Kauf Gravelbike - die Qual der Wahl - Upgrade Cervelo Aspero...?!

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Hallo Markus, danke von meiner Seite für Deine Eindrücke!
Ein paar Kommentare dazu

"rauskommen" aus den Klickies
Das geht mir genauso und nachdem ich schon alle MTB auf Platform umgestellt habe (nach 15 Jahren Klickies!) hab ich auch am Gravelbike Plattform installiert. Mit agressiven Pins kann man trotzdem sehr rund fahren, so meine Wahrnehmung
Schnelle Bergabetappen sind immer noch mit einem mulmigen Gefühl behaftet, der "MTB-Anker" ist mir immer noch lieber
Ja, das geht mir auch so. Wenn man von 200mm-4-Kolben kommt fühlt sich eine schnelle Abfahrt mit dem GB schon etwas unsicher an. (Ich denk dann halt was die sich bei der Tour so trauen... und fahre echt langsam.)

Wenn dann ein Upgrade in Frage käme was wäre dann die korrekte Wahl - 1x12 oder direkt 2x12
2x würde ich sagen. Ich hab an allen drei MTB SRAM 1x (11 und 12), aber beim Graveln, wo man auch mal länger in der Ebene fährt ist die feine Abstufung mit 2-fach schon klasse. (Wobei 2x11 mir genügen)
Lohnt sich das Upgrade überhaupt oder lieber direkt das Rad wechseln?
Also wenn der Rahmen es hergibt (Zugdurchführungen, Umwerfersockel) könnte man upgraden. Aber es ist ja fast eine Totaloperation.
Ich persönlich würde vermutlich eher neu kaufen.
Vorteil: du kannst dann das Bike in Originalausstattung verkaufen, was den Käufern besser gefällt.
Das Grundfazit zum Rad bzw. zum Graveln generell: Mir macht es unheimlich Spaß und ich werde es - als Ausgleich, Alternative zum MTB und als Sportgerät definitv weiter und ausgiebig(st) nutzen.
Das ist auch mein Fazit, und erstreckt sich zu meiner Freude sogar auf meine Frau die dem Graveln recht kritisch gegenüberstand. Sie teilt jetzt den Spass ebenfalls!

Es ist (im Vergl. zu MTB) eine ganz andere Art zu fahren und findet auch in ganz anderen Gefilden statt.
 
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@systemgewicht Danke für Deine Einschätzungen. Die teilen sich ja weites gehend mit meinen Erfahrungen, nur bekomme ich meine Frau nicht vom Pferd aufs Rad :)
Verkauf und Neukauf wäre wohl die bessere Variante - nur ist der Markt gerade leergeputzt :) 2-Fach kann ich mich (weiterhin noch) nicht mit anfreunden, auch wenn es -vielleicht Sinn macht am Gravel.

@dodos Danke auch Dir. Trotz Hope-Fan kannte ich die Version noch gar nicht, ist interessant. Das würde aber nur kommen wenn ich schaltungstechnisch gar nichts am Rad mache. Das durch Upgrade erhoffe ich mir schon etwas bessere Bremsperformance.
 
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Unabhängig was du an der Schaltung aufrüstest, solange du bei SRAM (DOT) oder Shimano (ÖL) bleibst sind die Hope Kolben ja an jedem System verwendbar.
Die Bremsleistung ist bedeutend besser die Dosierbarkeit hängt natürlich auch mit dem Bremsgriff zusammen und nicht nur vom Kolben. Ich bin bin froh über das Upgrade am "Speed" Rad. Hab den direkten Vergleich zu den "normalen" 4700/7000 er (glaube GRX ist identisch) Kolben wenn ich das Rad switche.
 
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Die Kolben sind nicht das Problem, sondern schlicht der Reifen...
Blockiert kriegt man mit den gängigen Scheibenbremsen alles, aber es ist eben was anderes nen 2.8" Stollenreifen abzubremsen oder nen 38mm Semi-Slick. Da ist einfach irgendwann die Haftung am Ende.
Daher sehe diese "upgraditis" der Bremsen, wie das am MTB Mode geworden ist recht kritisch bei CX/Gravel-Rädern.

Zur Sache:
Schaltgruppe nachrüsten an einem Rad lohnt sich mMn nicht.
Ich weiß nicht ob es der Rahmen zulässt, aber eine 2-Fach-Kurbel mit einem Umwerfer ist relativ schnell montiert und das geth bei 11-fach relativ kostengünstig.

Ansonsten hege ich ernstzunehmend Zeifel daran, dass der Fahrspass deutlich zunimmt durch den Sprung von 11 zu 12-Fach. Da würde ich dann wirklich eher Richtung Campa Ekar schielen (13-fach).
 
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@Bierschinken88 Ob man ein Ritzel mehr braucht .... das sei mal dahin gestellt. Die passende Ritzelübersetzung (Kassettenwahl) find ich da relevanter.

Nicht aber, neben dem Reifen und dem Grip bei passendem Untergrund, ist die Bremsanlage entscheidend. Aufm Gravel / Renner ist man in der Ebene viel schneller als mitm MTB unterwegs. Körpergewicht ist die zweite Baustelle. Die Masse muss gebremst werden. Die keineren Scheiben werden dabei sowieso stärker beansprucht als 180er oder 200er bzgl. Überhitzung.

Btw. den li STI müsste er auch austauschen ohne den kann er den Rest auch nicht ansteuern., gell. 8-)

Für mich war das Kolbenupgrade auf die RX4 der siginifikanteste Unterschied. Gerade bei Touren wo ich lange Strecken den Berg runter gepeest bin, war die neu Anlage viel besser zu händeln (fading etc.). Immer im Vergleich zu anderen Gravel/ Rennrädern. Nicht zum MTB!!!
 
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Servus.

Danke für die Diskussion. Der Tausch der Kolben wäre eine (weitere) Option, vermutlich die einfachste aber auch die mit der geringster Gesamtveränderung. Das der Anker des MTB nicht zu erreichen sein wird ist klar, muss es auch nicht. Die Vorsicht fährt bei mir immer und ständig mit, das gibt das Alter, die Verantwortung und der Respekt an Rad und Geschwindigkeit schon vor :)

Ihr habt es ja geschrieben, von 1x11 auf 1x12 wäre kein bahnbrechender Unterschied, aber vielleicht doch schon ausreichend. Bei 2x11 würde doch schon der Umbau des Hebels dazu kommen und wenn schon einen (eigentlich ungewollten) Umwerfer, dann doch direkt 2x12 :)
Die 1x13 habe ich mir ebenfalls schon interessiert angeschaut, damit wäre das Angebot von verfügbaren Rändern aber direkt gegen 0,01 wahrscheinlich. Nachrüsten würde u.a. auch neue Freilaufkörper (2x) mit sich ziehen...

Schwere Entscheidung alles, bzw. doch eher Luxus-Probleme und/ oder der Drang nach mehr?! Am besten wäre es ein gescheites Angebot für ein favourisiertes Rad mit entweder 1x12 oder 2x12 zu erhalten, dann kurzentschlossen zuzuschlagen :)
 
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Ich möchte mal nur noch in den Raum werfen, um so mehr Gänge umso schmaler werden die Kassetten (12/13er) und umso diffiziler finde ich die saubere Einstellung ebendieser. Ok macht man nicht so häufig aber mindestens 2 mal bei mechanischer Schaltung. Zu Beginn und nach der Längung der Züge. Die laufenden Kosten sind akutell auch viel höher für Kette und Kassette sofern man viel fährt.
 
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Guten Morgen,

@dodos Du hast sicher recht, bei all den Aufwendungen und auch Kosten ist das für mich persönlich absolut zu vernachlässigen. Alle 12-Fach Antriebe auf meinen MTB laufen problemlos, lassen sich gut einstellen und z.B. meine XX1 Kassette sieht nach regelmäßigem Einsatz auch noch top aus. Aber grundsätzlich stimmt das natürlich.

Grundsätzlich ist es wie oben schon vermutut und auch beschrieben. Ich habe die Gedankengänge mal etwas konkretisiert und gefestigt, dahingehend auch mal einige Shops in meiner Nähe angeschrieben und auf Lagerbestände bzw. nach Verfügbarkeiten gefragt. Fazit: Echt schwer überhaupt etwas zu bekommen, von Schnäppchen oder Angeboten kann man sich, so der erste Eindruck, komplett verabschieden.

Wenn´s wieder ein Aspero werden würden könnte man sich die -coronabedingte- erschwerte Sitzproben sparen, von daher ging es auch gezielt in diese Richtung. Alternativen wären ja da, würden aber sicher noch warten müssen, die "Werkstätten" der Shops sind ja auf..., aber...

Den Umbau habe ich auch grob durchleuchtet. Da die Gruppen, egal ob 1 oder 2x12 ebenfalls recht rar sind sind auch hier die Angebote recht überschaubar. Zudem würde ich selbst den Umbau nicht machen wollen, traue mich mir irgendwie beim Gravel (noch) nicht zu.

Mal sehen wie es weiter geht, 2021 hat ja gerade erst angefangen, mal sehen wie sich die Verfügbarkeiten ändern und wie es grundsätzlich weiter geht.

Wenn jemand noch interessante Räder oder, vielleicht mir unbekannte - Shopslinks mit guten Verfügbarkeiten hat gerne melden - auch via PN.

Meine Kandidaten bzw. was gefällt wären im Moment:

  • Cervelo Aspero
  • 3T Exploro
  • O.P.E.N. UP oder Wi.De?
  • Santa Cruz Stigmata
  • Pivot Vault

Viele Grüße und Euch ein schönes Wochenende.
 
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So sieht es aus, ich habe mir soweit es ging meine vermutlichen/ absehbaren Verschleißteile für die komplette 2021 Saison schon besorgt. Da ich nicht davon ausgehe das der Markt wieder schnell gefüllt ist. Alles was jetzt gebaut wird ist a. schon verkauft b. bei Teilen an die großen Produzenten per Vororder vergeben.

Das wird sich auch nicht so schnell ändern. Bis die Welt geimpft ist, wird wohl ein Jahr vergehen ohne etwaige Zwischenfälle. Europa intressiert hier ja eben nicht, da 90% in Asien produziert wird.
 
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Specialized Diverge
Trek Checkpoint
Norco Search

Mein Händler würde sagen kaufe lieber jetzt noch aus dem (knappen) Bestand, denn die Bikes für die erste Jahreshälfte sind alle schon bestellt.

Das Specialized stand mal im Vergleich zum Aspero seinerzeit. Die 2021er Diverge Modelle sind meines Erachtens, bis auf das S-Works, mit der AXS nur in rot zu bekommen - nicht meins. Zudem, mit knapp 8k€ auch etwas über Budget. Das Trek und das Norco werde ich mir mal anschauen, ein Norco durfte ich als MTB schon besitzen.

Zum Thema Verfügbarkeit 2021. Ich denke auch, dass es nicht mehr besser werden wird, eher im Gegenteil. Daher ja auch der Gedanke das jetzt konkret werden zu lassen und nicht erst im Frühjahr. Da ich aber ein tolles Rad in der Garage habe kann ich es mit einer gewissen Gelassenheit angehen und (vielleicht doch noch) auf ein gutes Angebot hoffen :)
 
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23. April 2006
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Klingt für mich so als ob 2-Fach für dich eine gute Alternative wäre, mit dem hohen Strassenanteil. Bei 1-fach kann sich das leicht suboptimal anfühlen
 
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