Grödnertal, Val Gardena, Dolomiten, Sellaronda

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Für alle, die in der Gegend einen Mountainbike-Urlaub machen wollen: wir waren im Juli 2022 eine Woche lang dort, angelockt von der Werbung. Diese Mail hab ich heute an Tourismusbüros, Seilbahnbetreiber und Bürgermeister geschickt. Das sagt eigentlich alles aus. Also seid gewarnt bzw. habt realistische Erwartungen.


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben die letzte Woche unseren Urlaub in Pufels im Grödnertal verbracht. Der Hauptgrund für diese Wahl war ihre Werbung für Mountainbiker. Es soll ja ein "Eldorado für Mountainbiker" sein (https://www.mtb-dolomites.com/groeden/de/Default.asp)

Wir fahren seit 30 Jahren Mountainbike und haben die Trails in vielen Ländern, von Norwegen über Schweden, bis Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich und natürlich viele Gegenden in Deutschland erkundet. Vom Grödnertal und der Umgebung waren wir leider mehr als enttäuscht. Dieses Feedback möchten wir Ihnen geben, damit Sie in den nächsten Jahren die Gegend zu einer wirklich attraktiven Mountainbike-Region entwickeln können.

Die Kritik im Detail

Sellaronda
Wir haben die Sellaronda im Uhrzeigersinn gemacht. der Preis (102 € für zwei Personen) geht in Ordnung. Aber von den beworbenen 4000 Abfahrts-Tiefenmetern gehen gerade mal geschätzt 30% über wirkliche Naturtrails oder angelegte Mountainbike-Abfahrtsstrecken. Viele Höhenmeter (z.B. vom Portavescovo zum Passo Pordoi - hier gibt es gerade mal einen einzigen Trail mit vielleicht 400 m Länge) werden sinnlos auf Schotterstraßen bzw. Skipisten vernichtet. Wir hatten uns wesentlich mehr Trails und spannende Abfahrten erwartet. Unterm Strich eher enttäuschend - dabei hätte diese Runde so viel Potential, denn die Landschaft ist wirklich sagenhaft schön.
Davon abgesehen stimmen lokale Ausschilderung und GPS Track von der offiziellen Website nicht überein (z.B. der Flé Trail nach dem Pralongia). Wir haben uns deshalb mehrfach verfahren bzw. andere Gruppen gesehen, die in offiziell gesperrte Trails reingefahren sind - weil der GPS Track eben noch da entlang führt.

Seiser Alm
Mountainbiketechnisch absolutes Totland! Alles nur Schotterautobahnen, kein einziger Trail auf der ganzen Seiser Alm! Was sie hier als "Mountainbike-Touren" bewerben, sind keine Mountainbike-Touren. Das kann man mit einem Gravel-Bike oder Tourenrad fahren - das sind keinerlei fahrtechnische Herausforderungen. Absolut langweilig.

Trails am Panidersattel
Wir sind den Geologielehrpfad zum Panider Sattel hinunter gefahren. Ein schöner Weg, der uns Spaß gemacht hat. Am Panider Sattel wurden wir aber zweimal von unterschiedlichen Wanderern angesprochen, dass der Weg gesperrt wäre für Biker. Und in der Tat: Am Hotel Pinei ist auf dem Schild mit den Wanderwegen ein "Radfahren gesperrt" Symbol. Aber für was gilt das? Nur für die nächste Wiese, über die der Weg geht? Oder für alle Wege oberhalb davon? Wir würden uns hier mehr Klarheit und eindeutige Beschilderung wünschen. Wir können lokale Sperrungen akzeptieren, wenn sie begründet sind. Aber ganze Areale großflächig für Biker zu sperren, das ist nicht OK.

Trails rund um Gröden
Wir sind mit der schon recht teuren Raschötz Standseilbahn (44 € für zwei Personen, mit MTB, eine Bergfahrt!) nach oben, dann zur Brogles-Hütte, und dann den Wanderweg No.5 hinunter. Das ist ein absoluter Traum-Trail, aber leider nur in der oberen Hälfte.
Weiter unten ist er für Mountainbiker gesperrt und man muß wieder auf langweilige Schotter-Autobahnen oder sogar Teerstraßen ausweichen, und so sinnlos die schönen Höhenmeter vernichten. Viel Geld für ein paar wenige Kilometer Trail. Warum gibt es hier nichts Durchgängiges? Ein Trail bis komplett nach St. Ulrich hinunter?

Offiziell ausgeschilderte MTB Routen/Touren
An einem Tag wollten wir von St. Ulrich hoch nach Pufels und sind einer offiziell ausgeschilderten MTB Route gefolgt. Wir fahren keine E-Bikes und sind eigentlich ziemlich fit. Aber viele Abschnitte dieser Strecke sind einfach nur steile Asphalt- oder Schotterrampen, auf denen einen entweder die Autos (es gibt bei Ihnen im Tal erstaunlich viele "Anlieger" mit ausländische bzw. nicht-lokalen Nummernschildern, die auf den eigentlich für PKWs gesperrten Straßen hoch und runter fahren) schnell und knapp überholen, oder eben die E-Biker, die im Turbo-Gang an einem vorbei flitzen. Für die wurden diese Strecken vermutlich ausgeschildert. Für "Bio-Biker" ohne Motor wahrscheinlich nicht.

Lift- und Seilbahnpreise
Am letzten Urlaubstag wollten wir mit der Seceda Bahn auf's Hochplateau und dort über die Regensburger Hütte nach St. Christina und dann über den St. Jakob Trail zurück nach St. Ulrich.
Nachdem wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten (Freitags um 10:30 waren alle Parkplätze an der Bahn schon voll gewesen), wurde uns gesagt, dass eine einzige Bergfahrt für zwei Personen und Bikes satte 64 € kostet! Entschuldigung, aber das empfinden wir als Frecheheit!
In Sölden kostet eine Mountainbike-Tageskarte (!), mit der man alle 9 (!) Lifte beliebig oft (!) nutzen kann 90 € für zwei Personen.
Für die von Ihnen verlangten 64 € kann man im Winter in kleineren Skigebieten einen ganzen Tag lang Skifahren - und nicht nur eine einzige Bergfahrt machen.
Wir haben dann beschlossen, die Tour ohne Seilbahn zu machen. Bis ganz hoch sind wir nicht gefahren, weil uns der ständige Autoverkehr auf den Teer- und weiter oben Schotterstraßen dermaßen genervt hat, dass wir abgebrochen haben. Schöne Trails bergab? Leider entweder für Biker gesperrt oder relativ langweilig - wie der "offizielle" St. Jakob "Trail".
Warum bieten Sie nicht, wie z.B. die Bike-Region Saalbach/Leogang, für Gäste, die im Tal übernachten, eine Bergfahrt an einer Seilbahn pro Tag umsonst an? Das funktioniert dort super, ist attraktiv für Gäste und Hoteliers, man hat einen großen Aktionsradius und für viele Biker ist das ein Anreiz, an den Folgetagen eine Tageskarte zu kaufen.

Fahrradmitnahme
Die Busse bieten keine Fahrradmitnahme an. In Österreich und der Schweiz ist das der absolute Standard - teils sogar kostenlos oder sehr günstig. Im Grödnertal ist man auf das Auto angewiesen, wenn man nicht ab Hotel starten möchte. Entsprechend erstickt ihr Tal im Autoverkehr und die Parkplätze sind schnell überfüllt. Fahrradmitnahme in Bussen würde hier sicher eine Entlastung schaffen.


Ich weiß nicht, welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen mit Ihrem MTB-Angebot. Aber wir waren unterm Strich leider sehr enttäuscht:
Wenig attraktive naturnahe Trails und Abfahrten, wenig schön hochfahrbare Anstiege, viel zu teure Seilbahnen, viele Wegsperrungen. Wirklich schade - denn die Gegend hätte Potential!

Mit freundlichen Grüßen
 
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Grundsätzlich hast du recht, die Trails sind eher langweilige Flowtrails, der GPX Track der Sella Runde ist fehlerhaft und die Ausschilderung um dem Fle Trail fehlt. Wobei der Trail auch noch ein extra nerviger E-Bike Trail ist… Kann es sein dass ihr auf der Sellaronda einige Trails verpasst habt?
Wir waren gerade in Canazei und hatten für eine Woche ein 5 in 7 Ticket für 150€ (also 30€ pro Tag) dass für alle Lifte der Region gilt. 3-4 Tage (inkl. Sellaronda als touristisches Erlebnis) kann man dort verbringen, dann wird es für Endurofahrer langweilig.
 
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Grundsätzlich hast du recht, die Trails sind eher langweilige Flowtrails, der GPX Track der Sella Runde ist fehlerhaft und die Ausschilderung um dem Fle Trail fehlt. Wobei der Trail auch noch ein extra nerviger E-Bike Trail ist… Kann es sein dass ihr auf der Sellaronda einige Trails verpasst habt?
Wir waren gerade in Canazei und hatten für eine Woche ein 5 in 7 Ticket für 150€ (also 30€ pro Tag) dass für alle Lifte der Region gilt. 3-4 Tage (inkl. Sellaronda als touristisches Erlebnis) kann man dort verbringen, dann wird es für Endurofahrer langweilig.
Was die Sellaronda angeht, sind wir den "offiziellen" GPS Track von deren Website nachgefahren. Kann natürlich sein, dass es noch andere Trails gibt - aber dann sind die nicht in diesem Track.
Aber schau mal auf die offizielle Karte. "Trails" sind die mit der gelben Hinterlegung.

In diesem Abschnitt würde ich sagen 50% der Abfahrtsstrecke - Rest ist Schotter/Teer

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In dem Abschnitt vielleicht 30-40 %
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Hier sind es definitiv auch weniger als die Hälfte. Maximal 40% und der untere Teil vor Arabba ist ekelhafter, tiefer, steiler Schwimmschotter
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Und das hier war die größte Frechheit. Die Seilbahn hätte man sich echt sparen können. Der "Alpenrose-Abschnitt" ist ein staubtrockener Wiesenweg, der vielleicht 20% der gesamten Abfahrtsstrecke abdeckt. der Rest ist eine 4-5 m breite Schotterautobahn.
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Und hier die ausführliche Antwort auf meine Mail. Kam eben.

Guten Nachmittag Herr …

Vielen Dank für das Feedback, aus dem wir sicherlich konstruktive Ansätze entnehmen, zu dem wir aber auch Stellung nehmen möchten.

Als allererstes ist es wichtig zu erwähnen, dass Gröden als Destination seit Jahrzehnten eine Wander- und Kletter-Destination ist und nach wie vor 95% der Gäste zum Wandern in die Dolomiten kommen. Daher ist das gesamte Wegenetz auch für den Wanderer ausgerichtet und das Mountainbike-Angebot wir seit nunmehr 10 Jahren Schritt für Schritt, mit einigen bürokratischen und organisatorischen Hürden, weiterentwickelt. Natürlich gilt es dabei zu berücksichtigen, dass das Konfliktpotential zwischen Wanderern und Mountainbikern so gering wie möglich gehalten werden soll, allerdings ist es aus Naturschutz-Gründen und aufgrund zahlreicher Privatbesitzer und Naturpark-Regelungen auch nicht einfach, Trails bauen zu können bzw Wege für Mountainbikes auszuweisen oder zu schaffen.

Des weiteren gilt es sicherlich zu berücksichtigen, dass Gröden als Bike-Destination nicht mit Destinationen wie Sölden, Leogang, Livigno usw mithalten kann, denn das bauen von Trails bzw eines Bike Parks (außer der Flow-Trails in der Bike Arena Val Gardena) ist nicht im Sinne der Destination und aufgrund der lokalen Begebenheiten auch unrealistisch. Viel mehr ist das angestrebte Target der Allmountain-Biker der zwar gerne Trails fährt, sich aber hauptsächlich im S2 Bereich (maximal S3) aufhält und auch an Flow-Trails Spaß hat und vor allem das unnachahmliche Dolomitenpanorama genießen möchte. Das anspruchsvollere Angebot erhält er auf Wunsch durch die direkte Anbindung an den Bike Park im Fassatal.

Gern auch hier noch Feedback zu den einzelnen Punkten:

  • Sellaronda
    • Die Sellaronda MTB TOUR im Uhrzeigersinn hat auf seiner „original Route“ insgesamt 9 Trails vorzuweisen (es gibt aber immer wieder alternativen mit einem höheren Schwierigkeitsgrad die gefahren werden können). Diese sind gebaute Trails, wobei einige flowig angelegt sind, andere einen natürlichen Charakter aufweisen und einige aufgrund des Untergrundes, auf Pisten gebaut bzw angelegt werden (die werden auch oft so natürlich wie möglich gelassen). Dass die 60 Km bzw 4000 Tiefenmeter nicht komplett auf Trails verlaufen ist auf der Karte klar ersichtlich und natürlich muss es auch Verbindungsstrecken geben die auf Schotter verlaufen, da eine Rundtour in diesem Gebiet anders nicht zustande kommen würde. Es kommen aber immer neue Trails dazu, wie eben z.B. der untere Teil des Fle Trails, der erst Ende Juni fertiggestellt wurde und daher in den .gpx Daten (die aktuell erhoben werden und in kürze auch online gestellt werden) noch nicht berücksichtigt wurde. Daher die Beschilderung die vermeiden soll, dass die Biker auf dem Jagerweg, der für Wanderer reserviert ist, fahren. Hin und wieder dauert es länger die Änderungen zu erheben, aber wir sind dran und werden sicherlich versuchen hier in Zukunft schneller zu sein. Es kommen also jedes Jahr neue Trails dazu und es gibt eine stetige Weiterentwicklung: auch hier braucht es Zeit und Geduld, denn es können nicht überall Trails gebaut werden und zusätzlich ist die Wartung auch ein großer Faktor der berücksichtig werden muss. Auch wenn Ihr von der Anzahl der Trails enttäuscht wart: es gibt in den Dolomiten keine Tour die so viel Höhenmeter auf Trails vorweist, zumindest nicht bei dieser geringen Anzahl von Höhenmetern bergauf.
    • Seiser Alm
      • Sicherlich werden sich die Kollegen der Seiser Alm auch dazu äußern: die Seiser Alm bietet keine Trails (was auch in der Karte ersichtlich ist, denn hier sind keine Trails gekennzeichnet) und bietet hauptsächlich Touren für bergauf-Fahrer, Genussbiker bzw Ebiker. Einige Strecken können kaum mit Gravel oder Tourenbike gefahren werden, da sie zwar auf Schotter verlaufen, für diese Art von Bikes aber sehr steil sind. Es gibt nun mal auch bei uns nicht nur Trail-Liebhaber und daher ist das Angebot für ein anderes Publikum an Bikern (z.B. solche die lieber bergauf fahren als bergab auf Trails, denn auch die gibt es) gedacht. Außerdem ist es für Familien mit kleineren Kinder die im Anhänger mitfahren ein Paradies.
      • Allgemein zum Thema Trails (Panidersattel/Raschötz usw):
        • In Südtirol besagt das Gesetz, dass alles was nicht ausdrücklich verboten ist für Mountainbikes (d.h. durch eine Verordnung der lokalen Gemeinde), mit dem Mountainbike gefahren werden darf. Im Moment gibt es in Gröden nur in der Zone Seceda/Pieralongia/Regensburger Hütte (also ein ganzes Areal) ein offizielles Verbot der Gemeinde St. Christina. Es ist allerdings eine Tatsache, dass es Verbotsschilder gibt (oft private oder eben Aufforderungen einen Trail nicht zu fahren), da diese Wege sehr viel Wander-Verkehr haben und daher nicht unbedingt geeignet sind für Mountainbikes. Diese Wege sind aus diesem Grund auch in der MTB-Karte nicht eingezeichnet. Auch hier ist eine Regelung nicht einfach: man will Verordnungen absolut vermeiden, denn wenn diese ausgesprochen sind, dann bleiben sie und sind ein großer Image-Schaden. Dennoch ist es auch nicht einfach hier Regelungen zu finden: wenn man gewisse Wege im Juni oder ab Mitte September fährt, trifft man kaum Wanderer. Ab Mitte Juli und im August sind Konflikte und Probleme aufgrund der vielen Wanderer leider vorprogrammiert. Da viele dieser Wege aber auf Portalen im Netz als super coole Trails beworben werden, werden sie gefahren, aber eben leider nicht immer in Zeiträumen wo es machbar ist. Für viele tolle Wege die „Traumtrails“ wären, würde sich eine zeitliche Nutzung wie z.B. beim Goldseetrail (Stilfser Joch) anbieten: dies wäre die absolute Ideallösung, aber leider glauben die lokalen Behörden nicht daran, dass die Biker sich an diese zeitlichen Begrenzungen halten (was ja eigentlich von anderen Beispielen seit Jahren klar widerlegt wird, denn Biker halten sich an Regeln wenn diese klar definiert und kommuniziert werden…man will ja selbst auch keinen Stunk mit Wanderern oder Kontrollen).
        • Offiziell ausgeschilderte MTB Routen/Touren
          • Bei den offiziellen Routen gibt es auf der Karte die Angabe der Höhenmeter. Das Gelände in den Dolomiten (und vor allem auch der Untergrund) sind sicherlich verglichen zu anderen Destinationen, richtige Wadenbeißer und werden oft unterschätzt. Da fühlen sich 1000 Höhenmeter oft an wie 2000. Dass die Beschilderung für Ebiker und Bio-Biker 😊 separat ausgearbeitet wird ist bei einem Streckennetz von insgesamt 600 Km leider nicht machbar. Bei uns sind viele Ebiker unterwegs, denn die leichteste Route die man finden kann, zählt bereits 600 Hm: da kommen einige schon an ihre Grenzen, besonders wenn sie auf 1300 Hm losradeln müssen. Das mit den Autos stimmt leider und ist sicherlich ein Thema, das gelöst werden muss.
          • Lift- und Seilbahnpreise
            • Tickets umsonst gibt es in unserer Region nicht und ist auch nicht vorgesehen. Im Vergleich zu anderen Destinationen wie Leogang oder Sölden (mit denen wir uns wie gesagt nicht vergleichen, denn wir sind kein Bike-Park) gibt es hier mehrere Seilbahn-Gesellschaften die einstimmig entschieden haben, dass kostenlose Tickets nicht zur Politik der Destination gehören. Allerdings gibt es die SUPER SUMMER Card welche Ihr auch als Tageskarte für die Sellaronda MTB TOUR gemacht habt. Diese gibt es in der Version für 1. Tag, 3 Tage zur Auswahl auf 5 und 5 Tage zur Auswahl auf 7 und schließt die Nutzung von insgesamt 100 Aufstiegsanlagen (inklusive Bike-Transport) ein. Berechnet man den Tagespreis der 3 Tage auf 5 Karte, kommt man auf 37 Euro pro Tag (natürlich sind beide Bahnen der Seceda, die Raschötz Bahn und die Sellaronda MTB TOUR mit ihren insgesamt 7 Aufstiegsanlagen, ebenfalls mit der Karte nutzbar). Den „offiziellen“ St. Jakob Trail gibt es nicht: der ist wohl von einem privaten Portal von einem User veröffentlicht worden, denn auf der MTB Karte Gröden/Seiser Alm bzw im Portal ist dieser Trail nicht existent, genauso wie Trails auf Seceda (die Wanderwege die hier von Portalen als tolle Trails ausgewiesen werden sind eben gesperrt worden, weil in den Hochsaisons-Zeiten Mountainbiker und Wanderer auf diesen Wegen keinen Platz haben (sie sind teilweise einen halben Meter breit). Für diese wäre ebenfalls die bereits erklärte zeitliche Beschränkung mit Schließung für Juli/August und zeitliche Begrenzung im Juni/September/Oktober perfekt.
            • Fahrradmitnahme
              • Dies ist leider ein Problem, dass schon oft an die Landesregierung getragen wurde und bisher noch keine Lösung in Sicht ist. Zwischen St. Christina und Wolkenstein (20 Minuten) bzw St. Christina und St. Ulrich (10 Minuten) sind die Abstände so, dass man mit dem Bike über den Talradweg ohne Probleme jede Tour erreichen kann bzw sie dann so radeln kann, dass man am Ende der Tour nicht noch lange hochradeln muss. Wer von St. Ulrich nach Wolkenstein muss, ist da eben auf das Auto angewiesen, denn diese Strecke dauert mit dem Bike schon etwas länger.
            • Die Mountainbike Destination Gröden/Seiser Alm ist für Biker die Hauptsächlich Trail Spaß im Bike-Park, vor allem aber natürliche Trails suchen, leider im Moment nicht der richtige Ort. Auch auf dem Portal sind Fototechnisch nur Fotos zu sehen, die über Schotterstraßen oder gebaute Flow-Trails bzw auf dem Freeride Trail Ciampinoi verlaufen. Die Zielgruppe entspricht nicht den Bike-Park Charakteristiken einer Bike Republik Sölden, oder Livigno, Leogang, Lenzerheide usw. Es ist eine Destination die den Mountainbiker und Ebiker anspricht der gerne auch mal Höhenmeter bergauf radelt, der bergab höchstens die Flow-Trails in der Bike Arena macht und sich an der unnachahmlichen Landschaft der Dolomiten und den tollen Hütten erfreut.
            Wie erklärt setzen wir alles daran, das Angebot stetig zu verbessern und auszubauen und es wird hoffentlich in Zukunft ein etwas größeres Angebot an natürlichen Trails geben.

            Vielen Dank nochmal für die Zeit und Aufmerksamkeit
DOLOMITES VAL GARDENA
 
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Allgemein zum Thema Trails (Panidersattel/Raschötz usw):
  • In Südtirol besagt das Gesetz, dass alles was nicht ausdrücklich verboten ist für Mountainbikes (d.h. durch eine Verordnung der lokalen Gemeinde), mit dem Mountainbike gefahren werden darf. Im Moment gibt es in Gröden nur in der Zone Seceda/Pieralongia/Regensburger Hütte (also ein ganzes Areal) ein offizielles Verbot der Gemeinde St. Christina. Es ist allerdings eine Tatsache, dass es Verbotsschilder gibt (oft private oder eben Aufforderungen einen Trail nicht zu fahren), da diese Wege sehr viel Wander-Verkehr haben und daher nicht unbedingt geeignet sind für Mountainbikes. Diese Wege sind aus diesem Grund auch in der MTB-Karte nicht eingezeichnet. Auch hier ist eine Regelung nicht einfach: man will Verordnungen absolut vermeiden, denn wenn diese ausgesprochen sind, dann bleiben sie und sind ein großer Image-Schaden. Dennoch ist es auch nicht einfach hier Regelungen zu finden: wenn man gewisse Wege im Juni oder ab Mitte September fährt, trifft man kaum Wanderer. Ab Mitte Juli und im August sind Konflikte und Probleme aufgrund der vielen Wanderer leider vorprogrammiert. Da viele dieser Wege aber auf Portalen im Netz als super coole Trails beworben werden, werden sie gefahren, aber eben leider nicht immer in Zeiträumen wo es machbar ist. Für viele tolle Wege die „Traumtrails“ wären, würde sich eine zeitliche Nutzung wie z.B. beim Goldseetrail (Stilfser Joch) anbieten: dies wäre die absolute Ideallösung, aber leider glauben die lokalen Behörden nicht daran, dass die Biker sich an diese zeitlichen Begrenzungen halten (was ja eigentlich von anderen Beispielen seit Jahren klar widerlegt wird, denn Biker halten sich an Regeln wenn diese klar definiert und kommuniziert werden…man will ja selbst auch keinen Stunk mit Wanderern oder Kontrollen).
sehr ehrlich - so halte ich es auch. einfach Mitte/Ende September fahren - dann stört es nicht. Was nicht verboten ist ist erlaubt. Und wo kein Kläger ist, ist auch kein.... Ist eh eine tolle Zeit. Dann ist auch die Schleife über die Pieralongia Hütte zur Regensburger Hütte kein Problem :)
Aber obacht - manche Lifte machen da schon zu! Hier immer die aktuellen Infos beachten.

außerdem ist mit dem Park in Canazei und von Arabba aus die Marmolada-/Fedai-seite auch noch einiges geboten. Also 3 Tage kann man locker was machen. Mit etwas Radius sogar noch mehr.
 
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Und ehrlich....durch die Masse der motorisierten Zeitgenossen wird es auch nicht einfacher...erlebe ich mal wieder hautnah aktuell in den Dolomiten....
 
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Und ehrlich....durch die Masse der motorisierten Zeitgenossen wird es auch nicht einfacher...erlebe ich mal wieder hautnah aktuell in den Dolomiten....
Super summer card ist doch prima. 150€ für 5 Tage in 7, macht 30€ pro Tag. Wir haben die damals gekauft. Die Karte der Sellaronda hätte man auch vorher studieren können. Wobei man aus der Draufsicht der Karte keine Prozente ableiten kann, da die Trails meistens steiler sind, sind die länger als sie sich in der Draufsicht darstellen.
Ich finde die Sellaronda schon wegen der Aussichten klasse. Und wenn man mehr Trails fahren will, kann man im Canazei im Bikepark mehrmals hoch und runter fahren und/oder dabei auch die schwereren Trails fahren. Oder man packt noch den Freeride Campioni in Wolkenstein mit rein.
Generell ist die Sellaronda eher für Biker gedacht, die max. S2 beherrschen. Für die besseren Biker sind die Trails keine Herausforderung. Ausser im Bikepark Canazei, wo ich mich einquartieren würde.
Und das die Auffahrten in den Dolomiten zum Teil sausteil sind, war schon vor dem E-Bike Boom bekannt.
War halt für euch anscheinend nicht das richtige Gebiet, aber warum musst du hier im Forum warnen? Den meisten hier dürfte es klar sein, dass das kein klassischer Bikepark oder eine Enduro Destination alla Reschen ist. Mir hat es dort vor 3 Jahren super gefallen. Und ich kenne viele die die Sellaronda toll finden und die fahren auch schon länger MTB. Uns war aber schon vorher klar, dass die nicht kpl. aus Trails besteht, man sieht es ja auf der Karte.
 
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Ich hab letztes Jahr auch mal das Bike mit in die Dolomiten genommen (die Jahre davor eher klassisch zum wandern, Klettersteig etc.) und dachte, da lässt sich bestimmt die ein oder andere Tour ganz gut mit Trails kombinieren. Bei einer Ausfahrt, Start La Villa in Richtung Kolfuschg/ Grödner Joch, war ich dann doch etwas enttäuscht. Gefühlt waren sämtliche Auffahrten für MTB fahrende in Richtung Grödner Joch für MTB gesperrt. Letzen Endes wäre nur noch die Passstraße übrig geblieben. Einerseits kann ich es verstehen bei der Menge an Menschen die da unterwegs sind ... andererseits wird aber explizit Werbung als MTB Region gemacht. Daher kann ich @derwolf02 etwas verstehen wenn man extra einen Bike Urlaub in dieser Region verbringen möchte die damit wirbt.
 
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Ein Großteil der Mountainbiker ist nicht auf Singletrail fahren aus, zumindest nehme ich das in meinem Bekannten- oder Kollegenkreis so war. Die fahren auch nie mit dem Lift hoch, geschweige denn waren schon mal in einem Bikepark oder kennen die bekannten Ziele für gute Singletrails wie Reschenpass, Vinschgau oder Molveno. Für solche Biker, die auch keine entsprechend abfahrtsorientierten Bikes besitzen, reichen Forststraßen, wie es sie im Grödnertal gibt. Hier im Forum ist das vielleicht anders.
 
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Ein Großteil der Mountainbiker ist nicht auf Singletrail fahren aus, zumindest nehme ich das in meinem Bekannten- oder Kollegenkreis so war. Die fahren auch nie mit dem Lift hoch, geschweige denn waren schon mal in einem Bikepark oder kennen die bekannten Ziele für gute Singletrails wie Reschenpass, Vinschgau oder Molveno. Für solche Biker, die auch keine entsprechend abfahrtsorientierten Bikes besitzen, reichen Forststraßen, wie es sie im Grödnertal gibt. Hier im Forum ist das vielleicht anders.
Ich interpretiere das so, dass beschriebene Personengruppe eigentlich keine Mountainbikes in dem Sinne benötigt. Würde auch MTBs nicht als abfahrtsorientiert bezeichnen, DH-Bikes im speziellen sind sehr schmalbandig in der Anwendung, Enduro im allgemeinen trifft es viel besser. Die heutigen Bikeparks benötigen auch zumeist ebenfalls keine DH Bikes (mehr). Für Forststrassen jedenfalls benötigt man nichts dergleichen.
Da reicht ein Hardtail oder gar Gravel völlig aus.

Die Aussage oben: "Als allererstes ist es wichtig zu erwähnen, dass Gröden als Destination seit Jahrzehnten eine Wander- und Kletter-Destination ist und nach wie vor 95% der Gäste zum Wandern in die Dolomiten kommen." charakterisiert die Region und die entsprechende Intention der Verwaltungen dort.
Wegen 5% Biker möchte doch niemand die Stammbesucher, die Wanderer und Kletterer, vergraulen.

Aber, wie oben schon erwähnt, es wird relativ offen und ehrlich kommuniziert.
 
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Ich war vor drei Wochen dort. Zum Beispiel bei der "Seiser Alm Hüttentour" wird man sich mit nem Gravel schwer tun. Der Schotter ist da zu grob für. Ist eine Runde mit toller Aussicht und gut zum schnellen Auspowern, aber in der Tat nichts für Enduro-Bikes.

Es ist ne Region, in der man gut auch mal nen Rad mitnehmen kann, um 1, 2 Tage was anderes zu machen, als zu Wandern oder sonst Entspannen (siehe auch hier: https://www.mtb-news.de/forum/t/galerie-mit-dem-29er-unterwegs.464451/post-18219935 [Disclaimer, einer meiner Bikenachmittage war in Brixen]). Gibt auch Bike & Hike Möglichkeiten.

Für reinen MTB-Urlaub ist es die falsche Gegend.
 
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Ein Großteil der Mountainbiker ist nicht auf Singletrail fahren aus, zumindest nehme ich das in meinem Bekannten- oder Kollegenkreis so war. Die fahren auch nie mit dem Lift hoch, geschweige denn waren schon mal in einem Bikepark oder kennen die bekannten Ziele für gute Singletrails wie Reschenpass, Vinschgau oder Molveno. Für solche Biker, die auch keine entsprechend abfahrtsorientierten Bikes besitzen, reichen Forststraßen, wie es sie im Grödnertal gibt. Hier im Forum ist das vielleicht anders.

Ja, durchaus möglich. Ist auch alles ok, solange eben auch korrekt beworben wird.

Unmut kommt eben auf, wenn die Werbung etwas vorgaukelt und die Realität anders aussieht. Da verstehe ich dann schon, wenn man dann entsprechend enttäuscht ist. Von dem her finde ich es schon gut, wenn z.B. hier im Forum offen darüber diskutiert wird und auch eine ehrliche Stellungnahme von den Verantwortlichen kommt....so kann sich dann jeder selber ein realistisches Bild machen und entscheiden, ob es trotzdem in Frage kommen könnte.

Manche übertreibens halt schon ordentlich mit verzehrter Darstellung in der Werbung, da wird man vorsichtig.
 
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Ja, durchaus möglich. Ist auch alles ok, solange eben auch korrekt beworben wird.

Unmut kommt eben auf, wenn die Werbung etwas vorgaukelt und die Realität anders aussieht. Da verstehe ich dann schon, wenn man dann entsprechend enttäuscht ist. Von dem her finde ich es schon gut, wenn z.B. hier im Forum offen darüber diskutiert wird und auch eine ehrliche Stellungnahme von den Verantwortlichen kommt....so kann sich dann jeder selber ein realistisches Bild machen und entscheiden, ob es trotzdem in Frage kommen könnte.

Manche übertreibens halt schon ordentlich mit verzehrter Darstellung in der Werbung, da wird man vorsichtig.
Ich war vor 4 Jahren in Wolkenstein, da hat meine Frau nach 20 Jahren wieder mit MTB angefangen, und es war genauso wie ich es mir auf Grund der Internetseiten vorgestellt habe. Ideal für meine Frau um sich an das Fahren von Singletrails heranzutasten. Ich empfehle die Sellaronda und Wolkenstein auch hier im Forum immer wenn ein Gebiet gesucht wird, das wesentlich leichter ist als Reschen, Molveno oder Vinschgau. Also ideal für Genußbiker und Trailneulinge. Und wer es schwerer haben will, sollte
Canezei oder Arabba,als Stützpunkt wählen da gibts den Bikepark und die ein oder andere Endurostrecke.
Ich denke das die Werbung und die Beschreibung der Touren für das Gebiet, es genau richtig darstellt. Die Sellaronda hat nur 11,9% Singletrail Anteil, daß wird aber auch offen kommuniziert auf der Sellaronda Internetseite. Deshalb ist es kein Grund hier im Forum zu „warnen“. Es kann jeder vor senem Urlaub nachlesen.


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ruhig, Brauner
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Wir haben letztes Jahr eine geführte Sellaronde ab Wolkenstein im UZS mitgemacht, und da waren bestimmt 80% der Abfahrten auf Trails. Ich weiss jetzt nicht, wo der Führer von der offiziellen Tour abgewichen ist, war aber genial.
 
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Die Grödner müssen sich halt nicht so viel Mühe geben, es ist traumhaft schön und die Wanderer sind gute Gäste. Sölden im Sommer ist halt furchtbar hässlich, da würde doch keiner hinfahren wenn es nicht die gebauten Trails gäbe.
 
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P.S. mit ein wenig Recherche wäre das alles vermeidbar gewesen. Man darf den Seiten der Tourismusvereine halt nicht alles glauben. Vor allem nicht, wenn der eigene Anspruch evtl. etwas von der Masse abweicht. Mountainbiken ist für viele halt nicht nur Trails fahren.
 
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P.S. mit ein wenig Recherche wäre das alles vermeidbar gewesen. Man darf den Seiten der Tourismusvereine halt nicht alles glauben. Vor allem nicht, wenn der eigene Anspruch evtl. etwas von der Masse abweicht. Mountainbiken ist für viele halt nicht nur Trails fahren.
Wie gesagt, ich hatte keinen reinen Bike Urlaub und war hauptsächlich zum wandern dort, daher hab ich in meinem Kartenmaterial recherchiert. In der Karte war die Auffahrt zum Grödnerjoch als Bikeroute eingezeichnet, in der Realität stand ein Verbotsschild. Kein Problem…auf die Karte geschaut, was gibt es für Alternativen…gefunden…angefahren…ebenso gesperrt für MTB...ab da hatte ich dann keinen Bock mehr nach Alternativen zu suchen und wir waren da nicht die einzigen denen das so ging.
Das passt mMn nicht zur Werbung die die Region betreibt…
 
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In solchen unsicheren Situationen und offiziellen Karten einen Screenshot vom betroffenen Gebiet machen und Verbotsschild ignorieren.....
 
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Naja, der braucht halt Klicks. In meiner Erinnerung waren es schon einige. Mir war aber auch klar anhand der Homepage was mich erwartet. Schöne Panoramen und einige Trails bis S2. Ich werde die Sellaronda auf jeden Fall wieder fahren, auch wenn ich normalerweise etwas schwierigere Trails fahre. Wie am Reschen. Das nächste mal werde ich Canazei als Stützpunkt wählen da der Bikepark ist den man am Ende des Tages noch mehrmals fahren kann. Dann hat man genug Trails gehabt.
 
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