Innenlager Umbau von geklebt auf Gewinde

Rockyman

Farbenfroh
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Hallo liebe Eisenschlosser Menschen

Ich möchte diesem Stahlrahmen wieder zu einem bewegten Dasein verhelfen.
Bevor ich mich aber um die Lackierung kümmere möchte ich noch, wenn möglich einen "wunden Punkt" beseitigen. Das Innenlager wird bei diesem Modell eingeklebt und ich hatte dadurch schon Probleme mit der Haltbarkeit (Achse wanderte und die Industrielager halten nicht lange).
Also ist die Idee damit zum Schlosser zu gehen und das Gehäuse auf ein 68er oder 73er abzudrehen und ein Gewinde (geht glaube nur das italienische Standardmass vom Innendurchmesser) reinschneiden zu lassen.
Hat das schon mal jemand gemacht? In der SuFu hab ich nichts gefunden. Wenn nicht, gibt es vielleicht Überlegungen dazu die ich vorher bedenken sollte. Bitte erspart mir die Hinweise, dass man den Originalzustand bloss so lassen sollte und von wegen Seltenheitswert...
Wenn das machbar ist, lasse ich`s machen!


Vielen Dank für eure Tipps und Gruss
Stefan
 
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hängt von 2 sachen ab:

1. die materialstärke des rahmens beim innenlagergehäuse im durchmesser sieht auf dem foto sehr knapp aus.
2. wo beginnt die schweißnaht für die kettenstreben.

vorteil ist, dass stahl i.d.R. so was wegsteckt, wenn genug materialstärke da ist. es gibt aber auch storys, von gerissenen rahmen beim innenlagereinbau. ist der durchmesser des gehäuses groß genug, nutzen manche pfiffige menschen adapter, die sie sich aus bmx- adaptern passen drehen lassen. diese, in den rahmen eingepresst, halten zusätzlich durch das gegeneinander verschraubte innenlager bombenfest.

http://www.bike-szene.de/index.html?lang=de&target=d354.html&lmd=39434.703056

ich selbst habe nen diamant rahmen mit glockenlagern so passend gemacht, dass ich die presslagerschalen ausfräsen ließ und dann ein bsa- gewinde in die schale geschnitten habe. diese uralt- teile hatten aber auch nen außendurchmesser von 40mm. da war genug material da.

grundsätzlich finde ich die idee nachvollziehbar, wenn denn genug material da ist. also, bitte weiterposten, wie die sache ausgeht:daumen:

 
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Von Mavic gab es doch das Innenlager das auch funktionierte wenn kein Gewinde mehr vorhanden war.

-Mavic-g.jpg
 
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Ich hatte ein ähnliches Problem mit meinem alten winora Rad. Scheinbar hatte jemand bei der Montage eine Lagerschalte des Tretlagers schief und dann auch noch mit Gewalt in das Gehäuse eingeschraubt. Das war dann zwar 2 Jahre fest, aber irgendwann sind dann doch die einzelnen Gewindegänge raus gekommen und die ganze Schose ist lose geworden.
Nach einigen Einklebversuchen meines doofen Fahrradhändlers (ich hätte auf die 10 Jährige Ramengarantie bestehen sollen) habe ich mich entschlossen das zerroppte Gewinde auf der Fräsmaschine auszuspindeln und eine gedrehte Lagerschalte aus Aluminium einzupressen (mit abkühlen der Lagerschalte und erwärmen des Ramens)
Das war eine relativ komplizierte Geschichte weil auch die Abstände stimmen mussten, sonst sitzt das Tretlager am ende nicht mittig im Ramen.
Wenn ich damals gewusst hätte das es solche tollen mavic Lager wie oben gezeigt gibt hätte ich mir das ganze schön sparen können ^^
 
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Achja, für solche eine Methode sollte zumindest auf einer Seite noch ein Gewinde vorhanden sein, sonst bleibt das Tretlager für immer da drin ;) Also wohl eher keine Lösung für dich
 
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... ich denke das geht auch wenn kein gewinde mehr brauchbar ist . die innenlager"enden" sind doch konisch und halten so in dem rahmen ... auch ohne gewinde ...
 

Rockyman

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Ganz herzlichen Dank für die zahlreichen, kompetenten Antworten.

Angaben zum Gehäuse:
Gehäusebreite: 80mm
Wandstärke: 2,7mm
Innendurchmesser 35mm
Kettenstreben aussen/aussen 62mm (Schwiessnähte:65mm)

Also ein Abdrehen der Gehäusebreite auf 73mm ist problemlos möglich.
Interessant sind die Varianten mit den Einsätzen für gewindelose Lager.
Hat jemand Erfahrung damit?

Nochmals Danke und Gruss
Stefan
 

pfandflasche

der grabhaken des grauens
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erfahrung persönlicher natur nicht..aber angelesen folgendes...für das mavic-lager muss wohl das innenlagergehäuse angefast werden....sprich trichterförmig ausgefräst...um den lagersitzen eine basis zu geben.
 
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Angaben zum Gehäuse:
Gehäusebreite: 80mm
Wandstärke: 2,7mm
Innendurchmesser 35mm
Kettenstreben aussen/aussen 62mm (Schwiessnähte:65mm)

Also ein Abdrehen der Gehäusebreite auf 73mm ist problemlos möglich.
Interessant sind die Varianten mit den Einsätzen für gewindelose Lager.
Hat jemand Erfahrung damit?

Nochmals Danke und Gruss
Stefan

Zwar auch nicht der Weisheit letzter Schluss aber geht nicht auch ein Thompson-Lager? Die wurden in Holland auch mit einem Aussendurchmesser von 35 mm verbaut. Kinex hat(te) auch noch etwas bessere Versionen davon. Sollten die Kunststoffschalen, in der Regel aus Nylon, den entsprechenden Durchmesser nicht haben (TSandard-Thompson sind 40mm), lassen die sich relativ leicht auf die noetigen 35mm abdrehen.
Da ich noch nen Rad mit Thompson fahre, werde ich heute abend mal die Gehaeusebreite vermessen.

Gruss Gerald
 

Rockyman

Farbenfroh
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Zwar auch nicht der Weisheit letzter Schluss aber geht nicht auch ein Thompson-Lager? Die wurden in Holland auch mit einem Aussendurchmesser von 35 mm verbaut. Kinex hat(te) auch noch etwas bessere Versionen davon. Sollten die Kunststoffschalen, in der Regel aus Nylon, den entsprechenden Durchmesser nicht haben (TSandard-Thompson sind 40mm), lassen die sich relativ leicht auf die noetigen 35mm abdrehen.
Da ich noch nen Rad mit Thompson fahre, werde ich heute abend mal die Gehaeusebreite vermessen.

Gruss Gerald

Nochmals vielen Dank für die Hinweise mit den Innenlager Einsätzen.
Da ich sowiso zum Schlosser muss um das Gehäuse zu kürzen stelle ich nochmal die Frage nach dem Gewinde schneiden.
Ist das Gehäuse mit der Wandstärke (2,7mm) und dem Innendurchmesser von 35mm für dieses Unterfangen ungeeignet?

Merci und Gruss
 
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