ein Teil der Natur werden. Für mich ist das ein tröstlicher Gedanke. Wieder zu dem Teil des Bodens zu werden, welches ich zu Lebzeiten genutzt habe, ist für mich der Abschluss eines natürlichen Kreislaufes. Das ist alles andere als pietätlos. Ein totes Tier lässt man liegen, der Mensch nimmt für sich in Anspruch etwas Besseres zu sein. Dieses Denken sollte man in Frage stellen. Es geht nur um die Hülle. Ob wir eine Seele haben und wie es weitergeht, wissen wir alle nicht.

Ich störe mich viel mehr am Verhalten der Menschen zu Lebzeiten. Dort ist definitiv ein Nachholbedarf angesagt.
 

olev

weon
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Das wusste ich nicht, dass FriedWald eine Firma ist. Die gibt's auch in der Schweiz, aber hier ist das weniger ein Thema, weil hier „Asche zur freien Verfügung“ gilt und kein Friedhofszwang. Hier kann man sich also im Kicker, Table oder in der Steilwandkurve bestattet lassen. Einfach mit Grabstein ist dann nix.

Die Idee, einem Bestattungswald ein funktionierendes Natursportzentrum zu opfern finde ich pietätlos. Viel Glück.
 

a.nienie

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@the border of the hinterland
Das wusste ich nicht, dass FriedWald eine Firma ist. Die gibt's auch in der Schweiz, aber hier ist das weniger ein Thema, weil hier „Asche zur freien Verfügung“ gilt und kein Friedhofszwang. Hier kann man sich also im Kicker, Table oder in der Steilwandkurve bestattet lassen. Einfach mit Grabstein ist dann nix.

Die Idee, einem Bestattungswald ein funktionierendes Natursportzentrum zu opfern finde ich pietätlos. Viel Glück.
die sache mit der asche sollten sie in d-land auch endlich mal so handhaben.
aktuell nur möglich, wenn man diese reimportiert (kein witz).

dem verein um den flowtrail stromberg wünsche ich nerven wie drahtseile. was da aktuell versucht wird ist nicht in ordnung.
 
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Sehr schöner Text, der mir aus dem Herzen spricht!
Ich bin in einem Alter, wo ich dem Ende wesentlich näher bin als dem Anfang. Und der Sinn einer Reihe aufgestellter Steine, wo man mit gesengtem Blick einen Blumenstrauss niederlegt, enzieht sich immer mehr meinem Verständnis. Zumal ich im engsten Familienkreis miterleben durfte, wie man sich die Hölle heiss gemacht hat und dann nach dem Ableben des Angefeindeten über Jahre hinweg jeden Samstag schluchzend am zugeschütteten Loch stand. "Reue ist Erkenntis, die zu spät kommt". Nie habe ich die Essenz dieses Satzes deutlicher empfunden.

Wenn wir uns als Teil der Natur ansehen, sollten wir auch wieder ein Teil der Natur werden. Für mich ist das ein tröstlicher Gedanke. Wieder zu dem Teil des Bodens zu werden, welches ich zu Lebzeiten genutzt habe, ist für mich der Abschluss eines natürlichen Kreislaufes. Das ist alles andere als pietätlos. Ein totes Tier lässt man liegen, der Mensch nimmt für sich in Anspruch etwas Besseres zu sein. Dieses Denken sollte man in Frage stellen. Es geht nur um die Hülle. Ob wir eine Seele haben und wie es weitergeht, wissen wir alle nicht.

Ich störe mich viel mehr am Verhalten der Menschen zu Lebzeiten. Dort ist definitiv ein Nachholbedarf angesagt.
Alles gesagt! Danke.
 
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