Kaufberatung Skeen Trail upgrade

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Moin moin,

ich habe mir letztes Jahr ein Radon Skeen Trail 10.0 gekauft. Zunächst mega geiles Rad, macht richtig Laune und lässt sich gut fahren, ist allerdings auch nicht gerade eine Bergziege. Mittlerweile habe ich allerdings deutlich Fortschritt gemacht was Ausdauer, Schnelligkeit und Fähigkeiten angeht. Zum einen kann ich deutlich länger Touren fahren, als ich Zeit habe und ich bin im Bereich Springen auch deutlich besser geworden.

Zuletzt war ich im Flowtrail Stromberg und kam dort mit dem Skeen sehr stark an die Grenzen. Vorne und hinten ständig durchgeschlagen. Ich war dabei nur in den beiden letzten Abschnitten unterwegs, die niedrigere Sprünge haben. Sag vorne war bei 15% mit 3 Spacern, hinten bei 20%. Überall wo Wurzeln und Steine liegen taugen mir diese Sags nicht mehr, weil kaum noch Federung vorhanden.

Nun bin ich auf der Suche nach einem Upgrade. Das Bike soll für Trail-Touren tauglich sein und Sprünge in den Flowtrail der Mittelgebirge (Siegen, Stromberg, Bad Ems) gut gehen.

Mein Budget liegt bei maximal 4500€, gewünscht sind eher 3500€. Limitiert bin ich seitens Händler dadurch, dass ich gerne Leasen möchte, was nur über mein-Dienstrad geht. Somit fallen die Versender Propain, Canyon, Radon und YT genauso wie Ausländische Händler raus.

Unsicher bin ich mir beim Trade-Off zwischen zu wenig und zu viel Federweg. Zu wenig eher für Bikepark, aber dafür passen für Touren im Bergischen und an der Ahr. Zu Viel eher gut für Bikepark, dafür aber einfach too much für 1500 hm und 50 km.

Meine Kumpels fahren alle ca. 150mm +, Bergab und Bergauf hänge ich eher hinterher. Bergab limitier ich mich durch mein Bike (oder durch meine Psyche), Bergab brauche ich einfach mehr Training.

Folgende Bikes finde ich interessant:

  • Trek Fuel Ex 8 (kaum mehr Federweg)
  • Trek Remedy 8
  • Ghost Riot Trail Full Party
  • Propain Tyee bin ich probegefahren, affengeil, leider nicht zu leasen.

Habt ihr Tipps, wie ich mehr raus holen kann, oder welches Bike vielleicht besser wäre? Ist das Trek Fuel Ex oder ein ähnliches vielleicht deutlich besser bei Sprüngen?

Beste Grüße
 

dasK

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Vorne und hinten ständig durchgeschlagen.
Moin! Also wenn du bei 130/120 mm ständig durchschlägst und das auch noch bei niedrigen Sprüngen, dann wird dir dir ja vermutlich nichts unter 150 mm zusagen/reichen. Von 140 mm würde ich da erst gar nicht anfangen.
Das Remedy wäre mit 160 mm natürlich eine Option. Aber einen Vorteil im Uphill wirst du dadurch nicht bekommen. Da müssen die Muckis wachsen ;)

Unsicher bin ich mir beim Trade-Off zwischen zu wenig und zu viel Federweg. Zu wenig eher für Bikepark, aber dafür passen für Touren im Bergischen und an der Ahr. Zu Viel eher gut für Bikepark, dafür aber einfach too much für 1500 hm und 50 km.
Tja, das ist deine Krux. Wenn du flink und "easy" touren willst, dann ist ein potentes Trail Bike eher weniger fördernd. Als kompletter Bergversager (hoch ist für mich immer die Hölle) lege ich meinen Fokus auf Abfahrten. Das macht dann das Versagen beim Hochlutschen wett.
Ist natürlich doof, wenn deine Boys rauf wie runter flotter sind. Kann ich verstehen. Aber mal aus Interesse und Erfahrungsmangel: Wo limitiert dich der reine Federweg im Uphill?

Die beiden Treks sind mit ihrer Geometrie sicher keine Kletterhelfer. Das Ghost mit 77° Sitzwinkel wird da etwas angenehmer sein, hat vermutlich aber auch nett was auf den Rippen (in der Hölle hört man Gerüchte von 16 kg).
Habt ihr Tipps, wie ich mehr raus holen kann, oder welches Bike vielleicht besser wäre? Ist das Trek Fuel Ex oder ein ähnliches vielleicht deutlich besser bei Sprüngen?
"Besser", wenn man so will, sind die genannten Bikes bei Sprüngen einfach, weil sie mehr einfedern können. Sie sind mit richtig eingestelltem Fahrwerk also weniger hart in der Landung. Ansonsten gehört meiner Meinung nach viel Technik zu einem sauberen Sprung. Wenn ich sehe, wie manche bei jedem Sprung lieblos in den "Hucked To Flat" Modus gehen und einfach ohne jede Körperspannung, sauberer Flugkurve oder ein zusätzliches Abfangen mit dem Körper, wie nasse Säcke in der Landung einschlagen, dann wundert es mich nicht, wenn da was durchschlägt oder wehtut.
 
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Danke @dasK, für deine Antwort.
Also wenn du bei 130/120 mm ständig
Zumindest immer wenn ich Gas gebe, Höhe der Sprünge weis ich nicht unbedingt. Garmin Trackt da nur die Weite und Geschwindigkeit. Bei über 30 km/h überfliege die Tables und lande mit dem Vorderrad knapp zu erst in der Landung des Elements. Dabei schlage ich dann durch.
Da müssen die Muckis wachsen ;)
Das ist immerhin möglich. „Kostet“ Zeit und kaum Geld und Welle natürlich der Plan.


Aber mal aus Interesse und Erfahrungsmangel: Wo limitiert dich der reine Federweg im Uphill?

Pauschal wegen Gewicht und Squat. Ist aber wohl sehr stark von den Rahmen und den Einstellungen abhängig. Das Tyee Wasser bergauf angenehmer als mein Skeen Trail obwohl schwerer und mehr Federweg.
Deswegen suche ich hier Menschen mit Erfahrungen zu etwaigen Bikes, die recht angenehm bergauf gehen und bergab viel Kapazität haben. Bergauf muss nicht schnell, aber es sollauch nicht Kraft zehrend sein.
Ansonsten gehört meiner Meinung nach viel Technik zu einem sauberen Sprung. Wenn ich sehe, wie manche bei jedem Sprung lieblos in den "Hucked To Flat" Modus gehen und einfach ohne jede Körperspannung, sauberer Flugkurve oder ein zusätzliches Abfangen mit dem Körper, wie nässe Säcke in der Landung einschlagen, dann wundert es mich nicht, wenn da was durchschlägt oder wehtut.
Da stimme ich absolut zu. Es gibt nicht ohne Grund Videos von Profis die mit einen XC Riesen Sprünge landen. Profi bin ich aber bei weitem nicht
Wenn ich mir Videos von meinen Sprüngen anschaue, dann ist da keine Katastrophe, aber klar Luft nach oben. Vor allem ist die Präzision nicht immer vorhanden. Durchschläge habe ich aber auch bei schnellen sauberen Landungen.

Ich traue mich deswegen nicht auf größere längere Sprünge, bei denen ich wenns schief geht im flat Lande.
Beste Grüße
 

clowz

unterwegs zwischen celovec und ravne
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da du von dir recht wenig preis gegeben hast, gib doch mal deine daten durch.

ich bin jetzt kein profi aber ich schaffs mit 90 kg und normalen sag nicht, dass das bike dauernd durchschlägt.... egal ob HT oder Fully. einzig beim ebike ist mein dämpfer am limit aber da pack ich bald einen volumen mehr spacer rein.

welche gabel ist denn verbaut ? wie hast sie denn eingestellt ? also wieviel druck hast drin bzw wie sind die andren parameter justiert?

grad bei der gabel spielt ja imo die kinematik des rads kaum eine rolle, da wirst es ja wohl so einstellen können, dass sie eben nicht durchschlägt.....
 
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Erstmal zu mir:
  • Ich bin 90 kg schwer, das Bike inkl. Wasserflasche 15 kg. Gesamtgewicht also 105 kg.
  • 184 cm hoch gewachsen, amtlich bestätigt xD
  • ca. 61 cm Armlänge, selbst gemessen
  • ca. 85 cm Beinlänge, selbst gemessen

Verbaut ist eine Pike Select +, aktuell mit:
  • 3 Spacern
  • 130 PSI
  • -5 Klicks Rebound
  • LSC bei 10/19
Bei der Gabel wird sicherlich noch Luft sein. Da können theoretisch noch 2 Spacer rein, vielleicht dann sogar mit etwas weniger Luft. Beim Dämpfer sehe ich da jedoch nicht so viel Spiel und der schlägt deutlich öfter durch, ist ansonsten auf dem Trail schon recht unsensibel.
 

clowz

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hab mir jetzt den flowtrail stromberg ein bissl angschaut, wenn ich das so seh hast du da schon öfter drops mit >50cm oder ? hatte unter flowtrail andre art von trails im sinn ;)

bei der gabel könntest sicher noch was machen, und sie so hinbekommen dass sie funktioniert, ob du den hinterbau dazu bringst, ist aber eher schwer abzuschätzen. also evt doch ein neues bike für deinen anwendungsbreich.

würd aber auf jedenfall versuchen bikes selbst probe zu fahren um das ganze selbst zu testen. denke an den absoluten FW zahlen solltest es nicht festmachen sondern wirklich an der kinematik, hier kann man auch gut die testberichte von mtb news de bzw enduro mtb hernehmen, die find ich eigentlich schon ganz ok, nur muss man halt die berichte auch etwas für sich selbst rausfiltern.

ich bin in einer ähnlichen situation (gewesen) nur von der andren seite, hab ein Enduro dass oft zu viel ist.

das trek fuel ex würd ich auf jedenfall mal testen, stand auch bei mir auf der liste
das giant trance x bzw trance sollte auch gut reinpassen und auch irgendwann verfügbar sein.
das orbea occam in alu wär für mich auch interessant
das remedy hat mich auch immer angelacht, grad da die 275er ein bissl günstiger werden da alle nur noch die 29 haben wollen ... sollte auch gut funktionieren ist aber etwas kürzer als viele moderne bikes.
ansonsten hätten mich noch so bikes wie das norco optic angesprochen.


bei mir wirds aller vorraussicht nach doch wieder ein recht potentes allmountain bike nukeproof reactor, ausser ich fühl mich drauf nicht wohl (da es erheblich(etwas)mehr reach hat, als das was ich zurzeit fahr)
bekomm ich aber ne woche zum testen...
 

dasK

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das orbea occam in alu wär für mich auch interessant
Auf dem bin ich seit ein paar Wochen unterwegs. Die Basis, also Rahmen und Fahrwerk sind hervorragend. In meiner Ausstattungsvariante sind schwere und günstige Teile verbaut. Ich wollte die 2500€ auch nicht überschreiten. Budget Trail also und für den TO ja nicht interessant.
Aber: Das Occam bietet generell eine tolle Allround Performance. Ist wirklich gut zum klettern geeignet (wenn auch kein Überflieger) und macht bergab absolut bock.
Es ist als 140/140 zu haben. So kann man entweder die Gabel traveln oder tauschen, wenn es denn mehr sein muss. Ich habe es noch nicht an die Grenzen gebracht.
Es ist kein Sprungmosnter und das Teil würde ich über keine Dirtjumps jagen 😄 Bei Flowtrails habe ich aber keine Bedenken.
Ein Stumpjumper EVO wäre vielleicht auch etwas. Aber ich meine, dass es preislich nicht hinhaut.
 

McDreck

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Leih Dir doch mal ein Rad im Bikepark oder wo auch immer und probier das aus mit mehr Federweg!
Für das Lernen von weiten schnellen Sprüngen sind Reserven in der Dämpfung sicher nicht verkehrt auch wenn man das im Uphill büßen muss.
Das Ghost mit 77° Sitzwinkel wird da etwas angenehmer sein, hat vermutlich aber auch nett was auf den Rippen (in der Hölle hört man Gerüchte von 16 kg).
15,nochwas kg ist doch jetzt schon normal für günstigere Alu-Boliden. Da sind 16kg für ein modern langes 29er wie das Ghost Riot nicht wirklich viel. Da müsste man einiges an Geld drauf werfen um hier auf 14komma zu gelangen. Lohnt sicher nicht. Gut laufende Reifen drauf dürfte noch die sinnvollste Investition sein. Das Fahrwerk vom Full Party muss ab Werk schon ziemlich gut sein. Würde ich mir auf jeden Fall in die Shortlist packen das Ding.
 
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hab mir jetzt den flowtrail stromberg ein bissl angschaut, wenn ich das so seh hast du da schon öfter drops mit >50cm oder ? hatte unter flowtrail andre art von trails im sinn ;)
Ja, die sind dabei. Im oberen Bereich sind einige größere Sprünge mit Gaps, da traue ich mich nicht ran, weil ich befürchte öfter im "Sicherheits"-Falt zu landen. Der untere Bereich (Abschnitt 4 und 5) hat weniger hohe dafür eher weite Sprünge und Drops.
nukeproof reactor,
Finde ich auf sehr interessant, leider auf eher Rar. Die Ausstattung ist hier in meiner Preisklasse nicht wirklich herausragend, wobei mich da eher noch die Gabel und Dämpfer interessiert, als GX vs SX...
Ein Stumpjumper EVO wäre vielleicht auch etwas. Aber ich meine, dass es preislich nicht hinhaut.
Absolut tolles Teil, hatte auch kurz überlegt ob ich in die Preisklasse gehe, ist mir dann doch etwas zu hoch, um noch mehr "auszuprobieren"
Für Siegen reicht ein Hardtail. Damit ist man da eher schneller als langsamer.
Stimmt. Da gibt es einen einzigen Drop, den ich nicht nehme, schätze 60-80 cm ins Flat. Rest ist super flach.
Leih Dir doch mal ein Rad im Bikepark oder wo auch immer und probier das aus mit mehr Federweg!
Habe ich überlegt, kenne aber nur im Sauerland die Bikepark (Olpe, Winterberg), die Fahrrärder verleihen, das sind dann immer DH Bikes. Die kommen ja gar nicht in Frage. Ansonsten hatte ich in Gummersbach ein Tyee ausgeliehen, was super ging. Leider nicht zu leasen ist für mich.
Trance X saß ich schon drauf. Mein Bruder fährt das. Ist nicht so mein Fall.
Generell find ich aber 130psi schon extrem viel bei 90kg. was steht denn dazu auf der gabel?
Ist auch viel. Für normale Trails im Bergischen, z.b. an der Wahnbachtalsperre, mit S1 vielleicht mal S2, fahre ich auch eher 2 Spacer und 120 psi. Aber für Sprünge mache ich halt mehr rein.

27.5 bin ich echt nicht abgeneigt von. Ich spiele sowieso gerne mit dem Bike herum.
 

dasK

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15,nochwas kg ist doch jetzt schon normal für günstigere Alu-Boliden. Da sind 16kg für ein modern langes 29er wie das Ghost Riot nicht wirklich viel. Da müsste man einiges an Geld drauf werfen um hier auf 14komma zu gelangen. Lohnt sicher nicht.
Sehe ich genauso. Pauschal problematisch ist es kein bisschen. Orbea schreibt schon gar keine Gewichtsangabe mehr zu den MTB. Kann man kacke finden. Ich find's gut.
 
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15,nochwas kg ist doch jetzt schon normal für günstigere Alu-Boliden. Da sind 16kg für ein modern langes 29er wie das Ghost Riot nicht wirklich viel. Da müsste man einiges an Geld drauf werfen um hier auf 14komma zu gelangen. Lohnt sicher nicht. Gut laufende Reifen drauf dürfte noch die sinnvollste Investition sein. Das Fahrwerk vom Full Party muss ab Werk schon ziemlich gut sein. Würde ich mir auf jeden Fall in die Shortlist packen das Ding.

Sehe ich genauso. Pauschal problematisch ist es kein bisschen. Orbea schreibt schon gar keine Gewichtsangabe mehr zu den MTB. Kann man kacke finden. Ich find's gut.


Gut dass ihr das sagt. Ich habe ganz vergessen, dass da vermutlich in einigen Monaten ein Kindersitz mit Kind drauf soll, falls es meinem Kleinen gefällt. Spätestens da sind 1-2 Kilogramm total Wurscht.
 

dasK

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Und hier noch der (Werbe) Text dazu:

"Ihnen wird vielleicht auffallen, dass wir das Gewicht des Fahrrades nicht aufgeführt haben. Das liegt an unserer Intention, dass Sie ihren ortsansässigen Orbeahändler aufsuchen, um das Fahrrad für sich selbst zu testen und es mit anderen Rädern zu vergleichen. Steigen Sie auf und machen Sie eine kleine Spritztour, während der Sie das Fahrrad besser kenne lernen. Es gibt viele Merkmale, die man beim Fahrradkauf beachten sollte – Style, Lackierung, Material, Fahrqualität, Bauart, Farbe, Kosten - und das Gewicht, was allerdings eben nur eins dieser Faktoren darstellt. Wenn es einem das Fahrrad gefällt, sollte man sich nicht allein aufgrund des Gewichtes oder dem Preis entscheiden – das Fahrerlebnis zählt."
 
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