kosten und haftung für onlinekauf rücksendungen - bitte um hilfe

dickerbert

Seriöser Troll
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Allein wegen der kleinen Einkaufsmengen lässt den "kalkulierten" Preis nicht zu, wenn er den Preis anbietet, wird er keinen Käufer finden, weil es immer einen grösseren Anbieter gibt, der für das selbe Produkte einen besseren Preis anbietet (Siehe Rose bei Shimano-Komponenten).
Dass man auch ohne den besten Preis konkurrenzfähig sein kann, das zeigt das Beispiel Rose. Ich sage mal, bei 90% aller Rose-Preise könnte man die Preise von Bike-Components und Bike-Discount daneben schreiben und würde Rose immer unterbieten. Trotzdem ist Rose ein Riese, bei dem viele Leute gerne kaufen.

Ansonsten kann ich als BWL-Futzi dem Matze nur zustimmen und das wiederholen, was ich schon geschrieben habe: Das Fernabsatzgesetz handelt keine "fairen" Lösungen aus, sondern setzt das um, was sich die EU auf die Stirn geschrieben hat: Offene Binnenmärkte und Verbraucherschutz.
Wem die Gesetze unfair erscheinen und wem das nicht passt, der wird nicht gezwungen, einen Onlineshop zu betreiben. Wer sich dennoch dazu entschließt, muss sein Konzept innerhalb dieser Grenzen so konstruieren, dass er davon leben kann. Und dazu gehört nunmal, Kosten für den Rückversand einzukalkulieren. Wenn man dadurch keine Kampfpreisansage machen kann (was die wenigsten können), muss man eben durch andere Leistungen glänzen.


In diesem Fall würde ich also in jedem Fall auf die Erstattung sämtlicher Kosten bestehen. So ist die Gesetzeslage und daran hat sich der Verkäufer zu halten.
Bei anderen Dingen, (ich hatte beispielsweise mal 3 Sättel zum Testen bestellt), halte ich es durchaus für angebracht, dem Verkäufer mit den Rückversandkosten entgegen zu kommen. Immerhin hatte ich in dem Bewusstsein bestellt, mindestens zwei Sättel zurück zu geben. In diesem Fall hatte ich also die Rückversandkosten in meinen Preis einkalkuliert und überlegt, wo es für mich billiger ist: Händler oder Internet?
 
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Danke, dickerbert, für den sachlichen Beitrag! Entspricht genau meiner Meinung.

Dass man auch ohne den besten Preis konkurrenzfähig sein kann, ...
...hat sich vor allem bei manchem, oben erwähnten, "kleinen Händler" noch nicht rumgesprochen. Anstatt mit erstklassigem Service, sprizigen Ideen oder meinetwegen Kulanz zu punkten, wird öffentlich der ruinöse Preisverfall durch die großen Versender beklagt. Und das in einem Markt, der teilweise mehr als 40% Umsatzsteigerung aufweist. Über 20 Mrd. Umsatz in 2012 im Versand- und Onlinehandel!

Man braucht sich nur das Eröffnungsposting ansehen: "da ich den auftrag doch noch mal stornieren wollte, habe mich aber dann doch breit schlagen lassen." Wie oft wird ein Kunde, der das Gefühl hat, sich breitschlagen gelassen zu haben, noch bei dem Shop bestellen?

Es gibt einen großen Versender mit A., der sich auf die Fahnen geschrieben hat, das servicefreundlichste Unternehmen der Welt zu werden. Das ist doch mal eine Ansage! Und die Preise dort sind nicht die niedrigsten. Aber ich weiß, wenn ich da etwas zurückschicke, habe ich am übernächsten Tag wieder mein Geld auf dem Konto.

Zur Erinnerung: "Geiz ist geil!" ist ein Spruch, den der Handel in die Welt gesetzt hat, nicht die Kunden! ;)
 

dickerbert

Seriöser Troll
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Ich kaufe dort, wo ich einen angemessenen Preis bezahle und gute Erfahrungen gemacht habe.
In der Bikebranche ist das für mich bike-components.de, bei Elektronikartikeln und vielem mehr definitiv Amazon. Einen Sonnenschirm, den ich bei Amazon zurück geben wollte, hätte mich 25€ Versand als Sperrgut gekostet. Nach zwei Mails und einem Telefonat mit Amazon wurde der Schirm an meiner Haustür abgeholt.

So sieht für mich Service aus! Ich wäre durchaus bereit, regelmäßig den Rückversand zu bezahlen. Aber es wäre nett, wenn die Händler einem ein Retourenetikett geben würden - sie bekommen schließlich ordentliche Rabatte, von denen ich nur träumen kann.
Das gehört für mich auch zur Fairness dazu!

Der Paketaufkleber von Amazon, den ich auf den Schirm geklebt habe, war zumindest kein Sperrgut. Schon komisch, he? ;-)
 
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Ich kaufe dort, wo ich einen angemessenen Preis bezahle und gute Erfahrungen gemacht habe.
Angemessen ist ein dehnbarer Ausdruck, ich kaufe bei Bike-Components, weil die günstig und gut sind. Der Händler um die Ecke ist zwar gut, aber nicht besonders günstig, deswegen geht er bei mir leer aus.

Geiz ist geil ist ein Konsumentenverhalten, nur der Ausdruck kommt von der Werbefirma, die für Saturn arbeitete. Zu behaupten, dass der Handel für dieses Verhalten verantwortlich sein soll, ist mehr als peinlich.
 

dickerbert

Seriöser Troll
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Würde ich beim örtlichen Händler den Service bekommen, den ich bei Onlineshops bekomme, würde ich auch dort kaufen. Beim kleinen Händler um die Ecke bekomme ich zwar auch ganz angemessene Preise, aber bis die Ware da ist, wurde ich schon zu oft vertröstet. Sowas nervt einfach!
Ich denke, dass der Onlinehandel sich so durchgesetzt hat, liegt aus der Gesamtmischung: bequeme Lieferung nach Hause, Preistransparenz und meistens gute Rücktrittsmöglichkeiten.
Geiz ist geil ist einfach unterstellt, ist aber in meinen Augen nicht alles.
 
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Zum (eigentlichen) Thema: Wenn du wirklich in Streit mit dem Händler gerätst: Fristen setzen! Auch in Mails maximal 10 Werktage für eine verbindliche Aussage. Nur so kann der Anwalt (wenn es denn sein muss!) später schnell Druck machen.
@dickerbert: Naja, ich kaufe nicht alles online: Schuhe und Helme habe ich noch nie online gekauft. Beim Händler gesagt: Das und das, er bestellt 2-3 Modelle, man testet später im Laden und nimmt eins mit. Und wenn ich mal einen Schlauch, Riegel oder ein Felgenband oder sonstwas brauche, ist der Händler auch immer Anlaufpunkt Nr. 1!
 
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@magic: Der Verkäufer muss in deinem Fall Hin- und Rücksendekosten tragen!
Der Gesetzgeber gibt ihm 14 Tage Zeit Dir das Geld zu erstatten. Ab diesem Zeitpunkt kannst du dann Fristen setzen.
@Matze1983: Wenn man über Gewinnspannen im Internet, in diesem Falle bei Fahrrädern- und Komponenten spricht, wäre es hilfreich mal selbst so einen Shop zu betreiben. Dann sieht man das Thema "einkalkulieren" ganz anders.:)
 
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@magic: Der Verkäufer muss in deinem Fall Hin- und Rücksendekosten tragen!
Der Gesetzgeber gibt ihm 14 Tage Zeit Dir das Geld zu erstatten. Ab diesem Zeitpunkt kannst du dann Fristen setzen.
@Matze1983: Wenn man über Gewinnspannen im Internet, in diesem Falle bei Fahrrädern- und Komponenten spricht, wäre es hilfreich mal selbst so einen Shop zu betreiben. Dann sieht man das Thema "einkalkulieren" ganz anders.:)
der ist doch bwler, er hat es also studiert und damit hat er den schein welcher beweißt, er weiß es bessser
 

Geisterfahrer

Sapere aude!
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Zum (eigentlichen) Thema: Wenn du wirklich in Streit mit dem Händler gerätst: Fristen setzen! Auch in Mails maximal 10 Werktage für eine verbindliche Aussage. Nur so kann der Anwalt (wenn es denn sein muss!) später schnell Druck machen.
@dickerbert: Naja, ich kaufe nicht alles online: Schuhe und Helme habe ich noch nie online gekauft. Beim Händler gesagt: Das und das, er bestellt 2-3 Modelle, man testet später im Laden und nimmt eins mit. Und wenn ich mal einen Schlauch, Riegel oder ein Felgenband oder sonstwas brauche, ist der Händler auch immer Anlaufpunkt Nr. 1!
Von Schläuchen und Felgenbändern kann der Händler vor Ort allerdings nicht leben. Und wenn er für Dich drei Helme bestellt und Dir nur einen verkauft, ist auch nicht gesagt, dass er die anderen zum für ihn auch akzeptablen Preis weiterverkaufen kann.
Kein Vorwurf, nur ein Aufzeigen, wo ein Defizit in dieser Begründung zu finden ist.

Kann es aber durchaus verstehen, wenn viel im Netz gekauft wird.

Ich denke, dass der Onlinehandel sich so durchgesetzt hat, liegt aus der Gesamtmischung: bequeme Lieferung nach Hause, Preistransparenz und meistens gute Rücktrittsmöglichkeiten.
Damit bringt es dickerbert in meinen Augen gut auf den Punkt.
Ich würde noch hinzufügen: Auswahl.
Denn leider können bzw. wollen viele Händler, die ich kenne, nur ein relativ begrenztes Markenspektrum besorgen. Z.B. Tune- und Acrosprodukte bekommt man bei manchen nicht für Geld und gute Worte.
Wenn ich einen edlen Steuersatz einer der beiden Firmen für mein Custombike möchte und man will mir dann einen Ritchey andrehen, komme ich mir schon etwas komisch vor. (Acros war dem einen Verkäufer noch nicht einmal bekannt!) Ich wäre durchaus bereit gewesen, für die Produkte im Einzelhandel deutlich mehr zu zahlen als beim Versender. Aber wenn es dann heißt "die können wir nicht besorgen, die hat unser Großhändler nicht", dann schwenke ich nicht auf ein anderes Produkt um, das ich nicht haben will, sondern kaufe anderswo.
 
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Ich gehe davon aus dass hier örtliche Händler mit Ladengeschäft gemeint sind?
Denn leider können bzw. wollen viele Händler, die ich kenne, nur ein relativ begrenztes Markenspektrum besorgen. Z.B. Tune- und Acrosprodukte bekommt man bei manchen nicht für Geld und gute Worte. Wenn ich einen edlen Steuersatz einer der beiden Firmen für mein Custombike möchte und man will mir dann einen Ritchey andrehen, komme ich mir schon etwas komisch vor.
Steuersatz ist ein gutes Beispiel: Wieviele Leute gehen in ein Ladengeschäft und kaufen einen wirklich hochwertigen Steuersatz? ich vermute mal, es sind verdammt wenige. Dann wirds es für den Händler unrentabel im Idealfall auch noch verschiedene hochwertige Steuersätze auf Lager zu haben, zumal er mit den Preisen im Netz ohnehin nicht konkurrieren kann.

(Acros war dem einen Verkäufer noch nicht einmal bekannt!)
Vor ca. einem Jahr hatte ich die Möglichkeit mit einem etablierten Händler gemeinsam ein Geschäft zu eröffnen. Ich zählte ihm meine Marken auf, abgesehen von Shimano kannte er KEINE!! Man kann natürlich nicht alle Marken kennen, es gibt da ja unzählige.
Aber offensichtlich sind die meisten örtlichen Händler auch nicht drauf angewiesen.
Ich wäre durchaus bereit gewesen, für die Produkte im Einzelhandel deutlich mehr zu zahlen als beim Versender. Aber wenn es dann heißt "die können wir nicht besorgen, die hat unser Großhändler nicht", dann schwenke ich nicht auf ein anderes Produkt um, das ich nicht haben will, sondern kaufe anderswo.
Bei manchem Großhändler ist man mit horrenden Versandkosten dabei. Da kann ich es halbwegs verstehen wenn es sich für den Händler nicht lohnt dort zu bestellen. Vor allem bei Teilen von denen er wirklich nur sehr geringe Mengen verkauft.

Was ich sagen will: Die Zielgruppe von Händler und Onlinehändler unterscheidet sich mittlerweile enorm.
 

Geisterfahrer

Sapere aude!
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Klar kann man nicht alle kennen, aber einen gewissen Marktüberblick erwarte ich von einem Händler. Dass er nicht jede x-beliebige Marke kennt, die dasselbe Taiwanprodukt zufällig auch mit ihrem Aufdruck versieht, ist für mich selbstverständlich, aber wer überhaupt nicht über den Tellerrand schaut, hat offenbar kein großes Interesse an der Tätigkeit.
Acros kann man als Händler meines Wissens (vorbehaltlich anderer Erkenntnisse, dass man etwa eine gewisse Mindestabsatzmenge braucht, um beliefert zu werden) übrigens direkt beziehen und braucht überhaupt keinen Umweg über den Großhändler zu gehen.

Deiner letzten Aussage kann ich zustimmen: Wer keine Ahnung hat, kauft beim Händler das, was dieser vorrätig hat und loswerden möchte. Wenn er Glück hat, gerät er an einen einigermaßen seriösen, der ihm zumindest passende, geeignete Teile verkauft. Wer Pech hat, bekommt irgendwelche Ladenhüter untergejubelt.

Wer sich auskennt und selbst schrauben kann, wird online meist zufriedener sein.
 
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Zumindest Acros sollte man schonmal gehört haben. In meinem Beispiel kannte der Händler nicht mal FSA wenn ich mich recht erinnere.

Ob das immer mit Interesse zu tun hat, kann ich nicht beurteilen.
Im Online-Geschäft zumindest muss man viele Marken kennen, weil man mit vielen Kunden Kontakt die sich wirklich gut auskennen, das ist im normalen Handel mit Sicherheit anders.

Zu deinem Beispiel: Bevor ich mich mit der Materie beschäftigt habe, wurde ich auch mal mit einem Ladenhüter abgespeist. Da gings um den Tausch der Sattelstütze an einem neuen Rad eines renommierten Herstellers. Da wurde Markenware gegen NoName ausgetauscht und das ist schon ne harte Nummer.
 

magic

Trailsurfer
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Wie oft wird ein Kunde, der das Gefühl hat, sich breitschlagen gelassen zu haben, noch bei dem Shop bestellen?

Es gibt einen großen Versender mit A., der sich auf die Fahnen geschrieben hat, das servicefreundlichste Unternehmen der Welt zu werden. Das ist doch mal eine Ansage! Und die Preise dort sind nicht die niedrigsten. Aber ich weiß, wenn ich da etwas zurückschicke, habe ich am übernächsten Tag wieder mein Geld auf dem Konto.
:daumen: damit triffst du den nagel auf den kopf :daumen:
dumm nur, wenn man es bei den üblichen quellen nicht bekommt...



das bike wurde gestern verschickt. nachdem ich den versender / shop dan eurer hilfe auf die rechtslage aufmerksam machte, klang die mail danach doch recht kooperativ. bin gespannt, wann die rückerstattung folgt. rechne nicht mehr vor weihnachten damit, das rad muss ja erst mal hin. dieses jahr sollte es hoffentlich noch klappen
 
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