Infos für Transalp Neuling

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Hallo.

Plane mit zwei Freunden kommenden Sommer meine erste Transalp zu bewältigen.

Ich habe mir dazu das Buch "Traumrouten Transalp" gekauft um die Strecken zu haben, denn ich möchte keine geführte Touri Tour haben.

Jedoch bräuchte ich ein paar für mich entscheidende Informationen:

Wieviel Gesamtkilometer und Gesamthöhenmeter sollte man für seine erste Transalp einplanen ?

Wir gehen derzeitig von Strecken mit ca 400-440 km Länge und ca 12.000 HM aus.

Hat man auf solch einer Transalp Spaß oder ist das nicht ganzes und nichts halbes ?

Als zeitlichen Rahmen haben wir uns 8 Tage (+1 Tag Reserve) als reine Fahrzeit genommen. Wir möchte in Deutschland (oder urz hinter der deutschen Grenze starten) und unbedingat am Gardasee raus kommen.

Hat jemand gute Empfehlungen für mich ?

Habe auf http://www.alpenx-xl.de/2006/axinfos/axinfos.html mir die Route angeschaut und den Start leicht in Richtung Deutschland verschoben. Ist das eine "schöne" Route oder gibts da definitiv bessere ?
 

Baikabaer

Genussbiker
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Hallo,
deine Fragen lassen sich nicht präzise beantworten.
1. allgemein: passt scho
2. warum sollte das nichts ganzes sein?
3. eine Transalp ist in der Regel kein Rennen. Trainieren kann ich zuhause.
4. Spass ist, was man daraus macht.
5. Transalp heißt für mich: genügend Zeit zum schauen und für Fotos.
6. Tipps gibt es viele, gerade auf den homepages vieler user hier.
etc.

Servus,
Roland
 

Roberino

Bergschwein
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@killik

nun, deine Fragen sind noch zu allgemein. Aber wie mein Vorredner schon schreibt, ist eine Transalp kein Rennen, sondern ein Genuss mit Stops zum Gucken und Fotos machen. Man nimmt sich Zeit, vom ersten bis zum letzten Kilometer.

Auch ich bin bereits zweimal in den Alpen unterwegs gewesen (siehe mein Homepage). 7 Tage geführte Tour als Start in die Welt der Alpencrosser war sicherlich nicht verkehrt. Denn so weiß ich nun was auf mich zukommt und kann meine Strecken weit aus besser planen.

Die 7 Tage haben zwar Geld gekostet, waren aber super genial. Warum nicht zu beginn der ersten Tour über die Alpen einen Profi wählen und sich führen lassen. Somit kannst du dich noch mehr auf die Natur und die Berge konzentrieren. Es waren 6 Tage, Ziel Gardasee, knapp 400km und rund 8500 Hm. Ich fand es klasse.

Meine zweite Tour war nur ein drittel so lang, aber ich habe halb soviel Höhenmeter gefahren, war also steiler als die erste Tour.

12.000 Hm sind ordentlich. Kommt aber auch darauf an, wie du trainiert bist? Fährst du schon länger MTB? Bist du fit im Sinne von, dass du hin und wieder vorzugsweise regelmäßig Sport treibst? Etc. etc.

Wenn du das Buch vom Uli hast, dann kannst du auch bis nach Venedig fahren, sind halt mehr Kilometer. Es kommt nicht so sehr auf die Kilometer und Höhenmeter an, die man dann runterreist um damit zu "prahlen". Alpencross steht auch für Genuss, Landschaft, Natur, Berge, Erholung, Spaß.

Wichtig wäre auch zu wissen, wieviele Höhenmeter schaffst du am Tag und dass dann 6, 7 oder 8 Tage am Stück? Wieviele Höhenmeter und Kilometer hast du mit deinem Bike schon abgespult bzw. wirst du abspulen bis du zum Cross fährst?

Noch einige offenen Fragen. Aber frag einfach nach wenn du was wissen willst.
 

Fubbes

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Ich behaupte, dass jeder, der ab und zu MTB fährt, auch ohne Training in der Lage ist 1500 hm am Tag problemlos zu bewältigen. Über 2000 hm sollte man nur planen, wenn man weiß, was das bedeutet, also mit etwas Erfahrung.

Ansonsten kann ich für die erste Tour nur empfehlen, die Regenbekleidung nicht zu vergessen :)

Grüße,
Daniel
 
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Der Spaß steht und fällt in erster Linie damit, ob die Tour euren Anforderungen entspricht, sowohl technisch als auch konditionell und in zweiter Linie mit dem Wetter. Ersteres könnt ihr u.U. unterwegs noch anpassen, das Wetter leider nicht. Aber 1 Woche Dauerregen im gesamten Alpenraum ist gottseidank eher selten, auf der Alpensüdseite ist meist etwas besser.
 
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Ich behaupte, dass jeder, der ab und zu MTB fährt, auch ohne Training in der Lage ist 1500 hm am Tag problemlos zu bewältigen. Über 2000 hm sollte man nur planen, wenn man weiß, was das bedeutet, also mit etwas Erfahrung.

Ansonsten kann ich für die erste Tour nur empfehlen, die Regenbekleidung nicht zu vergessen :)

Grüße,
Daniel

Sorry Daniel, da kann ich dir nicht zustimmen! Ich fahre wirklich viel (ca. 70000hm / Jahr), aber bei 1500hm jeden Tag merke ich schon ab dem 3. Tag wie ich langsamer werde. Nach der Ötzirunde heuer, die ja nur 3 Tage dauert, war ich ganz schön platt! Aber ist vielleicht eine Altersfrage und ob man in der Jugend Ausdauersport gemacht hat.
 

Fubbes

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Sorry Daniel, da kann ich dir nicht zustimmen! Ich fahre wirklich viel (ca. 70000hm / Jahr), aber bei 1500hm jeden Tag merke ich schon ab dem 3. Tag wie ich langsamer werde. Nach der Ötzirunde heuer, die ja nur 3 Tage dauert, war ich ganz schön platt! Aber ist vielleicht eine Altersfrage und ob man in der Jugend Ausdauersport gemacht hat.

Hmm ... Ausdauersport habe ich nie gemacht und das Alter ist bei Tagesetappen auch eher zweitrangig. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, muss man bei normalen Menschen (sprich Hobbybiker) vermutlich zwischen Frauen und Männern unterscheiden.
Meine Fahrleistung (ohne Alpentour) liegt vielleicht bei 1.000km/20.000hm im Jahr. Also sehr wenig. Aber 1.500 hm am Tag halte ich für gemütlich.
Diskussionen dieser Art hatten wir hier aber schon häufig.

Grüße,
Daniel
 

Stefan_SIT

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... Aber ist vielleicht eine Altersfrage und ob man in der Jugend Ausdauersport gemacht hat.
... und hängt sicher auch damit zusammen, wie sich diese Höhenmeter zusammensetzen. Steigt es auf viele Kilometer verteilt eher gemächlich an, dann empfinde ich diese Höhenmeter eher als leicht. Schwere Höhenmeter sind dagegen steile Rampen, die man kaum fahren kann, vielleicht sogar schieben und tragen muss, trailige Passagen, die viel Konzentration und Kraft erfordern. Verallgemeinern kann man es daher sicher nicht.
Wenn Du, @killik, nicht weißt, wieviel Du Dir da zutraust - hier findest Du geführte Touren, denen Du Dich anschließen kannst. Die Guides können Dir nach einer Tour sicher sagen, wieviel Höhenmeter Du Dir zutrauen kannst. Remscheid ist ja quasi um's Eck ... :)

Ride On!
Stefan
 
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Hmm ... Ausdauersport habe ich nie gemacht und das Alter ist bei Tagesetappen auch eher zweitrangig. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, muss man bei normalen Menschen (sprich Hobbybiker) vermutlich zwischen Frauen und Männern unterscheiden.
Meine Fahrleistung (ohne Alpentour) liegt vielleicht bei 1.000km/20.000hm im Jahr. Also sehr wenig. Aber 1.500 hm am Tag halte ich für gemütlich.
Diskussionen dieser Art hatten wir hier aber schon häufig.

Grüße,
Daniel

Also ich kenne hier recht viele Leute, die am MTB-Kurs der Uni teilnehmen, d.h. sie fahren "ab und zu". Aber nur sehr wenigen würde ich eine Tagestour mit 1500hm zutrauen, geschweige denn einen Transalp.

Aber wenn man trainiert ist, würde ich die 1500hm/Tag für einen Transalp auch als "gemütlich" einstufen. Ich habe dieses Jahr meinen ersten Transalp absolviert, alleine, 8 Tage, 13500hm, 480km. Klappte super... aufgrund entsprechender Vorbereitung/Training.
 

Fubbes

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Ok, ich ergänze mal meine Aussage. Mit entsprechendem Training ist die Gefahr durch die alpinen Anstiege gefrustet zu werden deutlich geringer.
Mit der nötigen Erfahrung (da reicht eine Alpentour aus) kann man dann selbst beurteilen, wieviel Training wirklich notwendig ist.
Ich trainiere dafür jedenfalls nicht und meine Jahresfahrleistung ist auch eher armselig. Dafür bin ich berghoch natürlich ziemlich langsam.
Eine Transalp spielt sich zu über 50% im Kopf ab, besonders, wenn es nicht so rund läuft, z.B. bei schlechtem Wetter.

Grüße,
Daniel
 
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Ok, ich ergänze mal meine Aussage. Mit entsprechendem Training ist die Gefahr durch die alpinen Anstiege gefrustet zu werden deutlich geringer.

und nicht nur dass - man ist auch deutlich flexibler in der zeit- und etappeneinteilung. zwar denke auch ich, dass ein ab- und zu- fahrer die 1500 hm am tag bewältigen kann, wenn es nicht nur auf trails hoch und runter geht. das problem: er wird dafür dann eben im wörtlichen sinn den ganzen tag brauchen, also von morgens bis abends mehr oder weniger am anschlag fahrend im sattel sitzen. das ganze dann noch 6,7 oder gar 8 tage hintereinander und der streß ist vorprogrammiert.
dazu kommt, dass das die typischen alpensommer-gewitter meist am frühen nachmittag einsetzen - auch hier ist der biker also deutlich im vorteil, der schneller die berge hoch kommt. auch hat der fittere biker kein problem eine etappe mal zu verlängern um seinen zeitplan einzuhalten, wenn er die vorherige zum beispiel wegen eines unwetters vorzeitig beenden mußte.

deshalb unbedingt trainieren. aber lass dich auch nicht verrückt machen - du musst nicht jeden tag und bei jedem wetter aufs rad. es sollte eben nur mehr als ab- und zu sein. wenn du über eine halbwegs brauchbare grundkondition verfügst, ist der alpenx wirklich nicht so ein riesen problem. die kannst du dir auch holen beim schwimmen, laufen, fußball spielen etc.

wichtig und nicht zu unterschätzen ist allerdings die fahrtechnik. hier sollte man schon etwas trainiert sein - selbst eher harmlos wirkende trails können mit einem schweren rucksack auf dem rücken plötzlich ganz schön knifflig sein. also wenn es bei euch geht: ab ud zu schon mal mit vollem alpenx-gepäck auf tour gehen.

12000 hm und 400 - 500 km sind übrigens zwar ein anhaltspunkt aber sagen so noch wenig über die schwierigkeit an sich aus. entscheidend ist, wie sich die strecke zusammensetzt. für halbwegs trainierte biker empfiehlt sich zum beispiel die albrecht-route (besser aber mit geänderter erster etappe, da die zwar ganz ok zum einrollen ist aber sonst doch eher langweilig): viele schöne ausblicke, schöne trails und fast alles ist fahrbar - also kaum schiebepassagen. dazu gibt es hier aber schon eine ganze menge threads > suchfunktion

die tour die du gepostet hast ist sicher eine reizvolle und hat mit dem limojoch und dem bindelweg sicher zwei highlights dabei. andererseits ist aber bei der routenführung schon relativ viel teer dabei, wenn ich mich nicht irre - lasse mich aber gerne korrigieren. wie gesagt - such mal nach albrecht-route, ändere da vielleicht die erste etappe und eventuell auch die etappeneinteilung an sich, um die ein oder andere etappe ein wenig zu entschärfen und ihr werdet eine 100%ig gute tour haben. nur die hoteltipps von albrecht würde ich mit vorsicht genießen ...
 
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Olaaa!!

du willst was erleben und Spass haben? Also rauf aufs Bike und ab, pocksch du locker... musst ja kein Rennen fahren und hast ja immer einen Tag Zeit! Und wenns gar nicht geht kannst ja mal einen Ruhetag einlegen und a Bierle schlürfen?! :))

Gruss aus Südtirol
 
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danke für den Tipp mit der Albrecht Route, das werde ich mir mal genauer anschauen.

Zu meiner Fitness:

Ich bin Ex-Halbmarathonläufer und nun auf Biken umgestiegen. In jeder freien Zeit in der das Wetter mit spielt sitze ich am liebsten auf dem Bike. Leider weiss ich bei meinen Touren nie wieviele Höhenmeter ich absolviere.

Von den KM her mache ich an guten Wochen in der Woche 250km (5 Tage fahren, sprich 40-70 km am Tag).

Fahrtechnisch traue ich mir auch einiges zu, vor allem ist es ja noch lange hin zum Sommer und bis dahin werde ich noch was technisches auf die Reihe kriegen.
 
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danke für den Tipp mit der Albrecht Route, das werde ich mir mal genauer anschauen.

du findest dazu sicher einiges im forum aber auch direkt auf der homepage von andreas albrecht: http://www.transalp.info/albrecht-route/index.php

wie gesagt - ich würde tag eins ein wenig anders planen oder aber ganz weglassen. dann am besten start in st.anton und am ende vielleicht noch eine etappe dranhängen, um über den tremalzo an den gardasee zu kommen. aber die etappen ab st. anton sind wirklich gut gelegt – da kann man nicht viel besser machen in der routenwahl. auch gut ist das roadbook - es wirkt zwar spärlich, reicht aber vollkommen aus.
alternativen würde ich auch suchen bei den unterkünften - vor allem die tipps in ponte di legno, madonna di campiglo und grosio waren nicht so toll.

Ich bin Ex-Halbmarathonläufer und nun auf Biken umgestiegen. In jeder freien Zeit in der das Wetter mit spielt sitze ich am liebsten auf dem Bike. Leider weiss ich bei meinen Touren nie wieviele Höhenmeter ich absolviere. Von den KM her mache ich an guten Wochen in der Woche 250km (5 Tage fahren, sprich 40-70 km am Tag).

ok, mach dir um deine fitness keine sorgen. mit den fahrleistungen wirst du mit einer transalp sicher keine schwierigkeiten haben.
 
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Wieviel Geld sollte ich für eine 7-8 tägige Transalp einplanen ?

Denke werde mit nem Auto bis nach Garmisch fahren, es dort stehen lassen und dann vom Gardasee irgendwie mitm Zug oder so wieder nach Garmisch fahren und dann mitm Auto zurück.

Habe so an 500€ gedacht. Ist das realistisch ?
 
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Wenn die 500 Euro für alles, also Übernachtungen, Essen, Tagesverpflegung etc. reichen sollen, ist das schon knapp kalkuliert. Gerade Getränke sind in Österreich und Italien verdammt teuer :mad:
 
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hi ich plane auch meine erste transalp aber eher einen rundkurs.
komme auf 10-12 tage, mit 1-2 ruhetagen.
das finanzielle würde mich mal interressieren.
wieviel euronen muss man denn da so einplanen?
 
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Es wird immer auf die Ansprüche ankommen, wieviel man braucht. Aber rechne mal im Schnitt 50 Euro für Übernachtung/Frühstück und ca. 30 Euro für Imbiss/Tagesverpflegung und Abendessen/Getränke. Ist sicher nicht hoch gegriffen, aber Pasta und Pizza sind ja günstig und machen satt :D
 
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Habe auf http://www.alpenx-xl.de/2006/axinfos/axinfos.html mir die Route angeschaut und den Start leicht in Richtung Deutschland verschoben. Ist das eine "schöne" Route oder gibts da definitiv bessere ?

@killik, Servus, freut mich dass du meinen 2006er AlpenX zitierst.
Die Tour war meine erster Alpencross und seit dem bin ich infiziert vom Alpencross-Fieber. Von den Anforderungen her war s damals genau passend.
Pfitscherjoch, Pfunderer, Limojoch und Bindelweg waren schon tolle Highlights.
Höhenmeter pro Tag, Streckenlängen, technische Etappen, Landschaft... , alles perfekt. Wenn du Fragen hast, nur zu...

Beste Grüße
 
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Also hier noch mein Senf:

Höhenmeter: In der Regel nimmt man sich zuviel vor!!! Ich meine das eher von der zeitlichen Seite her, man schafft viel - wenn man die Zeit hätte...
Und es ist nicht wirklich toll erst um 19.00 oder gar 20.00 Uhr am Ziel zu sein. Wir haben dieses Jahr (mein 6. und 7. Cross :D ) eher grosszügig geplant und es war echt genussvoller. Man hat mal Zeit eine schöne Ecke zu geniessen oder mal den Spätnachmittag auf der Hütte zu faulenzen...
Ich habe so die Erfahrung gemacht, dass die Strecke die man als Tagestour in ca. 4 Stunden (reine Fahrzeit) abreisst für eine Tagesettappe mit Alpencrossgepäck gerade richtig ist. Immer dran denken, es gibt auch noch Tag 8 oder 9 an dem man auch noch mit Spass dabei sein möchte. Und man sollte auch etwas Zeit für eine Panne oder auch mal einen falscher Weg oder zum Abwarten eines Gewitters haben.

Kohle: Tja, crossen ist NICHT billig. Ich plane so mit ca. 100.- pro Tag. Hütten sind meist nicht viel billiger als ein günstiges Hotel mit HP (aber natürlich Erlebnisreicher)...

Kumpels: Pflicht sind mehrere Touren zusammen vorher fahren, man muss wissen ob die Stärken und die Schwächen einigermassen zusammenpassen. Klingt oberkandidelt aber ist war, wenn die Stärkeren (am Berg oder auch auf der Abfahrt) nicht die Größe haben sich zu bremsen oder halt mal (nicht zu selten!) zu warten werdet Ihr keinen Spass zusammen haben. Punkt.

Fahrtechnik: Hier werden auch viele Fehler gemacht! Ich sehe immer wieder völlig überforderte Biker auf alpinen Trails! Das ist nicht nur frustrierend sondern auch Gefährlich! Die Trails auf vielen der Routen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, schon gar nicht mit der Mehrbelastung des Gepäcks. Und die Meinung anderer ist kaum übertragbar (ein Traumtrail für mich dieses Jahr, super und problemlos fahrbar, wurde für eine andere Gruppe zum Desaster. Sie waren zu spät, zu müde, falsches Material, Selbstüberschätzung --> 2 Stürze, für einen bedeutete es den Abbruch...). Je alpiner die Route umso mehr Erfahrung sollte man auch für so ein Gelände mitbringen! Auch wenn die Berge bei schönem Wetter wie ein Spielplatz wirken, bei anderen Bedingungen kann es ganz schön heftig werden!

Also im Zweifel leichtere Route wählen, oder falls schlecht möglich zumindest viel Zeit zum Schieben/Tragen einplanen.

Material: Race Schuhe und Race Reifen wie z.b. Racing Ralph haben auf einen Cross NIX verloren, klar kann man es auch so machen, aber Spass ist was anderes. Schon mal im Regen eine steile, richtig grobschotterige Abfahrt in unbekannten Gelände mit nem Racing Ralph oder ähnlichem gemacht?

Gepäck: Weniger ist mehr!!! Ihr reist nicht in die Pampa. Es gibt in fast jedem größerem Tal Bikeshops und Supermärkte sowieso. Also bitte kein 5kg Ersatzteilpaket mitnehmen, aber bitte nicht das 1.Hilfe-Pack (inkl. Schutzfolie) vergessen! Ansonsten überall wirklich nur das notwendigste (muss es die grosse Shampooflasche sein???). Probepacken, wiegen und fahren des Rucksacks gehört unbedingt zur Vorbereitung.
Trockene Sachen, windichte und regendichte Klamotten gehören natürlich auch unbedingt dazu. Auch etwas längeres (Aus meiner Sicht muss es kein langes Trikot und Hose sein, meistens reichen auch Ärmlinge / Beinlinge unter den Regensachen bei fiesen Temperaturen)

Orientierung: Ich hoffe einer aus der Gruppe hat einen ordentlichen Orientierungssinn und kann Karten lesen (die man leider alle mitschleppen muss, auch wenn man ein GPS dabei hat). Und die Route sollte man schon grob im Kopf haben (zumindest sorgfältig in den Karten studiert), es nervt nach 5 Tagen gewaltig, wenn man andauernd den Weg verliert...


Holla da ist ja doch einiges zusammengekommen :lol:

Auch wenns jetzt etwas dramatisch klingt, ein Alpencross ist eines der genialsten Bike und Naturerlebnisse die man sich vorstellen kann :daumen:

Aber aus Erfahrung: Ihr habt MEHR Spass und Erlebniss wenn Ihr Euch WENIGER Gepäck, Höhenmeter/Kilometer, schwierige Trails und Fahrtage vornehmt. Falls es mal dann doch wirklich zu wenig sein sollte kann man immer noch ne schöne Schleife drehen! Abkürzen ist immer mit enormen Frust und Spassverlust verbunden!

Viel Spass!!!!!

der Lange
 
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