Formula Dual Crown Enduro: Leichte Doppelbrückengabel fürs Enduro entdeckt

Formula Dual Crown Enduro: Leichte Doppelbrückengabel fürs Enduro entdeckt

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Mit der Formula Dual Crown Enduro-Federgabel bringen die Italiener die Doppelbrücke jetzt weg von der Downhillstrecke und rauf auf den Singletrail – mit bis zu 180 mm Federweg.

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Doppelbrücke im Enduro? Was sagst du zur Formula Dual Crown Enduro?
 

xMARTINx

Echter (Ex) Nordhäuser!
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Da habt ihr aber eine besonders leichte 38 in den Händen gehabt 😜🤣

Schöne Gabel, könnte echt die nächste werden. An welchen Passagen der Lenkeinschlag ein reales Problem ist würde ich gerne Mal sehen, da kommt eh der Punkt wo man umsetzen muss
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von foreigner

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Und was soll jetzt an einer leichten Doppelbrückengabel neu sein? Gab es ja schon vor deutlich über 20 Jahren von Votec.
Und wenn ich mich richtig erinnere ist die damals auch deswegen vom Markt verschwunden, weil nach und nach die Rahmenhersteller die Nutzung einer Doppelbrückengabel verboten haben.
Wie sieht es in dem Punkt denn bei der Formula aus?
 
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Es ist sehr zu begrüßen, dass Doppelbrückengabeln ans Enduro kommen. Sie sind da steifer wo man es braucht, nämlich lateral und werden nicht übertrieben verdrehsteif oder steif für seitliche Schläge, wie immer dickere Einfachbrückengabeln. Außerdem schaffen sie Platz für große Luftkammern und mit großen Negativkammern. Da ist man bei heutigen Einfachbrücken schon am Limit muss einen sicher nicht ganz optimalen Kompromiss machen.
Negative Punkte wie Einschlagen sind in der Praxis quasi nie ein Thema, das war selbst mit dicken Fox 40 mit geringem Offset in 26" im Freeride und Northshore-steg-Einsatz allerseltenst ein Thema. Wer Umsetzen kann, für den wird's nie eins.
Einzig die Freigabe für DC haben nicht allzu viele Enduro-Rahmen. Das ist sich aber eher gerade am ändern.

Im konkreten Fall muss ich Aber sagen, wenn die Gewichte die Formula angibt stimmen, dann würde ich auf die paar Gramm pfeifen und mir eher eine Nero R mit 180mm ins Enduro Schrauben, dann habe ich Triple Air und auch die andere Dämpfung. Gerade ersteres ist meiner Meinung nach das Gewicht wert.

Passt aber am Ende nicht zu jedem Bike. Man braucht ein Bike bei dem das Heck lang genug ist. DC und Short Offset verträgt sich nicht gut auf der Bremse, außer man will nur geradeaus fahren.
 
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Macht sicher für den ein oder anderen Sinn, Also gutes Produkt. Das eine Daseinsberechtigung hat.

Ich mag Enduro, aber auch mal Rad versetzen, bissl spielen aufm Weg zum Trail, Balance Übungen.
Doppelbrücke ist ja eher was fürs ballern. dabei liebe ich die Vielseitigkeit eines Enduros =)
 

Intenserider

Holla
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Ich hatte in jungen Jahre eine SID XL (ja, das war einen Doppelbrücken-SID). Der Lenkeinschlag war kein einziges Mal ein Problem. Eher, dass man bergauf mit den Knien gegen die Brücke gestossen ist. Bei den heutigen Reach-Werten aber wohl auch kein Thema mehr.
 

JensDey

Beide Seiten haben unrecht!
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Und was soll jetzt an einer leichten Doppelbrückengabel neu sein? Gab es ja schon vor deutlich über 20 Jahren von Votec.
Ja, Votec war da ziemlich straigth und hat die ja sogar an XC verwendet. Eine zeitlang ausschließlich?
Und wenn ich mich richtig erinnere ist die damals auch deswegen vom Markt verschwunden, weil nach und nach die Rahmenhersteller die Nutzung einer Doppelbrückengabel verboten haben.
Ist ja auch verständlich. Wenn man sich damit den Rahmen ruiniert hat und es eine Reklamationsdebatte gibt. =>
Halte davon auch nicht viel, beim einem blöden Sturz ist mal schnell der Rahmen hin.
Votec hat dafür aber die Standrohre weit(er) nach vorne weg vom Steuerrohr platziert.
 
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MRP Bartlett an einem Orange Alpine 6, fahr ich seit 2 Jahren so. Mir ist die Steifigkeit der DC wichtig. Die Enduro Plattform macht mir in den immer mehr entschäften Parks mehr Spaß. Tritt sich dennoch gut für ne Monster Truck Hometrail Runde. Hat das DH Bike damit mehr als ersetzt.
 
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Kannst du da noch etwas genauer werden? Das würde mich sehr Interessieren!
Ja, ich habe das selbst schon ausprobiert. Mit Fox 40 26" mit 27,5" Rad drin war es schon leicht zu spüren, Kumpel wollte aber mal etwas probieren und wir haben eine Fox 40 29" mit Brücke von alter Fox 40 26" aufgebaut, da war es deutlich. Gab es aber auch schon zu lesen, oder wurde kurz im letzten nsmb-Podcast (lohnt sich, ist aber sehr lang) mit Chris Porter mit der gleichen Begründung erklärt, der ja auch alles mögliche probiert. Außerdem deckt es sich mit den Erfahrungen von Pros (was man so hört), die nicht auf die sehr kurzen Offsets bei DH-Gabeln gehen, obwohl die mittlerweile optional auch so erhältlich sind.
Also, Erklärung:
Mit dem verkürzen des Gabel-Offsets verlängert man den Trail. Wenn dieser zu lang wird, gibt es den Effekt, dass das Rad beim starken Bremsen des Vorderrades die Lenkung gerade zieht.
Einfachbrückengabeln sind aber immer noch relativ weich in lateraler Richtung. Das heißt, sie verziehen sich beim Bremsen nach hinten. Dadurch wird der Winkel, in dem die Gabel steht, im unteren Teil steiler (wie bei steilerem Lenkwinkel). Steilerer Winkel bewirkt einen kürzeren Trail. Damit ist die Welt beim Bremsen wieder in Ordnung und es lenkt sich mehr oder weniger wie gewohnt.
Bei lateral sehr steifen Einfachbrückengabeln wie Fox 38 oder meiner Mezzer mit 37mm Offset für 27.5" kann man aber schon spüren, dass in ganz seltenen Fällen etwas anders ist, insbesondere wenn die Gabeln so abgestimmt sind, dass sie hoch im Federweg stehen (und so der Lenkwinkel nicht viel steiler beim Bremsen wird). Solche Situationen sind Kurven, die überraschend immer enger werden und in die man stark reinbremst und gleichzeitig noch mehr einlenken oder nachlenken muss. Da spürt man, dass das weitere Einlenken plötzlich nicht mehr so leicht ist und ein Widerstand da ist, das Rad weiter einzuschlagen. Das liegt daran, dass die Gabeln schon recht steif sind und sich zu wenig Verwinden und den Trail so wenig verkürzen. Wie gesagt, das ist bei den genannten Gabeln sehr selten mal zu spüren, aber es kann vorkommen.
Doppelbrückengabeln sind aber lateral noch mal viel steifer. Sie biegen sich beim Bremsen viel weniger durch, insbesondere Gaben von Kalibern einer Fox 40 oder nochmal krasser USD-Gabeln. Dadurch fällt der Effekt des verkürzenden Trails beim Bremsen weitestgehend weg. Der längere Trail durch einen kurzen Gabeloffset bleibt so erhalten und erschwert stark das Lenken während Bremsvorgängen. Die Bremse zieht also die Lenkung immer in die Mitte. Gerade bei Kurven, in die man einbremsen muss, ist das echt unangenehm.
Daher passt sehr kurzer Offset und Doppelbrücke nicht so gut zusammen. Es liegt an der lateralen Steifigkeit der Gabel, die sonst natürlich ihr größter Vorteil gegenüber einer Einfachbrücke ist.

Das Bild hilft vielleicht etwas:
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Edit: Der Herr von Geometron und Mojo Suspension heißt natürlich Chris Porter, ist korrigiert.
Und falls das noch nicht klar war: Mein Hinweis weiter oben mit Short-Offset-Gabeln mit kurzen Kettenstreben bezog sich darauf, dass hier an solchen Bikes die kurzen Gabel-Offsets am meisten Sinn machen, um Druck aufs Vorderrad zu bekommen. An einigen Bikes die auf diese Gabeln ausgelegt sind, kann es gerade in den größeren Rahmengrößen sonst zu wenig Druck auf das Vorderrad geben. Das wird halt dann schwierig mit Doppelbrücke. Deswegen müssten aus meiner Sicht Enduros mit Doppelbrücke Kettenstreben haben, die lang genug sind, so dass das Bike auch mit längerem Gabeloffset ausbalanciert ist und nicht "untersteuert".
 
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