Graveltour für den Urlaub

Dabei seit
16. Juni 2011
Punkte Reaktionen
613
Moin,

ich wollte diesen Sommer mit dem Gravel per Bikepacking für 1-2 Wochen in die Alpen fahren. Ursprünglich wollte ich die Via Claudia Augusta fahren aber wenn ich die Möglichkeiten sehe, vom Endpunkt wieder zurück zu einem Bahnhof zu kommen hat es mir das ein wenig verhagelt.

Deshalb würde ich hier gern Anregungen für alternative Strecken sammeln. Am besten in den Alpen und nicht zu viele Höhenmeter, da ich eher der Landschaftsgenussfahrer bin 8-) Im Optimalfall mit einem Endpunkt, von dem man mit der Bahn recht simpel wieder zurück nach Deutschland kommt. Egal ob aus Österreich, der Schweiz, Frankreich oder Italien.

Wer die Claudia Augusta nicht kennt, hier als Tipp: https://www.viaclaudia.org/radtour/rad-route-via-claudia-augusta


Ich habe keinen anderen Thread gefunden der ähnliches behandelt. Wenn es solchen schon gibt bitte darauf hinweisen und hier schließen oder so :)
 
Dabei seit
28. März 2017
Punkte Reaktionen
162
Ursprünglich wollte ich die Via Claudia Augusta fahren aber wenn ich die Möglichkeiten sehe, vom Endpunkt wieder zurück zu einem Bahnhof zu kommen hat es mir das ein wenig verhagelt.

Hallo Manni,

das verstehe ich nicht so recht, von Verona kommt man doch sehr angenehm (ohne umzusteigen) mit dem Zug wieder nach Deutschland (München).

Ich bin die Tour - allerdings erst ab Landeck - vor über 20 Jahren mit meinem Senior gefahren und habe sehr schöne Erinnerungen daran (Strecke, Landschaft, Wetter, Unterkünfte, Essen, ect.).

LG
Der Obi
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
18. Januar 2005
Punkte Reaktionen
592
Ort
Dresden
Hallo Manni,
bei Andreas Albrecht findet sich eine Graveltransalp, nur ohne Bikepacking-Zusatzinformationen.

Seine "Sissy-Transalp" sollte auch gut gehen bzw. kann als Inspiration für eine Tour München-Verona dienen.

Mit den Randbedingungen "nicht zu viele Höhenmeter", "Hauptsache in die Alpen" und "maximaler Landschaftsgenuss" kommt für mich aber dabei keine schlüssige Tour raus. Die Via Claudia führt im Wesentlichen durch stark genutzten Kulturraum mit teils parallel verlaufender Autobahn, Bundesstrasse, Landstrasse und Eisenbahnstrecke, endlosen Apfelplantagen und so weiter. Du wirst definitiv mehr Steinbrüche als Murmeltiere sehen. Dabei kann eine mehrtägige Graveltour in den Alpen auch so aussehen:
29. Juli 2021 - 1 von 1.jpeg


Um dir wirklich helfen zu können wäre es auch hilfreich zu wissen, wieviele Tage du tatsächlich im Sattel sitzen willst (deine Angabe zur Reisezeit "1-2 Wochen" lässt da zuviel Interpretationsspielraum) und wieviele Kilometer und Höhenmeter du dir im Bikepacking-Modus zutraust. Dann findet sich sicher was zwischen den Bahnhöfen München-Verona oder München-Venedig (weiter westlich müsste ich dann leider passen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
16. Juni 2011
Punkte Reaktionen
613
Hallo Manni,

das verstehe ich nicht so recht, von Verona kommt man doch sehr angenehm (ohne umzusteigen) mit dem Zug wieder nach Deutschland (München).

Ich bin die Tour - allerdings erst ab Landeck - vor über 20 Jahren mit meinem Senior gefahren und habe sehr schöne Erinnerungen daran (Strecke, Landschaft, Wetter, Unterkünfte, Essen, ect.).

LG
Der Obi
Hallo Obi,

danke für die Empfehlung :) Habe grad mal geschaut und um von Verona zu reisen müsste ich entweder abkürzen (1 Station der Reise quasi) oder halt nochmal zurück fahren. Wäre kein Hexenwerk.
Das Ticket kostet ohne Rad 90€ und im Flexpreis, was eigentlich mein Favorit wäre, 210€. Find ich schon nicht ohne. Ich wollte Ende Juli/Anfang August fahren - dafür kann man eh erst ab Anfang Februar Bahntickets kaufen also bin ich da zeitlich noch gut im Rahmen :)
 
D

Deleted 586533

Guest
Für den Rücktransport bieten sich auch Alpencross Veranstalter an.
Die haben meistens noch Platz im Reisebus und verkaufen die.

Hab ich vor Jahren so gemacht, als ich die Via Claudia mit dem Crosser gefahren bin.

Und Flixbus hat auch einen Fahrradträger - allerdings nur 2 oder 4 Plätze
 
Dabei seit
16. Juni 2011
Punkte Reaktionen
613
Hallo Manni,
bei Andreas Albrecht findet sich eine Graveltransalp, nur ohne Bikepacking-Zusatzinformationen.

Seine "Sissy-Transalp" sollte auch gut gehen bzw. kann als Inspiration für eine Tour München-Verona dienen.

Mit den Randbedingungen "nicht zu viele Höhenmeter", "Hauptsache in die Alpen" und "maximaler Landschaftsgenuss" kommt für mich aber dabei keine schlüssige Tour raus. Die Via Claudia führt im Wesentlichen durch stark genutzten Kulturraum mit teils parallel verlaufender Autobahn, Bundesstrasse, Landstrasse und Eisenbahnstrecke, endlosen Apfelplantagen und so weiter. Du wirst definitiv mehr Steinbrüche als Murmeltiere sehen. Dabei kann eine mehrtägige Graveltour in den Alpen auch so aussehen:
Anhang anzeigen 1404587

Um dir wirklich helfen zu können wäre es auch hilfreich zu wissen, wieviele Tage du tatsächlich im Sattel sitzen willst (deine Angabe zur Reisezeit "1-2 Wochen" lässt da zuviel Interpretationsspielraum) und wieviele Kilometer und Höhenmeter du dir im Bikepacking-Modus zutraust. Dann findet sich sicher was zwischen den Bahnhöfen München-Verona oder München-Venedig (weiter westlich müsste ich dann leider passen).

Danke auch für dein Tipp. Die erste Tour mit 9000hm ist wohl nichts für mich, dass würde ich nicht durchhalten. 1 Pass, vielleicht am Folgetag ein zweiter mit ~1000hm aber dann wär ich platt.
Alpen + Aussicht+keine HM lassen sich übrigens extrem gut kombinieren :)
Schau die die Claudia Augusta mal an oder die Alpe-Adria Route, die ich letztes Jahr gefahren bin. Da fährst du von Salzburg bis an die Adria und hast insgesamt keine 1000hm. Ist halt eher was für Rentner, ungeübte etc. aber es ermöglicht Leuten wie mir, die nicht so gut im Training sein können ebenfalls eine Fahrt durch die Alpen.
 
Dabei seit
16. Juni 2011
Punkte Reaktionen
613
Für den Rücktransport bieten sich auch Alpencross Veranstalter an.
Die haben meistens noch Platz im Reisebus und verkaufen die.

Hab ich vor Jahren so gemacht, als ich die Via Claudia mit dem Crosser gefahren bin.

Und Flixbus hat auch einen Fahrradträger - allerdings nur 2 oder 4 Plätze
Dann kurze Info für dich: Flixbus bietet in Italien keine Fahrradmitnahme an. Das hat gesetzliche Hintergründe wie ich gehört habe, ich weiß es allerdings nicht genau. ich weiß aber, dass es leider aus Italien nicht mit dem Rad per Flixbus geht.
 
D

Deleted 586533

Guest
Dann kurze Info für dich: Flixbus bietet in Italien keine Fahrradmitnahme an. Das hat gesetzliche Hintergründe wie ich gehört habe, ich weiß es allerdings nicht genau. ich weiß aber, dass es leider aus Italien nicht mit dem Rad per Flixbus geht.
Die App sagt was anderes..
 

Anhänge

  • FF31F948-5ED6-4E91-BEFC-60AE628519AB.jpeg
    FF31F948-5ED6-4E91-BEFC-60AE628519AB.jpeg
    126,8 KB · Aufrufe: 42
Dabei seit
19. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
374
1-2 Wochen vielleicht mal ergänzen um die Gesamtstrecke/Hm. Wenn die Rückankunft am Ausgangsort einfach sein soll dann kann man in der Zeit ja hin und eine andere Route zurück.
 
Dabei seit
28. März 2017
Punkte Reaktionen
162
Hallo Manni,

die Ticketpreise für die Bahn sind leider tatsächlich nicht ohne, das war schon vor 25 Jahren so. Wir sind damals mit dem Schlafwagen von Italien nach Deutschland zurückgefahren, das hat zu DM-Zeiten schon einen Arm und ein Bein gekostet.

Natürlich sind die von Dir angedachten bzw. befahrenen Routen nicht mit so AC-Klassikern wie der Albrecht- oder der Heckmair-Route vergleichbar, letztgenannte richten sich aber sicherlich an ein anderes Publikum. Die Streckendistanzen sind das eine, 10.000-12.000 zu fahrende Höhenmeter das andere; hier sollte man sich in einem entsprechend trainierten Zustand befinden.
Den Alpe-Adria-Radweg sind mein Senior und ich auch vor ein paar Jahren gefahren - mein Vater mit über 70 und ohne EBike. Wie Du schon selbst geschrieben hast, sind das Alpenüberquerungen für eine ganz andere Zielgruppe.

Gruß
Der Obi
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
19. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
374
ich wollte diesen Sommer mit dem Gravel per Bikepacking für 1-2 Wochen in die Alpen fahren.
Nochmal etwas ausführlicher, ich hatte genau dieses Vorhaben und ein 2-Wochen Zeitfenster. Habe mich dann entschlossen vom Start in Garmisch Richtung Gardasee und wieder zurück zu fahren. Gerade wenn es eine leichte MTB Tour bzw. Gravel wird ist das passend.
Die Buchung einer Rückfahrt war möglich, da war ich aber zeitlich gebunden. One Way Leihwagen ist wegen der Grenzfahrt zu teuer.
Ich bin mit leichtem Rücksatz für die leichten Sachen und mit Arschrakete gefahren, was völlig reichte da ich mir Hotels gegönnt habe und den Wäscheservice genutzt hab. Hin an Meran vorbei, Rück dann fast an der Schweizer Grenze, einfach so wir es gefällt.
Ist extrem einfach zu fahren da es ohne Ende Wegematerial gibt, geht auch ohne Navis, Handys, doppelten Boden, man stelle sich vor sowas haben Menschen gemacht lange bevor es GPS gab.
Von der Claudia rate ich generell ab, das ist eine überfüllte Touristenstrasse die seit der E-Bike Flut noch voller ist.
 
Dabei seit
21. Oktober 2019
Punkte Reaktionen
480
Ort
Donut Hole Brandenburgs
Bei Buchung derzeit im Januar müsste doch eine Fahrradreservierung für den EC von Verona/Bozen bis nach München zu finden sein?

Wenn Radtransport in fremden Bahnen ein Hürde darstellt: Lugano als Zielort einplanen. Mit der SBB durch die Schweiz geht einfach. Mit etwas Planung kommt man anschließend von Basel Badischer Bahnhof bestmöglich in andere Ecken der Bundesrepublik.

Ideal auch für die italienischen Alpen und ca. 70km nördlich des Mailänder Domes, IIRC.
 
Dabei seit
17. Februar 2019
Punkte Reaktionen
3.244
Die Rückfahrt mit Trenitalia von Verona oder einer der anderen Stationen weiter nördlich ist eigentlich ziemlich easy wenn man nicht gerade Juli/August am Sonntag in Roveretto mit den anderen Gardasee-Bikern um die freien Radmitnahmemöglichkeiten rangeln muss.
Einfach an benannten Nicht-Sonntagen die Regional-Verbindung bis Brenner nehmen, da oben dann in die österreichische Regionalbahn nach Innsbruck umsteigen. Reservieren muss man da nichts.

Zur Startfrage: Ich würde auch die Schweiz nicht außer Acht lasssen. Tausend Möglichkeiten, super Radwege und wenn Pässe vermieden werden sollen, dann gibt es immer Möglichkeiten mit Bus/Bahn. Wenn du Zelt/Kochzeugs mitnehmen kannst, dann ist das auch kostenmäßig sehr okay.
 
Dabei seit
16. Juni 2011
Punkte Reaktionen
613
Das man mit der ÖBB die Deutschen Preise umgehen kann hab ich schon gemerkt :)
Und generell kommt auch die Schweiz infrage, kommt halt auf die Strecke an. jeden Tag 1000hm wäreh eher nicht so meins :p

Kennt jemand Fernradwege in der Schweiz die Richtung Österreich oder Italien gehen die er empfehlen kann?
 
Dabei seit
19. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
374
Das man mit der ÖBB die Deutschen Preise umgehen kann hab ich schon gemerkt :)
Und generell kommt auch die Schweiz infrage, kommt halt auf die Strecke an. jeden Tag 1000hm wäreh eher nicht so meins :p
Verstehe ich das richtig, du willst eher weniger Hm täglich? Warum dann eine Alpenquerung? Dann sind die Wege sehr eingeschränkt, eher durch Täler wo auch Hauptverkehrsadern liegen.
 
Dabei seit
16. Juni 2011
Punkte Reaktionen
613
Verstehe ich das richtig, du willst eher weniger Hm täglich? Warum dann eine Alpenquerung? Dann sind die Wege sehr eingeschränkt, eher durch Täler wo auch Hauptverkehrsadern liegen.
Ja, dass verstehst du richtig und da gibt es genug Strecken die das bieten. Ich wollte hier nicht über den Sinn dessen diskutieren sondern eher die Expertise der vielen, erfahrenen Nutzer im Forum nutzen um Streckenvorschläge zu sammeln.
Du kommst auch quer über die alpen mit 2 Passfahrten oder sogar ganz ohne etc. - aber genau solche Strecken wollte ich sammeln.

Ich find euer Schwarz/Weiß denken immer so witzig. In den Alpen darf ich nur hyper-Pässe fahren und sonst soll ich in Brandenburg bleiben oder wie? Vielleicht fahr ich ja gern flach aber schau mir lieber Berge an statt Rapsfelder und ess Abends lieber nen schönen Kaiserschmarrn statt etwas, was ich das ganze Jahr über habe.

Ich würd auch schön in die Toskana oder Provence fahren aber ich wollt halt als erstes mal die Alpen nehmen weil sie näher sind.
 
Dabei seit
17. Februar 2019
Punkte Reaktionen
3.244
Ja… aber Vorsicht! Wenn man in der Toscana oder in der Provence nicht nur an der Küste oder in den Tälern bleibt um das Hinterland und so kennenzulernen, oder um dem Autoverkehr auszuweichen, dann können auch ganz schön HM zusammenkommen. Der ständige Wechsel von auf und ab, fordert oft mehr ab, als wen man ein, zwei Stunden einen Pass hochkurbelt um dann im nächsten Tal gemütlich und entspannt weiter radeln zu können.
 
Dabei seit
16. Juni 2011
Punkte Reaktionen
613
Ja… aber Vorsicht! Wenn man in der Toscana oder in der Provence nicht nur an der Küste oder in den Tälern bleibt um das Hinterland und so kennenzulernen, oder um dem Autoverkehr auszuweichen, dann können auch ganz schön HM zusammenkommen. Der ständige Wechsel von auf und ab, fordert oft mehr ab, als wen man ein, zwei Stunden einen Pass hochkurbelt um dann im nächsten Tal gemütlich und entspannt weiter radeln zu können.
Ich wollte meinen Post grad editieren um zu schreiben, dass ich mich mit der Toskana vertan habe :p Habe dazu grad Fernradwege gegoogelt und die Höhenmeter sind dort auch recht amtlich
 
Dabei seit
19. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
374
Ich find euer Schwarz/Weiß denken immer so witzig. In den Alpen darf ich nur hyper-Pässe fahren und sonst soll ich in Brandenburg bleiben oder wie?
Das wurde nicht gesagt, man muß nicht Hm sammeln wie blöde. Bist Du schon öfter in den Alpen gewesen? Ich seit 35 Jahren unzählige Male, die einfachen Strecken durch Täler usw. sind stark frequentiert (Rad, PKW etc), das macht oft keinen Spass. Auf der Claudia z.B. sind Eltern mit Kindern und große E-Bike Gruppen unterwegs, sowas fährt man doch nicht als Radsportler, dafür ist die Zeit zu schade.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Deleted 586533

Guest
Also ich hab die Via Claudia bis auf das Teilstück an der Inntal Autobahn echt in guter Erinnerung. Hatte 2017 Garmisch - Riva größenteils auf der Via mit einem Abstecher übers Stilfser Joch gemacht.

Mit 33mm Reifen und leichtem Gepäck war das eine Genußtour von Di- Sa.

Ja, es waren andere Menschen da und auch mit Akku.
Aber gegen bayrischer Donautalradweg oder Bodenseeumrundung wenig los.

Das schöne war halt, dass alle 5km ein Hotel an der Strecke ist und ich einfach immer so lange fahren konnte, bis die Beine platt waren, ohne fixe Tagesetappen.
 
Dabei seit
19. Juni 2005
Punkte Reaktionen
6.232
Die "Via Claudia" kann ich da auch empfehlen, und zwar hin und danach zurück. Denn durch die andere Fahrtrichtung bekommt man eine andere Perspektive.
 
Oben Unten