Laufräder - eines der Hauptthemen bei 29ern

oli_muenchen

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Was sind Eure Erfahrungen mit den Laufrädern, die Ihr auf Euren 29ern habt bzgl. Steifigkeit, Gewicht, Lebensdauer Freilauf? Was könnt Ihr empfehlen? Wovon ratet Ihr ab?

Ich frage das, weil ich mittlerweile immer wieder PN oder Mails bekomme, mit Fragen zu dem Thema und hier natürlich jeder eigene Erfahrungen gemacht hat.
 
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Johnny-Ass

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Super Thread :daumen:

Ich habe mich bei meinem ersten 29er Versuch aus Kostengründen für Trekking-Disc-Laufräder (XT-Naben, Mavic A319) entschieden, kann aber aufgrund bisher nur einer Ausfahrt noch kein Urteil abgeben.

Hat jemand Erfahrungen mit Trekking Laufrädern vs. echte 29er Laufräder?
 

DerBergschreck

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Super Thread :daumen:

Ich habe mich bei meinem ersten 29er Versuch aus Kostengründen für Trekking-Disc-Laufräder (XT-Naben, Mavic A319) entschieden, kann aber aufgrund bisher nur einer Ausfahrt noch kein Urteil abgeben.

Hat jemand Erfahrungen mit Trekking Laufrädern vs. echte 29er Laufräder?

Woran erkennt man "echte" 29er Laufräder? Ist ein Laufradsatz mit XT Naben automatisch ein Trekking-Laufradsatz obwohl XT Naben ja MTB Naben sind?

Generell heisst es immer, dass 29er Laufrdäer weniger steif als 26" Laufräder sind. Baut man beide mit gleichen Komponenten auf, stimmt das auch. Wenn man es richtig macht, sollte man für einen 29er steifere Felgen nehmen, die diesen Effekt kompensieren.
Stimmts oder hab ich Recht? ;-)
 

Johnny-Ass

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Ein Laufradsatz wird zum Trekkinglaufradsatz weil Trekkingfelgen in meinem Fall (Mavic A 319) verwendet werden.

Allein steifere Felgen machen noch nicht den Unterschied!
Mitentscheidend sind die Speichen im Speziellen deren Anzahl pro Laufrad und Durchmesser.
 

DerBergschreck

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Ein Laufradsatz wird zum Trekkinglaufradsatz weil Trekkingfelgen in meinem Fall (Mavic A 319) verwendet werden.

Allein steifere Felgen machen noch nicht den Unterschied!
Mitentscheidend sind die Speichen im Speziellen deren Anzahl pro Laufrad und Durchmesser.

Aha.

Wieviele Speichen muss ein Laufradsatz also haben, um sich "29er Laufradsatz" zu nennen?

Bei Mavic gibt es übrigens keine Kategorie für Trekkingfelgen. Es gibt nur Strasse, Bahn, Triathlon und Mountain Bike.

Und jetzt kommst du!
 
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wenn die Speichenlochflansche der Nabe einen großen Abstand und ebenfalls einen großen Durchmesser haben sollte dies auch nicht von Nachteil sein.
So ist wohl Shimano in dieser Hinsicht besser als DT.
 
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behemoth

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Aha.

Wieviele Speichen muss ein Laufradsatz also haben, um sich "29er Laufradsatz" zu nennen?

Bei Mavic gibt es übrigens keine Kategorie für Trekkingfelgen. Es gibt nur Strasse, Bahn, Triathlon und Mountain Bike.

Und jetzt kommst du!

Mavic hat halt vor Jahren verpasst, einen 29er Kleber draufzumachen, Die A317/A319 sind hervoragende Geländefelgen, quasi unzerstörbar (haben ja auch das gleiche Profil wie die 26er MTB-XC-Felgen). Nimmt man dagegen eine FRM XMD, eine ausgemachte 29er MTB-Felge, kann man die quasi nach einer Saison wegschmeißen, weil genauso viele Dellen wie Speichenlöcher drin sind. Ich weiß echt auch nicht, was die Mavic 28"-Felgen nun für den MTB-Einsatz disqualifizieren soll.
 

Jesus Freak

Mietglied
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Guter Thread...
Ich bin am überlegen, ob ich den 29er LRS mit DT Revos einspeichen soll oder doch lieber DT Comp... Felge wird die DT Swiss X470, Naben Chris King ISO Disc, die haben einen rel hohe Flansch. Die Felge an sich gehört schon zur stabilen Sorte mit 470 g und Ösen. Mein Gewicht sind 74 kg...
Hat da jemand Erfahrungen, speziell mit der Speichenwahl? Ordentliches Arbeiten natürlich vorausgesetzt...
 

andy2

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naja die hauptproblematik liegt in den groesseren radien und damit laengeren speichen, was dazu fuehrt das der lrs noch exacter gebaut sein sollte als ein 26 zoll, die speichenspannung ist das a und o wie bei jedem lrs stimmt sie laesst sich eigentlich mit jeder kombination ein gescheiter lrs bauen ich gehe jetzt mal von einem normalem rider aus nicht die mit zuvielen kilos. ich selber fahre eigentlich immer dt com 1.6 1.8 oder revos und hatte damit egal in welchem gelaende noch nie probleme. 32 loch reichen im regelfall auch aus mehr braucht es nicht. gute naben und felgen sind von vorteil aber kein muss. ein guter laufradbauer kann auch aus einer mittelmaessigen felge ein gutes lr bauen
 

Johnny-Ass

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Bei Mavic gibt es übrigens keine Kategorie für Trekkingfelgen. Es gibt nur Strasse, Bahn, Triathlon und Mountain Bike.

Eine eigene Kategorie hat Mavic nicht aber dennoch spezielle Trekkingfelgen:

http://www.mavic.de/road/products/a-317-disc.995002.2.aspx

Ab und an empfiehlt es sich ein bisle weiter zu klicken bevor man postet ;-)

Damit ich hier nicht missverstanden werde, ich habe nichts gegen Trekkingfelgen am 29er, im Gegenteil ich fahr ja selber welche.
Den Begriff "Trekkingfelge" habe ich auch nur aus der Beschreibung des Einsatzgebietes des Herstellers übernommen
Mit meiner o.g. Frage wollte ich eigentlich wissen ob jemand Erfahrungen hat der sowohl "Trekkingfelgen" wie z.B. A317 als auch vom Hersteller ausgewiesene 29er MTB-Felgen wie z.B. die TN 719 von Mavic gefahren ist und ob es wirklich Unterschiede gibt. Mit dem Post von behemoth ist meine Frage ja teilweise beantwortet, gibt es weitere Erfahrungen?
 
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oli_muenchen

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Leute. Der Thread ist nicht dafür da, mit Besserwisserei zu posen. Ich hatte mir erhofft, Eure Erfahrungen zu lesen. Und sicher nicht nur ich.

Also fange ich mal an:

Der Hauptunterschied zu "Trekkingfelgen" liegt in meinen Augen in der Breite der Felge. Die Mavic ist eine schmale Felge und lässt damit auch nur schmale Reifen zu. Breite Reifen lassen sich zwar damit fahren, aber nur mit hohem Druck. Bei zu geringem Druck schwimmt der Reifen auf der Felge und man läuft auch Gefahr, dass er von der Felge runterspringt. Das ist mir (vermutlich) auch passiert und hat zu einem massiven Sturz geführt. Ich hatte einen Bontrager Race LRS.

Ein weiterer Punkt, der mir wichtig scheint, ist die Qualität der Naben und damit auch des Freilaufes. Die Belastung auf eine HR-Nabe ist um einiges höher, als beim 26er. Ich fahre seit über zwanzig Jahren MTB und hatte zum ersten Mal einen defekten Freilauf beim Bontrager LRS und beim HOPE Pro2, wie auch bei der XT Nabe jetzt (mit DT X 470) immer wieder ein Knacken in der Nabe.

Bei der Speichenanzahl würde ich, da die meisten 29er Fahrer doch größer und damit auch etwas schwerer sind, nicht unter 32 gehen.

Der o.g. LRS mit XT/X470 gefällt mir trotz allem bislang gut. Er ist ausreichend steif (allerdings nur bei mehreren ausgiebigen Isartrailfahrten getestet), ist vom Gewicht her noch akzeptabel (ca. 2000g) und vor allem der Preis ist heiß: 169,- Einziges Problem: die HR Achse hatte bald Spiel.
 

Johnny-Ass

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Hast du die XT Naben mit CL-Aufnahmen oder die alten?
Ich habe an meinem LRS die alten und habe bei meiner Probefahrt auch ein Knacken in der Nabe festgestellt. Gibt es spezielle 29er Naben oder Naben die einen ich sagmal verstärkten Freilauf haben, damit dieses Problem umgangen werden kann? Es bringt ja nix wenn man einen günstigen Laufradsatz fährt und dann ständig den Freilauf wechseln muß.
 

ONE78

Stahlfanboy
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Dickes B
ein weiterer Unterschied zwischen "Trekkingfelgen" und "echten" 29er-Felgen liegt meiner Meinung nach in der Bremsauswahl. Trekkingfelgen egal wie breit haben meist Bremsflanken für V-Brakes, wogegen 29er-Felgen meist Disc only sind. Es spricht aber nichts dagegen solche Felgen auch am 29-MTB zu fahren, wen die Bremsflankenoptik nicht stört (super sind dann eloxierte Flanken).
Da ich auch grad meinen neuen 29-LRS fertig hab, hatte ich mir da vorher auch einige Gedanken gemacht. Meiner Meinung nach sollte so ein LRS:

- nicht unter 32 Speichen
- relativ breite und "hohe" Felgen
- Naben mit hohen, weit auseinanderliegenden Flanschen
- einen guten, bis sehr guten Freilauf besitzen
- mind. 1,8mm dicke Speichen haben.
- und am besten auch noch leicht sein;)

das alles ist für mich und meine >90kg gedacht, leichtere "Persönchen" können da bestimmt noch etwas optimieren...

bei den Naben hab ich mal was neues probiert
CIMG2559.1.JPG

ich glaub das sind so ziemlich die größten Flanschdurchmesser die es gibt und der Freilauf ist ja auch kein Schlechter.:daumen:
Das ganze dann mit vorn Syncrosfelge (DS28) und hinten WTB Dual Duty FR (mit eloxierten Bremsflanken für meine HS33!), beide 21 x 622 und Sapim Race Speichen aufgebaut. Bin grad fertig geworden, Bilder und Erfahrungsberichte gibs dann nach den ersten Testkilometern.
 
B

behemoth

Guest
Wieso sollte die Freilaufbelastung beim 29er größer sein? Es werden doch dieselben Kassetten wie beim 26er verwendet und damit ist das Antriebsmoment auch nicht höher. Es gibt, wie schon erwähnt, mit der A317 Disc auch eine "Trekkingfelge" ohne Bremsflanken...und es gibt ja auch 29" MTBs mit Felgenbremsen. wenn man 2,4er Reifen fahren möchte, sind die natürlich ungeeignet, aber bis 2,2" funktionieren sie einwandfrei. Ich fahre bei 2,0" Schwalbe (=48mm) hinten 1,9 und vorn 1,7 bar und hatte noch nie Probleme (ca. 75kg Fahrergewicht).
 

DerBergschreck

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Wieso sollte die Freilaufbelastung beim 29er größer sein? Es werden doch dieselben Kassetten wie beim 26er verwendet und damit ist das Antriebsmoment auch nicht höher.

Von Shimano gibts auch ne 12-36er Kassette für 29er.
Aber ich denke, dass Überlastung eher bei Leuten auftritt, die Rennen fahren und daher einfach mehr Kraft auf den Antrieb geben. Bei mir als Hobbyfahrer kann die Nabe ja ausruhen :)
 

ONE78

Stahlfanboy
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Dickes B
Wieso sollte die Freilaufbelastung beim 29er größer sein? Es werden doch dieselben Kassetten wie beim 26er verwendet und damit ist das Antriebsmoment auch nicht höher...

man braucht bei den großen Rädern einfach mehr Drehmoment am Freilauf. Die Übersetzungen am 29er sind ja kleiner als beim "normalen" MTB. Bei vielen 29 SSp Rädern sieht man auch deshalb so "riesige" Ritzel hinten (>20t).

Ist beim bremsen das gleiche Problem, größerer Reifen -> mehr Drehment das die Bremse aufnehmen muss. Deshalb sollte man eigentlich auch größere Scheiben fahren!
Ich verstehe da die Amis nicht, die mit den 160er Scheiben vorn???
 
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behemoth

Guest
man braucht bei den großen Rädern einfach mehr Drehmoment am Freilauf. Die Übersetzungen am 29er sind ja kleiner als beim "normalen" MTB. Bei vielen 29 SSp Rädern sieht man auch deshalb so "riesige" Ritzel hinten (>20t).

Ist beim bremsen das gleiche Problem, größerer Reifen -> mehr Drehment das die Bremse aufnehmen muss. Deshalb sollte man eigentlich auch größere Scheiben fahren!
Ich verstehe da die Amis nicht, die mit den 160er Scheiben vorn???

Beim 26" MTB gibt es auch 36er Ritzel hinten und da halten die Freilaufe genauso gut oder schlecht, wie gut das hält ist nabenspezifisch, hat aber nichts speziell mit 29" zu tun. Du bringst bei gleicher Übersetzung nicht mehr Drehmoment auf die Nabe, nur weil Du größere Laufräder hast. Das wäre ja toll, quasi ein perpetuum mobile durch unendlich große Laufräder.
 

ONE78

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Dickes B
natürlich kann man die gleichen Übersetzungen fahrn wie beim 26" MTB, brauch man aber nicht. man kann sich auch ne Rennradkassette draufbauen, aber tritt mal 42-11 am 29er im Gelände???
durch die großen Räder braucht man nun mal kleine Übersetzungen (höhere Drehmomente) für vergleichbare Fahrleistungen!
 
B

behemoth

Guest
natürlich kann man die gleichen Übersetzungen fahrn wie beim 26" MTB, brauch man aber nicht. man kann sich auch ne Rennradkassette draufbauen, aber tritt mal 42-11 am 29er im Gelände???
durch die großen Räder braucht man nun mal kleine Übersetzungen (höhere Drehmomente) für vergleichbare Fahrleistungen!

Ja und...dafür sind die Freiläufe der Naben locker ausgelegt. Es gibt ja schließlich auch Fahrer, die Einiges mehr leisten, als der Durchschnittsradler. Und jeweils zwei Zähne hin zu größeren Momenten an Kurbel (20 statt 22T) und Ritzel (36 statt 34T) sind locker durch die Sicherheit abgedeckt, zumal man wohl kaum ständig im geringsten Übersetzungsbereich unterwegs ist. und wie gesagt, es gibt auch Fahrer, die derartig niedrige Übersetzungen an 26" Rädern fahren, ist also ganz und gar kein 29-spezifisches Problem, wenn es denn überhaupt eines ist.
 

andy2

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ich denke das kann so oder so ein problem sein egal ob 26 oder 29 es kommt darauf an wie rund man tritt wieviel kraft eingeleitet wird, je runder desto weniger kraftspitzen desto schonender fuer die nabe ich hatte noch nie probleme mit naben und freilauf geschichten.
 
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Wetterau/Taunus
Ich hänge mich da mal mit noch ner eher allgemeinen Frage dran:

Was meint Ihr wie breit (Maulweite) sollten die Felgen eigentlich sein (so für typischen Hardtail-Einsatz, Race, CC, etc.)? Meine WTB sind ca. 21mm (gemessen, offiziell gibt es nur das Außenmass 26mm) und meine Bontrager am Gary Fisher scheinen auch nicht breiter zu sein. Wenn ich mir die Fotos in der Galerie anschaue, dann siehts auf den ersten Blick ähnlich aus.

Wäre nicht eine gute Regel Maulweite = 50% von Reifenbreite? Aber dann fehlen bei meinen Felgen ca. 5-8 mm... Und wo bekomme ich die dann erschwinglich her außer so Exoten wie Salsa Gordo?
 
O

olli

Guest
Meine Erfahrungen mit Laufrädern sind generell gut, egal ob 24/26/29, wichtig ist, daß man sie ab und zu zentriert und nachzieht und möglichst nicht kaputtfährt. Dann halten sie ewig, Disk-LR sogar noch länger.
 
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