Dabei seit
24. Oktober 2017
Punkte Reaktionen
17
Ort
Absam
Hallo!
Heute mal keine Frage im TechTalk von mir wie sonst immer.. :D

Mein Problem: Wenn ich längere Touren fahre fängt meine linke Hand immer so komisch zu kribbeln an. Sie schläft nicht ein, es ist mehr so als würde etwas einschießen. Wenn ich dann den Griff lockere sind die Beschwerden sofort weg. Lokalisieren lässt sich das Ganze in der Beuge vom Daumen, quasi genau da, wo der Griff reindrückt. Selten sind auch der kleine- und Ringfinger betroffen. Das ganze verspüre ich nicht jedes Mal, allerdings so oft, dass es mir auffällt und nervt.

Die Probleme habe ich auf meinen normalen Trail-Runden nicht, wie gesagt nur, wenn ich davor länger aufwärts gefahren bin.

Da ich in letzter Zeit auch versucht habe, meine Haltung beim climben zu verbessern und Arm-Pump zu reduzieren habe ich mir einen neuen Lenker (Spank Spike mit Vibrocore) eingebaut in der Hoffnung, er würde auch das Kribbeln beseitigen. 760mm breit und 30mm rise. Vorher verbaut war ein 15mm rise Lenker mit 740mm Breite. Außerdem versuch ich im Moment meine Bremshebel etwas flacher zu fahren um die Hände zu entlasten.
Ich fahre die Ergon GA2 Griffe und meistens ohne Handschuhe, da ich mit immer das Gefühl habe, meine Hände säßen nicht richtig am Griff.

Nun meine Fragen: Welche Auswirkungen haben Lenker, Bremshebel-Winkel und Griffe auf die Auslastung der Hände?
Woher könnte dieses Nerven-Kribbeln kommen, und bin ich da mit meinen Änderungen in die richtige Richtung gegangen?

Danke!
 

XCRacer

28/29
Dabei seit
30. Oktober 2001
Punkte Reaktionen
14
Ort
Seempött-Land
Ich hatte am MTB immer das Problem, dass mir die Hände einschliefen. Ähnlich wie du es beschrieben hast. Am Rennrad hatte ich das Problem übrigens nicht.
In der Regel spricht man hier gerne von einem Karpal-Tunnel-Syndrom. Alleine das zu wissen, schafft aber erstmal keine Abhilfe.

Ich habe einiges probiert: U.a. Ergon-Griffe mit dieser breiten Handballenauflage und einen 10°-Lenker, der dafür sorgt, dass die Lenkerkrümmung der natürlichen Handhaltung folgt. Alles ohne nennenswerten Erfolg.

Was hat mir geholfen:
  • Training der Rumpfmuskulatur! Ein stabiler Rumpf entlastet den Druck auf die Hände.
  • Kürzerer Vorbau. Von 90mm auf 50mm. Gleicher Effekt wie Punkt 1.
  • Lenkerbreite verringern. Von 760mm auf 660mm. Somit wird das Handgelenk nicht zu arg abgeknickt und die Handauflage auf den Griffen wird flächiger. Wirkt sich wie Punkt 2 aber auf das Lenkverhalten aus.
  • Sqlab-Griffe in Größe L > Größere Auflagefläche.
So ganz weg sind die Beschwerden immer noch nicht. An Punkt 1 muss man natürlich dranbleiben.

Viel Erfolg beim Ausprobieren. Ich empfehle in der Abarbeitung der beschriebenen Möglichkeiten meine Reihenfolge einzuhalten.
 
Dabei seit
24. Oktober 2017
Punkte Reaktionen
17
Ort
Absam
Ich hatte am MTB immer das Problem, dass mir die Hände einschliefen. Ähnlich wie du es beschrieben hast. Am Rennrad hatte ich das Problem übrigens nicht.
In der Regel spricht man hier gerne von einem Karpal-Tunnel-Syndrom. Alleine das zu wissen, schafft aber erstmal keine Abhilfe.

Ich habe einiges probiert: U.a. Ergon-Griffe mit dieser breiten Handballenauflage und einen 10°-Lenker, der dafür sorgt, dass die Lenkerkrümmung der natürlichen Handhaltung folgt. Alles ohne nennenswerten Erfolg.

Was hat mir geholfen:
  • Training der Rumpfmuskulatur! Ein stabiler Rumpf entlastet den Druck auf die Hände.
  • Kürzerer Vorbau. Von 90mm auf 50mm. Gleicher Effekt wie Punkt 1.
  • Lenkerbreite verringern. Von 760mm auf 660mm. Somit wird das Handgelenk nicht zu arg abgeknickt und die Handauflage auf den Griffen wird flächiger. Wirkt sich wie Punkt 2 aber auf das Lenkverhalten aus.
  • Sqlab-Griffe in Größe L > Größere Auflagefläche.
So ganz weg sind die Beschwerden immer noch nicht. An Punkt 1 muss man natürlich dranbleiben.

Viel Erfolg beim Ausprobieren. Ich empfehle in der Abarbeitung der beschriebenen Möglichkeiten meine Reihenfolge einzuhalten.
Hallo, danke für die Tipps!
Da ich gerade den Lenker getauscht habe wird das mit dem verschmälern eher nix, da müsste ich nochmal ein Stück absägen (der Lenker war ursprünglich 800mm breit, wie jemand mit sowas fahren kann ist mir auch en Rätsel)
50mm Vorbau ist bereits verbaut. Die Griffe werd ich mir mal anschauen.

Zur Rumpfmuskulatur: Ich wollte eh schon unabhängig von dem Problem damit anfangen, meinen unteren Rücken zu trainieren, da ich beim bergauffahren immer leichte Schmerzen im unteren Rücken bekomme. Vielleicht hängt das damit zusammen.
Welches Training wäre denn angebracht?
Kreuzheben? etc..?
lg
 

XCRacer

28/29
Dabei seit
30. Oktober 2001
Punkte Reaktionen
14
Ort
Seempött-Land
Ich habe eine pdf angehangen, die von mir verwendete Übungen enthält. Unter den Abbildungen kannst du die Wiederholung eintragen. Z.B. 3x15.
Kannst aber auch bei YouTube nach Core-Workouts suchen.

Ich mache immer 3 Übungen im Wechsel. D.h. ich beginne mit 10 Wiederholungen Übung1, dann 1x60Sec. Übung2 (pro Seite), 15 Wiederholungen Übung3. Das ganze dann 3x
2x 3 Übungen, die du dir individuell zusammen stellst, sollten pro Tag reichen. Das dann je nach Motivation 1 - 3x pro Woche
 

Anhänge

  • Core-Workouts.pdf
    674,1 KB · Aufrufe: 64
Dabei seit
24. Oktober 2017
Punkte Reaktionen
17
Ort
Absam
Vielen Lieben Dank! Dann werd ich mir das mal ansehen
Hoffentlich ohne mein Kreuz zu zerstören xD
Ich habe eine pdf angehangen, die von mir verwendete Übungen enthält. Unter den Abbildungen kannst du die Wiederholung eintragen. Z.B. 3x15.
Kannst aber auch bei YouTube nach Core-Workouts suchen.

Ich mache immer 3 Übungen im Wechsel. D.h. ich beginne mit 10 Wiederholungen Übung1, dann 1x60Sec. Übung2 (pro Seite), 15 Wiederholungen Übung3. Das ganze dann 3x
2x 3 Übungen, die du dir individuell zusammen stellst, sollten pro Tag reichen. Das dann je nach Motivation 1 - 3x pro Woche
 
Oben Unten