Illegale Downhillstrecken / Rheinpfalz Bad Dürkheim

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  1. Tach zusammen,

    anbei der heutige Beitrag in der Rheinpfalz (Bad Dürkheimer Ausgabe) zum Thema illegal angelegte Downhillstrecken im Pfälzer Wald bei Bad Dürkheim/Wachenheim/Silbertal.

    Wunderbare Nahrung für alle Anti-MTB'ler unter den Waldgängern!

    Würde mich mal interessieren welche Hirnlosen sowas anlegen und sich nicht klar sind was das für die gesammte MTB-Gemeinde der Region für negative Folgen hat.
    "Freu" mich schon auf die nächsten Diskussionen mit den Wanderern die Tage.

    VG
    Tobi
     

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  2. MTB-News.de Anzeige

  3. Das ist die seit Jahren bekannte und never ending Story von einigen bornierten Idioten aus der Bikeszene. Die Presse ist wie üblich nicht objektiv. Das Forstamt bietet den Dialog, aber die Betroffenen Biker haben leider keine Eier in der Hose sich dieser Diskussion zu stellen. Warum auch. Wir sind ja total cool. Das gleiche Problem liegt an Idioten die Trails in eine App (Name nenne ich hier nicht) stellen und du kannst dann nach Aktivierung an Start und Ende feststellen wie schnell du warst und dann kommst du in eine Rangliste. Fazit: Irgendwann werden die Trail im PW für uns komplett gesperrt. Z.Zt. sind wir von Forstamt und Wanderern geduldet. Es bleibt spannend.
     
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  4. Kelme

    Kelme "Meine Räder - meine Hunde - meine Autos"

    Dabei seit
    08/2003
    Eine Strecke im Wald kann ich dann buddeln, wenn ich das mit dem Waldbesitzer geklärt habe und eine Erlaubnis vorliegt. Was hier passiert ist schlichtweg illegal.
    Was es braucht, sind echte und legale Angebote für die Fraktion "Bergab". Eine offizielle Strecke mit Shuttlemöglichkeit.
    Beim Aufbau und der Pflege dieser Strecke entsteht einiges an "Buddelaufwand". Alles, was "in Rufweite" (und einige Kilometer darüber hinaus) dieser offiziellen Strecke dann illegal im Wald entstanden ist (und leider weiter entstehen wird) kann direkt weg. Wenn einem die offizielle Strecke dann zu uncool ist, dann gerne ab in den Bikepark.
     
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  5. Bjoern_U.

    Bjoern_U. Bergaufschleicher

    Dabei seit
    09/2009
    Und wieder macht sich die RP zum Sprachrohr gegen alle Mountainbiker.
    Danke an die Vollidioten die mit solchen Aktionen uns allen einen Bärendienst erweisen!
    Aber so illegal das auch ist und ich angesichts des vorhandenen Wegenetzes die Erbauung solcher Strecken nicht gut heiße bzw. verstehe, so würde ich die angeblichen Zerstörungen durch diese Bauaktionen aber auch gerne mal die Zerstörung durch die Harvester & Co. gegenüberstellen.
    Denn so lange der Forst bzw. die beauftragten Unternehmer selbst teilweise derart krasse Verwüstungen im Wald hinterlassen, die einen zuerst an ein Flugzeugabsturz oder Hurrikan erinnern aber nicht an Forstarbeiten, solange werden sich die Buddler auch keiner Schuld bewusst.

    Aber @Kelme@Kelme hat schon Recht, es fehlen ein oder zwei Strecken eben genau für die Bergab Fraktion. Shuttlebare Strecken gäbe es an allen Straßen die irgendwo auf die Höhe führen. (Lindemansruh, Weinbiet, Kalmit, usw.)
    Aber wenn die Buddler jetzt schon keinen Arsch in der Hose haben, dann sehe ich schwarz wenn es dann mal um die Pflege und Instandhaltung einer festen Strecke geht.
    Und wenn ich dann lese, das Leute sonstwo aus der Republik jetzt mit Bußgeld Verfahren rechnen müssen, weiß ich warum ich keine Lust mehr habe Auswärtigen die Pfalz als Bikerevier zu empfehlen.
    Irgendwo hinfahren, sich wie die Axt im Wald benehmen ist immer scheiße und ausbaden tun es wie immer die Einheimischen die wie wir jetzt mal wieder Diskussionen mit den "Waldschützern" führen dürfen weil die auf dem 1km vom Parkplatz (wo der SUV steht) zur Hütte die Biker als die wahren Schuldigen ausgemacht haben.
     
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  6. Ich bin in der Region nicht aktiv, aber das Problem ist doch immer das gleiche. Nach dem Dialog wird nach vielen Jahren ein Bike Ghetto eingerichtet und dann haben ALLE Biker glücklich zu sein.
    Mit einem Bikepark oder Trailpark wird man aber niemals alle zufrieden stellen. Davon unabhängig, 2 oder 3 unterschiedliche Trails werden so schnell langweilig, und einfach ändern ist wegen TÜV Abnahme auch nicht möglich. Und nun könnt ihr auf mich eindreschen.

    Gruß xyzHero

    P. S. : Ich zähle mich zur Bergab-Fraktion, aber ich fahre sehr gerne abseits von Straßen und Menschenmassen aus eigener Kraft zum Trail. Und ich denke das sehen die meisten ähnlich.
     
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  7. WENN ich auf Touren Diskussionen habe, entstehen die bei eh uneinsichtigen (tatsächlich des öfteren von der BaWü-)Fraktion - ich weiß von was ich rede, ich bin veruflich seit 7 Jahren dort und kenn die Situation dort wie in der Pfälzer Heimat.
    Die die motzem motzen und kennen idR keinen der beschrieben Trails.
     
  8. Weiss gar nicht wo ich bei deinen Ausführungen anfangen soll zu wiedersprechen.

    1. Legalität:
    Wie im Artikel beschrieben, ist Biken auf Forstwegen legal. Alles andere ist geduldet oder Grauzone und würde vor Gericht sehr wahrscheinlich fallen, also gegen MTBiker ausgelegt werden. Somit sind alle die sich hier "im Recht" fühlen, aus Sicht von Forst und Behörden auch nicht wirklich "legal" unterwegs.

    2. Arsch in der Hose
    Die gleiche Situation gab es im Herbst '16 , übrigens aufgerufen durch die Stadt NW über die Rheinpfalz!
    Da sollte ein Dialog stattfinden und viele hattensich gemeldt.
    U.a. auch ich , wenn auch nichtso sehr in der Trailbauerszene verwurzelt, habe dutzende Seiten emails geschrieben und den konstruktiven Schulterschluss gesucht.
    Ergebnis: Keinerlei ernstzunehmender Dialog, Ablehnung, Vertröstung...
    Ach, was viele gar nicht mitbekommen haben: Das ganze wäre am Ende beinahe in der Sperrung und Schließung bisheriger Wanderpfade gemündet und der Aussage einer Verantwortlichen bei der Stadt NW , Frau Blarr, dass sich ihrer Ansicht nach das Modell BaWü (Details sind sicher bekannt!) sehr gut für NW geeignet wäre...
    Dass dies abgewendet wurde, kann man übrigens u.a. engagierten Mitgliedern des daraufhin gegründeten Vereins pfalz-biker verdanken.
    Frau Blarr hat ihre Aussage zurückgezogen.

    Das kam jetzt etwas vom Thema ab. Nur noch am Rande: Ich habe auch den Kontakt mit lokalen etablierten Vereinen gesucht: Kein Feedback!


    Ähnlich verlief es übrigens in Frankenstein. Dort wurde ein Gelände für die Jungs freigegeben.
    Nachdem alles stand und ein neuee Verantwortlicher vom.Forat eingesetzt wurde, "mussten" die Jungs mit Androhung von Strafe alles zuvor zugesagte rückbauen.

    Dass hier keiner mehr Lust auf Dialog hat, hat nichts mit Arsch in der Hose, als viel mehr Frust zu tun!

    3. Engagement bei Streckenpflege
    Wie du siehst, stehen Strecken auch mal schnell wieder.
    Shuttlestrecken a la Finale werden kommerziell betrieben.
    Warum soll wer für andere zum Spass Strecken bauen ?
     
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  9. Kelme

    Kelme "Meine Räder - meine Hunde - meine Autos"

    Dabei seit
    08/2003
    Björn, die Diskussion „Guck mal, die anderen sind aber auch ganz schlimm!“ kann man nur schwer führen. Da brauchst du auch Partner auf der Gegenseite, die damit umgehen können. Gelingt nicht oft. Heiner Geißler sagte mal „10.000 Mountainbiker können nicht soviel Schäden anrichten wie ein Harvester an einem Tag!“ Schlauer Mann.
    Ich will jetzt bald mal fragen, wie der Stand an der Kalmit ist. Wissend, dass das kein Allheilmittel ist, aber da geht es voran.
     
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  10. jenelajens

    jenelajens Stefan J

    Dabei seit
    10/2001
    letztendlich ist es Fakt, dass sich die Biker erst organisieren, wenn es Verbote gibt.
    Ein Bikepark ist eine Zwischenlösung, aber sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich pampe inzwischen jeden Rüpel an, und habe auch schon Trailbauer mal versucht zu überzeugen. Ich denke, wir müssen versuchen, dass selbst zu regulieren (auf dass der Blitz die arschlocher beim kacken trifft...).
    Und eins will auch gleich mal schreiben, die Leute, die wegen den schwarzen Schafen motzen, dass sind nicht nur Rentner auf dem Trail.

    BTW: Weinbiet shuttling wäre zwar technisch möglich, aber illegal.
     
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  11. Einfach meinen Beitrag von zuvor lesen:
    Sperrung von Trails um NW stand kurz bevor (unanhängig der gebauten Strecken)
    Auch der Dialog wurde mehrfach gesucht.
    Aber:
    "Außer leeren Versprechungen nichts gewesen..."

    Tipp: Mitglied bei Pfalz-Biker e.V. werden:
    Dort sind wir sehr engagiert zu diesem Thema unterwegs.
    Auch zu legalen DHs, aber dort sind die Lippenbekenntnisse seitens Behörden oft ausgeprägter als taten ...tbc...

    @Kelme@Kelme :
    Was wurde eigentlich aus dem Plan mit dem Kaisergarten?
    Könnte man hier nicht mit mehr Manpower nochmal ansetzen?
     
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  12. letztendlich ist ws auch Fakt, dass alle "Breitensportler" ihre Murmelbahnen, Trailparks und legale Abfahrten oft den Jungs zu verdanken haben, die sich über Jahre haben nicht beirren lassen und nicht erst dann anfangen Trails zu fahren, wenn man sie ihnen ohne Eigenleistung vor die Nase setzt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2018
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  13. MTB-News.de Anzeige

  14. jenelajens

    jenelajens Stefan J

    Dabei seit
    10/2001
    Ach herrje, willst du sagen dass der Pfälzer Wald Verein früher aus lauter wilden Jungs mit einem Stahl Breezer bestanden hat?
     
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  15. Kelme

    Kelme "Meine Räder - meine Hunde - meine Autos"

    Dabei seit
    08/2003
    Der obere Teil der Kaisergartenidee wurde gerade sauber vom Harvester zerlegt. Bombenkrater sind ein Scheissdreck dagegen. An sich ein guter Zeitpunkt, um mit dem Bauen zu beginnen. Die nächsten Jahre könnte da Ruhe sein.

    Mit dem Fakt „unzählige Gesprächsangebote und keine Reaktion“ an die Presse wenden. Das war größtenteils Wahlkampfgeblubber. Jetzt die Leute genau da packen und öffentlich beim Wort nehmen.
     
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  16. Jemand von der DIMB hier?
    Gibt es Bestrebungen die Haftung in Deutschland in Anlehnung an das kanadische Recht anzupassen. Ich kann absolut verstehen, dass die Grundbesitzer mit der Haftungs Rechtslage unzufrieden sind. Warum sollten Sie für Trails auf Ihrem Grund haften???
    Daher sollten Sie entlastet werden. Das würde dann hoffentlich auch viele Bedenken aus dem Weg räumen.

    Gruß xyzHero
     
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  17. ?


    Aussage war, dass legale Trailparks/DHs/spezielle Bikestrecken idR dann zustande kommen, wenn sich welche zuvor jahrelang "illegal" abrackern und Behörden zu Kompromissen "zwingen".

    Ansonsten muss ich gestehen, versteh ich deine Aussage nicht wirklich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. April 2018
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  18. jenelajens

    jenelajens Stefan J

    Dabei seit
    10/2001
    Wir fahren in der Pfalz halt auf einem Großteil von Wanderwegen, die vom PWV angelegt worden sind (und auch gewartet).
    Daher der Vergleich.

    Deine Argumentation ist riskant, denn du könntest auch sagen, wenn oft genug etwas illegal gemacht wird, es dann halt irgendwann genehmigt/akzeptiert wird. Transferiere bitte so etwas nicht auf andere Bereiche wie Strafrecht etc.
     
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  19. OZM

    OZM .

    Dabei seit
    02/2002
    Beleidigung
    Beleidigung
    Ahnungslosigkeit
    Beleidigung

    Nehmen wir einfach mal an, es gäbe einige gute Argumente, die für solche Strecken sprechen und nehmen wir weiter an, es gäbe einige gute Argumente, die das rücksichtsvolle geduldete (von wem eigentlich?) fahren auf Wanderwegen in deutlich kritischerem Licht erscheinen lassen, als von bikern allgemein dargestellt.
    Dann habe ich große Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie zu dem Thema HIER ein konstruktiver Diskurs stattfinden soll.

    Aber das war natürlich nur ein Gedankenspiel. Wer 30 cm breite Pfade in fremden Wald anlegt ist natürlich schlecht und wer sich auf Pfaden, die Wanderer für Wanderer angelegt haben, geduldet wähnt ist gut.
    Wenn ich zu Fuß im Wald auf einem Pfad bin, stört mich JEDE Begegnung mit einem Biker. Wer sich als Biker einredet, Wanderer nicht zu stören nur weil er bremst und einen Gruß heraus presst, betrachtet die Welt durch einen sehr schmalen Spalt.
     
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  20. Teufelstisch

    Teufelstisch Rate mal, wer zum Essen kommt?

    Dabei seit
    10/2011
    Nahezu alle Waldwege sind mit Zeichen 250 StVO beschildert, von daher dürfen wir nicht mal Waldautobahnen legal befahren. Kümmert aber kaum einen...! Nicht einmal die Macher des Mountainbike-Parks Pfälzerwald.

    Und warum liest man u. a. hier im Forum nix darüber? Ich hatte schon im entsprechenden Fred direkt nach der Gründung gefragt, wie man sich in der Sache engagiert. Da kam dann aber recht wenig Konkretes... auch die DIMB verhält sich meiner Ansicht nach viel zu still.

    Die Rheinpfalz ist halt generell ein tendenziöses und auch etwas "hinterlistiges" Blatt; ich hab das grade erst vor einer Weile selbst erfahren müssen (in Sachen regionaler Radverkehrspolitik). Leider gibt es was die Lokalpresse betrifft in der Pfalz so gut wie keine Alternativen. Hat man denn von Seiten eures Vereins mal irgendwie versucht, seine Standpunkte dort aktiv vorzustellen und einen Dialog zu suchen?

    Beleg für diese (wiederholt vorgetragene) Aussage? "Gebaut" wurden vom PWV die allerwenigsten Pfade. Der hat sie nur für sich in Beschlag genommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2018
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  21. D
    Dann frag doch mal bei der dimb an (geht hier easy übers forum), wie legal du auf den PWV Pfaden wirklich bist...

    Was die Pflege der PWV Pfade betrifft:
    es könnte Zufall sein, dass Mitglieder der pfalz-biker e.V. gleichzeitig Wegewarte beim PWV sind und ev sogar noch interessierte engagierte Enduris und Downhiller, die sich für legale DHs einsetzen...

    Und du so?
     
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  22. jenelajens

    jenelajens Stefan J

    Dabei seit
    10/2001
    Dann erleuchte uns bitte. Wäre ein eigenes mtb Trailnetz die Lösung?
    Es geht darum bestehende Möglichkeit sinnvoll zu nutzen. Rücksichtnahme ist kein schmaler Spalt
     
  23. Kelme

    Kelme "Meine Räder - meine Hunde - meine Autos"

    Dabei seit
    08/2003
    Siehste mal. Wenn mir als Wanderer mit Hund oder gar mit mehreren Hunden Biker entgegen kommen oder überholen wollen, stört mich das genau Null. Wir haben offensichtlich eine deutlich unterschiedliche Toleranzschwelle.
     
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  24. Ja, ich lese mit :)
    Die Haftung ist in Deutschland ganz im Sinne der Waldbesitzer geregelt.
    - Der Waldbesitzer haftet nie für Gefahren die sich aus der Natur ergeben. §14 Bundeswaldgesetz.
    - Der Waldbesitzer haftet nicht für andere Gefahren, wenn der Nutzer sie bei angemessener Sorgfalt hätte erkennen können.

    Die einzigen Fälle wo eine Haftung eintreten kann, ist wenn der Waldbesitzer eine künstliche Gefahr schafft oder duldet, die der Nutzer nicht erkennen konnte und mit der er auch nicht rechnen musste.
    Typische Fälle wären ein Weidedraht ohne Kennzeichnung. Oder eine Brücke die nicht erkennbar morsch ist und unvermittelt zusammenbricht. Oder während schlecht gesicherter Forstarbeiten unmittelbar in der Fällung.

    Es gibt also weder auf den Wegen, noch bei einer illegalen Strecke, eine Haftung des Waldbesitzers. Weder für die Beschaffenheit der Strecke, noch für selbst verschuldete Unfälle. Denn der Nutzer muss so fahren, dass er mögliche Gefahren die sich aus der Natur ergeben (Untergrund, Steilheit, Äste) erkennen kann.
    Dies gilt auch bei Rampen und Konstruktionen obwohl diese künstlich sind. Niemand zwingt den Nutzer darüber zu fahren. Er begibt sich freiwillig in die Gefahr. Wenn es zu schwierig wird, muss man halt absteigen.

    Einzig bei Konstruktionen könnte man theoretisch eine Haftung konstruieren, wenn die Gefahr auch bei sorgfältiger Nutzung nicht erkennbar war und man darauf vertrauen durfte dass die Rampe sicher gebaut ist. Man müsste dazu aber bei einem Unfall auf einer Konstruktion den Nachweis führen, dass der Waldbesitzer diese Gefahr kannte und geduldet hat und dass der Nutzer diese Gefahr nicht erkennen konnte.
    Wer die typischen Bauten im Wald kennt, der weiss dass man sich alleine schon vom Augenschein her kaum darauf berufen kann, dass man drauf vertraut hat, dass diese sicher gebaut ist. Es wäre mir kein Fall bekannt, in welchem ein Waldbesitzer deswegen in Haftung gekommen wäre.

    Problematisch ist, dass diese Regelung für Gefahren, die sich nicht aus der Natur ergeben, nicht in einem einzigen Gesetz geregelt sind, sondern sich aus der Rechtssprechung ergeben. Zuletzt z.B. in diesem Hinweisbeschluß.
    https://ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de/pressemitteilungen/keine-haftung-des-beklagten-landes-für-waldtypische-gefahren

    Leider wird von Seiten der Waldbesitzer gebetsmühlenartig weiterhin die angebliche Haftung in die öffentliche Diskussion eingebracht, obwohl die Fakten eigentlich geklärt sind. Wir versuchen überall zu wiederlegen und hatten den letzten Fall auch in unserem Newsletter kommentiert.
    https://dimb.de/aktuelles/newsletter

    Weiterführende Lektüre:

    Infosammlung Natursport.
    http://www.natursportplaner.de/pdf/Infosammlung-Natursport-2017.pdf

    Leitfaden VSP Forst BW
    http://www.forstbw.de/fileadmin/for...eitfaden_Verkehrssicherungspflicht_201511.pdf

    Einige Bsp Entscheidungen:
    https://books.google.de/books?id=WtIfBAAAQBAJ&lpg=PA224&ots=2dE3iDqhvn&dq=OLG Düsseldorf, Urt. v. 9.1.2008, I-19 U 28/07;&hl=de&pg=PA226#v=onepage&q=OLG Düsseldorf, Urt. v. 9.1.2008, I-19 U 28/07;&f=false
     
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  25. Ah, super. Das war mir nicht bekannt. Dann habe ich ja beim nächsten "Dialog" noch ein paar zusätzliche Pfeile im Köcher.

    Gruß xyzHero
     
  26. Um das Rad nicht neu zu erfinden.

    Es gibt sehr viele Biker die gerne Touren fahren. Diese finden auf dem bisherigen Wegenetz in der Pfalz beste Bedingungen. Die Rechtslage wird von DIMB und der Verwaltung verschieden interpretiert.
    https://dimb.de/aktivitaeten/open-trails/rechtslage/317-die-rechtslage-in-rheinland-pfalz
    Mein Eindruck ist, dass es in der Praxis aber gut funktioniert.

    Es gibt etwa 30% der Biker, die sich in die Bereiche Downhill/Freeride eingruppieren. Diese wünschen sich schwierigere Abfahrten und höheres Tempo. z.T. mit gebauten Elementen, z.T. mit Transportmöglichkeit. Vor allem um Ballungsräume besteht ein hoher Bedarf.

    Ziel kann es nicht sein, beider Gruppen gegeneinander auszuspielen. Sondern wir benötigen gebaute Strecken und eine freie Nutzung der übrigen Wege. Das muss in der Diskussion mit den Behörden ganz klar kommuniziert werden. Das hört sich zwar sehr fordernd an, ist aber gut begründbar.

    - Es benötigt eine legale Strecke weil sonst illegale Strecken entstehen

    aber

    - eine legale Strecke deckt den Bedarf der Mehrheit der Tourenfahrer nicht ab, da diese:
    - - ab der Haustüre losfahren und deshalb in wohnortnähe eine Auswahl an Wegen benötigen
    - - von ihrer Fahrweise langsamer und damit unproblematisch sind
    - - die eigens gebauten Strecken für einige zu schwierig sind
    - - Trails auch bergauf fahren
    - - usw...

    In Freiburg ist gut zu sehen, dass beides nebeneinander gut funktioniert. Es gibt mit Borderline und Canadien zwei solcher Strecken. Es gibt aber auch viele vorhandene schmale Wege, die weiterhin genutzt werden. Dadurch dass ein Großteil der schnelleren Fahrern aber die gebauten Strecken nutzt, haben wir auch weniger Frequenz auf den übrigen Wegen. (Die dort eigentlich vorhandene 2 Meter Regel wir dabei geflissentlich ignoriert, aber auch nicht verfolgt).
    Auch bei vielen anderen Strecken habe ich nicht den Eindruck, dass jetzt die schmalen Wege verboten oder gar überwacht werden.

    Lediglich beim Feldberg im Taunus, oder beim SMDH in Karlsruhe, höre ich, dass der Forst dort versucht Wege zu sperren, weil es jetzt eine offizielle Strecke gibt. Dabei muss man aber differenzieren, dass einige der betroffenen Wege nie offizielle Wege waren, aber halt jahrelang geduldet.
    Hier gilt es den Forst darauf aufmerksam zu machen, dass für die Tourenmountainbiker weiterhin schmale Wege benötigt werden. Das wird momentan bei beiden Regionen von den örtlichen Vereinen versucht.

    Ein überall anzutreffendes Problem ist leider auch das allgemeine Trailsterben, das unabhänig vom MTB Streckenbau ist.
    https://www.mtb-news.de/news/2018/02/28/erst-stirbt-der-trail-dann-unser-sport/

    In meinen Augen benötigt der Haardrand 1-3 gebaute Strecken. Es ist schade dass die Bemühungen bislang nicht gefruchtet haben, aber mit dem neuen Verein der Pfalzbiker sehe ich jetzt einen Verein, der zumindest von Seiten der Biker diese Aufgabe schultern könnte. Denn für die Behörden ist es sehr wichtig einen Verein als Ansprechpartner zu haben.
    Ob die Behörden jetzt darauf eingehen bleibt abzuwarten. Aber wir sehen in den letzten 3-4 Jahren eine immer grösser werdende Offenheit zum Thema. Die Behörden merken auch, dass MTB nicht nur ein kurzfristiger Trend ist und man die Probleme besser gemeinsam löst als gegeneinander. Und es gibt ja viele Beispielprojekte die funktionieren.

    Wichtig ist, dass die Gesprächsvorgänge dokumentiert werden, um beim Scheitern Fakten in der Hand zu haben, an was es gescheitert ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2018
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  27. captainz3

    captainz3 The Extraterrestrial

    Dabei seit
    09/2007
    Legal sind die in der RP beschriebenen Trails nicht...

    Aber auch nicht kommerziell sondern mit Leidenschaft, Sachverstand und meines Erachtens auch ausreichend Rücksicht und Verständnis für die Natur, die für uns (zumindest mich) zum bikerlebnis gehört angelegt und weiter gepflegt.
    Diesem Engagement sowie der Trailbaukunst zolle ich Respekt!

    Ich habe an den Trails zwar nicht selbst gebaut und mich selbst auch nie für eine legale Strecke eingesetzt, aber ich weiß von
    ettlichen Dialogen und Bemühungen um legale Strecken, was aber im Bericht der RP negiert wird.
    Dabei kann ich mir das gut ausmalen, dass mancher die Geduld verliert und zum potentiellen "Täter" wird,
    bei dem Gedanken, dass maximal seine Enkel den legalen Trail werden benutzen können, für den er gerade durch die Mühlen der Bürokratie geht.
    Ohne jetzt irgendwelche Verschwörungenstheorien aufstellen zu wollen.
    Bevor gegen die ein oder andere Lobby (es gibt genug alt ehrwürdige Vereine und Verbände rund um den Pfälzer Wald) entschieden und ein legaler Trail gebaut wird, kann mancher von uns vermutlich diskutieren, bis er schwarz wird....wie gesagt: Dann reicht es maximal noch für die Enkel, wenn die überhaupt MTB fahren.

    Mag sein, dass es sich mittlerweile auch über die Maßen herumgesprochen hat wo sich die Trails befinden.
    Dennoch sind sie im Vergleich zu anderen Plätzen im Pfälzer Wald immer noch nicht sonderlich frequentiert.
    Meine Kinder lieben 2 dieser Trails zum Beispiel zum bergab wandern,
    als bessere Alternative zu manch hoch frequentierten und eher unnatürlichen Wanderweg.
    (Zuvor habe ich ihnen natürlich eingeschärft die Anlieger nicht zu zertreten ;-) )
    Trotz einem stets wachsamen Blick über die Schulter meinerseits, um notfalls ausweichen zu können,
    haben wir auf diesen Wanderungen nie einen gerade aktiven biker gesehen.

    Legalität und Naturschutz hin oder her....
    Aus meinem (hoffentlich gesunden) Verstand heraus gibt es da sicherlich einige Dinge die einen größeren Frevel an der Natur, Respekt vor Wildtieren und würdevollen Ruhe des Waldes darstellen....
    ....wie beispielsweise freilaufende Hunde (die sogar in der RP als Vergleich für den "Wildschreck" MTB bemüht werden),
    große Wanderertruppen, die laut johlen zu oder aus irgendeiner Hütte strömen,
    genehmigte und geförderte MTB Massenveranstaltungen wie z.B. den Gäsbock oder Schlaflos im Sattel,
    die bereits erwähnten Harvester. Sind die in allen Wäldern so brutal unterwegs? Ich habe in wertvollen Naturgebieten schon von schonenden Methoden gelesen, bei denen Kaltblüter Pferde mit breiten Hufen bei der Baumernte eingesetzt werden (-> Einfach mal danach Googeln).
    Die sinnlose Seilbahn in Bad Dürkheim, für die in Vorbereitung vor ca. 10 Jahren ein kompletter Streifen abermals als (nicht-)kommende Trasse gerodet wurde.
    Am Ende waren es aber vermutlich auch noch die Trailbauer, die an der Waldrodung schuld sind, da wegen Ihnen so viele Bäume in den Trail gefällt werden mussten, bis sie aufgaben.... ;-)
     
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