Gravel Bike die richtige Wahl? Mit oder ohne Umwerfer 1x11 vs. 2x11?

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Hi Leute,

ich bin oder war Hardtail MTBler. Einfach aus dem Grund, weil das den größten Querschnitt abdeckt und ich damit alles machen kann, was ich möchte. Aber irgendwie auch nix so richtig optimal. Mittlwerweile denke ich, dass Fahren noch mehr Spaß macht, wenn ich lieber zwei Räder anschaffe, die spezieller zu dem passen was ich machen möchte.

Für Trails usw. gibt es irgendwann ein Fully, darum soll es hier aber nicht gehen.

Für alles andere möchte ich ein Bike, das am besten zu meinem Anforderungsprofil passt.
  • Ich will sportschlich unterwegs sein. Wobei ich die Straße so gut es geht meide. Da ich in einer ländlichen Gegend wohne ist das kein Problem. Es gibt viele Radwege, Wirtschaftswege und gut ausgebaute Waldwege. Wobei auch bei den Radwegen immer wieder Schotterwege dabei sind (darum scheidet ein reines Rennrad aus).
  • Eine Verteilung Asphalt / Schotter ist schwierig. Ich würde grob schätzen 60% Asphalt 40% Schotter.
  • Das Bike soll einerseits ein Sportgerät sein, aber soll am Wochenende auch mal für Ausfahrten und Tagesausflüge >=100 km genutzt werden können.
Aufgrund der genannten Punkte gibt es wohl grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
  1. Ein Gravel Bike deckt meine Anforderungen wohl am besten ab?!
  2. Ein Rennrad mit breiteren Reifen.
Da ich wie gesagt nur MTB Erfahrung habe, wollte ich mal nachfragen, ob ihr meine Einschätzung teilt?
Bei der zweiten Möglichkeit weiß ich auch nicht, ob RR-Gabeln überhaupt breite Reifen zulassen? Und, welche breiten sinn machen (32, 35, 38 mm)?

Was mir ebenfalls Kopfzerbrechen bereitet ist die Schaltung. Was passt zu meinem Anforderungsprofil besser? Mit einem oder zwei Kettenblättern vorne? Bei der Einfachgruppe habe ich Angst, dass mir die Gänge ausgehen. Wie schnell kann man mit 1x11 fahren? Was ist bergauf besser bzw. womit hat die kleineren Gänge? Vermute ich richtig, dass ich mit 2x11 kleiner und größere Gänge als mit 1x11 habe?

Aufgrund dieser Unsicherheiten (und meines gefährlichen Halbwissens) bin ich im Moment auf 2x11 festgelegt. Dadurch ist die sowieso schon geringe Auswahl nochmal sehr stark eingeschränkt.

Folgende Räder sind in meiner näheren Auswahl. Ihr dürft gerne noch mehr vorschlagen oder auch von dem ein oder anderen Modell abraten:
  • Canyon Grail AL 7.0
  • Rose Backroad GRX RX810 (das kann man beim Bestellvorgang auf 2x11 umrüsten)
  • Canyon Grail CF 8.0
  • Rondo Ruut AL 2 Gravel Plus (leider 1x11)
  • Bergamont Grandurance 6 (leider 1x11)
  • Bergamont Grandurance Expert
 

Micha0707

Deathlike Silence
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Da sind wir wieder bei der Budgetfrage. So wie ich sehe ist dein Budget <2000€. Da gibt es eine große Auswahl ein Rädern, die viel können. Wichtig wäre es zu wissen, was du ein Reifenbreite fahren möchtest. bis 32mm macht heutzutage fast jedes Rennrad mit Disc. Das Focus Paralane macht 35mm, das Trek Domane sogar bis 38mm.

Eine weitere Frage ist, wie sportlich du sitzen kannst. Natürlich kann man alles mit maximaler Spaceranzahl und hochgedrehten Vorbauten passend machen, beraubt dem Rad aber der angedachten Geometrie und sieht kagge aus.
 
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Der Sweetspot - zumindes soweit ich es überblicke - sind ca. 1800€ (Preis vom Grail AL). Wenn ich optisch und von der Ausstattung das perfekte Bike finde, wären maximal bis zu 2800€ möglich (Preis vom Grail CF 8.0).

Das mit der Reifenbreite kann ich aufgrund nicht vorhandener Erfahrung nicht sagen/einschätzen. Ich kenne nur die standard MTB Reifen. Gleiches gilt für die Sitzposition. Aber ich denke eine komfortable Sitzposition ist mir wichtiger als eine möglichst sportliche.
 
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Definiiv 2x11 bei der Beschreibung.
Beim zügig in der Ebene fahren sind kleine Gangsprünge essentiell um lange Leistung bringen zu können.
Da ist eine Zweifachschaltung einfach besser, weil du eine klein abgestufte Kassette fahren kannst und trotzdem dank der Kettenblätter einen breiten Bereich abdeckst.

Für den kleinsten Gang ist es zunächst unerheblich, ob du ein-fach oder zwei-fach unterwegs bist.

Das Grail finde ich super. Ich würde die Alu-Variante nehmen, die gefällt mir besser.
Da muss man aber berücksichtigen, dass das Grail etwas sportlicher ausgelegt ist. Ich finde das gut.
Das Rose Backroad ist auch super. Hier ists auch ein bisschen eine Frage von Optik und Bauchgefühl.
 
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Ich bin auch für andere Vorschläge offen. Bin noch nicht festgelegt.

Das Canondale Topstone 105 (Alu bzw. Carbon) sieht auch interessant aus. Hat aber eine 105er Schaltung.

Da liege ich leider genau zwischen 55cm und 57 cm bzw. etwas mehr bei 57cm. Auch wieder so ein Unsicherheitsfaktor...

Außerdem wollte ich GRX.
Das geht mir ähnlich. Leider ist man dadurch recht stark eingeschränkt.

Ich würde die Alu-Variante nehmen, die gefällt mir besser.
Mir gefällt die CF Variante optisch besser. Allerdings schreckt mich ab, dass der Lenker nicht rund ist. Somit wird es schwierig einen Tacho, Licht usw. anzubringen. Leider sind die Lieferzeiten von Canyon der Hammer...

Wie ist das eigentlich mit Carbon Rahmen? Die waren zumindest früher mal relativ anfällig, ist das immernoch so? Oder gibts da bei der Lebensdauer und Robustheit keine nennenswerten Unterschiede zu einem Alu Rahmen?
 
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Beim Bergamont passen leider auch nur Reifen bis 37mm. Wenn ich andere Hersteller anschaue, scheint 40mm Standard zu sein.
Und scheint auch nicht Tubeless Ready zu sein.
 
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[…] dass der Lenker nicht rund ist. Somit wird es schwierig einen Tacho, Licht usw. anzubringen.
Das ist kein Argument. Da lassen sich alle Sachen wunderbar anbringen.
Habe auch gedacht, dass das Probleme macht, bin aber bei meinem RR mit Vorbau-Lenker-Einheit eines besseren belehrt worden. Kein Thema :)

Wie ist das eigentlich mit Carbon Rahmen? Die waren zumindest früher mal relativ anfällig, ist das immernoch so? Oder gibts da bei der Lebensdauer und Robustheit keine nennenswerten Unterschiede zu einem Alu Rahmen?
Naja, früher ist dann auch 20 Jahre her…
Man muss sich mal vor Augen halten, dass heutige Aluparts mitunter auch auf Leichtgewicht getrimmt sind und dadurch keinen deut stabiler mehr sind. Es kann stabile Alurahmen geben, es gibt aber auch echte Coladosen, die genau wie Carbon in eine Richtung belastet stabil sind und in die 90° versetzte Richtung äußerst fragil.

Letztlich bleibt es eine Frage von Geschmack und Einsatzzweck.
Als Straßenrad hab ich mir ein Carbonrad gekauft und würde das wieder tun.
Meinen Crosser, den ich als Trailtouren-Rad nutze, habe ich bewusst in Alu und mit billigster Schaltgruppe gekauft. Da tuts nicht weh, wenn ich an ner Wurzel hängen bleibe und mich maule oder mir das Schaltwerk abreißt.


Cannondale Topstone ist keine schlechte Idee, da es auch von der Geo gemäßigter ist.
Dann könntest du dir auch mal das Orbea Terra anschauen oder die Räder von Müsing (Ranger glaube ich).
 

stuhli

nuff - nunner - noi - naus
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Gleiches gilt für die Sitzposition. Aber ich denke eine komfortable Sitzposition ist mir wichtiger als eine möglichst sportliche.
Sportlich muss nicht unkomfortabel sein. Auf einem Rennrad oder Gravelbike ist es nur eine andere Sitzposition als auf dem MTB. Nach jahrelanger MTBlerei musste ich mich auch erst wieder an das gestrecktere Sitzen gewöhnen. Anfangs auch kurz gesessen hatte ich immer Rückenschmerzen, weil es eben ein statischeres Sitzen ist. Vorbau länger und tiefer und siehe da - nix mehr Rücken.

Ob jetzt 1x11 oder 2x11 kannst Du evtl. nach diesem Video selbst besser einschätzen. Shimano bietet da mit der GRX eine gute Auswahl und die Ergonomie der Hebel ist klasse. Bei nur einem Rad würde ich 2x11 nehmen. Einige Leute haben zu dem Gravelbike noch ein Rennrad und nehmen dann 1x11 Gravel und 2x11 Renner

 
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Da lassen sich alle Sachen wunderbar anbringen.
Der RR Lenker ist nochmal ein anderer. Mir fehlt da leider die Phantasie, wie das gehen soll. Könntest du da etwas konkreter werden?

Bei meinem geplanten Einsatz ist eine 2fach-Gruppe wohl das Beste. Und ich glaube ich bin unterbewusst auch schon auf GRX festgelegt...

Anfangs auch kurz gesessen hatte ich immer Rückenschmerzen
Woruf muss ich achten, damit ich kein Rückenschmerzen bekomme, die habe ich nämlich auch ohne Fahrradfahren schon zu häufig...
 

stuhli

nuff - nunner - noi - naus
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Pälzer im Exil
Woruf muss ich achten, damit ich kein Rückenschmerzen bekomme, die habe ich nämlich auch ohne Fahrradfahren schon zu häufig...
Dann wirds durchs Radfahren nicht besser. :lol:

Spaß beiseite....gezieltes Rückentraining hat mir geholfen. War HIER ein knappes Jahr ein bis zweimal pro Woche und das hat mir sehr gut geholfen. Bei der Sitzposition würde ich drauf achten nicht zu kurz zu sitzen, damit Du keinen Buckel machst. Und das hat nichts mit Sattelüberhöhung zu tun, sondern mit der Oberrohrlänge. Fachleute reden da von Reach

@*Trailsurfer Jou, PlanetX wollte ich auch ins Spiel bringen. Fahre ja selbst das Goldrush und bin schwer begeistert von dem Hobel.
 
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Rückenfit-Kurs besuchen, Übungen lernen, zuhause alle 2 Tage 10 Minuten machen…übliche Büro-Rückenprobleme adé.


Zum Lenker:
Egal ob Hoverbar oder Canyon-Cockpit, die Form des Gestänge ist praktisch gleich.
Da kann man aber problemlos Lampen anbringen, Tachos und weiss der Geier was noch.

Meine Lampen, die für einen runden Lenker gedacht sind, bekomme ich da Problemlos montiert.
Sind Sigma-Lampen mit Gummiband zum Verschließen. Einfach ein bisschen probieren und tüfteln.
 

NinjaNina

Rennsemmel
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Spaß beiseite....gezieltes Rückentraining hat mir geholfen. War HIER ein knappes Jahr ein bis zweimal pro Woche und das hat mir sehr gut geholfen.
Wurde hier im Forum ja schon oft genug geschrieben: Yoga hilft total - davon profitiert man für alle Sportarten, die man so treibt. Es hilft bei diversen Problemen, die sich durch einseitige Bewegungen/Belastungen ergeben und vor allem bei Verkürzungen und Verspannungen die zB so ein Bürojob mit sich bringt.

Ich feier auch total, wie viele Männer hier schreiben, dass sie Yoga als Ausgleich bzw. gegen Beschwerden machen. ?

Es gibt im Netz diverse Leute, die Gratis-Videos anbieten. ZB:
Ich verstehe voll, wenn einem dieses Influencer-Gute-Laune-und-Mindfulness-Ding zu viel ist, aber aus rein gesundheitlicher Sicht haben mir die Videos viel gebracht.

Einige Yogalehrer bieten Live-Video-Kurse in Zeiten von Corona, zB eine Bekannte von mir bietet Yoga for Cyclists an: https://thedown.dog/
Aber es gibt da unzählige Möglichkeiten...
 
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Mady ist absolute klasse!!!!

BTW: steh auch gerade vor der Entscheidung.... GRX 2fach oder 1fach? —> soll u.a. auch zum Bikepacking auf Reisen genutzt werden.
 
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Mady ist absolute klasse!!!!

BTW: steh auch gerade vor der Entscheidung.... GRX 2fach oder 1fach? —> soll u.a. auch zum Bikepacking auf Reisen genutzt werden.
Da man mit beiden GRX-Schaltwerken eine 40er Kassette verbauen kann und man damit eine Entfaltung von 558% hat, würde ich für Gepäck und Radreisen die 2-fach nehmen. Selbst bei einer 46er Kassette bräuchtest du ein 34er Kettenblatt, um unten heraus noch bergtauglicher zu werden und dann fehlt dir ggf. oben heraus etwas.
 
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Mady ist absolute klasse!!!!
Absolut !

BTW: steh auch gerade vor der Entscheidung.... GRX 2fach oder 1fach? —> soll u.a. auch zum Bikepacking auf Reisen genutzt werden.
Die Frage lautet dann immer was du eine Spreizung und Abstufung du brauchst .
Wenn du bergab sowieso nicht den Drive hast ab 40 mitzutreten , sondern einfach Gefälle runtersurfst und/oder dich 2er Schaltschritte in der Ebene nicht stören reicht einfach völlig .

Ist dir nur ein Punkt davon wichtig wird dich 1fach eher nerven .
 
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Hallo,
bei 1x11 habe ich die Wahl zwischen ausreichender Bandbreite (z.B. 10-42er Kassette oder noch mehr) oder enger Abstufung/kleinen Schaltschritten (z.B. 11-32 Kassette oder noch enger).
Bei 2x11 kann ich beides (halbwegs) zusammenbringen - "brauche" ich beide Extreme (Berggang für 25%und Mittreten bei 60+ km/h), klappt das mit den kleinen Schaltschritten auch nicht mehr ...
Viele Grüße
 
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