Die reine Information, dass eine Zählvorrichtung 100x pro Wochenende passiert worden ist, hilft ja wenig.
Warum sollte das nicht hilfreich sein?
Es macht einen vorhandenen Bedarf greifbarer. Gerade im Umgang mit offiziellen Stellen können Zahlen ein Gewicht haben und die eigene Argumentation stärken. Wir wurden im Rahmen
unseres Trail-Projekts schon öfter nach den (erwarteten oder tatsächlichen) Nutzungszahlen befragt und konnten bisher nur wild spekulieren.
Ist so ein Zähler essentiell? Ich denke nicht.
Wenn wir der Meinung wären, dass wir soetwas
unbedingt benötigen, dann würden uns im Zweifel auch die hohen Kosten der kommerziellen Angebote nicht abschrecken. Aber interessant und hilfreich fänden wir die Daten schon. Daher suchen wir noch nach einer Lösung mit verträglichen Kosten, die zum erwarteten Nutzen passen.
Ist so ein Zähler genau? Kommt drauf an.
Man wird manche Trailnutzer vielleicht nicht erfassen (z. B. weil sie die Zählerstelle nicht passieren und anderswo einsteigen), andererseits werden sich ggf. auch Tiere, Wanderer, Fehlauslösungen oder sonstiges "Grundrauschen" in den Daten wiederfinden. Wobei ja auch z. B. Spaziergänger, Wanderer, etc. als berechtigte Trailnutzer einzustufen sind (
aber Dir brauche ich ja nichts zum Betretungsrecht erzählen 
), also streng genommen keine "Fehlauslösung" sondern valide Datenpunkte darstellen. Am Ende werden die Zahlen jedenfalls genauer, belastbarer und glaubwürdiger sein als alles, was wir bisher zusammenspekulieren.
Sind die Daten besser als Strava? Vermutlich schon.
Ich hatte ja oben schon geschrieben, dass nicht jeder Mountainbiker Strava nutzt und man manche Zielgruppen damit (größtenteils) verpasst. Im Vergleich zu den Strava-Zahlen haben wir aus anderen Trail-Regionen mit installierten Zählern gehört, dass Strava dort etwa 1/3 unter den selbst gemessenen Zahlen liegt.
Am Ende kann es einen Unterschied machen, ob
eine Zählvorrichtung 100x pro Wochenende passiert worden ist
oder ob es (in Strava) nur weniger als 70x war. Und man bekommt auch erst mal einen Eindruck davon, ob die eigene Spekulation überhaupt in der Nähe der Realität liegt und es in Wirklichkeit nicht nur 10 Passanten oder in die andere Richtung vielleicht sogar 500 Abfahrten waren.
Wenn man solche Daten dann noch detaillierter auswertet, dann könnte man z. B. auch die Planung von Trailbautagen mit Trailsperrungen danach ausrichten, dass man nicht unbedingt im beliebtesten Zeitfenster arbeitet.