Kipp-/Rutsch-Verhalten 29er Vorderrad (speziell Conti Mountain King II)

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Der sicher 1329-ste Thread zum Thema Reifen. Sorry!

Ich packe das hier aber einmal direkt ins 29er Forum, da ich mit dem Continental MKII auf 26 Zoll das Problem nicht hatte.


Vorab zur Ausgangslage:

Canyon Spectral (29er) mit Lenkwinkel 68,5° (vielleicht hat das ja was zu sagen) und dem originalen Conti MKII Protection 2.4 (auf 21mm Maulweite DT Swiss XM1501 Spline). Gleichen hatte ich auch auf meinem 26er Cube und war zufrieden, das folgende Problem hatte ich nicht:

Bei leichter Schräglage und etwas losem bis gerölligen Untergrund bricht das Vorderrad einfach extrem schnell und nahezu ohne Vorwarnung weg. Das macht mich bald noch wahnsinnig. Ich versuche nun schon mehr "zu lenken" und das Bike aufrechter zu halten. Das kann doch aber nicht des Rätsels Lösung sein?

Ist das vielleicht ein 29er Manko? Oder bedingt durch den Lenkwinkel? Oder ist der Conti MKII beim Twentyniner anfälliger?

Mit dem Luftdruck zwischen 1.2 und 2.5 bar habe ich bereits experimentiert. Auch mit Schlauch und tubeless. Ändert alles nichts so wirklich.


Würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen und ggf. Empfehlungen postet!


Danke - Kev :)
 
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Ein flacher Lenkwinkel benötigt etwas mehr Druck am Vorderrad.
Zusammen mit der höheren Bauhöhe des 29er Rads kann das schon ungewohnt sein - der Rad-Boden-Kontaktpunkt ist dann weiter vor dem Körper als z.B. bei einem 26" Rad mit steilerem Lenkwinkel, damit hat man bei gleicher Körperposition weniger Druck/Gewicht am Vorderrad und damit etwas weniger Grip.
 

retorix

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Bei leichter Schräglage und etwas losem bis gerölligen Untergrund bricht das Vorderrad einfach extrem schnell und nahezu ohne Vorwarnung weg. Das macht mich bald noch wahnsinnig. Ich versuche nun schon mehr "zu lenken" und das Bike aufrechter zu halten. Das kann doch aber nicht des Rätsels Lösung sein?
Ach, das ist ganz normal. Ich hatte nach dem Umstieg auf 29er das exakt identische Problem! Siehe HIER.
Lösung ist ganz einfach: Mehr Mut! Sobald das Bike wieder so schräg liegt wie vom 26er gewohnt, funktionieren auch die Reifen wieder!
Die ganze Sache wird dann natürlich auch belohnt - mit SPEEEEEED :daumen:
 
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kenn ich so nicht, bei 68,5er Winkel, 2.4er Mountain King, 140er Gabel und Schlauchlos. Hört sich seltsam an.
Jürgen
 
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Ich hatte diese Probleme nicht beim Wechsel zum 29er. Ich finde aber speziell den Mountain King vom Lenkverhalten nicht wirklich prickelnd. Zudem musste ich zumindest am Hinterrad feststellen, dass meine Lieblingsreifen beim 26er nicht meinen Lieblingsreifen beim 29er entsprechen. Frag mich aber nicht warum das so ist.
 
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Hallo

Ich hatte genau das von dir erwähnte Verhalten mit dem MKII auf meinem 301 in 26 Zoll. Nervt total. Wechsel auf Hans Dampf macht einen riesen Unterschied. Deshalb ist für mich der MKII mit seinem “Glazenstreifen“ (Bereich ohne Profilblöcke) kein guter Vorderreifen.

Gruß
 

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Danke erst einmal für euren Input Jungs!

Ich war gerade wieder auf dem Trail. Harter, glatter Waldboden, seitlich relativ stark abfallend. Fast unfahrbar. Das Vorderrad will ständig wegrutschen. Es nervt. Oder ich bin zu blöd. Hab versucht Druck auf's Vorderrad zu bekommen, bringt auch nichts, wird sogar noch schlimmer. Einzig was hilft, das Bike versuchen halbwegs im 90° Winkel zum Untergrund zu halten.

Warum ich das mit dem 26er MKII nicht hatte, muss ich nicht verstehen.
 
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Ich kann nur Vermutungen anstellen, da ich die Reifen sofort vom Spectral 7.9 gewechselt habe. Bin vorläufig auf eine Specialized Kombi (Purgatory/Ground Control 2.3) - und damit zufrieden. Nur bei losem Boden gefällt mir der VR nicht wirklich. Vielleicht ist da der Butcher die bessere Wahl. Ich hatte vorher schon gelesen, dass einige unglücklich mit den breiten 29ern Contis auf Protection waren. http://www.twentynineinches-de.com/2014/04/25/radon-slide-130-9-0-sl-testfazit-direktvergleich/
Ich vermute, dass das Abkippen etwas mit den breiten Reifen auf den doch schmalen Felgen zu tun haben könnte.
 

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Mmh. Da komme ich nochmal zum 26er zurück. Da hatte ich den 2.4er auf einer Felge mit 19mm Maulweite. Ging bis 1,5 bar super. Der Conti ist ja für 2.4 nicht wirklich breit.
 
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Die XM1501 haben 22,5mm Innenbreite. ;)

So wirklich warm werde ich mit der Kombi MK2/XK auf meinem Spectral aber auch nicht. Für eine Woche Vinschgau hatte ich den MK2 nach hinten gewechselt und vorne eine 2,35er MagicMarry drauf, das war natürlich gleich ein anderes Kaliber. Grip war genial, Rollwiderstand eher nicht so, aber noch ok :rolleyes:
Für die Runden in meiner Umgebung hab ich jetzt wieder zurück gewechselt, die erste Enttäuschung war gleich mal der Ausblick auf diesen schmalen Reifen vorne (2,4"... haha, der war gut...) und das Fahrverhalten war auch nicht wirklich berauschend. Bei 1,2-1,3bar (wiege ca. 90kg) würde er schön Grip aufbauen, damit riskiere ich aber ständig Durchschläge.
Hmm.. vielleicht probier ich mal den HansDampf vorne...
 

gewichtheber

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Ich fahre den MKII in 2,4 in einer Starrgabel bei 1,6bar mit 74kg. Auf sandigem Boden und Waldboden, über nasse Wurzeln und bei Schnee und Eis verleiht der Reifen Bodenhaftung vom Feinsten…nur das Rollen ist nicht seine Stärke. Was ich bestätigen kann ist, dass man den Pneu richtig in die Kurve drücken muss. Also, nur Mut!
 

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Fazit: 1,5 bar sind zuviel. Da geht der 29er MKII nicht. Bei 26 Zoll war das ganz gut, warum bei 29 nicht, muss ich nicht verstehen. Ich hab's heute mit 1 bar getestet. Was soll ich sagen. Ein ganz anderer Reifen. Wie gewohnt. Durchschläge sind kein Problem. Die Karkasse ist hoch genug. Und bei ner derben Stufe mit richtig Geschwindigkeit, hebt man das Vorderrad ohnehin.
 
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Hallo

Wenn ich die mannigfaltigen Erfahrungsberichte zu Reifen im Allgemeinen und hier zum MKII im Speziellen so lese, gewinne ich den Eindruck, dass z.B. das Thema Kurvenhaftung/Lenkverhalten speziell am Vorderrad eventuell noch von "reifenfremden" Faktoren stark beeinflusst wird.
Lenkwinkel, Nachlauf, Felgenbreite haben ja alle Einfluss darauf, an welcher Stelle der Reifen den Boden berührt und wie sich der Aufstandspunkt/-fläche dynamisch verändert. Beim einem funktoniert es in der Kombination der obigen Faktoren gut, beim anderen nicht.

Gruß
 
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Hihi,

fahr die Contis als 2,4 auf der ZTR Crest und ja ich muss mich manchmal zwingen "drauf" zu halten.

Ich bin jedenfalls weit entfernt vom Grenzbereich.

Wäre auch nicht schlecht wenn ihr bei den Luftdruckangaben auch immer das Gewicht und Terrain angeben würdet. :)

Danke
 
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Hi,

Fahre auch den MK II auf 29" am Vorderrad.
Gleiche Felge, Lenkewinkel 69*, Druck 1.6bar bei 90kg
Hab von 2.4 auf 2.2 gewechselt weil die Stollen enger stehen. Unterschied wie Tag und Nacht. Seitenhalt ist im dem schmalen Reifen wesentlich besser.

Edit: hab den RaceSport drauf
 
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Hi zusammen,

endlich Fahrer, die das gleiche Problem haben wie ich. Komme vom 29er Nobby Nic mit Fox Gabel (100mm Hardtail) mit tollen Erfahrungen. Jetzt am neuen Radon Slide 130 9.0 SL mit Continental Mountain King 2 ProTection 29 x 2.4 auf DT Swiss M1700 Spline 29“ QR15/X12 mit 1.9 bar (wiege 93kg):

Katastrophe!!! Der Reifen hat in Kurven überhaupt keinen Grip, rutscht bei niedrigsten Geschwindigkeiten weg und ich habe überhaupt kein Vertrauen mehr in Kurvenfahrten....puuh :heul: habe mich gestern fast daher gelegt....mit den Nobby Nics hätte ich darüber nicht nachgedacht.

zweitens finde ich den Reifen extrem laufarm, er wirkt regelrecht schwer....

Bin komplett enttäuscht von diesem Reifen und suche eigentlich eine Alternative. Was meint ihr? Welchen Reifen würde ich jetzt kaufen? Wieder Nobby Nic?
 
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generell 29er: Mein altes Hardtail mit Nobby Nic hatte geniales Grip und rutschte kaum. Wie auf Schienen..... Jetzt ein Fully auf Schmierseife....
 
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Also mit dem MK II RS in 2.2 bin ich zur Zeit allerdings sehr zufrieden.

Ich hab mal mit meinen Spezln gesprochen die hatten den mal in Protection drauf (ich noch nicht) und meinten der kappt doller weg als der RaceSport wegen der steifen Wand die kippt halt irgendwann um und die sehr dünne Wand vom RS ist da eher gutmütig.

Nächster Versuch wird sein den MK nach hinten zu bauen und vorne den TrailKing in RS zu versuchen, vielleicht ja noch besser.
 
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es wird auch 3.5-4.5 bar empfohlen??? Pur, manche fahren 1bar? oder 1,5? ich verstehe das nicht.....was denn nu?
 
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Hi,

mein Infostand ist auch der, dass der MountainKing in 2,2 und 2,4 leider jeweils völlig anders im Fahrverhalten ist - so hoch gelobt der 2,2er wird, so viel wird mindestens über den 2,4er gemeckert. Wie gesagt, wenn man nicht unbedingt das Volumen braucht, stellt der 2,2er MountainKing die deutlich bessere Wahl dar, auch wenn er halt arg schmal ausfällt. Der MountainKing 2,2 RS wirkt optisch nochmal schmaler als der XKing 2,2 RS.
 

pfädchenfinder

Bademeister
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Hallo

Wenn ich die mannigfaltigen Erfahrungsberichte zu Reifen im Allgemeinen und hier zum MKII im Speziellen so lese, gewinne ich den Eindruck, dass z.B. das Thema Kurvenhaftung/Lenkverhalten speziell am Vorderrad eventuell noch von "reifenfremden" Faktoren stark beeinflusst wird.
Lenkwinkel, Nachlauf, Felgenbreite haben ja alle Einfluss darauf, an welcher Stelle der Reifen den Boden berührt und wie sich der Aufstandspunkt/-fläche dynamisch verändert. Beim einem funktoniert es in der Kombination der obigen Faktoren gut, beim anderen nicht.

Gruß
Ich fahre den MKII in 2,4 in einer Starrgabel bei 1,6bar mit 74kg. Auf sandigem Boden und Waldboden, über nasse Wurzeln und bei Schnee und Eis verleiht der Reifen Bodenhaftung vom Feinsten…nur das Rollen ist nicht seine Stärke. Was ich bestätigen kann ist, dass man den Pneu richtig in die Kurve drücken muss. Also, nur Mut!
der entscheidende "reifenfremde(n)" Faktor hängt am oder bearbeitet den Lenker, wie @gewichtheber mit nur 74kg richtig schreibt.
 
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Habe den Luftdruck von 1,5 bzw. 1,9 auf 4,0 (!) angehoben. Ich bin eine kurze Tour mit Minitrail gefahren und es ist deutlich besser geworden. Natürlich fährt sich das Rad härter, als ich habe das Gefühl, dass der Reifen nicht "rumwalkt". Die Traktion war ok, aber das werde ich die Tage noch weiter beobachten.
 
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Vielleicht ist 5 Bar noch besser ;-). Aber mal im Ernst, denn es lesen ja auch oft Leute mit weniger Erfahrung mit. Wenn der Reifen mit "normalen" Drücken nicht funktioniert - wieso auch immer -, dann ist es evtl der Falsche für den Einsatz, Fahrer, das Rad?
 
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@kev: ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Ich habe aufgrund der guten Testergebnisse und der Erfahrungen hier im Forum auf meinem 29er HT die MK II in 2,2" montiert. Der Reifen ist mir (bei meiner Fahrweise) immer wieder spontan und ohne Vorankündigung ausgebrochen (meist hinten), vor allem bei feuchtem Untergrund. Ich habe dann mit den Reifendrücken gespielt und damit versucht, das Ausbrechen zu verhindern. Weniger Druck hatte zu Folge, dass der Reifen sehr schwammig wurde und ich das Gefühl hatte, dass er über die Stollen abkippte. Bei viel Druck litt der Komfort sehr.

Meine Quintessenz war die Montage anderer Reifen. Im Moment fahre ich vorne einen Maxxis Ardent und hinten einen Maxxis Ikon. Eine ähnliche Kombi bin ich jahrelang an meinem 26er HT gefahren (hier mit dem Larsen TT hinten). Mit diesen Reifen komme ich am besten klar. Beide Reifen brechen nicht plötzlich weg, sondern kündigen den Grenzbereich frühzeitig an und bleiben dabei sehr kontrollierbar.

Ach ja: am 26er habe ich hinten mal einen Nobby Nic gefahren und kam damit auch gar nicht klar. Mein Bruder fährt den NN am AM Fully und findet den Reifen super.

Ich denke, dass die Reifen (neben Sattel, Lenker, Griffen) ebenfalls sehr individuell sind und jeder für sich die beste Kombi finden muss.

Olli
 
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