How to - Schotter Strecken an den Alpen

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Servus Leute,

ich könnte mal ein paar Tips benötigen. Bin letztes Jahr vom Rennrad aufs Hardtail gewechselt was ich bis Dato nicht bereut habe.

Heute mal wieder bissl in die Berge rein gefahren und musste feststellen das selbst ein gestandener Kerl mit über 1.90m und 100kg weiche Knie bei 18% Gefälle auf einer Schotter Strecke (feuch war es auch noch bissl) bekommt und das Rad geschoben hat.

Zwei Sachen sind mir aufgefallen:
1. Das Gefühl gehabt zu haben einen Salto vorwärts machen zu wollen
2. kein Vertrauen in die Bremsen, habe das Gefühl das mein Gewicht das einfach durch rutscht.

Beim weiteren Verlauf der Strecke war es im Schnitt dann so 11% Gefälle auf 2 km (bis zu 15%) wo ich dann die Bremse bis zum Kreischen gebracht habe. Wollte nicht unbedingt schneller als 25 km/h fahren wo es dann mehr als 10% Gefälle waren.

Schreibe mal kurzes Setup auf und bin für jede Idee dankbar da ich die Strecke gerne öfter fahren würde.

Rad : Cannondale Flash 29er Hardtail
Bremsen : Standart Avid Elixier 9
Reifen : Conti Race King Race Sport, 2.1 bar h / 2.3 bar v
Gut der Reifen ist nicht der richtige deswegen kommt auch noch eine 2. Laufradsatz ins Haus.
Sattel : Position ist zur Zeit auf optimale Kraftübertragung für normalen Strecken eingestellt. Also recht weit raus, das ich mit der Ferse sauber auf die untenstehende Pedale komme bei geraden Becken.

War auch am überlegen ob ein Fully für sowas die bessere Geometrie bietet.

Danke im voraus und Grüße ;)
 
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Alpine Maschine

Es könnte auch gelogen sein!
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Der Reifen ist sicher nicht ideal für Schotterabfahrten. Ebenso ist Dein Bike keine Downhill-Maschine.

Trotzdem kann man mit der passenden Fahrtechnik auch mit deinem Bike und deinen Reifen eine Schotterabfahrt locker meistern.

Bevor hier lange Erklärungen folgen empfehle ich dir, einfach mal einen Fahrtechnik-Kurs zu besuchen oder dir z.B. "Besser biken" von Stefan Herrmann zuzulegen (ist ne DVD). Denn ohne Bilder ist das scgwer zu erklären, worauf du beim bergab fahren generell und im Schotter achten solltest (Körperhaltung, Blickführung usw.).
 
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  • Sattel so weit wie möglich absenken damit er nicht mehr im Weg ist.
  • Den Körperschwerpunkt während der Bremsung so weit nach hinten verlagern, dass das gesamte Körpergewicht auf den Pedalen lastet. Also weder mit den Armen auf dem Lenker abstützen, noch am Lenker ziehen.
 

MucPaul

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18% auf Schotter ist doch kein Problem.
Wie lekanto geschrieben hat, Sattel runter und Gewicht nach hinten. Der Race King rutscht Dir in den Kurven weg, daher bei geradeaus bremsen und in Kurven ohne Belastung durchfahren. 25 km/h ist sowieso zuviel. Nimm 10 raus und Du solltest gut runter kommen. Der Race King hat nur kleine Stollen, die auf Schotter schlecht greifen.

Aber mit guter Fahrtechnik ist das kein Problem. Bin selber mal vom Schachenhaus/Zugspitze mit einem Schwalbe Land Cruiser auf 20% Schotter runter. Klingt zwar komisch, geht aber ganz gut. Und der Cruiser hatte noch einen Mittelsteg.
 

Marc B

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Eine Variostütze mit Remote-Hebel am Lenker für das schnelle Absenken wäre super geeignet! Ansonsten nicht zu viel Luftdruck in den Reifen haben (so ca. 2,0 bar) und Fahrtechniktraining absolvieren u. danach selber alleine intensiv weiterüben.

Meine Erfahrung: Viele Rennradler, die aufs MTB umsatteln, machen grundlegende Fehler bei der Kurventechnik, da sie die gewohnte Technik aus dem Straßenbereich übernehmen (Legetechnik), anstatt die aktive Drücktechnik zu vollziehen. Dieser Fehler kann schnell zu Stürzen führen, also unbedingt auf den Unterschied achten!

Ride on,
Marc
 

Marc B

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Auch ein guter Clip allgemein zum Bergabfahren:


Und einer zum Thema Drücktechnik:

 

pedax

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...
Heute mal wieder bissl in die Berge rein gefahren und musste feststellen das selbst ein gestandener Kerl mit über 1.90m und 100kg weiche Knie bei 18% Gefälle auf einer Schotter Strecke (feuch war es auch noch bissl) bekommt und das Rad geschoben hat.
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1. Das Gefühl gehabt zu haben einen Salto vorwärts machen zu wollen
2. kein Vertrauen in die Bremsen, habe das Gefühl das mein Gewicht das einfach durch rutscht.
...
Beim weiteren Verlauf der Strecke war es im Schnitt dann so 11% Gefälle auf 2 km (bis zu 15%) wo ich dann die Bremse bis zum Kreischen gebracht habe. Wollte nicht unbedingt schneller als 25 km/h fahren wo es dann mehr als 10% Gefälle waren
...
Reifen : Conti Race King Race Sport, 2.1 bar h / 2.3 bar v
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Sattel : Position ist zur Zeit auf optimale Kraftübertragung für normalen Strecken eingestellt. Also recht weit raus, das ich mit der Ferse sauber auf die untenstehende Pedale komme bei geraden Becken.

  1. Die vorhin schon erwähnten DVDs "Besser Biken" und "Besser Biken 2" sind auf jeden Fall zu empfehlen
  2. 18% auf Schotter ist eigentlich nicht steil -> ich hab Mountainbiken auf einem Berg gelernt der Uphill über 16% Durchschnittssteigung auf Schotter hat
  3. Die Bremsen machen das schon mit, aber wenn du dich unwohl fühlst nim am Anfang noch etwas mehr Tempo raus
  4. Nach vorne überschlagen tut es dich bei 18% definitiv nicht (außer du spielst dich sehr sehr unbegabt mit der Vorderbremse)
  5. Gib bergab den Sattel ganz rein (ruhig auf Anschlag) --> dann hast du mehr Kontrolle über das Bike und deinen Schwerpunkt
  6. Der Reifen war auch auf meinem Hardtail in Serie verbaut um das "Verkaufsgewicht" zu senken (weil der Reifen sehr leicht ist) --> ist aber auf Schotter nicht gut er hält zwar wenn man ihn richtig reinlegt, wenn man das Bike aber nur etwas reinlegt hat er keine Stollen in dem Bereich und das Hinterrad rutscht weg (bekommt aber wieder Grip wenn du dann noch schräger liegst) --> ich bin dann umgestiegen auf Advantage vorne und Ardent hinten (beide in 2,2") auch wenn das für ein Hardtail vielleicht etwas überdimensioniert erscheinen mag
  7. Übung macht den Meister! --> nur nicht aufgeben, immer weiter probieren --> das wird schon :daumen:
 
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  • Den Körperschwerpunkt während der Bremsung so weit nach hinten verlagern, dass das gesamte Körpergewicht auf den Pedalen lastet. Also weder mit den Armen auf dem Lenker abstützen, noch am Lenker ziehen.

Das halte ich für sehr gefährlich. Du entlastest das Vorderrad viel zu stark. Das kann dazu führen, dass sowohl beim Lenken als auch beim Bremsen auf rutschigem oder losem Untergrund (=Schotter) das Vorderrad wegrutscht.

Gerade bei Schotter baucht man daher etwas Last auf dem Vorderrad.
 

pedax

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Das halte ich für sehr gefährlich. Du entlastest das Vorderrad viel zu stark. Das kann dazu führen, dass sowohl beim Lenken als auch beim Bremsen auf rutschigem oder losem Untergrund (=Schotter) das Vorderrad wegrutscht.

Gerade bei Schotter baucht man daher etwas Last auf dem Vorderrad.

:daumen: die meisten Leute fahren sowieso mit dem Schwerpunkt viel zu weit hinten, beim anbremsen einer Kurve (vor allem im steilen Gelände) kann man ruhig mal kurz (je nach Untergrund) etwas hinter den Sattel gehen, aber spätestens beim Einlenken braucht man wieder richtig Druck auf den Lenker (und genau das machen sehr viele falsch und bleiben mit dem Schwerpunkt zu weit hinten) --> aber ich glaube der TE hat viel grundlegendere Probleme als einen nicht ganz passenden Schwerpunkt
 

discordius

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Das gleiche Rad fahre ich auch, bei wenigen Zentimetern mehr Körpergröße in XL und habe damit weniger Überschlagsgefühle als mit meinem 26er Fully. Es liegt meiner Meinung nach nicht an der Geometrie, so extrem racelastig ist die ja auf dem 29er Flash eh nicht.
Mal eine blöde Frage, bist du im Stehen oder Sitzen gefahren?

Ein anderer Reifen könnte gerade vorne etwas mehr Sicherheit bringen. Da der Rollwiderstand vorne von untergeordneter Bedeutung ist, würde ich auch ohne einen zweiten Laufradsatz wechseln. Mit dem Mountain King RaceSport komme ich deutlich besser klar, als mit dem Racing Ralph mit dem das Rad geliefert wurde.
 

MucPaul

Bike Parts Prepper und Diät-Carboniker
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Das gleiche Rad fahre ich auch, bei wenigen Zentimetern mehr Körpergröße in XL und habe damit weniger Überschlagsgefühle als mit meinem 26er Fully. Es liegt meiner Meinung nach nicht an der Geometrie, so extrem racelastig ist die ja auf dem 29er Flash eh nicht.
Mal eine blöde Frage, bist du im Stehen oder Sitzen gefahren?

Ein anderer Reifen könnte gerade vorne etwas mehr Sicherheit bringen. Da der Rollwiderstand vorne von untergeordneter Bedeutung ist, würde ich auch ohne einen zweiten Laufradsatz wechseln. Mit dem Mountain King RaceSport komme ich deutlich besser klar, als mit dem Racing Ralph mit dem das Rad geliefert wurde.

Der Racing Ralph ist ja auch ein sehr leichter XC Wettkampfreifen für's flache Gelände. So war's mal gedacht bei Schwalbe.
 
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Das halte ich für sehr gefährlich. Du entlastest das Vorderrad viel zu stark.
Beim Lenken stimme ich dir zu, beim Bremsen (wovon der TE ja hauptsächlich spricht) bin ich anderer Meinung.
Gerade bei Schotter baucht man daher etwas Last auf dem Vorderrad.
Zustimmung. Die Pedale sind ja zwischen VR und HR. Somit habe ich ja "etwas Last auf dem Vorderrad" und auch etwas Last auf dem HR.
Lediglich wenn ich am Lenker ziehen würde, würde ich das VR entlasten. Ich sage aber weder am Lenker ziehen, noch am Lenker drücken.

Hier die Problembeschreibung des TE:
Zwei Sachen sind mir aufgefallen:
1. Das Gefühl gehabt zu haben einen Salto vorwärts machen zu wollen
2. kein Vertrauen in die Bremsen, habe das Gefühl das mein Gewicht das einfach durch rutscht.

Zu 1.: Übt er jetzt noch Druck auf den Lenker aus, so senkt sich die Federgabel ab und das Überschlagsgefühl wird noch verstärkt.

Zu 2.: Geringere Bremskräfte pro Bremse lassen sich besser dosieren und schaffen so Sicherheit und Vertrauen. Damit der TE die Bremskraft auf beide Bremsen verteilen kann, muss auch das Gewicht auf beide Räder verteilt werden -> Der Schwerpunkt muss zwischen den Rädern liegen -> Gewicht auf die Pedale.

Weitere Vorteile vom Gewicht auf den Pedalen:

  • Ich übertrage mein Gewicht am tiefstmöglichen Punkt zentral auf das Fahrrad -> gut für's Gleichgewicht und Handling.
  • Wenn ich die Bremskraft auf beide Bremsen verteile, dann verliere ich bei Haftungsabriss (von einem Rad) nur die "halbe" Bremskraft. Die Situation ist leichter zu beherrschen.
  • Ich kann vorn und hinten die gleichen Bremsen montieren und brauche nicht vorne einen Wurfanker und hinten eine Leichtbaubremse.
 
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Zustimmung. Die Pedale sind ja zwischen VR und HR. Somit habe ich ja "etwas Last
auf dem Vorderrad" und auch etwas Last auf dem HR.
Also auf schnellen Schotterabfahrten, wo man am Grenzbereich durch die Kurven fährt (in der Kurve wird nicht gebremst, nur davor), habe ich eine zentrale, leicht frontlastige Position auf dem Bike, egal ob es ein CC oder DH-Bike ist. Der Grund: ein rutschendes Vorderrad ist deutlich anspruchsvoller zu kontrollieren als an rutschendes Hinterrad.

Lediglich wenn ich am Lenker ziehen würde, würde ich das VR entlasten. Ich sage aber weder am Lenker ziehen, noch am Lenker drücken.
Ich weiss nicht wie du das machst: Bei einer deutlichen Bremsung keinen Druck mit den Händern auf den Lenker auszuüben, sondern alles über die Beine auf die Pedale geben.

Dazu müsstest du soweit hinten unten sein, das kann ich mir gar nicht vorstellen.
 

pedax

Österreicher
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Leogang, Österreich
pedax schrieb:
ich glaube der TE hat viel grundlegendere Probleme als einen nicht ganz passenden Schwerpunkt
Tweaknews schrieb:
1. Das Gefühl gehabt zu haben einen Salto vorwärts machen zu wollen
Ich kenne nichts was hier besser hilft als ein "passender Schwerpunkt".

flyingscot schrieb:
Gerade bei Schotter baucht man daher etwas Last auf dem Vorderrad.
ich find es lustig, dass du auf das Überschlasgefühl als Argument ansprichst, wenn du vorher selbst mehr Last auf das Vorderrad empfiehlst ;)

Wenn der TE die gleiche Stelle nochmal fährt (diesmal mit eingefahrenem Sattel), so wird er ein geringers Überschlasgefühl und wahrscheinlich "gefühlt" auch mehr Grip haben (er wird sich nicht überschlagen, egal ob der Schwerpunkt bei 16% Gefälle etwas zu weit vorne oder etwas zu weit hinten ist) --> das wovon du gesprochen hast die optimale Balance zwischen Bremsgrip und Kurvenperformance zu finden und entsprechend zu verlagern würde den TE momentan wahrscheinlich einfach nur überfordern --> deshalb hab ich vorher auch "nicht ganz passenden Schwerpunkt" geschrieben, ungefähr muss er natürlich passen aber die Nuancen muss er sowieso selbst erlernen, da bringt auch die 1000. Erklärung nichts ;)
 
D

dubbel

Guest
Das halte ich für sehr gefährlich. Du entlastest das Vorderrad viel zu stark. Das kann dazu führen, dass sowohl beim Lenken als auch beim Bremsen auf rutschigem oder losem Untergrund (=Schotter) das Vorderrad wegrutscht.
Gerade bei Schotter baucht man daher etwas Last auf dem Vorderrad.
sehe ich auch ganz genauso:
wenn's vorderrad wegschmiert, heisst das, zu wenig reibung, weil zu wenig druck (kraft pro fläche) drauf, die reibung ist abhängig von der normalkraft.
d.h. gewicht nach vorne, auch wenn man intuitiv lieber nach hinten geht.
also anstatt ängstlich/vorsichtig den kopf einzuziehen und sich hinterm lenker zu verstecken: lieber mit der nase richtung vorderrad.

je weiter du nach hinten gehst, desto schlechter kannst du kontrollieren.
-> die meisten machen den fehler, bei schwierigen stellen zu weit nach hinten zu gehen.
ergebnis: du kannst nicht mehr steuern, vorderrad entlastet, beim kleinsten hindernis/rutscher macht's *patsch*.
lösung: druck auf dem vorderrad lassen, nur so weit nach hinten, dass du BEIM ABFAHREN nicht vornüber kippst, ansonsten in der mitte, überm rad stehen.
dieses "nach-hinten-gehen" ist nur dann angesagt, wenn es so steil ist, dass du nicht mehr normal rollen kannst (und das ist bei den 18% noch lange nicht der fall), aber es ist der häufigste fahrfehler durch missverständnis.
ich behaupte sogar, dass viele stürze dadurch erst passieren.
 

Eduard_Haarig

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Kann man ganz gut en einer dreier- oder vierer-Treppe üben wenn einen jemand spottet.

Mit dem Vorderrad ganz langsam in die Treppe rollen und dabei immer weiter vorlehnen (wenn man überkippt wird man gefangen)
So merkt man recht schnell dass man ziemlich weit nach vorne kann ohne auch in steilem Gelände über den Lenker zu steigen, die Treppe dient um holpriges Gelände zu simulieren.
 
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Leinfelden
wenn's vorderrad wegschmiert, heisst das, zu wenig reibung, weil zu wenig druck (kraft pro fläche) drauf, die reibung ist abhängig von der normalkraft.
d.h. gewicht nach vorne
Den Druck auf auf's VR (und zusätzlich auch gleichzeitig auf's HR) kann man effektiver über die Pedale erhöhen (z.B. durch vorhergeriges Entlasten und dann Belasten).
Sehr gut sieht man das beim Pumptrack fahren. Versuch mal auf dem Pumptrack durch Druck auf den Lenker zu beschleunigen. Mit den Beinen kann man wesentlich mehr Kraft erzeugen.

je weiter du nach hinten gehst, desto schlechter kannst du kontrollieren.
-> die meisten machen den fehler, bei schwierigen stellen zu weit nach hinten zu gehen.
ergebnis: du kannst nicht mehr steuern, vorderrad entlastet, beim kleinsten hindernis/rutscher macht's *patsch*.
Wie kontrollierst/ steuerst du denn?
Ich mach das durch Gewichtsverlagerung und durch Hin- und Herbewegen des Rades.
Das kann ich am Besten wenn mein Gewicht zentral auf mein Rad einwirkt (mein Gewicht also auf den Pedalen lastet) und ich den Lenker möglichst einfach (also ohne vorhergerigen Druck oder Zug) bewegen kann.
ansonsten in der mitte, überm rad stehen.
Fast richtig ;-)
Nicht in der Mitte stehen, sondern in der Mitte (also Pedale, Tretlager) das eigene Körpergewicht auf das Rad übertragen.
 
D

dubbel

Guest
1. ich behaupte mal, beim pumpen beschleunige ich durch die arme via vorderrad und bein -> hinterrad.
2. ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst.
3. auch nicht ganz richtig. wenn schon haare spalten, dann die senkrechte projektion des KSP.
 
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Leinfelden
Mit dem Vorderrad ganz langsam in die Treppe rollen und dabei immer weiter vorlehnen (wenn man überkippt wird man gefangen)
Und was passiert wenn ich auf dem Trail die ganze Zeit schon sehr nah an diesem Kipppunkt fahre und wegen einem plötzlichen Hindernis mehr bremsen muss?
Das Gewicht muss auf die Pedale. So kann man sich im Notfall noch am besten in alle Richtungen bewegen.
 

Eduard_Haarig

Innenlagerzertreter
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Nich t falsch verstehen ich meine nicht dass man permanent im Grenzbereich fahren sollte, es ist aber sehr hilfreich wenn man den Punkt kennt an dem es kippt, das gibt mehr Sicherheit beim fahren.
 
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Tiefgehen beim Bremsen, nicht nach hinten!

Ausprobieren und kleines Wunder erleben.

Wenn Du meinst, Du seist schon tief, dann geht bestimmt doch noch was.

Üben, üben, üben - dann kannst Du das Tiefgehen auf das Bremsen optimal abstimmen und erlebst eine Bremskraft, die Du Deinen Scheiben gar nicht zugetraut hättest, auch und gerade auf Schotter.

In tiefer Körperhaltung kann sich dann auch kein Überschlagsgefühl mehr einstellen, zumindest nicht in den für Schotter üblichen Gefällen.
 
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