FOX 36 Grip 2 -MY 2019-

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4) was würdet ihr an eurem Set-Up ändern, wenn ihr euren Sag korrekt eingestellt habt, aber bei ruppigen Wurzelpassagen (high speed Impacts) bei denen ihr den Lenker vor allem festhalten müsst, euren Federweg nicht richtig ausnutzt ? Sagen wir Steine / Wurzeln / Stufen von bis zu 15cm ohne aktive Fahrweise.

aktive Fahrweise
 

RockyRider66

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Fünf fahrwerksphilosophische Fragen und teilweise bezüglich der Grip 2. Ich will nicht euer Setup wissen, sondern einfach eure Meinung zu gewissen Umständen hören.
1) Wie viele Token für die Fox 36 unter Angabe des Federwegs (180 / 160)?
2) im Allgemeinen lieber ein überdämpftes (langsames) oder unterdämpftes (schnelles) Fahrtwerk (Rebrund!)
3) was sollte schneller sein (schneller ausfedern) der HSR oder der LSR und warum?
4) was würdet ihr an eurem Set-Up ändern, wenn ihr euren Sag korrekt eingestellt habt, aber bei ruppigen Wurzelpassagen (high speed Impacts) bei denen ihr den Lenker vor allem festhalten müsst, euren Federweg nicht richtig ausnutzt ?
5) HSC - wieso sollte man HSC verwenden? In welchen Situationen oder bei welchen Einflüssen wechseln Vorteil durch HSC?

Freue mich auf euere Antworten:winken:

Ich versuche es auch mal:

1) Grundsätzlich ist Anzahl der Torken mal vom Federweg abhängig da der Kolbenboden bei allen Federwegen auf gleicher Höhe bleibt- sprich das Volumen der Luftkammer ist bei der 36er konstant. Im Manual von FOX ist eine Spaceranzahl angegeben welche zu einer linearen Kennlinie führen. Daneben noch die Anzahl der maximalen Spaceranzahl für eine progressivere Kennlinie. Bei 170mm und 180mm wird kein Spacer mehr empfohlen. Ich fahre eine mit 180mm ohne Spacer, Durchschläge sind sehr selten.

2) Bei der Grip 2 ist der Rebound eine Konstruktion die sonst kein anderer Hersteller so hat, damit meine ich nicht nur dass man Highspeed und Lowspeed getrennt einstellen kann. Wenn man die Einstellung gemäß dem Manual vornimmt hat man schon einen sehr guten Ausgangswert der aber einen Parkplatztest nicht besteht weil das Vorderrad im Stand abheben kann. Und trotzdem läuft das Ding am Trail super.
Ich persönlich drehe die Lowspeed bei kaltem Wetter etwas weiter auf, bei Hitze etwas weiter zu. FOX hat im Manual übrigens angemerkt, dass sich die Empfehlungen auf 20° C beziehen. Im Allgemeinen mag ich keine superschnelle Zugstufe weil dadurch meine Hände und Arme schnell müde werden. Gefühlt springt das Vorderrad dann in Löcher was zu einer Art Rückprall führt.

3) Um zu entscheiden ob HRS oder LSR "schneller" sein sollte muss man erst einmal überlegen wer wann arbeitet. Die Zugstufe ist der Gegenspieler zur Feder, also dem Luftdruck. Und der Luftdruck verändert sich mit dem Maß mit dem die Gabel eingefedert ist. Dementsprechend federt die Gabel an jeder Stelle mit der gewissen Geschwindigkeit X aus, also im Vergleich zu den Druckstufen eher wegabhängig. Ist die Gabel max. eingefedert will sie mit max. Kraft/ Geschwindigkeit ausfedern, dabei arbeiten HSR und LSR. Sobald die Gabel etwa halb ausgefedert ist ist die Kraft/ Geschindigkeit so gering dass die HSR Feierabend macht, den Rest übernimmt dann die LSR alleine.
Um auf deine Frage "wer sollte schneller arbeiten" zurückzukommen: Bei Sprüngen (große tiefe Schläge) würde ich die HSR mehr zudrehen, auf Trails mit vielen Wurzeln (kleine schnelle Schlägen) würde ich die LSR auf die shcnelle Seite bringen.

4) Wenn du 3) verstanden hast, dann dürfte klar sein, dass die Einfedergeschwindigkeit schon mal nix mit der Zugstufe zu tun hat. Ergo ist das eine Sache der Druckstufen. Da die beiden voneinander abhängig sind (wenn eine ganz auf ist arbeitet die andere so gut wie garnicht) würde ich auf Wurzeltrails die LSC etwas aufdrehen. Einfach aus dem Grund weil über die LSC das Öl schneller fließen kann, hier ist kein vorgespannter Shim zu öffnen. Wenn du den Federweg mehr ausnutzen möchtest musst du beide Druckstufen parallel aufdrehen. WEnn deine Hände müde werden versuch mal Lenkergriffe mit kleinem Durchmesser.

5) Die HSC offen zu fahren bringt nix, hatte ich oben schon erklärt. Also beide Druckstufen parallel rausnehemn um die Gabel geschmediger zu machen. Das kann man bei der EVOL Luftkammer getrost machen, hier kommt schon viel Gegendruck her.
 
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Ich versuche es auch mal:

1) Grundsätzlich ist Anzahl der Torken mal vom Federweg abhängig da der Kolbenboden bei allen Federwegen auf gleicher Höhe bleibt- sprich das Volumen der Luftkammer ist bei der 36er konstant. Im Manual von FOX ist eine Spaceranzahl angegeben welche zu einer linearen Kennlinie führen. Daneben noch die Anzahl der maximalen Spaceranzahl für eine progressivere Kennlinie. Bei 170mm und 180mm wird kein Spacer mehr empfohlen. Ich fahre eine mit 180mm ohne Spacer, Durchschläge sind sehr selten.

2) Bei der Grip 2 ist der Rebound eine Konstruktion die sonst kein anderer Hersteller so hat, damit meine ich nicht nur dass man Highspeed und Lowspeed getrennt einstellen kann. Wenn man die Einstellung gemäß dem Manual vornimmt hat man schon einen sehr guten Ausgangswert der aber einen Parkplatztest nicht besteht weil das Vorderrad im Stand abheben kann. Und trotzdem läuft das Ding am Trail super.
Ich persönlich drehe die Lowspeed bei kaltem Wetter etwas weiter auf, bei Hitze etwas weiter zu. FOX hat im Manual übrigens angemerkt, dass sich die Empfehlungen auf 20° C beziehen. Im Allgemeinen mag ich keine superschnelle Zugstufe weil dadurch meine Hände und Arme schnell müde werden. Gefühlt springt das Vorderrad dann in Löcher was zu einer Art Rückprall führt.

3) Um zu entscheiden ob HRS oder LSR "schneller" sein sollte muss man erst einmal überlegen wer wann arbeitet. Die Zugstufe ist der Gegenspieler zur Feder, also dem Luftdruck. Und der Luftdruck verändert sich mit dem Maß mit dem die Gabel eingefedert ist. Dementsprechend federt die Gabel an jeder Stelle mit der gewissen Geschwindigkeit X aus, also im Vergleich zu den Druckstufen eher wegabhängig. Ist die Gabel max. eingefedert will sie mit max. Kraft/ Geschwindigkeit ausfedern, dabei arbeiten HSR und LSR. Sobald die Gabel etwa halb ausgefedert ist ist die Kraft/ Geschindigkeit so gering dass die HSR Feierabend macht, den Rest übernimmt dann die LSR alleine.
Um auf deine Frage "wer sollte schneller arbeiten" zurückzukommen: Bei Sprüngen (große tiefe Schläge) würde ich die HSR mehr zudrehen, auf Trails mit vielen Wurzeln (kleine schnelle Schlägen) würde ich die LSR auf die shcnelle Seite bringen.

4) Wenn du 3) verstanden hast, dann dürfte klar sein, dass die Einfedergeschwindigkeit schon mal nix mit der Zugstufe zu tun hat. Ergo ist das eine Sache der Druckstufen. Da die beiden voneinander abhängig sind (wenn eine ganz auf ist arbeitet die andere so gut wie garnicht) würde ich auf Wurzeltrails die LSC etwas aufdrehen. Einfach aus dem Grund weil über die LSC das Öl schneller fließen kann, hier ist kein vorgespannter Shim zu öffnen. Wenn du den Federweg mehr ausnutzen möchtest musst du beide Druckstufen parallel aufdrehen. WEnn deine Hände müde werden versuch mal Lenkergriffe mit kleinem Durchmesser.

5) Die HSC offen zu fahren bringt nix, hatte ich oben schon erklärt. Also beide Druckstufen parallel rausnehemn um die Gabel geschmediger zu machen. Das kann man bei der EVOL Luftkammer getrost machen, hier kommt schon viel Gegendruck her.

TOP erklärt!
 
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Danke für die Erklärungen, ist mir zwar alles sofort klar und logisch, tue mich da aber schwer selber drauf zu kommen.
Demnach wäre mein simpler Grip Dämpfer bei über 75kg wahrscheinlich oft unterdämpft, bei Wurzeltrails ggf.sogar super.
Der Hinterbaudämpfer ist auch "nur" ein DPS Evol LV 3pos und arbeitet sehr ähnlich, über LSC, LSR ist die Fuhre eigentlich sehr ruhig.

Ich hab kein Problem den Grip2 einzustellen, ob ichs brauche? Derzeit eher noch nicht so dringend, einfach teils anders fahren als mit optimal auf mich eingestelltem Fahrwerk mindert den Spaß wenig.
Geht erstmal drum die Technik und Vorteile zu verstehen.
 

RockyRider66

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Bei 75kg hast du genau das Fahrergweicht, welches als Mittelmaß bei den Herstellern angenommen wird.
Da passt das Grundsetup von Werk aus schon sehr gut.
 
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@Znarf : Danke für den Erfahrungsbericht zu den beiden 36er, sehr interessant.
Mal aus Interesse, hast du beim Setup die Empfehlung von Fox übernommen bzw. passt sie dir, oder bist du abgewichen ?

Ich bekomme schon immer Probleme mit krampfenden Händen bei langen Abfahrten ( egal ob Grip 2, Pike mit AWK ). Hab schon viel mit anderen Griffen ( ODI, Ergon, ESI etc. ) und unterschiedlichen Lenkern ( von 8 bis 16° ) herum probiert. Aktuell ist es schon deutlich besser geworden, leider noch nicht 100%ig weg. Eine >10 minütige Stage würde ich wohl nicht schaffen :heul:
 

RockyRider66

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@Znarf : Danke für den Erfahrungsbericht zu den beiden 36er, sehr interessant.
Mal aus Interesse, hast du beim Setup die Empfehlung von Fox übernommen bzw. passt sie dir, oder bist du abgewichen ?

Ich bekomme schon immer Probleme mit krampfenden Händen bei langen Abfahrten ( egal ob Grip 2, Pike mit AWK ). Hab schon viel mit anderen Griffen ( ODI, Ergon, ESI etc. ) und unterschiedlichen Lenkern ( von 8 bis 16° ) herum probiert. Aktuell ist es schon deutlich besser geworden, leider noch nicht 100%ig weg. Eine >10 minütige Stage würde ich wohl nicht schaffen :heul:
10min sind lang genug.
 

Asphaltsurfer

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@Znarf : Danke für den Erfahrungsbericht zu den beiden 36er, sehr interessant.
Mal aus Interesse, hast du beim Setup die Empfehlung von Fox übernommen bzw. passt sie dir, oder bist du abgewichen ?

Ich bekomme schon immer Probleme mit krampfenden Händen bei langen Abfahrten ( egal ob Grip 2, Pike mit AWK ). Hab schon viel mit anderen Griffen ( ODI, Ergon, ESI etc. ) und unterschiedlichen Lenkern ( von 8 bis 16° ) herum probiert. Aktuell ist es schon deutlich besser geworden, leider noch nicht 100%ig weg. Eine >10 minütige Stage würde ich wohl nicht schaffen :heul:
Es hat auch etwas mit Kraft in den Armen/Händen zu tun. Ich für mich konnte mit einem Gelball aus dem Sanitätshaus meine Handkraft nach einem Mittelhandbruch verbessern und habe weniger Probleme als vor dem Bruch.
 
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Bei 75kg hast du genau das Fahrergweicht, welches als Mittelmaß bei den Herstellern angenommen wird.
Da passt das Grundsetup von Werk aus schon sehr gut.
Na hab ich eben nicht, ich sagte ja über 75kg ;-)
Leider deutlich, ganz genau 88.

Ich denke eine Grip 2 wäre mir das Geld wert, weniger Dämpfung bedeutet auch teils weniger Grip oder nicht?
Mit dem Midvalve hast du recht, der Kolben und Grundaufbau sieht zwar auf dem Fox Zeichnungen eher gleich aus, aber die Midvalve Shims gibt's nicht.

Muss mir dazu noch was anlesen oder mal testfahren, aber verstehe das erstmal als Hilfe um bei Stufen und Sprüngen etwas weniger im Federweg einzutauchen?
 

Znarf

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@Znarf : Danke für den Erfahrungsbericht zu den beiden 36er, sehr interessant.
Mal aus Interesse, hast du beim Setup die Empfehlung von Fox übernommen bzw. passt sie dir, oder bist du abgewichen ?

Ich bekomme schon immer Probleme mit krampfenden Händen bei langen Abfahrten ( egal ob Grip 2, Pike mit AWK ). Hab schon viel mit anderen Griffen ( ODI, Ergon, ESI etc. ) und unterschiedlichen Lenkern ( von 8 bis 16° ) herum probiert. Aktuell ist es schon deutlich besser geworden, leider noch nicht 100%ig weg. Eine >10 minütige Stage würde ich wohl nicht schaffen :heul:

@Chef: Gerne!

Grundsätzlich habe ich das Fox Standardsetup gewählt und von da ausgehend einige, kurze mir gut bekannte Trailabschnitte mit unterschiedlichem Charakter (schnelle Wurzeln, Stufen, steil, Senke und Sprünge) mehrfach gefahren und jeweils einen Parameter angepasst, bis es grob gepasst hat. Es ist relativ nah am Fox Setup. Müsste aber mal genau Klicks zählen. Ich stelle eher nach Gefühl ein. Temperatur und Höhe über n.N. funken sonst immer dazwischen...
Ebenso mit dem Dämpfer, Float X2.

Wenn man an den Druckstufen etwas ändert, wirkt sich das für mich auch immer sehr stark auf den Dämpfer respektive die Gabel aus, eine gute Balance bringt mir da das meiste Wohlgefühl.

Bezüglich Armpump ist für mich neben Fahrwerkssetup die anatomisch genau passende Anatomie des Cockpits entscheidend. Bremshebelstellung, Kröpfung, Höhe, Vorbaulänge und Griffe müssen passen. Und die Bremse muss gut ziehen. Eine ZEE oder Saint ist da kraftsparender als eine maue XC-Bremse.

Thema Griffe (auch wenns nur peripher zur Grip2 passt):
Bei den Griffen ist für mich weich und großer Durchmesser deshalb top, weil ich relativ lose um den Griff greifen kann und dennoch nicht abrutsche. So wie wenn man etwas Fragiles in der Hand hält und es gut festhält, ohne es jedoch zu zerquetschen.

Das bekomme ich nur dann gut hin, wenn ich keine Angst habe. Bei den ESI-Griffen spüre ich den Lenker durch, wenn ich den Todesgriff aus Panik mache - mit etwas Übung schaffe ich es jetzt immer besser, genau dann durchzuatmen und lockerer zu greifen, wenn ich traditionell den Klammergriff gemacht habe. Und da haben die ganz dicken ESIs mehr „Traktion“ als dünne, harte Griffe. (die sich natürlich präziser greifen) Handschuhgröße 8,5.

Der indirektere Input ist gefühlt kein Problem, ich kann dafür die Gabel etwas härter oder mit mehr LSC fahren.
Ebenso kann ich ein etwas lineareres, dafür strafferes Grundsetup fahren. Die kleinen Stöße kommen etwas stärker durch, dafür werden die groben Brocken gemildert und die Energie wird gleichmäßiger verteilt/umgewandelt.

Armpump ist seitdem in den Fingern, Handgelenken und Unterarmen deutlich geringer. Training bringt aber natürlich definitiv einen massiven Unterschied. Und in Summe machen die ganzen kleinen Mosaikteilchen dann das Gesamtpaket „besser“.

Die Grip2 macht natürlich nur Sinn, wenn man sich Zeit nimmt und das Teil gut einstellt. Für viele Leute ist eine Grip oder Fit4 vermutlich nicht viel schlechter und deutlich einfacher im Setup.

In jedem Fall finde ich es top, dass die Fox-Empfehlungen fürs Basissetup mittlerweile so brauchbar sind. Das spart viel Zeit und hat dererseits sicher einiges Ausprobieren erfordert.
 
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Bremse ist schonmal kein Kraftakt, XT 4Kolben.
Danke für die Ausführungen zu den Griffen, kostet wenig, hab eh noch die Werksgriffe dran, dünn, griffig, aber hart.

Die Grip2 macht natürlich nur Sinn, wenn man sich Zeit nimmt und das Teil gut einstellt. Für viele Leute ist eine Grip oder Fit4 vermutlich nicht viel schlechter und deutlich einfacher im Setup.
Wenn ich die Beschreibung und Testfahrt zur Grip2 bei Pinkbike lese, bedeutet zu wenig HSR auch schlechte Traktion?
Die Werkseinstellung auf Standard dauert ja nicht, wenn die einfache Kartusche nur auf viel weniger Federhärte abgestimmt ist als ich brauche sicher ein Gewinn.
Bin halt noch kein 2radfreak, stelle ich mir vor wie Auto mit Sportfedern und Seriendämpfer, ja im Ersten noch sehr komfortabel aber man merkt das Überschwingen und schnell fahren mal keinen Spaß.
Bei der Grip ist ja auch wenigstens der einfache Reboundeinsteller das Ganze wenigstens einzugrenzen.
 
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Bremse ist schonmal kein Kraftakt, XT 4Kolben.
Danke für die Ausführungen zu den Griffen, kostet wenig, hab eh noch die Werksgriffe dran, dünn, griffig, aber hart.


Wenn ich die Beschreibung und Testfahrt zur Grip2 bei Pinkbike lese, bedeutet zu wenig HSR auch schlechte Traktion?
Die Werkseinstellung auf Standard dauert ja nicht, wenn die einfache Kartusche nur auf viel weniger Federhärte abgestimmt ist als ich brauche sicher ein Gewinn.
Bin halt noch kein 2radfreak, stelle ich mir vor wie Auto mit Sportfedern und Seriendämpfer, ja im Ersten noch sehr komfortabel aber man merkt das Überschwingen und schnell fahren mal keinen Spaß.
Bei der Grip ist ja auch wenigstens der einfache Reboundeinsteller das Ganze wenigstens einzugrenzen.

So ungefähr kannst du dir das vorstellen.
Keine gute Feder oder keine gute Dämpfung alleine macht keinen Sinn.
Das muss immer aufeinander abgestimmt sein.
Wie du schon schreibst, ist der Vergleich zu Tieferlegungsfedern im Auto ganz gut.
Da solche Federn dann auch härter sein müssen (der fehlende Federweg muss ja kompensiert werden) ist auch immer eine straffere Dämpfung (zumindest die Zugstufe) nötig, damits nicht zu viel Rückschlag gibt, was dann natürlich auch zu Gripverlust führt.
In wie weit man dann noch eine straffere Druckstufendämfung braucht, hängt von der Strecke ab (Stufen, Wellen, Senken, etc.). Und natürlich auch von eigenen Vorlieben. (Und beim Auto auch von der Härte des Stabis.) :lol::daumen::D

Und genau das was ich oben geschrieben habe, hat bei mir dazu geführt, das ich fast wieder bei der Empfehlung von Fox gelandet bin. :lol::daumen::bier:
Alles andere war zwar fahrbar, und hatte auch in unterschiedlichen Passagen (Wurzeltrails, Senken, o.ä.) vereinzelt Vorteile, aber im gesamten Spektrum war dann die straffe Empfehlung von Fox auch die, die am meisten Sicherheit und damit auch Speed vermittelte.
 
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Ok beim Auto, oder auch Motorad auf der Straße brauch ich keine übermäßige Druckstufe.
Sportdämpfer sind da eher nervig.
Etwas straffer und mehr Zugstufe ist sehr angenehm.
Soweit kommt einem der simple Dämpfer erstmal gut vor.

Beim Gelände kommt dazu was du sagst, steiles mit Stufen oder Steinen oder Wurzeln mit Loch dahinter und anschließende Kurve kommt zu weich vor.
 
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Beim Gelände kommt dazu was du sagst, steiles mit Stufen oder Steinen oder Wurzeln mit Loch dahinter und anschließende Kurve kommt zu weich vor.

Richtig, und genau diesen Spagat finde ich, schafft die Grip2 wie keine andere.
Und klar, wird es immer zu einem Gewissen Teil ein Kompromiss sein.
Ich finde es auch einfach toll, wie man damit der Gabel förmlich "spielen" kann. :daumen::D
Neben "meiner" Grundeinstellung mit der ich im Grunde überall zufrieden bin, macht es doch Spaß, wenn ich z.B. auf ner Heimrunde mit einigen Wurzeltrails, aber ohne größere Stufen oder Sprünge, die LSC einfach mal zwei Klicks zu öffnen, und die Gabel "schluckt" die Wurzeln spürbar besser. :daumen:

Die Dämpfung im Auto ist allerdings nur in so fern zumeist einfacher zu händeln, weil eigentlich keine Dämpfer angeboten werden, die eine Einstellung wie die Grip2 überhaupt ermöglichen. :(
Nach 20 Jahren Nordschleife kann ich dir sagen, dass es auch (bzw. gerade) da Stellen gibt, die mehr (z.B. Fuchsröhre) oder auch weniger Druckstufe (z.B. Wippermann) vertragen könnten. :daumen::bier:
 
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Da ich denke, dass es keinen allgemeinen Thread zur Gabel gibt, frag ich einfach hier mal, wenns nicht passt, darf die Frage gern verschoben werden.

Derzeit überlege ich, eine 36er Grip2 zu kaufen. Für mein Stanton Switch9er Hardtail. Derzeit ist eine 140mm 2015er Pike verbaut, gut serviciert, gut eingestellt.
Bin nicht der große Könner, hab aber viel Spaß am radln, war mit dem Stanton jetzt auch eine Woche in Finale.
Dachte mir schon länger, dass ich mit der Pike nicht ganz glücklich bin und gern was besseres hätt (ja klar, davon passiert viel im Kopf) und jetzt nach Finale denk ich es mir noch mehr. Gerade beim Hardtail finde ich, dass die Gabel wirklich das Optimum sein sollte, ich will bei schnellen Bremswellen gut zurecht kommen, will den Federweg optimal nutzen, will Reserven, will Feingefühl. Bilde mir ein, das alles mit einer 36er Grip2 erreichen zu können.

Hat wer Erfahrung mit so einem Setup? Also 140mm 36er Fox im Hardtail. Oder ist das sowieso kompletter Overkill?

Danke!
 

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Also ich denke da solltest du die Hinterradfederung auch anpassen. Sonst geht's dir wie mir nach Little Champery und Madonna letz Jahr mit Hardtail: halbes Jahr Knieschlackler.
Aber kann natürlich an der Pike gelegen gaben. :ka:
 

Sadem

Hans Dampf
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Denke auch dass es Overkill ist. Die Fox kann Sachen in einer Geschwindigkeit Wegschlucken, die du nie erreichen wirst, weil dich das Hinterteil einfach limitiert.

Ich fahr auch noch ein 120mm Trail Hardtail mit Performance 34er. Das langt mir wunderbar. Fahre die gleichen Trails aber halt langsamer. Ne Sänfte wird das Hartdtail nie, egal wie gut die Gabel ist.
 
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Denke auch dass es Overkill ist. Die Fox kann Sachen in einer Geschwindigkeit Wegschlucken, die du nie erreichen wirst, weil dich das Hinterteil einfach limitiert.

Ich fahr auch noch ein 120mm Trail Hardtail mit Performance 34er. Das langt mir wunderbar. Fahre die gleichen Trails aber halt langsamer. Ne Sänfte wird das Hartdtail nie, egal wie gut die Gabel ist.

Die Illusion der Sänfte hab ich auch nicht. Ich möcht nur vorne das Optimum, dass das Gesamte vom Hinterbau limitiert wird, ist mir vollkommen klar


Die Überlegungen gehen aber auch Richtung 34er, Selva und MRP. Ist halt einiges an Kohle um das es da geht, da möcht ich möglichst gut informiert an die Sache heran gehen.
 
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Asphaltsurfer

George Carlin answers your questions
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Warum tunst du nicht deine Pike? Die Basis ist doch brauchbar! AWK, Tuning-Kartusche...
Sicher billiger, als eine Fox 36 oder Selva usw.
 

RockyRider66

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Die Illusion der Sänfte hab ich auch nicht. Ich möcht nur vorne das Optimum, dass das Gesamte vom Hinterbau limitiert wird, ist mir vollkommen klar


Die Überlegungen gehen aber auch Richtung 34er, Selva und MRP. Ist halt einiges an Kohle um das es da geht, da möcht ich möglichst gut informiert an die Sache heran gehen.
Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass mein Bruder die Grip2 in seinem Hardtail nachgerüstet hat und ist begeistert.
Gerade weil das Teil so sauber hoch im Federweg steht ändert sich die Geo des Bikes nur wenig.

Und schnell ist der Sauhund auch damit....
 
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Aber ansich ist die Pike ja auch nicht schlecht.
Der neue Charger 2.1 ist wahrscheinlich ähnlich gut wie der Grip 2?
Debonair Feder und Evol werden auch ähnlich arbeiten, oder?
Kann man vielleicht ebenso nachrüsten wie manche 36er hier.
 
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