Leichte Ausrüstung für 2 - 3 Übernachtungen

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Nabend zusammen,

ich wollte mich nochmal für eure ganzen Tipps und hilfreichen Diskussionen bedanken :daumen:
Wir haben uns jetzt entschieden und nächstes Wochenende können wir voraussichtlich schon testen...
Geworden ist es:
Zelt: Big Ages Fly Creek HV UL2 Bikepack (Angebot für 290 Euro aus Frankreich, da konnte ich nicht Nein sagen)
Isomatten: Thermarest Neoair Xlite (1 x Regular / 1 x Women)
Schlafsack: Cumulus Lite Line 300 & Thermarest Hyperion 32 (Cumulus in meiner Größe hätte mit der Lieferzeit nicht gepasst)

Sollten die Schlafsäcke im Hochsommer zu warm sein, werden sie halt als Decke benutzt aber wenn wir schon soviel ausgeben, sollen "kältere" Temperaturen auch kein Problem sein ;)

Euch ein schönes Wochenende & beste Grüße
Jörn
Hi Jörn,

ich überlege mir auch den Therm A Rest Hyperion 32 zu holen. Kannst du Rückmeldung geben, wie er sich geschlagen hat? Vor allem ob die 5°C Komforttemperatur stimmen? Und wie war das Handling in den warmen Nächten? (da der Reisverschluss ja nur zur Hälfte geht)
Bzw. welchen findest du besser, den Cumulus oder den hyperion?

Vielen Dank im voraus.
 
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Hi Jörn,

ich überlege mir auch den Therm A Rest Hyperion 32 zu holen. Kannst du Rückmeldung geben, wie er sich geschlagen hat? Vor allem ob die 5°C Komforttemperatur stimmen? Und wie war das Handling in den warmen Nächten? (da der Reisverschluss ja nur zur Hälfte geht)
Bzw. welchen findest du besser, den Cumulus oder den hyperion?

Vielen Dank im voraus.

Naja wenn dann würde ich eher die Komforttemperatur von Cumulus hinterfragen statt die von Thermarest.
Thermarest prüft nach ISO Norm, Cumulus gibt einfach nen eigenen Wert an.
 
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Die Berichte über den Hyperion Schlafsack verunsichern mich (250g Daune ist auch nicht viel) - die 5C° Komfort kann er nicht halten laut deren Meinungen. Bei Cumulus sind 50g Dauner mehr drin (allerdings 850 FP)


 
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Ich würde mich da nicht auf irgendwelche Normen verlassen die irgendwann irgendwer ersonnen hat. Als ganz grobe Orientierung zu gebrauchen aber das war es.

Letztendlich entscheidet Wetter, Müdigkeit uvm. über den Wert den ein Schlafsack dann tatsächlich auch isoliert.

Ein guter Anhaltspunkt sind dann unabhängige, unbezahlte Produkttests und Bewertungen.

Kleines Beispiel:
Cumulus 250er Quilt. Extra auf meine Körpergröße gekürzt damit ich nichts unnutz erwärmen muss oder mitschleppen. Hydrophober Stoff, hydrophobe Daune. Obwohl mit 850er Cuin angegeben loftete der kaum. Keine isolierte Reißverschluss Abdeckleiste.
Hab bei 8°C müde leicht drin gefroren. Hohes Gras, viel Kondens btw.
Beim Vorgängermodell mit geschlossener Fußbox hatte ich im Gegensatz dazu warme Füße und es war nur leicht kühl. Bis auf die Fußbox selbe Konfigurationen. Auch hier mäßiger Loft.

Bei selben Bedingungen hatte ich es im Quilt meines Mannes top warm, fast zu warm. Selbes Modell allerdings normal groß. Unterschied: er hatte keinen hydrophoben Stoff und Daune. Das Teil loftet wie bekloppt.

Tja beide waren mit den selben Temperaturen angegeben usw. Musste ich halt selbst ausprobieren um zu merken was nun stimmt oder taugt.

Deswegen bin ich auf das 350er Modell umgestiegen. Nix mehr hydrophob, und die Daunen die durch das Kürzen an Gewicht wegfielen wanderten als Overfill in die Fußbox welche auch ne isolierte Abdeckleiste hat. Hab somit einen anständigen Temperaturpuffer und friere auch bei 0°C nicht wie doof.

Ganz zum Schluss: die Isomatte hat maßgeblich Einfluss auf die Schlafsackwärme. Also auch da drauf achten eine nicht zu geringe Isolationsleistung zu haben, sobst nutzt der beste Schlafsack nix.
 
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bonn
Interessant hier mitzulesen....
Wir haben in den Endachzigern/Neunzigern viel Outdoor unternommen.
Mich interessiert die Entwicklung des Equipment.
Meine Ausrüstung bestand/besteht aus Fourseasons Northface Zelt, Isorest,damals aus Irland, Trangiaset und Yeti Schlafsack usw.
Corona lässt eingeschlafenes wieder erwachen.....
 
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Isorest müsste jetzt Thermarest sein :) Kommt ja beides aus irland.

Der Trangia ist immer noch beliebt weil sehr variabel und durch Alu recht leicht.
Mittlerweile sind nur viele bei Alu skeptisch wegen Abrieb des Stoffes.
 
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Die Berichte über den Hyperion Schlafsack verunsichern mich (250g Daune ist auch nicht viel) - die 5C° Komfort kann er nicht halten laut deren Meinungen. Bei Cumulus sind 50g Dauner mehr drin (allerdings 850 FP)


Nur als Anhaltspunkt: Meine Jacke hat inkl. Kaputze 85g 850er Daune und hält mich bei 0-5 Grad ohne Probleme warm. Selbst ohne Bewegung.
Also 250-300g Daune können durchaus reichen! Zur Not holst du dir nen Biwak-Sack dazu den du rüberziehen kannst als Windschutz. Da hilft nochmal gut gegen Auskühlung.

Und wie das Walross schon schrieb: die Werte sind für jede Person anders. Ich bin ne Frostbeule und such mir immer lieber was wärmeres :)
Auf die Normen sollte man sich dann nicht verlassen, Sie gelten aber als guter Anhaltspunkt.
Und vor allem, wenn man keine Erfahrung mit Schlafsäcken hat, sind Normen der einzig objektive Anhaltspunkt den man hat :)
Weil weißt du wie der Hersteller ohne Norm auf seine 0°C Komfort gekommen ist? Reines rechnen? Hat es jemand getestet? Wenn ja, wer?
Also Normen sind ein guter Punkt für die Orientierung, können aber für jede Person abweichen.
generell solltest du aus deinem bisherigen Leben aber wissen, ob du lieber wärmer oder kälter schläfst usw. :)

Sonst gibt es im Internet viele Tipps, wie man den Temperaturbereich seines Schlafsacks noch etwas pimpen kann. Stichwort Inlett, Biwaksack, Isomatte oder Schichten im Schlafsack anziehen. Wenn du ein Zelt nutzt gibt es manchmal auch für den Winter spezifisch geschlossenere Innenzelte (auch bei Leichtzelten) etc.
 
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Hi Jörn,

ich überlege mir auch den Therm A Rest Hyperion 32 zu holen. Kannst du Rückmeldung geben, wie er sich geschlagen hat? Vor allem ob die 5°C Komforttemperatur stimmen? Und wie war das Handling in den warmen Nächten? (da der Reisverschluss ja nur zur Hälfte geht)
Bzw. welchen findest du besser, den Cumulus oder den hyperion?

Vielen Dank im voraus.
Hallo :)

Habe ihn nicht so oft genutzt aber bei trockenen Nächten ist die Komforttemperatur mit 5 Grad schon passend angegeben. Sobald die Nächte aber feuchter werden eher bei 8 - 9 Grad.
Meine Frau ist mit dem Cumulus auch sehr zufrieden (mir zu kurz, kann ich nicht testen) aber findet den Therm A Rest genauso gut. Die Verarbeitung ist m.M.n. gleichwertig.

Bis 20 Grad kann ich den Schlafsack ohne Probleme nutzen und wenn's wärmer wird reicht mir auch eine dünne Decke + Zelt ;-)

Ich hoffe, dass beantwortet deine Frage, ansonsten sag gerne nochmal Bescheid.

Beste Grüße,
Jörn

Edit: Bei 5 Grad aber mit NeoAir XTherm Isomatte, da sonst definitiv zu kalt.
 
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Und da sieht man es mal wieder - bei 5°C PLUS bräuchte ich noch keine Thermoisomatte die bis -24°C ausgelegt ist (R-Wert 6,9 laut TAR sind das bis -24°C).
Mir reicht da meine neue XLite die nen R-Wert von 4,2 hat - also laut TAR bis -11°C reichen sollte.

Das ist eben genau das Ding wovon ich rede, also jetzt mal ab vom individuellen Empfinden.

Aber wenn ich den Schlafsack/Quilt mit ner für den angedachten Temperaturbereich (sorry ist nur meine persönliche Meinung) völlig übertriebenen Isomatte ausgleichen muss ist der Schlafsack/Quilt einfach a) grottenschlecht b) absolut nicht für die Temperatur geeignet oder c) ich zu Punkt a oder b zusätzlich ne absolute Frostbeule.

Ich bin auch eher jemand der es warm und kuschelig mag und fröstel bei Erschöpfung leicht. Allerdings hab ich inzwischen mein Schlafsystem echt ausgetüftelt und würde ausser bei echtem reinen Wintercamping mit definitiv Minustemperaturen niemals so eine Isomatte benötigen.

Ich meine hallo -11°C denke ich zwar nicht das meine Matte das mit meinem Quilt schaffen könnte - eher so maximal -5°C dann wär es mir zu krass - aber das wäre immer noch ein Puffer von 10°C zu den 5°C PLUS. o_O
Gut, nicht jeder kann für jedes Wetter ne eigenes Setup haben wie Sommerpenntüte + Sommermatte usw. Aber ich denk ich hab nen guten Kompromiss gemacht bei mir.

  • 350er Quilt mit Overfill im empfindlichsten Bereich
  • TAR NeoairXlite

Ich hab dann zusätzlich (ausser vielleicht bei ner 40°C Hitzewelle) immer meine dünne Daunenjacke dabei (ist ne ME Arete) für unterwegs oder im Camp abends. Die könnte ich falls es auf 0°C fällt noch anziehen im Notfall, so ich es denn bräuchte.
Und bei Overnightern die so im tagsüber einstelligen Plusbereich und nachts ggf. unter dem Gefrierpunkt ablaufen hab ich dann noch ne WM Daunenhose dabei - die kann ich sowohl im Camp, auf dem Rad (!) als auch im Quilt als Puffer verwenden. Multiuse ist bei dem System Trumpf.

Versteh mich bitte nicht falsch @Blindfury aber ich würde das System nochmal prüfen und ggf. überarbeiten. Vielleicht was wärmeres drin anziehen oder wärmerer Quilt wenn es so extrem ist mit der Kälte bei euch/deiner Holden.
 

Fabeymer

Big Wheel Racing Europe
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Aber wenn ich den Schlafsack/Quilt mit ner für den angedachten Temperaturbereich (sorry ist nur meine persönliche Meinung) völlig übertriebenen Isomatte ausgleichen muss ist der Schlafsack/Quilt einfach a) grottenschlecht b) absolut nicht für die Temperatur geeignet oder c) ich zu Punkt a oder b zusätzlich ne absolute Frostbeule.

Hier mal noch eine andere Perspektive:

Meine Wintermatte ist (Thermarest X-Therm) ist leichter als die 3-Season-Matte (Thermarest NeoAir Trekker) und hat identisches Packmaß. Mit dem Sea To Summit Spark 1 mit 205 g Daune, 160er Merino-Leggin und 'ner Isolationsjacke habe ich schon bis an den Gefrierpunkt gut geschlafen.

Jetzt wiegen Wintermatte und Sommerschlafsack zusammen etwa so viel wie die Dreijahreszeitentüte, bei der ich ja immer noch eine Isomatte brauche. Vom Packmaß haben wir da noch gar nicht geredet. Die Isolationsjacke und die Merino-Leggin habe ich für abends eh dabei. Warum sollte ich also nicht den dünnen Schlafsack mit der Wintermatte kombinieren?

Die Kombination "leichter Schlafsack und Wintermatte" pauschal zu verurteilen reiht sich also in die Reihe aller anderen Pauschalurteile ein...


Und zu Thema Wintermatte ausreizen:

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;)
 
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Ich hab nie Wintermatten/Ausrüstung pauschal verurteilt.

Es hat niemand abgestritten dass bei -20°C ne Wintermatte Sinn macht. Wer jedoch im Winter campieren will sollte wohl auch den passenden Schlafsack dazu haben, sonst macht das imho keinen Sinn. Nur mit der Wintermatte wäre es auch fahrlässig mit ner Sommertüte solche Temperaturen angehen zu wollen.

Erst Recht nicht wenn man damit schon bei +5C laut eigner Aussage grad nicht friert. 🤔

Bei PLUSgraden eine für das eigene Kälteempfinden ungeignete Penntüte durch Wintermatten ausgleichen zu wollen kann man deshalb trotzdem für Unfug halten. 🤷‍♀️
 
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