Kaufberatung komfortables Gravelbike für Langbeiner

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Hallo,
ich suche ein komfortables Gravelbike. Probefahren klappte noch gar nicht, weil bei den besuchten Geschäften nichts in meiner Größe da war. Bestellen dauert ewig, deshalb möchte ich vorher alles möglichst richtig machen. Der Händler vor Ort findet ja seine Bikes immer passend, deshalb wende ich mich hier an euch.

Ich, 177cm, SL 86cm, Armlänge 60, bin oft ziemlich zwischen zwei Größen. Canyon empfiehlt S, also einen kleiner als mittleren Rahmen, Rose 57, also einen größer als mittleren Rahmen, was mich weiter verunsichert. Ich möchte es eher komfortabel, also mehr aufrecht. 2x11 Schaltung. Alu reicht mir, aber nicht zu schwer, da ich es in den dritten Stock tragen muss, nach 17km in die Arbeit pendeln (wobei ich hier Abstriche machen würde).

Habe hier schon viel gelesen und nützliches gefunden, zb zu Reach und Stack folgende Seite, halt für Rennräder.
Demnach Stack von 59,34. Wenn ich das richtig verstehe, rechne ich als Langbeiner (-0,1) und dann gehe ich nicht vom Rahmen aus, sondern rechne zurück vom komfortablen STR der dann ab 1,65 beginnt (weil Langbeiner). Da finde ich mal gar nichts und bei den Rädern unten wäre das Rose mit ca 157 am komfortabelsten und der Stack am besten dran. Ich habe die Größen nicht nach bestem Stack ausgesucht, sondern wie der jeweilige Größenfinder es mir vorgeschlagen hat.
 

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Vertust du dich? Wenn der Reach sich wie gezeigt aus Stack / 1,5 ergibt, dann ist dein errechneter S2R erstmal zwangsläufig 1,5. Die Seite will dir aus meiner Sicht nur zeigen, dass du dich an deinem persönlichen Stack orientieren solltest und für komfortbetonte Geometrie nach einem Rad mit S2R > 1,55 suchst. Allerdings ist selbst so ein Faktor bei den eher kleinen Rahmen schon am absolut obersten Ende der Skala.

Ich bin ähnlich groß wie du, hab aber kürzere Beine (178cm, 82 Schrittlänge), hier mal noch ein paar beispielhafte Gravel Rahmen bei denen ich nach passendem Stack / Reach gesucht habe:

s2r.JPG

Das Paralane war meine Referenz weil ich's auf der Straße fahre, deswegen ist's blau. Ich würde vermuten, dass dir ein größerer Rahmen recht lang wird, aber das kommt natürlich auch auf deine persönlichen Vorlieben / Flexibilität uvm. an.
 
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@bugfix
Gut möglich, dass ich mich vertue. So wie ich das verstehe, gelten die 1,55 nicht für Langbeiner. Hier der Korrekturfaktor von 0,1 und dann Plus, wenn man den Korrekturfaktor erst bei den Komfortbereichen miteinbezieht. Deine Erklärung mit den kleinen Rahmen würde erklären, warum ich weit weg bin von 1.65. Mich wundert, dass das Rose so einen hohen Wert hat. Danke für deine aufwendige Liste, schaue ich mir liebend gerne an.
 
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Du willst etwas komfortables, also brauchst Du einen hohen Stack Wert. Den Höchsten hat das Merida Silex. Bin auch Langbeiner. Fährt sich bequem. Ich bin auch das Canyon Grail Probe gefahren. Das ist NICHT ! für Langbeiner aufgrund des zu langen reach. Langbeiner haben eine kurzen Oberkörper, somit sitzt Du auf dem Grail wie auf einer Streckbank. Vorbauten gibt es nur wenige (weil 1.1/4 Schaft) um das zu kompensieren. Das Grail ist nur gut für Normale und Kurzbeiner.
 
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@filiale
Deshalb habe ich das Grail gar nicht mit aufgenommen. Das Bergamon war dabei weil es komfortabel gilt, aber keine 2x11. Was mich halt wundert, das Rose gilt als sportlich, würde mir hier aber als komfortabel vorkommen. Großer Stack kleiner Reach. Merida schaue ich mir gleich an. Danke.
 
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Ich habe leider keine direkten Radempfehlungen für Dich, kann aber auf das Compare-Tool hier verweisen. Das hilft zumindest gedanklich etwas weiter, wenn man den ein oder anderen Rahmen schon kennt:
 
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@ dualbert @ filiale
Das Merida habe ich mir bei zwei Händlern vormerken lassen, sie hätten es bestellt, wissen aber nicht wann und ob überhaupt passendes kommt. Was aber ist passend? Mir wird zunehmend Schwummriger!

Das Rose war ja schon von den Größen der Backroad-Linie eher groß Der Stack im Vergleich mit manchen anderen, die mir die Größenfinder der Hersteller vorgeschlagen haben war auch der größte. Bei Merida wäre S etwa was Rose mir als M vorschlägt. Merida schlägt mir aber M vor Stack nochmal 25mm länger, wobei S schon 6mm länger war und ziemlich Punktlandung beim errechneten Stack wäre.

Naja, jetzt hoffe ich, dass ich bald Mal Merida S und M probefahren kann, vielleicht sogar fußläufig entfernt. Dann wäre der Threat echt Hammer....
 

Micha0707

Deathlike Silence
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Mit einem Merida in M dürftest du glücklich werden. Ich behaupte al, dass dir als Anfänger eome Probefahrt nichts nutzen wird, solange dich keiner richtig aufs Rad setzt. Beim Merida solltest du aber bedenken, dass der Reach zwar sehr lang, aber deswegen kurze Vorbauten gefahren werden.
 
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Ich würde mir an deiner Stelle auch noch das Specialized Diverge anschauen, das z.B. in Größe 54 einen Stack von 590. Ich bin in mit einer Größe von 1,73m und einer Beinlänge von 85cm selbst Langbeiner und finde das Rad sehr angenehm zu fahren auch bei langen Touren. Durch das rausnehmen der spacer hast du später auch die Möglichkeit sportlicher zu sitzen. Aufrecht sitzen heißt für mich nicht zwangsläufig komfortabel.
 
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@Micha0707
Mit der Probefahrt hast du sicher Recht, die ersten Minuten fühlt sich vieles toll an. Kenn ich von meinem jetzigen Fahrrad, wenn ich Sitzposition oder Sattel verändere. Hoffe hier auf den Händler.

@couch-potato
Stimmt, wenn überhaupt, dann ist da nur ein Spacer drinnen. Denke ich Mal drüber nach. Grad nachgeschaut, keine 2x11 bei den Aluräder. Weil Specialized habe ich schon Mal angeschaut, nur vergesse, wasir da nicht gepasst hat.
 
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Spezi hat den "gefederten Vorbau" (Future Schock). Der zählt beim Stack mit dazu ! Eigentlich ein Unding, denn so wird der Stack künstlich angehoben. Spezi war irgendwie noch nie komfortabel für Langbeiner, egal auf welchem Modell ich gesessen habe. Dabei gefällt mir das Design sehr gut.
 
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Ich suche aktuell selbst ein neues Rad und habe in einem Nachbarforum dazu einen Thread eröffnet und mir da einige Dinge erklären lassen (nur bei mir etwas kürzere Schrittlänge als der Durchschnittsmensch und habe nach einem spezifischen Modell gefragt). Relativ früh hat man mir ein Bikefitting nahegelegt - also, dass ich mich bei einem Händler oder unabhängigen Fitter vermessen lasse. Manche Fitter geben einem dann eine Auswahl passender Rahmen an die Hand oder sagen einem, ob der Wunschrahmen geeignet wäre und/oder ob eine Anpassung von Komponenten möglich ist.

Einerseits wissen erfahrene Radler oft schnell, ob was passt und wie man was passend machen kann, andererseits ist es aus der Ferne einfach schwer zu 100% beurteilbar.

Vor Ort spielen dann natürlich andere Dinge mit rein (Verkäufer verkaufen manchmal gerne zuerst, was da ist) und als Einsteiger hat man (und da kann ich ein Lied von singen) wenig Ahnung, wie sich "gut" anfühlen soll oder "wohin" man mit dem Rad dann tatsächlich will.
 
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@dualbert
mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt, ein freier Bikefitter, kostet aber schon einiges, dann habe ich das Rad und muss ja erst wieder hin zur Feinabstimmung, weil wenn man schon Geld ausgibt, dann sollte es auch passen. Ich habe mir überlegt, da war ich noch eher Richtung Endurance die ja auch nirgends zum Probefahren lagernd sind, eines der günstigen Onlinebikes eher zu klein als zu groß zu kaufen und dann nach dem Kauf zu einem Bikefitter zu gehen.

Da ich zur Arbeit 2x17 km pendle bekomme ich schon gut Kilometer und Erfahrung zusammen, ein wenig Bikefitting kann man mit Internetrecherche ja selber machen und dann variiere ich eben Tag für Tag ein paar Einstellungen, und lasse mir vielleicht mal einen anderen Vorbau montieren, oder mache es selber, kostet einen Bruchteil vom Bikefitter. Und irgendwann bekomme ich hoffentlich ein Gefühl für die passende Einstellung.

Aktuell fahre ich ein, laut Herstellerangaben, eher zu kleines Crossbike das straßenlastig ist. Gefühlt hätte ich gedacht es ist zu groß, weil ich mich so strecke, dabei scheint es doch die Überhöhung zu sein, die mir nicht passt. So kann man sich täuschen.
 
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"ein wenig" damit meinte ich die Sattelhöhe, das Lot durch die Kniescheibe, Cleats damit die Vorfußknochen auf Pedalmitte liegen. Mal alles so angenähert. Klar ist professionelles Bikefitting was anderes, habe ich noch nie gemacht und kann auch nicht groß mitreden. Wenn ihr mir das wärmsten empfehlt, mache ich es wohl auch. Vor oder nach dem Radkauf?
 
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"Relativ früh hat man mir ein Bikefitting nahegelegt - also, dass ich mich bei einem Händler oder unabhängigen Fitter vermessen lasse. Manche Fitter geben einem dann eine Auswahl passender Rahmen an die Hand oder sagen einem, ob der Wunschrahmen geeignet wäre und/oder ob eine Anpassung von Komponenten möglich ist."

Darauf bezog sich mein Post. Ich finde es stimmig, am besten zum Bikfitter, dann Radkauf und nochmal Bikefitter zum Feinschliff. Kostet aber Geld und ich bin aber Laie, keine Ahnung ob ich richtig liege.
 
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Das 6000er von 2019 (glaube ich) würde es auch gebraucht für 1600€ geben.
Vorteil, knapp 800€ unter UVP, vielleicht weniger, sofort verfügbar, leichter, Kommissionsrad.
Nachteil, gebrauchter Carbonrahmen, nicht meine Wunschkomponenten (vielleicht reicht ja 11fach), müsste ich ungesehen schicken lassen, evtl von Bekannten holen die da vorbeikommen (die aber keine Verantwortung wollen und nichts "unter die Lupe" nehmen).
Was kostet den so das nächst größere Ritzelblatt vorne etwa, was inkl Einbau? Ich weiss vorne heißt es nicht Ritzel sondern irgendwie anders.

Danke.
 

Polyphrast

Beckenrandschwimmer
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. Ich finde es stimmig, am besten zum Bikfitter, dann Radkauf und nochmal Bikefitter zum Feinschliff.
Es gibt beim radlabor.de eine Kaufberatung via Onlinetermin (die machen normal Bikefitting) und dann geben die dir aus 50.000 Radmodellen (deren Aussage) passende Empfehlungen. Kostet glaube ich 80-90€.
Falls das Radlabor bei Dir in der Nähe ist, kannst Du das auch vor Ort machen und vielleicht geben sie Dir dann einen Paketpreis für Kaufberatung und späteres Fitting.
Ich kenne aktuell keinen anderen Anbieter der so etwas auch online anbietet, aber das will nichts heißen.

Man kann sich schon viel anlesen (und auch viel selber probieren), aber das kostet alles gut Zeit (und bei Komponenten Geld), da ist eine solche Beratung vllt doch billiger...
 
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