Helm für MTB + Klettern

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Hallo zusammen,

ich bin Neuling im MTB Sport und möchte Cross Country und auch etwas Trail fahren. Dafür suche ich nach dem geeigneten Helm. Damit ich allerdings nur einen Helm in den Urlaub mitnehmen muss, wäre es ideal einen Helm für MTB sowie zum klettern zu haben.

Bei Recherchen bin ich zwar vereinzelt auf geeignete Modelle gestoßen (z.B. Cebe Trilogy), die sind jedoch alle schon älter und mittlerweile nicht mehr erhältlich.

Über einen Tipp wäre ich sehr dankbar :)

Viele Grüße!
 

Bindsteinracer

Rasender Raser ohne Rennerfolge/ B&B U.S. Bikes
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Schwierig ...
An einen Mtb Helm stellst du ja ganz andere Anforderungen,als an einen Kletterhelm!
Blöd gefragt was heißt bei dir Klettern!?
Sport,Alpin,Mehrseillängen oder nur Klettersteig?
 
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Die Helme haben gegensätzliche Ansprüche, sportliches Rad: luftig, damit relativ offen, soll Sturzfolgen mindern. Kletttern: Soll gegen Steinschlag schützen, also möglichst geschlossen.

Gibt sogenannte City Helme, ob die allerdings gut gegen Steine schützen?
 
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Prinzipiell werden die Helme nach komplett unterschiedlichen Normen getestet, müssen also auch unterschiedliche Belastungen aushalten. Es gab wohl mal Helme, die beide Normen erfüllen (Petzl Meteor 3, wenn meine schnellen Google-Fähigkeiten mich nicht im Stich lassen), aber aktuell finde ich keine am Markt die das tun.

Kletterhelme müssen hauptsächlich gegen Steinschlag und Stöße von oben schützen und sind wenig bis garnicht gegen Seiten- oder Hinterkopf-Aufschläge ausgelegt. Da sind momentan zwei Arten von Helmen relevant:
  • Hybridhelme haben eine ziemlich widerstandsfähige Plastikschale, unter der sich z.T. nur oben stoßabsorbierenden Schaumstoff befindet, den Rest deckt eine Gurtkonstruktion ab. Belüftung nur seitlich. -> Ungeeignet fürs Radfahren.
  • Inmold-Helme bestehen zwar rundherum aus (EPS-)Schaumstoff, aber z.T. nur dünne oder garkeine Hartplastikschale aussenherum. Belüftung auch nicht besser.-> Nicht fürs ernsthafte Radfahren geeignet.
Gerade die ultraleichten Inmold-Modelle ohne Hartplastikschale bestehen zwar komplett aus dem Schaumstoff, allerdings muss man die nur mal in der Hand halten, um die Eignung fürs Radfahren anzuzweifeln.

Bleibt also die andere Richtung: Fahrradhelm als Kletterhelm. Sieht man gelegentlich bei absoluten Anfängern oder Kindern, bei denen die Eltern sparen. Ob die Belastbarkeit reicht weiss ich nicht, dazu kenne ich die genauen Anforderungen leider nicht gut genug. Wahrscheinlich läuft es hier wirklich auf den Schutz gegen kleine/spitze Objekte hinaus - alles was durch Luftlöcher eines Fahrradhelmes dringen kann wird ggf. ziemlich schmerzhaft. Nicht umsonst haben Kletterhelme die Belüftung ausschließlich seitlich ;-)

Fazit: Es kommt auf deine Kletterei an. MTB ohne Helm ist einfach ein NoGo, Klettern ohne Helm kommt sehr aufs Gelände an. Wenn wir von Sportkletterei in gutem, festem Gelände fast ohne Steinschlaggefahr reden, kann man auch helmfreies Klettern durchaus verantworten. Bei Klettersteigen in den Alpen müsste man eigentlich immer mit Steinschlag rechnen - da wäre also ein Fahrradhelm vermutlich besser als nichts, aber eben auch nicht so gut wie ein Kletterhelm.

(Nur mit Kletterhelm auf dem Rad zu fahren mache ich nur auf Radwegen mit dem Trekkingrad - da ist der aber auch am Rucksack fest, weil die Belüftung nicht zum Radfahren geeignet ist.)
 
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Uvex P8000 Tour hat Zulassung für Bike, Berg und Ski. Hab ihn beim Biken zwar noch nicht benutzt aber ist für alle Bereiche zugelassen, Gewicht ca 380 Gramm mit der Warmen Mütze fürs Skifahren drin. Hat Halterung für Stirnlampe und Goggels , Verstellung über Boa super einfach, im Klettersteig etwas warm!
Gruaß Tom
 
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Den hatte ich tatsächlich nicht gefunden, wenn noch kein Helm vorhanden ist sieht der wirklich nach einer guten Lösung aus! Belüftungstechnisch wahrscheinlich nicht das Optimum, aber wenn es auf einer Tour nur ein Helm sein soll wahrscheinlich die sicherste Option 👍

Das Gemeine daran: jetzt bekomme ich Lust auf eine Tour mit MTB-Fahrt zur Mehrseillänge (oder notfalls auch dem Klettersteig)...
 
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Danke für eure Antworten! Den Uvex P 8000 werde ich mir definitiv mal ansehen und schauen ob er mir nicht zu warm ist.

Ansonsten denke ich auch, dass zwei separate Helme vielleicht sinnvoller wären.

Viele Grüße!
 
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Heute war mal wieder ein E.S.-Katalog im Briefkasten,

da wird gleich auf dem Umschlag mit einem neuen Kobihelm geworben.. Aber ob der was ist?

Ich hatte mir auch mal überlegt, mir einen für alles zuzulegen. Damals fand ich auch nur den Uvex, aber aufgrund der Größe hab ich davon abgesehen. Entweder hab ich falsch gemessen, mein Kopf ist zu groß oder der Helm ist eher für Kinder gedacht?
 
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Der von Bauernprada wiegt 600g steht dort, also 2x uvex. 🤔

Der uvex geht bis min. 59cm - ist jetzt nicht riesig aber Kopfumfänge über 60cm sind schon seltener.
 

Geißlein

Der unbarmherzige Määäher
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Hallo,

Ja, den Uvex P 8000 habe Ich selber auch für Skihochtouren gekauft und kann den Helm wärmstens weiterempfehlen.
Gerade das geringe Gewicht macht sich hervorragend bemerkbar im Rucksack, wenn man den Helm nicht auf dem Kopf hat.
Ansonsten sitzt der Helm bei mir richtig gut und auch angenehm.
Für die Skiabfahrt und Kletterpassagen am Gipfelaufstieg perfekt. Nur beim Biken hatte Ich den Helm noch nicht auf.

Und ja... Vorteil ist die 3-fach Zulassung
 

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Vom Prinzip her ist der 3 fach zertifizierte Uvex Helm schon verlockend. Allerdings finde ich 360 Gramm für einen Kletterhelm eher schon zu schwer.
Für Kinder gibts ja auch noch den Picchu von Petzl der ebenso zweifach für Klettern und Bike zertifiziert ist.
 
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