"Formula by Giant" Nabe richtig zusammenbauen / einstellen

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Hallo Forum,

ich habe folgendes Problem mit meiner "Formula by Giant" Nabe eines Trance 2017:
Nachdem ich den Eindruck hatte, dass meine Hinterradnabe etwas rauh läuft, habe ich nun das für schuldig befundene rechte Kugellager gegen ein neues (Enduro Bearings) getauscht.

Nach dem Tausch hat sich nicht wirklich etwas verändert... ich meine im Vergleich zum Vorderrad immer noch ein leichtes "rauhes" laufen zu spüren. Entweder habe ich also das neue Lager beim Einpressen direkt wieder gekillt, oder ich habe mir die Sache schon vorher nur eingebildet, oder ich habe die Nabe falsch eingestellt.

Halte ich das Rad zwischen den Fingern beider Hände und drehe die Nabe an, läuft bei höheren Drehzahlen der Freilauf nicht mit, sprich es rasselt. Daher nehme ich an, dass ich das Lagerspiel zu knapp eingestellt habe. Die rechte Seite der Nabe hat nur eine Mutter ohne Kontermutter, mit der der Freilauf auf der Achse fixiert wird. Die linke Seite hat eine Mutter mit Kontermutter.

In welcher Reihenfolge muss ich beim Einbau der Achse die Muttern anziehen, und wie fest? Das ist mein erster Versuch mit Industrielagern, bislang hatte ich nur Shimano-Naben mit Konuslager auseinandergenommen und (erfolgreich) wieder zusammengesetzt und eingestellt.
Kann mir das jemand kurz erlären? Suche hat mir bisher nicht gebracht.

Viele Grüße
fatzefitze
 
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Neumarkt i. d. Opf.
Hallo fatzefitze,
habe selbst auch schon 'mal eine Frage zu den Naben gestellt, insgesamt kam aber wenig 'rum mangels Dokumentation von Giant/Formula, auch Google half nicht viel (https://www.mtb-news.de/forum/t/spezifikation-giant-oem-naben-trance-2-2017.847458/), da wusste ich noch nicht, dass es am Hinterrad keine Konuslager sind.
Hab selber ein Trance 2 LTD 2017, seit ca. April '17 und hatte nach Kurzem an der HR-Nabe eher Spiel als "Reibung". Als dann auch der Freilauf rumzickte, hab ich die Kassette runter, die Nabe aufgeschraubt, Zähne und Klinken des Freilaufs überprüft und ordentlich geschmiert. Nach dem Zusammenbau war dann lange nichts mehr. Einmal musste ich seitdem noch an den Freilauf 'ran. Zur Demontage und späteren Justage/sanftem Kontern braucht man einen Konusschlüssel und einen 11er (!!!) Inbus, Kassettenwerkzeug natürlich auch.
------ Edit 03.05.2020 ------------
*** falsche Nennung der Schlüsselweite für Inbus:
*** Bei Naben für 12mm Steckachse braucht man einen 12er Inbus, im Zweifel messen ---
------- Entschuldigung für etwaige Missverständnisse und Unannehmlichkeiten -----------
Müsste bei dir auch so sein, ist ja Formula aus dem gleichen Modelljahr.
Da Industriekugellager selbst bauartbedingt kein axiales Spiel haben, reicht es, das Nabenspiel formschlüssig, ohne nennenswerten Druckaufbau "herauszukontern", nur soviel, dass sich beim Wiedereinbau rechte und linke Mutter nicht mehr gegeneinander verdrehen.
Grüße L.
 
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Danke!

Habe die Nabe zwischenzeitlich wieder zusammen gekriegt, auch ohne 11er Inbus (hatte nur 10 und 12 mm da). Wobei es mit sicher einfacher gewesen wäre, so habe ich einige Versuche gebraucht, bis mir das Lagerspiel OK vorkam. Ich habe so wie ich es von Shimano-Konuslagern kenne das Spiel so eingestellt, dass im Ausgebauten Zustand ganz minimales seitliches Spiel zu spüren ist, welches bei auf Drehmoment angezogener Steckachse weg ist.
Gefahren bin ich allerdings noch nicht wirklich damit, da es sich um meinen Ersatz-LRS handelt.
 
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Neumarkt i. d. Opf.
Gut zu wissen, dass es geklappt hat.
Da es nicht ausgeschlossen ist, dass sich wieder leichtes Spiel aufbaut, oder du wg. Kassette etc. nochmal 'ran musst wäre der 11er eine gute Investition, ggf. haben das andere evtl. zukünftig angeschafften Naben auch.
Da die Konterung ja nicht ,festgeknallt' ist, könnte sich die auch beim Hantieren an der Nabe etwas lockern.
------ Edit 03.05.2020 ------------
*** falsche Nennung der Schlüsselweite für Inbus:
*** Bei Naben für 12mm Steckachse braucht man einen 12er Inbus, im Zweifel messen ---
------- Entschuldigung für etwaige Missverständnisse und Unannehmlichkeiten -----------
 
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