Hilfe bei HT-Auswahl für schweren Fahrer

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Hallo zusammen,


nachdem ich hier schon einmal nach Empfehlungen hinsichtlich Hardtails mit hohem Systemgewicht gefragt hatte, habe ich fünf Räder gefunden, welche für mich passen könnten. Nochmal kurz zu meinen Daten:

1,96
102 kg
Innenbeinlänge: 98 cm
Persönlicher Stack: 67,62
Reach: 45,08

Die Stack und Reach-Werte habe ich anhand eines Rechners im Internet ermittelt. Tendenziell habe ich lange Beine und einen vergleichsweise kurzen Rumpf.

Folgende bikes kommen in die engere Wahl:

https://www.giant-bicycles.com/de/fathom-29-2020
https://www.merida-bikes.com/de-de/bike/551/bignine-700
https://www.merida-bikes.com/de-de/bike/554/bignine-xt-edition
https://www.cannondale.com/de-de/bikes/mountain/trail-bikes/trail/trail-1-smu?sku=c26150m10sm
https://www.ghost-bikes.com/bikes/hardtail/bike/nirvana-tour-advanced/

Haupteinsatzgebiet sind Touren mit S1-Singletrail-Anteil. Die Geometrie sollte daher eher komfortorientiert sein. Beim Ghost liegt das maximale Systemgewicht bei 120 kg, was eventuell schon knapp werden könnte. Bei den anderen Rädern bei fast 140 kg.

Zu den an den Merida bikes verbauten Manitou Gabeln habe ich keine Erfahrungswerte. Aktuell fahre ich eine Reba, die im Gegensatz zu Fox Gabeln wartungsärmer sein soll.


Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen / Empfehlungen.
 

Alpine Maschine

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Cannondale hatte mal den Ruf sehr steifer Rahmen (Hardtails). K.A., ob das noch so ist.

Aber wenn die anderen bis 140 freigegeben sind, kannste ja sogar noch n 20-Kilo-Fotorucksack mitnehmen. Shoot ahaed.

Auf Dauer vielleicht steifere Laufräder, da könnte man evtl. noch was machen.

Ansonsten würde ich schauen, ob du jeweils mal ne Parkplatz-Runde drehen kannst. Da merkste dann schon, ob das mit Stack und Reach hinkommt. Nur nicht in ein Rad mit falscher Geo verlieben!
 
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Servus,

das Giant und das Merida big.nine XT kannst von deiner Liste streichen. Die sind zu kurz.
Finde ich jetzt nicht unbedingt. Zumindest könnte man da mit der Vorbaulänge experimentieren. Sitze tendenziell lieber aufrechter als gestreckt. Mein aktuelles Canyon Al 6.9 aus dem Jahr 2013 hat mir da ziemliche Rücken- und Nackenschmerzen beschert (Gr. XL). Daher bin ich von der Vorbaulänge 110mm auf 80mm runter, was zusammen mit dem Race Face Turbine Lenker eine wesentliche Verbesserung gebracht hat.
 
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Die Meridas sehen vom Oberrohr eher kürzer aus.

Vom Gefühl her würde ich dir zum Ghost raten. Ich hatte 3 Stück.
Cannondale bauen gute Räder, allerdings hatte ich hier immer die Erfahrung gemacht, dass man auch den Namen bezahlt.

Ansonsten würde ich auf nachstehende Details achten:

  • Schau das du möglichst eine Rockshox Gabel bekommst. Die Fox sind mir persönlich manchmal tatsächlich zu sensibel. (klingt blöd, ich weiss). Aber die Wartungsintervalle und Kosten sind einfach nur doof. Die Rockshox ist hier deutlich unproblematischer und macht auch einen sehr guten Job
  • Ebenfalls würde ich dir zu einer absenkbaren Sattelstütze raten. Das gibt dir im Gelände mit deinen Beinen sicherlich mehr Bewegungsspielraum und Sicherheit. z.B. BikeYoke divine SL.
  • Die Bremsanlage ist natürlich bei dir auch extrem wichtig.
 

Alpine Maschine

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Cannondale bauen gute Räder, allerdings hatte ich hier immer die Erfahrung gemacht, dass man auch den Namen bezahlt.
Und, falls neu, die lebenslange Garantie.

Schau das du möglichst eine Rockshox Gabel bekommst. Die Fox sind mir persönlich manchmal tatsächlich zu sensibel. (klingt blöd, ich weiss). Aber die Wartungsintervalle und Kosten sind einfach nur doof. Die Rockshox ist hier deutlich unproblematischer und macht auch einen sehr guten Job
Sorry, dass ist Unsinn. 'ne Gabel muss auch nicht jedes Jahr in die Wartung, sondern je nach Verschleiß. Da nehmen sich RS und Fox nichts.

Ebenfalls würde ich dir zu einer absenkbaren Sattelstütze raten. Das gibt dir im Gelände mit deinen Beinen sicherlich mehr Bewegungsspielraum und Sicherheit. z.B. BikeYoke divine SL.
+1 Die Yoke ist aber recht teuer afaik.

Die Bremsanlage ist natürlich bei dir auch extrem wichtig.
Große Scheiben (200/203mm) und scharfe Beläge (genügend Diskussionen hier im Forum) helfen.
 
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Das Ghost ist halt schon sehr robust gebaut, dass sieht man an der Rohrführung, Schweißnähte etc.
Das Cannondale wäre mir bei dem Gewicht zu filigran. (Besonders am Hinterbau)
 
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Das Ghost ist halt schon sehr robust gebaut, dass sieht man an der Rohrführung, Schweißnähte etc.
Das Cannondale wäre mir bei dem Gewicht zu filigran. (Besonders am Hinterbau)
Naja, trotzdem ist das Cannondale bis 138 kg zugelassen, das Ghost bis 120 kg. Wie schauts denn bei den einzelnen Komponenten aus- wo stimmt denn Preis/Leistung am besten?
 
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Finde ich jetzt nicht unbedingt. Zumindest könnte man da mit der Vorbaulänge experimentieren. Sitze tendenziell lieber aufrechter als gestreckt. Mein aktuelles Canyon Al 6.9 aus dem Jahr 2013 hat mir da ziemliche Rücken- und Nackenschmerzen beschert (Gr. XL). Daher bin ich von der Vorbaulänge 110mm auf 80mm runter, was zusammen mit dem Race Face Turbine Lenker eine wesentliche Verbesserung gebracht hat.
Das ist nicht wirklich hilfreich. Es hilft dir auch nicht wenn ich jetzt schreibe... ich hab einen RaceFace Atlas und Sixc Lenker verbaut.
Ein Lenker hat eine Breite, Rise, Back- und Upsweep. Dieser ergibt mit der Rahmengeo, Vorbau und Körpermaßen einen Sinn oder Anhaltspunkt.
Ich tippe einfach mal, deine Front war zu niedrig deswegen Lenker mit mehr Rise und und vielleicht Breite. Deswegen Nackenschmerzen vom Kopf nach oben richten. Vielleicht liege ich falsch.

Ein langes Bike bedeutet nicht automatisch dass man gestreckt sitzt. Jedoch sitzt man nicht zusammengefaltet auf dem Bike. Heute ist der Rahmen länger, dafür der Vorbau kürzer.
Ist dein Bike ein 26 von Canyon oder 29? Bei einem 29 ist die Tretlagerabsenkung größer als bei kleineren Laufrädern. Das spielt mit rein. Du sitzt zentraler im Bike, statt auf dem Bike.

Reach: 45,08

Die Stack und Reach-Werte habe ich anhand eines Rechners im Internet ermittelt. Tendenziell habe ich lange Beine und einen vergleichsweise kurzen Rumpf.
Ich hab auch mal im Internet mir meine Rahmengröße berechnen lassen. Es kam M raus. Ich fahre langes L oder eher XL meistens :oops:

Ich hatte kurzzeitig ein HT mit 450 Reach und 90mm Vorbau. Nach 3 Monaten kam es weg. Hat einfach nicht gepasst mit dem Vorbau. Hat sich auch gestreckt angefühlt.
Das aktuelle Bike hat 475 Reach und 50mm Vorbau. Wenn ich Spacer, Steigung Vorbau etc. berücksichtige, ist das aktuelle Bike etwa gleich lang, die Front +/- gleich, ich sitze tiefer im Bike und gefühlt deutlich weniger gestreckt.
Aber ich bin 10cm kleiner als Du.

Naja, trotzdem ist das Cannondale bis 138 kg zugelassen, das Ghost bis 120 kg. Wie schauts denn bei den einzelnen Komponenten aus- wo stimmt denn Preis/Leistung am besten?
Ich würde diesen Punkt nach hinten stellen. Oder du liest einen Test und kaufst den Testsieger.

Die meisten Hersteller haben deine Größe nicht als Kerngruppe und den Focus darauf. Die besten Komponenten bringen nichts wenn dir das Bike von der Geo nicht passt. Das wäre für mich das wichtigste.
 
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Ich würde diesen Punkt nach hinten stellen. Oder du liest einen Test und kaufst den Testsieger.

Die meisten Hersteller haben deine Größe nicht als Kerngruppe und den Focus darauf. Die besten Komponenten bringen nichts wenn dir das Bike von der Geo nicht passt. Das wäre für mich das wichtigste.
Naja, Testsieger bei den oben genannten bikes gibt es in dem Sinne ja nicht. Da ich bisher nur Canyon und Trek gefahren bin (von Trek gibt es aktuell nichts, was mich anlachen würde. Trotz ebenfalls hohem Systemgewicht) habe ich auch keine sonstigen Erfahrungswerte. Es kommt allerdings kein Canyon mehr in Frage.
 

Aldar

MimiMi
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Zu hülfe....jemand der sich bei 100Kg und S1 Trails ins Hemd macht. Geh zum Händler , setzt dich auf paar Räder , nimm das was dir am besten taugt. Dein Gewicht ist jetzt nicht so spektakulär das es bei deinem Einsatzgebiet irgend ein Rad vor Probleme stellen wird in der Preiskategorie in der du suchst.

Mein tipp Trek Procaliber & Rückentraining
 

Alpine Maschine

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Zu hülfe....jemand der sich bei 100Kg und S1 Trails ins Hemd macht.
Na, so isses ja jetzt auch nicht. War schon nett gefragt mit den richtigen Infos, ein paar Bikes zur Auswahl, da kann man schon mal 'n Ton sagen.

Wie diesen sinnvollen:
nimm das was dir am besten taugt. Dein Gewicht ist jetzt nicht so spektakulär das es bei deinem Einsatzgebiet irgend ein Rad vor Probleme stellen wird in der Preiskategorie in der du suchst.
Deswegen auch zumindest kurze Probefahrt.

Machen wir Ausgleichstraining draus, dann sind wir d'accord. Aber das gilt ja quasi für jede Sportart.
 
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Zu hülfe....jemand der sich bei 100Kg und S1 Trails ins Hemd macht. Geh zum Händler , setzt dich auf paar Räder , nimm das was dir am besten taugt. Dein Gewicht ist jetzt nicht so spektakulär das es bei deinem Einsatzgebiet irgend ein Rad vor Probleme stellen wird in der Preiskategorie in der du suchst.

Mein tipp Trek Procaliber & Rückentraining
Wo ist das Problem? Ich fahre lieber entspannte Touren, als mich verblockte Trails runterzuquälen. Daher auch ein Hardtail. Jedem das Seine würde ich sagen. Ich mache primär Krafttraining, da musst du mir nichts zum Thema Rücken trainieren erklären.

Trotzdem danke für die Empfehlung.
 

Aldar

MimiMi
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Wo ist das Problem?
Beim Ghost liegt das maximale Systemgewicht bei 120 kg

Hier liegt das "Problem" - du zerbrichst dir den Kopf über ein "Problem" das nur in deinem Kopf existiert.

Gez. Aldar , 115 Kg nackig , Touren und S1 Fahrer der selbst das das 450euro Leihrad im Urlaub nicht in die knie zwingen konnte obwohl er es versucht hat.


Nochmals, zum Thema Rücken / Bauchtraining brauche ich von dir keine Empfehlungen..
anscheinend schon , würdest du nämlich welches ( egal welches) machen hättest du keine/weniger Rücken & Nackenschmerzen beim Radfahren
 

Alpine Maschine

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Ach kommt jetzt, das war doch auch nur nett gemeint @Aldar. Kann man ja nicht ahnen. Und typischerweise haben "Soft"-Biker* eine schlecht ausgebildete Rumpfmuskulatur, die für's Radfahren halt auch oft unterschätzt wird.

anscheinend schon , würdest du nämlich welches ( egal welches) machen hättest du keine/weniger Rücken & Nackenschmerzen beim Radfahren
Falsche Haltung nützt die beste Muskulatur nix. Z.B.

Jetzt seid friedlich.

*no offense, jeder, wie er mag
 

cxfahrer

Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch
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Hier liegt das "Problem" - du zerbrichst dir den Kopf über ein "Problem" das nur in deinem Kopf existiert.

Gez. Aldar , 115 Kg nackig , Touren und S1 Fahrer der selbst das das 450euro Leihrad im Urlaub nicht in die knie zwingen konnte obwohl er es versucht hat.



anscheinend schon , würdest du nämlich welches ( egal welches) machen hättest du keine/weniger Rücken & Nackenschmerzen beim Radfahren
Hab ich irgendwo geschrieben, dass ich Rücken- und Nackenschmerzen habe? Du musst hier auch nichts hineininterpretieren. Ich möchte lediglich entspannt sitzen. Das "Problem", was nur in meinem Kopf existiert wird zum realen, wenn irgendein Teil gehimmelt wird, weil ich das bike dauerhaft über der Maximalbelastung fahre.
 

Alpine Maschine

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Ich glaube es wird ganz, ganz schwierig dir eine allgemeingültige Empfehlung zu geben.
Ich habe 6 Räder, alle mit leicht unterschiedlichen Geometrien. Das ein oder andere tendiert bei mir ebenfalls zu Muskulären Rückenproblemen. Nach 3-4 Wochen regelmäßiger Nutzung ist das dann aber auch Geschichte. Tatsächlich hilft ein gezieltes Rückentraining ungemein.
Dann kommt es auch noch darauf an wie lange du im Sattel verbringen möchtest. Reden wir hier von 1-2 Stunden Touren oder von 4-5 Stunden?

Es hat bei mir Ewigkeiten gedauert, bis ich für mich die optimale Abstimmung gefunden hatte.
Ich bin 1,70cm bei 65kg, da ist es anders. Hier hat bei mir aber z.B. sehr viel die Umstellung von 175cm Kurbeln auf 170cm gebracht. Dadurch machen meine Beine eine andere Bewegung und kommen nicht mehr so weit nach oben. Dass ist schon viel angenehmer. Ebenso bin ich von einem Flatbar auf einen leichten Rizer mit leichten Winkeln nach oben sowie nach hinten umgestiegen. (leichte) Ergogriffe brachten noch einmal mehr Abstützung für die Handballen. Die ganz fetten Ergogriffe brachten das Gegenteil. Das Weglassen von Handschuhen mit eingearbeiteten Gels und Polsterballen brachte ebenfalls insgesamt mehr Entspannung.

Ein Bikefitting nahm mir meine muskulären Verspannungen, sowie die einseitig Schmerzen zwischen dem Schritt auf langen Touren. Hier musste ich mich erst einmal an die neue Ergonomie gewöhnen. Als sich der Körper aber nach 2 Wochen darauf eingestellt hatte (fahre 3x die Woche) habe ich den Unterschied bemerkt. Es macht jetzt einfach tierisch Spass, wenn du nach 3 Stunden im Sattel immer noch körner übrig hast und am Körper keine einzige Stelle ist die dich zwickt. Das ist schon sehr befreiend.

Mein Tipp wäre daher: Nehme vielleicht zunächst etwas Geld in die Hand und mache ein Bikefitting ohne Rad. Dort kannst du dann mit den verschiedenen "Geometrien" und vor allem den Sattelstellungen und vielleicht sogar Kurbelgarniturenlängen experimentieren. Die Jungs haben auch viel Erfahrung und sehen schon binnen Sekunden wie du dich auf dem Rad bewegst und wo deine neuralgischen Punkte sind.
Wenn du dann deine Empfehlungen bekommen hast, kannst du anhand der Datenbanken nach der Geo suchen, die deinem Körper am besten entspricht. Wenn es zu extrem ist, könnte natürlich auch ein Customframe, also ein für dich maßgefertigter Rahmen auch etwas sein.

Ich könnte mir nämlich auch vorstellen, dass du mit 180mm Kubeln am besten zurecht kommst. Entscheidend ist hier aber das Oberschenkel- Unterschenkel Verhältnis wie sich deine Beine in der Kreisbewegung verhalten. Das hat extreme Auswirkungen auf die Muskulatur. Auch das sehen die Jungs vom Bikefitting in der Bewegung.

Der Witz ist nämlich auch der: Dein Körper stellt sich erst in 4-6 Wochen bei regelmäßiger Fahrt (mindestens 2x Woche) auf deine dann optimierte Geometrie ein. Erst wenn die körperliche Anpassung erfolgt ist, profitierst du von der ganzen Sache.
Bei einer kurzen Probefahrt ist das aber nicht möglich. Du kannst hier höchstens die Extreme ausschließen (viel zu kurz, viel zu lang, komische Balance im Stehen, kippendes Verhalten beim Lenkeinschlag etc.)
Es ist also essentiell, dass Sattelposition, Sattelhöhe, Geometrie, Vorbaulänge, Lenkerwinkel, Griffe, Handschuhe und vor allem die Kurbellänge auf dich abgestimmt sind.

Ich weiss wovon ich spreche, denn ich fahre derzeit ca. 3-4 mal die Woche zwischen 3,5-4 Stunden, manchmal 5. Ich kenn das also. Da darf NICHTS zwicken, sonst drehst du spätestens nach 1,5-2 Stunden um. Das macht dann kein Spass. Ich war da teilweise auch verzweifelt.
Jetzt habe ich aber meine Einstellung und vor allem meinen SATTEL gefunden. Mit den ganzen o.g. Maßnahmen läuft es jetzt nahezu perfekt.

Alles andere ist in meinen Augen stochern im Heuhaufen.

Am wenigsten Probleme habe ich z.B. mit meinen beiden 26" Hardtails. Mit denen bin ich auch am schnellsten unterwegs.
Ich habe zwar auch ein 27,5" Carbonfully unter 10kg und ein 29" Carbonhardtail mit etwa 8,9kg, aber von der Geo sind die 26" am Besten.
Natürlich passt das nicht zur aktuellen gehypten 29" Fraktion, welche überall in den Bikemagazinen etc. vorzufinden sind. Du bekommst ja noch nicht einmal mehr 26". Gehst du aber nach den Tests und anderen Meinungen bist du verratzt. Für diese Erkenntnis musste ich aber teuer bezahlen.

Für dich ist aber ein 29" sicherlich schon mal die richtige Wahl.
 
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cxfahrer

Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch
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Ich glaube es wird ganz, ganz schwierig dir eine allgemeingültige Empfehlung zu geben.
Ich habe 6 Räder, alle mit leicht unterschiedlichen Geometrien. Das ein oder andere tendiert bei mir ebenfalls zu Muskulären Rückenproblemen. Nach 3-4 Wochen regelmäßiger Nutzung ist das dann aber auch Geschichte. Tatsächlich hilft ein gezieltes Rückentraining ungemein.
Dann kommt es auch noch darauf an wie lange du im Sattel verbringen möchtest. Reden wir hier von 1-2 Stunden Touren oder von 4-5 Stunden?

Es hat bei mir Ewigkeiten gedauert, bis ich für mich die optimale Abstimmung gefunden hatte.
Ich bin 1,70cm bei 65kg, da ist es anders. Hier hat bei mir aber z.B. sehr viel die Umstellung von 175cm Kurbeln auf 170cm gebracht. Dadurch machen meine Beine eine andere Bewegung und kommen nicht mehr so weit nach oben. Dass ist schon viel angenehmer. Ebenso bin ich von einem Flatbar auf einen leichten Rizer mit leichten Winkeln nach oben sowie nach hinten umgestiegen. (leichte) Ergogriffe brachten noch einmal mehr Abstützung für die Handballen. Die ganz fetten Ergogriffe brachten das Gegenteil. Das Weglassen von Handschuhen mit eingearbeiteten Gels und Polsterballen brachte ebenfalls insgesamt mehr Entspannung.

Ein Bikefitting nahm mir meine muskulären Verspannungen, sowie die einseitig Schmerzen zwischen dem Schritt auf langen Touren. Hier musste ich mich erst einmal an die neue Ergonomie gewöhnen. Als sich der Körper aber nach 2 Wochen darauf eingestellt hatte (Fahre 3x die Woche) habe ich den Unterschied bemerkt. Es macht jetzt einfach tierisch Spass, wenn du nach 3 Stunden im Sattel immer noch körner übrig hast und am Körper keine Einzige Stelle ist die zwickt. Das ist schon sehr befreiend.

Mein Tipp wäre daher: Nehme vielleicht zunächst etwas Geld in die Hand und mache ein Bikefitting ohne Rad. Dort kannst du dann mit den verschiedenen "geometrien" und vor allem Sattelstellungen und vielleicht sogar Kurbelgarniturenlängen experimentieren. Die Jungs haben auch viel Erfahrung und sehen schon binnen Sekunden wie du dich auf dem Rad bewegst und wo deine neuralgischen Punkte sind.
Wenn du dann deine Empfehlungen bekommen hast, kannst du anhand der Datenbanken nach der Geo suchen, die deinem Körper am besten entsprechen.

Ich könnte mir nämlich auch vorstellen, dass du mit 180mm Kubeln am besten zurecht kommst. Entscheidend ist hier aber das Oberschenkel- Unterschenkel Verhältnis wie sich deine Beine in der Kreisbewegung verhalten. Das hat extreme Auswirkungen auf die Muskulatur.

Der Witz ist nämlich auch der: Dein Körper stellt sich erst in 4-6 Wochen bei regelmäßiger Fahrt (mindestens 2x Woche) auf deine dann optimierte Geometrie ein. Erst wenn die körperliche Anpassung erfolgt ist, profitierst du von der ganzen Sache.
Bei einer kurzen Probefahrt ist das aber nicht möglich. Du kannst hier höchstens die Extreme ausschließen (viel zu kurz, viel zu lang, komische Balance im Stehen, kippendes Verhalten beim Lenkeinschlag etc.)
Es ist also essentiell, dass Sattelposition, Sattelhöhe, Geometrie, Vorbaulänge, Lenkerwinkel, Griffe, Handschuhe und vor allem die Kurbellänge auf dich abgestimmt sind.

Ich weiss wovon ich spreche, denn ich fahre derzeit ca. 3-4 mal die Woche zwischen 3,5-4 Stunden, manchmal 5. Ich kenn das also. Da darf NICHTS zwicken, sonst drehst du spätestens nach 1,5-2 Stunden um. Das macht dann kein Spass. Ich war da teilweise auch verzweifelt.
Jetzt habe ich aber meine Einstellung und vor allem meinen SATTEL gefunden. Mit den ganzen o.g. Maßnahmen läuft es jetzt nahezu perfekt.

Alles andere ist in meinen Augen stochern im Heuhaufen.
Tl; dr

Ich konnte mich auf die absurdesten Bikes innerhalb kurzer Zeit anpassen und war meist 2-5h unterwegs. Nie ein Problem. Außer dass ich mal einen Bandscheibenvorfall bekam, aber nicht vom Radeln - seither mache ich IMMER Rückentraining. Ich sitze auf langen Runden völlig entspannt, da ich viel freihändig fahre...;)

Probefahren, kaufen. Keine Vorbauten länger wie 80mm!
Auf eine Bremse mit Sinter-tauglichen Scheiben achten, sonst wird aufrüsten teuer. Ob BR-M 500, SLX oder XT ist dann erstmal wurst.
 
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