legal biken - auch in Österreich (war: Der Wahnsinn in Niederösterreich)

pedax

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4 Mountainbiker wurden auf Unterlassung und 15 000 € verklagt, weil sie auf einer mehrere Meter breiten Forststraße unterwegs waren :confused:

hier der Link zum Beitrag in der Web-Version: http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/lilienfeld/aktuell/Mountainbiker-Muckenkogel-Jagdpaechter-Prozess-Wirbel-um-Klage-gegen-Mountainbiker;art2315,512169

Außerdem wäre es super wenn so viele Leute wie möglich diese Initiative unterstützen könnten: [url]https://secure.avaaz.org/de/petition/Herbert_Schrittwieser_Straffreiheit_fuer_die_Mountainbiker_am_Muckenkogel/?tguAzeb[/URL]

Danke :)
 
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Das selbe rund um die Gegend Mariazell da kann man nur noch den Kopfschütteln welche macht die Jägerschaft in diesen Land hat.:wut:
 

pedax

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Ja, ich weiß, dass ist leider in österreichweites Problem, auch bei mir in Leogang ist es nicht viel besser. Es gibt den Bikepark für Downhiller und für alle anderen gibts 2 oder 3 Forstraßen die befahren werden dürfen. Aber es gibt keinen einzigen Singletrail auf dem man nicht mit einem Fuß im Gefängnis steht :mad:
 
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Bei uns im Bezirk lilienfeld ist's total extrem wenn man von einen angehalten wird und sich auf eine Diskussion einlässt bekommt man antworten wie: Ich gehe auch nicht bei dir Baden. Oder geh durchs Haus, oder aufs wc
 

pedax

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Bei uns gibts einen einzigen der es duldet, einige wenige die einem erklären, dass sie das aus Haftungsgründen nicht erlauben können - die meisten drohen aber ziemlich offen und heftig (würde man das aufnehmen, wären teilw. einige strafrechtlich relevante Tatbestände erfüllt).
 
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Das Beste ist einfach weiter Fahren und Lachen über diese Kasperln.
 
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Bei uns Lassens die Einheimischen paar biker halbwegs in Ruhe wen sie alleine fahren. Ist aber das 11 Gebot besser anzuwenden
 
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Das Beste ist einfach weiter Fahren und Lachen über diese Kasperln.
Habe schon erlebt, dass einer dieser Kasperl einen befreundeten Mountainbiker fotografiert hat und die Polizei in den umliegenden Fahrradläden mit seinem Foto Nachforschungen angestellt hat. Ein Angestellter erkannte ihn am Foto und kurz darauf bekam er Besuch..

In manchen Gegenden habe ich seitdem Angst, selbst Opfer dieser Stasimethoden zu werden. Im Winter fährt man mit Halstuch, aber für den Sommer habe ich noch kein Mittel gefunden.
 

rosterberg73

Muddy Fun Rider
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@ pedax Wie sieht es denn in SB - Hinterglemm aus? Laut Werbung im Internet soll es da ja genug geben.
Gut, als Tourist fahre ich die ein, zwei Mal da und bin dann wieder weg. Aber auf Dauer wird es immer bei den gleichen Trails wohl doch langweilig. Beneiden tue ich Euch nicht bei so einer Situation.
 

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Valar Morghulis
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Habe schon erlebt, dass einer dieser Kasperl einen befreundeten Mountainbiker fotografiert hat und die Polizei in den umliegenden Fahrradläden mit seinem Foto Nachforschungen angestellt hat. Ein Angestellter erkannte ihn am Foto und kurz darauf bekam er Besuch..

In manchen Gegenden habe ich seitdem Angst, selbst Opfer dieser Stasimethoden zu werden. Im Winter fährt man mit Halstuch, aber für den Sommer habe ich noch kein Mittel gefunden.
alter verwalter.. da fällt einem ja gar nichts mehr zu ein
:spinner:
 

pedax

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@rosterberg73 In Saalbach-Hinterglemm gibt es ein paar mehr Singletrails (auch legale), wenn ich keinen vergessen habe sind es 8 offizielle Singletrails + noch die Lines die direkt zum Bikepark gehören. In Saalbach ist auch sehr viel mehr für den Durchschnittsbiker fahrbar, während in Leogang alles auf DH ausgerichtet und der Schwierigkeitsgrad dementsprechend ist. Außerhalb der legalen Strecken ist man auch in Saalbach-Hinterglemm nicht immer gern gesehen (auch wenn es sehr viele Wanderwege gibt auf denen Biken erlaubt ist) wird aber auch auf den anderen Trails häufiger geduldet als in den umliegend Orten. Ganz schlecht sieht es für Biker in Zell am See aus. In Saalfelden gibt es eigentlich auch fast nur Forstraßen - die wenigen (illegalen) Singletrails sind teilw. so stark befahren, dass es immer mal wieder zu Problemen kommt.
 
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alter verwalter.. da fällt einem ja gar nichts mehr zu ein
:spinner:
Habe auch schon gehört, dass Fahrzeuge mit verräterischen Radträgern in der Nähe von beliebten Bikegebieten von Jägern fotografiert und die Daten an die Polizei weitergegeben werden. Nach den Erlebnissen meines Freundes glaube ich das auch.

Seitdem habe ich mir ein paar Regeln zurechtgelegt.

- nicht anhalten
- nicht diskutieren
- KFZ nicht in unmittelbarer Nähe abstellen
- Bikegebiet häufig wechseln
 
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Das Umdenken hat in den vom Schitourismus betroffenen Regionen im Westen Österreichs bereits eingesetzt.
Ich habe in den letzten beiden Jahren meinen Sommerurlaub in Salzburg und Tirol verbracht und dort positiv überrascht feststellen müssen, dass es auch anders geht.
Dort ist das Befahren von Forstwegen der Bundesforste auf eigene Gefahr hin erlaubt.
Es gibt ein umfangreiches MTB-Radwegenetz auf das in den Tourismusbüros offensiv hingewiesen wird.

Die Folge ist, dass eine große Anzahl der Sommertouristen dieser Region, die aus Deutschland und Holland mit eigenem Bike auf dem Dach des Autos anreisen, um in ihrem Urlaub die Landschaft per Pedes erkunden zu wollen.
Man ist dort als zivilisierter MTBer willkommen und wird auch schon als Wirtschaftsquelle gesehen.

Im Osten Österreichs gibt es da noch sehr viel Aufholbedarf.
 
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Wir alle sollten den Bürgermeister ein Mail senden dass wir den Muckenkogel und Lilienfeld in Zukunft meiden werde und unser Geld wo anderes ausgeben.

[email protected]
 

pedax

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Dort ist das Befahren von Forstwegen der Bundesforste auf eigene Gefahr hin erlaubt.
Es gibt ein umfangreiches MTB-Radwegenetz auf das in den Tourismusbüros offensiv hingewiesen wird.
Mountainbiken ist leider noch immer nur auf ausgewählten Forstwegen der Bundesforste erlaubt und außerdem handelt es sich dabei (fast) ausschließlich um breite Forstraßen - wer zur Abfahrt einen Singletrail sucht, dem bleibt meist nichts anderes übrig als gegen geltende Gesetze zu verstoßen.
Für DH-Biker gibt es mittlerweile eine recht gute Infrastruktur, wer aber weniger als 160mm Federweg am Bike hat, selbst den Berg hochtreten möchte und zur Abfahrt Singletrails bevorzugt ist auch im Westen Österreichs noch vielen ein Dorn im Auge. Mountainbiker sind meist nur so lange willkommen, wie sie Liftkarten kaufen und die DH (bzw. Freeride) Strecken in den Bikeparks benutzen.
 
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Man ist dort als zivilisierter MTBer willkommen und wird auch schon als Wirtschaftsquelle gesehen.

Im Osten Österreichs gibt es da noch sehr viel Aufholbedarf.
Die Aborigines im Osten sehen denke ich den kausalen Zusammenhang zwischen Bikegebieten und Tourismus gar nicht. Dort ist das Feindbild vom unzivilisierten Mountainbiker als Jägerschreck nach wie vor vorherrschend. Sieht man auch an den halbherzig angelegten offiziellen MTB Strecken, die es vereinzelt gibt. Das sind kleinere Runden mit überwiegend Asphaltanteil und da und dort ein paar kleinen unbefestigten Abschnitten. Das Hauptproblem sind aber nicht nur die Jäger, auch Gemeindevorsteher von vorvorgestern und das gesetzliche Regelwerk, das eindeutig gegen solche Vorhaben ausgelegt ist. Außerdem gibt's im Osten eine penetrante Verbotstafelmentalität, am liebsten würden sie alles mit ihren Täfelchen zupflastern.
 

rosterberg73

Muddy Fun Rider
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Auf der einen Seite kann ich es auch verstehen, da die Alpen ein sehr sensibles ökologisches Gebiet darstellen. Der Ski - Tourismus hat in den letzten Jahren ja schon genug Schaden angerichtet. Auf der anderen Seite fahren ich auch sehr gerne Singletrails. Aber hier wird anscheinend mit zweierlei Maß gemessen: Wenn man als Beispiel im Sommer keine Liftkarte sondern eine Singletrailkarte kaufen müsste, dann sähe diese Situation schon anders aus und die Biker wären willkommen. Wenn das Geld dann auch Naturprojekten zugute kommen würde, dann wäre ich auch gerne bereit das zu zahlen. Ich habe in Österreich auch schon Wanderwege gesehen die aussahen, als wenn eine Kolonne Panzer darübergefahren wäre. Und das waren definitiv nur Wanderer (keine Reifenspuren, o. ä.), da sowohl der Berg, als auch der Weg für Biker uninteressant waren. Es handelte sich um einen Verbindungsweg zwischen Bergstation und einer bewirtschafteten Hütte.

Man darf natürlich auch nicht vergessen (rein zahlenmäßig betrachtet) wieviel tausende Menschen jedes Jahr im Winter in die Alpen zum Skifahren pilgern. Das sind dann gern gesehene Gäste. Liftkarte / Tagsüber auf der Hütte Essen / Abends im Restaurant bringt halt alles Geld. Die Biker im Sommer sind da eher Selbstversorger, die weniger Geld da lassen. Also nicht gut für die Kommunen.

Auch ich gehöre zu den Leuten, die mehrere Wochen im Jahr in Österreich verbringen. Zwar allerdings mehr zum Klettern und Hochtouren gehen, aber meine Bikes waren auch oft genug mit. Aber ich versuche immer, nachhaltig unterwegs zu sein. Und dazu gehört nicht nur die Nachhaltigkeit zum Schutz der Natur, sondern auch das Verhalten, dass die dort heimischen Biker durch mein persönliches Verhalten keine Nachteile haben. Auch wenn für mich die eine oder andere Tour weniger interessant ausfällt.
 

rhnordpool

Rainer Wahnsinn
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Und ich dachte schon, der Irrsinn tobt nur in Baden-Württemberg.
Da stellt man sein Navi auf "Autobahnen meiden" ein und fährt lieber gleich weiter nach Südtirol und gibt sein Geld auf Hütte und im Hotel lieber dort aus. Ich hab dieses schwachsinnige Verhalten von Behörden, Uniform- und Würdenträgern und wichtigtuerischen Verbandsmeiern (und dem einen oder anderen lokalen Fortschrittsverweigerer) in D und A inzwischen so was von satt, daß ich inzwischen auch typisch deutsch und grundsätzlich reagiere und mein Geld nur noch dort lasse, wo ich willkommen bin. Den österreichischen Bikern kann ich nur dauerhaft warme Winter ohne Schnee wünschen und ansonsten Geduld (die Nur-Wanderer sterben ja wohl langsam aus und werden so langsam von Bikern+Auchwanderern abgelöst). Bis dahin fände ich die Einführung einer Art Single-Trail-Region-Tageskarte gar nicht so doof - solange man was dafür geboten bekommt (große Trailauswahl, Flow-Trails o.ä.).
Wünsche Euch in A viel Glück.
Ein 60+ Biker aus Hamburg
 

zweiheimischer

gib dir die kugel
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steiermark - urlaub bei feinden
österreich halt.
ich wohne hier zwar, aber urlaub mach ich woanders.

meist wird man eh nicht erwischt.
aber in manchen gegenden musst als biker beinahe paramilitärische vorgangsweise wählen, tarnen, täuschen, decken....

wenn wir österreicher nicht sowas ähnliches wie deutsch sprechen würden, hätten wir eh keinen toursimus. denn welcher vernünftige mensch macht hier urlaub, wo alles verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. und erlaubt ist hier nix, außer kohle abliefern.

zur aufheiterung, wers halt versteht ;), bin zu faul zum übersetzen:

 
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