Innsbruck - Tirol: Mountainbiker unerwünscht in der Alpen-Hauptstadt? [Petition - mitmachen!]

"Hauptstadt der Alpen", "3-fache Olympia-Sportstadt" und "Faszination alpine Bergwelt": Mit diesen Slogans bewirbt die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck ihre eigene Attraktivität. Eine Attraktivität, die wohl viele Outdoor-Sportler unterstreichen können. Im Frühjahr 2013 erweckte jedoch eine Entscheidung und die darauf folgenden Maßnahmen der Stadt Innsbruck den Anschein, als wäre eine Gattung Sportler in der Alpen-Hauptstadt nicht gerne gesehen: Mountainbiker.


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Da mein Bruder in Innsbruck lebt und auch leidenschaftlicher Mountainbiker ist, bin ich oft zu Besuch bei ihm. Wir fahren auch immer am Landser Kopf(treten aber selber hoch). Die Nordkette bietet ja leider nur eine schlechte Alternative. Finds gut, dass sich da jetz was tut.
 
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Dazu gibts mehrere Dinge zu sagen:

1. In Österreich ist das Radfahren abseits von Fahrstrassen generell verboten. Auch wenn es bisher nicht explizit durch Schilder gekennzeichnet war, war das Fahren auf diesen Trails IMMER schon verboten.

2. Innsbruck und Tirol im allgemeinen ist generell MTB-feindlich eingestellt. Leider hat ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung Aversionen gegen alles Neue, es ist noch nicht allzu lange her da wurde man auf diversen Hütten nicht bedient, wenn man mit dem Mountainbike gekommen ist (ich rede nicht von DH sondern von normalen Mountainbikern).

3. Die offizielle Strecke an der Nordkette ist ohnehin ein Scherz.Das Befahren der Strecke ist außerhalb der Betriebszeiten der Nordkettebahn und während der Wintersperre untersagt.
Also gibt es während 7 Monaten bzw. nach 17 Uhr 30 im ganzen Großraum Innsbruck keine vernünftige und legale Möglichkeit auf Trails zu fahren.

4. So wie es abläuft, sind diese offiziellen Strecken für alle nicht DH-Biker kontraproduktiv. Also alle, die selber irgendwo rauftreten wollen und dann enduro- oder vertridemäßig einen schönen Trail fahren.

Vor Jahren bereits wurde ein offizieller Trail von der Hungerburg eröffnet. Dieser "Trail" ist nichts anderes als ein etwas gepimpter Forstweg, absolut langweilig und nicht zu gebrauchen.
Dann heißt es aber, dass wir Biker jetzt ja eine tolle, legale Strecke hätten und somit umso schärfer gegen alle vorgegangen wird, die weiterhin auf den "richtigen" Trails fahren.

Anstatt das vernünftige Biken auf den Wegen rund um Innsbruck zu legalisieren, wird alibimäßig ein uninteressanter Trails freigegeben.
Im Gegenzug werden dann überall Schilder aufgestellt, die das Biken auf allen anderen Wegen expliziz untersagen (was zwar immer schon so war, aber jetzt die Argumentation gegenüber Fußgängern noch mehr erschwert).

Man sollte es so machen wie zB in Sölden, dass man (zumindest die meisten) Wege rund um Innsbruck als Rad- und Fußweg freigibt.
Das heißt halt auch, dass man auf diesen Wegen nicht hirnlos runterballert sondern wegeschonend und auf Fußgänger rücksichtnehmend unterwegs sein soll.
Wer einen Bikepark will, wo er ohne Hirn und Rücksicht runterballern kann, soll nach Steinach in den Park fahren, hat im stark frequentierten Naherholungsbgebiet direkt in der Stadt aber nichts verloren.

Jetzt ein Downhillghetto am Lanserkopf einzurichten mit der Konsequenz, dass wir "normalen" Trailbiker (die sich für eine Donwhill-Ballerstrecke nicht interessieren) erst rechts nirgend mehr fahren dürfen und überall scharf gegen uns vorgegangen wird, ist total Schei**e!


5. Im Endeffekt bezweifle ich, dass da am Lanser Kopf wirklich so viel tolles rauskommen wird. Denn dass eine offizielle Strecke kommen soll heißt es schon seit JAHREN und bisher sind alle Versuche gescheitert.

Ich frage mich außerdem, wer da aller mitschneidet wenn dafür 220.000€ ausgegeben werden. Die Wege gibt es ja schon alle, da bräuchte man nichts mehr bauen für zehntausende Euro. Man müsste die Wege einzig und allein umwidmen, so dass Biken legal ist (siehe zB Sölden).
Dass man dazu Geld braucht um evtl. widerspenstige Grundstücksbesitzer zu kaufen oder Shutllebusse einzurichten ok, aber so wie es Gerüchte sagen zehntausende Euro für Streckenbau und elektronische Überwachung der Biker auszugeben ist reiner Wahnsinn und dient wohl nur dazu, dass machen Firmen an dem Projekt gut verdienen.



Alles in allem hat sich die Situation in Innsbruck in den letzten 2-3 Jahren leider insgesamt wesentlich verschlechtert.
Konflikte mit Wanderern habe ich nur selten (ich fahre halt auch entsprechend vorsichtig), aber es wird immer mehr gegen Biker vorgegangen.
Auf Trails, wo wir schon seit 15 Jahren unterwegs sind, stehen jetzt überall fette Radverbotschilder und wie man hört hat es auch schon Polizeiteinsätze gegen und böse Biker gegeben.
 
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In Heidelberg hatten wir ein ähnliches Problem im Bus. Die Jugend heutzutage bekommt oft keine Manieren beigebracht habe ich den Eindruck.
Die Konsequenz für mich war, kein Bus mehr fahren. Wollte da ganz bewusst nicht neben dran stehen und mich in den selben Topf werfen lassen.

Schade, daß es wie in diesem Fall, dadurch zum Ausschluss aller MTB Fahrer kommen kann.
 
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Wenn einzelne Biker unrecht begehen oder durch schlechtes Benehmen auffallen, dann kennt der Staat immer nur die Kollektivhaftung; also ein Verbot aller Bike- Aktivitäten in der Natur, ggf. auch vorbeugend (s. BW).
Wenn ein Politiker unrecht begeht oder durch schlechtes Benahmen auffällt, dann werden deshalb auch nicht die Parteien und deren Aktivitäten verboten; obwohl ich nicht grundsätzlich dagegen wäre. ;)
 

A7XFreak

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Direkt mal unterzeichnet. War zwar noch nie in Innsbruck will aber definitiv mal hin und dann will ich da auch Spaß haben :daumen:
 
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Ich habe selber Verwandtschaft in Österreich. In der Gegend darf man auch nur auf einigen Touristenradwegen fahren. Nachdem wir dort Erkundigungen eingezogen haben kann man die Situation in etwa so zusammenfassen: "Wenn wir direkt kein Geld daran verdienen, darf da auch niemand Fahren."
 

Tyrolens

eBiker grüßen nicht.
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Cliomare, du musst halt auch etwas flexibel sein. Also gebürtiger Tiroler, direkt an den Grenzen Innsbrucks lebend, interessiert mich Innsbruck kein bisschen.
 

Robby2107

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Waren diesen letzte Sommer in Innsbruck und Umgebung unterwegs und werden auch diesen Sommer wieder dort biken gehen.

Generelle MTB-Feindlichkeit konnte ich nicht feststellen. Kommt halt auch immer drauf an wie man sich selber gibt. Sind konseqeunt und rücksichtsvoll unterwegs und daher sehr selten Probleme mit Wanderern.

Trotzdem finde ich es sehr schade, daß wieder alle leiden müssen wegen ein paar Hohlköpfen mit viel Federweg.

Hab unterschrieben und geteilt.

grüße
Robby
 
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Flexibel ist schön und gut. Aber wenn man nach der Arbeit noch eine Runde drehen will geht das halt nur direkt vor der Haustür.

An freien Tagen fahre ich eh gern woanders hin, da spart man sich den Stress den man in Innsbruck hat. Aber an jedem freien Tag erst Auto fahren müssen um zum Biken zu kommen, darauf hab ich auch keine Lust. Vor allem wo es im Raum Innsbruck zig schöne Steige gibt, wo Biker und Wanderer gut auskommen würden wenn (i) der politische Wille da wäre und (ii) sich die Biker halt auch halbwegs benehmen würden.
 
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Autsch, ich dachte den Begriff ENTJUNGFERNEN fürs Erstbefahren wären wir mit dem Sprießen der ersten Sackhaare losgeworden. ;)

Ansonsten alles Gute, super Engagement, ich hoff dass am Ende auch was Gscheites rausschaut. :)
 
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Ich plane demnächst nach Österreich ins Salzburger Land umzusiedeln, höchstwahrscheinlich wird mich die Arbeitsstätte nach oder um Salzburg verschlagen.
Ich bin Downhiller und mir sind die Mekkas wie Leogang und Saalbach-Hinterglemm natürlich bestens bekannt.

Aber kann mir jemand aus der Gegend evtl. einen Tip geben wo es sich lohnt eher hinzuziehen wo es aufgrund von vorhandenen Trails und erneuter Verbindung nach oben möglich sein wird nach der Schicht noch biken zu können ohne auf solche Probleme wie in Inssbruck zu stoßen?
Gibt es in der Region abseits von Bikeparks Downhill Trails die dieses ermöglichen und wo es sich besonders lohnt?

Danke für jeden Tip! ;)
 
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Dazu gibts mehrere Dinge zu sagen:

1. In Österreich ist das Radfahren abseits von Fahrstrassen generell verboten. Auch wenn es bisher nicht explizit durch Schilder gekennzeichnet war, war das Fahren auf diesen Trails IMMER schon verboten.

Als Gegenbeispiel kann man aber auch die Salzburger Sportwelt und insbesondere Flachau nennen. Die sich ums Mountainbiken echt bemühen. Stellt sich offensichtlich also ein bisschen ähnlich wie in Deutschland als ein lokales Problem dar, wo z.B. Baden-Württemberg auch immer noch querstellt.
Traurig ist das Ganze vor allen Dingen für die lokalen Biker, zudem es ja insbesondere von einer kleinen Gruppe lokaler Biker verursacht zu sein scheint.
 
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Als Gegenbeispiel kann man aber auch die Salzburger Sportwelt und insbesondere Flachau nennen.

Das Fahren abseits der Forststrassen/Fahrwege ist in GANZ Österreich generell verboten, außer der entsprechende Weg ist explizit für Biker freigegeben. Das wird im Forstgesetz geregelt und das ist ein Bundesgesetz.

Wie dann dieses Verbot auch überwacht und durchgesetzt wird ist natürlich eine andere Sache, da kann es lokale Unterschiede geben.
 
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Ich plane demnächst nach Österreich ins Salzburger Land umzusiedeln, höchstwahrscheinlich wird mich die Arbeitsstätte nach oder um Salzburg verschlagen.
Ich bin Downhiller und mir sind die Mekkas wie Leogang und Saalbach-Hinterglemm natürlich bestens bekannt.

Aber kann mir jemand aus der Gegend evtl. einen Tip geben wo es sich lohnt eher hinzuziehen wo es aufgrund von vorhandenen Trails und erneuter Verbindung nach oben möglich sein wird nach der Schicht noch biken zu können ohne auf solche Probleme wie in Inssbruck zu stoßen?
Gibt es in der Region abseits von Bikeparks Downhill Trails die dieses ermöglichen und wo es sich besonders lohnt?

Danke für jeden Tip! ;)

Wie ich schon in meinem vorigen Beitrag schrieb, scheinst du mit deiner Wahl Glück zu haben. Flachau und Umgebung bemühen sich um MTBler.
Du solltest aber vorher erstmal in einem Urlaub das Streckennetz erkunden, wenn du sonst keine anderen Kriterien für deinen Wohnort hast :) , um den besten Spot für dich rauszufinden. Dir muss klar sein, dass die ganze Salzburger Sportwelt im Winter sehr überlaufen ist. Und echtes Moutainbiken wegen Schneehöhen selbst auf Waldautobahnen kaum möglich ist. Habs einmal probiert. Hauptwanderwege sind zum Teil präpariert. Das Spaßfaktor beschränkt sich aber auf das Landschaftserlebnis - was ohne Frage auch toll ist.
 
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Das Fahren abseits der Forststrassen/Fahrwege ist in GANZ Österreich generell verboten, außer der entsprechende Weg ist explizit für Biker freigegeben. Das wird im Forstgesetz geregelt und das ist ein Bundesgesetz.

Wie dann dieses Verbot auch überwacht und durchgesetzt wird ist natürlich eine andere Sache, da kann es lokale Unterschiede geben.

Das habe ich gar nicht in Abrede gestellt. In Deutschland gibt es ein allgemeines Waldgesetz, das aber in den Bundesländern variert werden kann. Dafür ist das aber das Bundesland zuständig. Ist dies in Österreich vielleicht ähnlich?
Fakt ist, das Flachau OFFIZIELL mit Mountainbike wirbt.
 
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Wie ich schon in meinem vorigen Beitrag schrieb, scheinst du mit deiner Wahl Glück zu haben. Flachau und Umgebung bemühen sich um MTBler.
Du solltest aber vorher erstmal in einem Urlaub das Streckennetz erkunden, wenn du sonst keine anderen Kriterien für deinen Wohnort hast :) , um den besten Spot für dich rauszufinden. Dir muss klar sein, dass die ganze Salzburger Sportwelt im Winter sehr überlaufen ist. Und echtes Moutainbiken wegen Schneehöhen selbst auf Waldautobahnen kaum möglich ist. Habs einmal probiert. Hauptwanderwege sind zum Teil präpariert. Das Spaßfaktor beschränkt sich aber auf das Landschaftserlebnis - was ohne Frage auch toll ist.

Vielen Dank für die Antwort.

Ich fahre im Winter nicht. Bei mir beschränkt sich das Downhillen auf die Saison. Im Winter werde ich dann wohl Wintersprotaktivitäten nachkommen. Das es im Pinzgau sicherlich viele Möglichkeiten gibt ist mir aus dem Urlaub bekannt. Weit aus weniger bekannt ist mir aber wie es sich mit Trails in oder um Salzburg verhält wo man an einer Nachmittagsrunde mal den Downhiller (wenn möglich) beschäftigen könnte. ;)
 
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Vielen Dank für die Antwort.

Ich fahre im Winter nicht. Bei mir beschränkt sich das Downhillen auf die Saison. Im Winter werde ich dann wohl Wintersprotaktivitäten nachkommen. Das es im Pinzgau sicherlich viele Möglichkeiten gibt ist mir aus dem Urlaub bekannt. Weit aus weniger bekannt ist mir aber wie es sich mit Trails in oder um Salzburg verhält wo man an einer Nachmittagsrunde mal den Downhiller (wenn möglich) beschäftigen könnte. ;)

Es gibt in Wagrain nen Bikepark. Kann dir aber nix über die Qualitäten sagen. Fahr zwar gerne technisch, komme aber weniger von der Bergab-Fraktion. Urlaub machen, selbst anschauen.
 
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