Gravel-Geometrien und Verständnisprobleme Drop Bar

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Nimm einen Flatbar mit meinetwegen 50 cm Breite, dann dürfte Dein Griff ungefähr so breit sein wie an einem Rennlenker. Bring den Lenker an die Position im Raum an der auch der Griff im Unterlenker wäre und nimm die gleiche Körperhaltung ein wie eben im Unterlenker. Die Aerodynamik wäre identisch. Der Verbiegungsgrad des Lenkers ist nicht relevant.

Sag, bist du eigentlich schon mal mit Rennlenker gefahren?
 

scylla

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Wenn das Vorderrad noch weiter weg wäre, müsste ich mich wahrscheinlich mit dem Bauch über den Lenker hängen um das unten zu halten während ich am Lenker zerre, während das Hinterrad vollkommen unbelastet durchdreht. Bei Wurzeln oder Stüfchen bergauf im Stehen weiß ich jetzt schon nicht so recht wie ich das machen soll, irgendwie bin ich immer zu langsam dabei, mich neu auszurichten, wenn das Vorderrad oben ist und das Hinterrad Grip braucht.
Ich glaube Wiegetritt steil bergauf ist ungefähr der einzige Anwendungsfall, wo mir ein kurzer Radstand tatsächlich angenehmer vorkommt, je größer der Radstand desto weniger gut krieg ich das gebacken mit dem passenden Belasten beider Räder :ka: Aber naja, ist mir eh nicht ganz so wichtig, ich kurbel sowieso lieber im Sitzen und im kleinen Gang wo das möglich ist, von daher verkraftbares Problem.


Was für einen Sitzwinkel hast du @scylla und bw. Welchen Unterschied merkst du beim Treten im Vergleich zu klassischen Werten - siehe dein Renner bw. alten Crosser ?

75,x°
Unterschied merke ich insofern keinen, weil das noch innerhalb des Bereichs ist, wo ich mittels der Sattelstellung meine präferierte Tretposition einstellen kann. Sprich ich hab einfach den Sattel weiter nach hinten geschoben als am Crosser.
 
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Wenn das Vorderrad noch weiter weg wäre, müsste ich mich wahrscheinlich mit dem Bauch über den Lenker hängen um das unten zu halten

Ich glaube dir das es so ist aber es leuchtet mir nicht ein warum .
Mit einer Federgabel wäre der Stack höher und das VR noch weiter weg ohne daß das Problem auftreten würde .
Evtl solltest dich auf den steileren Sitzwinkel einlassen und den Sattel nach vorne schieben um die Randlastverteilung zu verbessern ?
 

scylla

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Ich glaube dir das es so ist aber es leuchtet mir nicht ein warum .
Mit einer Federgabel wäre der Stack höher und das VR noch weiter weg ohne daß das Problem auftreten würde .
Evtl solltest dich auf den steileren Sitzwinkel einlassen und den Sattel nach vorne schieben um die Randlastverteilung zu verbessern ?

Ich denke es hängt auch mit dem kurzen Vorbau zusammen, durch den das Vorderrad einiges vor dem Lenker ist. Dadurch muss ich in Relation zum Lenker in eine andere Position im Vergleich zum Crosser mit dem ellenlangen Vorbau, steilen LW und kurzen Radstand. Dazu kommt dann eben noch der "weitere Weg" zwischen Vorder- und Hinterrad, so dass ich weiter zurück muss um das Vorderrad ein Stüfchen hoch zu bekommen, weiter vor um das Hinterrad hinterherzuziehen, und dann wieder weiter zurück um wieder Grip ans Hinterrad zu bekommen zum weiterfahren. Das ganze im Stehen während ich alles ausbalanciere, kaum die Kurbel runtergewürgt bekomme, dabei unwillkürlich doof am Lenker rupfe um gegenzuhalten, und die ganze Haltearbeit aus dem Rumpf leiste... das bekomm ich einfach nicht gut geregelt. Liegt wohl zum großen Teil an mir, aber mit der Crossergeo geht das trotzdem leichter.
Mit Federgabel und langem Radstand an meinem Enduro-HT hab ich genau das gleiche Problem, eher noch mehr weil da ein Flatbar dran ist, der da noch viel weniger hilfreich ist als der Rennbügel vorne an den Hoods gegriffen.
Im Sitzen bekomm ich das eh irgendwie besser hin, vermutlich weil ich mich mehr aufs Fahren und Kurbel würgen konzentrieren kann, statt von dem Oberkörpertraining im Wiegetritt abgelenkt zu sein.
Sattel nach vorne ist bei mir kontraproduktiv. Wenn ich dauerhaft zu viel von vorne trete, bekomme ich Knieschmerzen. Da rutsche ich lieber wenns steil wird mal kurz auf der Sattelnase rum und hab dafür aber im Normalfall den Sattel so, dass ich lange problemlos kurbeln kann.

Ich wollte jetzt auch garnicht lange über irrelevante Wiegetritt-Probleme rumlamentieren. Wie gesagt, interessiert es mich eigentlich sowieso nur am Rande. War nur eine Anmerkung weil es mir halt aufgefallen ist. Ein Kompromiss ist eben immer dabei, und wenn ich ein elendslanges Front-End machen möchte, dann muss ich halt damit rechnen, dass das an vielen Stellen Auswirkungen hat, positive wie negative. Wenn ich die Sache mit einem Custom-Rahmen angehen würde, dann würde ich vermutlich bei den Kettenstreben 5mm draufschlagen, also 430 statt 425mm.
 
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Okay , ist denke ich eine individuelle Geschichte .
Ich kann mit neueren Geometrien ehrlich gesagt besser klettern weil ich mich ausgewogener zw. den Rädern wiederfinde .
 
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McDreck

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Muss nicht sein, denke ich. Hinten lang genug reicht. Vorne so viel Raum, dass man sich nach vorne lehnen kann.
 

scylla

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Hab grad mal nachgemessen weil es mich jetzt "akademisch" interessiert:
Das Monstergravel hat ca 10cm längeres Front-Center, dafür 1cm kürzere Kettenstreben, (und einen 8 cm kürzeren Vorbau) als der alte Gravelcrosser. Das führt schon zu einer merkbar anderen Radlastverteilung. Ich würde jetzt mal nicht ausschließen, dass man das bergauf im Stehen genauso merkt wie bergrunter im Stehen.
 
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Mußte an deiner Beschreibung denken heute .
War drei Käffer weiter das Lieblingsmüsli für das Lieblingskind besorgen und bin spontan noch ein paar Hm auf dem Rückweg gefahren , der Schlussanstieg geht etwa 300m richtig steil auf losen Untergrund .
Da war beim 4One keinerlei Tendenz zu steigen , trotz voller Messenger Bag die zusätzlich nach hinten gezogen hat .

Überhaupt , was für ein wahnsinns Rad . Wen man es braucht ist es ein Hardtail nur damit es sich ein paar Minuten später in einen Streetracer verwandelt . Es ist immer das Bike da das man gerade braucht , verrückt :)
 

McDreck

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Der Youtube-Algorithmus ist schon was faszienierendes...


Ich habs noch nicht probiert auf die Methode. Man sollte vielleicht vorher etwas eincremen hintenrum. ;)
 
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